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Produkt-Bild: Handelsgesetzbuch HGB: Ohne Seehandelsrecht, mit Publizitätsgesetz, Wertpapierhandelsgesetz, Wechselgesetz und Scheckgesetz

Handelsgesetzbuch HGB: Ohne Seehandelsrecht, mit Publizitätsgesetz, Wertpapierhandelsgesetz, Wechselgesetz und Scheckgesetz von Wolfgang Hefermehl

Broschiert von DTV-Beck
Preis bei Amazon: EUR 4,00, Angebote ab EUR 0,90

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423050020, Erscheinungsdatum: Mai 2008, Auflage: 47., überarb. Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Handelsgesetzbuch HGB: Ohne Seehandelsrecht, mit Publizitätsgesetz, Wertpapierhandelsgesetz, Wechselgesetz und Scheckgesetz

5 Kundenrezensionen:

Alle wichtigen Paragraphen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Hier findet sich wirklich alles, was in der täglichen betrieblichen Rechtspraxis an wichtigen Gesetzestexten benötigt wird. Es ersetzt einen Großteil der oftmals mit viel unnützen Gesetzen überladenen Gesetzesbänden.
bedingt sinnvolle anschaffung für jurastudenten
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
bevor man sich als Student für die großen Scheine in Handelsrecht und Gesellschaftsrecht HGB und GmbHG&AktienG als Einzelsammlung kauft sollte man erwägen sich doch mal langsam den Schönfelder anzuschaffen. es mag sein, dass die Folgekosten höher sind, aber in der Klausur ist es deutlich angenehmer mit einem band zu arbeiten als mehrere Einzelbände mitschleppen zu müssen. zudem entfällt das Problem was man macht, wenn man mal was vergessen hat.

auch für nicht Jurastudenten bleibt zu überlegen ob der Schönfelder nicht sinnvoller ist, schließlich genügt HGB als Gesetzestext des öfteren nicht alleine und kommt oftmals mit dem BGB im Doppelpack oder ggf. als Trio mit den GmbHG&AktienG.
"Must-have"...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...für Menschen in kaufmännischer Ausbildung!
Es ist ein Gesetzesbuch, von daher bleibt nur Spielraum in Sachen Gestaltung und Preis:
Beides ist klasse!!!
Es hat ein sehr handliches Format und lässt sich somit problemlos zur Berufschule mitnehmen.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist klasse!!!
Daran kommt der Kaufmann nicht vorbei !
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein sehr preiswertes und handliches Nachschlagwerk, vor allem für Studenten. In kaufmännischen Berufen ist das HGB natürlich Pflichtlektüre und diese kommentarlose Ausgabe (!) gibt einen exzellenten Überblick über die aktuelle Gestzeslage.

Diese Neuauflage beinhaltet vor allem das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz, VorstOG), sowie die Änderungen im WpHG durch das Gesetz zur Neuordnung des Pfandbriefrechts. HandeIsG mit EinführungsG, ScheckG mit EinführungsG, WechselG mit EinführungsG und WertpapierhandelsG.

Sehr interessant ist das WertpapierhandelsG, das auch Menschen mit weniger kaufmännischem Hintergrund interessieren wird! Kurzum: ein Taschenbuch, das in Deutschland eigentlich einen Pflichtplatz in der Bücherecke haben sollte!
Wer interessiert sich ernsthaft für diese Rezension ???
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin doch sehr überrascht, dass z. B. für das "BGB" oder hier für das "HGB" Rezensionen auftauchen, sogar anscheinend ernstgemeinte.

Ich respektiere diejenigen, die sich beruflich oder im Studium mit der Materie auseinander setzen, auch ich benötige häufiger Gesetzestexte aus dem einen oder anderen Bereich.

Rezensionen über Fach-, Sach-, Lesebücher o. k., aber über Gesetzestexte ?? Über ein Vorwort oder Erläuterungen lässt sich unter Umständen reden.

Dann müsste der Gesetzgeber auch rezensierbar sein, aber das geht indirekt wohl nur bei der (Bundes)tagswahl, wenn man mit Inhalten wie z. B. Gesetzen nicht einverstanden ist.

Also ernsthaft, solche Rezensionen gehören hier eigentlich nicht hin.

Warum 5 Sterne ? Weil das HGB ebenso wie das BGB solide deutsche Erungenschaften darstellen, die wohl aber auch in einiger Zeit europäischem Gesamtrecht untergeordnet werden, sehr schade !
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Produkt-Bild: EinFach Deutsch - Textausgaben: Die Leiden des jungen Werthers. Mit Materialien: Klasse 11 - 13

EinFach Deutsch - Textausgaben: Die Leiden des jungen Werthers. Mit Materialien: Klasse 11 - 13 von Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch von Schöningh im Westermann
Preis bei Amazon: EUR 4,95, Angebote ab EUR 3,50

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3140223641, Erscheinungsdatum: 2001, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

LIEBE UND TOD...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Manchmal sag' ich mir: dein Schicksal ist einzig;
preise die übrigen glücklich - so ist noch keiner gequält worden.
- dann lese ich einen Dichter der Vorzeit, und es ist mir,
als säh' ich in mein eignes Herz. Ich habe so viel auszustehen!
Ach, sind denn Menschen vor mir schon so elend gewesen?"
jaja, die leiden des jungen werther sind schon etwas ganz besonderes...
in seinem briefroman erzählt goethe, wie schon im titel erwähnt, die leidvolle geschichte werthers.
dieser sensible, junge mann verliebt sich ausgerechnet in die, bereits einem anderen versprochene, lotte.
dass ganze buch handelt von depressionen, liebe, selbstzerstörung, eifersucht, glück, hass und dem tod.
zwar ist die schreibweise goethes bestimmt nicht für jedermann empfehlenswert, für liebhaber großer literatur ist dieses buch jedoch ein muss.
die teilweise sehr ausschweifenden beschreibungen waren für mich weder ein "in die länge ziehen" des buches, noch erschienen sie mir als langweilige, endlos erscheinende absätze. viel mehr trugen sie eine wichtige rolle für den stimmungsaufbau des buches, und man findet in ihnen oft werthers zustand widergespiegelt.
taucht ein in werthers welt und lasst euch von einem genie der sprachkunst gefangennehmen.
5 sterne für ein meisterwerk der literatur!!!
Das fürchterlichste Buch, das ich je gelesen hab!!!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen und ich muss sagen, es ist das schlimmste, was ich je gelesen habe. Am liebsten hätte ich es nach einer Seite in die Ecke geworfen. Werther ist so in Selbstmitleid versunken und die ganzen Briefe sind ein einziges Bild des Jammers, dass es einen die Nägel hochrollt. Man hat ständig das Gefühl, man könnte Werther - auf deutsch gesagt - in den Hintern treten, dass er endlich mal was tut und sich nicht so ruhmlos seinem Schicksal ergibt. Abegesehen davon ist die Sprache scheußlich. Man kann sich nicht vorstellen, dass die Leute damals so geredet haben, auch wenn das ein paar jahrhunderte her ist.
Schrecklich, dass man so was in der Schule lesen muss, da gibt es viel besseres. Doch immerhin ist es ein Klassiker, und wenn ich ihn nicht gelesen hätte, würde mir ein Stück Allgemeinbildung fehlen und ich könnte nicht mitreden. Trotzdem werde ich dieses Buch nie mehr angucken!!
Klassiker des Briefromans
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auch heute noch kann Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" begeistern. Als das Werk erstmals erschien, identifizierten sich einige Leser derart mit dem Schicksal der unglücklich verliebten Hauptfigur, daß sie sich selbst deren Beispiel anschlossen und Selbstmord begingen. Vom heutigen Rezipienten wird eine solche Reaktion wohl kaum zu erwarten sein. Dem etwas distanzierteren Blick können sich ganz eigene Sichten des Werkes erschließen. Werther muß nicht mehr unbedingt als Vorbild betrachtet werden, man wird auch die egozentrische, unreflektierte Seite seines Denkens und Handelns beobachten können. Stellte man früher häufig die verzweifelte Situation des Protagonisten hinsichtlich einer verständnislosen Außenwelt in den Vordergrund, so muß heute auch gefragt werden, woher Werther eigentlich das Recht nimmt, seine Geliebte derart zu bedrängen, in ihre Welt einzubrechen, in seiner Selbstbezogenheit ihr sein Unglück aufzubürden. Das alles schmälert übrigens nicht die Begeisterung, die der aufmerksame Leser immer noch für Goethes Sprachkunst, die geschickt gewebte Handlung des Buches aufbringen kann, dessen Lektüre und Wiederlektüre immer wieder gewinnbringend ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Ein totales Herzensbuch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" war viele Jahre das für mich bewegenste Buch, welches ich je gelesen habe. Das liegt zum einen an der wunderschönen Sprache, welche es schafft,"das dem Papiere einzuhauchen, was so voll, so warm in mir lebt, daß es würde der Spiegel meiner Seele, die da ist der Spiegel des unendlichen Gottes", das heißt, Goethes Werther vermag es, Gefühle (z.B. des Verliebtseins, der Liebe zur Natur oder der Verzweiflung ) auszudrücken, wo die moderne Sprache scheitert. Und das berührt. Auch nach ca. zwanzigfachen Lesen ist dieses Kunstwerk weiterhin ein Genuß und ich verstehe nicht so recht, warum sich Goethe in späteren Jahren so barsch von seinem Jugendwerk distanziert hat. Auch die wunderbare Naturspiritualität kann einen zur Verzückung bringen und dem geneigtem Leser das Herz öffnen, sich selber für die Erscheinungen in der Natur zu öffnen und in dieser mannigfaltigen Schönheit das Göttliche entdecken. Ich bin nun kein Stürmer und Dränger, und kann Werthers egozentrische Art, mit der er Lotte das Leben schwer macht, durchaus kritisieren, doch sollte man ihn dennoch nahe an sich heranranlassen, dann kann die Lektüre ungeheuer mitreißend sein und den Leser verändern, bzw. erweitern, wie das bei mir vor etwa 12 Jahren der Fall gewesen ist. Wem allerdings die Sprache zu "altertümlich" ist, der wird bei diesem Buch nicht auf seine Kosten kommen.
Goethes Roman u. "Die neuen Leiden des jungen W."
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Der Briefroman: "Die Leiden des jungen Werthers" ist interessant zu lesen, allerdings ist für die heutige Zeit die Sprache an einigen Stellen nicht mehr verständlich. Manche Wörter, die Goethe benutzt hat, werden heute in einem anderen Zusammenhang gebraucht. Die Geschichte des Werthers ist ein Drama, wobei die Handlung mit einem Höhepunkt (das Kennenlernen Lottes) beginnt und in der Tragödie (dem Selbstmord Werthers) endet. Goethe verstand es geschickt, sein eigenes Leben und seine eigenen Gedanken mit in die Handlung einfließen zu lassen. So zum Beispiel hat Werther, genau wie Goethe, am 28. August Geburtstag. Das Buch "Die neuen Leiden des jungen W." lassen sich meiner Meinung nach einfacher lesen, da die Sprache der heutigen Sprache ziemlich gleich ist. Sie ist einem nicht so fremd, wie die Sprache, die Goethe benutzt. Das Buch hat die gleiche Handlung wie Goethe`s Roman, sie ist nur in eine moderne Zeit gesetzt worden. Im Gegensatz zu Goethes Schreib-Stil schreibt der Autor des Romans: "Die neuen Leiden des jungen W." auf eine eher primitive Art, die Stellenweise ziemlich lustig zum Leser rüber kommt. Goethe dagegen schreibt sehr niveauvoll und bei ihm kommt die Geschichte des Werthers eher tragisch zum Ausdruck. Beide Bücher sind auf jeden Fall lesenswert und am besten hintereinander, damit man den direkten Vergleich hat.
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Produkt-Bild: Duden Scrabble-Wörterbuch: Alles was gilt: von ABMEIERST bis ZWIESELIG. Rund 120.000 Stichwörter und Wortformen

Duden Scrabble-Wörterbuch: Alles was gilt: von ABMEIERST bis ZWIESELIG. Rund 120.000 Stichwörter und Wortformen

Broschiert von Bibliographisches Institut, Mannheim
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,00

ISBN: 3411732911, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Der Chinese

Der Chinese von Henning Mankell

Gebundene Ausgabe von ZSOLNAY-VERLAG
Preis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 14,99

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3552054367, Erscheinungsdatum: Mai 2008, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Der Chinese

Aus der Amazon.de-Redaktion


Erik Huddén und Vivi Sundberg sind noch arg geschockt, als sie im Januar 2006 nach einer Besichtigung des Tatorts an die Haustür von Tom Hansson klopfen. Der halbnackte Mann, der in den Pistolenlauf der Polizistin schaut, weiß noch gar nicht, dass er und seine Frau die einzigen Überlebenden eines bestialischen Massakers sind, dem die restlichen achtzehn Bewohner seines schwedischen Dorfes zum Opfer fielen. Sie alle waren untereinander verwandt, zwei sind die Adoptiveltern der Richterin Birgitta Roslin. Diese ermittelt auf eigene Faust -- und argwöhnisch von Vivi Sundberg beäugt. Durch Zufall führt sie ein rotes Band zur Spur eines mysteriösen Chinesen: eine Spur, die die Richterin bis hin nach China verfolgt. In der bedrückenden und bedrohlichen Atmosphäre von Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele wird sie fündig -- und stößt auf eine schier unglaubliche Geschichte rund um kommunistischen Machtwahn und kapitalistische Korruption, die tief zurückführt in die chinesische Vergangenheit...
Der Zufall spielt eine große Rolle im Roman Der Chinese von Henning Mankell, ein etwas zu große Rolle vielleicht. Auf der anderen Seite ist allzu viel konstruiert in dem Buch, das man trotz der Beteuerungen des Verlags kaum einen Kriminalroman oder gar, wie im Klappentext, einen „atemberaubenden Thriller“ nennen kann. Denn nach dem fulminanten Beginn, der immerhin über einhundert Seiten wirkt, verliert sich Mankell in der Herleitung des Mordmotivs, das im großen, auf dem Rücken der Chinesen ausgetragenen Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Ursprung hat, mit dem „die Weißen“ die Indianergebiete im Norden Amerikas zu erschließen suchten. Das wirkt für einen Kriminalroman, der zudem Köder auslegt, an die in der Folge nichts und niemand mehr anbeißt, alles etwas weit hergeholt -- und lässt die Fans von Kommissar Kurt Wallander ratlos zurück.
Wer sich aber unbefangen auf den Chinesen einlässt, wird trotzdem auf seine Kosten kommen. Denn Mankell kann (immer noch) brillant schreiben und erzählen. Und das macht seinen Roman jenseits aller Schwächen lesenswert.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
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5 Kundenrezensionen:

Polititsch naiv
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Since his first Wallander books I have been an enthusiastic reader of Mankell's work. Sometimes the left-wing moralism of the old policeman irritated me, but it seemed to fit into the story like the snow, rain and wind of the South-Swedish landscape. 'What is becoming of the old socialist Sweden?' could be read as a piece of attractive folklore that gave some colour to the exciting crime stories. In his last book, 'Kinesen' (the Chinese person), Mankell's comment on the development of society seems to have become the main subject of the book, and the detective story a vehicle for his ideological message.
In a fictional small town in Northern Sweden, all inhabitants are brutally murdered. A woman in Southern Sweden, Birgitta Roslin, who works as a judge, finds out that distant relatives of her are among the victims. She starts a sort of parallel private investigation, which brings her in serious danger. The mass murder turns out to be related to what has happened in China more than a century ago. Mankell takes us to China in the last days of the Empire, and tells us about the exploitation of Chinese labourers who were forced to work for the construction of the American railroads. A distant relative of one of these labourers, Ya Ru, who became a successful, corrupt and powerful representative of the new Chinese capitalist class, turns out to be connected to the mass murder in Northern Sweden. Around this rather simple and artificial story Mankell constructs his lessons about the new class struggle in the globalised economy. Birgitta Roslin, who happens to have been a Maoist as a student, gets involved in the struggle between the old idealist China of Mao Zedong - with whom Mankell seems to sympathise - and the new ruthless capitalists that represent the new China that is acting as a new imperialist power in Africa and elsewhere. Fortunately there are still a few 'good' Chinese, who still identify with socialism. They prevent the villain Ya Ru from killing Birgitta, so that the 'good' still wins in this book. Normally I would not reveal the plot of a detective story, because this would spoil the fun for other readers. In this case, however, the development of the story is so predictable that no harm will be done by showing this very thin story line.

As a 'whodunnit' the book lacks quality. As a political analysis of China in the modern world it is even worse. My suspicion that Mankell is writing about a subject he does not understand, began when I read Part 2: his story of the poor Chinese brothers who fled from their village after their parents had been killed by a powerful landowner. The names of these brothers were certainly not Chinese and even contained letter combinations that don't exist in Chinese. The way they think and talk did not seem Chinese either. This feeling that Mankell is writing about a country he does not even remotely know, became stronger in the part that is situated in modern Beijing. What we get here, is the stereotype of the corrupt businessman with links to the communist party. As with many stereotypes, there is a kernel of truth in the image. Corruption is a major problem in modern China. Mankell does not mention, however, that the central government of China is very much aware of this and is trying to fight this development. The same is true for the widening gap between poor and rich. Also this is a fact, but Mankell prefers to interpret this in terms of a conflict between socialism and capitalism, between the idealists who still follow Mao's ideas and the capitalists who are transforming the Party into an instrument of the elite.

The positive acclaim that the book received in Sweden and Holland - where the book was translated as 'de Chinees' - shows that many readers like his simple message. Simple truths about China were rather popular around the Olympic games. Seeing China as the oppressor and Tibet as the victim, was one of the elements in the world public opinion that can serve as an example. Simple truths don't help us understand the world and even less to act in it with prudence and intelligence. In this sense, Mankells book, apart from being inadequate as a detective story, contributes to the lack of understanding of a country that, if we like it or not, will have a major impact on the near future of us all.
Immer noch Todesstrafe
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein tolles Buch, auch wenn die sogenannten Krimifans, die nur in ihren eingefahrenen Wallander-Bahnen denken können, es nicht verstehen (wollen). Mich hat es unter anderem auch mal wieder darauf hingewiesen, dass es immer noch in vielen Ländern die Todesstrafe gibt und diese auch vollstreckt wird (außer USA, Japan und China zig weitere Länder). China führt dabei die Liste an mit rund 500 offiziellen Hinrichtungen jährlich an, inoffiziell sind es sicher 5000 - 6000. Wir sollten diese Länder wirtschaftlich und touristisch boykottieren, sonst nimmt das Töten in staatlichem Auftrag nie ein Ende.
Dank an Mankell, auch wenn er das Thema nur am Rande berührt.
Eher politisches Buch
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Wieder einmal hat Mankell eine weibliche Hauptfigur gewählt. Die schwedische Richterin Birgitta Roslin stellt fest, dass sie eine Verbindung zu den Mordopfern hat, und stellt auf eigene Faust Ermittlungen an. Dabei führen ihre Nachforschungen sie auf die Spur eines Chinesen und folgerichtig bis nach China. Hier wird das Bild, das sie von China hat - als junge Frau war sie Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe, die nach den Grundsätzen von Mao handelte - gründlich auf die Probe gestellt.
Mankell unterbricht seine Erzählung nach einem Teil, der in Schweden im Jahr 2006 spielt, für ein langes Kapitel, das in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts spielt und von drei chinesischen Brüdern berichtet, die nach Amerika verschleppt werden und dort unter menschenunwürdigen Bedingungen den Ausbau der Eisenbahnlinie vorantreiben. Nur einer von ihnen kehrt schließlich nach China zurück. Den Zusammenhang zwischen der ungeheuerlichen Bluttat und diesem Einschub begreift der Leser schnell. Auch Birgitta Roslin erkennt rasch Parallelen, doch benimmt sie sich auf ihrer Chinareise teilweise sehr naiv und berichtet allen möglichen Leuten, die sie kaum kennt, von ihrem Verdacht. Dass eine erwachsene Richterin mit großer Berufserfahrung sich so sorglos verhält und natürlich auch prompt in Gefahr gerät, erscheint nicht sehr plausibel.

Der Roman hat zweifellos seine Längen. Mankell-Fans, die die anderen Kriminalromane des Autors kennen, werden sich unter Umständen langweilen, wenn ausführlich von den politischen und gesellschaftlichen Plänen chinesischer Machthaber berichtet wird. Die Geschichte der drei Brüder, die in die USA verschleppt werden, ist fesselnd, verliert sich aber leider bald ebenfalls in einigen Längen, die die Tragik zerstören und den Leser schließlich ungeduldig die Seiten umblättern lassen. Man merkt, dass Mankell das Thema am Herzen liegt und dass er sich viele Gedanken über China und seine Rolle in der zukünftigen Weltpolitik gemacht hat; man muss aber erstmal den Zugang zu diesem Thema finden. Neben einer gewissen Langatmigkeit spielt diesmal auch der Faktor Zufall eine zu große Rolle in diesem Werk. Wenn Birgitta Roslin nach Peking reist und damit sofort am richtigen Ort ist, ist das schon ein wenig unglaubwürdig. Wirklich störend sind die vielen kleinen Fährten, die Mankell auslegt und die nicht weiter verfolgt werden. Was spannend und verheißungsvoll wirkt, wird überhaupt nicht mehr angesprochen: das Verbrechen in den USA, das rote Band, der zuerst gefasste mutmaßliche Täter.

Der Chinese" ist kein schlechtes Buch, es ist nur insgesamt weniger mitreißend als andere Romane von Henning Mankell und stellenweise auch ein wenig langatmig. Mehrere thematisch sehr unterschiedliche Handlungsstränge sind nicht immer überzeugend miteinander verwoben. Man sollte sich auf jeden Fall für die Themen China und Globalisierung interessieren, um Zugang zu der Geschichte zu finden. Wer ein eher politisches Buch lesen möchte, der ist hier richtig; wer einen klassischen Krimi oder Thriller erwartet, könnte enttäuscht sein - und wird mit Sicherheit Kurt Wallander und seine Tochter Linda vermissen.
Neben der Spur
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Die ersten 150 Seiten sind furios, keine Frage.
Aber entweder haben alle Feuilletonisten nicht weiter gelesen oder die schreiben alle voneinander ab oder beides. Anders sind die positiven Kritiken nicht zu erklären.
Die Geschichte zieht sich, wie bei Mankell üblich, über mehrere Kontinente und Jahrhunderte hin, aber was in "Die weiße Löwin" bestens funktionierte, geht hier völlig daneben.
Als Auftakt erwartet den Leser ein grauenhafter Massenmord. Noch grauenhafter sind nur die Dialoge, was teilweise auch an der Übersetzung liegen mag. Aber die unlogischen Sprünge und unwahrscheinlichen Zufälle der Handlung hat wohl Mankell selbst verbrockt.
Überhaupt der Stil. Anscheinend meint Mankell, daß die Schilderung eines Verbrechens um so plastischer wird, wenn man jeden Blutspritzer an der Wand en detail beschreibt. Literatur funktioniert anders.
Ferner ärgert er den Leser mit einer platten Verharmlosung der Kulturrevolution in China (War nicht alles im grünen Bereich, aber wir waren halt jung) und einer peinlichen Eloge auf Robert Mugabe (Adam Smith war rassistisch, Robert Mugabe hat ihn verscheucht, also ist R. M. ok, wie herunter gekommen das Land inzwischen auch sein mag und wie dick sein Konto in der Schweiz).
Und das Ende? Noch grauenhafter als die Dialoge, lächerlich, unglaubhaft und an den Haaren herbei gezogen.
Nein, das ist voll daneben gegangen.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Mankell nach den ersten 150 Seiten (für die ich den einen Stern vergeben habe) die Lust am Schreiben verlassen hat, aber leider hatte er den Vorschuß schon verbraten und mußte sich dann irgendwas aus den Fingern saugen.
Durchwachsen
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Mankell schreibt wie immer in einem nüchtern-sachlichen Stil, manchmal wie ein Polizeireporter, und dass gibt dem Leser Freiraum für viel eigene Phantasie. Allerdings sind Stil und Erzählweise seines neusten Romans so routiniert und auswechselbar, dass man sich fragt, ob der Autor selber schrieb oder sogenannte Ghostwriter, die seine "Handschrift" draufhaben und unter gewinnbringenden Pseudonym möglichst viel und schnell produzieren. Die Technik des "suspense" und wechselnder Perspektiven sind gekonnt und klug eingesetzt, etwa ganz am Anfang, als der Leser mit den Augen eines einsamen, herumstreunenden Wolfs den grausigen Tatort eines Massenmordes in den schwedisichen Wäldern entdeckt. Aber wollte der Autor wirklich einen Krimi schreiben oder nicht vielmehr ein Buch über die zeitgenössische Politik in China und Afrika, denn nur wo es darum geht, vermeint man wirklich das Engagement und die Stimme Mankells zu hören. So versucht er in seinem Roman Krimi und politische Aussage zu verbinden und unternimmt dabei einen mühevollen Spagat, der die Jahrhunderte und Kontinente überbrückt. Über die Naivität der politischen Aussagen muss sich der aufgeklärte Zeitgenosse allerdings schon wundern, denn der Autor stellt sich auf die Seite von Männern wie Mao Tse Tung und Robert Mugabe, der eine ein Machtpolitiker, der seinem zynischen Kalkül und seinen Fehleinschätzung Millionen von Menschen opferte, der andere gerade in jüngster Zeit als Tyrann und Wahlfälscher berühmt geworden. Kennt der Autor überhaupt die Wirklichkeiten des heutigen China und die gewaltigen Probleme, die es hat. Bei soviel Schwarz -Weiss Malerei möchte man es nicht glauben, und dass der Massenmörder natürlich! aus dem Lager der bösen Raubtierkapitalisten kommt macht die Sache auch nicht glaubhafter. Irgendwie erinnert mich Mankell an die westlichen Intellektuellen und Gutmenschen, die in den Dreissigern die Sowjetunion besuchten, das erste sozialistische Land über den Klee lobten aber einfach nichts von den Massenexekutionen und dem Gulag wissen wollten.
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Produkt-Bild: Der Mann am Strand

Der Mann am Strand von Henning Mankell

Broschiert von Dtv
Preis bei Amazon: EUR 8,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423252839, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Auflage: Großdruck.
Zoom ± Produkt-Bild: Der Mann am Strand

Eine Kundenrezension:

toller Krimi
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das ist ein toller Krimi. Wenn ich meinen Text kurz genug schreibe, kommt er auch bestimmt online. Egal was ich geschrieben habe.
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Produkt-Bild: Der Herr der Ringe: Die Gefährten / Die zwei Türme / Die Wiederkehr des Königs. 3 Bände.

Der Herr der Ringe: Die Gefährten / Die zwei Türme / Die Wiederkehr des Königs. 3 Bände. von John Ronald Reuel Tolkien

Taschenbuch von Klett-Cotta
Preis bei Amazon: EUR 32,90, Angebote ab EUR 12,95

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3608935444, Erscheinungsdatum: Januar 2004, Auflage: 13., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

Bedauerlich und überflüssig...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
... ist die Übersetzung dieses märchenhaften Stoffes von W. Krege. Alle Leser, die noch an eine alte M. Carroux- Übersetzung kommen können sollen dies auch tun: Die noch erhältliche (gebundene) Fassung ist zwar deutlich teuerer, aber ihr Geld allemal wert, da die epische Sprache trotz aller Fehler zum Originaltext passender erscheint.
Mein Urteil zieht sich durch viele Rezensionen, jedoch erweckt der Durchschnitt von z. Zt. 4,5 Punkten den Anschein einer guten Arbeit - ist es aber nicht. Ich habe keine Ahnung, warum Klett-Cotta so etwas durchgehen hat lassen.
Auf der Suche nach Gott im "Herrn der Ringe"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Über den größten Buchmythos unserer Zeit ist auch schon bei Amazon und anderswo so viel geschrieben worden, dass sich eine neue Rezension erübrigt. Ich möchte nur auf einen Aspekt hinweisen, über den ich bei den verschiednen Lektüren immer wieder nachgedacht habe, über die Rolle der Religion und des Übernatürlichen im "Herrn der Ringe".
Jedem, der das Werk auch nur oberflächlich liest, wird auffallen, dass in allen drei Teilen des Romanwerkes von "Gott" oder "Transzendenz" nicht die Rede ist. Mittelerde ist in so vielen Dingen eine Widergängerin des Mittelalters - nicht jedoch im Hinblick auf die Religion. Es gibt in Minas Tirith keine Kirche, kein Priester steht den Königen zur Seite, und kein Pfarrer mahnt die Hobbits zur Einhaltung der guten Sitten.
Wo also steckt das Göttliche im "Herrn der Ringe"? Vielleicht sind Gandalf und Saroman den griechischen Göttern vergleichbar, die auch bei den Kämpfen vor Troja kräftig mitmischten? Gandalfs und Saromans Kräfte sind in der Tat übermenschlich, doch nicht göttlich, was man etwa daran erkennt, dass Saroman im ersten Teil des Zyklusses während der Bergüberquerung der Gefährten den Blitz ins Gebirge einschlagen lassen kann, es ist ihm aber nicht möglich, eine vergleichbare Macht gegen die angreifenden Ents oder gegen die Festung Hells Klamm einzusetzen.
Vielleicht aber sind Gandalf und Saroman, Sauron und Elrod von Bruchtal und all die Akteure des großen Ring-Mythos auch nur Protagonisten eines universalen Animismus, das heißt einer komplett heidnischen Welt, in der es zwar keinen Gott gibt, in der aber alles mit allem über eine Art seelisches Fluidum verbunden ist. Diese in und zwischen allem Seienden hin und her wabernde Lebensenergie strömt durch die Steine, die sehen und die Bäume, die gehen können, sie reicht, wie man im dritten Teil an der Stadt der Toten erkennen kann, über den Bereich des Lebens hinaus, und sie ist es auch, die Sauron mit dem Ring verbindet. Denn besteht das Geheimnis des Rings nicht in dem Umstand, dass er einen Grossteil der negativen Energie der Welt in sich bündelt, so dass sich sowohl Gandalf vor ihm fürchtet und sogar der brave Frodo moralisch ins Schwächeln kommt? Folgerichtig erlischt Saurons schreckliches Auge, als der Ring im Schicksals Berg Mordor schmilzt, die Trolle jagen davon, die Orx verschwinden im Orkus, und die Welt ist gerettet.
Merkwürdig an diesem neuheidnischen Animismus ist allerdings, dass eine Sauron und dem Ring vergleichbare Potenz des Guten im Herrn der Ringe" nicht existiert. Am ehesten repräsentieren noch die Elben dieses Gute, doch sie sind schon dabei, Mittelerde auf immer zu verlassen. Die Menschen aber sind - sieht man einmal vom heldenhaften Aragon ab -schwach und wankelmütig, wie Legolas andeutet, so dass die Rettung nur von den Harmlosesten der Harmlosen kommen kann, von den Hobbits, jener pittoresken Legovariante des Menschengeschlechts, die sich von ihm nur durch den miniaturisierten Körperbau und die spitzen Ohren unterscheidet.
Als die Hobbits Mittelerde gerettet haben und das Zeitalter der Menschen anbricht, ist das absolut Böse zwar zerstört, das Böse als solches aber ist nicht verschwunden. Es überlebt in der Eigensucht, der Zögerlichkeit und der Wankelmütigkeit der Menschen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum als Antwort auf diese Insuffizienz ein monotheistischer Gott entsteht, dessen Drohen und Wirken diese ethische Unzuverlässigkeit in Schach halten soll.
Armer Herr Tolkien! Alte Übersetzung lesen!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Der Herr der Ringe gehört zu meinen Lieblingsbüchern, das steht außer Frage.
Was mir persönlich jedoch alle Haare zu Berge stehen lässt, ist diese neuere Übersetzung. Während Margaret Carroux eine stilechte Übersetzung geleistet hat, ist diese Version ein wahres Trauerspiel. Die Sprache von Tolkien wurde verstümmelt und es macht mich sprachlos, wie man es nur zulassen kann, das so ein literarisches Prachtwerk seiner Substanz entzogen wird.
In der Begründung zu dieser Verhunzung hieß es, dass Tolkien an die "heutige,moderne Sprache" hatte angepasst werden sollen. Aber was ist das für ein Grund? Werden jetzt auch Gemälde in die heutige Welt übertragen und Mona Lisa zu einem gelben Smiley?
Man kann doch nicht etwas Wunderbares derart entstellen!
Nicht nur der Inhalt einer Geschichte macht ein Buch aus, sondern auch ihre Sprache. Bei Tolkien lebt seine Geschichte in besonderem Maße auch von seiner stilistischen Feinheit und atemberaubenden Ausdrucksweise.
Ich finde, dass sich der Verleger mit der Veröffentlichung nicht nur blamiert, sondern auch John Roland Reuel Tolkien beleidigt hat. Margaret Carrouxs Arbeit wurde dadurch leider in den Hintergrund gedrängt.
Ich kann allen nur wärmstens die alte Übersetzung ans Herz legen, denn nur sie gibt Tolkiens wahren Geist wider!

Viel Spaß beim Lesen! :-)
Der Herr der Seiten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Im Tolkienschen Universum stellt der Roman Der Herr der Ringe den Abschluss einer fiktiven Mythenwelt dar, da er von den letzten großen Ereignissen eines Mythenzeitalters berichtet. Der Großteil des Werkes erzählt von der beschwerlichen Reise Frodos und seiner Gefährten während des Ringkriegs. Der Herr der Ringe ist eine in sich geschlossene Geschichte, gleichzeitig aber auch eine Fortsetzung des Kinderbuchs Der kleine Hobbit".
Tolkien versicherte in seinem Vorwort zur revidierten Ausgabe von 1966, dass die beiden Weltkriege, die er miterlebt hatte, keine Grundlage für sein Werk legten. Demnach wollte er lediglich ein Buch mit einer langen, den Leser fesselnden Geschichte schreiben:
Was die tiefe Bedeutung oder 'Botschaft' des Buches angeht, so hat es nach Absicht des Autoren keine. Es ist weder allegorisch, noch hat es irgendeinen aktuellen Bezug. Der wirkliche Krieg hat weder in seinem Verlauf noch in seinem Ausgang eine Ähnlichkeit mit dem Krieg der Sage. Hätte er als Vorbild gedient, so hätte man sich des Rings sicherlich bemächtigt und ihn gegen Sauron verwendet; und Sauron wäre nicht vernichtet worden, sondern unterworfen, und Barad-dur nicht zerstört, sondern besetzt. Denkbar wären auch Deutungen gemäß den Vorlieben oder Ansichten derjenigen, die auf allegorische oder aktuelle Bezüge Wert legen. Doch die Allegorie in allen ihren Formen verabscheue ich von Herzen, und zwar schon immer, seit ich alt und argwöhnisch genug bin, ihr Vorhandensein zu bemerken. Geschichte, ob wahr oder erfunden, mit ihrer vielfältigen Anwendbarkeit im Denken und Erleben des Lesers ist mir viel lieber. Ich glaube, dass "Anwendbarkeit" mit "Allegorie" oft verwechselt wird; doch liegt die eine im freien Ermessen des Lesers, während die andere von der Absicht des Autors beherrscht wird.

Das Ring-Gedicht:

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.'
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Der Wahnsinn hat anscheinend Methode...
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Wenn ich diese Rezensionen lese, so erinnert mich das an "Der Kleine Hobbit" von Klett - Cotta, der ebenfalls so grauenhaft übersetzt ist, daß ich den Text beim Vorlesen gegenüber meinen Kindern spontan ständig verbessert habe, was zugegebenermaßen eine recht anstrengende Übung war.
Als ich daraufhin dem Verlag eine E-Mail schriebe, bekam ich sinngemäß zur Antwort, daß ich mir kein Urteil anzumaßen hätte, da die "Geschmäcker halt verschieden seien".
Soso.
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Die Päpstin von Donna Woolfolk Cross

Taschenbuch von Aufbau Tb
Preis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 0,99

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3746614007, Erscheinungsdatum: 2008, Auflage: 59., Aufl.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Das neunte Jahrhundert ist eines der finstersten des Mittelalters. Blutrünstig fallen Christen und Normannen übereinander her. Die Sarazenen aus Afrika versuchen Rom zu erobern. Viel Blut fließt. Verrat, Mord und Tod sind an der Tagesordnung. In dieser Zeit haben Frauen so gut wie keine Rechte. Sie sind Leibeigentum des Mannes und müssen ihm gehorchen. Johanna erlebt als Kind, wie ihr Vater, der ein ärmlicher Dorfpriester ist, ihre geliebte Mutter Gudrun tyrannisiert und schlägt. Gudrun ist Normannin und wurde bei der gewalttätigen Bekehrung dieses Volkes zum Christentum von ihrem zukünftigen Mann mit nach Ingelheim in Franken gebracht. Heimlich erzählt Gudrun ihrer Tochter die Geschichten von den Göttern der Heiden. Ihr Mann, der fanatische Christenpriester, darf das nie erfahren. Sie beschwört ihre Tochter, nachdem sie von ihm wieder einmal übel zugerichtet wurde: "Du mußt aus deinen Fehlern lernen ... damit dir nicht das gleiche passiert. Wenn du heiratest, gibst du alles auf -- nicht nur deinen Körper, auch deinen Stolz, deine Unabhängigkeit, sogar dein Leben. Verstehst du? Verstehst du? ... Falls du jemals glücklich sein möchtest, dann merk dir meine Worte Tochter: Gib dich niemals einem Mann hin."
Diesen dringenden Rat aus der Not vergisst Johanna zeit ihres Lebens nicht. Johanna ist außergewöhnlich intelligent, und durch einen Glücksumstand erhält sie als Mädchen Untericht. Als sich nach wenigen Jahren plötzlich alle Möglichkeiten verschließen, als Frau weiter zu studieren, beschließt sie, ihr Leben als Mann fortzusetzen. In Männerkleidung, mit kurz geschorenem Haar, messerscharfem Verstand, umfassendem Wissen, Warmherzigkeit und Intuition gelingt es ihr nach zahlreichen Stationen ihres Lebens und einigen gefährlichen Situationen, in denen ihre wahre Identität fast aufgedeckt wird, den Papststuhl zu besteigen. Vom 12. Lebensjahr bis zu ihrem Tod verbindet sie eine starke und tiefe Liebe zu dem Markgrafen Gerold. Sie empfinden sich als Zwillingsseelen. Einige Male retten sie sich gegenseitig das Leben, aber die Umstände verhindern oft ihr Zusammensein, manchmal über Jahre hinweg, die jedoch ihre ungewöhnliche starke Verbundenheit nie brüchig werden lassen. Johanna stirbt, nachdem sie sich als Päpstin besonders für die Armen und die Frauen eingesetzt hat, einen unerwarteten und spektakulären Tod, der laut Historie authentisch sein soll. Dennoch triumphiert Johanna, denn es ist nicht die Hand des Feindes, die sie niederstreckt.
Während die katholische Kirche die Existenz einer Päpstin Johanna, die den Papststuhl höchstwahrscheinlich von 953-955 innehatte, leugnet, sprechen geschichtliche Forschungen auf diesem Gebiet bestechend dafür, dass es eine Päpstin gegeben haben muss. Sehr aufschlussreich dazu ist das Nachwort der Autorin, indem sie Für und Wider der Existenz einer Päpstin abwägt. Wer sich ausführlich mit dieser Thematik befassen will, dem sei das Buch Die Päpstin Johanna von Elisabeth Gössmann empfohlen.
Cross hat sich in ihrem Roman präzise an die historischen Begebenheiten gehalten, vor deren Hintergrund die Geschichte von Johanna erzählt wird. Die Schlacht bei Fontenoy, der Vertrag von Verdun, die Plünderung der Sankt Peters Kirche, der Mord an Papst Leo und die Feuer- und Flutkatastrophen bei Rom fanden tatsächlich statt. So hat der Roman von Donna W. Cross viele Vorzüge: Er basiert auf wahren Begebenheiten, er vermittelt ein Stück Geschichte und er ist so spannend geschrieben, dass er den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Johanna wird man nach der Lektüre dieses Buches so schnell nicht vergessen. --Daphne Großmann

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One of the most controversial women of history is brought to brilliant life in Donn Woolfolk Cross's tale of Pope Joan, a girl whose origins should have kept her in squalid domesticity. Instead, through her intelligence, indomitability and courage, she ascended to the throne of Rome as Pope John Anglicus.
The time is 814, the place is Ingelheim, a Frankland village. It is the harshest winter in living memory when Joan is born to an English father and a Saxon mother. Her father is a canon, filled with holy zeal and capable of unconscionable cruelty. His piety does not extend to his family members, especially the females. His wife, Gudrun, is a young beauty to whom he was attracted beyond his will--and he hates her for showing him his weakness. Gudrun teaches Joan about her gods, and is repeatedly punished for it by the canon. Joan grows to young womanhood with the combined knowledge of the warlike Saxon gods and the teachings of the Church as her heritage. Both realities inform her life forever.
When her brother John, not a scholarly type, is sent away to school, Joan, who was supposed to be the one sent to school, runs away and joins him in Dorstadt, at Villaris, the home of Gerold, who is central to Joan's story. She falls in love with Gerold and their lives interesect repeatedly even through her Papacy. She is looked upon by all who know that she is a woman as a "lusus naturae," a freak of nature. "She was... male in intellect, female in body, she fit in nowhere; it was as if she belonged to a third amorphous sex." Cross makes the case over and over again that the status of women in the Dark Ages was little better than cattle. They were judged inferior in every way, and necessary evils in the bargain.
After John is killed in a Viking attack, Joan sees her opportunity to escape the fate of all her gender. She cuts her hair, dons her dead brother's clothes and goes into the world as a young boy. Gerold is away from Villaris at the time of the attack and comes home to find his home in ruins, his family killed and Joan among the missing. After the attack, Joan goes to a Benedictine monastery, is accepted as a young man of great learning, and eventually makes her way to Rome.
The author is at pains to tell the reader in an Epilogue that she has written the story as fiction because it is impossible to document Joan's accesion to the Papacy. The Catholic Church has done everything possible to deny this embarrassment. Whether or not one believes in Joan as Pope, this is a compelling story, filled with all kinds of lore: the brutishness of the Dark Ages, Vatican intrigue, politics and favoritism and most of all, the place of women in the Church and in the world. --Valerie Ryan
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5 Kundenrezensionen:

Emanzipation im Mittelalter
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Für dieses Buch habe ich nur ein Wort "göttlich".
Johannas Weg zu Johannes ist sehr eindrucksvoll geschildert. Die Maske die ihr überleben sicherte, die Verzeiflung im falschen Körper geboren zu sein. Der Preis hierfür ist sehr hoch, ihr eigenes Glück.
Für mich Anlaß in mich zu gehen um zu erkennen, das es eigentlich keinen Grund gibt bekümmert zu sein oder gar zu jammern. Die Zeiten haben sich geändert, nicht die Wünsche und Bedürfnisse des Menschen.
Genial, Wunderbar, Spannend....!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
eins der besten bücher die ich je gelesen habe.
bereits nach den ersten zeilen war ich wie gefesselt und wollte das buch nicht mehr aus der hand geben.
die geschichte einer aussergewöhnlichen und mutigen frau auf eine ganz besondere art erzählt.
Genial!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bin normalerweise kein Freund von historischen Romanen, aber bei diesem Buch mache ich eine Ausnahme. Ich habe danach kein vergleichbareres Buch gefunden. Nur zu empfehlen!
Geht so
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Das dieses Buch keinesfalls historisch gut recherchiert ist, wurde ja schon in anderen Rezensionen ausführlich kommentiert. Auch das es im Grossen und Ganzen ganz spannend geschrieben ist, wurde auch mehrfach geschrieben.

So bleibt eigentlich nur mein eigenes Fazit, dass dann lautet:

Ein guter Schmöker, wenn man beim Lesen das eigene Wissen um historische Gegebenheiten ausblenden zu weiss. Deswegen 3 von fünf Punkten.
Einfach nur toll ! ! !
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch entführt einen in eine andere Welt.
Es ist so unglaublich anschaulich geschrieben, dass man sich wie in eine zweite Welt versetzt fühlt, wenn man es ließt.
Für dieses Buch, habe ich sogar ein weiteres Buch "in die Ecke" geworfen, was ich eigentlich erst zu Ende lesen wollte.
Ich bin 14 Jahre alt und bin wirklich beeindruckt-habe auch schon mit meinen Geschichtslehrer darüber geredet, der es zufälliger Weise auch gerade liest. Man bekommt neue Eindrücke über diese Zeit...einfach nur toll !
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Babyernährung gesund & richtig: B(r)eikost und Fingerfood ab dem 6. Lebensmonat von Gabi Eugster

Broschiert von Urban & Fischer Bei Elsevier
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 13,90

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3437274805, Erscheinungsdatum: Juli 2005, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Babyernährung gesund & richtig: B(r)eikost und Fingerfood ab dem 6. Lebensmonat

5 Kundenrezensionen:

Asche auf mein Haupt !!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Leider konnte ich aufgrund einer chronischen Krankheit meine Kinder nicht stillen.
JA, ich weiß, Muttermilch ist das Beste, und ich bedaure es oft, nicht zu stillen, aber es gab nun mal leider keine andere Lösung.
Dieses Buch mag Mütter wie mich allerdings nicht besonders. Es ist eine extreme Lobeshymne auf das Stillen - sicher ist es richtig, Stillen als die bessere Alternative zu bezeichnen, aber wenn es nun mal nicht ging?
Dieses Buch sagt einem nur, man hätte stillen müssen.
Richtige Rezepte gibt es keine.
Außerdem - erst Stillen propagieren, und dann kleine Babys mit VOLLMILCHbrei ernähren? Paßt auch irgendwie nicht zusammen.

"Gesund und richtig" - der Titel sollte wohl nur die ansprechen, die ihr Kind "richtig", d.h. stillend, ernährt haben. Alle anderen werden kritisiert und ignoriert, schade!
Pflichtlektüre zum Thema B(r)eikost
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wirklich gutes Buch, das nach den Rezensionen, die ich hier gelesen habe meine Erwartungen nur noch übertroffen hat.
Das Buch greift viele wichtige Faktoren der Säuglingsernährung auf und bleibt dabei stets sachlich und wissenschaftlich. Angenehm sind dabei zum immer wieder Nachlesen die übersichtlichen Tabellen zu Themen wie: "verbotene Lebensmittel", "erste Mahlzeiten fürs Baby vom 1. bis 12. Lebensmonat", etc.
Erfreulich ist auch die Sensibilität mit der Frau Eugster mit Themen wie vegetarischer Ernährung oder der Wahl zwischen Fertigbreien (Gläschen) und selbst gekochter Beikost umgeht. Gerade diese Objektivität und Unvoreingenommenheit hat mich schlussendlich dazu gebracht, doch selber zu kochen, anstatt mein Kind mit fertigen Gläschen zu füttern (wobei ich das hier in keinster Weise verurteilen will), obwohl ich das eigentlich nie vorhatte. Das liegt sicher auch an den einfachen Rezeptvorschlägen, die auch in der Anzahl übersichtlich bleiben, so dass man gar nicht erst auf die Idee kommt, sich mit der Vielfalt verrückt zu machen (Rezeptbücher gibt es ja schon genug, dieses Buch legt seinen Schwerpunkt eben woanders)) und beim Kochen voreilig das Handtuch zu werfen.
Besonders empfehlen kann ich das Buch, weil es an keiner Stelle dogmatisch wirkt und hier nicht versucht wird, mit erhobenem Zeigefinger die Weisheit an die Mütter zu bringen.
Frau Eugster orientiert sich bei ihren Kapiteln stets an der Individualität der Kinder und den jeweiligen Gegebenheiten in den Familien, ohne jemals belehrend zu wirken.
Wichtig für sie ist und bleibt, dass die Kinder von Anfang an lernen, mit Freude zu essen.
In diesem Zusammenhang möchte ich als nicht stillende Mutter noch einmal erwähnen, dass ich die Aufregung anderer Rezensentinnen gar nicht verstehen, denn ich habe mich an keiner Stelle dieses Buches diskriminiert gefühlt, weil ich von Anfang an mein Baby nicht gestillt habe. Und allein der Fakt, dass Muttermilch nun einmal die beste und nährstoffreichste Nahrung in den ersten Lebensmonaten ist und diese Tatsache von der Autorin Erwähnung findet, empfinde ich keineswegs als Angriff!
Hilfreiches und fundiertes Sachbuch
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch startet mit der ersten Essphase des Kindes, der Stillphase. Hier wird erläutert, welche physischen und psychischen Vorteile das Stillen besitzt und wie man diese positiv ausnutzen kann. Doch nach dieser Einführung geht es sofort an das eigentliche Thema des Buches, die Beikost.

Schritt für Schritt wird hier den Eltern erklärt, wie sie bei der Ernährung ihres Kindes vorgehen müssen. Und das ist gar nicht so schwierig. Eine ausführliche Beschreibung zeigt, worauf zu achten ist, damit man den Moment erkennt, in dem das Baby bereit für feste Nahrung ist. In kleinen Absätzen werden die Lebensmittel, die sich zum Start eignen, vorgestellt und erklärt, wie man daraus einen Brei bereiten kann. Am Schluss dieses Kapitels folgen kleine Rezeptideen für etwas Abwechslung auf dem Babytisch.

Der nächste Abschnitt befasst sich mit dem Kind, das seinen ersten Geburtstag gefeiert hat. Denn hier erfolgt langsam, aber stetig der Übergang zur allgemeinen Familienkost. Ausführlich erklärt die Autorin, was alles auf dem Speiseplan enthalten sein muss und wie man das Thema Essen zu einem lustvollen und für alle Seiten zufriedenstellendem Vorgang macht. Auch am Ende dieses Buchteils gibt es Vorschläge für Kochrezepte, die sowohl Kind als auch Eltern zufrieden stellen.

Im letzten Teil des Ratgebers beschäftigt sich die Autorin mit speziellen Fällen. Hier erfährt man, wie man sein Baby auf Reisen am besten verpflegt und was zu tun ist, wenn es krank ist. Besonders auf die Themen Erbrechen, Durchfall und Verstopfung wird genauer eingegangen. Für besorgte Eltern besonders wichtig ist der Abschnitt über zu dünne oder zu dicke Kinder, denn hier werden viele Ängste aufgeklärt.

Ein sehr großer Teil befasst sich danach mit dem Thema Allergien. Eltern lernen hier, wie sie allergiegefährdete Kinder ernähren und worauf bei der Einführung unbekannter Lebensmittel auf dem Speiseplan zu achten ist. Als Abschluss gibt es eine Ernährungslehre. Hier erfährt man, welche Stoffe in der Nahrung enthalten sind und wie man eine besonders gute Kombination an lebenswichtigen Elementen erhält.

Babyernährung gesund & richtig" ist für alle unerfahrenen Eltern ein Ratgeber, den man nur empfehlen kann. Denn hier wird nicht nur aufgeklärt, sondern es werden auch Probleme angesprochen und Ängste genommen. Sehr deutlich wird klar gemacht, dass Essen lernen einfach ist, wenn man auf sich und sein Baby hört und nicht auf irgendwelche Ernährungspläne. Zusätzlich wird klar, dass selbst hergestellte Breie wesentlich günstiger und vorteilhafter für das eigene Baby sind als gekaufte.

Für alle, die einen Säugling zu Hause haben, ein hilfreiches und fundiertes Sachbuch über die erste Ernährung, die dem Leser viele Sorgen von den Schultern nimmt.
Absolut empfehlenswert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein absolut zu empfehlendes Buch! Umfassend, wissenschaftlich begründet und mit viel Feingefühl gibt die Autorin Hilfestellung zu einem Thema, das strittiger nicht sein könnte. Immer wieder betont sie, dass das Essenlernen Spaß machen soll und man auf die Individualität seines Kindes achten sollte. Mit Rezepten, verbotenen Lebensmitteln und besonderem bei Allergiegefährdung ist es eine sinnvolle Anleitung und Stütze und macht Mut, wenn es mal nicht so klappt!

Einzig anzumerken: Als NICHT stillende Mutter kann man sich evtl etwas diskriminiert vorkommen, denn die Muttermilch wird hier immer wieder als das Nonplusultra angepriesen...
Nicht stillende Mütter werden diskriminiert
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als nicht-stillende Mutter kann man sich mit diesem Buch wirklich diskriminiert fühlen.
1. wird nur über Muttermilch berichtet, Säuglingsmilch wird kaum einmal erwähnt.
2. werden nur die Vorteile der Muttermilch, was z.B. die Nährstoffspeicher angeht, besprochen. Somit wird einfach von Grund auf ausgegangen, dass z.B. ein Kind bis zum 2. Lebensjahr genügend Eisen hat, um nicht an Eisenmangel zu erkranken. Dabei vergisst die Autorin zu sagen, wie man die Speicher für nicht gestillte Kinder auffüllt. Bzw. wie viel Eisen nicht gestillte Kinder tatsächlich brachen.

Ich finde dieses Buch die Euro 15,95 nicht wert!
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Produkt-Bild: Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart (mit Begleit-CD)

Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart (mit Begleit-CD) von Marko Simsa

Gebundene Ausgabe von Betz, Wien
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,50

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3219112366, Erscheinungsdatum: Juli 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart (mit Begleit-CD)

5 Kundenrezensionen:

Einfach nur klasse!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe die CD und das Buch unserem dreijährigen Sohn im August gekauft und bin absolut begeistert. Marko Simsa erklärt die Handlung gut nachvollziehbar (auch für mich als Ungeübte) und lässt zahlreiche Informationen zur Oper im Allgemeinen einfließen. Das ist, was mich als Mama begeistert. Der absolute Knaller ist jedoch, wie dieses Werk bei unserem Sohn einschlug: Wir mussten von August bis einschließlich Mitte November TÄGLICH mehrmals die Zauberflöte hören und abends das Buch dazu lesen. Er ist so begeistert davon, dass er jedem, der es (nicht) hören will, die Geschichte um Tamino und Papageno erzählt und das Vogelfänger-Lied singt. Vorbehaltlos und wärmstens zu empfehlen!!!
EINFACH TOLL!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
MEINE 4 JÄHRIGE TOCHTER LIEBT DAS BUCH UND DIE CD. NACHDEM WIR UNS DIE ZAUBERFLÖTE FÜR KIDS IN DER OPER ANGESCHAUT HATTEN- DACHTE ICH DASS DAS BUCH DAZU MIT CD NICHT SCHADEN KÖNNTE! DIE 20 EURO HABEN SICH GELOHNT! EINFACH TOLL! 100% ZUM WEITEREMPFEHLEN!!!!
5-jährige singt jetzt die Königin der Nacht!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Einfach wunderbar! Meine Tochter war sofort völlig hingerissen und nicht mehr ansprechbar! Sie bekam es zu Ihrem 5. Geburtstag und trotz Feier wollte sie es noch am gleichen Abend hören... Passend zur CD blätterte sie auf die entsprechende Seite im Buch, um anschließend seufzend in ihr Kopfkissen zurückzusinken: "Mama, ich träume jetzt, ich bin die Prinzessin Pamina" Dies ist jetzt ein 3/4 Jahr her und die Zauberflöte ist immer noch heißgeliebt. Da meine Tochter die CD, besonders eine Arie der Königin der Nacht, mittlerweile mitsingt, war es wohl unvermeidlich sie für Geamgsunterricht anzumelden, den sie mit Hingabe besucht. Die Bücher von Marko Simsa machen Kindern die Welt der klassischen Musik auf wundervolle Weise sehr leicht zugänglich und auch ich als Mutter bin glücklich, daß mein Kind dadurch begonnen hat klassische Musik zu lieben und auch einfach viel Spaß dabei hat. Auch die wunderschöne Illustration der Bücher trägt zu ihrer Fazination bei. Dieses Buch und auch die Bücher "Vier Jahreszeiten" und "Karneval der Tiere" sind auf jedenfall für Kinder im Vorschulalter geeignet und keines sollte ihnen vorenthalten werden... Hoffentlich gibt es von Simsa und der Illustratorin bald noch viel mehr!
"Mama - ich werd' nicht Feuerwehrmann sondern die Königin der Nacht!"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Da meine Tochter (5 Jahre) sehr an Musik und Theater interessiert ist, habe ich sie dieses Jahr zum ersten Mal mit in die Oper genommen.
Um die Geschichte und natürlich auch die fantastische Musik der Zauberflöte kennenzulernen, habe ich dieses Buch besorgt. Ein voller Erfolg! Die Geschichte und die Musik sind kindgerecht aufbereitet, sodass die Kleine in der Vorstellung keine Probleme hatte der Handlung zu folgen und wie gebannt im Publikum saß.
Mittlerweile können meine Tochter und ich das Buch auswendig. Jetzt lernen wir gerade die Texte der Arien, und ich muss mich wegschmeißen, wenn sie die Koloraturen der Königin der Nacht singt...
Gutes Buch - Sehr gute Musik
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Marko Simsa bürgt für Qualität - hier hat er sich selbst übertroffen!
Wunderschöne Bilder im Buch - sehr gute Erklärungen auf der CD und sehr gute Aufnahmen.
Die einzelnen Stücke sind in der Regel Ausschnitte in kindgerechter Länge.
Das Ziel den Kindern diese Oper näherzubringen wird voll erreicht.
BRAVO.
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Produkt-Bild: Die Leiden des jungen Werther, Reclam Universal-Bibliothek, Nr.67

Die Leiden des jungen Werther, Reclam Universal-Bibliothek, Nr.67 von Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 3,20, Angebote ab EUR 0,43

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 315000067X, Erscheinungsdatum: Januar 2001
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5 Kundenrezensionen:

Werther <>Lotte <> Albert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
ich habe diese Buch in 2 Tagen , an denen ich eigentlich gra keine Zeit hatte, verschlungen! Das damals eine Manie ausgebrochen ist kann ich gut verstehen! Es ist das emotionalste, authentischste und einfach beste Buch, was ich jemals gelesen habe! Es geht einem unter die Haut, die Tränen laufen und Goethe hat als lyrisches Ich den Nagel auf den Kopf getrffen, wenn er schon im Vorwort meint, dass man sich nicht dagegen wehren könne, Aber wollen wir das? Ich nicht! Man muss fühlen können, aber auch Sturm und Drang mögen. Für uns als Jugend kann es hilfreich sein, für gefühllose eventuell etwas aus dem Leben "normaler" Menschen zeigen. Es ist aktuell bis heute und für jeden zu empfehlen, edr sich selbst Hilfe geben will, oder einmal richtig leiden will1 Meine Meinung : Lesen Sie es!!!
Gefühlsduselei
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Goethes Werther, ein dramatischer Briefroman mit dem Goethe sowohl einen durchschlagenden Erfolg hatte, ja man könnte ihn fast als den Harry Potter des Sturm und Drangs" bezeichnen, als auch zu einer Welle von Suiziden beitrug.
Alles ausgelöst durch die enttäuschte und hoffnungslose Liebe des jungen Werthers, in dessen Geschichte der Autor autobiographische Erfahrungen verarbeitet.
Die Handlung erstreckt sich in einem Zeitraum von Mai 1771 bis Dezember 1772. Der junge, leichtsinnige Werther, noch ohne Lebensplanung, lässt sich in dem idyllischen Dorf Wahlheim" nieder. Dort lernt er die etwa 20 Jahre alte Lotte kennen. Diese ist jedoch bereits mit Albert verlobt und somit ist der Grundstein für Werthers Leiden gelegt.
Werther berichtet in tagebuchartigen Briefen, die auch an einen inneren Monolog erinnern, seinem Freund Wilhelm von seinen Erlebnissen, Natureindrücken und seinen Gefühlen. Er schreibt dabei stets unter direkten Einfluss des Erlebnisses, sodass es scheint, als wäre er mehr mit seinem eigenen Erleben, als mit der Wirkung auf den Briefempfänger beschäftigt und scheint somit in seiner eigenen Welt zu leben.
So wird der Leser, ob gewollt oder nicht, in die nur so von Kitsch geprägten, liebestollen Gefühlswelt von Werther hineinkatapultiert, denn dieser beschreibt jedes Detail der Natur, jede Einzelheit des Erlebten und jede winzige Gefühlsregung, so genau und wortreich, dass dies alles dem Leser unglaubwürdig und übertrieben dramatisch erscheint.
Auffällig ist dabei die Steigerung der Gefühle von Werther zu Lotte. Was anfangs nur eine von Verliebtheit bedingte Schwärmerei ist, entwickelt sich zu einer fanatischen Besessenheit in der Werther Lotte zu dem Sinn seines Lebens macht. Bei ihrer ersten Begegnung bezeichnet er sie noch als ein Mädchen von schöner Gestalt" (16.Juni S.22 Z.22f), bald darauf nennt er sie Engel" womit er die Schönheit, die Unschuld, die Perfektion und die Unerreichbarkeit Lottes und seiner Abhängigkeit von ihr ausdrücken will, denn um [ihret]willen muss [er] leben!" (1.Juli S.40 Z. 3f).
Der Verfasser berichtet völlig leidenschaftslos, in knappen Sätzen und steigert somit die Wirkung der Briefe, in denen Werther von seinen Gefühlen hin- und hergerissen wird und von höchstem Glück, etwa als Lotte ihm ihr blassrotes Band zum Geburtstag schenkt, in den tiefen Abgrund des Schmerzes und der Verzweiflung gestürzt wird.
Im ersten Teil des Romans blendet Werther die Tatsache, dass Lotte verlobt ist, noch aus und macht sich Hoffnungen. Das tragische Geschehen wird nun vorbereitet und der drohende Konflikt wird sichtbar. Dies spielt sich im Frühling und Sommer ab, so wird wiederum Werthers Stimmung in der Natur widergespiegelt, denn seine Zuneigung zu Lotte wächst.
Doch Albert kehrt von seiner Reise zurück und durch die Anwesenheit des Verlobten wird Werther die Hoffnungslosigkeit seine Liebe bewusst. Werther verlässt das Dorf um Abstand zu gewinnen. Er kehrt jedoch nach einiger Zeit wieder zurück. Lotte ist inzwischen mit Albert verheiratet. So kommt es im zweiten Teil des Romans zur Krise und Werther verliert sich im Labyrinth seiner Gefühle.
Seine blinde und bedingungslose Liebe zu Lotte bringt ihn in einen Teufelskreis. Er klammert sich an jede noch so kleine Geste von Lotte. Ist er bei ihr, bemerkt er, dass er ihr nie wirklich nahe sein kann, doch schmerzt es ihn auch, kann er nicht in ihrer Nähe sein. Er quält sich nur noch selbst und versinkt nach und nach, dadurch, dass er die Ausweglosigkeit der Situation erkennt, in Schwermut und Melancholie. Er sieht keinen anderen Ausweg mehr als seinen Tod. Er besucht ein letztes Mal Lotte, küsst sie, doch sie weist ihn von sich. Mit gebrochenem Herzen erschießt sich Werther in seiner Kammer. Auf dem Pult liegt eine Ausgabe von Emilia Galotti" (S.153 Z.24).
Damit spielt Werther auf seine Situation an, denn Lessings Trauerspiel handelt von Emilia, die mit dem Grafen Appiani verheiratet werden soll. Doch der Prinz ist in Emilia verliebt und will die Heirat verhindern. Er lässt den Grafen töten, nimmt Emilia in seinem Schloss auf und versucht sie dort für sich zu gewinnen. Emilias Vater fühlt sich in seiner Ehre verletzt und tötet seine Tochter, bevor diese den Prinzen heiraten kann. Werther teilt somit Lessings Kritik an der bürgerlichen Moralvorstellung, welche die Entwicklung des Eigenwillens des Kindes unterdrückt und es zur unbedingten Pflichterfüllung zwingt. Werther will somit deutlich machen, dass Lotte nur um des Pflichtgefühls willen bei Albert bleibt.
Lotte ist nach Werthers Tod stark selbstmordgefährdet. Da dem Leser die Geschehnisse immer nur aus Werthers Perspektive berichtet werden, erhält man einen negativen Eindruck von der selbstsüchtig wirkenden Lotte.
Eigentlich scheint sie eine vernünftige, hilfsbereite und liebenswerte Person zu sein. Doch der Schein trügt. Schon früh wurde Lotte in die Mutterrolle gedrängt und musste sich nach dem Tod ihrer Mutter um den Haushalt und ihre acht jüngeren Geschwister kümmern. Trotz allem hat sie ihre Munterkeit nicht verloren und kümmert sich aufopferungsvoll um die Familie. Auch hat sie mit Albert einen guten, ehrhaften und treuen Ehemann gefunden, der stets für sie da ist und ihr in ihrer schwersten Zeit, dem Leiden und Sterben ihrer Mutter, beigestanden hat.
Als Albert auf Reisen ist, lernt sie den wankelmütigen Werther, das genaue Gegenteil von Albert kennen. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen und von seiner Zuneigung geschmeichelt. Durch eine Verbindung mit Werther versucht Lotte ihrem Alltagsleben zu entfliehen. Werther ist nicht der einzige Mann, der ihr verfallen ist. Schon einen ehemaligen Schreiberling ihres Vaters reizte sie, wie es scheint, unbewusst mit ihrer Unschuld und Lieblichkeit. Doch ist sie sich ihrer Auswirkung auf Werther bewusst und spielt mit ihm. Mal schickt sie ihn wie einen streunenden Hund weg, mal nennt sie ihn Lieber Werther" und schürt so seine Hoffnungen.
Die Beziehung ist für sie mehr ein Abenteuer, da ihr bisheriges Leben eher eintönig verlief. Sie schleicht aus dem Haus, wenn Albert zu Hause ist. Ich verstehe nicht genau, was Lotte an Werther so sehr gefällt, dass sie sich auf ihn einlässt. Es geht sogar so weit, dass sie Gefühle für ihn entwickelt und am Schluss so hoch spielt, dass sie sowohl sein, als auch ihr Leben zerstört, da sie mit dem Wissen weiter leben muss, Werther in den Selbstmord getrieben zu haben.
Alles in allem hat mir die Leiden des jungen Werthers" nicht gefallen, da es meiner Ansicht nach eine Gefühlsduselei ohne Handlung mit unsympathischen Personen ist.
Die Leiden des...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Werk aus der Hand des Meisters.Nur zu empfehlen.
Die Liebe,in diesem Büchlein so omnipräsent beschrieben,erspürt man fast.
Die Welt war wieder ein klein wenig anders für mich..nach Werther.
Für jeden der gerne die Menschlichkeit betrachtet-ein Muss.

Hetzerath 21-11-2007

Georg Paul Kröschel
Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Nun sitze ich hier wie ein altes Weib, das ihr Holz von Zäunen stoppelt und ihr Brot an den Türen, um ihr hinsterbendes freudeloses Dasein noch einen Augenblick zu verlängern und zu erleichtern."

Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther - Rezension von Katharina Joos

Sturm und Drang durch und durch. Der 1774 erschienene und sehr erfolgreiche Briefroman Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang Goethe erzählt die Geschichte von Werthers unglücklicher Liebe zu Charlotte S. Werther, ein neues Gesicht in "Wahlheim", lernt "Lotte" bei einem Ball kennen und - obwohl er weiß, dass sie bereits einem gewissen Albert versprochen ist - verliebt sich in sie. Während ihr Verlobter verreist ist, scheint alles noch gut zu sein: Werther schwebt im siebten Himmel, verliert sich in Euphorie, stattet Lotte täglich Besuche ab und vergisst, dass sie schon an einen anderen vergeben ist. Doch eines Tages kehrt Albert zurück und die Tragödie nimmt ihren Lauf: Zwar freundet sich Werther mit Albert an, aber die Erkenntnis, dass Lotte ihm gehört, reißt ihn schmerzhaft aus den Wolken. Er wird immer depressiver, immer unglücklicher, bis er beschließt, Lotte und Albert für immer zu verlassen. Lange hält er es ohne seine angehimmelte Geliebte jedoch nicht aus, kehrt zurück und verfällt allmählich dem Wahnsinn.

Der Roman besteht hauptsächlich aus Briefen, von denen die meisten sich an einen gewissen Wilhelm richten. Dieser ist ein guter Freund, bei dem Werther sein Herz ausschüttet, wodurch der Leser einen hervorragenden Einblick in die Seele des Protagonisten bekommt. Der emotionale Schreibstil, der all die vielen winzigen Details von Werthers Empfindungen wiedergibt, besticht durch seine aus heutiger Sicht altmodische, poetische Ausdrucksweise und stellt für Fans schöner, alter, anglizismenfreier Sprache ein gefundenes Fressen dar. Ich weiß noch, wie gierig und begeistert ich die ersten Briefe heruntergeschlungen, den Stil verherrlicht und analysiert habe. Wie ich davon träumte, mich von meinem grässlichen Slang-Deutsch abzugewöhnen, Goethes schöne Sprache in eigene Geschichten und Gedichte einbringen zu können. Wie gern ich den "Werther" zuerst gelesen habe... Bis es mir einfach zu viel wurde.
Die Briefe des extrem euphorischen Werthers sind mit unzähligen detailreichen Beschreibungen seiner Gefühle sowie der Natur angereichert. Dies ist eine Kunst für sich, die einen Roman erst "lebendig" wirken lässt. Werthers Beschreibungen sind, dem Zeitgeist entsprechend, äußerst emotional bis völlig übertrieben und vor allem ausführlich. Zu ausführlich, würde ich sogar sagen. Denn aus meiner Sicht gibt es noch eine "höhere" - d. h. um einiges schwierigere - Beschreibungskunst, nämlich kurz, einfach, aber treffend und anschaulich zu schreiben. Diese Art von Kunst fehlt im "Werther" jedoch völlig. Der Leser wird mit komplexen Endlossätzen zugehäuft, was das Lesen nicht gerade erleichtert, sondern eher zu einer schläfrig stimmenden Angelegenheit macht, denn irgendwann verliert man die Lust daran, Werthers Kummerkasten zu spielen, und sich zum zehntausendsten Mal seine selbstmitleidigen Oden von "Lottens" Göttlichkeit, der Schönheit der Natur und der Dummheit der Gesellschaft reinzuziehen. Meiner Meinung nach ließe sich der ganze unnötig in die Länge gezogene Roman sogar in einer nicht minder emotionalen Kurzgeschichte zusammenfassen, die aufgrund ihrer Kürze eine noch ergreifendere Wirkung gehabt hätte.

Im Großen und Ganzen hat es für mich beim Lesen nicht viel gegeben, was mich gestört hat. Nur der oben bereits beschriebene Kritikpunkt hat mir den Lesegenuss ziemlich verdorben. Wenn man ihn weglässt - was eigentlich undenkbar wäre, weil er mindestens die Hälfte des Gesamteindrucks ausmacht -, so finde ich den Roman hochinteressant. Wie oben bereits erwähnt, verdient es die schöne Sprache, wenigstens gekostet zu werden. Auch die Briefform des Romans ist gut gewählt, denn so kann der Leser die Veränderungen in Werther sozusagen direkt beobachten und seine Gefühle und Handlungen problemlos nachvollziehen. Unverständlich ist für manche Leser vielleicht das tragische Ende, doch das ist rein subjektiv, da ich zum Beispiel es aus psychologischer Sicht sehr interessant finde zu beobachten, wie Werther allmählich wahnsinnig wird.
Ich möchte kein Urteil fällen und Die Leiden des jungen Werther als gut oder schlecht bezeichnen, aber es lässt sich sagen, dass ich den Roman für absolut lesenswert halte, denn wenn die Hürde der Ödigkeit der unendlichen Beschreibungen überwunden wird und der Leser sich durchringt weiterzulesen, gibt es viel, was er mitnehmen kann: die wundervolle Sprache, der Zeitgeist des 18. Jahrhunderts, neue Gedanken. Die Lektüre alter Literatur wirkt schließlich wie eine Zeitreise, insbesondere ein Roman, der seinerzeit einen regelrechten Boom ausgelöst hat, da er ein Thema behandelt, das damals viele Menschen beschäftigte. Doch die Entscheidung, diese Zeitreise anzutreten, sei natürlich jedem selbst überlassen.
Meisterwerk des Sturm und Drang
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Die Leiden des jungen Werther" ist ein Meisterwerk des Sturm und Drang, voller Leidenschaft und Emotionen, mächtig genug, eine Gesellschaftsordnung zu unterminieren, die sich auch heute noch übermitteln. Der "Roman" besteht aus einer Sammlung von Briefen Werthers an seinen Freund Wilhelm, deren Anlass die unglückliche Liebe zu Lotte ist, welche gemäß den gesellschaftlichen Konventionen einen anderen heiraten muss.
Dabei steigern sich die vom Autor übermittelten Empfindungen und Liebesphantasien während des Verlaufs des Romans bis in den Fast-Wahnsinn.
Werthers Selbstmord am Ende des Romans hat damals angeblich eine Reihe von Selbstmorden junger Männer ausgelöst, die sich in ähnlicher Situation befanden. Das mag die starke Wirkung dieses Werks verdeutlichen. Es ist letztlich nicht nur Liebesgeschichte, sondern auch Porträt einer erstarrten und verknöcherten Adels- und Beamtenkaste, ein erstaunliches Frühwerk des späteren Legationsrats.
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