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Produkt-Bild: 50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten und wie Sie dabei Geld sparen

50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten und wie Sie dabei Geld sparen von Andreas Schlumberger

Broschiert von Heyne
Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 3,00

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453685156, Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Zoom ± Produkt-Bild: 50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten und wie Sie dabei Geld sparen

5 Kundenrezensionen:

Nicht viel Neues, aber mit viel Schlechtem-Gewissen-Faktor
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt: Haushalt, Garten, tägl. Leben. Leider gibt es zum Haushalt nicht viel Neues (z.B. Gebrauch von Energiesparlampen etc.)
Dafür ein Kapitel über Tipps für den Garten - und leider so gar nichts über Balkonbesitzer (Schade!!).
Danach kommt aber gleich die große Gewissens-Keule wie schädlich doch Autofahren und Flugzeugbenutzung ist.
Weiterhin sollte man immer Bio-Lebensmittel kaufen, welches ja bei Umschauflung der Kaufgewohnheiten gar nicht so viel teurer sein soll. Ich weiss ja nicht, wie der Autor hier rechnet, aber bei mir würde das schon sehr viel mehr an Ausgaben bedeuten, wenn ich nur noch Bio kaufen würde (gerade Bio-Fleisch - auch wenn man nur bis zu drei Mal pro Woche Fleisch essen würde).
Leider für mich kein lohnenswertes Buch!
Gute Tips ohne viel Geschwafel
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein gutes Buch zum verschenken. Preiswert, aber mit vielen wichtigen Tips, die sicher den ein oder anderen Ökomuffel zum umdenken anregen werden. Auch der Gedanke Umweltschutz mit ökonomischen Gesichtspunkten in Verbindung zu bringen gefällt mir. Es ist nunmal leider so, dass viele Menschen den monetären Anreiz brauchen um etwas für die Umwelt zu tun und dieses Büchlein ist ein Schritt in die richtige Richtung, wobei der Gedanke der Nachhaltigkeit (z.B. durch Verzicht auf den täglichen Fleischkonsum) nicht zu kurz kommt.

Zwar sind nicht alle Tips für jeden umsetzbar, aber das ist sicher auch nicht das Ziel. Wenn jeder auch nur die Hälfte der Tips umsetzen würde, müssten sich die großen Energieversorger sicher bald Gedanken machen, wie sie Strom nach China exportieren können.

Kurz und knapp, ohne viel Geschwafel, werden Tipps und ein paar Zahlen und Hintergrundinformationen zu jedem Thema geben. Außerdem zeigt der Autor, welche positiven Auswirkungen die Befolgung der Tipps auf die Umwelt und den Geldbeutel hat.
Ein Buch das in jeden Haushalt gehört! Lassen Sie auch Ihre Kinder mal reinschauen, es lohnt sich schließlich für uns alle.
Kompakt und komplett, unbedingt lesen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das vielleicht beste Buch zum Thema. Das Buch ist klein, kompakt und nicht zuletzt sehr preiswert. Auf Grund der kleinen Schrift täuscht die geringe Seitenzahl. Alle wichtigen Probleme zu den Themen Konsum, Klima und Globalisierung werden dargestellt. Ergänzen könnte man noch regionale Marktstrukturen.

Jedes der 51 Themen wird kurz eingeführt. Unter dem Stichwort "Wussten Sie schon..." gibt es ein paar Denkanstöße. Dann folgen die Tipps und am Ende werden die positiven Effekte, auch in finanzieller Hinsicht, zusammengefasst.

Fazit: Gradlinig, ohne politischen Anspruch. Viele Infos zum kleinen Preis.
Leider gar nix neues
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Kurz und bündig: in dem Buch steht nichts, was man als halbwegs umweltbewusster Konsument nicht eh schon weiß. Schade!
Alles Drinn was man wissen muss und trotzdem schön zum lesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist zwar eher aufgebaut wie ein sachbuch, was es auch sien sollte, aber man liest es viel besser. es sind viele fakten auf den punkt gebracht, wobei man vieles schon weiß, aber es wird trotzdem durch rechenbeispiele wie und was man sparne kann ergenzt.

es ist echt lesenswert!
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Produkt-Bild: Over: Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft

Over: Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft

Gebundene Ausgabe von Schirmer/Mosel
Preis bei Amazon: EUR 58,00, Angebote ab EUR 53,00

ISBN: 3829603835, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: 2., Aufl.
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Produkt-Bild: Globaler Wandel: Die Erde aus dem All

Globaler Wandel: Die Erde aus dem All von Stefan Dech, Rüdiger Glaser, Robert Meisner

Gebundene Ausgabe von Frederking & Thaler
Preis bei Amazon: EUR 50,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3894057017, Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Globaler Wandel: Die Erde aus dem All

2 Kundenrezensionen:

Landschaftsgestalter Mensch und Wüstling
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Bläulich schimmernde Schlieren der Phytplanktonblüte vor der Küste Islands, die Warteschlange der Schiffe vor dem Panamakanal oder die unheimlichen Quadrate der abgeholzten Wälder in Paraguay - aus dem Weltall betrachtet bietet die Erde aufschlussreiche Einblicke in das Wirken des Menschen. Das Bild der Erde von oben wird immer mehr von menschengemachten Strukturen bestimmt. Da dominieren die rechteckigen Felder der Brandrodungen im Urwald Südamerikas über die Mäanderform der Flüsse. Die Satellitenfotos des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigen eindringlich: Der Mensch formt das Bild der Erde nicht zu ihrem Besten, die Welt im globalen Wandel liefert zwar künstlerisch wertvolle, dennoch alarmierende Bilder. Zahlreiche Grafiken illustrieren das zusätzlich etwa anhand des Wasserverbrauchs. Der Druck erfolgte auf recht hochwertigen Papier.
Sehr beeindruckend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vorgestellt in der Wetterschau der ARD mit beindruckenden Bildern!!! Nachdenklich macht das einen und Verständnis für die Natur und etwas zu tun.
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Produkt-Bild: Einfach die Welt verändern. 50 kleine Ideen mit großer Wirkung

Einfach die Welt verändern. 50 kleine Ideen mit großer Wirkung von Eugénie Harvey, David Robinson

Broschiert von Littlependo
Preis bei Amazon: EUR 12,90, Angebote ab EUR 4,94

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866120753, Erscheinungsdatum: Februar 2006, Auflage: 2., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Einfach die Welt verändern. 50 kleine Ideen mit großer Wirkung

Aus der Amazon.de-Redaktion


"Wir sind, was wir tun.“ So heißt eine Initiative, die in England begann und nun auch hierzulande immer mehr Leute begeistert. 50 kleine Ideen, die, wenn Millionen sie umsetzen, Großes bewirken. Einfach die Welt verändern zeigt, wie es geht.
Wussten Sie zum Beispiel, dass die Deutschen etwa 5,3 Milliarden Plastiktüten für ihre Einkäufe verbrauchen? Und wussten Sie, dass jede dieser Tüten erst nach etwa 500 Jahren vollständig verrottet ist? Beispiele wie diese gibt es viele in dem Buch, und sie zeigen: Es ist nicht schwer, an Veränderungen mitzuwirken. Man muss ja nicht gleich zum Jutebeutel greifen…
Einfach die Welt verändern ist ein Buch, das glücklich macht. Und, richtig angewendet, dürfte es das Leben durchaus bereichern: „Gib fünf Nachbarn deine Telefonnummer“, heißt einer der Tipps. Fordere sie auf, dich anzurufen, wenn sie Hilfe brauchen. Und wer sich nicht traut, kann es mit anderen Dingen probieren: „Verschenk die Vorfahrt“, lautet zum Beispiel die Regel zum entspannteren Miteinander im Straßenverkehr.
Die Beispiele sollen anregen zur Entwicklung eigener Ideen. Dass das fruchtbar ist, kann man auf der Internetseite des Projektes besichtigen. Hier finden sich viele neue Ideen zur Veränderung der Welt. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Buches, dessen Gestaltung und verlegerische Betreuung unentgeltlich erfolgte, will man die Produktionskosten decken. Bleibt etwas übrig, sollen weitere Projekte angeschoben werden. Kann man 7,90 Euro besser anlegen? Das Motto lautet also: Buch kaufen und weitersagen! Sich und andere glücklich machen und die Welt ein bisschen besser -- es geht! Und es geht ganz einfach! --Mathias Voigt
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5 Kundenrezensionen:

Oft sind es schon kleine Dinge...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
..die für Veränderung sorgen. In diesem Buch findet man in jedem Fall eine gute Portion Anregungen für sich selbst & sein(e) Umw(f)elt...ein Buch, dass eigentlich in jedem Wartezimmer ausliegen sollte ;)
Ich habe mehr erwartet
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
In diesem Buch werden einfache Ideen vorgestellt um die Welt ein wenig besser zu machen. Wenn jeder die Vorschläge beherzigt haben sie eine große Wirkung. Es ist freundlich und bunt gestaltet. Kurze Texte stellen auf jeder Doppelseite eine Aktion vor. Es ist auch die Internet-Adresse von "we are what we do" angegeben für weitere Vorschläge, Anmerkungen und Informationen. Da mich der Titel angesprochen hat, habe ich mir dieses Buch gekauft. Bei der Lektüre war ich allerdings sehr enttäuscht. Auf einer Seite nach der anderen habe ich Vorschläge gelesen, die ich bereits kenne. Der größte Teil ist im meinem Alltag schon jahrelang Selbstverständlichkeit.
Typisches Geschenkbuch mit praktischem Nutzen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Anfangs dachte ich: "Ein Buch für naive Studenten, übermotivierte Pädagogen und sozial engagierte Hausfrauen." Denn dieses Buch kommt mit dem Anspruch daher, mit kleinen Taten im direkten Umfeld die Welt verändern zu wollen und zu können, ähnlich der Theorie, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Wirbelsturm auslösen kann.

Das Buch gibt Tipps fünfzig Tipps, was man tun kann, damit die Welt ein kleines bisschen besser wird. Das fängt damit an, seinem Gegenüber ab und an mal ein Lächeln zu schenken (ja, kommt gut an) über das Blut- und Organspenden (ja, wichtig) bis hin zum gemeinsamen Baden mit jemandem den man liebt (ja, macht Spass!). Nicht nur, dass alle Tipps wirklich sinnvoll sind, es kann sie auch wirklich jeder annehmen und umsetzen.

Am Ende finde ich das Buch schon sehr gelungen, wenn mir auch der belehrende und bisweilen besserwisserische Duz-Ton nicht wirklich gefallen will. Das Buch zeigt einem dennoch auf, dass man in unserer hektischen und leistungsorientierte Welt doch mit kleinen Dingen besser auf einander und die Welt acht geben kann.
we are
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
klasse buch, zum verschenken für freunde, bekannte, familie oder einfach für sich selbst.
vorteil: nicht viel text, somit haben auch beschenkte lesemuffel ihre freude.

ein klasse einstieg um im eigenen leben etwas zu ändern. denn was man gibt, das kommt ja bekanntlich auch wieder zurück...

volle punktzahl. auch ich schaue nach jahren gerne selbst nochmal in das buch & rufe mir die ein oder andere sache wieder ins bewusstsein.
Klare Visualisierung der Dinge wie sie sind
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mir gefällt an diesem Buch, dass sogar Kinder verstehen, sehr schnell verstehen, um was es bei den kleinen Dingen im Leben geht. Die Visualisierung ist klar und einfach, eine gute Zusammenfassung für den umweltbewussten Mensch. Ein ideales Geschenk für Menschen, die offen für dieses Thema sind.
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Produkt-Bild: Die andere Klima-Zukunft: Innovation statt Depression

Die andere Klima-Zukunft: Innovation statt Depression von Claudia Kemfert

Gebundene Ausgabe von Murmann-Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 16,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 386774047X, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Die andere Klima-Zukunft: Innovation statt Depression

5 Kundenrezensionen:

Die Visionen der Visionärin und der blaue Himmel
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Frau Kemfert Sie sind ein Talent, daran gibt es keinen Zweifel. Sie verstehen was vom Marketing. Da kann so mancher Autor ordentlich was von ihnen lernen.

Der fachliche Inhalt Ihres Buches hingegen kann mich nicht so recht überzeugen. Schon am Anfang die unreflektierte komprimierte Wiedergabe des IPCC Klima Requiem ist ehr peinlich. Sie wissen doch was Herr Prof. Schellnhuber, unserer Klimapapst, unlängst bei einer Klimakonferenz mit diversen Nobelpreisträgern gesagt hat? Die Wahrscheinlichkeit, daß der Mensch einen entscheidenen Einfluß auf den Klimawandel hat, ist seiner Meinung nach etwa 60%. Und das IPCC gibt in seinem letzten Bericht für das wahrscheinlichste Klimaszenario (2100 4 Grad Erwärmung) ebenfalls eine Wahrscheinlichkeit von 60% an. Ich hoffe doch, daß Sie oder Ihre Assistenten den IPCC Bericht von vorn bis hinten gelesen haben. Abschließend sei noch dazu gesagt, daß eine Wetterprognose heutzutage eine Wahrscheinlichkeit von ca. 80% hat. Aus dem Alltag wissen wir, daß das nach viel klingt aber praktisch nicht soviel ist. Wenn der Bus so unpünktlich kommen würde, hätten wir ein Problem. Und 60% sind noch viel, viel schlechter.

Die von Ihnen erläuterten wirtschaftlichen Zusammenhänge basieren jedoch auf dieser wackeligen Grundlage. Aber ich verstehe einfach nicht, wie Sie als Wirtschaftsprofessor allen Ernstes behaupten können, daß die Theorie vom Klimawandel die Grundlage unserer Wirtschaftsstrategie sein soll. Würden Sie in eine Firma investieren, deren Geschäftsmodell auf einer Technologie basiert, deren Funktionieren nur zu 60% gesichert ist, ohne Aussicht, daß sich dieser Wert verbessert? Vermutlich nicht! Ich würde es auch nicht tun und die meisten Leser auch nicht. Was nützen die schönen Fenster, die Sie in Ihr Klimawirtschaftsgebäude hineinsetzen, wenn sein Fundament in einem Sumpf liegt?

Nach dem Klimawandelkapitel starten Sie durch und legen dem Leser dar, was wir jetzt machen sollen, um die Geschichte mit dem Klimawandel in Ordnung zu bringen. Es fällt sehr angenehm auf, daß Sie (oder Ihre Assistenten?) gut erklären können. Doch habe ich auch hier inhaltliche Bauchschmerzen. Der Handel mit Verschmutzungsrechten wird als gutes zukunftsträchtiges Modell dargestellt. Für die Investmentgesellschaft oder z.B. Herrn Gore rechnet sich die Sache. Aber beeinflußt die hier erreichte (oder nicht erreichte - wer kann das schon so genau nachweisen) CO2 Einsparung wirklich unser Klima?

Ebenso Ihre praktischen Tips für den normalen Leser - wie z.B., nun doch in Gottes Namen endlich alle Glühbirnen gegen Energiesparlampen auszutauschen. Das klingt zunächst toll. Aber in Wirklichkeit ist das nicht vielmehr als heiße Luft. Mir persönlich klang der Testbericht der Zeitschrift Ökotest deutlich überzeugender als Ihre Argumentation.

Oder haben Sie sich eigentlich schon detailiert mit den physikalischen Grenzen der Photovoltaik oder der Windkraft beschäftigt? Ich kann Ihren Optimismus bezüglich der Zukunftsträchtigkeit dieser Energiequellen leider nicht teilen.

Nun gut. Insgesamt ein Buch das sich ganz gut liest. Aber was nützt das, wenn man vom Inhalt her sein Haus in einem Sumpf baut? Im Zeitalter des Marketings schaut man in solchen Situationen einfach nach oben in den blauen Himmel und schon ist der Sumpf weg (zumindest bis der Nacken anfängt zu schmerzen - aber bis dahin müssen die meisten Bücher verkauft sein ;-). Die im Klappentext und in diversen Zeitungsrezensionen angekündigten Visionen habe ich vergeblich gesucht.

Für die gute Darstellung des Inhalts gebe ich zwei Punkte. Mehr wird es einfach nicht.

Das traurige an dem Buch ist, daß damit allen Ernstes Politik betrieben wird. Früher waren es Ablaßbriefe und heute sind es Verschmutzungsrechte. Beides wurde bzw. wird mit dem Segen der allerhöchsten Stellen gehandelt. Wann wird die Menschheit mal schlauer?

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche am 15.7.2008 (online verfügbar) meinte Professorin Kemfert zum Ölpreis, daß 150$ für das Barrel völlig in ordnung wären und hier keine Blase vorläge. Sie sehe keinerlei Anzeichen für fallende Preise.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude in New York lag Anfang Dezember 2008 bei 43 Dollar. Ich glaube, daß damit keine weiteren Kommentare bezüglich der Visionen von Frau Kemfert notwendig sind.

Aber was soll's, das Buch verkauft sich trotzdem bestens, die Leute lieben ebend Visionäre und schauen gern in den blauen Himmel.

Für den anspruchsvollen Leser, der gern etwas über den Tellerrand des Mainstreams hinausschaut, empfehle ich als Alternative das Buch 'Cool it' von Bjørn Lomborg.
Ein erfrischend unideologisches Buch geeignet für alle bewußten Verbraucher und Entscheider auf den verschiedenen Ebenen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dass wir vor einem dramatischen Klimawandel stehen, ja, erste Auswirkungen schon spüren überall auf der Welt, wird von keinem Politiker oder Wissenschaftler mehr ernsthaft bestritten. Wenn nichts unternommen wird, kann die durchschnittliche globale Temperatur in den nächsten hundert Jahren um vier bis fünf Grad steigen, mit verhängnisvollen ökologischen Folgen.

Wachsender Energiebedarf in den Schwellenländern, vor allem in China und Indien wird die Co-2 Emissionen weiter steigen lassen, doch es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um sie drastisch zu reduzieren.

Das ist sozusagen common sense. Und dennoch herrscht in der Öffentlichkeit eine große Verunsicherung. Da geistern einerseits Horrorszenarien durch die Medien von schmelzenden Polkappen und untergehenden Ländern wie Bangladesh. Klimaskeptiker auf der anderen Seite tun sich hervor mit dem Hinweis, das alles sei Alarmismus und reine Übertreibung.

Die Berliner Wirtschaftsprofessorin und Energieexpertin Claudia Kemfert zeigt nun in ihrem vorliegenden Buch "eine andere Klima-Zukunft". Sie beschreibt Wege aus dem erwähnten Klima-Dilemma und bringt es unabhängig von irgendwelchen politischen und wirtschaftlichen Interessen oder Bindungen auf folgenden Punkt: Klimaschutz ist ein einzigartiger Wirtschaftsmotor für unser Land und wird, richtig und vernünftig betrieben, den Wohlstand unseres Landes sichern.

Das Buch liefert für alle Verbraucher, aber auch für die Entscheider in unserem Land nicht nur eine sachliche Diskussionsgrundlage, sondern es erklärt verständlich und anschaulich die vielschichtigen und vernetzten Zusammenhänge von Klimaforschung, Umweltökonomie und Energiemärkten.

Sie belegt eindruckvoll, dass und wie es möglich ist, das komfortable Leben in den Industrienationen weiterzuführen und auch künftig eine angenehme Lebensweise auf vergleichbar hohem Niveau zu ermöglichen. Ein Leben ohne "Verzichtsreligion", wie sie etwa Marcel Hänggi in seinem geradse erschienenen Buch "Wir Schwätzer im Treibhaus" ansatzweise predigt.

Was das Buch neben seinen profunden Sachinformationen, die auch für Laien verständlich dargestellt sind, auszeichnet, ist das erfrischende Fehlen von Ideologie, jener Ideologie, die die Klimadebatte bisher jedenfalls oft zu ihrem Schaden überlagert hat.

Man kann das Buch allen Verbrauchern und allen Entscheidern auf den verschiedenen Ebenen der Politik und der Wirtschaft nur ans Herz legen.
http://www.amazon.de/gp/product/386774047X/ref=cm_cr_rev_prod_title
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein hervorragendes Buch! das Buch erklärt anschaulich die Zusammenhänge von Klimawandel und Energieversorgung- es erklärt wissenschaftliche Zusammenhänge leicht verständlich- der Text ist locker und teilweise sogar in heiterem Ton geschrieben, was bei dieser Materie ja wirklich eine Glanzleistung ist. Ein Muss für alle: Konsumenten, die wissen wollen, warum Klimaschutz auch bei alltäglichen Konsumentscheidungen wichtig ist, für Politiker, die sich erklären lassen wollen, warum Klimaschutz und nachhaltige Energiesorgung so wichtig sind und für Unternehmer, die verstehen wollen, wo mittel- bis langfristig die Zukunftsmärkte liegen. Das Buch könnte aber auch für Lehrer und Schüler interessant sein, da es ein Buch ist, was leichtfüßig höchst komplexe Zusammenhänge erklärt. Frau Professor Kemfert ist völlig zu Recht als Spitzenforscherin aber auch für Ihre kommunikativen Fähigkeiten mehrfach auszeichnet worden. Ein ausgezeichnetes Buch von einer ausgezeichneten Autorin!
neutral und engagiert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Endlich mal ein Buch, das auch den Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und den zurückgehenden Energiereserven herstellt. Wir haben gleichzeitig 2 Probleme zu Bewältigen. Dabei verfällt die Autorin nicht in Resignation was zu erwarten wäre, sondern sieht die positiven und ermutigenden Aspekte vor allem für unser Land. Wir haben (noch teilweise) einen technologischen Vorsprung vor anderen Ländern, sind aber dabei, diesen zu verlieren. Wer jetzt nicht mit anpackt hat selber Schuld.
Ökonomin nicht Ökologin
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Frau Kemfert hat ein Buch geschrieben, das mit dem "Schubladendenken" Schluss macht.
Noch immer stehen sich Klimaschützer und Skeptiker gegenüber. Frau Kemfert geht das Thema nicht über die ökologische Schiene an, sondern über den Geldbeutel.Was kostst es , das Klima zu schützen, was kostet es uns, wenn wir nichts machen ?
Aus diesem Grund sagt sie ja auch ganz unverblümt, sie sei Ökonomin, nicht Ökologin.
Beeindruckend legt sie dar, dass nicht Ökostrom teuer ist, sondern das Festhalten an Kohle- und Atomstrom.
Es ist schön zu wissen, dass solch eine kompetente Frau sowohl die Bundesregierung als auch die EU berät.
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Produkt-Bild: Wildes Deutschland: Bilder einzigartiger Naturschätze

Wildes Deutschland: Bilder einzigartiger Naturschätze

Gebundene Ausgabe von National Geographic
Preis bei Amazon: EUR 39,95, Angebote ab EUR 18,50

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866900120, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: 3. Auflage.
Zoom ± Produkt-Bild: Wildes Deutschland: Bilder einzigartiger Naturschätze

3 Kundenrezensionen:

Schön, aber schade
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die Kunst, in der Natur zu fotografieren beherrscht Norbert Rosing einmalig. Jedes Foto ist ein Gemälde mit der Kamera.
Enttäuschend nur, dass National Geographic die großformatigen Aufnahmen immer durch die Buchmitte geteilt hat und somit die Wirkung der Aufnahmen fast zerstört. Deshalb nur 3 Sterne.
Wer Rosings Aufnahmen sehen möchte, sollte dies in einer Ausstellung tun.
Die ferne Welt in Deutschland
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wie bitte, das soll bei uns in Deutschland sein? Auf bemoostem Sandstein steht ein dürrer Nadelbaum, im Hintergrund ragt ein bewaldeter Fels aus dem Nebel empor -- ein Motiv wie aus einer asiatischen Bilderbuchlandschaft. Ein paar Seiten weiter purzelt eine Bärenfamilie durch dichten Urwald, wir blicken auf einen einsamen See, der in Kanada sein könnte.
Diese und andere Naturschönheiten gibt es tatsächlich in Deutschland. Der Fotograf Norbert Rosing hat für den Bildband Wildes Deutschland (National Geographics) Bilder aus seiner Heimat zusammengetragen, die wie aus fernen Welten anmuten. Die Fotos aus den schönsten und ökologisch wertvollsten Nationalen Naturlandschaften" zeigen, dass unser Land nicht nur dicht besiedelt, sondern in weiten Teilen wild und naturbelassen ist.
MATTHIAS NIESE
Bildhafte Ode über das eigene Land
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer Deutschland denkt, hat oft dichte Besiedelung, überfüllte Autostrecken und versiegelte Flächen vor Augen. Das ist auch verständlich, wenn man bedenkt, dass 75% der ursprünglich existierenden Natur verändert, umgewandelt, zerstört sind. Bleiben also noch 25% übrig.

Diese fantastische Ressource von Ursprünglichkeit hat der Fotograf Norbert Rosing im Auftrag von National Geographic Deutschland eingefangen, ja zum Zauber erhoben. Er reiste, radelte, fuhr und durchschritt ein ganzes Jahr lang die Naturlandschaften der Republik, hielt fest, was die Biosphärenreservate, die Natur- und Nationalparks zu bieten haben. Eines zeigt sich eindeutig: Deutschland ist schön eine Aussage, die sich in den hunderten zu unterschiedlichsten Tages- und Jahreszeiten Farbaufnahmen widerspiegelt.

Die Einzigartigkeit der Bilder besser der vorhandenen Naturgegebenheiten in Deutschland sind es, die einen bisweilen glauben machen, der Autor und Fotograf wäre in einem Land weit, weit weg gewesen, hätte sich in einem exotisch-üppigen Gebiet unseres Planeten befunden. Aber es sind unsere Regionen von der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns über Brandenburg, Niedersachsen, Hessen, den Rhein entlang bis hin nach Bayern. Eine große Übersichtskarte auf den letzten Seiten hilft beim Auffinden der einzelnen Zonen.

Sensibel und aussagekräftig zeigt Norbert Rosing in seinen Fotografien die sensiblen und mächtigen, die geheimnisvollen und bedrohten Landschaften in ihrer oft atemraubenden und einzigartigen Schönheit. Dieses Buch weckt die Lust auf Erkundung des eigenen Landes, lässt ferne Ziele unbedeutsam werden und ist ein großartiger Appel, den letzten Rest dieses geschenkten Schatzes zu bewahren, zu pflegen und gegen die Einflüsse der Entwicklung zu schützen.

Begleitet werden alle Aufnahmen von den Erlebnisberichten und verschriftlichten Entdeckungen des Autors. Hinweise zu den Veränderungen oder Bedingungen für Pflanzen und Tiere, aber auch die Einwirkungen der Moderne auf ganze Gebiete werden erzählend vermittelt. Übersichtskästen am Ende der einzelnen Kapitel informieren knapp über die Besonderheiten einer Region und helfen bei der Zuordnung, in welchem Gebiet die Aufnahmen entstanden und auf Zelloid gebannt wurden.

Ein großes Buch über Deutschland, das einen das eigene Land mit neuen Ansichten ganz neu lieben lernen lässt. Entdecken muss man es dann aber selbst.
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Produkt-Bild: Traumhafte Privatgärten in Deutschland. Eine Bildreise zu den Offenen Gartenpforten

Traumhafte Privatgärten in Deutschland. Eine Bildreise zu den Offenen Gartenpforten von Silke Kluth, Gary Rogers

Gebundene Ausgabe von BLV Verlagsgesellschaft
Preis bei Amazon: EUR 29,90, Angebote ab EUR 28,50

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3835400894, Erscheinungsdatum: Mai 2007, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Traumhafte Privatgärten in Deutschland. Eine Bildreise zu den Offenen Gartenpforten

Eine Kundenrezension:

Private Einblicke
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Private Einblicke gewährt dieses schöne Gartenbuch. Man kann sich gar nicht sattsehen an den vielen schönen Fotos. Die Beschreibungen der Gärten duch Frau Kluth lesen sich spannend und man merkt, dass Sie selbst Freude hatte, die jeweiligen Gärten besuchen und dann kommentieren zu dürfen.
Ein relativ preiswertes Vergnügen.
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Produkt-Bild: Deutschlands alte Bäume: Eine Bildreise zu den sagenhaften Baumgestalten zwischen Küste und Alpen

Deutschlands alte Bäume: Eine Bildreise zu den sagenhaften Baumgestalten zwischen Küste und Alpen von Stefan Kühn, Bernd Ullrich, Uwe Kühn

Gebundene Ausgabe von Blv Buchverlag
Preis bei Amazon: EUR 29,90, Angebote ab EUR 27,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3835401831, Erscheinungsdatum: März 2007, Auflage: 5., erw. A.
Zoom ± Produkt-Bild: Deutschlands alte Bäume: Eine Bildreise zu den sagenhaften Baumgestalten zwischen Küste und Alpen

Aus der Amazon.de-Redaktion


Auf den ersten Blick erscheint es als extrem ungewöhnliches und bizarres Hobby: Da fahren drei junge Menschen seit Jahren kreuz und quer durch die Republik, um alles über alte und erhabene Bäume zu erfahren. Sie machen Aufnahmen, sammeln historische Bilder der jeweiligen Exemplare, überlegen sich nachvollziehbare Wegbeschreibungen, spüren spezifische Erzählungen und Legenden auf, protokollieren mögliche menschliche Eingriffe über die Jahre hinweg und bringen zu guter Letzt auch noch ein aufwändiges Buch darüber heraus.
Bei näherer Betrachtung ist das Projekt Deutschlands alte Bäume ein ungemein spannendes Unterfangen, auch oder gerade für eingefleischte Großstädter und Natur-Laien. Lässt man sich erst einmal auf die hölzerne Materie ein, kann es leicht passieren, dass man sich -- verzaubert von den herausragenden Fotos von mehr als 160 Baumriesen -- immer weiter hineinliest in die jahrhundertealte Welt der Eichen, Eschen, Ulmen. Dabei trifft man auf eine Menge Sagenhaftes. Die Story mit Siegfried und dem Lindenblatt dürfte noch relativ bekannt sein. Dass in der altnordischen Weltvorstellung der Mensch von Bäumen abstammt, wahrscheinlich weniger. Staunen erzeugt auch die Dimension der Riesenlinde zu Heede im Emsland, die mit 16 Metern Stammumfang als dickster Baum Deutschlands gilt. Und in diesem Stil geht es munter weiter.
Im Laufe der Lektüre bekommt man das Gefühl, als ob man sich selbst zwischen all den Hölzern verirren würde, weil man immer interessantere Fährten findet und ihnen wie gebannt folgt. Das Ende des Buches kommt viel zu früh. Doch das Ende der Lektüre muss nicht gleich das Ende der Baum-Reise sein. Mithilfe einer Standortkarte, die Deutschland in zehn Naturräume einteilt, findet jeder Baum-Liebhaber zu den geschilderten imposanten Gestalten -- und kann sich selbst vor Ort von deren immenser Ausstrahlung überzeugen. --Jan König
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4 Kundenrezensionen:

Wunderschön - beeindruckend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
wirklich tolles Buch für alle Naturliebhaber und solche, die sich gerne von schönen Bäumen verzaubern lassen!
Baumriesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch beschreibt auf eindrucksvolle Weise alte Bäume. Die meisten alten Bäume, die vorgestellt werden sind Eichen und Linden, selten werden andere Bäume beschrieben wie z.B. die Arve oder die Pappel. Jeder Baum wird mit einem Foto und einer kurzen Beschreibung seiner Geschichte vorgestellt, dazu gibt es noch eine Anfahrtsbeschreibung. Die Fotos sind von unterschiedlicher Qualität, die meisten sind sehr gut. Leider gelingt es den Fotografen nicht immer die majestätischen Bäume ins rechte Licht zu rücken, so dass manche Bäume nicht richtig auf dem Foto wirken. Richtig imponierend sind die Bilder, die z.B. einen Größenvergleich ermöglichen. Die Texte lesen sich flüssig. Mich hat das Buch angeregt zu einem Baumriesen in unserer Nähe zu fahren und dessen imponierende Gestalt zu bewundern.
Faszinierende Bäume und Bilder
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Alte Bäume sind faszinierende, Ehrfurcht einflößende und nicht zuletzt interessante Geschöpfe. Als begeisterter Amateurfotograf stand ich schon oft am Fuße gigantischer Baumriesen - aber die Zusammenstellung von hervorragenden Fotografien und kleinen geschichtlichen Exkursen in „Deutschlands alte Bäume" ist etwas ganz besonderes! Was mögen die jahrhundertealten Wesen wohl schon alles „gesehen", wie viele Generationen, Gewitter und Stürme überlebt haben...?
Auf innerdeutschen Reisen werde ich nun wohl oft dieses Buch zu Rate ziehen und kleine Umwege einbauen, um einige der alten, ästhetisch oder kurios und meist riesig gewachsenen Lebewesen zu bestaunen und ebenfalls zu fotografieren. Noch während der Lektüre *musste* ich in der Nähe vom Schloss Pillnitz (am Fuße des Borsberges bei Dresden) - die 6 großen Stieleichen vermessen, von denen Nummer vier mit 7,43 m "Taillenumfang" hoffentlich gute Chancen für eine zukünftige Auflage dieses bemerkenswerten Buches hat...
Faszinierende Bäume & Bilder
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Alte Bäume sind faszinierende, Ehrfurcht einflößende und nicht zuletzt interessante Geschöpfe. Als begeisterter Amateurfotograf stand ich schon oft am Fuße beeindruckender Bäume - aber die Zusammenstellung von hervorragenden Fotografien und kleinen geschichtlichen Exkursen in „Deutschlands alte Bäume" ist etwas ganz besonderes! Was mögen die jahrhundertealten Wesen wohl schon alles „gesehen", wie viele Generationen, Gewitter und Stürme überlebt haben...?
Auf innerdeutschen Reisen werde ich nun wohl oft dieses Buch zu Rate ziehen und kleine Umwege einbauen, um einige der alten, ästhetisch oder kurios und meist riesig gewachsenen Lebewesen zu bestaunen und ebenfalls zu fotografieren. Noch während der Lektüre *musste* ich in der Nähe vom Schloss Pillnitz (am Fuße des Borsberges bei Dresden) - die 6 großen Eichen (quercus robur) vermessen, von denen Nummer vier mit 7,43 m "Taillenumfang" hoffentlich gute Chancen für eine zukünftige Auflage dieses bemerkenswerten Buches hat...
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Produkt-Bild: Die Eroberung der Natur: Eine Geschichte der deutschen Landschaft

Die Eroberung der Natur: Eine Geschichte der deutschen Landschaft von David Blackbourn

Broschiert von Pantheon
Preis bei Amazon: EUR 16,95

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 357055063X, Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Eroberung der Natur: Eine Geschichte der deutschen Landschaft

5 Kundenrezensionen:

Das Buch aus geografischer Sicht
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Als Schulgeograf muss man die Erscheinung dieses Buches, das die Nutzungs-
änderung von Räumen in Deutschland zum Thema hat, begrüßen, ist es doch
ein Bereich, der oft unter dem -oft unreflektierten- Oberbegriff
"Inwertsetzung von Räumen" betrachtet wird. Die vom Autor behandelten
Themen sind (z.B. Tullasche Rheinkorrektur) oder waren (z.B. Moorkulti-
vierung) Bestandteile des Lehrplans. Bei der Lektüre kommt aber zusehends
Ärger auf:
Wenn der Autor sagt "Außerdem wuchs in mir die Überzeugung, dass das Buch auch das enthalten sollte, was Geographen, Botaniker und Ökologen zu sagen
hatten" (S.28), dann ist das ein netter Spruch, der aber in Bezug auf die
Geografen in keiner Weise eingelöst wird. Wenn er z.B. von den glazial
überformten Gebieten Norddeutschlands redet, dann wäre ein Rückgriff auf
die Begrifflichkeit der Glazialmorphologie wie z.B. Glaziale Serie, Alt-
& Jungmoränen etc. durchaus angebracht gewesen. Wenn er die Umgestaltungen
an Oder & Rhein darstellt, hätten beispielsweise die Begriffe Prall- &
Gleithang sowie Tiefenerosion einiges präziser gefasst.
Ärgerlich sind die vielen Fehler, die sowohl im großen als auch im kleinen
Maßstab vorhanden sind:
1. Wenn die Aralsee-Katastrophe auf gewaltige sowjetische Wasserkraftan-
lagen an den Zuflüssen zurückgeführt wird (S.21), dann ist das Unsinn.
2. Die Ausführungen über die malariaträchtigen Gebiete sind interessant,
aber nicht ganz überzeugend. Was genau brachte die Malaria zum Verschwinden? Hier interessiert auch: Unter welchen Bedingungen kann die
Malaria wieder Einzug halten. Nach meiner Kenntnis haben Limnologen hier
noch keine schlüssige Antwort. Auf jeden Fall ist es Unfug, von "malaria-
trächtigem Watt des Jadebusens" zu reden.
3. Die Ausführungen, die zur Kultivierung von Geest & Moor gemacht werden
(S.176ff), sind z.T. hanebüchen. In folgendem Satz
"Eine Überweidung und die Praxis, die oberste, mit Gras bewachsene Schicht
zu entfernen, um den angebauten Feldfrüchten den Zugang zu Nährstoffen zu
erleichtern, setzten die Oberfläche dem Wind aus..."
finden sich drei Fehler:
3.1 Es wuchs nicht Gras, sondern Heide.
3.2 Die obere Heideschicht wurde abgestochen (Plaggenhieb) & in die Ställe
verbracht. Die Kot-Heideplacken-Mischung wurde dann zur Bodenver-
besserung auf die Felder gebracht. Diese wurden dadurch im Lauf der
Jahrhunderte um bis zu einem Meter erhöht (Plaggenesch).
3.3 "Zugang zu Nährstoffen erleichtern" ist Unfug. Darunter gab es keine!
Hier greift der Prozess der Podsolierung incl. Ortsteinbildung. Später
wurde in Meliorationsprogrammen der Ortstein wieder hochgepflügt.
In der Folge finden sich weitere Fehler, deren Benennung ich hier unter-
drücke. Da der Autor bei seinem großen Wurf z.T. sehr & überraschend ins
Detail geht, bleiben zusätzliche kleinere Fehler wohl nicht aus. Damit wird man - je nach Einstellung- leben können.
Lesevergnügen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auf über 400 Seiten (plus 150 Seiten Anhang) schildert uns David Blackbourn wie die Deutschen in den letzten 250 Jahren ihre Landschaft umgestaltet haben.
Angefangen bei der Trockenlegung der Sümpfe und Moore durch Friedrich dem Großen, über Begradigungungen von Flußläufen, Talsperrenbau im Westen und Eroberung von "Lebensraum" durch die Nazis im Osten, bis zur Bekämpfung des Hochwassers im Oderbruch in den letzten Jahren reicht sein Kaleidoskop.
Blackbourn zeigt uns, daß der Eingriff in die Natur seinen Preis hat (beispielsweise durch den Rückgang der Sumpfgladiole durch Trockenlegung der Überschwemmungsgebiete im Rahmen der Rheinbegradigung innerhalb weniger Jahrzehnte).
Auch Berufe sterben aus, so z.B. bei der Rheinbegradigung: Goldwäscher, Schilfrohrschneider und Vogelsteller.
Demgegenüber steht die wirtschaftliche Prosperität. Aber auch die Natur profitiert manchmal vom Umbau: z.B. Ansteigen der Käfervielfalt im Rahmen des Talsperrenbaus.
Einige Begriffe, wie z.B. "weiße Kohle" (für Wasserkraft), waren neu für mich.
Den Terminus "hydrologisches Chinasyndrom" (für Probleme bei der Flußströmung beim Bau bayerischer Talsperren) führt Blackbourn sogar neu in die Literatur ein.
Wegen seiner lebendigen Darstellung, inklusive diverser Anektoden über die handelnden Protagonisten - meist Ingenieure, ist "Die Eroberung der Natur" ein Musterbeispiel für gelungene Geschichtsschreibung.
Unbedingt lesenswert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Autor gibt interessante, aufregende und spannende Einblicke in die deutsche (Landschafts)Geschiche. Die Leserin/der Leser ist immer wieder erstaunt, welche grossen landschaftlichen Änderungen mit Muskelkraft erreicht wurden. Der Blick auf die hiesige Kulturlandschaft, aber auch auf aktuelle Veränderungen, wird geschärft. Vielleicht wertet man auch Forderungen nach dem unreflektierten Erhalt bestimmter Landschaftsbilder anders, wenn die Erkenntnis kommt, dass auch diese Gegenden schon lange von Menschenhand umstrukturiert wurden.

In jedem Fall wunderbar zu lesen.
Ein überaus lesenswertes, informatives und lehrreiches kulturgeschichtliches Sachbuch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist nun schon wieder zehn Jahre her, dass im Osten Deutschlands und in den angrenzenden Gebieten Polens und Tschechiens die Elbe, die Oder und andere Flüsse über die Ufer traten und ein wirklich verheerendes "Jahrhunderthochwasser", das ausnahmsweise diesen Superlativ einmal verdiente, große Gebiete dieser Länder überflutete. Mehr als hundert Polen und Tschechen verloren ihr Leben, Tausende Familien wurden obdachlos. In kleinerem Ausmaß spielte sich dasselbe im November 2007 an den Küsten der Nordsee ab mit der ernüchternden Erkenntnis, dass trotz aller Errungenschaften moderner Technik der Mensch offensichtlich nicht in der Lage ist, die Kräfte der natur zu beherrschen. Und doch hat er es immer wieder versucht.

Von diesen Projekten handelt dieses erstaunliche und lesenswerte, dabei überaus informative und lehrreiche Sachbuch des amerikanischen Historikers David Blackbourne, der an der Harvard Universität Europäische Geschichte lehrt und als einer der ausgewiesensten Kenner der Entwicklung des modernen Deutschland gilt.

In seinem neuen Buch versucht er am Beispiel der grundlegenden Veränderung und Umgestaltung der deutschen Landschaft seit dem 18. Jahrhundert aufzuzeigen, wie diese planvollen Projekte etwas zu tun hatten und haben mit der ureigenen deutschen Geschichte. Die Deutschen machten sich seit dieser Zeit auf zu einem regelrechten Feldzug gegen ihre Umwelt und bezwangen zielstrebig die Tier- und Pflanzenwelt, damals noch wilde Flüsse wurden begradigt und schiffbar gemacht und weite Flächen von Mooren, Sümpfen und Marschland wurden trockengelegt und wirtschaftlich nutzbar gemacht.

Von Friedrich dem Großen, der die Trockenlegung von Sumpfland als "Eroberungen von der Barbarei" bezeichnete, spannt Blackbourne den historischen und kulturgeschichtlichen Bogen über Johann Gottfried Tulla, den "Bändiger des Rheins" und den Dammbauer Otto Intze bis hin zu den Nationalsozialisten, deren Ziel die Eroberung von "Lebensraum" im Osten war.

Blackbourne zeigt minutiös auf, wie dabei Landgewinnung modernster Art und nationalsozialistische "Rassenpolitik" Hand in Hand gingen.
Dabei hatten schon früh Intellektuelle und Gelehrte darauf hingewiesen, dass diese Anstrengung zum Wohle der ganzen Menschheitsgattung unternommen würden. Schon 1780 sagte der Schotte James Dunbar: "Wir sollten lernen, gegen die Naturgewalten zu kämpfen, nicht gegen unsere eigene Gattung." Diese Ansicht setzte sich über Jahrhunderte in der deutschen Geistesgeschichte fort. Blackbourne zitiert Sigmund Freud aus dessen 1915 erschienenem Aufsatz "Zeitgemäßes über Krieg und Tod", wo Freud die Überzeugung vertrat, dass "die technischen Fortschritte in der Beherrschung der Natur" einen Glauben an die friedliche Regelung menschlicher Konflikte bestärkt hätten.

Walter Benjamin, marxistischer Kulturkritiker, stieß nach dem Ersten Weltkrieg in dasselbe Horn, als er beklagte, anstatt Flüsse zu kanalisieren, lenke die Gesellschaft den Menschenstrom in das Bett ihrer Schützengräben.

Blackbourne zeigt auf, dass die historische Wirklichkeit anders war. "Weit häufiger als wir denken, war die Entwässerung eines Sumpfes oder die Umleitung eines Flusses weniger das 'moralische Äquivalent des Krieges' ( um William James zu zitieren), als das Abfallprodukt oder die Dienerin des Krieges."
Bei der Abwägung, ob er bei seiner wissenschaftlichen Arbeit eher der pessimistischen Sicht zuneige, die die mörderischen Angriffe des Menschen als quasi-religiösen Sündenfall bewertet (vgl. die ganze Debatte in Deutschland seit etwa 1980, die Gründung von Bürgerinitiativen und den Grünen und die Diskussionskultur damals) und einer optimistischen Sicht, die die Unterwerfung der Natur als Befreiung für den Menschen bewertet, zitiert Blackbourn den amerikanischen Umwelthistoriker Richard White:
"Die Forderung nach einer Rückkehr zur Natur ist eine Pose. Sie ist ein religiöses Ritual, in dem die Reue über unsere Sünden und ein Gelöbnis, nicht mehr zu sündigen, die Wiederherstellung einer Reinheit verheißen. Manche glauben, dass Sünden vergehen. Doch Geschichte vergeht nicht."
Dies detailliert und faktenreich darzustellen, ist das große Verdienst dieses außerordentlichen Buches. Man sollte es allen mit diesen Fragen befassten Politikern, Verwaltungsbeamten und Landschaftsplanern als korrektive Lektüre auf den Dienstschreibtisch legen. Gerade weil das Buch ihre Tätigkeit differenziert beschreibt und bewertet, könnten sie großen Gewinn daraus ziehen.

Für alle anderen an deutscher Geschichte interessierte Leser ist das Buch ein Hochgenuss. Besonders hingewiesen sei auf Blackbournes Nachwort "Wo alles anfing", in dem er sich speziell mit dem Oderbruch und seiner Zukunft befasst und dabei literarische Quellen (Grass, Fontane, Christa Wolf) hinzuzieht.
Anekdoten der Eroberung
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Das Positive vorweg. Die eine Geschichte der deutschen Landschaft, die Blackbourn beschreibt, ist angenehm und nett zu lesen. Die Erzählung, "wie die Deutschen ihre Landschaft in den letzten 250 Jahren umgestaltet haben" (: 11 ), beginnt mit der Trockenlegung des Oderbruches im 18. Jhd. und endet mit 'ökologisch' "nachhaltigen Hochwasserschutz" (: 439), der zur Zeit, nach dem letzten Oderhochwasser 1997 propagiert wird. Dazwischen scheint alles, was irgendwie mit Wasserbau zu tun hatte und die Landschaft prägte , ge-nannt: die Rektifikation des Rheines, Küstenschutz und Militärhafenbau am Jadebusen, Moorkolonisation in Nordwestdeutschland, Dampfschiffahrt, indus-trielle Gewässerverschmutzung, Talsperrenbau, Trinkwassergewinnung mit Grundwasserabsenkung, Wasserkraftnutzung, Hochwasserschutz, völkermor-dende Raumplanung ebenso wie Partisanen schützende Sümpfe während des Ostfeldzuges und schließlich Natur- und Umweltschutz in West- wie weiterhin Umweltverschmutzung in Ostdeutschland.
Und dies alles ist bis aufs äußerste detailliert. Nichts aber auch gar nichts scheint ausgelassen. Umfangreich erscheinen die Projekte in allen Widersprü-chen, Haupt- und Nebensachen, mit beabsichtigten Folgen wie ungeplanten Rückschlagen, inklusive der sozialen wie ökologischen Wirkungen, im Guten wie im Bösen, immer unter Beachtung zeitgenössischer und rückblickender Kritik beschrieben. Zudem ist der gesellschaftlich-kulturelle Kontext mit Zitation von vielerlei Schriftstellern, Philosophen, Soziologen und Naturwissenschaft-lern wie von den jeweiligen Herrscher und Politiker hergestellt.
So beginnt beispielsweise die Erzählung der Trockenlegung des Oderbruches mit den Märchen der Gebrüder Grimm, schließt die schwere Kindheit Fried-richs des Großen ebenso wie die zeitgleich stattgefundene Weltreise Georg Forsters ein, führt die Biographien und Taten ebenso wie deren Zwänge und Nöte der bauleitenden 'Ingenieure' aus, schildert das Elend der ansässigen Bevölkerung, denen mit dem Wasser die Fischgründe und damit die Lebens-grundlage genommen wurde (bevor den Enkel ein besseres Leben als Land-wirte gegeben wart) ebenso wie die Mühen der Neusiedler, die nach entbeh-rungsreiche Anreise in den Jahrzehnten der Urbarmachung hungerten und schließt kulturell-literarisch ab mit Romantikern, die entgegen den Erfolgen der Trockenlegung allgemein die Schönheit der Natur priesen bei besonderer Er-wähnung des durch Mark Brandenburg wandernden Theodor Fontane, der die Trockenlegung als "Vernichtungskrieg" (: 88) bezeichnete.
Hierin besteht die Angenehme des Buches. Es ist eine Reihung von (meist) netten Anekdoten. Jeder findet etwas: Der volkskundlich Interessierte die schaurige Erzählung von Iffe Diercks, der sich 1717 vor einer Sturmflut im Ja-debusen mit seiner Frau auf einen Baum retten konnten jedoch, als diese dort verstarb, die Leiche mit dem von ihrem Kopfe gelosten Haar auf dem Baum befestigte, um ihr nach der Flut ein christliches Begräbnis zu ermöglichen; der Sozialhistoriker die Erzählung der Geschichte des Oder-Neusiedler Paulsen, der bereits auf der Anreise zum Oderbruch überfallen und beraubt wurde, dort durch Krankheiten sein Vieh und durch Mäuse sein Ernte verlor und schließ-lich, nachdem sein Haus bei einem Hochwasser zerstört wurde, in seine Hei-mat zurück kehrte; (dem Liebhaber von Abenteuerromanen wird die vom ame-rikanischen Autor immerwieder hergestellte Analogie zu den leidvollen Trecks in den amerikanischen Westen begeistern;) der heimatschützlerische Natur-schützer findet mit der Schilderung der frühen Mühen zur landschaftlichen Einbindung von Talsperren seine Arbeit bestätigt; während der naturschützle-rische Ökologe nach einer reicht allgemeinen Schilderung des Artenrückgan-ges durch die Rektifikation des Rheines Trost durch das gleichzeitige Entste-hen artenreicher Biotope (Altarme) findet; der kameralistische Ökonom mag den Verlust der Staateinnahmen bedauern, nachdem die Goldwäscherei infol-ge der Rheinrektifikation zum erliegen kam; der Bildungsbürger ist am einfa-chen Fischmahl Goethes erbaut, daß dieser vor der Rektifikation in einer ärm-lichen Hütte aus Holz und Schilf genoß (nicht ohne vom Verfasser auf die oh-nehin implizite Analogie zu Philemon und Baucius durch Nennung der Namen hingewiesen zu werden) und letztlich kann der Landschaftsplaner am erzähl-ten Lebenslauf von Brenckenhoff, der beauftragt die Sümpfe der Neumark und Pommerns trockenzulegen, privates Geld zuschoß und Pleite ging, eine Ana-logie zum Ruin Pückler Muskaus herstellen.

Allesamt nette Geschichten, die großteils Lokalhistorien entnommen sind. In der Zusammenstellung zu einer Landschaftsgeschichte erhalten sie mit Anfüh-rungen von Schriftstellern, Philosophen und Naturwissenschaftlern einen bil-dungsbürgerlich-kulturelle Rahmen. In Deutschland war, nach Blackbourn, "die «Eroberung der Natur» allzusehr mit der Idee einer Eroberung von anderen verbunden" (: 440). Dieses 'andere' ist jedoch ebenso anekdotisch geschildert wie die Projekte selbst. Der sozio-ökonomische Kontext, in dem die Projekte realisiert wurden, wie die Ideologie, die ihnen Zugrunde lag, ist somit allenfalls implizit zu gegen.
Auch wenn die einzelnen Geschichtchen durchaus interessant sind, besteht in ihnen auch das Ärgerliche des Buches. Die Vollständigkeit und in jeder Hin-sicht abgewogen dargestellte Anekdotensammlung täuscht in der chronologi-schen Reihung eine geschichtliche Notwendigkeit vor, die so nicht gegeben ist und die Projekte einer kritischen Betrachtung enthebt. In der chronologischen, scheinbar kritischen Reihung gehen Unterschiede und Bedeutungen verloren. In der hergestellten 'Logik der Chronologie' ist geflissentlich über die Beweg-gründe, Absichten, Kontexte hinweggesehen. So steht das Leid der von Sturmfluten betroffenen Küstenbewohner gleichermaßen neben dem der aus dem Oderbruch oder aus den Rheinniederungen vertriebenen Fischer. Die Folgen von Naturgewalten erscheinen ebenso unabwendbar schicksalhaft, wie die Folgen der ausgeführten Entwürfe zur 'Eroberung der Natur'. Dieser Art ist nichts aus der Geschichte zu lernen, außer daß sie eben stattfand und zwar chronologisch. Wie die Landschaft, deren Veränderung durch Nutzung selbst-verständlich erwähnt ist, nicht nur im (deutschen) Titel zur Natur deklariert ist, wird implizit die 'Eroberung der Natur', die Durchsetzung der Projekte als Na-tur, als eine vermeintlich natürliche, d.h. notwendig gegebene Entwicklung zu erzählt.

Letztlich, so das Resümee, wird alles Gut. So ist, wie gütlich ausgeblickt, für den beabsichtigten 'ökologisch nachhaltigen' Hochwasserschutz an der Oder geplant oberhalb des Oderbruchs grenzüberschreitenden und im europäi-schen Kontext Dörfer zu räumen, um Polder anzulegen. Zwar werden
"... Menschen, die dort leben, ... den Verlust spüren. Ihre Unsicherheit wird ein Ende haben, aber nur um den Preis einer Umsiedlung. Es wäre sehr wahrschein-lich kein Trost für sie, wenn man ihnen sagte, auch wenn es wahr ist, dass die heute verfolgte Strategie nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch ein hö-heres Maß an wirklicher Sicherheit für die meisten Menschen verspricht, die an der Oder leben. Und es würde sie zweifellos ebenfalls nicht trösten, obwohl auch dies der Wahrheit entspräche, dass diese Politik nur durch ein Abkommen zwi-schen Deutschland, Polen und Tschechien unter der Schirmherrschaft der EU gelingen kann. Diese beiden Wahrheiten sollten für uns Übrige jedoch ein Grund zur Freude sein, ... ." (: 439-440).
In der anekdotischen Versammlung der Eroberungsgeschichten hat Black-bourn völlig übersehen oder bewußt ignoriert, daß genau dies in allen von im erwähnten Projekten gegeben war. Was Blackbourn als 'Grund zur Freude' fei-ert, die 'Schirmherrschaft der EU', war für alle Großprojekte grundlegend: Eine starke zentrale Staats- resp. Territorialgewalt zur Durchsetzung der Großpro-jekte gegen lokalen Widerstand. So wurde, wie auch von Blackbourn anekdo-tisch berichtet, schon die Trockenlegung des Oderbruches durch das Preußi-sche Reich gegen den lokalen Adel und die Rektifikation des Rheines bereits in internationaler Zusammenarbeit durchgesetzt. Vor allem sind die Großpro-jekte durch Vertreibung und durch leidvollen Verlust von Heimat, Besitz, Ar-beits- und Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung einerseits und durch die Verheißung eines 'besseren' (jetzt 'sicheren') Lebens für die 'Übrigen' anderer-seits gekennzeichnet. Aufmerksam, von den Anekdötchen und Geschichtchen unabgelenkt gegen den Strich gelesen, wird durch die Erzählung auch klar, daß entgegen dem immer eintreffenden Leid die Verheißungen nie eintrafen, jedenfalls nicht in der geplanten oder beabsichtigen Weise. An der Oder wird dies in einigen Jahren und dann leider leidvoll mit dem nächsten Hochwasser eintreffen und ärgerlicherweise von Planern wie Politikern in dem Jargon den Blackbourn anschlägt bedauert. Dies wird weder für die Zwangsumgesiedelten noch für die dennoch Überschwemmten tröstlich sein, obwohl oder gerade weil dies ganz besonders der Wahrheit entspräche. Und dies sollte auch für 'uns Übrige' kein Grund zur Freude sein.
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Produkt-Bild: Wölfe in Deutschland

Wölfe in Deutschland von Beatrix Stoepel

Gebundene Ausgabe von Hoffmann und Campe
Preis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 8,58

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3455094708, Erscheinungsdatum: November 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Wölfe in Deutschland

3 Kundenrezensionen:

Die Wölfe sind zurück...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... in Deutschland. In diesem wundervollen Bildband werden viele beeindruckende Aufnahmen gezeigt, die das Leben dieser faszinierenden Tiere näher bringen. Hoffen wir, dass mehr Menschen dieses Buch lesen und dadurch mehr Verständnis für die Natur und ihre Bewohner aufbringen können.
Ein schönes Geschenk für alle Tierfreunde.
Ein Plädoyer für den Wolf in Wort und Bild
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Groß ist die Aufregung in Sachsen und ganz Deutschland, als am 30. April 2002 der Schäfermeister Frank Neumann auf einer Weide am Rande des Örtchens Mühlrose fünfzehn Schafe mit durchgebissener Kehle findet. Drei weitere sind so schwer verletzt, dass sie getötet werden müssen, von neun anderen fehlt jede Spur. Für das Bundesforstamt steht nach Untersuchung der Bisswunden eines fest: Sie stammen von Wölfen! Wölfe in der Oberlausitz?
Sofort prangen von der „BILD" bis zum „Spiegel" hysterische Überschriften: „Ein ganzes Dorf in Angst", „Lausitz zittert vor den Wölfen", „Grausiges Schweigen der Lämmer", ...
Es gibt aber auch besonnene Journalisten, die gemeinsam mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) eine Wolfs-Doku für die populäre Sendereihe „Expeditionen ins Tierreich" entstehen lassen. Über dieses idealistische Unterfangen berichtet das vorliegende Buch, ebenso wie über den unermüdlichen Einsatz zweier „Wolfsfrauen", die ihre Arbeit und Freizeit fast gänzlich dem Überleben der Spezies Canis lupus in Sachsen verschrieben haben. Es sind dies die Biologinnen Gesa Kluth und Ilka Reinhardt.
Nach dem Vorfall mit den 27 toten bzw. verschwundenen Schafen scheint die Waage zu Lasten der Wölfe zu kippen. Es kommt sogar noch schlimmer, als durch weitere sechs gerissene Tiere die Zahl der toten Schafe auf 33 steigt. Gesa Kluth wird vom Landwirtschaftsministerium als Expertin einberufen, um mit den Schäfern zu reden, Lösungskonzepte zu erarbeiten. Ein Managementplan kommt auf den Tisch.
Gesa hat mit allerlei Unbill zu kämpfen. Dubiose Bürgerinitiativen fordern „Wölfe zurück nach Sibirien!" bzw. wird der Abschuss der Muskauer Wölfe beantragt. Hinzu kommt, dass im Laufe der nächsten zwei Jahre die meisten Welpen sterben oder einfach verschwinden. Zu allem Überdruss paart sich Wolf mit Hund, ein Hybridrudel ist die Folge, welches in einen Naturpark verfrachtet wird, um einer weiteren „Verhundung" der eingewanderten Wolfspopulation entgegenzusteuern. Gesa und Ilka betreiben Feldforschung, halten Infoveranstaltungen und Camps ab, stehen den Medien bereits und müssen mit den Schäfern Strategien entwickeln. Gesa Kluths Maxime: Wölfe können nur dann nachhaltig geschützt werden, wenn die Menschen vor Ort sie tolerieren.
Gesa Kluth erklärt der Öffentlichkeit, dass Wölfe keine „blutrünstigen Mörder", sondern einfach nur Wildtiere sind, die gemäß ihrem biologischen Inventar leben und jagen. In freier Wildbahn laufen Beutetiere weg, sobald sie Beutegreifer bemerken. Wer nicht fliehen kann, dient Wolf und Co. als Nahrung. Wölfe jagen schnell und effektiv. Daher kann es vorkommen, dass sie viel Beute auf einmal schlagen (wie im Fall der Schafe von Mühlrose); schließlich haben Wildtiere keine geregelten Mahlzeiten und wissen nie, wann wieder die Chance besteht, satt zu werden. „Ein ungeschütztes Schaf ist einfach ein zu verlockendes Angebot, das kein Raubtier ausschlägt", sagt Kluth. Und: Hatte die Jagdmethode Erfolg, wird sie von den Wölfen wiederholt. Deshalb lässt Gesa die Schäfer Elektrozäune errichten und Leinen mit bunten Lappen um die Schafweide spannen. Seit Jahrhunderten ist bekannt, dass Wölfe diese wehenden Stofffetzen fürchten und nur äußerst selten „durch die Lappen gehen" (ein Sprichwort von der unrühmlichen Treibjagd auf Wölfe herrührend). Im April kommt auf Initiative der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe willkommene Verstärkung durch die Pyrenäenberghunde „Falko" und „Dux" hinzu. Was es mit diesen Herdenschutzhunden Besonderes auf sich hat, gibt das Buch preis. Ebenso, worin der Vorteil von Tieren dieser Rassen gegenüber Hirtenhunden liegt.
Was „Wölfe in Deutschland" sicher nicht sein will, ist eine wissenschaftliche Abhandlung. Das illustriert schon die Tatsache, dass im Buch etwas „gemogelt" wurde, was die Bildauswahl betrifft: Viele der wunderbaren Aufnahmen zeigen nordamerikanische, nicht osteuropäische Wölfe. Das sei Autorin Beatrix Stoepel verziehen. Denn sie hat ein Plädoyer der Toleranz für den Wolf gehalten, dem in unserer Kultur tief sitzenden Klischee von der Bestie ein wichtiges Stückchen entgegengesteuert - und hervorgehoben, dass Canis lupus eine wertvolle Bereicherung des Ökosystems und nicht eine Bedrohung für den Menschen darstellt.
Wenn Sie nun eine Parteilichkeit des Rezensenten zu Isegrims Gunsten wittern, trügt Sie ihre Nase nicht; ja, der Rezensent wünscht sich sogar, dass viele seiner Artgenossinnen und Artgenossen ebenfalls klar Partei für den Wolf ergreifen. Nur gemeinsam kann das negative Zerrbild dieser hoch interessanten, sozialen Spezies gerade gerückt und ihr Fortbestehen gesichert werden. Denn eines nicht zu fernen Tages werden Wolfsfamilien auch in Österreich wieder Quartier beziehen. Und was ist besser, als anderswo begangene Fehler nicht zu wiederholen. Heißen wir die wölfischen Ankömmlinge willkommen ... !
Endlich wieder hier!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch schildert wunderbar die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland. Die Kombination von umfangreichen Information über die Geschichte der Wölfe in Deutschland von damals und heute und die großartigen Photographien machen es für jeden Wolfsfan absolut empfehlenswert!
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