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Die nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community von MICHAEL BRAUNGART, WILLIAM MCDONOUGHBroschiert von Europäische VerlagsanstaltPreis bei Amazon: EUR 25,00, Angebote ab EUR 19,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3434506160, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 2. |
4 Kundenrezensionen:... 3 von 5 PunktenBildhafte Darstellung der Idee an Beispielen. Keine vertiefende Informationen - bedingt eine Werbeveranstaltung Wichtig 5 von 5 PunktenNach einem Beitrag im WDR 5 habe ich dieses Buch gekauft. Der Grundgedanke dieses Buches begeistert hoffentlich alle Menschen! Eine absolut notwendige industrielle Revolution mit so viel Potential ohne eine Romantisierung der Natur! Sehr empfehlenswert! Die Fortführung des Cradle-to-Cradle Gedankens 5 von 5 PunktenDie nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community Dieses Buch ist die Fortführung zu Michael Braungarts/William McDonoughs "Cradle to Cradle - Remaking the way we think". Dieses Buch zu kaufen macht eigentlich nur Sinn, wenn das vorher gelesen wurde. Die Cradle-to-Cardle Community ist quasi eine Weiterführung zum Thema, das aufzeigt, was sich in den letzten Jahren schon so alles getan hat. Anhand von Beispielen wird das Cradle-to-Cradle Denken nochmal deutlicher. Ich finde den Ansatz brilliant und kann nur jedem empfehlen, diese Bücher zu lesen. Cradle-to-Cradle ist etwas für jeden, nicht nur für Manager in Entscheidungspositionen, denn der Grundgedanke kann im Haushalt genauso Einzug halten, wie in der Firma. Vielleicht trägt das Buch über die vielen Kontaktadressen ja auch zu weiterer Vernetzung und Austausch bei. Sehr empfehlenswert! Ein faszinierendes Buch mit einem Ansatz, der sich hoffentlich durchsetzen wird 5 von 5 PunktenMichael Braungart, Professor für Chemische Verfahrenstechnik und Geschäftsführer der Umweltschutzagentur EPEA in Hamburg ist das, was man einen Pionier nennt. Er hält seit langem unsere Umweltschutzstrategie für grundlegend falsch, weil sie, wie er sagt, darauf angelegt sei, den Schaden der Produktion für die Umwelt lediglich zu minimieren. Seine Vision indessen ist eine Kreislaufwirtschaft, bei der erst überhaupt kein Schaden entsteht. Sein Vorbild sind dabei die Ameisen. Ginge es nach ihm, gäbe es in Zukunft nur noch zwei Arten von Produkten: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch angebaut werden können und Gebrauchsgüter, die sich endlos recyclen lassen. "Cradle to cradle" - von der Wiege zur Wiege - bezeichnet er dieses Kreislaufprinzip. Er forscht seit Jahren im Auftrag von immer zahlreicher werdenden Firmen nach neuen Konzepten, um umweltschonende Produkte herzustellen. Im vorliegenden Buch gibt er nicht nur eine Einführung in sein Konzept,sondern zeigt am Beispiel Dutzender Firmen und Produkte auf, wie es tatsächlich funktioniert. Seit 1962 die amerikanische Schriftstellerin Rachel Carson mit ihrem Buch "Stummer Frühling" die ökologische Debatte einleitete, lange vor den Büchern des Club of Rome" ist der Diskurs immer moralisch geführt worden, meistens enggeführt auf die Alternative: hier die guten Umweltschützer, dort die böse, Gift produzierende Industrie. Vielfach wird auch heute noch das Umweltthema als ein Moralthema begriffen, und Moral kann man sich in der Krise nicht leisten. Diese Moraldiskussion geht von einem total negativen Menschenbild aus: die Menschen sind böse und durch Kontrollen muss diese Bosheit im Schach gehalten werden. Doch es geht nicht um Moral, sondern um Qualität. Produkte, sagt Braungart, die Menschen krank machen, sind einfach nur primitiv. Die Biomasse der Ameisen etwa auf der Erde ist etwa viermal größer als die Biomasse der Menschen und doch sind die Ameisen kein Umweltproblem, weil alle ihre Nährstoffe immer wieder in Kreisläufe gehen. Wenn die Menschen lernen, dass sie nützlich sein können anstatt weniger schädlich, kommen die Menschenrechte zurück, sagt Braungart. Ein erstaunlicher Ansatz. Denn wenn alle Stoffwechselprodukte der Menschen wieder Nährstoffe sind (entweder biologische Nährstoffe für alle Verschleißprodukte oder technische Nährstoffe für Gebrauchsgüter), dann könnte die Erde viel mehr Menschen menschenwürdig beherbergen. Er zeigt nun in diesem faszinierenden Buch, wie im Pionierland Schweiz, angefangen von Ciba Geigy, die nach der Sandoz-Katastrophe begannen, radikal umzudenken, begonnen wurde mit diesem Weg. Auch Firmen in Deutschland nutzen die cradle to cradle Philospohie, zum Beispiel der Textilhersteller Trigema mit seinem biologisch in einem halben Jahr abbaubaren T-Shirt, das er zudem noch in Deutschland produziert. Doch echte Innovation braucht die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen. Durch die zur Neige gehenden Rohstoffe ist das Zeitfenster relativ klein, sagt Braungart. Die Europäer haben weltweit das beste Industriedesign. Sie haben gute Ingenieurtechnik und sie haben nun auch durch diese Innovation die beste Kenntnis darüber, wie Dinge so gestaltet werden können, dass sie Nährstoffe für technische und biologische Kreisläufe werden. Es ist Zeit, die nächste industrielle Revolution in Gang zu setzen. |
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Klimakriege: Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird von Harald WelzerBroschiert von Fischer (Tb.), FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 7,96 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3596178630, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 2 |
4 Kundenrezensionen:Regt zum Nachdenken und diskutieren an und ist gewagt gedacht 5 von 5 PunktenÜber den Klimawandel haben wir viel naturwissenschaftliches gesehen, gelesen und gehört. Toll, dass die Industrie-Lobby so nachhaltig gewirkt hat und viele das Thema immer noch für eine Ente halten. Aber endlich beschäftigt sich die Soziologie mal mit der Thematik. Das Buch von Welzer ist nicht immer leicht zu lesen, wiederholt sich auch stellenwiese sehr oft. Und dass sein "Lieblingsthema" der Holocaust ist, kann auch hier keinen Moment bezweifelt werden. Trotz allem finde ich es ungemein interessant mit welcher Konsequenz der Brandbeschleuniger Klimawandel hier vor soziologischem Hintergrund besprochen wird. Endlich greift jemand Gewalt als Handlungsoption auf. Das kommt heutzutage bei der ganzen selbstzerstörerischen Gutmenschen-Träumerei gar nicht mehr vor. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass wir auf dem Weg den wir eingeschlagen haben in eine neue Barbarei abgleiten. Wer davor die Augen verschliesst und Leute wie Welzer als Spinner, Unwissenden oder Fachidioten abstempelt, hat den Kopf schon lange in den Sand gesteckt. Ein wichtige, ein sehr gutes, leider manchmal unstrukturiertes Buch, das aber Stoff für stundenlange Gespräche bieten sollte. Erkläre die Welt! 5 von 5 PunktenDieses Buch beschreibt an Beispielen dass "der Mensch" sich zum Überleben gewisse Realitäten schafft, die unter bestimmten Vorrausetzungen zu nicht kontrollierbaren Zuständen führen. Mitunter besonders representatives Aufzeigen von Misszuständen im Bewusstsein von Bevölkerungsgruppen die in den sogenannten westlichen Staaten leben. Die Ultimative Lösung: Allgemeinbildung!!! (Wobei großer Nachholebedarf auch bei Akademikern besteht wie mir scheint) Pflichtlektüre für alle, die Kinder haben und Kinder in die Welt setzen wollen ... 5 von 5 PunktenEine Aussage des Autors, die mich noch lange beschäftigen wird, ist, dass es nicht hilfreich ist, im dahinrasenden Zug in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, sondern den Zug erst einmal anzuhalten und somit Zeit zu gewinnen, neue Gedanken entstehen zu lassen, weil "alte" Denkschemata zur Bewältigung der anstehenden Probleme nicht ausreichen. Bloßer und populärer Aktionismus ändert schon gar nichts. ABER WER SOLL DEN ZUG ANHALTEN? Ich fühle mich nach dieser schweren, aber letztlich, wenn auch nicht immer verständlichen (eher wissentschaftlichen Fach-) Lektüre fast ohnmächtig und dankbar zugleich. Ich habe mein globales Weltbild erweitern können und kann nun besser mit meinem eigenen Handeln umgehen. Der Autor hat mir als Laien auf diesem Gebiet die Augen ein großes Stück weiter geöffnet. Meine größte Sorge ist die Zukunft meiner Kinder (23, 22 und 5 Jahre) und deren Kinder. Was kann ich Ihnen ob der schon lang gefühlten unsicheren Lage mit auf den Weg geben? Hatte ich bisher keine befriedigenden Antworten auf ihre und meine Fragen bezüglich der nächsten 50 - 100 Jahre, so hat Harald Welzer im wahrsten Sinne des Wortes eine "lebhafte" Diskussion in unserer Familie losgetreten. Für mich bietet der Inhalt weit mehr, als der Titel verspricht. Nicht mit komplizierten wirtschaftswissenschaftlichen und politischen Zusammenhängen wird das Verhalten der Menschen erklärt, sondern im einfachen Kampf ums nackte Überleben werden Veränderungen des menschlichen Handelns nachvollziehbar beschrieben. Besonders besorgniserregend ist für mich, wie schnell sich "Referenzrahmen" ändern können. Lassen Sie sich in den Bann dieses Buches ziehen, auch wenn es anfänglich schwierig ist, ganze Absätze aufgrund der Fremdworte zu verstehen. Sie wiederholen sich immer wieder und werden in anderen Zusammenhängen letztendlich doch klar und deutlich. Auch ohne Fremdwörterlexikon. Ich halte dieses Buch für eine Pflichtlektüre im Geschichts- und Sozialkundeunterricht ab dem 15./16. Lebensjahr und für alle die Kinder haben und Kinder in diese Welt setzen wollen. Klimakriege 4 von 5 PunktenSehr interessant! Wer nicht die Augen vor eventuellen Risiken der Zukunft verschließen will, sollte es lesen. |
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Schlachtfeld Erde: Klimakriege im 21. Jahrhundert von Gwynne DyerGebundene Ausgabe von Klett-CottaPreis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 18,94 ISBN: 360894611X, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Aufl. |
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Hurra, wir retten die Welt!: Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen von Dirk MaxeinerBroschiert von WjsPreis bei Amazon: EUR 14,90 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3937989633, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: aktualisierte Neuauflage. |
4 Kundenrezensionen:Informativ und gut geschrieben 5 von 5 PunktenSpannend, informativ und auch noch gut zu lesen. Dirk Maxheier zeigt, dass die Gewissheit, mit der die herrschende Klimaforschung ihre Thesen vertritt, oft auf Karriereinteressen beruht. Die 2010 aktualisierte Auflage nimmt als Beispiel dafür das sog. "Klimagate" an der Universität East Anglia. In Wirklichkeit ist vieles ungeklärt. Möglicherweise ist das Kohlendioxid nicht Verursacher der Klimawandels, sondern eine Folgeerscheinung. Doch egal, was die Ursache ist: in jedem Fall scheint es vernünftiger, sich auf den Wandel einzustellen, statt ihn bekämpften zu wollen. Nur, dass damit wesentlich weniger zu verdienen ist. Anders als in seinem späteren Buch "Frohe Botschaften" verzichtet Maxeiner hier weitgehend auf Polemik. Praktisch alle Weisheiten der Klimaforschung werden beleuchtet und kritisch hinterfragt. Eisbären, Überschwemmung, Kioto-Protokoll, Stürme - die wichtigsten Themen sind am Schluss in einem Register noch mal übersichtlich kurz zusammengefasst. Das Ganze wirkt überzeugend. Kaum vorstellbar, daß die einseitige Darstellung der "Klimakatastrophe" noch lange so weitergeht. Aber der Autor weist zurecht darauf hin, dass es sich dabei schon um eine fast religöse Bewegung handelt. Abstauber des Trends, scheint es 1 von 5 PunktenIch muss sagen, schon die Kurzbeschreibung des Maxeiner-Buches überzeugt nicht: (Was der Verlag sagt, darunter mein Kommentar.) Schreckensmeldungen: es sind Vorausmeldungen, um endlich einmal etwas weiter die Zukunft zu berücksichtigen als es gewöhnlich Politiker und Touropatouristen tun. Vereinfachte Schuldzuweisungen: stimmt auch nicht, alle ernstzunehmenden Klimaforscher etc. sprechen von der sehr komplizierten Lage sowohl der verursachenden Stoffe etc. als auch von dem komplizierten Geflecht der "Schuldigen". Daß Länder pauschal genannt werden, wie die USA, ist zudem doch berechtigt und nötig, da diese bisher am wenigstens dagegen tun wollten, aber die "Schlimmsten" sind (ja, ich weiß, andere nähern sich ihren Ziffern). Emotionale Aufladung: Die Leute müsssen bewegt werden; normalerweise reagiert ja heututage kaum jemand mehr auf irgendeine sogenannte Schreckensmeldung; hier geht es um die Zukunft und vor allem endlich mal um die Verantwortung für alle die, die noch nach uns kommen. Zyniker interessiert das natürlich nicht. Einerseits warnen Schlagzeilen und Meldungen vor einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe: Quatsch, niemand sagt, daß "die Katastrophe" the day after tomorrow da sei. Aber es handelt sich um einen relativ (!) schnellen Prozess, der je später desto schwieriger umgedreht oder "repariert" werden kann, wenn dann überhaupt noch. Hier erfindet Ihr Autor Umstände, auf die er dann locker entgegnen zu können glaubt. Andererseits verschwindet bei vielen Bürgern der Glaube an die katastrophalen Vorhersagen: dies einerseits/andererseits ist gar keine korrekte Gegenüberstellung. Und es ist falsch: die Anzahl de Leute, die die Klimaveränderungen, ihre Gründe und Folgen (nicht "glauben", wie Herr Maxeiner meint, sondern) verstehen, wächst. So ist die Erdtemperatur seit zehn Jahren nicht mehr weiter angestiegen: Glatte Erfindung von Herrn Max.; wer lässt denn eigentlich das Polareis im Norden tauen und schmeisst gigantische Eisberge in der Antarktis ins Meer? Er kann natürlich behaupten, daß die Berichte, wiss. Expeditionen, Satellitenaufnahmen etc. alle von dunklen Interessengruppen gefälscht und manipuliert worden sind. Gleichzeitig machen die internationalen Gremien der Klimaforscher durch Skandale und Manipulationen von sich reden: auch falsch. Es hat ein paar Fehler gegeben in Berechnungen, wie häufig oder immer bei zudem komplizierten Sachverhalten. Mitnichten gerät dadurch die Gesamtschau ins Wanken; es ist lediglich emotional aufgeladen manipulativ missbraucht worden, um Leuten wie Bush nachträglich Recht geben zu können. Dirk Maxeiner will seine Leser in die Lage versetzen, sich ein eigenes Bild von den Vorgängen in unserer Umwelt und Gesellschaft zu machen: [...] Humbug! Herr Maxeiner hat gesehen, daß Hunderte von Klimabüchern millionenfach verkauft werden, da ist ein sicherer Renner ein Gegenbuch, das einfach behauptet, alles sei ganz anderes, dien 97% Wissenschaftler, die die Klimaveränderungen bestätigen und ihre Konsequenzen, irren alle. Was Esther Vilar war für die Frauenbewegung, daß ist Herr Maxeiner (und sein Verlag) für die Umwelt- und Klima-"Bewegung". Dick absahnen, genügend Dumme oder urbane gleichgültige Schwachköpfe gibt es sicher, um das Gegenbuch zum Bestseller zu machen. Vor allem aber: Welche Interessen verbergen sich eigentlich hinter der Beschwörung der Katastrophe? Ja, ja, das ist nun wieder ganz linkstraditionell. Die Interessen, die Interessen. Die gibt es sicher, bei der Windturbinen-Maffia, bei den Solar Power Gangstern, bei den Öko-Terroristen. Ich arbeite in einem arm gehaltenen tropischen Land und sehe und erfahre und weiß, wie die zunehmenden Klimaveränderungen gerade hier die heftigsten Auswirkungen haben und haben werden: mehr Elend, mehr Hunger, weniger Gesundheit, weniger Erziehung, mehr Tote, mehr Abhängigkeit vom Global North. Daß dies anderen völlig egal ist, sie sich im Gegenteil darüber freuen, daß dank global warming länger auf der Zeil oder dem Kudamm im Straßencafé gesessen werden kann, muss man akzeptieren. Aber, liebe Sonnenfreunde und -freundinnen, wenn's ganz heiß wird, kommen wir, kommen sie alle und holen sich das Vorenthaltene selber und drehen Euch die Heizungen ab, trotz klimakatastrophal verursachter Eiszeit. Wider das moderne Dogma der "political correctness" 5 von 5 PunktenBei solchen vielfach abschätzig als "Enthüllungsbücher" bezeichneten Veröffentlichungen meint man, den brisanten Inhalt gegenüber den vielen etablierten und mit hohen Ämtern und beruhigenden Geldeinnahmen ausgestatteten Meinungsbildnern übergehen zu müssen, könnte dieser doch für sie gefährlich werden. So stürzt man sich einseitig und emsig bemüht auf die Form, die angeblich einem wissenschaftlichen Buch nicht angemessen sei und den Inhalt von da her schon desavouiere. Am vorliegenden Buch stimmt sowohl Form wie Inhalt. Es könnte alles andere als einen trockenen, mit möglichst vielen Fremdwörtern gelehrt und allein seligmachend daherkommenden Stil ertragen. Das wäre in der Tat das Beste, was den Gegnern passieren könnte: niemand würde das Buch lesen. Die Form ist im vorliegenden Buch geradezu ein Katalysator, um den Inhalt verständlich und verdaulich für den Leser zu machen. Man liest das Buch in einem Zug. Man spürt, da wird eine Aussage nicht mit irgendeiner ideologischen oder wirtschaftspolitischen Brille getroffen, da geht es dem Autor mit Leidenschaft und ungeachtet des zu erwartenden Gegenwindes um eines: Aufwachen aus dem Halbschlaf, in den uns vorgefertigte und litaneimäßig in den Medien verbreitete Meinungen versetzt haben und neu für sich die Verpflichtung und dann auch die Lust zu entdecken, den Dingen einmal vorbehaltlos und selbstverantwortlich auf den Grund zu gehen. Und man entdeckt auf einmal, daß nicht nur die im Buch angesprochenen Themen unser Erwachen nötig haben. Also: man muß das Buch unbedingt lesen. Und man wird dann bewußt nach den kleinen, meist versteckt gehandelten Meldungen in den Medien zu fahnden beginnen, um zu sehen, wie recht doch Dirk Maxeiner hat. Es würde den Rahmen der Rezension sprengen, zu erläutern, warum der Meeresspiegel nicht angestiegen ist, warum es heute mehr Eisbären als vor 50 Jahren gibt, warum Klima nicht gemacht werden kann, schon garnicht vom Menschen. All das erfährt man aber von ausgewiesenen Fachleuten und mindestens mit ebenso guten Argumenten belegt, wenn man nach einer so belebend-ernsthaften Lektüre (denn ich wüßte nicht, wie die landesweit üblichen Horrormeldungen sich jemals auf Menschen belebend auswirken könnten, leisten sie doch eher einem allgemeinen Fatalimus Vorschub)ein Auge für abweichende Meinungen bekommen hat. Denn mit denen lohnt sich dann eine aktive Auseinandersetzung, um der Wahrheit hinter vielen marktschreierisch angebotenen Dingen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Seltsame Gegenstimme 1 von 5 PunktenSchwaches Buch, das den Klimawandel für eine wissenschaftliche Verschwörung hält. Na klar, ist ja nicht so schlimm, wir müssen unseren Lebensstil nicht ändern, alles wird gut, die blöden Öko-Apostel jetzt wieder. Wer braucht so ein Buch, eigentlich niemand, es gibt viel solidere und bessere Literatur von Leute, die wirklich fundiertes Wissen besitzen. |
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Das Ende der Welt, wie wir sie kannten: Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie von Claus Leggewie, Harald WelzerGebundene Ausgabe von Fischer (S.), FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,00 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3100433114, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 3 |
4 Kundenrezensionen:Ausgezeichnet 5 von 5 PunktenSehr hübsch geschrieben! Ich hatte sowohl am Anfang, als auch am Ende und Tage danach den R.E.M.-Ohrwurm. Eine 5-Punkte-Empfehlung für alle, die darüber nachdenken, wie Gesellschaft gestaltbar ist. Übersicht über Klimafolgen und Denkanstöße für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit sowie eine Weiterentwicklung der Demokratie 4 von 5 PunktenWas uns fehlt ist eine Geschichte über den ökologischen Umgang mit Energie, die Aufbruchstimmung erweckt und nicht Verzicht proklamiert, zitieren Leggewie & Welzer den Züricher Umweltphysiker Dieter Imboden. Diese attraktive Geschichte soviel vorweg liefern die beiden Autoren nicht, sondern versorgen uns stattdessen mit einer komprimierten Zusammenstellung der Fakten zum drohenden Klimawandel und dessen mögliche Folgen. Das bedrohliche Zukunftsbild, das sie entwerfen, wird verschärft durch eine desillusionierende Diagnose der Leistungen unserer Demokratie: Parteienstaat und und repräsentative Demokratie erweisen sich demnach als ungeeignet, adäquat und mit dem nötigen Tempo den Herausforderungen zu begegnen. Die Diagnose ist nicht neu. Interessanter ist die Frage, welche Auswege uns Leggewie und Welzer weisen aus ihrem Katastrophenszenario, das sie mit der Zitierung einschlägiger Literatur zu belegen suchen. Bürger auf die Barrikaden lautet ihre Erfolgsformel, die sie peinlicher Weise von einem Vertreter des Arbeitskreises Neue soziale Marktwirtschaft entleihen müssen. Doch anders als dieser stellen sie sich eine APO 2.0 vor: ...ohne eine Renaissance der Protestkultur wird es angesichts unserer Gegenwarts- und Zukunftsprobleme nicht schnell genug mit den notwendigen Veränderungen gehen argumentieren sie und fordern eine Kulturrevolution des Alltags ebenfalls ein Begriff, der angesichts der Assoziationen mit Maos Terror ungute Gefühle erweckt. Könnte es sein, dass die beiden Autoren (Jahrgang 50 und 58) in ihrem Denken selbst einer kulturellen Tradition verhaftet sind, die es zu überwinden gilt? Ihre Formel, nur mehr Demokratie kann den Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft bringen, ist zwar zuzustimmen, ob aber tradierte Formen des Protestes dafür geeignet sind, wage ich zu bezweifeln. Dabei legen sie mit ihrem Hinweis auf die Nutzung der Weisheit der Vielen eine vielversprechende Spur: Bürger/innen sind, wie sie an vielen Beispielen zeigen, kompetenter als Politiker und Wissenschaftler meinen. Die Krise der Demokratie kann nur überwunden werden und die Herausforderungen des Klimawandels nur bewältigt werden, wenn wir Bürger/innen an einem gemeinschaftlichen Zukunftsdiskurs über die Gesellschaft, die wir wollen, beteiligen (Verfahren und Methoden: Burow 2000 Ich bin gut, wir sind besser: Erfolgsmodelle kreativer Gruppen). Und nicht nur das: Politik muss sich öffnen für neue Formen eingreifender Zukunftsgestaltung, die das Wissen und das Engagement der Vielen nutzen. Nicht mehr Wissen allein, fördert veränderte Haltungen, sondern dieses Wissen muss mit konkreten Praxisprojekten und neuen sozialen Demokratietechniken verbunden sein. Die fehlende Zukunftsgeschichte, über eine zukunftsfähige und lebenswerte Gesellschaft kann nur gemeinsam, mit allen Beteiligten entwickelt werden. Und dies geht nur in einem Wechsel von Aktion und Reflexion. Nur wenn die Beteiligten sich aus ihrer Ohnmachtshaltung befreien und die Kreuzchendemokratie so weiter entwickeln, dass sie Zukunftsgestaltung nicht deligieren, sondern selbst eingreifen, besteht auch eine Chance, dass die Wünsche der Vielen Wirklichkeit werden. Leggewie und Welzer zeigen, dass es bei der Bewältigung des Klimawandels um nichts weniger als die Erneuerung unserer in die Jahre gekommenen und erstarrten Demokratie geht. Fazit: Leggewie & Welzer liefern eine komprimierte Übersicht über Klimafolgen und Denkanstöße für eine Kultur der Nachhaltigkeit sowie für die Weiterentwicklung der Demokratie. Prof. Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel Ein Buch, das jeder haben sollte 4 von 5 PunktenDas Ende der Welt, wie wir sie kannten ... ist gar nicht so weit entfernt. Wenn man dieses Buch gelesen hat, weiß man, dass der Wandel unumkehrbar ist - aber auch, dass jeder etwas für einen Wandel im positiven Sinne tun kann! Auch wenn es sich nicht allzu leicht liest: dieses Buch MUSS man gelesen haben. Botschaft aus Wolkenkuckucksheim 1 von 5 PunktenDas Buch ist ein Musterbeispiel für en vogue esoterisches Geschwätz, das ohne relevante Fakten auf der Woge des Zeitgeistes daher schwimmt - eine Botschaft aus Wolkenkuckucksheim. |
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Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird von Harald WelzerGebundene Ausgabe von Fischer, S., Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 8,49 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3100894332, Erscheinungsdatum: April 2008, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:Regt zum Nachdenken und diskutieren an und ist gewagt gedacht 5 von 5 PunktenÜber den Klimawandel haben wir viel naturwissenschaftliches gesehen, gelesen und gehört. Toll, dass die Industrie-Lobby so nachhaltig gewirkt hat und viele das Thema immer noch für eine Ente halten. Aber endlich beschäftigt sich die Soziologie mal mit der Thematik. Das Buch von Welzer ist nicht immer leicht zu lesen, wiederholt sich auch stellenwiese sehr oft. Und dass sein "Lieblingsthema" der Holocaust ist, kann auch hier keinen Moment bezweifelt werden. Trotz allem finde ich es ungemein interessant mit welcher Konsequenz der Brandbeschleuniger Klimawandel hier vor soziologischem Hintergrund besprochen wird. Endlich greift jemand Gewalt als Handlungsoption auf. Das kommt heutzutage bei der ganzen selbstzerstörerischen Gutmenschen-Träumerei gar nicht mehr vor. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass wir auf dem Weg den wir eingeschlagen haben in eine neue Barbarei abgleiten. Wer davor die Augen verschliesst und Leute wie Welzer als Spinner, Unwissenden oder Fachidioten abstempelt, hat den Kopf schon lange in den Sand gesteckt. Ein wichtige, ein sehr gutes, leider manchmal unstrukturiertes Buch, das aber Stoff für stundenlange Gespräche bieten sollte. Erkläre die Welt! 5 von 5 PunktenDieses Buch beschreibt an Beispielen dass "der Mensch" sich zum Überleben gewisse Realitäten schafft, die unter bestimmten Vorrausetzungen zu nicht kontrollierbaren Zuständen führen. Mitunter besonders representatives Aufzeigen von Misszuständen im Bewusstsein von Bevölkerungsgruppen die in den sogenannten westlichen Staaten leben. Die Ultimative Lösung: Allgemeinbildung!!! (Wobei großer Nachholebedarf auch bei Akademikern besteht wie mir scheint) Pflichtlektüre für alle, die Kinder haben und Kinder in die Welt setzen wollen ... 5 von 5 PunktenEine Aussage des Autors, die mich noch lange beschäftigen wird, ist, dass es nicht hilfreich ist, im dahinrasenden Zug in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, sondern den Zug erst einmal anzuhalten und somit Zeit zu gewinnen, neue Gedanken entstehen zu lassen, weil "alte" Denkschemata zur Bewältigung der anstehenden Probleme nicht ausreichen. Bloßer und populärer Aktionismus ändert schon gar nichts. ABER WER SOLL DEN ZUG ANHALTEN? Ich fühle mich nach dieser schweren, aber letztlich, wenn auch nicht immer verständlichen (eher wissentschaftlichen Fach-) Lektüre fast ohnmächtig und dankbar zugleich. Ich habe mein globales Weltbild erweitern können und kann nun besser mit meinem eigenen Handeln umgehen. Der Autor hat mir als Laien auf diesem Gebiet die Augen ein großes Stück weiter geöffnet. Meine größte Sorge ist die Zukunft meiner Kinder (23, 22 und 5 Jahre) und deren Kinder. Was kann ich Ihnen ob der schon lang gefühlten unsicheren Lage mit auf den Weg geben? Hatte ich bisher keine befriedigenden Antworten auf ihre und meine Fragen bezüglich der nächsten 50 - 100 Jahre, so hat Harald Welzer im wahrsten Sinne des Wortes eine "lebhafte" Diskussion in unserer Familie losgetreten. Für mich bietet der Inhalt weit mehr, als der Titel verspricht. Nicht mit komplizierten wirtschaftswissenschaftlichen und politischen Zusammenhängen wird das Verhalten der Menschen erklärt, sondern im einfachen Kampf ums nackte Überleben werden Veränderungen des menschlichen Handelns nachvollziehbar beschrieben. Besonders besorgniserregend ist für mich, wie schnell sich "Referenzrahmen" ändern können. Lassen Sie sich in den Bann dieses Buches ziehen, auch wenn es anfänglich schwierig ist, ganze Absätze aufgrund der Fremdworte zu verstehen. Sie wiederholen sich immer wieder und werden in anderen Zusammenhängen letztendlich doch klar und deutlich. Auch ohne Fremdwörterlexikon. Ich halte dieses Buch für eine Pflichtlektüre im Geschichts- und Sozialkundeunterricht ab dem 15./16. Lebensjahr und für alle die Kinder haben und Kinder in diese Welt setzen wollen. Klimakriege 4 von 5 PunktenSehr interessant! Wer nicht die Augen vor eventuellen Risiken der Zukunft verschließen will, sollte es lesen. |
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Vorwärts zur Mäßigung: Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft von Hans-Christoph BinswangerBroschiert von Murmann Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 16,00, Angebote ab EUR 12,59 ISBN: 3867740720, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 2. |
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Wasserpolitik: Zur politischen Theorie, Praxis und Kritik globaler Governance (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) von Petra DobnerTaschenbuch von Suhrkamp VerlagPreis bei Amazon: EUR 14,00, Angebote ab EUR 7,50 ISBN: 3518295586, Erscheinungsdatum: Mai 2010, Auflage: Originalausgabe |
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Kompost-Toiletten: Sanitärtechnik ohne WasserGebundene Ausgabe von ÖkobuchPreis bei Amazon: EUR 29,90, Angebote ab EUR 24,80 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 393689616X, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: 1. Auflage. |
3 Kundenrezensionen:mehr als man bisher über Toiletten überhaupt wissen wollte 5 von 5 PunktenMeiner Ansicht nach ein Standardwerk über unsere Ausscheidungen! mit liebevoller Sachlichkeit werden Fäkalien analysiert und auf ihrem Lebensweg begleitet. Unser WC wird in den historischen Kontext eingebettet, seinen Siegeszug konnten frühe Mahner nicht aufhalten. Dieses Buch scheint geeignet, das Wasserklosett wieder in die Schranken zu weisen. Interessant und umfassend 5 von 5 PunktenIch habe mir dieses Buch angeschafft, um mir einen Überblick über die verschiedenen Typen der Komposttoiletten zu verschaffen, da ich eine Komposttoilette für den Garten suchte. Das Buch hat mir dabei sehr geholfen. Die verschiedenen Modelle werden sehr gut vorgestellt. Das Buch dokumentiert weiterhin Erfahrungen mit Komposttoiletten in verschiedenen Wohnungstypen. Sehr interessant! Natürlich kommt auch der Kompostierungsprozeß und die hygienischen Aspekte zur Sprache. Zu jedem Kapitel gibt es ein Literaturverzeichnis, zum Weiterlesen. Umfassend, verständlich, kompetent 5 von 5 PunktenEs gibt sicher nicht viele, die den Schritt weg vom WC wagen, aber für diejenigen, die es tatsächlich in Angriff nehmen wollen, ist in diesem Buch alles hervorragend zusammengefaßt und erläutert. Sehr gut allgemeinverständlich und dennoch nicht flach. Damit ist dem ÖKO-Buchverlag ein sehr gutes Kompendium gelungen, sehr praxisnah. |
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Lohas: Bewusst grün - alles über die neuen Lebenswelten von Eike Wenzel, Anja KirigGebundene Ausgabe von Redline VerlagPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3868810234, Erscheinungsdatum: März 2009 |
Eine Kundenrezension:Dieses Buch wird sicher Standardwerk, wenn nicht sogar Kult. 5 von 5 PunktenAls aktiver Lohas Berichterstatter (lohas-blog.de) bin ich ziemlich "im Thema" und kann deshalb ein Urteil abgeben: Das Buch ist dick und schwer - nicht ohne Grund, denn es hat alles zusammengetragen, was derzeit in Deutschland über Lohas bekannt ist. Geordnet nach modernen Themen, übersichtlich und für jeden leicht verständlich mit sehr viel Bezug zum real Life. Es eignet sich für Marketingleute und Firmengründer genauso, wie für private Verbraucher oder spirituelle Menschen, die allumfassend oder nur für ihren Lebensausschnitt wertvolle, sachliche und belegte Informationen mit sehr aktuellem Bezug suchen. Leicht, flüssig und wertschätzend geschrieben, wirkt es eher unterhaltend, niemals belehrend. Negative Kritikpunkte konnte ich keine finden! DM/Mai 2009 |
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