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Splitter von Sebastian Fitzek

Broschiert von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 7,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426503727, Erscheinungsdatum: August 2010
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.
Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen ? und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...

Splitter von Sebastian Fitzek ist ein Phänomen. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Berliner Autor seinem Leser von Anfang an keine Sekunde zur Erholung lässt. So hangelt man sich bei der Lektüre von Cliffhanger zu Cliffhanger. Die Enttäuschung kommt dann kurz vor Schluss ? an der Stelle nämlich, wo es um die Auflösung von Lucas? vermeintlicher Paranoia geht. Aber das letzte Kapitel, das als ?Nachklapp? zur ursprünglichen Geschichte angelegt ist, macht mit seinen überraschenden Irritationsmomenten dann alles wieder wett.

So ist Splitter alles in allem ein fulminanter, da rasanter und unwiderstehlich spannender Thriller geworden, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite immer wieder überrascht. - Stefan Kellerer
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ein Muss für Thrillerfans
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Inhalt

Marc Lucas hat alles verloren, was ihm in seinem Leben etwas bedeutet hat: seine Frau Sandra und sein ungeborenes Kind kamen bei einem Autounfall ums Leben, den er selbst verschuldet hat. Und ein Splitter im Nacken erinnert ihn ständig an dieses Unglück. Da er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, nimmt er Kontakt mit einer Klinik auf, die verspricht seine schlimmen Erinnerungen löschen zu können. Durch eine partielle Amnesie würden ihm nur die schönen Momente seines Lebens bleiben. Doch Marc lässt sich nicht so leicht überzeugen, bittet um Bedenkzeit und begibt sich auf den Weg nach Hause um noch eine Nacht darüber zu schlafen. Doch als er vor seiner Wohnungstür steht passt plötzlich sein Schlüssel nicht mehr, verwirrt klingelt er und ist zutiefst schockiert, als er sieht wer ihm die Tür öffnet: Seine verstorbene Frau. Doch damit nicht genug, denn Sandra scheint ihn nicht zu erkennen und jagt ihn fort. Verzweifelt macht sich Marc auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz, doch auch dort ist er niemanden bekannt. Als er sich wieder auf den Weg zur Klinik macht, findet er dort nur noch ein Loch in der Erde vor - und eine Frau, die ihm erklärt, dass er, genauso wie sie, Teil eines Psychoexperimentes geworden ist und in großer Gefahr schwebt...

Meinung

Als bekennender Fitzek-Fan war "Splitter" das einzige Buch von ihm, das ich bisher noch nicht gelesen hatte. Meine Erwartungshaltung war also entsprechend hoch, wurde dann aber sogar noch übertroffen! Nach "Der Seelenbrecher" zählt es mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingsbuch von ihm.

Das liegt einerseits natürlich an dem tollen Erzählstil von Sebastian Fitzek, dem man sich wie immer nicht entziehen kann. Mit unglaublicher Finesse wird man in das Leben von Marc Lucas hineingezogen, verliert sich genauso wie er, weiß nicht mehr was Realität ist und fiebert dem Ende und der Auflösung des Rätsels entgegen, obwohl man eigentlich gar nicht will dass es zu Ende geht. Genau das ist das, was mich an Sebastian Fitzeks Büchern so fasziniert: Einerseits haltet man beim Lesen die Spannung kaum aus, will dass sich alles klärt, andererseits hätte ich aber ruhig noch 400 weitere Seiten mit Marc Lucas durch sein Leben irren können.
Dass Fitzek in seinen Büchern auf seine vorangegangenen Werke anspielt ist ja nichts neues, aber was er in "Splitter" vollbracht hat, war selbst mir neu, denn "Splitter" enthält eine Anspielung auf den "Augensammler". Das Buch das ziemlich genau ein Jahr NACH "Splitter" veröffentlicht wurde! Das hat mich so unglaublich fasziniert und mitgerissen, dass ich diese Textpassage noch drei weitere Male gelesen habe, denn das bedeutet, dass er beim Schreiben von "Splitter" schon ein genaues Konzept vom Augensammler im Kopf hatte. Das beweist erneut die Genialität dieses Autors und ich habe mir vorgenommen alel seine Bücher nochmal zu lesen und noch genauer auf Anspielungen zu durchforsten.
Ein weiters beliebtes Mittel, um seine Leser noch mehr in die Handlung zu ziehen, sind E-Mail -und Internetadressen oder wie in diesem Fall eine Telefonnummer, die gezielt im Buch platziert werden. Da mir schon bekannt war, dass die erwähnten Internetseiten wirklich funktionieren, habe ich die Telefonnummer angerufen und war erstaunt, dass ich die gleiche Tonbandaufnahme zu hören bekam, wie Marc Lucas. Ich möchte an dieser Stelle mein großes Lob an Herrn Fitzek und auch an den Verlag Droemer Knaur aussprechen, denn solch geniale "Easter Eggs" habe ich bei Büchern - vor allem im deutschsprachigen Raum - noch nie erlebt. Hut ab!

Der Charakter Marc Lucas war sehr sympathisch und ich hatte Mitleid mit ihm, als ihm plötzlich quasi sein ganzen Leben geraubt wurde. Seine Verzweiflung und Hilflosigkeit wurden sehr überzeugend dargestellt und diese Gefühle haben sich beim Lesen sogar auf mich übertragen.

Zur Handlung möchte ich eigentlich nicht viel mehr verraten. "Splitter" ist jedenfalls ein genialer Psychothriller, der durchdacht und fesselnd bis zum Schluss ist. Wie bei allen Büchern von Sebastian Fitzek hatte ich bis zur Auflösung nicht die geringste Ahnung, wie es ausgehen könnte. Und das ist auch gut so, denn Krimis, bei denen man bereits nach der Hälfte des Buches weiß, wie es endet, gibt es ohnehin schon genug!

Fazit

Ein absolutes Muss für Thrillerfans, und die, die es noch werden wollen!
Realität oder Wahn?!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe Splitter quasi in einem Stück, ohne Unterbrechung, gelesen... und fand es echt spannend. Etwas Punktabzug gibt es, da ich mich manchmal echt verloren habe in der Handlung zwischen Realität & Wahn... - was aber nicht weiter schlimm war.
Übel, übel
1 Punkte 1 von 5 Punkten
"Haben Sie jemals eine Geschichte gehört und sich gewünscht, Sie hätten sie niemals erfahren?" fragt der Autor. Wenn nicht, das vorliegende Buch/Hörbuch ist so eine...
Anfangs wirklich fesselnd, später verwirrend, abschließend nur noch ärgerlich: Das ist "Splitter". Das Ende der Geschichte erinnert mich ein wenig an eine ehemalige Teilnehmerin aus meinem Kurzgeschichtenkurs. Sie schrieb hervorragend, nur ein guter Schluss fiel ihr nie ein. Letztendlich erschossen sich ihre Protagonisten immer.

Das Buchende scheint tatsächlich hände- und hirn(w)ringend entstanden zu sein. Etwa so glaubwürdig, als würde sich Scotty aus der Enterprise mal eben ins Geschehen beamen und sagen: "Ich bin dein Vater, Luke".

Tja, wie kann ich das jetzt erläutern, ohne den Inhalt zu verraten? Wird schwer... sagen wir es mal so: die intelligenten, an der Verschwörung beteiligten Köpfe hätten es leichter gehabt, ihr Vorhaben umzusetzen, indem sie zwei Personen heimlich abschotten, als nahezu ein ganzes Stadtviertel zu manipulieren... Schlicht und ergreifend unglaubwürdig, als würde man für einen geplanten Bankraub eine Anzeige in der Zeitung aufgeben, um einen Panzerknacker zu finden und danach die gesamte Leserschaft des Blättchens bis zur Tatausführung in den Tiefschlaf versetzen.

Im Nachwort äußert sich der Autor noch zu Kritiken. Er meint, er schreibt halt, was IHM gefallen würde. Gut, das ist ok und genau genommen auch lobenswert. Besser als sich einem Themendiktat zu beugen.

Verschwörungstheoretiker können hier jedenfalls noch eine Menge lernen.

Wegen des absolut unbefriedigenden Endes nur einen Stern, dabei war der Anfang vielversprechend. Wer realitätsnahe Unterhaltung sucht, ist hier wohl falsch. Wer nicht so einen Wert darauf legt, dem mag das Buch gefallen.

Für mich ist es leider eine Geschichte, die ich lieber nicht erfahren hätte.
Enttäuschend...
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Splitter war nun das dritte Buch ,was ich von Fitzek las.Die Story fand ich unspannend und an den Haaren herbei gezogen.Nicht eine Seite hat mich mitgerissen.Unbegreiflich,dass jemand diesem Buch 5 Sterne gibt! Seelenbrecher fand ich wirklich hervorragend,wobei mir dieses Buch eher als lieblos daher geschrieben vorkam.
Splitter
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Würdest du all deine schlechten und traumatischen Erinnerungen löschen wollen, um ein neues Leben beginnen zu können, wenn du die Möglichkeit dazu hättest? Oder glaubst du, dass all deine Erinnerungen, ob positiv oder negativ, dich zu dem Menschen machen, der du bist und dass die Löschung sämtlicher traumatischer Momente deines Lebens dein Dasein nicht mehr lebenswert macht?

Genau mit dieser Frage sieht sich Marc Lucas konfrontiert.
Durch einen tragischen Autounfall verliert er nicht nur seine Frau Sandra, sondern auch seinen ungeborenen Sohn. Marc gibt sich für den Unfall die Schuld, glaubt, dass er ihn hätte verhindern können. Seit dem Tag des Unglücks lebt Marc zurückgezogen in seiner eigenen Welt, schlägt sich durch sein Leben, ohne einen Augenblick des Alltags genießen zu können. Er geht Begegnungen mit seinen Freunden und Verwandten aus dem Weg, lebt nur noch für seinen Job als Streetworker in Berlin.
Eines Tages entdeckt Marc in einer Zeitschrift ein verlockendes Angebot; ein Exeperiment einer Berliner Klinik, in der der Probant "lernen [soll] zu vergessen". Dieser Versuch stellt für den traumatisierten Mann eine unglaubliche Möglichkeit dar, sein Leben endlich wieder glücklich und erfüllt zu machen. Er könnte den Tag des Unfalls vergessen, könnte aus seinem Gedächtnis löschen, dass er je mit Sandra, der Liebe seines Lebens, verheiratet war und könnte sich nur noch an die Momente seines bisherigen Lebens erinnern, die er selbst auswählt; ausgefüllte und besondere Situationen, die es wert sind, sich an sie zu erinnern.
Eigentlich begibt sich Marc nur in die Bleibtreu-Klinik um sich über das Verfahren des Amnesieexperiments zu informieren. Er ahnt jedoch nicht, dass dieser Besuch sein gesamtes Leben völlig auf den Kopf stellen wird und er schon bald nicht mehr die Gewissheit haben wird, ob er noch bei klarem verstand ist oder jemand ein böses Spiel mit ihm treibt.

'Splitter' entführt den Leser in eine Welt voller Intrigen und Gefahren. Die unvorhersehbaren Wendungen, die im Laufe des Buches immer dramatischer werden, gleichen einer Achterbahnfahrt und machen die Spannung schier unerträglich. Der Leser will endlich das Ende der Geschichte erfahren und alle Rätsel auflösen. Hinzu kommt die Gefühlswelt eines Protagonisten, die nicht nur spannend zu lesen ist, sondern auch einen tiefen Einblick in die Psyche eines Mannes gewährt, der verzweifelt und einsam ist.

Durch die detaillierte Recherche über psychische Krankheiten, die Sebastian Fitzek ohne Zweifel für seinen Roman getätigt haben muss, ist der Roman nicht nur rasant, sondern gleichzeitig auch horizonterweiternd und informativ geschrieben. Außerdem treiben die seelischen Krankheiten der einzelnen Figuren die Geschichte noch weiter voran und lassen den Leser ununterbrochen mitfiebern.

Neben ausführlichen Beschreibungen der Gefühle und Beweggründe des Protagonisten, die Empathie bewirken, baut der Autor zusätzlich Überraschungen für den Leser ein, die ihn noch mehr in die Geschichte miteinbeziehen und ihn noch mehr mit Marc mitfühlen lassen. Teils ist der Rezipient genauso verwirrt wie der Protagonist selbst, zweifelt daran, sich noch in der Realität zu befinden. Auch die detaillierten Schilderungen der Umgebung von Marc lassen den Leser noch mehr in die Welt Berlins eintauchen, sodass man förmlich das Gefühl erhält neben dem Protagonisten zu stehen und die Geschichte am eigenen Leib mitzuerleben.

Fazit: Sebastian Fitzek gelingt es eine gruselige, aufregende und überwältigende Atmosphäre zu schaffen und lässt dadurch den Leser in die Geschichte des Protagonisten miteintauchen. Dieses Einbeziehen macht 'Splitter' zu einem mitreißendem und einzigartigem Leseerlebnis. Volle Punktzahl!
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Produkt-Bild: Der Augensammler

Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Gebundene Ausgabe von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 9,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426198517, Erscheinungsdatum: Juni 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Der Augensammler

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der Augensammler ist sauer. Er fühlt sich von der Presse missverstanden. Schon das Etikett des Sammlers ist ihm nicht angemessen. Es stimmt: Der Augensammler tötet die Mütter, entführt die Kinder und gibt den Ermittlern die Chance, in etwas mehr als 45 Stunden seine Opfer zu finden, bevor er diesen ein Auge entfernt. Aber der Mörder will sich weniger als Sammler, sondern eher als Spieler verstehen.
Zum Spiel gehört auch der Reporter Alexander Zorbach, der einmal zur Polizei gehörte. Ihn sucht die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev auf, die aussagt, den Augensammler in Behandlung (und dabei Visionen) gehabt zu haben. Und so nimmt eine Geschichte ihren Lauf, in der der Ich-Erzähler Zorbach erkennen muss, dass er mehr zum Spielball geworden ist, als ihm in diesem tödlichen Duell lieb sein kann...
Seit seinem Roman Die Therapie gilt der in Berlin geborene Schriftsteller Sebastian Fitzek als einer der wichtigsten deutschen Autoren des Psychothrillers. Dabei hat man ihm von Anfang an vorwerfen können, dass seine Plots nicht immer ganz stringent und im Besonderen allzu konstruiert wirken. Auch beim Bestseller Splitter, der durchaus zu begeistern wusste, war das der Fall. Aber bei Splitter täuschte eine ungeheuer rasante Handlung über derartige Schwächen noch hinweg. Da gab es keinen überflüssigen Satz, im Gegenteil: Beizeiten hätte man sich als Leser vielleicht sogar die ein oder andere Passage, die ein oder andere Erklärung mehr gewünscht, um etwas zur Ruhe zu kommen
Bei Der Augensammler ist es genau umgekehrt: Hier ware man als Leser mehr als froh, wenn die Geschichte etwas schneller zur Sache käme. Dabei stimmt die Grundidee. Und trotzdem schleppt sich die Handlung und zieht sich hin. Es hilft alles nichts: 50 Seiten weniger hätten dem Augensammler mehr als gut getan. Hartgesottene Fitzek-Fans wird dies natürlich trotzdem nicht stören. -- Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zum Schluss!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hallo liebe Mitleser,

als ich durch Zufall an das Buch "Das Kind" kam ( Geschenk meiner Mutter) war ich eher skeptisch da ich kein begnadeter Leser bin ( fast 2 Jahre für 2 Bücher der dunkle Turm) habe ich das Buch angefangen zu lesen und war begeistert!
Daraufhin habe ich mir das Buch "Der Augensammler" gekauft und habe es regelrecht an ca 5 Tagen verschlungen und es ist fantastisch. Spannend bis zum Schluss ,klar es hat jeder eigene Meinung zu den Büchern aber wie gesagt mit diesem Buch können Sie nichts falsch machen wenn Sie auf Thriller mit spannenden Wendungen und unvorgehesenen Ereignissen stehen!
Der Schluss hat mich echt gepackt, also ein Buch zum Empfehlen und ich werde mir ein nächstes kaufen.

Viele Grüsse

Dominik Schmitt
Der Augensammler
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Meine Rezension:
Das Buch "Der Augensammler" von dem Autor Sebastian Fitzek zieht den Leser von Anfang an in seinen Bann. Das ganze Buch ist von der ersten bis letzten Seite spannend und man möchte einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt beim lesen sehr gut voran. Besonders gelungen und interessant finde ist, das die Seitenzahlen rückwärts laufen und das Buch mit dem Epilog beginnt. Dies hat mich zu Anfang etwas verwirrt und ich dachte schon dass das Buch falsch gebunden ist. Aber nachdem man dann das komplette Buch gelesen hat ergibt das alles einen Sinn.

Die Geschichte an sich ist in mehreren Kapiteln unterteilt. Hauptperson ist der Ex-Polizist Alexander Zorbach, der nach einem Traumatischen Erlebnis seinen Beruf gewechselt hat und nun für die Zeitung schreibt. Sobald die Geschichte von Ihm handelt, wird in der Ich-Form geschrieben.

Wenn von den anderen Charakteren geschrieben wird, ist der Schreibstil in Form einer geschriebenen Handlung. Es steht dann jeweils immer in der Kapitelüberschrift mit drin von welcher Person gerade geschrieben wird. So erhält man einen Überblick von allen Seiten, ohne das Informationen verloren gehen. Es ist dadurch auch sehr einfach eine Beziehung zu den einzelnen Personen auf zu bauen.

Der Autor versteht es sehr gut den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen, man versucht vergeblich dem Täter auf die Schliche zu kommen und wenn man denkt das Rätsel ist gelöst, kommt auch schon das Ende und man wird überrascht. Stück für Stück lüftet sich das Geheimnis um den Augensammler, bis man am Schluss die komplette Weite des Grauens erkennt. Bis zum Schluss ist dieser Psychothriller nervenzerreißend, spannend und maßlos direkt.

Es war mein erstes Buch von Fitzek, aber ich bin total begeistert davon. Die Weise, wie er den Leser in seinen Bann zieht versteht er richtig gut und man kommt nicht mehr von los. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand lesen und musste einfach wissen wie es weiter geht. Besonders beim Ende und damit der Auflösung wer der Augensammler ist war ich total geschockt. Aber am besten man liest das Buch selbst um zu erfahren, wie es Endet.

Fazit:
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Thriller-Fan, der Lust zum miträtseln hat und am Ende überrascht werden will. Ich kann das Buch nur empfehlen da es eine super spannende Geschichte ist und mich das Ende total gefesselt und überrascht hat. Die Geschichte verspricht "Nervenkitzel" pur.
WOW - was für ein Buch!! Wer Spannung liebt, kommt an diesem -und allen anderen Büchern von Sebastian Fitzek nicht vorbei
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jeder der dieses Buch zu lesen beginnen möchte, sollte gewarnt sein, denn dieses Buch legt man nicht so schnell wieder weg und auch danach lässt es einen eigentlich nicht mehr los. Ein total spannungsgeladener Thriller der unter die Haut geht. Wechselnde Sichtweisen in der Erzählweise schildern sogar die schreckliche Lage eines der entführten Kinder, wie es um sein Leben kämpft und hofft, dass das alles bloß ein Streich seiner Freunde ist. Dass bei diesem Buch richtig gut recherchiert wurde, wird vor allem an der Blinden Alina schnell klar, denn sie widerspricht so ziemlich allem, was man sonst von einer Blinden erwartet und macht sich so auch oft genug über die Vorurteile über Blinde lustig. Auch die andere Charaktere werden wunderbar realistisch beschrieben und wirken gleich sympatisch. Das ganze endet in einem schockierendem Abschluss, dass man einfach nur noch sprachlos ist. Man muss - ob man will oder nicht - weiter lesen.Keine Chance, das Buch aus der Hand zu legen.Immer wieder bin ich erstaunt, dass bei jedem Buch der Nervenkitzel noch erhöht wird. Fitzek ist ein begnadeter Schreiber, der es schafft die Leser immer wieder aufs neue in seinen Bann zu ziehen. Schade nur, dass es nun wieder eine Zeit dauert, bis ein neuer Titel erscheint. Der Augensammler hat mir bis jetzt als bestest Buch gefallen. Also los kauft euch die Bücher von ihm und dann viel Spass beim lesen.
Das Beste Buch bisher
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer Fitzek mag, wirs nicht enttäuscht sein. Für mich das bisher beste Buch von ihm. Wenn auch etwas weniger viel Tempo als Splitter oder Amokspiel, beklemmend und hoch spannend.
Eindringlicher Psychothriller mit einem düsteren Finale, das unter die Haut geht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Mutter ermordet, das Kind entführt. 45 Stunden Zeit, um es zu finden, bevor es von einem perfiden Serienmörder getötet und seines linken Auges beraubt wird. 45 Stunden Angst und Verzweiflung für den Vater, der die Trauer um seine Frau nicht an sich heranlassen darf, wenn er sein Kind lebend wiedersehen will.
Alexander Zorbach arbeitete als Polizeipsychologe, doch dann wird sein Leben von einem tragischen Unglücksfall überschattet. In Notwehr erschießt er eine psychisch kranke Frau, die ein Kind entführt hat. Von den Behörden freigesprochen, sah sich Zorbach jedoch außerstande seinen alten Beruf weiter auszuüben. Er wurde Journalist und bald berühmt für seine außergewöhnlichen Reportagen über Kriminalfälle. Auch im Fall des Augensammlers ist er involviert und als er, dank des Polizeifunks, zu einem neuen Tatort gerufen wird, ahnt er noch nicht, was in den kommenden Stunden auf ihn wartet. Denn plötzlich wird er selbst zum Hauptverdächtigen, als seine Brieftasche, die er erst kurz zuvor verzweifelt suchte, am Ort eines neuen Verbrechens des Augensammlers gefunden wird. Verzweifelt sucht Alexander Zorbach nach einer Lösung und flüchtet sich in sein geheimes Domizil auf einem abgelegenen See. Dort begegnet er zu seiner eigenen Überraschung der blinden Physiotherapeutin Alina Gregoriev, die behauptet in bestimmten Situationen in die Vergangenheit blicken zu können und den Augensammler erst vor kurzem behandelt zu haben. Damit beginnt für Alexander Zorbach ein wahrer Alptraum

Zugegeben, in der Charakterisierung seiner Hauptfiguren greift Sebastian Fitzek auf altbekannte Merkmale zurück und auch in diesem Fall ist Alexander Zorbach eine psychisch zerrüttete Gestalt, die zwar in ihrem Beruf erstaunliche Erfolge erzielt, aber emotional und sozial ausgebrannt ist. Doch gerade diese Eigenschaften, sowie die Schilderung der Ereignisse aus der Ich-Perspektive, stellen eine erzählerische Dichte zum Leser dar, der gar nicht anders kann, als mit Zorbach mitzufühlen. Natürlich ist es auch dieses Mal ein besonders perfider und intelligenter Serienmörder, der Fitzeks Heimatstadt Berlin zu seinem Revier auserkoren hat. Dass es die Hauptfigur außerdem mit einer blinden Physiotherapeutin zu tun bekommt, die außerdem die Gabe besitzt in die Vergangenheit zu blicken, macht das Setting nur noch interessanter und spannender, zumal Fitzek wieder einmal gewissenhaft und sorgfältig recherchierte. Sieht es zunächst noch so aus, als ob sich der Autor anfangs in Wiedersprüchen und Ungereimtheiten verrennen würde, so führen die einzelnen Fäden am Ende auf geradezu gespenstisch geniale Art und Weise zusammen. Man spürt bei jeder einzelnen Zeile das Herzblut des Autors, das in diese Geschichte miteingeflossen ist und der minimalistische Schreibstil, im Verbund mit den kurzen Kapiteln und dem gefälligen Schriftbild machen auch diesen Fitzek zum beispiellosen Pageturner. Der Roman besitzt eine geradezu mörderische Spannung und zerrt an den Nerven des Lesers, insbesondere bei den Szenen im Keller, wo Zorbach und Alina ein Opfer des Augensammlers finden, das eine unvorstellbare Folter a la Saw über sich ergehen lassen muss. Gekonnt gelingt es Sebastian Fitzek die Gefühle seiner Figuren zu schildern und dem Leser nahe zu bringen, der sich selbst im Todeskeller wähnt. Die rückwärts zählende Paginierung verdeutlicht das Ultimatum und zeugt von dem skurrilen Humor des Schriftstellers, der seinen Zenit noch lange nicht erreicht hat.
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Produkt-Bild: P. S. Ich töte dich: 13 Zehn-Minuten-Thriller

P. S. Ich töte dich: 13 Zehn-Minuten-Thriller

Gebundene Ausgabe von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 14,99

ISBN: 3426198975, Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Zoom ± Produkt-Bild: P. S. Ich töte dich: 13 Zehn-Minuten-Thriller
Produkt-Bild: Die Therapie

Die Therapie von Sebastian Fitzek

Taschenbuch von Knaur
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 2,73

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426633094, Erscheinungsdatum: Juni 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Die Therapie

5 Kundenrezensionen:

Tolles Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich hab "die Therapie" vor einigen Tagen geschenkt bekommen.
Bis dahin hatte ich von dem Schriftsteller und seinen anderen Büchern noch nichts gehört...aber schon nach wenigen Seiten wurde mir klar, dass ich mit Sicherheit auch diese lesen werde :)

Ich konnte es gar nciht mehr aus der Hand legen und war fast schon traurig als es zu Ende war.

Auf jeden Fall sehr empfehlenswert!!
Der beste Fitzek bislang....
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nachdem ich bereits fünf Fitzeks ("Der Seelenbrecher", "Amokspiel", "Die Therapie", "Das Kind" und "Splitter") gelesen habe, muss ich sagen, dass "Die Therapie" der bislang beste Psychothriller von ihm ist. Auch wenn die anderen oben genannten allesamt ihre eigene Dramaturgie und Erzähldynamik besitzen um den Leser ans Buch zu fesseln, so sticht doch "Die Therapie" als herausragend im Bereich des Psycho-Thrills heraus. Hervorragend (wie immer) geschrieben, exzellente und glaubwürdige Charaktere und ein Ende, das spannender und überraschender kaum sein kann. Ich hoffe Fitzek geht so bald nicht die Luft aus, denn dieser Autor hat mein Leserherz im Sturm erobert und ich fiebere den nächsten Titeln schon entgegen. Absolute Kaufempfehlung!!
Die Therapie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein wirklich spannendes Buch. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen, bis die letzte Seite erreicht war.
Sehr guter Psychothriller
4 Punkte 4 von 5 Punkten
...dieses Buch ist wirklich gelungen. Es schafft den Leser in die Irre zu treiben und ges geschickt aufzulösen. Spannung bis zum Schluss.
Zwischen Ahnen und Wissen liegen Leben und Tod
3 Punkte 3 von 5 Punkten

Für den dreiundvierzigjährigen bekannten Psychiater Victor Larenz (begegnet dem Leser noch einmal indirekt in Der Seelenbrecher)
bricht eine Welt zusammen als seine chronisch kranke, zwöfljährige Tochter Josy verschwindet. Noch Jahre später leidet er unter ihrem Verschwinden, flüchtet sich in Alkohol und ruiniert dadurch beinahe seine Ehe. Die Wende kommt, als die Zeitschrit BUNTE ihn um ein schriftliches Interview bittet. Larenz zieht sich in sein Ferienhaus auf der Insel Parkum zurück, um wieder zu sich zu finden. Da taucht plötzlich die Schriftstellerin Anna Spiegel bei ihm auf. Professor van Druisen, Larenz Nachfolger in dessen Praxis hat sie an seinen Vorgänger überwiesen, denn irgendwas stimmt nicht mit Anna. Sie weiß etwas, das mit Josys Verschwinden in Zusammenhang stehen könnte.

2006 erschien "Die Therapie", Sebastian Fitzeks Debutroman. Wieder einmal ein Buch, mit dem Prädikat Phsychthriller, dass dieses nicht verdient. Dieses Buch ist maximal eine Art Krimi oder Psycho, aber in anderer Hinsicht. Ich sage mit Absicht eine Art Krimi, denn es finden keine eigentlichen Ermittlungen statt.
Die Geschichte wird auf zwei Erzählebenen geschildert. Zum einen ist da Dr. Larenz in der Psychatrie, wie er die Geschichte seinem behandelnden Arzt erzählt, zum anderen die Geschichte selber, die Erzählung des Dr. Larenz. Diese beiden Ebenen wechseln sich immer wieder ab.
Einerseits ist dieses Buch wirklich sehr gut geschrieben. Die Geschichte packt einen, liest sich flüssig und spannend, man hat das Buch in einem Rutsch durch und kann es kaum zur Seite legen. Fitzek hat ein Talent seine Leser an die Geschichte und das Buch zu fesseln und sehr lebendig zu schreiben und zu beschreiben.

Achtung ab hier sind einige SPOILER enthalten.

Andererseits ist dieses Buch leider auch sehr vorhersehbar. Mir war schon nach wenigen Seiten klar was passiert ist und welches Syndrom und warum diese Ereignisse ins Rollen gebracht hat, mir war nur nicht klar, wer von den beiden Elternteilen der betroffene Täter war. Ich tippte auf den normalerweise betroffenen Elternteil.

Der Autor versucht diese Vorsehbarkeit zu kaschieren, indem er einen Trick anwendet, den meine Grundschullehrerin mir in der zweiten Klasse gab: Wenn Du nicht weißt, wie Du eine Geschichte auflösen kannst, dann lass es einfach ein Traum gewesen sein. Sebastion Fitzek verwendet die Fortgeschrittenenvariante des Traums: Die Psychose, mehr nicht. Das Ganze wird mit dem Zuckerguss zweier (leider auch sehr vorhersehbarer Wendungen) garniert.
Insgesamt hinterlässt das bei mir einen sehr schalen Nachgeschmack und ein leichtes Gefühl des betrogen worden seins. Man hat es sich hier meiner Meinung nach zu einfach gemacht, weil man vielleicht (wie Wolfgang Hohlbein es des Öfteren leider hat), ein Problem mit dem Schluss der Geschichte hatte.

Fazit: Gut und spannend geschrieben, hinterlässt aber aufgrund der oben genannten Gründe den schalen Nachgeschmack des betrogen worden seins.
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Produkt-Bild: Amokspiel

Amokspiel von Sebastian Fitzek

Broschiert von Knaur
Preis bei Amazon: EUR 8,99, Angebote ab EUR 5,98

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426637189, Erscheinungsdatum: April 2007, Auflage: 1. Auflage
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5 Kundenrezensionen:

Amokspiel
4 Punkte 4 von 5 Punkten
spannend und fesselnd geschrieben, nichtvorhersehbares Ende, kannte Sebastian Fitzek noch nicht, hat mir gefallen, werde mehr von ihm lesen
Unsagbar spannend!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch habe ich verschlungen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich las es in einem Zug durch. Die Geschichte ist fesselnd, spannend geschrieben und nimmt immer wieder unerwartete Wendungen an.
Dieser Psychothriller ist bis zum Schluss spannend, nervenzerreißend und fesselnd.
Sebastian Fitzek führt uns auf eine Reise in die menschlichen Psyche.
Sehr zum Empfehlen auch den Nachfolger: Der Augensammler, den ich gleich in Anschluss las.
Ich fand es sehr spannend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nach "Das Kind" und "Die Therapie" war dies nun das dritte Buch, welches ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Ich muss sagen, alle drei Werke sind bis auf's kleinste Detail durchdacht und gut konstruiert. Es gibt eigentlich keine Handlungsstränge, die jeder Logik entbehren würden.
Fitzek führt in "Amokspiel" interessante Charaktere ein, die Hauptperson natürlich wieder mit tragischer Vorgeschichte. Die Personen werden nicht Seite über Seite beschrieben und bis ins Letzte durchleuchtet, sondern alles, was über eine Person erzählt wird - wenn es auch nur nebenbei Erwähnung findet - wird geschickt in die gesamte Handlung, die eigentlich nie an Spannung verliert, eingeflochten. Es gibt auch in diesem Buch wieder einige überraschende Erkenntnisse und Wendungen, welche jedoch kein verzweifelter Versuch eines Autors sind Seiten zu füllen, sondern welche die Spannung durchaus noch erhöhen. Das Finale ist zwar etwas chaotisch, weil doch wieder viele Dinge zugleich geschehen, aber angesichts des Handlungsinhaltes (Geiselnahme in einem Radiosender), ist dieses Chaos zu verzeihen. Schließlich soll ja nicht alles wie geschmiert laufen.
superspanned
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer kennt die Bücher von Sebastian Fitzek nicht?! Wer eins gelesen hat, kauft auch die anderen und wird nicht enttäuscht! super
Spannend, nur das Ende etwas eigenartig
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Amokspiel" war mein viertes Buch von Fitzek. Ich fand es super spannend, mir gefiel die Geschichte und ihr Aufbau wirklich gut. Nur das Ende ist mir dann doch ein bisschen zu konfus vorgekommen und die letztendliche Wendung war dann irgendwie enttäuschend und auch ein wenig komisch. Ich hatte das Gefühl, das Ende war nicht ganz stimmig und ich hätte ein anderes Ende vorgezogen. Dennoch bekommt das Buch vier Sterne von mir weil Fitzek es wirklich schafft, die Spannung oben zu halten und ich das Buch relativ schnell durch gelesen habe. Ich fand zwar "Therapie" besser, stimmiger und spannender, aber auch "Amokspiel" ist es allemal wert, es zu lesen. Die Geschichte um die entführte Leonie und den Versuch ihres Verlobten, sie zu retten, wird spannend erzählt. Man leidet mit dem Geiselnehmer weil man seine Situation versteht und in gewissem Maße nachvollziehen kann. Auch der Charakter der Verhandlerin Ira ist einem sympathisch und man will wissen, wieso sie die Absicht verfolgt, sich umzubringen. Die Story um ihre zwei Töchter, von denen sich eine umgebracht hat und von denen die zweite dem Geiselnehmer in die Hände gefallen ist, war interessant. Die Charaktere, die Fitzek sich ausgedacht hat, sind nachvollziehbar, sympathisch und man hat das Gefühl, sie nach kurzer Zeit zu kennen. Ein bisschen enttäuscht war ich nur von der Wandlung um Iras Ex Götz. Auch finde ich, dass Fitzek zum Ende des Buches die Alkoholsucht von Ira ein bisschen runter spielt und so tut als sei es so einfach, die Finger vom Alkohol zu lassen und den Wunsch nach Selbstmord "abzuschalten". Ira bekämpft ihre Alkoholsucht mit Cola light Lemon. Vielleicht ein bisschen unrealistisch. Auch dass sie am Ende unbedingt noch eine neue Beziehung anfangen muss, fand ich irgendwie banal und auch unnötig. Aber dies sind nur kleine "Schönheitsfehler" in "Amokspiel", das mir ansonsten wirklich gut gefallen hat und mir ein paar spannende und schöne Lesestunden bereitet hat.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Das Kind

Das Kind von Sebastian Fitzek

Broschiert von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,19

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426637936, Erscheinungsdatum: März 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Das Kind

Aus der Amazon.de-Redaktion


Robert Stern wird in ein perfides Spiel hineingezogen: Zehn Jahre ist es her, dass sein Sohn an plötzlichem Kindstod starb. Jetzt erfährt er, dass er noch leben könnte, und gleichzeitig führt ihn ein mysteriöser Junge auf die Spur eines lange vergangenen Mordes...
Es ist ein typisches Fitzek-Setting: Ein einsames Industrieglände bei Nacht. Robert Stern, der erfolgreiche Anwalt, wartet in seiner Limousine auf eine Kontaktperson. Mit vielem hatte er gerechnet, nur nicht mit einem Zehnjährigen, der fest davon überzeugt ist, in seinem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Auf unheimliche Weise wird Stern schließlich von der Geschichte überzeugt - als ihn der Junge zu einer verwesten Leiche führt. Es soll nicht die einzige bleiben...
Fitzek hat mit dem Tod eines Kindes und dem damit verbundenen Trauma ein heikles Thema gewählt, das notwendigerweise einen schwierigen Balanceakt darstellt. Man muss Sebastian Fitzek Respekt zollen, dass er in seinem inzwischen dritten Roman diese Herausforderung gemeistert hat. Das Abgleiten ins Banale, klischeehafte Rollenzuweisungen und die serielle Produktion "großer Gefühle" vermag er zu vermeiden. Er setzt dagegen auf überzeugende Charaktere, hohes Tempo und nicht zuletzt eine gute Portion "Mystery", etwa wenn es um die "Rückführung" seines zehnjährigen Mandanten in sein früheres Leben geht. So jagt uns Sebastian Fitzek zusammen mit Robert Stern, der Freundin Carina und dem kleinen Simon durch die deutsche Hauptstadt und zeigt uns eine düstere Halbwelt jenseits der Machtzentralen, in der mit Missbrauch und Prostitution das große Geld gemacht wird.
Vom Taschenbuchautor ohne Namen hat es Fitzek in kürzester Zeit zum Publikumsautor und -liebling geschafft, für dessen Lesungen man inzwischen schon Karten reservieren muss. Das Kind ist ein rasanter, handwerklich gereifter Thriller, der neugierig darauf macht, was wir von dem jungen Autor noch erwarten dürfen! --Henrik Flor, Literaturtest
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5 Kundenrezensionen:

Reinkarnation?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch an sich ist spannend und die Geschichte ist gut. Auch wenn ich anfangs skeptisch war, als es scheinbar um Reinkarnation ging. Was mich allerdings etwas gestört hat war der teilweise apprupte Szenenwechsel und die teilweise doch nur oberflächlich dargestellten Charaktere und Orte. Das Buch war teilweise etwas verwirrend, sodass ich nochmal paar Sätze zurücklesen musste um zu begreifen was jetzt passiert war. Leider war es auch nicht immer der Fall, dass ich das dann danach wusste. Auch vom Ende des Buches war ich leicht enttäuscht. Trotzdem kann ich das Buch jedem weiterempfehlen.
Es gibt Besseres ...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
"Das Kind" ist nun der 3. Thriller, den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe.
Wie schon in den Büchern "Die Therapie" und "Der Seelenbrecher" schafft es der Autor, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Kurze Kapitel und rasante Szenenwechsel halten die Spannung. Allerdings empfand ich die Ereignisfolge zu dicht, zu temporeich und stellenweise recht unglaubwürdig. Fitzek's Fantasie ist wirklich unbeschreiblich, trotzdem werden in dieser Geschichte ziemlich viele Krimi-Klischees bedient, wobei die Handlung konstruiert und zusammengeschustert wirkt. Die Figuren bleiben auf der Strecke, sie erscheinen glanzlos und unfertig. Ich hatte keinerlei Vorstellung von den Personen, konnte mich nicht in sie hineinversetzen und ihre Verhaltensweisen nur zum Teil nachvollziehen. Meiner Meinung nach ist "Das Kind" solide Unterhaltung, die man nicht hinterfragen sollte, mit einem für den Autor typischen Ende, das zwar Einiges aufklärt, aber nicht alle Fragen beantwortet.
Road-Movie in Buchform
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nach Seelenberecher, von dem ich nicht so überzeugt war, habe ich nun das Kind soeben zu Ende gelesen und bin wieder begeistert von Fitzek. Fitzek ist nach wie vor für mich der alles überstrahlende Stern am deutschen Psycho-Thriller-Himmel. Er kann sich getrost mit amerikanischen, englischen und skandinavischen Kollegen messen lassen.

Zum Buch:
Robert Stern, dessen Leben beruflich zwar in überaus erfolgreichen Bahnen läuft, privat aber mit wenig Leben gefüllt ist, seit sein Sohn Felix vor 10 Jahren an plötzlichem Kindstot gestorben ist, soll einen neuen Mandanten vertreten: Der 10-jährige totkranke Simon glaubt die Wiedergeburt eines Mörders zu sein und führt Stern zu den jeweiligen Mordopfern. Als Stern dann eine grausame DVD zugespielt bekommt, aus der hervorgeht, dass sein Sohn Felix wahrscheinlich noch lebt, ist er mittendrin in einem grausamen Geflecht aus Gewalt, tiefen Abgründen und Korruption.

Das Buch ist fast wie ein Road-Movie. Fitzek lässt dem Leser nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Der Protagonist Stern rennt mit enormen Tempo von Pontius nach Pilatus - wird von Fitzek durch skurille Szenarien, grausame Schauplätze und Szenarien gejagt, und dass über 388 Seiten. Dem Leser wird nicht langweilig - auch die Aufklärung am Ende ist einleuchtend und gut durchdacht.

Wie schon gesagt, das Buch könnte auch eine Vorlage für ein Roadmovie sein: - man kann sich ihm nicht entziehen. Fitzek hat mit seinem Buch "Das Kind" alles richtig gemacht: Spannender und gut durchdachter Plot. Kleiner Kritikpunkt: Die Protagonisten - insbesondere Stern und Carina - hätten ein bisschen mehr Tiefgang in der Zeichnung ihrer Charaktere verdient - Fitzek hat dies vielleicht zugunsten des Tempos unterlassen.

Kleiner Nachtrag zum Autor: Habe kürzlich eine Lesung des Autors zum "Augensammler" besucht, die ich sehr unterhaltend fand.
Genauso, wie wir in unserem jetzigen Leben tausende von Träumen erleben,so ist auch unser jetziges Leben nur eines von Tausenden
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Bei diesem Thriller handelt es sich um eine spannende, misteriöse Geschichte, die gut geschrieben ist und sich flüssig liest. Empfehlenswert.
Spannung Pur bis zum Ende
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein klasse Buch, nur zu empfehlen!
Wenn ich könnte, würde ich es direkt noch einmal lesen.
Vorallem hatte ich, eine Vermutung wer die Stimme ist, aber ich lag vollkommen falsch. Dies ist bei seinen Büchern immer so, das es sich um eine Person handelt, an die man nie denken würde, das der oder die der Täter ist. Unbedingt kaufen. Einfach Klasse dieser Schriftsteller, bin gespannt wie der Augensammler ist. Viel Spass beim lesen.
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Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Audio CD von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Lübbe Audio)
Preis bei Amazon: EUR 13,97, Angebote ab EUR 9,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3785743688, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 2
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Der Augensammler ist sauer. Er fühlt sich von der Presse missverstanden. Schon das Etikett des Sammlers ist ihm nicht angemessen. Es stimmt: Der Augensammler tötet die Mütter, entführt die Kinder und gibt den Ermittlern die Chance, in etwas mehr als 45 Stunden seine Opfer zu finden, bevor er diesen ein Auge entfernt. Aber der Mörder will sich weniger als Sammler, sondern eher als Spieler verstehen.
Zum Spiel gehört auch der Reporter Alexander Zorbach, der einmal zur Polizei gehörte. Ihn sucht die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev auf, die aussagt, den Augensammler in Behandlung (und dabei Visionen) gehabt zu haben. Und so nimmt eine Geschichte ihren Lauf, in der der Ich-Erzähler Zorbach erkennen muss, dass er mehr zum Spielball geworden ist, als ihm in diesem tödlichen Duell lieb sein kann...
Seit seinem Roman Die Therapie gilt der in Berlin geborene Schriftsteller Sebastian Fitzek als einer der wichtigsten deutschen Autoren des Psychothrillers. Dabei hat man ihm von Anfang an vorwerfen können, dass seine Plots nicht immer ganz stringent und im Besonderen allzu konstruiert wirken. Auch beim Bestseller Splitter, der durchaus zu begeistern wusste, war das der Fall. Aber bei Splitter täuschte eine ungeheuer rasante Handlung über derartige Schwächen noch hinweg. Da gab es keinen überflüssigen Satz, im Gegenteil: Beizeiten hätte man sich als Leser vielleicht sogar die ein oder andere Passage, die ein oder andere Erklärung mehr gewünscht, um etwas zur Ruhe zu kommen
Bei Der Augensammler ist es genau umgekehrt: Hier ware man als Leser mehr als froh, wenn die Geschichte etwas schneller zur Sache käme. Dabei stimmt die Grundidee. Und trotzdem schleppt sich die Handlung und zieht sich hin. Es hilft alles nichts: 50 Seiten weniger hätten dem Augensammler mehr als gut getan. Hartgesottene Fitzek-Fans wird dies natürlich trotzdem nicht stören. -- Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zum Schluss!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hallo liebe Mitleser,

als ich durch Zufall an das Buch "Das Kind" kam ( Geschenk meiner Mutter) war ich eher skeptisch da ich kein begnadeter Leser bin ( fast 2 Jahre für 2 Bücher der dunkle Turm) habe ich das Buch angefangen zu lesen und war begeistert!
Daraufhin habe ich mir das Buch "Der Augensammler" gekauft und habe es regelrecht an ca 5 Tagen verschlungen und es ist fantastisch. Spannend bis zum Schluss ,klar es hat jeder eigene Meinung zu den Büchern aber wie gesagt mit diesem Buch können Sie nichts falsch machen wenn Sie auf Thriller mit spannenden Wendungen und unvorgehesenen Ereignissen stehen!
Der Schluss hat mich echt gepackt, also ein Buch zum Empfehlen und ich werde mir ein nächstes kaufen.

Viele Grüsse

Dominik Schmitt
Der Augensammler
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Meine Rezension:
Das Buch "Der Augensammler" von dem Autor Sebastian Fitzek zieht den Leser von Anfang an in seinen Bann. Das ganze Buch ist von der ersten bis letzten Seite spannend und man möchte einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt beim lesen sehr gut voran. Besonders gelungen und interessant finde ist, das die Seitenzahlen rückwärts laufen und das Buch mit dem Epilog beginnt. Dies hat mich zu Anfang etwas verwirrt und ich dachte schon dass das Buch falsch gebunden ist. Aber nachdem man dann das komplette Buch gelesen hat ergibt das alles einen Sinn.

Die Geschichte an sich ist in mehreren Kapiteln unterteilt. Hauptperson ist der Ex-Polizist Alexander Zorbach, der nach einem Traumatischen Erlebnis seinen Beruf gewechselt hat und nun für die Zeitung schreibt. Sobald die Geschichte von Ihm handelt, wird in der Ich-Form geschrieben.

Wenn von den anderen Charakteren geschrieben wird, ist der Schreibstil in Form einer geschriebenen Handlung. Es steht dann jeweils immer in der Kapitelüberschrift mit drin von welcher Person gerade geschrieben wird. So erhält man einen Überblick von allen Seiten, ohne das Informationen verloren gehen. Es ist dadurch auch sehr einfach eine Beziehung zu den einzelnen Personen auf zu bauen.

Der Autor versteht es sehr gut den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen, man versucht vergeblich dem Täter auf die Schliche zu kommen und wenn man denkt das Rätsel ist gelöst, kommt auch schon das Ende und man wird überrascht. Stück für Stück lüftet sich das Geheimnis um den Augensammler, bis man am Schluss die komplette Weite des Grauens erkennt. Bis zum Schluss ist dieser Psychothriller nervenzerreißend, spannend und maßlos direkt.

Es war mein erstes Buch von Fitzek, aber ich bin total begeistert davon. Die Weise, wie er den Leser in seinen Bann zieht versteht er richtig gut und man kommt nicht mehr von los. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand lesen und musste einfach wissen wie es weiter geht. Besonders beim Ende und damit der Auflösung wer der Augensammler ist war ich total geschockt. Aber am besten man liest das Buch selbst um zu erfahren, wie es Endet.

Fazit:
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Thriller-Fan, der Lust zum miträtseln hat und am Ende überrascht werden will. Ich kann das Buch nur empfehlen da es eine super spannende Geschichte ist und mich das Ende total gefesselt und überrascht hat. Die Geschichte verspricht "Nervenkitzel" pur.
WOW - was für ein Buch!! Wer Spannung liebt, kommt an diesem -und allen anderen Büchern von Sebastian Fitzek nicht vorbei
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jeder der dieses Buch zu lesen beginnen möchte, sollte gewarnt sein, denn dieses Buch legt man nicht so schnell wieder weg und auch danach lässt es einen eigentlich nicht mehr los. Ein total spannungsgeladener Thriller der unter die Haut geht. Wechselnde Sichtweisen in der Erzählweise schildern sogar die schreckliche Lage eines der entführten Kinder, wie es um sein Leben kämpft und hofft, dass das alles bloß ein Streich seiner Freunde ist. Dass bei diesem Buch richtig gut recherchiert wurde, wird vor allem an der Blinden Alina schnell klar, denn sie widerspricht so ziemlich allem, was man sonst von einer Blinden erwartet und macht sich so auch oft genug über die Vorurteile über Blinde lustig. Auch die andere Charaktere werden wunderbar realistisch beschrieben und wirken gleich sympatisch. Das ganze endet in einem schockierendem Abschluss, dass man einfach nur noch sprachlos ist. Man muss - ob man will oder nicht - weiter lesen.Keine Chance, das Buch aus der Hand zu legen.Immer wieder bin ich erstaunt, dass bei jedem Buch der Nervenkitzel noch erhöht wird. Fitzek ist ein begnadeter Schreiber, der es schafft die Leser immer wieder aufs neue in seinen Bann zu ziehen. Schade nur, dass es nun wieder eine Zeit dauert, bis ein neuer Titel erscheint. Der Augensammler hat mir bis jetzt als bestest Buch gefallen. Also los kauft euch die Bücher von ihm und dann viel Spass beim lesen.
Das Beste Buch bisher
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer Fitzek mag, wirs nicht enttäuscht sein. Für mich das bisher beste Buch von ihm. Wenn auch etwas weniger viel Tempo als Splitter oder Amokspiel, beklemmend und hoch spannend.
Eindringlicher Psychothriller mit einem düsteren Finale, das unter die Haut geht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Mutter ermordet, das Kind entführt. 45 Stunden Zeit, um es zu finden, bevor es von einem perfiden Serienmörder getötet und seines linken Auges beraubt wird. 45 Stunden Angst und Verzweiflung für den Vater, der die Trauer um seine Frau nicht an sich heranlassen darf, wenn er sein Kind lebend wiedersehen will.
Alexander Zorbach arbeitete als Polizeipsychologe, doch dann wird sein Leben von einem tragischen Unglücksfall überschattet. In Notwehr erschießt er eine psychisch kranke Frau, die ein Kind entführt hat. Von den Behörden freigesprochen, sah sich Zorbach jedoch außerstande seinen alten Beruf weiter auszuüben. Er wurde Journalist und bald berühmt für seine außergewöhnlichen Reportagen über Kriminalfälle. Auch im Fall des Augensammlers ist er involviert und als er, dank des Polizeifunks, zu einem neuen Tatort gerufen wird, ahnt er noch nicht, was in den kommenden Stunden auf ihn wartet. Denn plötzlich wird er selbst zum Hauptverdächtigen, als seine Brieftasche, die er erst kurz zuvor verzweifelt suchte, am Ort eines neuen Verbrechens des Augensammlers gefunden wird. Verzweifelt sucht Alexander Zorbach nach einer Lösung und flüchtet sich in sein geheimes Domizil auf einem abgelegenen See. Dort begegnet er zu seiner eigenen Überraschung der blinden Physiotherapeutin Alina Gregoriev, die behauptet in bestimmten Situationen in die Vergangenheit blicken zu können und den Augensammler erst vor kurzem behandelt zu haben. Damit beginnt für Alexander Zorbach ein wahrer Alptraum

Zugegeben, in der Charakterisierung seiner Hauptfiguren greift Sebastian Fitzek auf altbekannte Merkmale zurück und auch in diesem Fall ist Alexander Zorbach eine psychisch zerrüttete Gestalt, die zwar in ihrem Beruf erstaunliche Erfolge erzielt, aber emotional und sozial ausgebrannt ist. Doch gerade diese Eigenschaften, sowie die Schilderung der Ereignisse aus der Ich-Perspektive, stellen eine erzählerische Dichte zum Leser dar, der gar nicht anders kann, als mit Zorbach mitzufühlen. Natürlich ist es auch dieses Mal ein besonders perfider und intelligenter Serienmörder, der Fitzeks Heimatstadt Berlin zu seinem Revier auserkoren hat. Dass es die Hauptfigur außerdem mit einer blinden Physiotherapeutin zu tun bekommt, die außerdem die Gabe besitzt in die Vergangenheit zu blicken, macht das Setting nur noch interessanter und spannender, zumal Fitzek wieder einmal gewissenhaft und sorgfältig recherchierte. Sieht es zunächst noch so aus, als ob sich der Autor anfangs in Wiedersprüchen und Ungereimtheiten verrennen würde, so führen die einzelnen Fäden am Ende auf geradezu gespenstisch geniale Art und Weise zusammen. Man spürt bei jeder einzelnen Zeile das Herzblut des Autors, das in diese Geschichte miteingeflossen ist und der minimalistische Schreibstil, im Verbund mit den kurzen Kapiteln und dem gefälligen Schriftbild machen auch diesen Fitzek zum beispiellosen Pageturner. Der Roman besitzt eine geradezu mörderische Spannung und zerrt an den Nerven des Lesers, insbesondere bei den Szenen im Keller, wo Zorbach und Alina ein Opfer des Augensammlers finden, das eine unvorstellbare Folter a la Saw über sich ergehen lassen muss. Gekonnt gelingt es Sebastian Fitzek die Gefühle seiner Figuren zu schildern und dem Leser nahe zu bringen, der sich selbst im Todeskeller wähnt. Die rückwärts zählende Paginierung verdeutlicht das Ultimatum und zeugt von dem skurrilen Humor des Schriftstellers, der seinen Zenit noch lange nicht erreicht hat.
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Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Taschenbuch von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 8,99, Angebote ab EUR 2,49

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426637928, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Eine psychiatrische Klinik, durch einen Wintersturm von der Außenwelt abgeschnitten, beunruhigende Meldungen über einen Mann, der Frauen innerlich bricht, ein Protagonist, der die Erinnerung an sich und seine Vergangenheit verloren hat. Das sind die Zutaten zu Sebastian Fitzeks packendem neuen Thriller, der einmal mehr nichts für schwache Nerven ist.
Im Mittelpunkt des Romans steht "Caspar", ein junger Mann mit totaler Amnesie. Erst nach und nach lernt er sich selbst näher kennen. Dabei sind die Dinge, an die er sich erinnert, mindestens so unheimlich wie die Gegenwart, in der er nach einem Unfall in die einsam gelegene Klinik eingeliefert wird. Gibt es eine Verbindung zum "Seelenbrecher", und was eigentlich tut er seinen Opfern an, jungen Frauen, die über kurz oder lang nach der Begegnung sterben?
Jahre nach den Ereignissen in der Klinik recherchieren Studenten in einer Krankenakte, die Klarheit bringen soll. Angeleitet werden sie dabei von einem Professor, den ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint. Es dauert nicht lange, und die Studenten geraten in den Sog der unheimlichen Schilderungen.
In Rückblenden entfaltet Sebastian Fitzek seine Geschichte, die wie gemacht ist für eine filmische "Übersetzung". Dabei spielt er erneut seine Fähigkeiten aus, spannend zu erzählen und Fährten zu legen, denen der Leser vorsichtig folgt, um diese später wieder zu verwischen. Dabei zieht der Autor alle Register, die nötig sind für einen Psychoschocker der Extraklasse. Und in dem Moment, da alles klar zu sein scheint, setzt Fitzek zu einem furiosen Finale an...
Sebastian Fitzek, noch immer als Jungstar des Psychothrillers gehandelt, hat mit Der Seelenbrecher bereits sein viertes Buch vorgelegt. Mit den Vorgängerbänden Die Therapie oder zuletzt Das Kind hat er sich längst eine treue Fangemeinde gesichert -- die mit seinem neuen Band weiter wachsen dürfte. --Mathias Voigt, Literaturtest
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5 Kundenrezensionen:

Super Spannend bis zum Ende!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Also, zu dem Inhalt muss ich jawohl nix mehr sagen, die Inhaltsangabe gibnt es ziemlich genau wieder, ein wirklich fesselndes Buch, bis zum Ende, ich habe noch Nächtelang davon geträumt, wirklich Psychomässig, echt der Hammer. Nicht lesen, wenn es dunkel ist, meine Hose war danach immer nass...
Sehr guter Service
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich kann nur zum Kauf raten, dass Buch ist sehr gut und das Engagement des Verkäufers unschlagbar.
Mein erstes Fitzek Buch und sicher ....
5 Punkte 5 von 5 Punkten
... nicht das letzte.
Großartig inszenierter Plot, der sich flüssig lesen lest und mit allerlei Überraschungen auftrumphen kann. Der Ablauf, wie die Geschichte erzählt wird hat mir sehr gefallen. Zwei Studenten nehmen an einem Experiment teil, wo sie von einem Professor Tagebuchstücke bekommen die sie lesen müssen, die die eigentliche Story des Seelenbrecher erzählt. Ein Mix aus Gegenwart und Vergangenheiterzählung. Hervorragend umgesetzt.
Die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten und die Lösungen, auch was es mit gewissen Charakteren auf sich hat, erzeugen ein nettes Oh und Aha Effekt. Man würde nicht unbedingt drauf kommen.

Deutsche Thriller-Autoren scheinen kräftig aufzuholen.
5 Sterne für einen klasse Psychothriller!
Autsch...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Das ist für mich leider der Schlechteste von S.F. geworden.
Der Plot ist nicht wirklich so spannend wie die Vorgänger und es ist eigentlich schwierig,das Ende bzw. die Auflösung zu beurteilen,ohne zuviel zu verraten.
Ich versuche es trotzdem und wer den Roman nicht kennt,bitte nicht weiterlesen:
Das Ende stellt zumindest "Therapie" und die dortige Auflösung in Frage,weil es eigentlich so nicht sein kann und damit auch die ganze Handlung des Plots "Der seelenbrecher".
Und da Caspar im Folgeroman wieder auftaucht...
Entweder kann sich S.F. nicht mehr genau erinnern,was er im Erstling geschrieben hat oder es kommt noch ein ganz großer Knall.

Doch selbst dann ist "Der Seelenbrecher" eher unbefriedigend.
Schade.
Der Seelenbrecher-extrem fesselnd
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich glaube nicht, dass ich nochmal auf den Inhalt des Buches eingehen muss,da das ja schon einige Leser vor mir gemacht haben. Lieber würde ich gleich zu meiner Bewertung kommen.

Der Seelenbrecher ist das erste Buch, was ich von Sebastian Fitzek gelesen habe und ich werde mir sicher bald noch eins kaufen, da es einfach unglaublich spannend geschrieben ist.
Ich war im Urlaub und musste mich zusammenreißen, das Buch nicht in einem durchzulesen, sonst hätte ich auf dem Trockenen gesessen. Das klappte ganz gut, da die "Kaptitel" quasi nach den Minuten der verstrichenen Zeit benannt sind (ich weiß nicht,wie ich es besser erklären soll ;) )
Ich war gleich von der ersten Seite an gefesselt, da ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht und der Titel schon einiges versprach und das war auch richtig! Die Sache mit der Geschichte in der Geschichte macht alles noch viel interessanter und man knobelt eine lange Zeit rum, wer der Seelenbrecher sein könnte bis man sich irgendwann festlegt und dann zum guten Schluss doch eines unglaublich besseren belehrt wird!
Auch gut fand ich die Erklärung von Fitzek selber zum Schluss, da ich mich selber für Psychologie interessiere und die ganze Geschichte gut recherchiert und fundiert ist und es dadurch nochmal ein wenig verrückter, unglaublicher und spannender wird!
Ich hoffe diese Rezension trägt zum Kauf von irgendwem bei, weil ich dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen kann, der gerne Psychothriller liest!

Zum Schluss würde ich gerne noch die Rezensenten vor mir fragen, ob sie auch einen Post-it Zettel in ihrem Buch gefunden haben mit einer Internetadresse drauf?! Erst dacht ich, dass wäre so ein Kontaktaufnahmeversuch wie man es manchmal im Fernsehen sieht, wenn Menschen zu schüchtern sind, Leute die ihnen sympathisch sind, direkt anzusprechen...wie auch immer...später habe ich gemerkt, dass es mit dem Buch zusammenhängt und fänd es wirklich cool, wenn der Verlag in jedem Buch so einen Zettel versteckt hätte! ;)

Also kann ich nur sagen: KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN!
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Splitter von Sebastian Fitzek

Audio CD von Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Lübbe Audio)
Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 7,60

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3785742096, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 2
Zoom ± Produkt-Bild: Splitter

Aus der Amazon.de-Redaktion


Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.
Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen ? und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...

Splitter von Sebastian Fitzek ist ein Phänomen. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Berliner Autor seinem Leser von Anfang an keine Sekunde zur Erholung lässt. So hangelt man sich bei der Lektüre von Cliffhanger zu Cliffhanger. Die Enttäuschung kommt dann kurz vor Schluss ? an der Stelle nämlich, wo es um die Auflösung von Lucas? vermeintlicher Paranoia geht. Aber das letzte Kapitel, das als ?Nachklapp? zur ursprünglichen Geschichte angelegt ist, macht mit seinen überraschenden Irritationsmomenten dann alles wieder wett.

So ist Splitter alles in allem ein fulminanter, da rasanter und unwiderstehlich spannender Thriller geworden, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite immer wieder überrascht. - Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Ein Muss für Thrillerfans
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Inhalt

Marc Lucas hat alles verloren, was ihm in seinem Leben etwas bedeutet hat: seine Frau Sandra und sein ungeborenes Kind kamen bei einem Autounfall ums Leben, den er selbst verschuldet hat. Und ein Splitter im Nacken erinnert ihn ständig an dieses Unglück. Da er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, nimmt er Kontakt mit einer Klinik auf, die verspricht seine schlimmen Erinnerungen löschen zu können. Durch eine partielle Amnesie würden ihm nur die schönen Momente seines Lebens bleiben. Doch Marc lässt sich nicht so leicht überzeugen, bittet um Bedenkzeit und begibt sich auf den Weg nach Hause um noch eine Nacht darüber zu schlafen. Doch als er vor seiner Wohnungstür steht passt plötzlich sein Schlüssel nicht mehr, verwirrt klingelt er und ist zutiefst schockiert, als er sieht wer ihm die Tür öffnet: Seine verstorbene Frau. Doch damit nicht genug, denn Sandra scheint ihn nicht zu erkennen und jagt ihn fort. Verzweifelt macht sich Marc auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz, doch auch dort ist er niemanden bekannt. Als er sich wieder auf den Weg zur Klinik macht, findet er dort nur noch ein Loch in der Erde vor - und eine Frau, die ihm erklärt, dass er, genauso wie sie, Teil eines Psychoexperimentes geworden ist und in großer Gefahr schwebt...

Meinung

Als bekennender Fitzek-Fan war "Splitter" das einzige Buch von ihm, das ich bisher noch nicht gelesen hatte. Meine Erwartungshaltung war also entsprechend hoch, wurde dann aber sogar noch übertroffen! Nach "Der Seelenbrecher" zählt es mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingsbuch von ihm.

Das liegt einerseits natürlich an dem tollen Erzählstil von Sebastian Fitzek, dem man sich wie immer nicht entziehen kann. Mit unglaublicher Finesse wird man in das Leben von Marc Lucas hineingezogen, verliert sich genauso wie er, weiß nicht mehr was Realität ist und fiebert dem Ende und der Auflösung des Rätsels entgegen, obwohl man eigentlich gar nicht will dass es zu Ende geht. Genau das ist das, was mich an Sebastian Fitzeks Büchern so fasziniert: Einerseits haltet man beim Lesen die Spannung kaum aus, will dass sich alles klärt, andererseits hätte ich aber ruhig noch 400 weitere Seiten mit Marc Lucas durch sein Leben irren können.
Dass Fitzek in seinen Büchern auf seine vorangegangenen Werke anspielt ist ja nichts neues, aber was er in "Splitter" vollbracht hat, war selbst mir neu, denn "Splitter" enthält eine Anspielung auf den "Augensammler". Das Buch das ziemlich genau ein Jahr NACH "Splitter" veröffentlicht wurde! Das hat mich so unglaublich fasziniert und mitgerissen, dass ich diese Textpassage noch drei weitere Male gelesen habe, denn das bedeutet, dass er beim Schreiben von "Splitter" schon ein genaues Konzept vom Augensammler im Kopf hatte. Das beweist erneut die Genialität dieses Autors und ich habe mir vorgenommen alel seine Bücher nochmal zu lesen und noch genauer auf Anspielungen zu durchforsten.
Ein weiters beliebtes Mittel, um seine Leser noch mehr in die Handlung zu ziehen, sind E-Mail -und Internetadressen oder wie in diesem Fall eine Telefonnummer, die gezielt im Buch platziert werden. Da mir schon bekannt war, dass die erwähnten Internetseiten wirklich funktionieren, habe ich die Telefonnummer angerufen und war erstaunt, dass ich die gleiche Tonbandaufnahme zu hören bekam, wie Marc Lucas. Ich möchte an dieser Stelle mein großes Lob an Herrn Fitzek und auch an den Verlag Droemer Knaur aussprechen, denn solch geniale "Easter Eggs" habe ich bei Büchern - vor allem im deutschsprachigen Raum - noch nie erlebt. Hut ab!

Der Charakter Marc Lucas war sehr sympathisch und ich hatte Mitleid mit ihm, als ihm plötzlich quasi sein ganzen Leben geraubt wurde. Seine Verzweiflung und Hilflosigkeit wurden sehr überzeugend dargestellt und diese Gefühle haben sich beim Lesen sogar auf mich übertragen.

Zur Handlung möchte ich eigentlich nicht viel mehr verraten. "Splitter" ist jedenfalls ein genialer Psychothriller, der durchdacht und fesselnd bis zum Schluss ist. Wie bei allen Büchern von Sebastian Fitzek hatte ich bis zur Auflösung nicht die geringste Ahnung, wie es ausgehen könnte. Und das ist auch gut so, denn Krimis, bei denen man bereits nach der Hälfte des Buches weiß, wie es endet, gibt es ohnehin schon genug!

Fazit

Ein absolutes Muss für Thrillerfans, und die, die es noch werden wollen!
Realität oder Wahn?!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe Splitter quasi in einem Stück, ohne Unterbrechung, gelesen... und fand es echt spannend. Etwas Punktabzug gibt es, da ich mich manchmal echt verloren habe in der Handlung zwischen Realität & Wahn... - was aber nicht weiter schlimm war.
Übel, übel
1 Punkte 1 von 5 Punkten
"Haben Sie jemals eine Geschichte gehört und sich gewünscht, Sie hätten sie niemals erfahren?" fragt der Autor. Wenn nicht, das vorliegende Buch/Hörbuch ist so eine...
Anfangs wirklich fesselnd, später verwirrend, abschließend nur noch ärgerlich: Das ist "Splitter". Das Ende der Geschichte erinnert mich ein wenig an eine ehemalige Teilnehmerin aus meinem Kurzgeschichtenkurs. Sie schrieb hervorragend, nur ein guter Schluss fiel ihr nie ein. Letztendlich erschossen sich ihre Protagonisten immer.

Das Buchende scheint tatsächlich hände- und hirn(w)ringend entstanden zu sein. Etwa so glaubwürdig, als würde sich Scotty aus der Enterprise mal eben ins Geschehen beamen und sagen: "Ich bin dein Vater, Luke".

Tja, wie kann ich das jetzt erläutern, ohne den Inhalt zu verraten? Wird schwer... sagen wir es mal so: die intelligenten, an der Verschwörung beteiligten Köpfe hätten es leichter gehabt, ihr Vorhaben umzusetzen, indem sie zwei Personen heimlich abschotten, als nahezu ein ganzes Stadtviertel zu manipulieren... Schlicht und ergreifend unglaubwürdig, als würde man für einen geplanten Bankraub eine Anzeige in der Zeitung aufgeben, um einen Panzerknacker zu finden und danach die gesamte Leserschaft des Blättchens bis zur Tatausführung in den Tiefschlaf versetzen.

Im Nachwort äußert sich der Autor noch zu Kritiken. Er meint, er schreibt halt, was IHM gefallen würde. Gut, das ist ok und genau genommen auch lobenswert. Besser als sich einem Themendiktat zu beugen.

Verschwörungstheoretiker können hier jedenfalls noch eine Menge lernen.

Wegen des absolut unbefriedigenden Endes nur einen Stern, dabei war der Anfang vielversprechend. Wer realitätsnahe Unterhaltung sucht, ist hier wohl falsch. Wer nicht so einen Wert darauf legt, dem mag das Buch gefallen.

Für mich ist es leider eine Geschichte, die ich lieber nicht erfahren hätte.
Enttäuschend...
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Splitter war nun das dritte Buch ,was ich von Fitzek las.Die Story fand ich unspannend und an den Haaren herbei gezogen.Nicht eine Seite hat mich mitgerissen.Unbegreiflich,dass jemand diesem Buch 5 Sterne gibt! Seelenbrecher fand ich wirklich hervorragend,wobei mir dieses Buch eher als lieblos daher geschrieben vorkam.
Splitter
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Würdest du all deine schlechten und traumatischen Erinnerungen löschen wollen, um ein neues Leben beginnen zu können, wenn du die Möglichkeit dazu hättest? Oder glaubst du, dass all deine Erinnerungen, ob positiv oder negativ, dich zu dem Menschen machen, der du bist und dass die Löschung sämtlicher traumatischer Momente deines Lebens dein Dasein nicht mehr lebenswert macht?

Genau mit dieser Frage sieht sich Marc Lucas konfrontiert.
Durch einen tragischen Autounfall verliert er nicht nur seine Frau Sandra, sondern auch seinen ungeborenen Sohn. Marc gibt sich für den Unfall die Schuld, glaubt, dass er ihn hätte verhindern können. Seit dem Tag des Unglücks lebt Marc zurückgezogen in seiner eigenen Welt, schlägt sich durch sein Leben, ohne einen Augenblick des Alltags genießen zu können. Er geht Begegnungen mit seinen Freunden und Verwandten aus dem Weg, lebt nur noch für seinen Job als Streetworker in Berlin.
Eines Tages entdeckt Marc in einer Zeitschrift ein verlockendes Angebot; ein Exeperiment einer Berliner Klinik, in der der Probant "lernen [soll] zu vergessen". Dieser Versuch stellt für den traumatisierten Mann eine unglaubliche Möglichkeit dar, sein Leben endlich wieder glücklich und erfüllt zu machen. Er könnte den Tag des Unfalls vergessen, könnte aus seinem Gedächtnis löschen, dass er je mit Sandra, der Liebe seines Lebens, verheiratet war und könnte sich nur noch an die Momente seines bisherigen Lebens erinnern, die er selbst auswählt; ausgefüllte und besondere Situationen, die es wert sind, sich an sie zu erinnern.
Eigentlich begibt sich Marc nur in die Bleibtreu-Klinik um sich über das Verfahren des Amnesieexperiments zu informieren. Er ahnt jedoch nicht, dass dieser Besuch sein gesamtes Leben völlig auf den Kopf stellen wird und er schon bald nicht mehr die Gewissheit haben wird, ob er noch bei klarem verstand ist oder jemand ein böses Spiel mit ihm treibt.

'Splitter' entführt den Leser in eine Welt voller Intrigen und Gefahren. Die unvorhersehbaren Wendungen, die im Laufe des Buches immer dramatischer werden, gleichen einer Achterbahnfahrt und machen die Spannung schier unerträglich. Der Leser will endlich das Ende der Geschichte erfahren und alle Rätsel auflösen. Hinzu kommt die Gefühlswelt eines Protagonisten, die nicht nur spannend zu lesen ist, sondern auch einen tiefen Einblick in die Psyche eines Mannes gewährt, der verzweifelt und einsam ist.

Durch die detaillierte Recherche über psychische Krankheiten, die Sebastian Fitzek ohne Zweifel für seinen Roman getätigt haben muss, ist der Roman nicht nur rasant, sondern gleichzeitig auch horizonterweiternd und informativ geschrieben. Außerdem treiben die seelischen Krankheiten der einzelnen Figuren die Geschichte noch weiter voran und lassen den Leser ununterbrochen mitfiebern.

Neben ausführlichen Beschreibungen der Gefühle und Beweggründe des Protagonisten, die Empathie bewirken, baut der Autor zusätzlich Überraschungen für den Leser ein, die ihn noch mehr in die Geschichte miteinbeziehen und ihn noch mehr mit Marc mitfühlen lassen. Teils ist der Rezipient genauso verwirrt wie der Protagonist selbst, zweifelt daran, sich noch in der Realität zu befinden. Auch die detaillierten Schilderungen der Umgebung von Marc lassen den Leser noch mehr in die Welt Berlins eintauchen, sodass man förmlich das Gefühl erhält neben dem Protagonisten zu stehen und die Geschichte am eigenen Leib mitzuerleben.

Fazit: Sebastian Fitzek gelingt es eine gruselige, aufregende und überwältigende Atmosphäre zu schaffen und lässt dadurch den Leser in die Geschichte des Protagonisten miteintauchen. Dieses Einbeziehen macht 'Splitter' zu einem mitreißendem und einzigartigem Leseerlebnis. Volle Punktzahl!
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Produkt-Bild: Splitter: Psychothriller

Splitter: Psychothriller von Sebastian Fitzek

Gebundene Ausgabe von Droemer Knaur
Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 4,90

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426198479, Erscheinungsdatum: Juni 2009
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.
Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen ? und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...

Splitter von Sebastian Fitzek ist ein Phänomen. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Berliner Autor seinem Leser von Anfang an keine Sekunde zur Erholung lässt. So hangelt man sich bei der Lektüre von Cliffhanger zu Cliffhanger. Die Enttäuschung kommt dann kurz vor Schluss ? an der Stelle nämlich, wo es um die Auflösung von Lucas? vermeintlicher Paranoia geht. Aber das letzte Kapitel, das als ?Nachklapp? zur ursprünglichen Geschichte angelegt ist, macht mit seinen überraschenden Irritationsmomenten dann alles wieder wett.

So ist Splitter alles in allem ein fulminanter, da rasanter und unwiderstehlich spannender Thriller geworden, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite immer wieder überrascht. - Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Ein Muss für Thrillerfans
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Inhalt

Marc Lucas hat alles verloren, was ihm in seinem Leben etwas bedeutet hat: seine Frau Sandra und sein ungeborenes Kind kamen bei einem Autounfall ums Leben, den er selbst verschuldet hat. Und ein Splitter im Nacken erinnert ihn ständig an dieses Unglück. Da er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, nimmt er Kontakt mit einer Klinik auf, die verspricht seine schlimmen Erinnerungen löschen zu können. Durch eine partielle Amnesie würden ihm nur die schönen Momente seines Lebens bleiben. Doch Marc lässt sich nicht so leicht überzeugen, bittet um Bedenkzeit und begibt sich auf den Weg nach Hause um noch eine Nacht darüber zu schlafen. Doch als er vor seiner Wohnungstür steht passt plötzlich sein Schlüssel nicht mehr, verwirrt klingelt er und ist zutiefst schockiert, als er sieht wer ihm die Tür öffnet: Seine verstorbene Frau. Doch damit nicht genug, denn Sandra scheint ihn nicht zu erkennen und jagt ihn fort. Verzweifelt macht sich Marc auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz, doch auch dort ist er niemanden bekannt. Als er sich wieder auf den Weg zur Klinik macht, findet er dort nur noch ein Loch in der Erde vor - und eine Frau, die ihm erklärt, dass er, genauso wie sie, Teil eines Psychoexperimentes geworden ist und in großer Gefahr schwebt...

Meinung

Als bekennender Fitzek-Fan war "Splitter" das einzige Buch von ihm, das ich bisher noch nicht gelesen hatte. Meine Erwartungshaltung war also entsprechend hoch, wurde dann aber sogar noch übertroffen! Nach "Der Seelenbrecher" zählt es mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingsbuch von ihm.

Das liegt einerseits natürlich an dem tollen Erzählstil von Sebastian Fitzek, dem man sich wie immer nicht entziehen kann. Mit unglaublicher Finesse wird man in das Leben von Marc Lucas hineingezogen, verliert sich genauso wie er, weiß nicht mehr was Realität ist und fiebert dem Ende und der Auflösung des Rätsels entgegen, obwohl man eigentlich gar nicht will dass es zu Ende geht. Genau das ist das, was mich an Sebastian Fitzeks Büchern so fasziniert: Einerseits haltet man beim Lesen die Spannung kaum aus, will dass sich alles klärt, andererseits hätte ich aber ruhig noch 400 weitere Seiten mit Marc Lucas durch sein Leben irren können.
Dass Fitzek in seinen Büchern auf seine vorangegangenen Werke anspielt ist ja nichts neues, aber was er in "Splitter" vollbracht hat, war selbst mir neu, denn "Splitter" enthält eine Anspielung auf den "Augensammler". Das Buch das ziemlich genau ein Jahr NACH "Splitter" veröffentlicht wurde! Das hat mich so unglaublich fasziniert und mitgerissen, dass ich diese Textpassage noch drei weitere Male gelesen habe, denn das bedeutet, dass er beim Schreiben von "Splitter" schon ein genaues Konzept vom Augensammler im Kopf hatte. Das beweist erneut die Genialität dieses Autors und ich habe mir vorgenommen alel seine Bücher nochmal zu lesen und noch genauer auf Anspielungen zu durchforsten.
Ein weiters beliebtes Mittel, um seine Leser noch mehr in die Handlung zu ziehen, sind E-Mail -und Internetadressen oder wie in diesem Fall eine Telefonnummer, die gezielt im Buch platziert werden. Da mir schon bekannt war, dass die erwähnten Internetseiten wirklich funktionieren, habe ich die Telefonnummer angerufen und war erstaunt, dass ich die gleiche Tonbandaufnahme zu hören bekam, wie Marc Lucas. Ich möchte an dieser Stelle mein großes Lob an Herrn Fitzek und auch an den Verlag Droemer Knaur aussprechen, denn solch geniale "Easter Eggs" habe ich bei Büchern - vor allem im deutschsprachigen Raum - noch nie erlebt. Hut ab!

Der Charakter Marc Lucas war sehr sympathisch und ich hatte Mitleid mit ihm, als ihm plötzlich quasi sein ganzen Leben geraubt wurde. Seine Verzweiflung und Hilflosigkeit wurden sehr überzeugend dargestellt und diese Gefühle haben sich beim Lesen sogar auf mich übertragen.

Zur Handlung möchte ich eigentlich nicht viel mehr verraten. "Splitter" ist jedenfalls ein genialer Psychothriller, der durchdacht und fesselnd bis zum Schluss ist. Wie bei allen Büchern von Sebastian Fitzek hatte ich bis zur Auflösung nicht die geringste Ahnung, wie es ausgehen könnte. Und das ist auch gut so, denn Krimis, bei denen man bereits nach der Hälfte des Buches weiß, wie es endet, gibt es ohnehin schon genug!

Fazit

Ein absolutes Muss für Thrillerfans, und die, die es noch werden wollen!
Realität oder Wahn?!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe Splitter quasi in einem Stück, ohne Unterbrechung, gelesen... und fand es echt spannend. Etwas Punktabzug gibt es, da ich mich manchmal echt verloren habe in der Handlung zwischen Realität & Wahn... - was aber nicht weiter schlimm war.
Übel, übel
1 Punkte 1 von 5 Punkten
"Haben Sie jemals eine Geschichte gehört und sich gewünscht, Sie hätten sie niemals erfahren?" fragt der Autor. Wenn nicht, das vorliegende Buch/Hörbuch ist so eine...
Anfangs wirklich fesselnd, später verwirrend, abschließend nur noch ärgerlich: Das ist "Splitter". Das Ende der Geschichte erinnert mich ein wenig an eine ehemalige Teilnehmerin aus meinem Kurzgeschichtenkurs. Sie schrieb hervorragend, nur ein guter Schluss fiel ihr nie ein. Letztendlich erschossen sich ihre Protagonisten immer.

Das Buchende scheint tatsächlich hände- und hirn(w)ringend entstanden zu sein. Etwa so glaubwürdig, als würde sich Scotty aus der Enterprise mal eben ins Geschehen beamen und sagen: "Ich bin dein Vater, Luke".

Tja, wie kann ich das jetzt erläutern, ohne den Inhalt zu verraten? Wird schwer... sagen wir es mal so: die intelligenten, an der Verschwörung beteiligten Köpfe hätten es leichter gehabt, ihr Vorhaben umzusetzen, indem sie zwei Personen heimlich abschotten, als nahezu ein ganzes Stadtviertel zu manipulieren... Schlicht und ergreifend unglaubwürdig, als würde man für einen geplanten Bankraub eine Anzeige in der Zeitung aufgeben, um einen Panzerknacker zu finden und danach die gesamte Leserschaft des Blättchens bis zur Tatausführung in den Tiefschlaf versetzen.

Im Nachwort äußert sich der Autor noch zu Kritiken. Er meint, er schreibt halt, was IHM gefallen würde. Gut, das ist ok und genau genommen auch lobenswert. Besser als sich einem Themendiktat zu beugen.

Verschwörungstheoretiker können hier jedenfalls noch eine Menge lernen.

Wegen des absolut unbefriedigenden Endes nur einen Stern, dabei war der Anfang vielversprechend. Wer realitätsnahe Unterhaltung sucht, ist hier wohl falsch. Wer nicht so einen Wert darauf legt, dem mag das Buch gefallen.

Für mich ist es leider eine Geschichte, die ich lieber nicht erfahren hätte.
Enttäuschend...
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Splitter war nun das dritte Buch ,was ich von Fitzek las.Die Story fand ich unspannend und an den Haaren herbei gezogen.Nicht eine Seite hat mich mitgerissen.Unbegreiflich,dass jemand diesem Buch 5 Sterne gibt! Seelenbrecher fand ich wirklich hervorragend,wobei mir dieses Buch eher als lieblos daher geschrieben vorkam.
Splitter
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Würdest du all deine schlechten und traumatischen Erinnerungen löschen wollen, um ein neues Leben beginnen zu können, wenn du die Möglichkeit dazu hättest? Oder glaubst du, dass all deine Erinnerungen, ob positiv oder negativ, dich zu dem Menschen machen, der du bist und dass die Löschung sämtlicher traumatischer Momente deines Lebens dein Dasein nicht mehr lebenswert macht?

Genau mit dieser Frage sieht sich Marc Lucas konfrontiert.
Durch einen tragischen Autounfall verliert er nicht nur seine Frau Sandra, sondern auch seinen ungeborenen Sohn. Marc gibt sich für den Unfall die Schuld, glaubt, dass er ihn hätte verhindern können. Seit dem Tag des Unglücks lebt Marc zurückgezogen in seiner eigenen Welt, schlägt sich durch sein Leben, ohne einen Augenblick des Alltags genießen zu können. Er geht Begegnungen mit seinen Freunden und Verwandten aus dem Weg, lebt nur noch für seinen Job als Streetworker in Berlin.
Eines Tages entdeckt Marc in einer Zeitschrift ein verlockendes Angebot; ein Exeperiment einer Berliner Klinik, in der der Probant "lernen [soll] zu vergessen". Dieser Versuch stellt für den traumatisierten Mann eine unglaubliche Möglichkeit dar, sein Leben endlich wieder glücklich und erfüllt zu machen. Er könnte den Tag des Unfalls vergessen, könnte aus seinem Gedächtnis löschen, dass er je mit Sandra, der Liebe seines Lebens, verheiratet war und könnte sich nur noch an die Momente seines bisherigen Lebens erinnern, die er selbst auswählt; ausgefüllte und besondere Situationen, die es wert sind, sich an sie zu erinnern.
Eigentlich begibt sich Marc nur in die Bleibtreu-Klinik um sich über das Verfahren des Amnesieexperiments zu informieren. Er ahnt jedoch nicht, dass dieser Besuch sein gesamtes Leben völlig auf den Kopf stellen wird und er schon bald nicht mehr die Gewissheit haben wird, ob er noch bei klarem verstand ist oder jemand ein böses Spiel mit ihm treibt.

'Splitter' entführt den Leser in eine Welt voller Intrigen und Gefahren. Die unvorhersehbaren Wendungen, die im Laufe des Buches immer dramatischer werden, gleichen einer Achterbahnfahrt und machen die Spannung schier unerträglich. Der Leser will endlich das Ende der Geschichte erfahren und alle Rätsel auflösen. Hinzu kommt die Gefühlswelt eines Protagonisten, die nicht nur spannend zu lesen ist, sondern auch einen tiefen Einblick in die Psyche eines Mannes gewährt, der verzweifelt und einsam ist.

Durch die detaillierte Recherche über psychische Krankheiten, die Sebastian Fitzek ohne Zweifel für seinen Roman getätigt haben muss, ist der Roman nicht nur rasant, sondern gleichzeitig auch horizonterweiternd und informativ geschrieben. Außerdem treiben die seelischen Krankheiten der einzelnen Figuren die Geschichte noch weiter voran und lassen den Leser ununterbrochen mitfiebern.

Neben ausführlichen Beschreibungen der Gefühle und Beweggründe des Protagonisten, die Empathie bewirken, baut der Autor zusätzlich Überraschungen für den Leser ein, die ihn noch mehr in die Geschichte miteinbeziehen und ihn noch mehr mit Marc mitfühlen lassen. Teils ist der Rezipient genauso verwirrt wie der Protagonist selbst, zweifelt daran, sich noch in der Realität zu befinden. Auch die detaillierten Schilderungen der Umgebung von Marc lassen den Leser noch mehr in die Welt Berlins eintauchen, sodass man förmlich das Gefühl erhält neben dem Protagonisten zu stehen und die Geschichte am eigenen Leib mitzuerleben.

Fazit: Sebastian Fitzek gelingt es eine gruselige, aufregende und überwältigende Atmosphäre zu schaffen und lässt dadurch den Leser in die Geschichte des Protagonisten miteintauchen. Dieses Einbeziehen macht 'Splitter' zu einem mitreißendem und einzigartigem Leseerlebnis. Volle Punktzahl!
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