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Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert von Guido Knopp, Stefan Brauburger, Peter ArensGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 20,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570009424, Erscheinungsdatum: November 2008 |
3 Kundenrezensionen:Zehn Epochen deutscher Geschichte - spannend und hochwertig verpackt 5 von 5 PunktenUnter der Federführung von Professor Guido Knopp ist dieses aufwändig illustrierte und optisch sowie inhaltlich hochwertige Begleitbuch zum gleichnamigen aktuellen ZDF-Dokumentations-Mehrteiler "Die Deutschen" entstanden, was aber ohne Frage auch als ein eigenständiges Standardwerk angesehen werden kann. Dabei hat sich das Autorentrio - neben Knopp noch Stefan Brauburger und Peter Arens - zehn historische Persönlichkeiten, die für ihre Zeit, deren Denken und die Entwicklung der deutschen Nation gewissermaßen repräsentativ waren, herausgegriffen, um den Bogen zu spannen über die über zehn Jahrhunderte reichende Geschichte der Deutschen. Was am Buch besonders erfreut, ist die angenehm leichte Lesbarkeit, die ihm zugrunde liegt - ohne auf vertiefende historische Darstellungen zu verzichten. Hier bewahrheitet sich der Ausspruch, dass Geschichte niemals nur langweiliges, aneinander gereihtes Faktenwissen ist. Vielmehr ist ein abwechslungsreiches, vielfarbiges und ungemein faszinierendes Gesamtporträt dieser "verspäteten Nation" entstanden - ein Kaleidoskop, welches die wechselhafte und von allerlei tiefgreifenden politischen sowie sozialen Zerrüttungen und Konflikten geprägte Geschichte des "Täusche-Volks", wie die Deutschen einmal von ihrem eigenen Philosophen - Friedrich Nietzsche - umschrieben wurden, widerspiegelt und nachempfinden lässt. Die Epochen im Einzelnen: - Otto und das Reich - Heinrich und der Papst - Barbarossa und das Kaisertum - Luther und die Nation - Wallenstein und der Krieg - Preußens Friedrich und die Kaiserin - Napoleon und die Deutschen - Robert Blum und die Revolution (Anm.: Mitglied der Paulskirchenversammlung 1848) - Bismarck und das Deutsche Reich - Wilhelm und die Welt [ergänzt wird der Band durch Knopps Abriss zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer] Im Ganzen ist ein sehr, sehr schöner und zudem opulent ausgestatteter Geschichtsband herausgegeben worden, der dem breitgefächerten historischen Fundus der Deutschen gerecht wird und darüber hinaus Lust macht, die Geschichte der eigenen Nation zu entdecken. Ich kann dieses Buch jedem geschichtlich Interessierten nur wärmstens weiterempfehlen - vor allem auch als Geschenk eignet sich dieser Prachtband meiner Ansicht nach hervorragend! Von mir gibt es summa summarum die verdiente Höchstpunktzahl. Tolles Buch zur Serie! 5 von 5 PunktenMit "Die Deutschen" erscheint nun das Begleitbuch zur neuen ZDF-Serie. Unter der bewährten Federführung von Guido Knopp und Stefan Brauburger aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte führt das Werk auf 448 Seiten in einer sehr schönen Ausstattung durch fast 1000 Jahre deutscher Geschichte. Begleitet wird der Text durchgehend von einer Vielzahl erstklassiger Abbildungen. Es handelt sich allerdings nicht um ein "klassisches" Geschichtsbuch. Vielmehr beschreiben die Autoren am Beispiel von 10 historischen Persönlichkeiten besonders interssante und prägende Abschnitte der deutschen Geschichte. Besonders befasst sich das Buch mit der Identitätsfindung der Deutschen. Das Buch ist ideal zur Vertiefung der Inhalte aus der Fernsehserie geeignet. Schön auch für historisch Interessierte oder auch als ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle Bibliophilen. Fazit: Ein tolles Buch zum Einstieg in die Geschichte "der Deutschen". Klare Kaufempfehlung! zum Nachlesen 5 von 5 PunktenDas Buch bildet eine schöne Ergänzung zu den Fernsehfilmen, die im ZDF ausgestrahlt werden. Es ist aber auch ohne die Filme gesehen zu haben ein gutes Geschichtsbuch. Der Inhalt der 10 Filme wird hier nochmal ausführlicher vertieft, mit vielen Abbildungen und einigen Karten. In hervorgehobenen Kästen werden Themen kurz schwerpunktmäßig erklärt, z.B. die Fugger, die Königswahl usw. Für Schüler zu ausführlich, für Studenten zu knapp, aber für Lehrer und Geschichtsinteressierte eine reine Freude! |
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Unsere Besten von Guido Knopp, Peter ArensGebundene Ausgabe von EconPreis bei Amazon: EUR 3,99, Angebote ab EUR 0,60 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3430155215, Erscheinungsdatum: November 2003, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionGoethe und Gottschalk, Luther und Lagerfeld, Beethoven und Bohlen: Sie alle gehören zu den "100 größten Deutschen". Zumindest nach Ansicht des ZDF und seiner Zuschauer. Die nämlich haben im Sommer und Herbst 2003 in einer großen Aktion jene Landsleute gekürt, die sich in den letzten Jahrhunderten bis in die jüngste Gegenwart durch herausragende Leistungen, besonderen Erfindergeist oder charakterliche Stärke verdient gemacht haben. Eine bunte Mischung ist dabei herausgekommen, eine große Fernsehshow -- und auch ein Buch, in dem die ZDF-Haushistoriker Guido Knopp und Peter Arens die Biografien der "100 größten Deutschen" noch einmal zum Nachlesen zusammengefasst haben. Jeder Kandidat wird mit einem großformatigen Porträtbild sowie mit einem zweiseitigen Kurzlebenslauf vorgestellt: Staatsmänner, Wissenschaftler, Schriftsteller, Sportler und Sänger. Die Texte sind pointiert geschrieben und streifen die wichtigsten Stationen und Leistungen im Leben der Betreffenden. Natürlich gehen die Beschreibungen angesichts des knappen Umfangs nicht allzu sehr in die Tiefe. Trotzdem verraten sie oft mehr über eine Person als ein Lexikonartikel, weil sie nicht nur Fakten aneinander reihen, sondern auch kleine vielsagende Geschichten erzählen oder Einschätzungen enthalten. Über eine Bewertung der Auswahl kann man getrost streiten. Hat es Heino wirklich verdient, in einer Reihe zu stehen mit Alexander von Humboldt oder Hildegard von Bingen? Ja, meinen die Autoren im Vorwort: "Wir wollten Debatten, wollten demokratische Vielfalt statt Einvernehmen und Konformität." Dieses Ziel hat das ZDF erreicht, wenngleich die Pop- und Boulevardkultur natürlich tiefe Spuren in der Liste der "Besten" hinterlassen hat. Im Buch tauchen die 100 Persönlichkeiten übrigens in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer wirklich würdig ist, sich zu den Besten der Besten, den Top Ten, zu zählen, wollte das ZDF seinen Zuschauern überlassen -- und jeder Leser kann das beim Durchblättern dieses Buches noch einmal für sich selbst entscheiden. --Christoph Peerenboom 5 Kundenrezensionen:Ziemlich schlecht 1 von 5 PunktenMan braucht nicht unbedingt drüber zu streiten, warum beispielsweise Bohlen, Becker, Beuys drin sind und weshalb beispielsweise Büchner nicht. Erst mal ist die Umfrage nicht repräsentativ durchgeführt worden, zweitens würde sich im Abstand von einem halben Jahr wahrscheinlich der Inhalt erheblich ändern; eigentlich spiegelt das Buch zum grossen Teil eher Beliebtheit als Qualität. Aber ich finde, es ist einfach schlecht geschrieben, und sogar in diesen kurzen Texten sind faktische Fehler zu finden. Die 100 größten Deutschen? 3 von 5 PunktenDas Buch porträtiert unser 100 wichtigsten Persönlichkeiten.Sie haben alle Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist: eine Nation der Dichter und Denker, Staatsmänner und Sportidole. Allgemeinbildung muss nicht trocken sein 5 von 5 PunktenMit diesem Buch ist es dem Autoren wunderbar gelungen dem Leser Allgemeinbildung auf angenehme Weise nahe zu bringen. Die 100 "besten" Persönlichkeiten deutscher Zeitgeschichte werden vorgestellt und deren Werk und Wirken kurz beschrieben. Zwar mag sich jeder Leser auch seine ganz persönliche Hitliste zusammenstellen, doch unter dem Stichwort "Allgemeinbildung" ist das Buch besonders vor dem Hintergrund der Pisa-Studie eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Unsere Besten ? 2 von 5 PunktenAuf Jeden Fall ist diese Auflistung unserer Besten Deutschen nicht unbedingt repräsentativ! Immerhin Fehlen solche Persönlichkeiten wie Schiller unter den Top 100. Dafür taucht ein gewisser Daniel Küblböck auf Rang 17 auf. Armes Deutschland. Was hat dieser Mensch geleistet? Nun ja, immerhin hat er unser Niveau stark nach unten gesungen und ist somit eine Schande für unser Land - und gehört sicherlich zu den Top 10 von "Unsere Schlechtesten". Wär doch ein tolles Sendeformat für RTL 2, oder? Top zur Weiterbildung! 5 von 5 PunktenVor dem Hintergrund der Pisa-Studie wird es wirklich langsam Zeit, Allgemeinbildung unterhaltsamer zu gestalten und für breitere Schichten zugänglicher zu machen. Das Buch ist der erste Schritt in die richtige Richtung! Das Buch ist unterhaltsam und informativ und müsste IMHO umfangreicher sein, lol:-) |
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Kampf um Germanien. Die Schlacht im Teutoburger Wald von Peter ArensGebundene Ausgabe von Eichborn Verlag (der Verlag mit der Fliege)Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3821873132, Erscheinungsdatum: Dezember 2008, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Hervorragende Wiedergabe der Varus-Schlacht 5 von 5 PunktenDie Redaktion "Geschichte" des ZDF's ist bekannt dafür dass sie es versteht, Historie einem breiten Publikum gut aufbereitet rüberzubringen. Sei es durch TV-Dokumentationen oder im gleichen Zuge auch in Buchform. Hier legt Peter Arens mit diesem Buch eine grandiose Darbietung der Varus-Schlacht auf gerademal 200 Seiten dar. Wenn man bedenkt, wie dünn die Quellenlage an antiker Literatur ist, und dass der Ort der Varus-Schlacht lange Zeit nie sicher festgestellt werden konnte, ist es schon erstaunlich, wie gut die Geschichtswissenschaften diese Schlacht rekonstruieren konnten. Klar, wenn man dieses Buch liest, wird klar, dass manche Punkte dieser Geschichte gemutmaßt werden müssen (was hat Arminius in der römischen Gefangenschaft erlebt, welche Motivation hatte Arminius Rom, das im Zenith seiner Macht stand, die Stirn zu bieten, warum Varus die Warnungen im Vorfeld de Schlacht in den Wind schlug). Aber wie schon zu Beginn gesagt, die Quellenlage ist sehr dünn und lange Zeit war der Schlachtort nicht bekannt. Auch die in den 80er-Jahren als Schlachtort vermutete Kalkrieser-Niewedder-Senke wird von vielen Skeptikern angezweifelt. Aber es spricht viel dafür, dass Kalkrieser-Niewedder-Senke das Schlachtfeld war. Allein schon die Funde an Münzen, Waffen, Alltagsgegenständen und Knochen sprechen dafür. Interessant ist die römische Gesichtsmaske, die auch auf dem Buchumschlag abgebildet ist, die als der wohl spektakulärste Fund von Kalkrise gelten kann und der Schlacht ein "Gesicht" gibt. Die Varus-Schlacht muss auch als Wendepunkt in der römischen Geschichte gesehen werden. Weitere Expansionen Roms tiefer nach Germanien blieben aus. Stattdessen zementiere Rom seine Grenzen an Rhein, Donau und dem Limes. Germanien war doch zu unheimlich mit seinen Wäldern, Sümpfen und den unbeugsamen Einwohnern. Ausserdem sah Rom keinen Nutzen darin, Legionen in Germanien zu verschleißen, aber keinerlei wirtschaftlichen Nutzen daraus zu ziehen. Es ist schon interessant zu überlegen, wie die Geschichte Europas verlaufen wäre, wenn das gesamte Germanien römisch geworden wäre. Wahrscheinlich wäre wie in Gallien die germanische Kultur und Sprache stark germanisiert worden. Interessant ist auch der Verweis auf das Nibelungenlied. Welcher ware Kern steckt in der Sage? Ist Siegfried der legendäre Arminius? Steht der Drache für die römische Legionen die Arminius besiegte? Ob diese Fragen geklärt werden können, ist ungewiss. Aber auch hier spricht vieles dafür. Schon allein, dass wir eigentlich nicht den wahren Namen des cheruskischen Herrführers kennen. Arminius ist die römische Bezeichnung, und Herrmann, diese Bezeichnung wurde ihm erst in der Neuzeit verpasst. Wenn mann berücksichtigt, dass die Herrführer der Cherusker häufig die Silbe Sig- oder Sieg- in Ihren Namen trugen, scheint es schon wahrscheinlich das Arminius mit wahrem Namen Siefried hieß. Aber wie gesagt, vollständig geklärt, wird dies wohl nicht werden. Auch die Nachbetrachtung von Peter Arens, wie die Varus-Schlacht, seit Wiederentdeckung der GERMANIA von Tacitus im 15. Jahrhundert von den Deutschen "verarbeitet" wurde, ist lesenswert. Sei es in Kunst und Kultur oder in der Politik, Arminius musste oftmals als "Urvater" einer germanischen / deutschen Freiheits- und Einheitsbewegung herhalten. Gegen Frankreich im 19. Jahrhundert wurde Arminius propagandistisch eingesetzt. Auch während der Nazi-Zeit wurde Arminius als Reinhalter "deutschen Blutes" hervorgehoben. Erst jetzt wird eine nüchtern, sachliche Diskussion in den Geschichtswissenschaften möglich. Zusammengefasst, dieses Buch ist ein Lesevergnügen. Keine langatmige Studie über zig hunderte von Seiten. Daher spreche ich für dieses Buch eine Kaufempfehlung aus. |
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Sturm über Europa: Die Völkerwanderung. Das Buch zur Serie im ZDF von Peter ArensTaschenbuch von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 2,24 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548364519, Erscheinungsdatum: Juli 2003, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDie Kimbern und Teutonen waren um 120 vor unserer Zeitrechnung die ersten Germanen, die ihre nordische Heimat verließen und sich in Richtung Süden aufmachten. In den nachfolgenden Jahrhunderten kam es zu immer mächtigeren Wanderungsbewegungen germanischer Stämme, die das Gesicht Europas nachhaltig veränderten. Im 5. Jahrhundert wurde das Römische Reich von Goten, Franken und Vandalen, denen die Hunnen im Nacken saßen, zum Einsturz gebracht. Europa erhielt ein germanisches Gepräge: Unter dem Ostgoten Theoderich erlebte Rom eine neue kulturelle Blüte, in Spanien herrschten die Westgoten, selbst in Nordafrika errichtete mit den Vandalen ein germanischer Stamm seine Herrschaft. Und die Krönung des Frankenkönigs Karl (der Große) zum römischen Kaiser im Jahr 800 gilt bis heute als die Geburtsstunde des modernen Europas. Peter Arens, Leiter der ZDF-Redaktion für Geschichte und Gesellschaft, hat mit Sturm über Europa ein flüssig geschriebenes Buch über die germanische Völkerwanderung vorgelegt. Eine Epoche, über die -- gemessen an ihrer Bedeutung -- auch ansonsten historisch Interessierte oft überraschend, ja erschreckend wenig wissen. Das Buch ist auf der Grundlage des parallel zu seinem Erscheinen angelaufenen und mit vielen Action-Szenen aufwändig produzierten gleichnamigen Fernsehvierteilers von Christian Feyerabend und Christian Twente entstanden, für den Peter Arens redaktionell verantwortlich zeichnet. Er konnte sich deshalb auf profunde und wissenschaftlich gut abgesicherte Recherchen stützen. Diese freilich wollen literarisch erst einmal bezwungen sein -- ein Verdienst, das sich der Autor durchaus ans Revers stecken darf. Dies werden ihm sicherlich nicht nur die Geschichtslehrer danken, sondern auch die Schüler, die den zu erwartenden (und vom Rezensenten nachdrücklich unterstützten) Leseempfehlungen folgen sollten. --Andreas Vierecke 5 Kundenrezensionen:Blonde Krieger nehmen Rom im Sturm 2 von 5 PunktenAls ich das Buch kurz nach seinem Erscheinen zum ersten mal in die Finger bekam, habe ich es regelrecht verschlungen; die Völkerwanderung, ein Thema, das meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft recht stiefmütterlich behandelt wird, wird hier anschaulich und lebendig vermittelt. Man bekommt einen guten ersten Überblick über die wandernden Völkerschaften und die wichtigsten Ereignisse. ABER - als ich dieses Buch nun, gut 3 Jahre später, erneut in die Hand nahm, zeigten sich deutliche Schwächen auf. Mittlerweile bin ich kein geschichtsbegeisterter Schüler mehr, sondern Geschichtsstudent, der sich momentan in einem Proseminar mit eben der behandelten Epoche beschäftigt; und jedem, der sich erst einmal ein bisschen mehr ins Thema eingelesen hat, stösst so einiges in diesem Buch sauer auf. So verfährt der Autor zum Beispiel unglaublich naiv mit Klischees - was sich schon im Titel "Sturm über Europa" niederschlägt. Die Beschreibung der Germanen als große, Blonde Recken, die das dekadente Römerreich hinwegfegen, wird mit Freuden übernommen; dass Autoren wir Ammianus Marcellinus zu diesem Zeitpunkt auf dieses Germanenbild nur deshalb noch zurückgriffen, weil es zu Propagandazwecken dienlich war, wird komplett ignoriert. Die Germanen seien ja ein ganzes Stück größer und kräftiger, wilder sowieso, gewesen als die Römer, und hätten daher Angst und Schrecken verbreitet, führt Arens an. Dabei lässt er ausser Acht, dass in den Römerheeren, die zum Beispiel in der Schlacht von Zülpich den Alemannen gegenüberstanden, eine große Anzahl von germanischen Auxiliaren kämpfte; die Legionen des Varus mögen aus Römischen Soldaten bestanden haben; zur Zeit eines Iulian dagegen waren bereits viele ehemalige Barbaren "Römisch". Auf das römische Föderatensystem wird gar nicht eingegangen; das z.B. Franken oder Westgoten von den Römern im Rahmen von Pakten Land zugeweisen wurde, und das selbst noch die Langobarden im 6. Jahrhundert zuerst um die Römische Gunst buhlten, indem sie Hilfstruppen für die Zerschlagung des Ostgotenreiches stellten, wird unterschlagen; ebenso der innere Zerfall Roms; glaubt man den Schilderungen Arens, so haben die Germanen allein ein intaktes Reich ins Schleudern gebracht; tatsächlich wurde ihre Geschichte mit der eines von Intrigen und Bürgerkriegen geschwächten Imperiums verflochten, das sie mal bekämpften, mal verteidigten. Das die ersten Feinde, die das Junge Reich des Franken Chlodwig auszuschalten hatte, nicht etwa die Westgoten oder Alemannen, sondern die Reiche des römischen Heerführers Arbogast und des römischen "Königs" Syagrius waren, ist hierbei als symptomatisch anzusehen. Unterm Strich reicht's noch für 2 Sterne. Das Buch ist unglaublich unterhaltsam, wenn man sich erstmals mit dem Thema beschäftigt, es bietet Laien, die sich zum ersten mal mit dem Thema beschäftigen, einen ersten Überlick über eine interessante, leider vernachlässigte Epoche; Es wird eigentlich auch nichts wirklich falsches in dem Buch angegeben; was man dem Autor aber vorwerfen kann, ist die bereits erwähnte Naivität im Umgang mit Quellen, ein Hang zur Polemik bei der Wahl der Begriffe, die oftmals starke Vereinfachung und teilweise die Unterschlagung von Fakten, die zum Verständnis wichtig gewesen wären, aber wohl den Umfang des Buches gesprengt hätten. Als Begleitbuch zur gleichnamigen ZDF Serie mag das Buch seinen Zweck erfüllen; wer echte Interesse an der Geschichte dieser Epoche hat, sollte vielleicht besser auf "Die Völkerwanderung" von Klaus Rosen zurückgreifen. Leider nicht empfehlenswert 1 von 5 PunktenEs ist immer ein Problem wenn sich ein Laienhistoriker wie Arens mit einem Thema auseinandersetzt, dass selbst innerhalb der Historikerzunft höchst strittig ist. Wenn Arens die Komplexität des Themas schon nicht beherrscht, dann hätte er wenigstens auf die Existenz der selben hinweisen müssen. Was Arens jedoch gemacht hat ist eine Art Was-ist-Was-Buch auf dem Wissensstand von 1950. Selbst die mittlerweile unstrittigen Erkenntnisse der letzten 50 Jahre lässt der Autor unberücksichtigt und verbreitet damit ein Geschichtsbild das schon zur Zeit unserer Väter überholt war. Schade um den Aufwand. Geschichte aus nächster Nähe!! 5 von 5 PunktenDer Autor schildert die Völkerwanderung so gut das man sich mitten in dieser Zeitepoche fühlt wenn man da Buch liesst. Die Fakten und Informationen sind sehr gut, leider fehlen noch viele Beweise oder Informationen über diese Zeit, das logische Schlussfolgerungen oder Vermutungen zulässt. Der Autor bildet aus diesen vielen Informationen von Halbwahrheiten und spehrlich gesähten Fakten ein gutes Bild wie es vermutlich zu dieser Zeit zugegangen ist. Unterhaltend, leider keine präzise Recherche vorausgegangen 3 von 5 PunktenZunächst werden bekannte prägende Satzbausteine aus der ZDF Dokumentation verwendet. Anregend geschrieben fesselt das Buch, doch spätestens als Karl Martell beschuldigt wird, dass Blutgerichtes von Cannstatt initiert zu haben, stellt man fest: hier wurde nicht korrekt recherchiert. Karl Martell war bereits 741 verstorben. Seine Söhne Karlmann und Pippin der Jüngere übernahmen die Macht als Hausmeier. Karlmann ließ die allemannischen Adligen zum Thing in Cannstatt erscheinen und den überwiegenden Teil ermorden. Er selbst wurde von seinen Gewissen und seinem religiösen Eifer in die klösterliche Einsamkeit getrieben. Nettes populärwissenschaftliches Werk - nicht mehr 2 von 5 PunktenViele Vorredner waren ja anscheinend ganz begeistert von diesem Buch - eine Erfahrung, die ich leider nicht teilen kann. Sicher, es mag ganz nett geschrieben sein, aber vom historischen Standpunkt her mag man es kaum anrühren. Man mag noch meinen, dass ein Buch vor allem gut geschrieben sein sollte (was dieses wenigstens teilweise ist), doch hilft dies wenig, wenn man sich über die bewegte und problematische Epoche der Völkerwanderung zuverlässig informieren will (die im übrigen im eigentlichen Sinne erst um 375 mit dem "Hunnensturm" einsetzte). Manchmal muss man als Historiker einfach schmunzeln - da erscheinen die Goten in Spanien als langer Trek nach Süden. Dabei war die Ansiedlung der Westgoten in der Provinz Aquitanica II (Aquitanien) im Jahre 418 ein höchst bedeutsames Ereignis. Das foedus sicherte dem (west)römischen Staat ein schlagkräftiges Heer (welches freilich vor allem die eigenen Interessen im Aufe hatte) - und dies zu einer Zeit, als die Rheingrenze bereits kollabiert war. Auch geschah dies in Kooperation mit der gallo-römischen Oberschicht, da die Goten nur einen Bruchteil der Bevölkerung stellten. Das "Tolosanische Reich" der Westgoten brachte außerdem einige nicht unbedeutende Gesetzeswerke hervor. Auch andere Aspekte werden in diesem Buch teils recht simplifiziert dargestellt - und dies zu einem Zeitpunkt, als einige bedeutende, neuere Arbeiten zur Spätantike bereits erschienen waren (vor allem die neuen Bände der Cambridge Ancient History oder der Reihe Transformation of the Roman World). Man findet davon leider fast nichts in diesem Buch wieder. Daher mein Rat: wer schon nicht zur Reihe "Oldenbourg Grundriss der Geschichte", englischen Werken oder ähnlichem greifen will oder kann, der sollte sich an das neue Buch von Walter Pohl, "Die Völkerwanderung" halten - geschrieben von dem wohl besten deutschen Experten auf diesem Gebiet. Es vermittelt einen knappen, aber auf dem neuesten Stand der Forschung fussende Darstellung dieser interessanten und bewegten Zeit. |
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Wachtmeister Studer. CD von Friedrich GlauserAudio CD von Der Audio Verlag, DavPreis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 2,01 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3898135861, Erscheinungsdatum: Sept. 2006, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Wachtmeister Studer ermittelt im Dorf Gerzenstein 4 von 5 PunktenDieser Kriminalroman aus den 1930er Jahren spielt in dem schweizer Dorf Gerzenstein. Die Atmosphäre des gesamten sozialen Umfeldes und das teilweise komplizierte Beziehungsgeflecht der Dorfbewohner ist beeindruckend eingefangen und wird in die Kriminalhandlung gut mit eingearbeitet. Doch vor allem beeindruckt die Figur des hartnäckigen Ermittlers Studer, der auch auf die kleinsten Ungereimtheiten mit messerscharfer Logik reagiert und darüber hinaus eine ausgeprägte soziale Kompetenz an den Tag legt (ein wahrer schweizerischer Kommissar Maigret!). Am Ende des Buches wird in einem Nachwort dem Leser noch einiges wissenswertes zum Autoren und dessen Leben bekanntgegeben. Keine schlechte Idee. Spannender Krimi mit einem knorzigen Ermittler 5 von 5 PunktenIn Gerzenstein, einem ganz normalen Schweizer Dorf, ist etwas Unerhörtes passiert: Im nahe gelegenen Wäldchen wurde der Handlungsreisende Wendelin Witschi aufgefunden - erschossen. Bei seinen Ermittlungen stellt Wachtmeister Studer fest, dass fast alle Dorfbewohner etwas über den Mord (oder war es doch Selbstmord?) wissen, aber aus Angst, Eigennutz oder falscher Loyalität hüllt sich jeder Einzelne in Schweigen. Am Ende kann der Fahnder den Fall zwar aufklären, doch verzichtet er darauf, mit seinen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit zu treten. Wie fast immer bei Glauser, hat sich ein Mächtiger und Reicher schuldig gemacht. "Wachtmeister Studer" aus dem Jahr 1936 ist ein atmosphärisch dichter, sehr spannender Kriminalroman mit zahlreichen überraschenden Wendungen - und mit einem Ermittler, der eher durch Menschenkenntnis als durch kriminalistischen Scharfsinn zum Ziel kommt. Mit seinem knorzigen Wachtmeister erschuf Friedrich Glauser eine Figur, die zum Prototyp des bärbeißig-bodenständigen Schweizer Ermittlers wurde. So herrlich wird die Kleinbürger-Schweiz nirgends gezeigt!!! 5 von 5 PunktenNicht nur der altersschwache Schweizer Ex-Kommissar (hat mal Müll gebaut, wurde degradiert, nagt manchmal noch an ihm) ist in dieser Kriminalgeschichte total symphatisch, sondern alle unschuldigen, hilflosen Figuren! Ich meine, als das Buch 1936 erschien, waren auch die Regeln bei der Polizei noch etwas anders -so kann man eigentlich nach dem Wachtmeister gehen, und die Personen mögen, die auch er mag (Studer ist speziell, anders als andere seiner Zunft)! Zu Glausers Schreibstil ist zu sagen, dass sich dieser erste Teil nicht so surealistisch gestaltet, wie z.B. 'Matto Regiert'! Auch hier sind einige Stellen, die wahrscheinlich unter Drogeneinfluss (Morphium...) entstanden sind, oder zumindest direkte Ergebnisse seiner Überlegungen, während Drogenkonsum sind. Aber: es ist kein sinnloses Gerede, wie man jetzt vielleicht vermuten könnte! Friedrich Glausers Leben war äusserst ungewöhnlich und seine Erlebnisse sehr vielfältig! Seine Erfahrung und 'Weisheit', die er in seinem kurzen Leben sammeln konnte, finden sich besonders in diesen eben besprochenen schwierigen Passagen (und auch im Rest der Geschichte)! Ausserdem ist es einfach eine herrlich komische & gleichzeitig tragische Geschichte -aber auf alle Fälle extrem authentisch! Ein ganz besonderer Krimi 5 von 5 PunktenDer schon etwas heruntergekommene Handelsvertreter Wendelin Witschi wird in der Nähe seines Heimatdorfes Gerzenstein erschossen aufgefunden, ausgeraubt hat man ihn anscheinend auch. Einen Tag später wird der vorbestrafte Erwin Schlumpf mit viel Geld aufgegriffen -- der Fall scheint klar. Und nachdem Schlumpf noch in seiner Zelle einen Selbstmordversuch unternimmt und nur dank Studers Intuition gerettet wird, scheint der Fall noch klarer... Aber nicht für den Wachtmeister Studer, denn der glaubt Schlumpfs Unschuldsbeteuerungen, und er macht sich auf den Weg nach Gerzenstein, aufs Land. Gerzenstein ist in Studers Wahrnehmung ein Ort der Ladenschilder und Lautsprecher, im übertragenen ebenso wie im wörtlichen Sinn. Hinter die Fassaden zu schauen ist gar nicht so einfach... Bald findet er kleine Indizien, die seine Intuition bestätigen, und er trifft auch alte Bekannte wieder, von denen er einige vor Jahren mal verhaftet hat... Und er erfährt von seltsamen Zusammenhängen, wie sie auf dem Land so unüblich nicht sind; die Tochter des Ermordeten ist mit dem Verdächtigen verlobt, der Gemeindepräsident ist ihr Onkel -- und welche Rolle der Baumschulenbesitzer Ellenberger bei dem ganzen spielt, bleibt auch noch zu klären. Und während Studer -- oft vergebens -- versucht, von den verschlossenen Dorfbewohnern etwas zu erfahren, erinnert er sich an die Erfahrung eines Pariser Kollegen: Lieber zehn Mordfälle in der Stadt als einer auf dem Land [...] Da hängen die Leute wie die Kletten aneinander, jeder hat etwas zu verbergen... Du erfährst nichts, gar nichts." Aber Studer ist zäh; kein strahlender Superdetektiv, sondern ein unermüdlicher Wühler, nur scheinbar schwerfällig, der sich so schnell nicht abfertigen lässt; einer, der weiß, wie er die Leute zu nehmen hat, der mit dem zögerlichen Untersuchungsrichter genauso gut umzugehen weiß wie mit einem entlassenen Sträfling, der ihn mit "Eh, der Studer!" begrüßt. Er hat durchaus Sinn für die Komik, die sich in einer tragischen Situation verbergen kann -- und er ist einer, der mitfühlt mit den Menschen und in ihr Seelenleben förmlich hineinkriecht. "Wachtmeister Studer" ist auf eine ganz unspektakuläre Weise fesselnd; der Roman bezieht seine Spannung nicht aus wildem Aktionismus, sondern aus dem Kontrast zwischen der ländlichen Schweiz der 30er Jahre und der authentischen Schilderung ihrer Bewohner einerseits, und Studers Reflexion andererseits. Es dürfte kaum ein stimmigeres und überzeugenderes Sittengemälde der ländlichen Schweiz geben, und schon gar keines, das gleichermaßen stilistisch überzeugen würde. -- Ein Krimi der Referenzklasse eben, hervorragend geschrieben, mit viel Charme und dem gewissen Etwas. Altmodisches, aktuelles Detektivspiel 4 von 5 PunktenDer Studer ist ein Kriminaler kurz vor der Pension, einer, der durch Erfahrung und Menschenkenntnis Fälle löst. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Erwin Schlumpf, lange vor der Erfindung der Schlümpfe in der Schweiz heimisch, mehrfach vorbestraft, soll einen Raubmord begangen haben. Studer ist anderer Meinung. Am Ort des Geschehens gibt es eine Reihe seltsamer Menschen, die alle nicht ganz die Wahrheit sagen, Andeutungen machen und Motive haben. Allein durch Beobachtung und Fragen löst Studer den Fall. Manchmal bekommt der Leser einen Eindruck vom Innenleben des Studers, der von sich selbst als "man" spricht respektive denkt, manchmal wird er auch aus dem Inneren eines anderen heraus be-schrieben. Das gibt Perspektive. Natürlich stört einen das etwas verquaste, altmodische Deutsch mit den vielen Schweizer Ausdrücken und den vielen "...". Andere mögen das charmant finden. Allerdings ist der Roman auch von 1936 und hat im Grunde nichts an Aktualität verloren. Es scheint landestypisch für die Schweiz zu sein, viele Dinge auf wenig Raum unterzubringen, und das trifft auch auf ihre Schriftsteller zu. |
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Wege aus der Finsternis: Europa im Mittelalter von Peter ArensBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 3,12 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548367666, Erscheinungsdatum: Oktober 2005, Auflage: 1 |
2 Kundenrezensionen:Guter Überblick mit Schwächen 4 von 5 Punkten"Wege aus der Finsternis" bietet einen guten Einstieg in die Geschichte des Mittelalters. Zusammen mit der Fernsehreihe entsteht ein lebendiges Bild einer Epoche, die wohl zu unrecht als finster bezeichnet wird. In vier Kapiteln (Kirche, Ritter, Grundherren, Städte)zeigt Arens anhand von Beispiel die gesellschaftliche Entwicklung und den technischen Fortschritt. Dabei schreibt er sehr leicht und unterhaltsam. Wissenschaftliches Zitieren darf man nicht erwarten, doch einen umfangreichen Literaturüberblick gibt Arens schon. Leider trüben einige unnötige Schnitzer das Bild. Da sind zum einen Rechtschreibfehler, die dem Satzverständnis abträglich sind. Zum anderen gibt es aber auch Fehler, die am Wahrheitsgehalt anderer Aussagen zweifeln lassen. Wenn Arens im Kapitel über Ritter und deren Rüstungen auf "moderne" Ritter zu sprechen kommt und als Beispiele einen "Lord Darth Fener" aus "Star Wars" (so eher Lord Darth Vader sein) und einen "Robocop" aus "Terminator" (so wohl Peter Weller als "Robocop" und Arnold Schwarzenegger als "T-101" sein) nennt, zweifelt man schon an der Qualität des Buches. Zum Smalltalk beim Mettrinken bereitet es ansonsten bestens vor. "Wege aus der Finsternis" - Durchleuchtetes Mittelalter 5 von 5 PunktenIch gebe dem Buch die volle Punktzahl. Denn es ist überzeugend, packend und überraschend. Der Autor führt den Leser gekonnt durch das ach so dunkle Mittelalter und bringt endlich mal Licht in die finsteren Klischees. Ob Ritter, Mönche, Gaukler oder Bauern - Die Stände bekommen hier ihr Fett weg und die Burgen und Kathedralen ihren herrschaftlichen Raum. Das Mittelalter ist scheinbar ein Fass ohne Boden und vor allem hat es mehr mit unserem Leben zu tun als alle denken. Die Mittelalter-Reihe im ZDF machte schon Spaß zu schauen (bitte mehr davon!), aber natürlich ist das Begleitbuch noch erheblich vertiefender. Glücklicherweise hat der Verfasser nicht vergessen, etliche Farbphotos beizumischen - ein Manko vieler vergleichbarer Werke. Eigentlich wollte ich ja das Buch an einen Mittelalter -Freak verschenken. Doch nachdem ich angefangen hatte, darin herumzustöbern, habe ich es nicht mehr hergegeben wollen. Für mich inzwischen ein insgesamt hochinteressantes Nachschlagewerk für Zeitreisende sowie für diejenigen, die zu guter Letzt doch einmal Bekanntschaft mit dieser maßgeblichen Epoche machen wollen oder für all solche, die einfach nur mettrinkende Freunde haben. |
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Die 100 Lieblingsorte der Deutschen. Baedeker Allianz Reiseführer von Peter Arens, Alexander HesseGebundene Ausgabe von Baedeker, OstfildernPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 2,96 ISBN: 3829711468, Erscheinungsdatum: Sept. 2006, Auflage: 1. A. |
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Zivilprozessrecht: Erkenntnisverfahren, Zwangsvollstreckung von Peter Arens, Wolfgang LükeBroschiert von Beck Juristischer VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,50, Angebote ab EUR 15,00 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406544851, Erscheinungsdatum: August 2006, Auflage: 9. A. |
3 Kundenrezensionen:Als EInstieg ok, aber für mehr naja ... 3 von 5 Punkten.... das Buch ist einfach zu dick und zu viel bla bla zu viele Wiederholungen, darum hab ich mich halt nur sehr mühsam durch das Buch gelesen und war nur froh, als ich fertig war. Gerlent habe ich da durch nicht viel, sondern nur meine Zeit verplempert. Das aller Wichtigste hat man zwar im Kopf, aber ob es reicht ist fraglich. Als Lehrbuch finde ich es jedenfalls nicht sehr empfehlenswert, sondern nur als EInstieg für den absoluten Neuling. Nur ein Grundriss 2 von 5 PunktenStreitstände werden teilweise gar nicht dargestellt oder die Darstellung der "anderen Ansicht" beschränkt sich oftmals auf die Angabe einer Fundstelle ohne verständliche Begründung. Für das erste Staatsexamen reicht der dargestellte Stoff aber wohl aus. Die Angabe von Fundstellen erfolgt im Text, was sehr unübersichtlich ist. Rezension zur 8. Auflage 2003 4 von 5 PunktenDas Buch ist ein typischer „Grundriss des Rechts": Der Anfänger findet schnell in die Materie. Der Text ist lesbar geschrieben, viele Beispiele und Fälle erleichtern das Verständnis zusätzlich. Durch die Unterscheidung von Grundlagen und Vertiefung (kleinere Schrift) wird der Anfänger nicht mit unnötigen Details belastet. Gleichzeitig findet der Fortgeschrittene zu jedem Problem schnell Erläuterungen. Ausführliche Stichwort- und Paragraphenregister erleichtern und beschleunigen den Zugriff auf die Informationen. Behandelt wird nicht nur -wie in machen anderen Büchern- das Erkenntnisverfahren, also das Verfahren, in dem festgestellt wird, ob und in welcher Höhe dem Kläger der geltend gemachte Anspruch zusteht. Auch die Zwangsvollstreckung in bewegliche und unbewegliche Sachen und in Rechte usw. nach ZPO und ZVG werden erläutert. Insoweit dient dieses Buch nicht nur als Begleitung zur Vorlesung „Zivilprozessrecht", sondern es ist auch in „Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht" unverzichtbar. Zum erstmaligen Einstieg, aber auch zum „Wiederholen und Vertiefen" fürs Examen sowie zur Bearbeitung von Haus- und Seminararbeiten kann -nein, muss- man „den Lüke" zur Hand nehmen |
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Wege aus der Finsternis von Peter ArensGebundene Ausgabe von Ullstein HcPreis bei Amazon: EUR 24,00, Angebote ab EUR 3,73 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 355007588X, Erscheinungsdatum: 2004, Auflage: 1 |
2 Kundenrezensionen:Guter Überblick mit Schwächen 4 von 5 Punkten"Wege aus der Finsternis" bietet einen guten Einstieg in die Geschichte des Mittelalters. Zusammen mit der Fernsehreihe entsteht ein lebendiges Bild einer Epoche, die wohl zu unrecht als finster bezeichnet wird. In vier Kapiteln (Kirche, Ritter, Grundherren, Städte)zeigt Arens anhand von Beispiel die gesellschaftliche Entwicklung und den technischen Fortschritt. Dabei schreibt er sehr leicht und unterhaltsam. Wissenschaftliches Zitieren darf man nicht erwarten, doch einen umfangreichen Literaturüberblick gibt Arens schon. Leider trüben einige unnötige Schnitzer das Bild. Da sind zum einen Rechtschreibfehler, die dem Satzverständnis abträglich sind. Zum anderen gibt es aber auch Fehler, die am Wahrheitsgehalt anderer Aussagen zweifeln lassen. Wenn Arens im Kapitel über Ritter und deren Rüstungen auf "moderne" Ritter zu sprechen kommt und als Beispiele einen "Lord Darth Fener" aus "Star Wars" (so eher Lord Darth Vader sein) und einen "Robocop" aus "Terminator" (so wohl Peter Weller als "Robocop" und Arnold Schwarzenegger als "T-101" sein) nennt, zweifelt man schon an der Qualität des Buches. Zum Smalltalk beim Mettrinken bereitet es ansonsten bestens vor. "Wege aus der Finsternis" - Durchleuchtetes Mittelalter 5 von 5 PunktenIch gebe dem Buch die volle Punktzahl. Denn es ist überzeugend, packend und überraschend. Der Autor führt den Leser gekonnt durch das ach so dunkle Mittelalter und bringt endlich mal Licht in die finsteren Klischees. Ob Ritter, Mönche, Gaukler oder Bauern - Die Stände bekommen hier ihr Fett weg und die Burgen und Kathedralen ihren herrschaftlichen Raum. Das Mittelalter ist scheinbar ein Fass ohne Boden und vor allem hat es mehr mit unserem Leben zu tun als alle denken. Die Mittelalter-Reihe im ZDF machte schon Spaß zu schauen (bitte mehr davon!), aber natürlich ist das Begleitbuch noch erheblich vertiefender. Glücklicherweise hat der Verfasser nicht vergessen, etliche Farbphotos beizumischen - ein Manko vieler vergleichbarer Werke. Eigentlich wollte ich ja das Buch an einen Mittelalter -Freak verschenken. Doch nachdem ich angefangen hatte, darin herumzustöbern, habe ich es nicht mehr hergegeben wollen. Für mich inzwischen ein insgesamt hochinteressantes Nachschlagewerk für Zeitreisende sowie für diejenigen, die zu guter Letzt doch einmal Bekanntschaft mit dieser maßgeblichen Epoche machen wollen oder für all solche, die einfach nur mettrinkende Freunde haben. |
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Blickpunkt Ernährung: Ernährungslehre nach Mindmaps Lehr-/Fachbuch von Ulrike Arens-Azevedo, Thomas Bonrath, Ulrike PetersTaschenbuch von Bildungsverlag EinsPreis bei Amazon: EUR 31,95, Angebote ab EUR 22,90 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3427923908, Erscheinungsdatum: Juli 2005, Auflage: 2. A. |
Eine Kundenrezension:Guter Überblick 3 von 5 PunktenDas Buch ist übersichtlich gegliedert und bietet einen grundsätzlichen und guten Überblick über das Thema. Für den Unterricht stellt es eine Grundlage dar, aber nicht mehr. Heisst, wer zum Thema Ernährung Wissen vermitteln will und entsprechende handouts oder Folien benötigt, kommt nicht darum herum, die Inhalte nochmals entsprechend aufzuarbeiten und in Form von Übersichten oder Mind Maps darzustellen. Als ich das Buch bestellt habe, hatte ich die Hoffnung, es sei anders, denn der Untertitel "Ernährungslehre nach Mindmaps" suggeriert dies so. Das bezieht sich aber wohl nur auf die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Übersichten. Dennoch, viel drin und teilweise auf einfache Weise erklärt. |
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