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Produkt-Bild: Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit

Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit von Michael Winterhoff

Gebundene Ausgabe von Gütersloher Verlagshaus
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 13,50

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3579069802, Erscheinungsdatum: Dezember 2008, Auflage: 7., Aufl.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Wie kommt es, dass Kinder auch der Nach-Achtundsechziger-Generation von Eltern auf der Nase herumtanzen? Dass bereits Vierjährige mit ihren Erziehern machen (und machen können), was sie wollen? Dass in unserer Gesellschaft die Respektlosigkeit der Jugend gegenüber dem Alter regiert und so viele Schulabgänger (deshalb?) nicht im Mindesten gerüstet sind fürs Leben? Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit aus der Feder des 50-jährigen Bonner Mediziners Michael Winterhoff legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das Gegenteil erreichen.
In neun Kapiteln beleuchtet Winterhoff mit medizinischer Analyse, aber auch mit journalistischem Geschick, welche Gründe dafür sprechen, dass Mütter aufhören sollten, zwischen Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gängige Vorurteile unserer Pop-Kultur („We don’t need no education“? -- „Kinder an die Macht“??), illustriert, warum die Psyche eine so große Rolle spielt, was Grundschulen und Kindergärten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen könnte, die „Beziehungsfähigkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen Mängel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mögliche Lösungswege.
Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden Nacherzählungen von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und ist gerade deshalb eine willkommene Alternative zur Sensationsgier von Super-Nanny-Formaten -- eine Alternative zudem, die Hoffnung macht. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de

Amazon.de-Hörbuchrezension


Das hört sich nicht gut an: Kinder tanzen ihren Eltern auf der Nase herum. Vierjährige machen mit ihren Erziehern, was sie wollen (und dürfen das auch). Und die respektlose Jugend ist nach dem Schulabschluss nicht im Mindesten gerüstet fürs Leben. Das Hörbuch Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit des 50-jährigen Bonner Mediziners Michael Winterhoff wagt diese Gesellschaftsanalyse. Und es legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das Gegenteil erreichen. Das hört sich, wie gesagt, nicht gut an. Und trotzdem ist es gut, davon zu hören.
In neun Kapiteln erörtert Winterhoffs Lesung, warum Mütter aufhören sollten, zwischen Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gängige Vorurteile unserer nicht zuletzt auch akustischen Pop-Kultur („We don’t need no education“? -- „Kinder an die Macht“??), illustriert, was Grundschulen und Kindergärten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen könnte, die „Beziehungsfähigkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen Mängel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mögliche Lösungswege. Das kann sich hören lassen.
Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden Nacherzählungen von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und: Er ist auch noch kurzweilig gelesen. Alles in allem also: gut zu hören. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de 4 CD, Laufzeit ca. 320 min
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Nichts für "Normale"!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
In den ersten Kapiteln beschreibt der Autor Phänomene, die ich als Mutter von drei Kindern und Pädagogin zumindest ansatzweise bestätigen würde. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass der Autor in eine krankhafte "psyhiatrisierte" Welt entgleitet, die mit der Mehrzahl unserer Kinder und deren Eltern wenig Gemeinsamkeiten aufweist. Ich vermute er beschreibt Extreme aus seiner psychiatrischen Praxis. Ich halte eine solche negative Sicht für wenig konstruktiv und habe dann das letzte Viertel nicht mehr lesen wollen. Der zunächst gute Ansatz wurde durch die krankhafte Sicht und nicht fundierte Aussagen z. B. über die fehlende Entscheidungsfähigkeit von jüngeren Kindern unglaubwürdig. Ich schließe mich in so weit an, dass Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden dürfen und dass manche von uns sicherlich stellenweise einen Schritt zu weit gehen,wenn sie Kinder durch Gleichberechtigung zu selbstbewussten Menschen erziehen wollen! Das Buch ist nach meiner Ansicht nicht zu empfehlen, da es "normale" Probleme nicht thematisiert und Erkrankten nur durch eine Therapie, nicht aber durch einen solchen Ratgeber geholfen werden kann.
perverses Kiddy-Board
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als Ratgeber-Neuling ohne psychologisches Grundwissen konnte ich beim Lesen des Buches nur einen immer stärker ansteigenden Unmut verspüren. Ein Hinweis auf unreflektierte Bemerkungen des Autors war für mich aber die Aussage, die größte Perversion sei ein so genanntes "Kiddy-Board" dass zum Transportieren eines gößeren Geschwisterchens am Kinderwagen angebracht wird. Hätte der Autor auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, wie eine Mutter mit einem 15-Monatsabstand zwischen den Kindern (wie er in meinem Bekanntenkreis sehr üblich ist) eine längere Strecke an einer stark befahrenen Straße mit beiden Kindern zurücklegen soll (ohne umweltunfreundlich beide Kinder ins Auto zu stecken) wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass es durchaus schwierig sein könnte mit einer Hand den Kinderwagen zu schieben und an der anderen Hand ein Kind hinter sich herezuschleifen.
Der Mann hat Recht
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die kontroversen Reaktionen auf das Buch, der Verriß von manchen Leuten, zeigen deutlich, daß der Autor genau den wunden Punkt erwischt hat! Genau die, die die Misere erzeugen, die regen sich am meisten auf.

Als Mensch, der mit den Produkten dieser Erziehung jeden Tag Umgang hat, ist es sehr frustrierend zu erleben, was manche Leute der Umwelt antun, in dem sie denken, daß die Welt durch die Anwesenheit ihrer Kinder gesegnet ist...

Nochmal: der Mann hat Recht! Und außerdem, wie will man Menschen Verbesserungen vorschlagen, die eh schon alles richtig machen? ;-))
Nicht alles läßt sich tiefenpsychologisch erklären
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als Vater eines autistisch schwerbehinderten Sohnes sind mir Verhaltensprobleme in der Kindheit sehr bekannt. Ich habe die Fachliteratur zu Autismus kilogrammweise gelesen. Frustrierend durfte ich feststellen, dass die "Fachleute" meist keine Ahnung von wirksamen Therapien haben. Gerade bei Psychiatern gilt, dass sie mehr Schaden als Nutzen anrichten und ausser Ritalin und Risperdal nicht viel zu bieten haben.

Der Autor hat sicher in einigen Punkten Recht. Aber der Versuch, alles und jedes tiefenpsychologisch mit gestörten Beziehungen zu erklären, schlägt fehl. Freud war sicher ein genialer Mann. Aber er hat nicht in Allem Recht gehabt.

Störungen wie ADHS, Legasthenie, Autismus etc. sind handfeste medizinisch neurologische Störungen, gegen die die Schulmedizin noch kein vernuenftiges Gegenmittel hat. Eine tiefenpsychologische Betrachtungsweise ist hier irrefuehrend. Die Eltern, Lehrer und Bezugspersonen sind längst nicht an allem Schuld.

In vielen Punkten wäre eine verhaltensanalytische Betrachtungsweise deutlich zielführender. Verhaltenstherapeutische Ansätze basierend auf der operanten Konditionierung nach Skinner sind sehr mächtige Werkzeuge. Meinem Sohn habe ich mit ABA/VB (Applied Behaviour Analysis / Verbal Behaviour) stark helfen können. Leider sind diese Methoden in Deutschland wenig bekannt und nicht Bestandteil in der Ausbildung von Medizinern, auch nicht von Psychiatern.

Bei der Lektüre des Buches habe ich oft an Bruno Bettelheim gedacht, der Eltern von autistisch behinderten Kindern als "Kühlschrankmütter" bzw. "Kühlschrankväter" bezeichnet und die Autismus über eine gestörte Eltern-Kind Beziehung erklärt hat. Bettelheim hat enormen Flurschaden angerichet. Wenn auch bei weitem nicht so extrem, aber der Autor fährt im Prinzip eine ähnliche Rille. Das tut weh.
Klarheit über Kinder in unserer Gesellschaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Viele, die mit Kindern befasst sind, haben heute das Gefühl, dass irgendetwas Grundsätzliches den Umgang mit den Kindern und den Erfolg der Erziehung erheblich erschwert. Einige mögen auch schon eine grobe Ahnung haben, was die Ursachen sind, Winterhoff bringt Klarheit.

An einigen Stellen führt Winterhoff eine Psychologen-eigene Sprechweise ein, z. B. "Nervenzelle Mensch" für die Fähigkeit eines Kindes, ein Gegenüber als eigenständigen Menschen wahrzunehmen. Vielleicht wird sich von diesen Ausdrücken das eine oder andere durchsetzen, wenn Winterhoff mit weiteren Büchern Maßstäbe setzt, wie einst Rudolf Dreikurs ("Kinder fordern uns heraus", Klett Cotta Verlag).

Gestärkt mit der im Buch vermittelten Denkweise dürften die Eltern ihren Kindern mit mehr Selbstvertrauen entgegen treten. Ich freue mich schon auf das nächste Buch dieses Autors, wenn er seine Erkenntnisse zu konkreten Erziehungskonzepten weiter entwickelt.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung nicht reicht - Auswege

Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung nicht reicht - Auswege von Michael Winterhoff

Gebundene Ausgabe von Gütersloher Verlagshaus
Preis bei Amazon: EUR 17,95

ISBN: 3579068997, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit

Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit von Michael Winterhoff

Audio CD von Gütersloher Verlagshaus
Preis bei Amazon: EUR 19,95

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3579076256, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Wie kommt es, dass Kinder auch der Nach-Achtundsechziger-Generation von Eltern auf der Nase herumtanzen? Dass bereits Vierjährige mit ihren Erziehern machen (und machen können), was sie wollen? Dass in unserer Gesellschaft die Respektlosigkeit der Jugend gegenüber dem Alter regiert und so viele Schulabgänger (deshalb?) nicht im Mindesten gerüstet sind fürs Leben? Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit aus der Feder des 50-jährigen Bonner Mediziners Michael Winterhoff legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das Gegenteil erreichen.
In neun Kapiteln beleuchtet Winterhoff mit medizinischer Analyse, aber auch mit journalistischem Geschick, welche Gründe dafür sprechen, dass Mütter aufhören sollten, zwischen Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gängige Vorurteile unserer Pop-Kultur („We don’t need no education“? -- „Kinder an die Macht“??), illustriert, warum die Psyche eine so große Rolle spielt, was Grundschulen und Kindergärten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen könnte, die „Beziehungsfähigkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen Mängel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mögliche Lösungswege.
Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden Nacherzählungen von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und ist gerade deshalb eine willkommene Alternative zur Sensationsgier von Super-Nanny-Formaten -- eine Alternative zudem, die Hoffnung macht. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de

Amazon.de-Hörbuchrezension


Das hört sich nicht gut an: Kinder tanzen ihren Eltern auf der Nase herum. Vierjährige machen mit ihren Erziehern, was sie wollen (und dürfen das auch). Und die respektlose Jugend ist nach dem Schulabschluss nicht im Mindesten gerüstet fürs Leben. Das Hörbuch Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit des 50-jährigen Bonner Mediziners Michael Winterhoff wagt diese Gesellschaftsanalyse. Und es legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das Gegenteil erreichen. Das hört sich, wie gesagt, nicht gut an. Und trotzdem ist es gut, davon zu hören.
In neun Kapiteln erörtert Winterhoffs Lesung, warum Mütter aufhören sollten, zwischen Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gängige Vorurteile unserer nicht zuletzt auch akustischen Pop-Kultur („We don’t need no education“? -- „Kinder an die Macht“??), illustriert, was Grundschulen und Kindergärten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen könnte, die „Beziehungsfähigkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen Mängel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mögliche Lösungswege. Das kann sich hören lassen.
Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden Nacherzählungen von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und: Er ist auch noch kurzweilig gelesen. Alles in allem also: gut zu hören. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de 4 CD, Laufzeit ca. 320 min
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Nichts für "Normale"!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
In den ersten Kapiteln beschreibt der Autor Phänomene, die ich als Mutter von drei Kindern und Pädagogin zumindest ansatzweise bestätigen würde. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass der Autor in eine krankhafte "psyhiatrisierte" Welt entgleitet, die mit der Mehrzahl unserer Kinder und deren Eltern wenig Gemeinsamkeiten aufweist. Ich vermute er beschreibt Extreme aus seiner psychiatrischen Praxis. Ich halte eine solche negative Sicht für wenig konstruktiv und habe dann das letzte Viertel nicht mehr lesen wollen. Der zunächst gute Ansatz wurde durch die krankhafte Sicht und nicht fundierte Aussagen z. B. über die fehlende Entscheidungsfähigkeit von jüngeren Kindern unglaubwürdig. Ich schließe mich in so weit an, dass Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden dürfen und dass manche von uns sicherlich stellenweise einen Schritt zu weit gehen,wenn sie Kinder durch Gleichberechtigung zu selbstbewussten Menschen erziehen wollen! Das Buch ist nach meiner Ansicht nicht zu empfehlen, da es "normale" Probleme nicht thematisiert und Erkrankten nur durch eine Therapie, nicht aber durch einen solchen Ratgeber geholfen werden kann.
perverses Kiddy-Board
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als Ratgeber-Neuling ohne psychologisches Grundwissen konnte ich beim Lesen des Buches nur einen immer stärker ansteigenden Unmut verspüren. Ein Hinweis auf unreflektierte Bemerkungen des Autors war für mich aber die Aussage, die größte Perversion sei ein so genanntes "Kiddy-Board" dass zum Transportieren eines gößeren Geschwisterchens am Kinderwagen angebracht wird. Hätte der Autor auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, wie eine Mutter mit einem 15-Monatsabstand zwischen den Kindern (wie er in meinem Bekanntenkreis sehr üblich ist) eine längere Strecke an einer stark befahrenen Straße mit beiden Kindern zurücklegen soll (ohne umweltunfreundlich beide Kinder ins Auto zu stecken) wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass es durchaus schwierig sein könnte mit einer Hand den Kinderwagen zu schieben und an der anderen Hand ein Kind hinter sich herezuschleifen.
Der Mann hat Recht
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die kontroversen Reaktionen auf das Buch, der Verriß von manchen Leuten, zeigen deutlich, daß der Autor genau den wunden Punkt erwischt hat! Genau die, die die Misere erzeugen, die regen sich am meisten auf.

Als Mensch, der mit den Produkten dieser Erziehung jeden Tag Umgang hat, ist es sehr frustrierend zu erleben, was manche Leute der Umwelt antun, in dem sie denken, daß die Welt durch die Anwesenheit ihrer Kinder gesegnet ist...

Nochmal: der Mann hat Recht! Und außerdem, wie will man Menschen Verbesserungen vorschlagen, die eh schon alles richtig machen? ;-))
Nicht alles läßt sich tiefenpsychologisch erklären
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als Vater eines autistisch schwerbehinderten Sohnes sind mir Verhaltensprobleme in der Kindheit sehr bekannt. Ich habe die Fachliteratur zu Autismus kilogrammweise gelesen. Frustrierend durfte ich feststellen, dass die "Fachleute" meist keine Ahnung von wirksamen Therapien haben. Gerade bei Psychiatern gilt, dass sie mehr Schaden als Nutzen anrichten und ausser Ritalin und Risperdal nicht viel zu bieten haben.

Der Autor hat sicher in einigen Punkten Recht. Aber der Versuch, alles und jedes tiefenpsychologisch mit gestörten Beziehungen zu erklären, schlägt fehl. Freud war sicher ein genialer Mann. Aber er hat nicht in Allem Recht gehabt.

Störungen wie ADHS, Legasthenie, Autismus etc. sind handfeste medizinisch neurologische Störungen, gegen die die Schulmedizin noch kein vernuenftiges Gegenmittel hat. Eine tiefenpsychologische Betrachtungsweise ist hier irrefuehrend. Die Eltern, Lehrer und Bezugspersonen sind längst nicht an allem Schuld.

In vielen Punkten wäre eine verhaltensanalytische Betrachtungsweise deutlich zielführender. Verhaltenstherapeutische Ansätze basierend auf der operanten Konditionierung nach Skinner sind sehr mächtige Werkzeuge. Meinem Sohn habe ich mit ABA/VB (Applied Behaviour Analysis / Verbal Behaviour) stark helfen können. Leider sind diese Methoden in Deutschland wenig bekannt und nicht Bestandteil in der Ausbildung von Medizinern, auch nicht von Psychiatern.

Bei der Lektüre des Buches habe ich oft an Bruno Bettelheim gedacht, der Eltern von autistisch behinderten Kindern als "Kühlschrankmütter" bzw. "Kühlschrankväter" bezeichnet und die Autismus über eine gestörte Eltern-Kind Beziehung erklärt hat. Bettelheim hat enormen Flurschaden angerichet. Wenn auch bei weitem nicht so extrem, aber der Autor fährt im Prinzip eine ähnliche Rille. Das tut weh.
Klarheit über Kinder in unserer Gesellschaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Viele, die mit Kindern befasst sind, haben heute das Gefühl, dass irgendetwas Grundsätzliches den Umgang mit den Kindern und den Erfolg der Erziehung erheblich erschwert. Einige mögen auch schon eine grobe Ahnung haben, was die Ursachen sind, Winterhoff bringt Klarheit.

An einigen Stellen führt Winterhoff eine Psychologen-eigene Sprechweise ein, z. B. "Nervenzelle Mensch" für die Fähigkeit eines Kindes, ein Gegenüber als eigenständigen Menschen wahrzunehmen. Vielleicht wird sich von diesen Ausdrücken das eine oder andere durchsetzen, wenn Winterhoff mit weiteren Büchern Maßstäbe setzt, wie einst Rudolf Dreikurs ("Kinder fordern uns heraus", Klett Cotta Verlag).

Gestärkt mit der im Buch vermittelten Denkweise dürften die Eltern ihren Kindern mit mehr Selbstvertrauen entgegen treten. Ich freue mich schon auf das nächste Buch dieses Autors, wenn er seine Erkenntnisse zu konkreten Erziehungskonzepten weiter entwickelt.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege

Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege von Michael Winterhoff

Audio CD von Gütersloher Verlagshaus
Preis bei Amazon: EUR 19,95

ISBN: 3579076264, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Zwischen Nächstenliebe und Betroffenheitsritual: Aspekte menschlicher Beziehungen

Zwischen Nächstenliebe und Betroffenheitsritual: Aspekte menschlicher Beziehungen von Michael Kleine, Rainer Krause

Taschenbuch von Röhrig Universitätsverlag
Der Artikel ist derzeit nicht verfügbar, kann jedoch vorbestellt werden.

ISBN: 3861101033, Erscheinungsdatum: 1996
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Produkt-Bild: Politische Eliten in der Mediengesellschaft. Rekrutierung, Darstellung, Wirkung

Politische Eliten in der Mediengesellschaft. Rekrutierung, Darstellung, Wirkung von Peter Winterhoff-Spurk, Michael Jäckel, Peter Winterhoff- Spurk

Broschiert von Fischer (Reinhard), München
Angebote ab EUR 10,00

ISBN: 3889272320, Erscheinungsdatum: November 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Politische Eliten in der Mediengesellschaft. Rekrutierung, Darstellung, Wirkung
Produkt-Bild: Mediale Klassengesellschaft?

Mediale Klassengesellschaft? von Michael Jäckel, Peter Winterhoff-Spurk, Peter Winterhoff- Spurk

Sondereinband von Fischer (Reinhard), München
Angebote ab EUR 9,90

ISBN: 388927188X, Erscheinungsdatum: 1996
Zoom ± Produkt-Bild: Mediale Klassengesellschaft?
Produkt-Bild: Politik und Medien. Analysen zur Entwicklung der politischen Kommunikation

Politik und Medien. Analysen zur Entwicklung der politischen Kommunikation

Unbekannter Einband von Vistas Verlag
Angebote ab EUR 29,00

ISBN: 3891581041, Erscheinungsdatum: 1994
Zoom ± Produkt-Bild: Politik und Medien. Analysen zur Entwicklung der politischen Kommunikation
Produkt-Bild: Michael Kalmbach: Dt. /Engl.

Michael Kalmbach: Dt. /Engl. von Jean Ch Ammann, Natalie de Ligt, Michael Kalmbach, Kerstin Thomas, Claus Zittel

Taschenbuch von Stadt Frankfurt Dez. Kultur u. Freizeit
Der Artikel ist derzeit nicht verfügbar, kann jedoch vorbestellt werden.

ISBN: 3882704861, Erscheinungsdatum: Oktober 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Michael Kalmbach: Dt. /Engl.