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Die nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community von MICHAEL BRAUNGART, WILLIAM MCDONOUGHBroschiert von Europäische VerlagsanstaltPreis bei Amazon: EUR 25,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3434506160, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 2. |
4 Kundenrezensionen:... 3 von 5 PunktenBildhafte Darstellung der Idee an Beispielen. Keine vertiefende Informationen - bedingt eine Werbeveranstaltung Wichtig 5 von 5 PunktenNach einem Beitrag im WDR 5 habe ich dieses Buch gekauft. Der Grundgedanke dieses Buches begeistert hoffentlich alle Menschen! Eine absolut notwendige industrielle Revolution mit so viel Potential ohne eine Romantisierung der Natur! Sehr empfehlenswert! Die Fortführung des Cradle-to-Cradle Gedankens 5 von 5 PunktenDie nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community Dieses Buch ist die Fortführung zu Michael Braungarts/William McDonoughs "Cradle to Cradle - Remaking the way we think". Dieses Buch zu kaufen macht eigentlich nur Sinn, wenn das vorher gelesen wurde. Die Cradle-to-Cardle Community ist quasi eine Weiterführung zum Thema, das aufzeigt, was sich in den letzten Jahren schon so alles getan hat. Anhand von Beispielen wird das Cradle-to-Cradle Denken nochmal deutlicher. Ich finde den Ansatz brilliant und kann nur jedem empfehlen, diese Bücher zu lesen. Cradle-to-Cradle ist etwas für jeden, nicht nur für Manager in Entscheidungspositionen, denn der Grundgedanke kann im Haushalt genauso Einzug halten, wie in der Firma. Vielleicht trägt das Buch über die vielen Kontaktadressen ja auch zu weiterer Vernetzung und Austausch bei. Sehr empfehlenswert! Ein faszinierendes Buch mit einem Ansatz, der sich hoffentlich durchsetzen wird 5 von 5 PunktenMichael Braungart, Professor für Chemische Verfahrenstechnik und Geschäftsführer der Umweltschutzagentur EPEA in Hamburg ist das, was man einen Pionier nennt. Er hält seit langem unsere Umweltschutzstrategie für grundlegend falsch, weil sie, wie er sagt, darauf angelegt sei, den Schaden der Produktion für die Umwelt lediglich zu minimieren. Seine Vision indessen ist eine Kreislaufwirtschaft, bei der erst überhaupt kein Schaden entsteht. Sein Vorbild sind dabei die Ameisen. Ginge es nach ihm, gäbe es in Zukunft nur noch zwei Arten von Produkten: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch angebaut werden können und Gebrauchsgüter, die sich endlos recyclen lassen. "Cradle to cradle" - von der Wiege zur Wiege - bezeichnet er dieses Kreislaufprinzip. Er forscht seit Jahren im Auftrag von immer zahlreicher werdenden Firmen nach neuen Konzepten, um umweltschonende Produkte herzustellen. Im vorliegenden Buch gibt er nicht nur eine Einführung in sein Konzept,sondern zeigt am Beispiel Dutzender Firmen und Produkte auf, wie es tatsächlich funktioniert. Seit 1962 die amerikanische Schriftstellerin Rachel Carson mit ihrem Buch "Stummer Frühling" die ökologische Debatte einleitete, lange vor den Büchern des Club of Rome" ist der Diskurs immer moralisch geführt worden, meistens enggeführt auf die Alternative: hier die guten Umweltschützer, dort die böse, Gift produzierende Industrie. Vielfach wird auch heute noch das Umweltthema als ein Moralthema begriffen, und Moral kann man sich in der Krise nicht leisten. Diese Moraldiskussion geht von einem total negativen Menschenbild aus: die Menschen sind böse und durch Kontrollen muss diese Bosheit im Schach gehalten werden. Doch es geht nicht um Moral, sondern um Qualität. Produkte, sagt Braungart, die Menschen krank machen, sind einfach nur primitiv. Die Biomasse der Ameisen etwa auf der Erde ist etwa viermal größer als die Biomasse der Menschen und doch sind die Ameisen kein Umweltproblem, weil alle ihre Nährstoffe immer wieder in Kreisläufe gehen. Wenn die Menschen lernen, dass sie nützlich sein können anstatt weniger schädlich, kommen die Menschenrechte zurück, sagt Braungart. Ein erstaunlicher Ansatz. Denn wenn alle Stoffwechselprodukte der Menschen wieder Nährstoffe sind (entweder biologische Nährstoffe für alle Verschleißprodukte oder technische Nährstoffe für Gebrauchsgüter), dann könnte die Erde viel mehr Menschen menschenwürdig beherbergen. Er zeigt nun in diesem faszinierenden Buch, wie im Pionierland Schweiz, angefangen von Ciba Geigy, die nach der Sandoz-Katastrophe begannen, radikal umzudenken, begonnen wurde mit diesem Weg. Auch Firmen in Deutschland nutzen die cradle to cradle Philospohie, zum Beispiel der Textilhersteller Trigema mit seinem biologisch in einem halben Jahr abbaubaren T-Shirt, das er zudem noch in Deutschland produziert. Doch echte Innovation braucht die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen. Durch die zur Neige gehenden Rohstoffe ist das Zeitfenster relativ klein, sagt Braungart. Die Europäer haben weltweit das beste Industriedesign. Sie haben gute Ingenieurtechnik und sie haben nun auch durch diese Innovation die beste Kenntnis darüber, wie Dinge so gestaltet werden können, dass sie Nährstoffe für technische und biologische Kreisläufe werden. Es ist Zeit, die nächste industrielle Revolution in Gang zu setzen. |
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Einfach intelligent produzieren: Cradle to cradle: Die Natur zeigt, wie wir die Dinge besser machen können. Gebrauchsanweisungen für das 21. Jahrhundert von Michael Braungart, William McDonoughBroschiert von Bvt Berliner Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 10,90 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 383330183X, Erscheinungsdatum: Januar 2005, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Verstehe die Euphorie um das Buch nicht 1 von 5 PunktenIch habe das Buch gelesen, und es gehört eindeutig zu den 2-3 schlechtesten Büchern, die ich mir jemals zugemutet habe. Er schreibt in dem Buch ganz ausdrücklich, dass er sich nicht großartig mit wissenschaftlich sauberer Argumentation etc. aufhalten möchte, und er steht zu seinem Wort:(. Letztlich ist das Buch, und damit wohl auch das Konzept, denn es baut soweit ich weiß ausschließlich auf diesem Buch auf, ein Sammelsurium von Beispielen und Polemiken gegen "konventionelle" Umweltschützer, wie man sie aus einem durchschnittlichen Artikel in der "Welt" kennt. Wie man diese c2c-Ideologie praktisch umsetzen soll (außer, dass es auf keinen Fall irgendwas mit Verzicht oder irgendwas mit Grenzwerten und Restriktionen für die Wirtschaft zu tun haben darf) ist kein Thema, dass ihn länger aufhält. Der einzige Ansatz, an den ich mich erinnere, ist der, dass man Hersteller dazu bringen sollte, ihre Produkte wieder zurück zu nehmen. Dann würden sie wohl etwas sauberer produzieren, weil sie ja die Sachen selber entsorgen müssten. Dass das nichts mit Ökoeffektivität zu tun hat, sondern einfach ein normales Instrument konventioneller Umweltpolitik ist, das eher zu Ökoeffizienz als zu Ökoeffektivität führt, ist dem Autor entweder egal oder es wird von ihm nicht bemerkt. Und dies ist denke ich das zentrale Problem seiner ganzen Idee, der eigentliche Grund dafür, dass er sich nicht wirklich objektiv und eindeutig äußert sondern auf einer peinlichen pseudopsychologischen und blumigen Ebene bleibt (etwa das leicht wahnsinnige Beispiel mit dem verschwenderischem Apfelbaum): letztlich ist Ökoeffektivität, wenn sie tatsächlich möglich ist, einfach das Resultat einer langen Entwicklung in Richtung Ökoeffizienz. Diese Erkenntnis würde die Selbstvermarktung aber natürlich deutlich schwieriger machen. Kaufen und lesen! 5 von 5 PunktenTrotz sperrigen Titels ein Buch das JEDER gelesen haben sollte. Es ist leicht verständlich und inhaltlich überragend. In Zeiten einer sich anbahnenden Weltwirtschaftskrise ist es aktueller denn je. Es zeigt der Hausfrau und dem Manager den Weg der Zukunft. Ein Vision jenseits der grünen Revolution 5 von 5 PunktenVergessen Sie einmal alles, was Sie über Umweltverschmutzung, Recycling, Global Warming oder Nachhaltigkeit gelesen haben. Vergessen Sie auch einmal für einen Moment das Schuldgefühl, wenn die Plastiktonne mal wieder bis zum Rand gefüllt oder wenn Sie, mangels eines Mülleimers oder einfach aus Gedankenlosigkeit den Eiskrembecher in die Landschaft entsorgt haben. Und stellen Sie sich stattdessen einmal die folgende Frage: Ist es ein Fehler, uns Menschen die Krone der Schöpfung zu nennen? Sind wir als einzige Spezies letztendlich dazu bestimmt, im besten Fall weniger Schädliches für uns und unsere Mitbewohner auf diesem Planeten zu tun? Kann es für uns tatsächlich nur darum gehen, dessen Resourcen durch Nachhaltigkeit langsamer zu verschwenden? Deckt sich diese Philosophie, die bislang das Menschen- und Weltbild der Umweltbewegung geprägt hat, letztendlich aber nicht besonders inspirierend ist, mit unseren tiefsten Erfahrungen, unserem tiefsten Verständnis unserer selbst, unseren höchsten Zielen? Hinter dem unscheinbaren Titel Einfach intelligent produzieren steckt eine echte Revolution. Michael Braungart und William McDonnough, ein deutscher Chemiker mit Greenpeace Erfahrung und ein amerikanischer Architekt, die wir schon in unserer letzten Ausgabe kurz vorstellten (Design für Utopia), haben sich das ganze Gedanken- und Produktionssystem, das hinter unserer heutigen Wirtschaft steckt, vorgenommen und hinterfragen es auf eine Weise, die von den althergebrachten Ideen der grünen Revolution nichts mehr übrig lässt. Obwohl man bei der Lektüre manchmal die Zähne zusammenbeißen muss, wenn wieder eine lieb gewonnene Idee über Umweltschutz in die Mülltonne wandert und das bedrohliche Bild, welches von unserer Gesundheit und der der Erde gezeichnet wird, deutlicher denn je umrissen wird, hat all dies letztendlich zur Folge, dass man sich fühlt, als könne man plötzlich freier atmen. Mit ihrer festen Überzeugung und unerschütterlichen Begeisterung für das Potenzial unserer Kreativität, die nicht nur idealistisch sind, sondern in ihrer eigenen Arbeit ganz konkreten Ausdruck finden, erreichen Braungart und McDonnough tatsächlich die Seele ohne ein einziges Mal die Worte Moral, Spiritualität oder Gott zu benutzen. Nach einem Überblick über die Geschichte der industriellen Revolution, der die Logik ihrer Anfänge in ihrem historischen Kontext verständlich macht, erklären Braungart und McDonnough, warum unsere bisherigen Anstrengungen, die Auswirkungen unserer Geschäftigkeit auf die Erde zu relativieren, zu keiner befriedigenden Lösung geführt haben oder führen können. Sie verschreiben der Menschheit eine zweite industrielle Revolution. Und dabei geht es ihnen nicht um ein Zurück zu Beschränkung, Verlangsamung oder Einfachheit. Im Gegenteil Nehmen wir die Ameisen sie sind, nach Biomasse gemessen, viermal so stark wie wir Menschen auf dem Planeten vertreten. Doch mit all ihrer kollektiv fein abgestimmten Produktivität tragen sie auf eine verblüffende Vielzahl von Weisen zum Kreislauf des Lebens und der Ernährung anderer Arten bei. Oder der Kirschbaum seine Übermenge an Blüten scheint verschwenderisch und uneffizient, doch seine Schönheit und sein Nutzen für die ihn umgebenden Lebenssysteme würde niemand bestreiten. Die Autoren argumentieren, dass es, wenn wir schlau genug sind, Sonden zum Mars und Teleskope immer tiefer ins Weltall zu schicken, keinen Grund dafür gibt, unsere einmalige Erfinderkraft und Ingenuität nicht nur zu unserem eigenen Wohl, sondern gleichzeitig dem des ganzen Lebenssystems einzusetzen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn man Verpackungen mit Genuss in die Landschaft werfen könnte, weil sie in Sonne und Regen zerfallen und dabei die in ihnen eingeschlossenen Samen von heimischen Gräsern und Blumen freigeben? Je weiter man den Gedankengängen der beiden Autoren folgt, desto fraglicher erscheinen einem all die als selbstverständlich vorausgesetzten Maxime der bisherigen Umwelt-Philosophie: Plötzlich erscheinen sie fast wie eine Beleidigung des menschlichen Geistes und Potenzials. Dieses Buch bietet allem Zynismus, aller Resignation über unsere Rolle auf diesem Planeten die Stirn und stellt eine aufregendere, kreativere, positivere und menschlichere Alternative vor. An konkreten Beispielen, auch aus ihrer Arbeit mit Firmen unterschiedlichster Branchen auf allen Kontinenten, zeigen Braungart und McDonnough, dass es für uns technisch absolut möglich ist, anzufangen, die Erde in eine neue Ganzheitlichkeit zu führen, in der wir Menschen zum ersten Mal nicht nur nach ganzem Herzen konsumieren, sondern dabei gleichzeitig zur Lebensqualität aller Arten beitragen können. Sie nehmen uns jede Entschuldigung dafür, selbstgerecht oder selbstbemitleidend zu sein. Schuldig sollte sich keiner fühlen solange wir die Fakten nicht kannten, konnten wir nicht anders. Doch danach von jetzt an sind wir alle aufgefordert, unsere außergewöhnliche Erfinderkraft in den Dienst unseres Planeten und seiner Zukunft zu stellen. Indem Braungart und McDonnough so unerschrocken, leidenschaftlich und kompromisslos in die Tiefe ihres Faches gehen, erreichen sie damit so etwas wie eine Aussöhnung mit unserer eigenen Natur. Sie beschreiben den Anfang eines wirklich integralen Weges der Produktion, der es möglich macht, zum Mitgestalter der größten Produktion aller Zeiten zu werden dem Leben. Die Zukunft gestalten 5 von 5 PunktenDie Autoren beschreiben fachlich fundiert und sehr realistisch die Gestaltbarkeit einer besseren Zukunft. Kreativität, Vielfalt und fachliche Kompetenz ergänzen sich in diesem Buch optimal, ohne dabei den Bezug zur Realität zu verlieren. - Das Buch ist absolut lesenswert und auf keinen Fall als "Öko-Spinnerei" einzustufen. Zurück in die Wiege der kulturellen Menschwerdung 2 von 5 PunktenSehr gut, Wissenschaftler Braungart! Geistesgrössen wie Pitt und Diaz legen sich also Ihre Meinung unters Kopfkissen, und Popcorn-Epiker Spielberg kann bald den ganzen Senf in eine Day-after-tomorrow-Nachgeburt Emmerichschen Ausmaßes einmengen. Ich bin recht gespannt, inwieweit Ihre an den Haaren herbeigezogene Sammlung an Halbfertigkeiten tatsächlich mehr bewirken sollte als die absehbare Trinkwasserentwertung. Eines ist jedoch sicher- die Ameisen werden überleben, und die nächsten zwei Millionen von Ciba-Geigy sind um einiges besser angelegt, wenn Sie, anstatt in der Business um die Welt zu jetten und mit sogenannten Experten beim Lunch die Zeit zu verquatschen, Elementares wie die Hauptsätze der Thermodynamik sowie einiges an Ökonomie und Soziologie im Hirnkastel exhumieren und danach anfangen, sich soetwas wie Gedanken zum Zustand der Menscheit zu machen. Oder lassen Sie es und verbringen Sie die Zeit mit den Müllvermeidern Fuchs und Hase, irgendwo im Hinterwald. Der Rest der Menschheit wird es sehr wahrscheinlich mit dem zitierten BASF-Mitarbeiter halten und daran gut tun, die Vorzüge der Industriegesellschaft zu geniessen, um nicht mit kurz 20 Lenzen an Krätze oder Pest einzugehen. Zwei Sterne für jede Silbe der ach so ersehnten besseren Welt: Stein-Zeit. |
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Einfach intelligent produzieren von Michael Braungart, William McDonoughTaschenbuch von Bvt Berliner Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 10,90, Angebote ab EUR 9,44 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442761832, Erscheinungsdatum: 2008, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Verstehe die Euphorie um das Buch nicht 1 von 5 PunktenIch habe das Buch gelesen, und es gehört eindeutig zu den 2-3 schlechtesten Büchern, die ich mir jemals zugemutet habe. Er schreibt in dem Buch ganz ausdrücklich, dass er sich nicht großartig mit wissenschaftlich sauberer Argumentation etc. aufhalten möchte, und er steht zu seinem Wort:(. Letztlich ist das Buch, und damit wohl auch das Konzept, denn es baut soweit ich weiß ausschließlich auf diesem Buch auf, ein Sammelsurium von Beispielen und Polemiken gegen "konventionelle" Umweltschützer, wie man sie aus einem durchschnittlichen Artikel in der "Welt" kennt. Wie man diese c2c-Ideologie praktisch umsetzen soll (außer, dass es auf keinen Fall irgendwas mit Verzicht oder irgendwas mit Grenzwerten und Restriktionen für die Wirtschaft zu tun haben darf) ist kein Thema, dass ihn länger aufhält. Der einzige Ansatz, an den ich mich erinnere, ist der, dass man Hersteller dazu bringen sollte, ihre Produkte wieder zurück zu nehmen. Dann würden sie wohl etwas sauberer produzieren, weil sie ja die Sachen selber entsorgen müssten. Dass das nichts mit Ökoeffektivität zu tun hat, sondern einfach ein normales Instrument konventioneller Umweltpolitik ist, das eher zu Ökoeffizienz als zu Ökoeffektivität führt, ist dem Autor entweder egal oder es wird von ihm nicht bemerkt. Und dies ist denke ich das zentrale Problem seiner ganzen Idee, der eigentliche Grund dafür, dass er sich nicht wirklich objektiv und eindeutig äußert sondern auf einer peinlichen pseudopsychologischen und blumigen Ebene bleibt (etwa das leicht wahnsinnige Beispiel mit dem verschwenderischem Apfelbaum): letztlich ist Ökoeffektivität, wenn sie tatsächlich möglich ist, einfach das Resultat einer langen Entwicklung in Richtung Ökoeffizienz. Diese Erkenntnis würde die Selbstvermarktung aber natürlich deutlich schwieriger machen. Kaufen und lesen! 5 von 5 PunktenTrotz sperrigen Titels ein Buch das JEDER gelesen haben sollte. Es ist leicht verständlich und inhaltlich überragend. In Zeiten einer sich anbahnenden Weltwirtschaftskrise ist es aktueller denn je. Es zeigt der Hausfrau und dem Manager den Weg der Zukunft. Ein Vision jenseits der grünen Revolution 5 von 5 PunktenVergessen Sie einmal alles, was Sie über Umweltverschmutzung, Recycling, Global Warming oder Nachhaltigkeit gelesen haben. Vergessen Sie auch einmal für einen Moment das Schuldgefühl, wenn die Plastiktonne mal wieder bis zum Rand gefüllt oder wenn Sie, mangels eines Mülleimers oder einfach aus Gedankenlosigkeit den Eiskrembecher in die Landschaft entsorgt haben. Und stellen Sie sich stattdessen einmal die folgende Frage: Ist es ein Fehler, uns Menschen die Krone der Schöpfung zu nennen? Sind wir als einzige Spezies letztendlich dazu bestimmt, im besten Fall weniger Schädliches für uns und unsere Mitbewohner auf diesem Planeten zu tun? Kann es für uns tatsächlich nur darum gehen, dessen Resourcen durch Nachhaltigkeit langsamer zu verschwenden? Deckt sich diese Philosophie, die bislang das Menschen- und Weltbild der Umweltbewegung geprägt hat, letztendlich aber nicht besonders inspirierend ist, mit unseren tiefsten Erfahrungen, unserem tiefsten Verständnis unserer selbst, unseren höchsten Zielen? Hinter dem unscheinbaren Titel Einfach intelligent produzieren steckt eine echte Revolution. Michael Braungart und William McDonnough, ein deutscher Chemiker mit Greenpeace Erfahrung und ein amerikanischer Architekt, die wir schon in unserer letzten Ausgabe kurz vorstellten (Design für Utopia), haben sich das ganze Gedanken- und Produktionssystem, das hinter unserer heutigen Wirtschaft steckt, vorgenommen und hinterfragen es auf eine Weise, die von den althergebrachten Ideen der grünen Revolution nichts mehr übrig lässt. Obwohl man bei der Lektüre manchmal die Zähne zusammenbeißen muss, wenn wieder eine lieb gewonnene Idee über Umweltschutz in die Mülltonne wandert und das bedrohliche Bild, welches von unserer Gesundheit und der der Erde gezeichnet wird, deutlicher denn je umrissen wird, hat all dies letztendlich zur Folge, dass man sich fühlt, als könne man plötzlich freier atmen. Mit ihrer festen Überzeugung und unerschütterlichen Begeisterung für das Potenzial unserer Kreativität, die nicht nur idealistisch sind, sondern in ihrer eigenen Arbeit ganz konkreten Ausdruck finden, erreichen Braungart und McDonnough tatsächlich die Seele ohne ein einziges Mal die Worte Moral, Spiritualität oder Gott zu benutzen. Nach einem Überblick über die Geschichte der industriellen Revolution, der die Logik ihrer Anfänge in ihrem historischen Kontext verständlich macht, erklären Braungart und McDonnough, warum unsere bisherigen Anstrengungen, die Auswirkungen unserer Geschäftigkeit auf die Erde zu relativieren, zu keiner befriedigenden Lösung geführt haben oder führen können. Sie verschreiben der Menschheit eine zweite industrielle Revolution. Und dabei geht es ihnen nicht um ein Zurück zu Beschränkung, Verlangsamung oder Einfachheit. Im Gegenteil Nehmen wir die Ameisen sie sind, nach Biomasse gemessen, viermal so stark wie wir Menschen auf dem Planeten vertreten. Doch mit all ihrer kollektiv fein abgestimmten Produktivität tragen sie auf eine verblüffende Vielzahl von Weisen zum Kreislauf des Lebens und der Ernährung anderer Arten bei. Oder der Kirschbaum seine Übermenge an Blüten scheint verschwenderisch und uneffizient, doch seine Schönheit und sein Nutzen für die ihn umgebenden Lebenssysteme würde niemand bestreiten. Die Autoren argumentieren, dass es, wenn wir schlau genug sind, Sonden zum Mars und Teleskope immer tiefer ins Weltall zu schicken, keinen Grund dafür gibt, unsere einmalige Erfinderkraft und Ingenuität nicht nur zu unserem eigenen Wohl, sondern gleichzeitig dem des ganzen Lebenssystems einzusetzen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn man Verpackungen mit Genuss in die Landschaft werfen könnte, weil sie in Sonne und Regen zerfallen und dabei die in ihnen eingeschlossenen Samen von heimischen Gräsern und Blumen freigeben? Je weiter man den Gedankengängen der beiden Autoren folgt, desto fraglicher erscheinen einem all die als selbstverständlich vorausgesetzten Maxime der bisherigen Umwelt-Philosophie: Plötzlich erscheinen sie fast wie eine Beleidigung des menschlichen Geistes und Potenzials. Dieses Buch bietet allem Zynismus, aller Resignation über unsere Rolle auf diesem Planeten die Stirn und stellt eine aufregendere, kreativere, positivere und menschlichere Alternative vor. An konkreten Beispielen, auch aus ihrer Arbeit mit Firmen unterschiedlichster Branchen auf allen Kontinenten, zeigen Braungart und McDonnough, dass es für uns technisch absolut möglich ist, anzufangen, die Erde in eine neue Ganzheitlichkeit zu führen, in der wir Menschen zum ersten Mal nicht nur nach ganzem Herzen konsumieren, sondern dabei gleichzeitig zur Lebensqualität aller Arten beitragen können. Sie nehmen uns jede Entschuldigung dafür, selbstgerecht oder selbstbemitleidend zu sein. Schuldig sollte sich keiner fühlen solange wir die Fakten nicht kannten, konnten wir nicht anders. Doch danach von jetzt an sind wir alle aufgefordert, unsere außergewöhnliche Erfinderkraft in den Dienst unseres Planeten und seiner Zukunft zu stellen. Indem Braungart und McDonnough so unerschrocken, leidenschaftlich und kompromisslos in die Tiefe ihres Faches gehen, erreichen sie damit so etwas wie eine Aussöhnung mit unserer eigenen Natur. Sie beschreiben den Anfang eines wirklich integralen Weges der Produktion, der es möglich macht, zum Mitgestalter der größten Produktion aller Zeiten zu werden dem Leben. Die Zukunft gestalten 5 von 5 PunktenDie Autoren beschreiben fachlich fundiert und sehr realistisch die Gestaltbarkeit einer besseren Zukunft. Kreativität, Vielfalt und fachliche Kompetenz ergänzen sich in diesem Buch optimal, ohne dabei den Bezug zur Realität zu verlieren. - Das Buch ist absolut lesenswert und auf keinen Fall als "Öko-Spinnerei" einzustufen. Zurück in die Wiege der kulturellen Menschwerdung 2 von 5 PunktenSehr gut, Wissenschaftler Braungart! Geistesgrössen wie Pitt und Diaz legen sich also Ihre Meinung unters Kopfkissen, und Popcorn-Epiker Spielberg kann bald den ganzen Senf in eine Day-after-tomorrow-Nachgeburt Emmerichschen Ausmaßes einmengen. Ich bin recht gespannt, inwieweit Ihre an den Haaren herbeigezogene Sammlung an Halbfertigkeiten tatsächlich mehr bewirken sollte als die absehbare Trinkwasserentwertung. Eines ist jedoch sicher- die Ameisen werden überleben, und die nächsten zwei Millionen von Ciba-Geigy sind um einiges besser angelegt, wenn Sie, anstatt in der Business um die Welt zu jetten und mit sogenannten Experten beim Lunch die Zeit zu verquatschen, Elementares wie die Hauptsätze der Thermodynamik sowie einiges an Ökonomie und Soziologie im Hirnkastel exhumieren und danach anfangen, sich soetwas wie Gedanken zum Zustand der Menscheit zu machen. Oder lassen Sie es und verbringen Sie die Zeit mit den Müllvermeidern Fuchs und Hase, irgendwo im Hinterwald. Der Rest der Menschheit wird es sehr wahrscheinlich mit dem zitierten BASF-Mitarbeiter halten und daran gut tun, die Vorzüge der Industriegesellschaft zu geniessen, um nicht mit kurz 20 Lenzen an Krätze oder Pest einzugehen. Zwei Sterne für jede Silbe der ach so ersehnten besseren Welt: Stein-Zeit. |
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WorldChanging (World Changing): Das Handbuch der Ideen für eine bessere ZukunftGebundene Ausgabe von KnesebeckPreis bei Amazon: EUR 39,95, Angebote ab EUR 21,48 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3896605992, Erscheinungsdatum: August 2008 |
2 Kundenrezensionen:tolle Ansätze - sehr empfehlenswert 5 von 5 Punktentolle Ansätze - sehr empfehlenswert. Dieses Buch ist wirklich sehr aufschlussreich, gibt tolle Ansätze zu nachhaltigem Leben. Für jeden, der sich für eine gerechte und vor allem lebenswerte Welt interessiert sehr zu empfehlen! Heute ist der Beginn unserer Zukunft 5 von 5 Punkten"Das Handbuch der Ideen für eine bessere Zukunft" lautet der Untertitel dieses 480-seitigen Kompendiums; und treffender kann man den Inhalt kaum beschreiben. WorldChanging ist ein Sammelsurium teils brillanter, teils skurril anmutender Vorschläge, auf welche Weise man das Leben auf unserem Planeten in den nächsten 25 bis 50 Jahren verbessern könnte. Oder besser gesagt: überhaupt ermöglichen; denn die Signale stehen längst auf Alarm. Dass wir uns am Rande des Abgrunds bewegen, ist heutzutage wohl jedem klar; doch die meisten zucken angesichts des globalen Ausmaßes der Probleme mit den Schultern und flüchten sich in Fatalismus: "Ich kann's nicht ändern!" Und hier setzt dieses Buch an. Wer einmal diese Schatztruhe aufgeschlagen hat, wird eine so fadenscheinigen Ausrede nicht mehr gelten lassen. Natürlich kann niemand im Alleingang die Welt retten. Aber niemand von uns ist auf sich allein gestellt. Nur in Deutschland gibt es über 40 Millionen Erwerbstätige und damit Verbraucher. Was für eine Macht könnten wir als Verbraucher ausüben, wenn wir uns nur einig wären! Einig darüber beispielsweise, dass uns "billig" bald teuer zu stehen kommt. Darüber, dass auch Geiz seinen Preis hat und der ist keineswegs geil. In WorldChanging findet man Anregungen zuhauf, wie jeder von uns Einfluss nehmen kann. Nicht nur auf dem Gebiet des Konsums, sondern in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Folglich ist auch das Buch in diese Bereiche gegliedert: Konsum, Wohnen, Städte, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Unser Planet. Ein Patentrezept wird man vergebens suchen auch ein schlüssiges Gesamtkonzept oder eine allgemeingültige Maxime zum Schluss. Welche Schritte wir tun, schreibt uns dieses Buch nicht vor. Es tut etwas viel Besseres: Es holt den Idealismus raus aus der alternativen Müsli-Ecke. Es führt uns die radikale Notwendigkeit (und die Rentabilität) eines geistig-moralischen Paradigmenwechsels vor Augen. Aber vor allem macht es Mut! Es zeigt, dass wir durchaus etwas ändern können. Viele Menschen haben es nämlich bereits getan! |
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Umwelt- und Sozialfolgen des Verfütterungsverbotes für tierische Proteinmehle von Michael Braungart, Jens Soth, Dagmar ParuselGebundene Ausgabe von Books on Demand GmbhPreis bei Amazon: EUR 15,00, Angebote ab EUR 10,06 ISBN: 3833000120, Erscheinungsdatum: 2003, Auflage: 1 |
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Nachhaltiges Design: Laboratorium für industrielle Neuanfänge von Andreas Dally, Reinhard Komar, Michael Braungart, Ursula Tischner, Göran Pohl, Jan Jacobs, Axel Thallemer, Reinhard Loske, Volker Hartkopf, Michael Kuhndt, Martin Herrndorf, Martin Jänicke, Harry Lehmann, Manfred Treber, Felix Ekardt, Joseph H Reichholf, Antonio Brettschneider, Julia SchlünsTaschenbuch von oekom verlagDer Artikel ist derzeit nicht verfügbar, kann jedoch vorbestellt werden. ISBN: 386581073X, Erscheinungsdatum: Juni 2007, Auflage: 1 |
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