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Produkt-Bild: Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick

Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick von Michael Miersch, Henryk M. Broder, Josef Joffe, Dirk Maxeiner

Gebundene Ausgabe von Albrecht Knaus Verlag
Preis bei Amazon: EUR 16,99

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3813503852, Erscheinungsdatum: Sept. 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick

Eine Kundenrezension:

Damals
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Maxeiner und Miersch sind Journalisten, die etwas zu sagen haben, die mutig sind, aber nicht dumm-unverschämt, die es wagen, gegen den Stachel zu löcken - aber das heißt ja richtig "nicht dem Mainstream folgen" - also alles in allem immer Grund zu lesen, was von ihnen auf den Markt kommt. Wenn sich dann noch der freche, aufsässige Broder dazugesellt, dann ist Lesespaß zu erwarten. Und das ist ihnen - und J. Joffe - rundherum gelungen. Schlichte Beschreibungen abgelaufener Begriffe: das kann richtig lustig sein, bringt einen aber auch wieder zurück in vergangene Zeiten. Mehr als ein Mal hält man inne - besinnt sich - und stellt fest, daß man diesem oder jenem gläubig zugestimmt hat: aber außer 'Glauben gleich Nichtwissen' war da nichts. Hilfreich bei der Beurteilung heutiger Glaubenssätze ist das immerhin. Also ein unterhaltsames Buch, ein Buch zur Besinnung, ohne schwermütig zu werden und ein wunderbares Kaffeegeschenkbuch, sozusagen statt Blumen. Es passt in jede Gesellschaft - in manche natürlich ein bißchen zum Ärgern, aber zugegeben: das macht ja auch Spaß!
Brigitte Babbe
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Produkt-Bild: Das Universum der Dinge: Zur Ästhetik des Alltäglichen

Das Universum der Dinge: Zur Ästhetik des Alltäglichen von Konrad Paul Liessmann

Gebundene Ausgabe von Zsolnay
Preis bei Amazon: EUR 17,90

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3552055118, Erscheinungsdatum: August 2010
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Eine Kundenrezension:

So spannend kann Ästhetik sein
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auf Konrad Liessmann, Professor für Philosophie an der Universität Wien, stieß ich an einem Vortrag über Kitsch. Und was er damals in der Schweiz zu diesem für Kunstfreunde eher heiklen Thema sagte, begeisterte mich so, dass ich danach jedes seiner Bücher zur Pflichtlektüre erhob. Bereut habe ich diesen Entschluss auch diesmal nicht. Denn obwohl Konrad Liessmann inzwischen nicht mehr der Einzige ist, der sich mit der Ästhetik des Alltäglichen befasst, gibt es nur wenige, die ihre Betrachtungen und Gedanken so präzis und gleichzeitig unterhaltsam zu Papier bringen können.

Gerade weil Konrad Liessmann auf den Originalitätsanspruch verzichtet, sind seine Ausführungen auch immer ein Stück Kunst- und Geistesgeschichte. Er zeigt die Wurzeln seiner eigenen Theorien auf, bezeichnet die Weggabelungen, an denen er von den Modellen anderer Philosophen Abschied nimmt und begründet seine Schritte gut nachvollziehbar. Zudem streut er gerne kleine Polemiken ein, wo ihm dies notwendig scheint.

Wie es sich für einen guten Kritiker gehört, kann der Autor auch über sich und seine Berufsstand lachen. Das wird bereits im Vorwort klar, in dem Konrad Liessmann zugibt, dass längst nicht jede These, Theori und Abhandlung unsere Aufmerksamkeit verdient. Daher sind internationale anerkannte Zeitschriften auch kein Garant für überraschende Einsichten und funkelnde Edelsteine aus Wissensschätzen. So eingestimmt erfährt der Leser dann, was Liessmann unter der Metaphysik der Gebrauchsgegenstände meint und welche Rolle die Industrialisierung in der Ästhetik spielt. Allein dieses Kapitel würde den Kauf dieses Buches bereits rechtfertigen. Die Gesetze der Alltagsästhetik neu deutend führt uns Liessmann im Folgenden durch Kitschwelten und verschiedenste Kunsttheorien. Und auch in der Abteilung Musik richtet der Autor seinen Blick auf Gegenstände und Wahrnehmungen, die wir gewöhnlich nicht mit Ästhetik verbinden. Erhellend auch seine Betrachtungen zur Eventkultur, zum Fußballspiel und zum Rennrad, inklusive Abstecher ins Fitness-Center. Ob wir die falschen Götter anbeten, beantwortet Liessmann, wenn er über schöne Menschen und ihre Idole spricht. Und was das Ding an sich ist, enthüllt er im letzten Kapitel "Koboldschätze".

Mein Fazit: Wer sich über Ästhetik Gedanken macht und weiter kommen will als Schiller, Schopenhauer, Goethe oder Adorno, sollte sich dieses Lesevergnügen nicht entgehen lassen. Konrad Liessmann bettet seine klugen Gedanken immer auch in einen geschichtlichen Rahmen ein, womit sie noch besser nachvollziehbar sind. Und nach der Lektüre seiner Betrachtungen über Fußball und Fitnesscenter wird man das Geschehen auf dem grünen Rasen oder an martialischen Geräten anders wahrnehmen.
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Produkt-Bild: Der Untergang des Abendlandes

Der Untergang des Abendlandes von Oswald Spengler

Gebundene Ausgabe von Patmos
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,94

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3491961904, Erscheinungsdatum: Januar 2007, Auflage: 1., Aufl.
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4 Kundenrezensionen:

Fundiert und noch immer Top-Aktuell
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Spengler versucht zu beweisen dass alle grossen menschlichen Zivilisationen ein ähnliches Entwicklungsschema aufweisen.
Grundlage ist die Idee dass eine Zivilisation einen Prozess durchlebt, ähnlich dem Lebensprozess eines Menschen.
Geburt - Wachstum - Produktivität - Senilität - Tod.
Die Idee dieses Prozesses ist nicht neu, aber Spengler hat es soweit ich weiss zum ersten mal in dieser fundierten Form und mit zahlreichen
zusätzlichen Basis-Überlegungen auf Papier gebracht.

Grundlage für die Überlegungen bieten die Zivilisationen der Griechen / Römer / Chinesen / Inder und unsere "faustische" Zivilisation.
Dabei versucht Spengler anhand der Mathematik/Kunst/Spiritualität/Religion/Kunst etc etc einen Vergleich zwischen den verschiedenen Kulturen zu ziehen.
Dabei wird klar dass unserer faustischen Kultur grundsätzlich andere Werten und Betrachtungsweisen innewohnen als beispielsweise der indischen,chinesischen oder griechischen.
Dies ist noch nicht verwunderlich, verwunderlich ist dass trotz all der Verschiedenheit jeder Kultur/Zivilisation ein gewisser "Lebensplan" zugrunde liegt.
So etwas wie eine biologische Uhr die tickt.
Nach Spengler durchleben wir in der faustischen Zivilisation gerade die letzte Phase, und bis ins Jahr 2200 wird unsere Kultur in dieser Form untergegangen sein.

Wohlgemerkt: Spengler ist kein Untergangs-Prophet.
Sein Werk würde ich als geschichts-philosophisch betrachten.
Und auch wenn es bereits 90 Jahre alt ist so sind die Betrachtungen und Schlüsse in keinster Weise veraltet.
Im Gegenteil: es wird klar wie stark das Schicksal einer Zivilisation vom Grund-Denken eines Menschenschlages bestimmt wird.
Einem Grund-Denken dass sich in dunkler Vorzeit gebildet hat, vor Jahrtausenden, und weiterbesteht ohne dass dieser Zusammenhang in der Zivilsation wirklich zum Ausdruck käme, respektive ohne dass sich die einzelnen Teile einer Kultur, der einzelne Mensch, darüber im klaren wären.

Insofern ist Spenglers Werk ein Aufklärungswerk und jedem zu empfehlen der sich Gedanken über unsere Zivilisation macht.
Es ist interdisziplinär und wirkt in folgenden Disziplinen: Meta-Mathematik / Geschichte / Philosophie / Soziologie / Ahnenkunde / Psychologie / Zukunftsforschung / Kunstgeschichte etc.

Kantianer aufgepasst, Spengler ist ein Goethianer.
Er versucht zu erkennen, nicht zu verlogifizieren.

Das Buch kann vom Laien verstanden werden.
Spengler bleibt in der Sprache klar und bemüht sich um Verständlichkeit.
Ein Studium der Geschichte wäre natürlich vorteilhaft, aber rudimentäres Wissen über die Gesamt-Zusammenhänge genügen auch.

Kein leichtfertiges Werk.
Zu Empfehlen?
Auf jeden Fall.
Für "starke Denker"
2 Punkte 2 von 5 Punkten
In seinem 1200S.-Werk mit dem irreführenden Titel "Der Untergang des Abendlandes" stellt sich Oswald Spengler dem Leser als "Geschichtsforscher, Geschichtskenner und Geschichtsphilosoph" vor. Nach des Autors Verständnis besitzt der Geschichtsphilosoph die angeborene, nicht lernbare Fähigkeit, die Bedeutung (d.h. Ablauf und Ziel) der Geschichte zu erkennen. Außer sich selbst benennt O.S. niemanden mit dieser ungewöhnlichen Begabung.
Mit Abendland meint er "die gesamte westliche Welt". Der Untergang (der gesamten ? westlichen Welt) könne - müsse aber nicht - "in einigen hundert Jahren" erfolgen.

Geschichte habe zwar eine Bedeutung, sei aber ansonsten sinnlos. Für ca. 2020 prognostiziert O.S. "starke Denker" , die seine Philosophie und die Bedeutung der Geschichte verstehen werden. Wie die vielen Auflagen des Buches, die Erwähnungen, Zitierungen und pos. Rezensionen vemuten lassen, könnte er sich mit seiner Prognose geirrt haben.

Der "normale Denker" wird indessen große Teile des Werkes (zugestanden : nicht alles) sterbenslangweilig und/oder unverständlich und /oder nichtssagend und/oder fehlerhaft finden. Manche Aussagen sind sogar total abwegig; z.B. daß O.S. den beiden goldsüchtigen Raubmördern Pizarro und Cortez "das Heldentum echter Rassemenschen" bescheinigt.

Oswald Spengler bemängelt an der deutschen Sprache, daß sie ihm nicht die Mittel bietet, seine Gedanken präzise darzustellen. Er konstruiert also; z.B. "negerhafter Cäsarenwahn". Was das genau zu bedeuten hat, geht aber auch aus dem Kontext nicht hervor, denn es gibt nirgendwo einen Kontext. O.S. hantiert mit seinen Ideen wie ein Mosaikkünstler, der sein Bild mit der Schaufel gestaltet.

In dem 90S.-Kapitel mit der Überschrift "Pythagoras, Mohammed, Cromwell" wird Cromwell folgendermaßen "behandelt" (und dann nicht wieder): "... Puritanismus ... erscheint im Heere Cromwells und seiner eisernen, bibelfesten ... Independenten, im Kreise der Pythagoräer, die ... das fröhliche Sybaris zerstörten". (Sybaris wurde - nebenbei gesagt - nicht von den Pythagoräern zerstört.) In einigen Nebensätzen werden Mohammed und Pythagoras erwähnt, und ihnen wird geistige Verwandschaft unterstellt. (Pythagoras würde sich im Grabe umdrehen.) Ein Vergleich Mohammeds mit dem Münsteraner Knipperdolling wäre treffender.

Allerdings findet man in diesem Kapitel , wie auch in jedem anderen, "geschichtsphilosophische" Erkenntnisse wie z.B. "Das Gewordene kommt nach dem Werden" oder "Raum verhält sich zu Zeit wie Auge zu Blut, wie Heiliges zu Heldenhaftem". Noch eine Leseprobe: "Das Ausgedehnte wird auch religiös als Augenwelt von dem Ich als Lichtmitte aus erfaßt. Gehör und Getast werden dem Geschehen eingeordnet und das Unsichtbare, dessen Wirkungen man sinnlich verspürt, wird zum Inbegriff des Dämonischen." Hat das etwas mit Puritanismus oder Cromwell zu tun? Der "normale Denker" erkennt es jedenfalls nicht auf den ersten Blick.

Der Titel ist insofern irreführend, als O.S. eigentlich "Große Kulturen" auf Gemeinsamkeiten hin untersucht.
(Große Kulturen: 1. Abendland; 2. antik. Gr.; 3. Rom; 4. Indien; 5. China; 6. Ägypten; 7.Maya; 8.Israel, Babylon, Arabien.)
Große Kulturen SIND für O.S. Lebewesen (nicht: sind wie): Sie werden geboren, reifen, altern und sterben. In entsprechenden Lebensaltern erscheinen laut O.S.analoge Ereignisse und Personen; z.B. die "Zeitgenossen" Aristoteles und Kant; sie seien große Philosophen, aber nicht große Mathematiker gewesen. Oder: Puritanismus bei Pythagoras und Cromwell. Ein Leser findet es besonders tiefsinnig, daß O.S. den Bildhauer Polyklet (geb.480 vor) und den Komponisten J.S.Bach (geb.1685 nach) zu "Zeitgenossen" erklärt. Na, meinetwegen. (Mit größerer Berechtigung kann man G.W. Bush zum "Zeitgenossen" von Dschingis Kahn befördern.)
Wenn man nun wüßte, wann Oswald Spengler die "Große Griechische Kultur" untergehen ließ (1453 wäre ein sympathisches Datum), könnte man ausrechnen, wann wir "dran" sind.

LV
Major though controversial philosophy of universal history
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Spengler's two volumes, originally published in 1918 (with revised edition in 1923, vol.1) and 1922 (vol. 2), rank as a major, though controversial philosophy of universal history. The present edition has a new typesetting and a critical essay by Thomas Zwenger (vol. 2, pp. 677-727). The work still invites comment, and it must be said that its major chapter on religion misleadingly entitled "Problems of Arabian Culture" awaits critical evaluation even more than eighty years alter its original publication. It is based on Spengler's distinction between "Faustfan" and "magical" culture, with Islam, the final Synthesis of all Semitic religions, representing the realm of magic. Hopefully, this new edition will inspire scholars to take another look at what used to be a bestselling title during the author's lifetime (d. 1936). The editor and publisher are to be thanked for making the book available.
und es lässt einen doch wieder los. . .
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ja, Herr Spengler hat ein Mammutwerk geschrieben, das aus seiner Zeit betrachtet, visionär war und uns neue Erkenntnisse brachte.

Doch bei allem Lob stolpere ich bei ihm immer wieder über Stellen, die dermaßen daneben sind, dass ich das Buch irgendwann zur Seite legte:
Beispiele: Über Mann und Frau (S.961 ff.) "Der Mann ... begreift die Kausalität, die Logik des Gewordenen nach Ursache und Wirkung. Das Weib aber ist Schicksal, ist Zeit... Eben deshalb bleibt ihm (dem Weib) das Kausalprinzip ewig fremd." und weiter unten: "Der Mann führt Schlachten ... Das Weib erringt seinen Sieg im Wochenbett. ... Deshalb verachtet das Weib diese andere Geschichte, die Politik des Mannes, die sie nie versteht, von der sie nur weiß, dass sie ihr die Söhne raubt."

Auch wenn das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen ist, zeigt es ein Frauenbild was exemplarisch ist für die dogmatische Argumentation des Herrn Spengler durch das ganze Buch hinweg. Alles ist einfach so, weil er irgendwelche Zusammenhänge sieht und andere ignoriert, so kann er über das Wesen von Millionen Menschen mit einem Satz urteilen, Geschichte nach seinem Gutdünken nochmal völlig re- und weginterpretieren, völlig undifferenziert, ohne kritische Abgrenzung zur Realität. Die Macht der Halbwahrheit ist hier sehr deutlich zu spüren, denn man muss sich im wahrsten Sinne des Wortes "aus seinem Bann lösen", Abstand zu seinen Thesen gewinnen.

Irgendwann auf diesen 1200 Seiten wird man dieser Art der Weltvereinfachung einfach überdrüssig, kann nicht mehr von Dingen lesen, die offensichtlich aus massiv tendenziöser Überinterpretation von Fakten im Lichte einer einzigen, der Spenglerschen, Wahrheit so zurechtgebogen wurden.

Wer also auch die Einseitigkeit dieser Argumentation nicht mag, den kann ich beruhigen: Man muss Herrn Spengler nicht gelesen haben, um sich Gedanken über den Untergang oder Fortbestand des Abendlandes zu machen.
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Produkt-Bild: Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs

Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs von Ulrich Grober

Gebundene Ausgabe von Kunstmann
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3888976480, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1. Auflage.
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4 Kundenrezensionen:

Informatives Lesevergnügen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Heutzutage ist alles nachhaltig. Was für eine vorbildliche Nation Deutschland doch in Sachen Umweltschutz ist. An wirklicher Umweltbildung, abseits der bequemen Schlagworte, mangelt es hingegen. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Nachhaltigkeit? Welche Geschichte hat dieser Begriff ?

Die Fragen werden im Buch Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs" eindrucksvoll und mit grosser sprachlicher Schärfe erklärt. Das Buch von Ulrich Grober ist nicht nur lehrreich im alten Sinne des Begriffes. Ulrich Grober macht die Abhandlung zu einem Lesevergnügen. Gerade auch deshalb weil er dem Bedürfnis nach bequemer, mundgerechter, Lektüre nicht nachkommt.

Eine Kulturgeschichte des Begriffes Nachhaltigkeit ist gleichzeitig auch eine Zeitreise. Franz von Assisi, die europäischen Königshöfe, die Brundlandt Kommission, sind nur einige Stationen. Die Situation des Waldes, die immer neuen Definitionen in Sachen Nutzung, sind ebenso spannend zu lesen die Diskussionen zum Thema Energie (vom Tagebau zur Solarenergie !?).

Das Buch von Ulrich Grober ist verblüffend aktuell und fundiert. Menschen die sich am umweltpolitischen Diskurs beteiligen ist die Lektüre dringend zu empfehlen. Allen anderen Menschen auch. Es geht letztlich um die Frage woher wir kommen und wohin wir gehen wollen. Wer lenken will, wer mitgestalten will, muss aber informiert sein. Informiert abseits der vorgekauten Medienkost. Es geht darum sich selbst zu informieren, sich selbst ein Urteil zu bilden, Schlicht: selbst zu denken. Das Buch von Ulrich Grober ist eine gute Übung zum Selbstdenken.
Ein nachhaltiges Lesevergnügen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Journalist Ulrich Grober, Jhg. 1949 hat ein Grundlagenwerk geschaffen und trifft mit dieser professionellen aber lesbaren Zusammenfassung des Ursprungs und der heutigen Anwendung des stark beanspruchten Modebegrffes "Nachhaltigkeit" nicht nur den Zeitgeist, sondern veranschaulicht anhand von Autoren aus drei Jahrtausenden den Sinn und die sozio-moralische Dimension intergenerativer Verantwortung.

Er zeichnet präzise die moderne Debatte in der UNO und im Weltkirchenrat um globale Gerechtigkeit und einer nachhaltigen Entwicklung nach von Stockholm 1972, Nairobi 1975, die Nord-Süd Komission unter Brandt, den Brundland Bericht und die Koneferenzen Rio 1992 bis Kyoto und Kopenhagen und verknüpft diese mit den Vordenkern von Moses Genesis, über St. Franziskus "Sonnengesang" bis zu den sächschischen Forstklassikern wie Carlowitz, die den Begriff geprägt und einen ökologische Haushalterschaft mit den Ressourcen bereits im 18. Jahrhundert ökonomisch begründet haben.

Empfohlen vom Geschäftsführer des Rates der Bundesregierung für Nachhaltigkeit, ja so etwas gibt es tatsächlich, habe ich dieses Buch verschlungen. So konnte ich persönlich meine akademische oeco-Bibliographie vom der Humanökologie in den 70ern bis zur Governance von freien Gütern heute nachvollziehen, auffrischen und finde die reichhaltig dokumentierten Quellen für eine Promotion mehr als zitierfähig. Dieses Buch ist nicht nur ein "Muss" sondern ein nachhaltiger Genuß!
Chapeau M. Grober!
Unterhaltsam und Interessant
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und bin begeistert. Spannend und unterhaltsam wird der Leser regelrecht auf eine Reise mitgenommen. Der Autor beschreibt die Umstände der Epoche, in der er den Begriff Nachhaltigkeit sucht und erkärt, so anschaulich, dass ich eben gestern Abend vor den Stadtmauern von Assisi und in einem Olivenhain stand.

Und gleichzeitig schafft er es, einen komplexen Themenrahmen mit Informationen und interessanten Hintergründen zu füllen.

Absolut empfehlenswert!
Kulturgeschichte eines Begriffs
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch DIE ENTDECKUNG DER NACHHALTIGKEIT von Ulrich Grober nimmt uns mit auf eine lange und auch alte Reise in die Zeit, um aufzuzeigen das Nachhaltigkeit und auch der Verstoß gegen sie schon immer da waren, ob es der Raubbau im Erzgebirge aufgrund von Silberfunden war oder die Waldrodungen in der SONG Zeit oder in Finnland während des russischen Großprotektorats - immer wieder zeigt der Autor auf was Nachhaltigkeit tatsächlich ist und wie man sich gegen sein Gegenteil zu erwehren versuchte. DIE ENTDECKUNG DER NACHHALTIGKEIT von Ulrich Grober nimmt es auch mit dem Begriff der Nachhaltigkeit selbst genau und erklärt woher dieser stammt und was er bedeutet. Das gerade heute NACHHALTIGKEIT wieder in aller Munde ist, kommt nicht von ungefähr bei all dem Raubbau an Mensch, Natur und Umwelt.

Das Buch DIE ENTDECKUNG DER NACHHALTIGKEIT von Ulrich Grober nimmt zuerst einmal einen tiefen Atemzug Historie und zeigt uns in allen Epochen und in allen Teilen der Welt Punkte für und wieder der Nachhaltigkeit auf, es nimmt uns mit in die Apolloraumschiffe und zeigt uns die Erde von außen - ein prägnanter Punkt um Nachhaltigkeit zu demonstrieren, denn die Erde ist einzigartig und wir sitzen alle zusammen auf ihr.

Das Buch öffnet das Bewusstsein für eine Diskussion um den Begriff, seine Bedeutung und seine Absichten. Es zeigt auf das es schon immer Menschen gegeben hat denen Nachhaltigkeit wichtig war und die Umweltschutz groß geschrieben haben. Nachhaltigkeit ist also keine Wortschöpfung von heute - es ist ein alter Begriff. Umweltschutz und Umweltzerstörung hat es schon immer gegeben und auch damals wurde gewarnt und gemahnt.

Das Buch DIE ENTDECKUNG DER NACHHALTIGKEIT von Ulrich Grober zeigt auf das insbesondere bei Krisen gerne von Nachhaltigkeit gesprochen wird und der Begriff danach auch wieder in der Versenkung verschwindet.

Das Buch zeigt ebenso auf das wir alle nur diese eine Erde haben und den Ast auf dem wir alle sitzen uns nicht absägen sollten - auch wenn einige meinen das sei ein gehbarer Weg, aufgrund von Profitmaximierung und Gewinnstreben.

Ulrich Grober hat gut recherchiert, ist weit in der Zeit zurück gegangen, hat viele Quellen zu Rate gezogen und damit dem Begriff der Nachhaltigkeit ein kleines aber feines Denkmal gesetzt.

Zur aktuellen Diskussion und an und für sich zu jeder Zeit ein Buch das man gerne zu Rate ziehen sollte, denn es zeigt auf eine Wunde die wir Menschen uns gerne selbst beibringen, die aber geheilt werden muss.

Empfehlenswert
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Produkt-Bild: Eros, Kosmos, Logos: Eine Jahrtausend-Vision

Eros, Kosmos, Logos: Eine Jahrtausend-Vision von Ken Wilber

Taschenbuch von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 17,90, Angebote ab EUR 12,99

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596149746, Erscheinungsdatum: Januar 2006, Auflage: 4., Aufl.
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4 Kundenrezensionen:

Ken Wilber: EROS, KOSMOS, LOGOS
1 Punkte 1 von 5 Punkten
nachdem ich dieses dicke Buch gekauft hatte fragte ich mich nach den ersten 162 gelesenen Seiten, was diese Art Literatur bringen soll, ausser Geld für den Verlag.

1. Auf den ersten 50 Seiten finde ich eine sehr bewertende Darstellung von Hierarchie und Herterarchie, die sich auf "Alltagsdiskussionen" stützt. Argumentationen von Hierarchie- und Heterarchiefanatikern werden dargestellt und als richtig, falsch oder gut und schlecht bewertet.

2. Als Ausweg aus dem Hierarchie - Heterarchie Dilemma wird das Wort Holarchie angeboten das sich dann zum Operationsbegriff HOLON entwickeln kann. Eine einfache Generalisierung der Kategorien, ohne jeden Erklärungs- oder Funktionswert. Manche Amerikaner nennen diesen Prozess "upchunking", soll heissen, grössere Einheiten bilden. Dieses upchunking verläßt Wilber bis Seite 162 nicht. Er faßt Philosophen, Meinungen und Thesen zusammen und bündelt sie in größeren Einheiten, größere chunks (ein für mich ein höchst interpretatives und gleichzeitig intellektverachtendes Vorgehen, das negativ an Bücher wie "Sophies Welt" etc. erinnert.)

3. Im zweiten Schritt werden die vier Quadranten vorgestellt und interpretiert (übrigens auch noch im folgenden Buch "Das Wahre, Schöne".). Das scheint nun derart plakativ, willkürlich und fast schon religiös, welterklärungsbeflissen, dass ich die Lektüre einstelle.

4. Ich erwartete von einem Buch, das sich mit Philosophie und Geistesentwicklung auseinandersetzt, die Darstellung einer Dynamik, die auch als induktiver Schlüssel taugt. An Hand der Dynamik soll der Entwicklungsprozesse selbst verfolgt und entwickelt und nicht nur in vorgegebene Quadranten eintragen werden.

5. Nach Wilber seien schwierige Fragen:
"Warum hinterlassen Menschen immer Spuren? Warum ist Menschsein immer mit Wertsuche verbunden" Das Wörtchen immer steht hier nicht als Mittel, um aus Übertreibung Erkenntnisse zu gewinnen, sondern als zu große Verallgemeinerung. Die Behauptung, hier handle es sich um schwierige Fragen erfolgt wahrscheinlich zu dem Zweck, durch potente Beantwortung Seiten zu füllen.

6. Das Wilber Projekt scheint eine Buchseitenproduktionsmaschine zu sein die sich für Leute, die viel publizieren wollen, zu kopieren lohnt.
Jahrzehnte einer Idee
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ken Wilber legt sich selbst neu auf. Ein weiser Mann hat einmal gesagt: Manche Menschen entwickeln ihr Leben lang immer neue Idee, während andere eine Idee haben, die sie immer weiter ausbauen. Ken Wilber gehört zur letzteren Sorte. Ohne den hier bereits vorhandenen ausgezeichneten Rezensionen inhaltlich noch etwas dazufügen zu wollen, beschränke ich mich auf das, was passiert: Wilber präsentiert verschiedene Ansätze philosophischer, physikalischer, psychologischer und anderer Modelle, legt diese quer, betrachtet (mal wieder und eigentlich längst überholt) die Diskrepanz zwischen einseitig holistischem und einseitig linearem Denken und überführt diese in einen (mal wieder und eigentlich längst überholt) transrationalen Ansatz. Doch, der Emergenzsprung ist nicht wirklich ein solcher. Sein Holonmodell krankt an der physikalischen Dimension (alles baut sich angeblich von unten noch oben auf) und das, was häufig als "esoterisch" anmutet wird hier mit vielen Worten mal wieder transrationalisiert. Alles in allem: ein schöner Abriss der Philosophie- und Psychologiegeschichte mit viel Wilberianismus aber nicht wirklich von Esprit. Man könnte Wilber die "Entschuldigung der Esoterik" nennen, wäre es nicht traurig zu sagen, dass dergleichen überhaupt nötig ist. Philosophieren hat etwas mit Spekulieren über das Transzendente zu tun, insofern ist aller Philosophie immer auch ein Schuss Esoterik (im eigentlichen Sinne des Wortes) inhärent. Es ist ein Kennzeichen insbesonderer deutscher Sprachphilosophie, heute vor allem in Europa Wortgeflechte zu verlangen, und Wilber war sich in diesem Buch nicht zu schade, dergleichen selbst zu versuchen. Betrachtet man Wilbers Entwicklung, so hat sich bei ihm eigentlich seit seinen Anfängen nicht viel getan. Gewiss, er ist elaborierter, aber um seine Philosophie oder Psychologie zu beschreiben, dürfen wir ruhig Bilbo Beutlin einen Satz entleihen: "Ich fühle mich wie Butter, die auf zuviel Brot geschmiert wurde". Viele Worte, aber eben doch dünn und nur mit Verstand und gesunder Kritik zu lesen. Wer Entschuldigungen für esoterische Ansätze sucht, braucht seinen Wilber, aber einmal durchdacht, kann man locker zu anderen Ufern weiterschreiten, denn Wilber hat das "trans" solange transzendiert, dass es irdisch geworden ist und damit seinen eigenen Schwung und Kick verloren. Vier Sterne, weil man eben doch noch was lernen kann und hier viel Wissen eloquent zusammengefasst wurde. Ein Klingone würde sagen: "Wilber, Sie haben es nicht mehr verdient, Wilber zu sein".
Transrationales Denken: Esoterik? Pseudowissenschaft?
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich bin durch ein erziehungswissenschaftliches Seminar an dieses Buch gekommen.
Puh, keine leichte Kost, obwohl der Text an sich relativ leicht zu lesen ist. Wilber hat ein breitgefächertes gesellschaftswissenschaftliches und vor allem philosophisches Wissen mit dem er seine Theorie untermauert. Wilbers Begrifflichkeit mutet teiweise etwas esoterisch oder pseudowissenschaftlich an - das liegt aber an der der Übersetztung und an der Thematik. Der Bereich des Transrationalen Denkens, wird von der Wissenschaft verteufelt, wie Gallileo einst von der Kirche.
Leider beschränkt sich Wilbers Gedankengebäude nicht auf dieses Buch. Seine Ideen erstrecken sich über mehrere Bücher.
Tja, freiwillig lesen / kaufen würde ich es nicht, aber es ist durchaus inspirierend - nicht spirituell. Es gibt Anreize sich mit Rationalität, Wissenschaft und dem Menschen auseinander zu setzen.
DER MUT ZUM ALTMODISCHEN DENKEN
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Bekanntlich krankt unsere Zeit nicht daran, zuwenig Wissen angesammelt zu haben. Die Berge wachsen. Doch Wissen führt nicht auf direktem Weg zur Weisheit und so macht sich ein Unbehagen breit. Nach all dem Forschen und Suchen wird schließlich wieder aus dem ?Faust" zitiert und stolz hält man sich für postmodern, was in etwa gleichbedeutend ist mit dem Bekenntnis, daß aus dieser Welt nicht schlau zu werden ist. Das mag am Ende auch stimmen, aber es gibt zumutbare Gründe, warum unser wissenschaftliches Weltbild noch nicht am Ende ist.
Kosmologische Entwürfe, also der Versuch, das Ganze auf einmal zu erklären, sind ja nicht mehr große Mode. Die letzten Universalgelehrten hat man wohl im vorigen Jahrhundert zu Grabe getragen. Aus praktischen Gründen teilt man sich nun die Arbeit auf und erinnert sich gegenseitig daran, über Tellerränder zu schauen, weil zwar der Teufel, aber nicht die ganze Welt im Detail steckt. Hier beginnt der Jammer.
Gewöhnlich sprechen unsere Experten in fächerübergreifenden Diskussionen eine jeweils andere Sprache. Wann konnten sich etwa Psychologen, Theologen, Physiker oder Philosophen auf ein paar Grundbegriffe wie ?Natur", ?Leben" oder gar ?Seele" und ?Geist" einigen. Der Widerspruch scheint in unseren Theorien unvermeidlich und wird konsequent der Wirklichkeit unterstellt. Es wird empfohlen, sich die Wahrheit im Plural zu denken.
Ken Wilber hat lange darüber nachgedacht. Er ist der Meinung, daß sich niemand vollständig irren kann und jede gute Theorie durchaus einen Aspekt der Welt erkennt, den sie dann leider schon für das ganze Wesen hält. Wilber vergleicht wissenschaftliche Schulen gern mit den Spektren des Lichts, jeder sieht eine andere Farbe, aber sobald das Geheimnis elektromagnetischer Wellen bekannt geworden ist, sehen sie doch alle dasselbe.
Diesem Geheimnis eines grundlegenden Musters ist Wilber auf der Spur und seine Arbeit stellt verblüffende Vorschläge dar, unser gesamtes Wissen in eine Ordnung zu bringen. Seine Integrationsversuche beziehen auch die Erfahrungen von Religion, Kunst und Alltagskultur ein, was ihm in akademischen Kreisen einen schlechten Ruf oder schlimmstenfalls Ignoranz einbrachte. Tellerränder.
?Eros, Kosmos, Logos" war für mich der Einstieg in Wilbers Denken und ich halte es für sein reifstes Werk. Wer den akademischen Stil nicht mag, sollte seine populärwissenschaftliche Zusammenfassung ?Eine kurze Geschichte des Kosmos" lesen. Wer hingegen mit vergleichbarer Literatur intimen Umgang pflegt, wird die Eleganz und Klarheit in Wilbers Darstellung als eine Wohltat empfinden.
Man soll ja vorsichtig mit Schwärmereien sein, aber Leben und Werk dieses Mannes verdanke ich einen guten Teil meines Seelenfriedens. Wilber ist für mich ein Held.
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Produkt-Bild: Und das ist Kunst?!: Eine Qualitätsprüfung

Und das ist Kunst?!: Eine Qualitätsprüfung von Hanno Rauterberg

Broschiert von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 6,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596177286, Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Und das ist Kunst?!: Eine Qualitätsprüfung

4 Kundenrezensionen:

Sehr lesenswert!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Und das ist Kunst?" ist ein äußerst interessantes, gut recherschiertes Buch. Es ist intelligent und beleuchtet klug die Marktmechanismen der großen internationalen Aukttionshäuser mit den sogenannten Global Player,und slso auch die Rolle der Künstler in diesem Netzwerk. Auch die große Zahl derer, die als Künstler in einem anderen Ambiente versuchen zu überleben, wird schlüssig beschrieben. Es ist ein unaufgeregtes, sachliches Buch, in dem Historie und Gegenwart immer wieder eine Rückkopplung erfahren und eingebunden werden. Sehr interessant sind auch die Machenschaften bestimmter Sammler als Stifter mit gesteuerter Einflußnahme auf Museen, etc.. Es ist ein sehr lesenswertes Buch - auch für jemandem vom Fach - wie mich.
Yael Niemeyer
Hilfreich und einfach nur gut
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch wunschgemäß vom "Weihnachtsmann" erhalten und unverzüglich verschlungen. Übersichtlich werden die ungeschriebenen "Gesetze" des Kunstmarktes erläutert bzw. kommentiert. Sehr informativ war für mich der Abschnitt über die "häufigsten Irrtümer". Interessant war der bei der Lektüre des Buches häufig eintretende "Aha-Effekt"; es wurden etliche Praktiken des Kunstbetriebes beim Namen genannt, die mir als Bildermacher Auf meinem Weg: Experimentell über die Abstraktion zur freien Malerei aus der Praxis heraus durchaus geläufig waren.
Patentrezepte zur Einschätzung von Kunst konnte auch Rauterberg nicht liefern. Allerdings hat er Kriterien vorgestellt, die zumindest eine Eingrenzung hinsichtlich der Qualität von Kunst erlauben. Mir als "Macher" hat das Buch Anregungen gegeben, was alles ich lieber n i c h t tun sollte...

Jörg Becker - Bilder- und Liedermacher
Einblick - aber keine Antwort
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Dieses Buch bietet ein ersten Einblick in die alte Diskussion hinsichtlich der im Titel aufgeworfenen Fragestellung. Thesen, Hypothesen und das Ausweichen in Richtung einer sehr subjektiv wirkenden Aneinanderreihung von Beispielen bringt dem Leser eine Erweiterung des Spektrums.
Nicht aber eine schlüssige Auflösung und schon gar nicht eine Kunstgebrauchsanweisung.
Gut so.
Ein rundherum gelungener Denkanstoß
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Bücher, die sich der Frage widmen, was gute Kunst sei, erscheinen in den letzten Jahren des öfteren. Einige davon sind eher kurz gefasste Ratgeber, die dem kunstinteressierten Laien oder auch weitergehend ambitionierten Sammlern einen Weg zeigen sollen, die Qualität von Kunst zu beurteilen und sich eine Orientierung auf dem Kunstmarkt zu bearbeiten.

Die künstlerischen Entwicklungen seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts haben vielfältige spannende und bereichernde Experimente mit sich gebracht, zu Aufbrüchen, Wandlungen und Erweiterungen des Kunstbegriffs geführt und damit auch die Schwierigkeit mit sich gebracht, Kriterien zur Beurteilung von Kunst zu erkennen oder in einem allgemeinen Konsens zu akzeptieren.

Ist Kunst, die den Weg in ein Museum gefunden hat gut? Ist ein hoher Preis für ein Kunstwerk ein Beleg für seine Qualität oder mögliche zukünftige kunsthistorische Bedeutung? Diese und viele Fragen sowie damit verbundene Irrtümer greift Hanno Rauterberg in seinem Buch Und das Kunst ist ?! auf. Es lässt sich nicht leugnen, dass der Kunstmarkt oder der Kunstbetrieb in seiner Gesamtheit voller irrationaler Phänomene zu sein scheint und wer sich leibhaftig in diesem Milieu umtreibt, bemerkt schnell, dass mehr über Preise, Erfolge und vermeintliche Erfolgstrategien, über Popularität und das Who is who gesprochen wird umso weniger aber über Kunst, ihre Aussagen und Qualitäten und Kriterien, diese zu benennen.

Der Feuilletonist der ZEIT Hanno Rauterberg stellt sich dem entgegen und ihm gelingt es, behutsam und doch verständlich, Missverständnisse und Irrtümer aufzudecken und die Diskussion über substanzielle Aspekte, über die Qualität von Kunst prüfend und doch offen anzustoßen.

Das Buch ist sicher keine grundsätzliche Marktkritik, denn Künstler sowie alle Varianten von Kunstvermittlern müssen bekanntlich auch ihren Lebensunterhalt bestreiten. Aber Rauterberg weißt Möglichkeiten auf, Kunst wieder in ihrer Autonomie abseits eines Marktes zu entdecken und sich ein Urteil zu erlauben. Dabei gelingt es ihm, Kriterien aufzuzeigen ohne dogmatisch zu sein, Thesen aufzustellen, denen nicht jeder Leser und Kunstliebhaber zustimmen muss, ihn aber anregt, viel zu sehen und zu vergleichen und sich aus dem Vergleich heraus eigene Urteile zu bilden. Nicht nur dem Betrachter in Museen, Galerien und Ateliers dient dieses, sondern zuweilen auch manchen Akteuren der Fachwelt. Auch dort kann gelegentlich der Eindruck entstehen, dass der Mut zum eigenen Urteil erst dann aufkommt, wenn ausgelotet wurde, was andere Denken und was im Trend liegt.

Auch wenn Rauterberg den Blick zurück auf Kriterien und einen Diskurs darüber lenkt, so hat dies nichts von mangelnder Offenheit und schränkt den Freiraum des künstlerischen Schaffens in keiner Weise ein.

Wie gesagt, unterschiedliche Ansichten sind erlaubt und Rauterbergs Thesen erwecken nicht den Eindruck eines ausschließlichen Anspruchs. Ihm gelingt eine Gradwanderung, die jeden bereichern kann unabhängig von Zustimmung oder Reibung in einzelnen Einschätzungen.
Auch das macht den außerordentlichen Wert dieses Buches aus.
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Produkt-Bild: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen: Mit den Augustenburger Briefen

Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen: Mit den Augustenburger Briefen von Friedrich von Schiller

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 6,80, Angebote ab EUR 4,49

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150180627, Erscheinungsdatum: März 2000
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3 Kundenrezensionen:

stellungnahme zum Inhalt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Abgesehen davon, daß es vermessen für einen normalen Leser vermessen ist, über Schiller zu urteilen:
Im vorliegenden Buch beschreibt Schiller - incht leicht zu lesen - den Schönheitsbegriff philosophisch und sieht u. a. die "lebende Gestalt" als ideale Einheit von Leben und GGestalt, Dasein und Form.
Klassisches Deutsch...!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein von mir hochverehrter Kunstlehrer empfahl mir dieses aus zahlreichen Briefen zusammengesetzte Werk, da ging ich noch zur Schule. Erst vor kurzem habe ich es dann einmal vollständig gelesen. Zwar ist Schillers Unterteilung der menschlichen Psyche in sinnlichen Trieb und einem keinen Kausalgesetz unterworfenen ethischen Gestaltungsvermögen nicht mehr ganz up to date, die Schlüsse, die Schiller jedoch für die Lebensführung daraus zieht, sind immer noch wahr und richtig. Zum einen verteidigt Schiller die Natur als jenen Bestandteil in uns, der uns gleichermaßen den ?Stoff" unserer Lebenspraxis und unseres künstlerischen Schaffens gibt, beharrt andererseits aber ebenso darauf, dass dieser Stoff einer Formung bedarf, die er unserem Vermögen zum ästhetischen und ethischen Urteil anheim stellt. Schließlich formuliert Schiller den tiefen Gedanken, dass der Mensch nur dort wirklich Mensch ist, wo er spielt, d.h. wo Formtrieb und Stofftrieb aufeinandertreffen und sich fruchtbar durchdringen.
Dass er das ganze auch noch in einem wunderbaren Deutsch, allerdings auch in einem schwierigen, formuliert, muss ich hier wohl nicht eigens erwähnen.
Der utopische Staat - Schillers Idee vom Schönen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die Schillersche Ästhetik (in einer Reihen von Briefen), die als ein Ausdruck der Freiheit sich in der noch zu erreichenden Totalität des Menschen entfalten soll, geht gewiss auf Schillers Entäuschung über den Verlauf der Revolution in Frankreich zurück, deren positive Auswirkungen auf den Staat er jedoch noch nicht erkannte. Ausgehend von den sozialen Misständen, die sich in Arbeitsteilung äußern und Akzente auf die Teilung des Individuums schlechthin diagonstizieren, entwirft Schiller in seinem Traktat eine transzendentale Erziehung des Menschen zum Schönen. Dabei will er die zwei divergierenden Triebe der menschlichen Natur, Formtrieb und Stofftrieb, zu einem harmonischen Geflecht des Spieltriebes vereinigen, so dass am Ende ein in Freiheit lebendes Individuum als Ganzes zusammen mit den anderen Bürgern den zweifellos utopischen Staat realisieren kann.
Die "Ästhetik" verlangt dem Leser an Abstraktionsvermögen und hochkonzentriertem Lesen alles ab. Der klassische Idealismus, der sich hier andeutet, bereit Verständnisschwierigkeiten: ein parallel zu dem Primärtext laufender Kommentar ist äußerst hilfreich. Empfehlenswert wäre eine an- und abschließende Kenntnis des Aufsatzes von Schiller "Über das Erhabene", weil er die "Ästhetik" inhaltlich komplettiert.
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Produkt-Bild: Kunst: Eine philosophische Einführung

Kunst: Eine philosophische Einführung von Georg W. Bertram

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 7,60, Angebote ab EUR 7,21

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150183790, Erscheinungsdatum: Sept. 2005
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Eine Kundenrezension:

Hervorragender Einstieg in die Philosophie der Kunst
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Georg W. Bertram schafft es in seinem Buch mit klarer, unverschnörkelter Sprache auch einem Laien die Kunst aus dem Blickwinkel der Philosophie näher zu bringen. Er erklärt warum Kunst niemals Kunst an-sich sein kann, also eine Betrachtung der Kunst in einer vollkommenen Objektivität, sondern zeigt warum Kunst immer nur für-uns sein kann, also immer nur eine Interpretation sein kann, die nur die unsere ist. Gleichwohl gibt Bertram uns nicht die Antwort auf die Frage: "Ja, was is denn also Kunst für-uns?" sondern läßt offen wie wir zu der Antwort auf diese Frage gelangen. Als Hilfestellung führt er einsteigerfreundlich die Theorien Kants, Hegels, Adornos und Heideggers zur Kunst an. Mein Professor für Ästhetik hat mir dieses Büchlein auf meine Frage nach einem Einsteigerwerk empfohlen und ich kann bestätigen: Es ist wirklich gut!
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Produkt-Bild: Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 4: Minima Moralia.  Reflexionen aus dem beschädigten Leben: BD 4 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 4: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben: BD 4 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) von Theodor W. Adorno

Taschenbuch von Suhrkamp Verlag
Preis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 6,90

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3518293044, Erscheinungsdatum: April 2003, Auflage: 6
Zoom ± Produkt-Bild: Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 4: Minima Moralia.  Reflexionen aus dem beschädigten Leben: BD 4 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

4 Kundenrezensionen:

Dagegen und dafür sein.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Adorno, Adorno, Adorno.

Vielleicht hätte ich nicht mit diesem Buch in sein Universum einsteigen sollen, aber Verriss und Lob liegen für mich gefühlt ganz nah beieinander, wenn ich die beschädigten Reflexionen lese. Einerseits Bewunderung für die sprachliche, inhaltliche Tiefe, die zu spürende Verzweiflung und Kraft, die klappernde, aber würdevolle Philosophie und andererseits Verärgerung über den Intellektuellendiskurs, die Abschirmung und Isolation durch die Sprache, welche hier nicht minder taktisch eingesetzt wird als anderswo und nur ein auserwähltes Volk zum Dialog zuzulassen scheint. Wer sich also mit soviel sprachlicher und philosophischer Waffentechnik an das Publikum heranwagt und ihm selbst ein totalitär wirkendes Bedrohungsszenario vorspricht, ist nicht besser als andere Ideologen, scheint es mir, auch wenn ich dazu tendiere das Buch aus meiner Zeit zu verstehen und meine Lebenslage lieber über die des Autors stelle, auch und gerade trotzig gegenüber allen geschichtlichen Imperativen, die er mir schon allein durch den Entstehungskontext entgegenwirft.
Trotz der offensichtlichen Einzigartigkeit dieses Werks missfällt mir doch die Überschärfe, welche immer mal in absolute Idiotie umzuschlagen scheint, die keinen Freiraum mehr zulässt und sich wie überschlagender Nihilismus aufführt: (Totalität und Homosexualität gehören zusammen? soll nur die plakative und sicherlich schon viel diskutierte Formel sein, die ich kritisiere und die mir sofort auffiel, auch wenn der dahinterstehende Gedanke korrekt und nachvollziehbar ist). Trotzdem, hört man das, brennt sofort das Buch und man wird aufmerksam gegenüber der Verwendung des Wortes "Mensch" in diesem scheinbar endlos Gedanken fabrizierendem Werk. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es nicht gut sein kann, wenn einer glaubt für alle anderen denken zu müssen und niemand, nicht mal der pragmatischste Adorno-Leser, kann mir vorgaukeln, dass er sich durch den Jargon nicht ein wenig entmündigt fühlt. Vielleicht fehlen auch einfach die gedanklichen Leerstellen, welche Adorno so oft einklagt und die sich in seinem Diktum: "Wahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen." metaphorisch, nach meiner Interpretation, angekündigt haben.

Die von mir empfundene Befremdlichkeit ist der für mich großartige Gewinn. Ein Buch von solch' ambivalenter Eleganz hat Gewicht. Man will es zerschmeißen, wohlwissend, dass man den durchaus brutalen Akt des Denkens nicht zerstören kann, der sich in ihm manifestiert. Damit muss man sich abfinden, dass es ein solches Buch gibt, welches vergräbt und freischaufelt zugleich. Komisch aber wahr, man muss mit diesem Werk gegen dieses Werk kämpfen, anstatt es verstehen zu wollen, denn Versöhnung kann es mit solchen Schriften nicht geben.
Mmmh schwer zu lesen, schwer zu verdauen
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Von manchen Zeitgenossen ja als "Jahrhundertwerk" gepriesen, bin ich kein Freund dieses Werks.

Warum?

Sicherlich glänzt es stellenweise mit Aphorismen und außergewöhnlichen Gedankengängen, meist entsteht jedoch der Eindruck das dieses Buch geschrieben ist, um die intelektuelle Überlegenheit des Autors über seine Umwelt und die Leser zu dokumentieren.
Es ist zäh zu lesen, es fehlt der Schwung und leider mittlerweile auch der richtige Zeitgeist.

Eher was für Germanisten...
Genese und Kontext einer philosophischen Summe
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Wahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen." (Theodor W. Adorno: Minima Moralia, # 122, S. 254)

Schweigen bleibet stumm davor, dass vor über einem Jahrhundert der erlösende Meisterdenker uns geboren ward, gewiss der Erste und ebenso gewiss der Letzte, der das Identische und das Nichtidentische zugleich in einem Denken einander zu versöhnen noch vermochte.

Im Anfang war ein Wort, und es war sein Wort, und wir sahen, dass es gut war.

Kraft verlieh es uns, sein mit leichter Zunge hingehauchtes und hingeworf'nes Wort aus einem freien Vortrag in einem Hinterhof der Bockenheimer Landstraße:

"Intransigentem Denken ist die Hoffnung auf Erlösung mimetisch beigesellt, weil der Widerstand der frühbürgerlichen Rancune gegen das abstrakt Seiende, dialektisch, bündig und triftig entfaltet und gewendet, die gebieterische Freiheit des spätbürgerlichen Subjekts, auch das am schlechten Schein des Äquivalententausches intendiert, was erst durch dessen Zurüstung zum Objekte diesem verloren ging, ohne dass der Bann der Barbarei zu lösen sich vermöchte."

Zärtlich verschwebende Netze waren's, aus zerbrechlichster Intersubjektivität gewoben, Netze, deren untergründ'ge Kraft, geheimnisvoll genug, alle Schrauben in uns'ren Köpfen mit linker Hand lockern zu vermochten.

Mit einem Wort, mit diesem Wort, waren die Existentialontologie Heideggers (vgl. Sein und Zeit), die philosophisch sich dünkende Anthropologie von Scheler, Plessner und Gehlen, die Früh- und Spät-'Philosophie' Wittgensteins, der US-amerikanische Pragmatismus, der Positivismus des Wiener Kreises, besonders aber dessen wichtigtuerisch 'Kritischer Rationalismus' (vgl. Traktat über kritische Vernunft) äffisch sich heißender Abklatsch, widerlegt, zerstört, vernichtet, ein für allemal.

Und uns're Eltern, uns're Lehrer gar? Sie sträubten, widersetzten sich - gefangen, verfangen und befangen im Alles durchdringenden Verblendungszusammenhang der Adenauer-Erhard-Restauration. Wir aber erkannten in Adorno, dem siebten Kinde einfacher Hauswartsleute, den Erlöser, den von der List der vernünft'gen Geschichte uns Gesandten, den Pfad zum Heile uns zu weisen.

Während die hämmernden Räder der Kultur- und Bewusstseinsindustrie von den Schlicks, den Carnaps, den Poppers (vgl. Logik der Forschung), den Reichenbachs, den Nagels (vgl. Structure of Science) und Hempels (vgl. Philosophy of Natural Science) zynisch neue Ölung stets erfuhren, sah Adorno gleichsam zum Trappismus sich genötigt: Den gleißnerischen Medien war er anathema, den verstaubten Universitäten persona non grata, der verhockten Schulphilosophie blieben seine großen und kleinen Summen terrae incognitae, falbe Flecken des gesellschaftstheoretischen und epistemologischen Kannitverstans auf den ohnehin schon verwelkenden Landkarten alteuropäischen Geistes.

Wie Spinoza einst in Amsterdam, so hauste er, vergesellschaftet seinen beiden Rottweilern bloß, "Minima" und "Moralia" zärtlich von ihm geheißen, im feuchten Kellerloche eines längst verlass'nen Frankfurter Brauereigebäudes, an den zarten Händen klob'ge Fäustlinge, um gegen die Kälte der antagonistischen Gesellschaft, die ihn ausgespieen hatte, hilflos, trotzig wie ein Kind mit großen Augen, anzuschreiben. Und hier entstanden sie, die Bruchlinien einer dialektischen Theorie der gesellschaftlichen Totalität, die das Mörderische allen Preisgegebenseins ans schlecht Konkrete durch die Eiswüsten der Abstraktion hindurch zu deklinieren wussten. Gewiss, zum hilflosen Troste in den Verliesen der falschen Welt ließen Arnold Hau, Clemens Blaubrot und Ernst August Dölle, die alten Kameraden aus bess'ren Amorbacher Kindergartentagen, bei ihm sich blicken, um Reste von Dippehas und Grie Soß, bisweilen auch einen Bembel dünnen Weines, ihm mitzubringen. Doch gezeichnet waren auch sie schwer vom beschädigten Leben. Während Hau zeitlebens nach dem Menschen frug (vgl. Die Wahrheit über Arnold Hau), aber erdulden musste, dass der so befragte Mensch zurückzufragen stets sich sträubte, und Blaubrot, der namhafteste Naturlyriker der Kaiserzeit, angesichts der heraufdämmernden ökologischen Katastrophe zu verstummen genötigt sich sah, vermochte Dölle (vgl. Dichotomie und Duplizität), der an Hegels Dialektik von Herr und Knecht methodisch streng geschulte Psychologe, mit seiner lebend'gen, der noumenalen Welt abgelauschten Unversöhntheit von Dichotomie und Duplizität gegen das Unheil Skinner'scher Abrichtungskäfige und Lewin'scher Felder nicht sich zu behaupten. Marginalisiert, vertrieben, verfolgt, so kauerten die Freunde beieinander, die Schaftstiefel der Geheimpolizei im Nacken stetig spürend.

Adornos verzweifelter Versuch, im Jahre 1934 noch die Herrschaft des Faschismus von innen dialektisch aufzusprengen, sollte fehlschlagen. Zwar war ihm es gelungen, seine Rezension von Herbert Müntzels Singstück "Die Fahne der Verfolgten. Ein Zyklus für Männerchor nach dem gleichnamigen Gedichtband von Baldur von Schirach" in die Zeitschrift "Die Musik" als Konterbande tollkühn-listig einzuschmuggeln, doch dem Spreng-Satze - "es wird dem Bild einer neuen Romantik nachgefragt; vielleicht von der Art, die Goebbels als 'romantischen Realismus' bestimmt hat" - blieb die Verwirklichung des Telos gleichwohl versagt. Die "obersten Führungssysteme" (Arnold Gehlen) des NS-Staates erwiesen, aufklärungsresistent genug, immun sich gegen die aufklärende Kraft des ridikülisierenden Argumentes.

So ward ihm schlüssig offenbar, dass ein Ausweg nur ihm blieb: der Weg in die dem Denken feindselig abholde Welt der "Händler", als die Sombart (vgl. Händler und Helden) hellsichtig schon zwanzig Jahre zuvor das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika enthüllt uns hatte.

Im "Princeton Radio Research Project" des positivistischen Prozentrechners Paul F. Lazarsfeld vermochte er als Pförtner, Kopist und Bürobote eine ärmliche Nische sich zu richten, die Subsistenz zu gewähren im Stande ihm war. Und dort ward er, der Meisterschüler Alban Bergs, auch mit dem Jazz, der zeitlosen Kindermode der Kulturindustrie, konfrontiert.

Nach einem Besuch der Carnegie Hall, in welcher die damaligen 'Stars' dieser als revolutionär hinausgeplärrten Musizierform, der Fagottist und Schalmeienspieler Schnuggy Wortz ('the swingin' booman') und der Bandenführer Jack 'Hounddog' Henkelman, aufzutreten angeschickt sich hatten, notierte er in einem flüchtig skizzierten Memorandum an seinen Freund Max 'Reggie' Horkheimer, der, ebenfalls Emigrant, als Dockarbeiter verdingt sich hatte:

"Hegels noch hartnäckige Mühe, der Dialektik Residuen bürgerlicher Freiheit trotzig abzuschnöden, gerinnt unter den Falschmünzerhänden der Musik(ont)ologen zur fadenscheinigen Ansprache an die Hirten und Hüter des Seins, verkennend, dass die Antagonismen der Warenwelt die odysseische Archaik, aus deren Topoi sie untergründig, heimlich noch sich speist, längst schon zum schlechten Schein des Konkreten regredieren ließ. Ewig pupsen und sabbern die gleichen Babies und Barbies aus den immergleichen Magazinen, ewig stampft die Jazzmaschine. Pleistozänische Affekte heften an eine modernistisch sich gerierende Technik sich, feindlich allem Sinn. Das Alles durchdringende Profitinteresse der kapitalistischen Produktion frisst wie ein insatiabler Bandwurm in die Herzen der Dinge sich und löscht von dort her sie aus. Dass im Jazz unverdorb'ne Frische, unverstellte Authentizität zur Geltung sich brächten - dies gehört in's Ressort der kitsch'gen Negersklavenfabel der Harriett Beecher Stowe. Hinter den Rücken all der regressiv sich aufspielenden Jackies und Schnuggies und wie alle sie von einer den falschen Schein perpetuierenden Musikindustrie geheißen sein mögen, marschieren doch bloß die grölenden Sturmabteilungen und Saalschutzstaffeln des faschistisch-positivistischen Unheils. Selbst die harmonischen Rückungen, die fragmentierten Ostinati und irregulären Undezimparallelen, die motivlosen Wechsel von binärer und ternärer Metrik, sowie die enharmonisch erweiterten Akkordcluster über den Orgelpunkten Gis und Des, mühsam genug abgelauscht den Abspaltungen, Verdichtungen und Verkettungen in Pannacottas 'Krischan-Tetralogie' und Rebroffs mittleren Kindertotenliedern, und unbeholfen, stolpernd und eunuchenhaft quiekend, plärrend und blökend genug intoniert, vermögen an diesem Verdikt kein Jota noch zu ändern. Jazz ist, auf die bündigste Formel wohl gebracht, unsublimierte, repressiv aufgestachelte, ewige Vorlust, der keine Erfüllung zärtlich sich versöhnt."

Der Jazz konnte nach diesem, auf Partiturstudien und stundenlanger Hörforschung methodisch abgesichert sich stützenden Urteile nur noch als dumpfe Penumbra seiner selbst dahinkümmern, als quietschende Parodie auf eine nachgeahmte Substanzialität. Selbst Musikanten der Jahrtausendwende, welche die internationalen 'charts' dominieren, wie Joe 'Holy' Bedforleger, Big 'Butch' Krugel, Percival A. 'Stump' Evans, Salena 'Oink' Jones und Chester 'Hot Harp' Reardon vermögen dies Urteil nicht zu dementieren.

In den Fünfziger Jahren zurückgekehrt ins Alte Europa, nähert Adorno in einem letzten gewaltigen Aufbäumen "häretischen Überlieferungen des europäischen Untergrundes" (Gerd-Klaus Kaltenbrunner) sich: Negative Dialektik, seine fällige Abrechnung mit dem latenten Totalitarismus der Warentauschgesellschaft, die als liberal gründlich sich missversteht. "Negative Dialektik" - flüssig kalligraphiert auf unbedruckten Zeitungsrändern, die wir, die Freunde, Schüler und Gefährten der letzten Jahre, für ihn zu sammeln und ihm nächtens heimlich zuzustecken uns erlaubt hatten.

Wie stets ist der Hauptgang des Argumentes, geschult und entwickelt an den Kristall-Linien der diskursiven Logik Hegels, und hier synoptisch rekonstruiert, durchsichtig Jeder, die verständig zu lesen noch vermag:

Ohne Anamnesis an die noch verwilderte Selbstbehauptung des Subjekts, das später in die Sphäre heteronomer Naturhörigkeit verbannt sich findet, wäre die Idee der Freiheit nicht zu schöpfen. Im Schwesterbegriff der Freiheit, ohne die der der Freiheit schwerlich zu begreifen ist, der Spontaneität, die am höchsten das bloß Empirische zu transzendieren vermöchte, hallt noch das verschwieg'ne Echo dessen wider, was bis hin zur Vernichtung zu kontrollieren das unterdrückte Ich der verblendeten Philosophie des 'Marktes' für die Approbation seiner Freiheit hält.

Unredlichen Positivisten, den gedungenen Claqueuren des falschen Tausches, mögen solche Perspektiven das Lachen gewiss verschlagen. Und doch ist ihrem Falschwort zum Trotze an der perennierenden Wahrheit festzuhalten, dass, anders, gleichwohl identisch-nichtidentisch gewendet, Freiheit allein als polemisches Gegenbild zum Verdorren und Verdürsten unterm gesellschaftlichen Zwang und zugleich Unfreiheit als dessen Ebenbild konzipieren sich zu lassen vermögen.

Adornos unwiderrufliches Dahinscheiden im Sommer 1969 ließ nackt und ungeschützt uns zurück, als verscholl'ne Wesen wieder, als Mühselige, Beladene, Erniedrigte und Beleidigte wie je, deren schwärende Blößen lindernd zu bedecken auch das "Schweißtuch der Theorie" (Hans Magnus Enzensberger) nicht würde hinreichen können. Für Teddies schirmende Hände, in deren heilendem Schatten zu versammeln uns vergönnt war, ist kein Substitut in Sicht, kein noch so schmächtiges.

Literatur (Auswahl):

Theodor W. Adorno: Eingriffe, Impromptus, Modelle, Prismen, Stichworte und Summen - Reflexionen, Tagebücher und Briefe eines Verfemten. 66 Bände. Amorbach 1969 (Selbstverlag)

F. W. Bernstein: Reimweh - Gedichte und Prosa. Stuttgart 1994

Horst Wolfgang Boger: Glimpf und Getüm - Bausteine und Entgrenzungsflächen kategorialer politischer Ideengeschichte (in Arbeit)

Hans Magnus Enzensberger: Gedichte 1955-1970. Frankfurt am Main 1971

Robert Gernhardt, F. W. Bernstein und Friedrich Karl Waechter (Hrsg.): Die Wahrheit über Arnold Hau. Frankfurt 1966

Jochen Habergeiß: Emanzipation des Menschengeschlechtes qua Resurrektion der Natur. In: Versöhnen statt Spalten - Monatsschrift für Schamkultur, 5, 1967

Ders.: Odyssee der Dialektik durch die Untiefen der Vernunftkritik. In: Starnberger Volksfreund / Anzeigenblatt für den Arbeiterturnverein, 7. August 1969

Ders.: Die Einbeziehung des Ichs - Über jüngste Versuchungen der politischen Theorie. Hinterzarten 1996

Eckhard Henscheid: Wie Max Horkheimer einmal sogar Adorno hereinlegte - Anekdoten über Fußball, Kritische Theorie, Hegel und Schach. Zürich 1983

Theo Herrmann (Hrsg.): Dichotomie und Duplizität - Grundfragen psychologischer Erkenntnis. Ernst August Dölle zum Gedächtnis. Bern 1974

Gerd-Klaus Kaltenbrunner: Adornos "Negative Dialektik". Manuskript, gesendet im Juni 1969, Radio Autonomer Funk (RAF)

M. Rainer Lepsius: Dichotomie und Duplizität. In: Zeitschrift für Sozialpsychologie, 6, 1975

Susanne Nötties: Das versengende Feuer der dialektischen Logik - Häresie und Subversion im Werke Theodor W. Adornos. Göttingen 1996

Peter Rühmkorf: Kunststücke - Fünfzig Gedichte nebst einer Anleitung zum Widerspruch. Reinbek 1962

Franz-Josef Saftkühler: Materialistischer Überbau und idealistische Basis. Verlag Hegel-Studien. Frankfurt 1970

Harald Schmidt: Warum? Neueste Notizen aus dem beschädigten Leben. Köln 1997
heute
5 Punkte 5 von 5 Punkten
ich lese dieses buch im jahr der sog. finanzkrise, und ich empfinde es in großen teilen keineswegs als "zeitgebunden", sondern als überaus treffend. all das, was man artikulieren möchte, hinsichtlich dessen, wie sehr das heutige leben tatsächlich beschädigt und falsch ist, ist hier bereits angerissen. auf der suche nach belegen konsultiere man nicht etwa adorno, sondern beispielsweise das werbefernsehen, das zahlreiche slogans von gänzlich unreflektierter obszönität zur verfügung stellt. aber auch zur korrumpierung der zwischenmenschlichen beziehungen in zeiten hemmungsloser marktwirtschaft, des tagtäglichen krieges aller gegen alle auf dem arbeitsmarkt, in den betrieben und büros, ließe sich einiges sagen. und das grauen des formatradios - was ist das anderes als "kulturindustrie". auch wenn ich dem gerne etwas entgegenstellen möchte - die analyse in der "dialektik der aufklärung" ist noch immer von niederschmetternder genauigkeit. und das geht weiter und weiter, das ist uns heute längst schon vollkommen selbstverständlich geworden. deshalb vor allem sollte man adorno lesen: um es eben nicht mehr als selbstverständlich zu nehmen. das problem ist, soweit ich das sehen kann, dass adorno selbst dem nichts anderes entgegen zu setzten hatte, als einen längst fragwürdig gewordenen begriff des bürgerlichen humanismus und der bürgerlichen kultur. aber das wusste er, das wird in den "minima moralia" wieder und wieder deutlich.
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Produkt-Bild: Gerechtigkeit: Eine philosophische Einführung

Gerechtigkeit: Eine philosophische Einführung von Otfried Höffe

Taschenbuch von C.H.Beck
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3406447686, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 4., durchgesehene Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Gerechtigkeit: Eine philosophische Einführung

2 Kundenrezensionen:

Kurz und bündig
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der Einführung würde ich zwei Bwertungen geben:
3 Sterne wegen dem Stil und dem Aufbau. Der Aufbau ist prinzipiell zwar nicht schlecht gewählt, doch verliert man häufig den roten Faden bei der Fülle an Themen, die direkt, indirekt oder peripher mit der Gerechtigkeit zusammen hängen. Deshalb kommt es oft zu Ausschweifungen, die sicherlich gerechtfertig sind, aber die Lesbarkeit etwas erschweren, was jedoch nicht unbedingt als Nachteil empfunden werden muss. Der Stil des Autors ist auch gewöhnungsbedürftig, da sich Vieles kürzer und unkomplizierter ausdrücken ließe. An der Wortwahl erkennt man den Philosophen: Viele Wörter sind nicht typisch alltagssprachlich, gelegentlich, so scheint mir, entwickelt der Autor sogar sein eigenes ad hoc Vokabular. In diesem Sinne halte ich die Einführung für zu anspruchsvoll.

5 Sterne wären jedoch dem Inhalt und den Erklärungen definitiv "gerecht". Obwohl manches erklärt wird, von dem man ohnehin ein intuitives Verständnis hat und sogar manche Banalitäten expliziert werden, die ohnehin dem allgemeinen Wissensstand entsprechen, ist der Großteil doch überaus informativ. Es werden Kriterien, Argumente und Gegenargumente nachvollziehbar erklärt und numerisch aufgeführt, die Definitionen sind allgemein verständlich und erhellen das eigene Verständnis (zB zu Worten wie Solidarität, stattliche Strafe, bürgerlicher Ungehorsam, Menschenrechte, etc.) und man erfährt viel über mit der Gerechtigkeit verbundenen oder von ihr abhängigen Themen, ihre Rechtfertigung und interkulturelle Gültigkeit. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dabei die meisten Ausfürhungen als Idealvorstellungen gehalten werden, denen die politische und andere Realitäten nicht entsprechen können, auch wenn es das erklärte Ziel ist. Alles in allem eine inhaltlich sehr gute Einführung in das Thema Gerechtigkeit mit ihren historischen, stattphilosophischen, sozialphilosophischen, rechtsphilosophischen und kultruphilosophischen Gesichtpunkten.

Der Mittelweg: 4 Sterne
Gut für den Einstieg in die Politische Theorie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch bietet einen knappen und leicht lesbaren Überblick über Gerechtigkeitstheorien namhafter Theoretiker.
Von Aristoteles über Habermas bis Rawls spinnt sich der theoretische Faden bis in die heutige Zeit ohne langweilig oder zu philosophisch abstrakt zu werden. Man kann auch einfach einzelne Autoren nachschlagen ohne den Rest des Buches gelesen zu haben.

Ein sehr gutes Buch, das den Einstieg in die Politische Theorie oder Philosophie der Gerechtigkeit erleichtert.
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