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Produkt-Bild: Doch die Sünde ist scharlachrot: Ein Inspector-Lynley-Roman

Doch die Sünde ist scharlachrot: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George

Gebundene Ausgabe von Blanvalet
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 19,33

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3764502428, Erscheinungsdatum: November 2008
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5 Kundenrezensionen:

Inspector Lynley ist zurück
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die gute Nachricht: Inspector Lynley ist zurück und er ermittelt wieder! Und das was Elizabeth George auf fast 800 Seiten abliefert ist wieder ein Roman so wie man ihn kennt. Die Charaktere werden genau beschrieben, es gibt wieder verschiedene Handlungsstränge die alle mit dem Mord zu tun haben und George schafft es auch wieder Spannung aufzubauen.

Doch leider gelingt ihr dieses mal nicht alles so gut wie in den vorherigen Bänden. Mancher Handlungsstrang wird am Ende nicht aufgelösst sondern läuft ins leere und auch die Spannung bleibt an der einen oder anderen Stelle auf der Strecke. Auch hat man manchmal das Gefühl, das man die Handlung etwas straffen hätte können und so überblättert man manchmal leicht ein paar Seiten und es fällt gar nicht groß auf.

Fazit: Elizabeth Georg legt einen guten Krimi vor, allerdings ist er eben nur gut und nicht sehr gut, dazu fehlt es an Spannung. Für Fans von Inspector Lynley ein absolutes muss, Krimifans können auch zugreifen, wenn sie nicht Wert auf einen spannungsgeladenen Krimi legen. Man darf gespannt sein wann das nächste Buch von Elizabeth Georg herauskommt nachdem sie jetzt innerhalb von zwei Jahren drei Bücher veröffentlich hat. Vielleicht wäre es ja gut, mit dem nächsten etwas zu warten und dann wieder einen Lynley-Roman zu bekommen so wie man ihn von früher kennt.
Überraschend gut!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Mir geht es eigentlich wie dem Großteil der Rezensenten hier: ich bin der Meinung, die Bücher von Elizabeth George wurden von Jahr zu Jahr schlechter. Allein beim letzten Buch habe ich mehr als nur ein Mal überlegt, das Buch zur Seite zu legen, ich fand es langweilig, absolut unspannend und einfach nur endlos in die Länge gezogen. Mit gemischten Gefühlen ging ich also an dieses Buch heran - und wurde wirklich positiv überrascht!!! Im Gegensatz zu ihren letzten Romanen war das Buch spannend geschrieben und wirklich interessant (auch wenn ich mich in der Surferszene kein Stück auskenne, wie ich ehrlich zugeben muss), die vielen Erzählstränge waren zwar anfangs noch etwas verwirrend (Okay, Tammy und ihren Großvater bzw. deren Probleme hätte sie meiner Meinung nach auch außen vor lassen können, denn das hatte ja nicht wirklich was mit der Story zu tun), haben aber alle zu interessanten Enden geführt. Ich bin nunmehr gespannt, ob sich E. G. nun wieder zu alten Höhepunkten und absoluten Spannungsgaranten schreibt oder ob dieses Buch nun eine Ausnahme war. Ich hoffe natürlich auf ersteres!

Gelesen: 27.12.08 - 01.01.2009
Endlich: Ein Wiedersehen mit Lynley und Havers!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
In Elisabeth Georges aktuellen Roman werden mit der Farbe Rot aufregende, spekulative, mörderische und zweifelhafte Akzente gesetzt. Ein roter Farbfleck in der rauen Küstenlandschaft Cornwalls Anfang August fordert die Aufmerksamkeit eines dem Leser sehr bekannten Wanderers, der verzweifelt die Einsamkeit und den ewigen Dauerregen herausfordert: Es ist Detektive Superintendent Thomas Lynley, in der Trauer um seine geliebte Ehefrau gefangen. Doch ein zweiter Blick auf das ungewohnte Farbspiel eröffnet dem abgewrackten Wanderer die traurige Wahrheit: Es ist das Blut einer Leiche, die Lynley entdeckt hat und ihn zu dem zwingt, was er eigentlich hinter sich lassen wollte. Denn als die örtlichen Ermittler erst einmal feststellen, wer der erste Unfallzeuge ist, fordern sie den Polizisten und Detektive in ihm an und besonders die rothaarige Bea Hannaford kennt mit angeschlagenen adligen Mitarbeiter des New Scotland Yards keine Gnade. Diese Umstände bieten den Auftakt eines packenden Rätsels im Surferparadies, denn der abgestürzte junge Kletterer ist kein Unfallopfer, sondern ermordet worden, was die Sabotage an seiner Ausrüstung recht schnell nahe legt. Wer wollte, Santo Kernes Tod und warum?

Verdacht erregt zunächst die Tierärztin Daidre Trahair, die Lynley nach Entdeckung der Leiche um Hilfe gebeten hat und die später offensichtlich die Polizei anlügt. Da Hannaford ein gewisses persönliches Interesse der Dame an dem ramponierten Inspektor festzustellen glaubt, setzt sie Lynley gleich mal darauf an, der unergründlichen Daidre auf den Zahn zu fühlen. Bea Hannaford ist in der Tat auf Ermittlungshilfe dringend angewiesen, vor allem da sie überzeugt ist, dass die Anstrengungen ihres Exmann zu ungenügend sind, um ein kompetentes Team zur Verfügung zu stellen. Lynley dagegen sieht sich etwas in seiner Objektivität eingeschränkt und fordert eine alte Bekannte aus London an: die unkonventionelle Ermittlerin Barbara Havers, die auch schon bald mit ihrem gefürchteten Notizblock mit den Eselsohren aufkreuzt.
Ein ganz anderes Problem hat der junge Cadan. Er ist bei seinem Vater, der sowieso wenig von ihm hält, in Ungnade gefallen. Jetzt hat er sich ausgerechnet bei den Kernes einen Job besorgt, doch die Familie scheint durch den Todesfall ziemlich aus dem Ruder. Besonders Mutter Kerne scheint ziemlich durch den Wind zu sein. Die ältere Lady macht dem neuen Angestellten ziemlich offensichtlich ein unmoralisches Angebot und peinlicherweise werden die beiden auch noch von der Tochter Kerren überrascht. Dabei hätte Cadan wissen müssen, dass es bei den Kernes nur Ärger gibt. Schließlich hat die gescheiterte Beziehung zwischen Santo Kerne und seiner Schwester Madlyn eine deutliche Warnung sein müssen! Zum Glück ist da ja noch Jago Reeth, der alte Surfnomade, der seit längerer Zeit bei seinem Vater im Geschäft arbeitet und für Jung und Alt immer ein offenes Ohr hat. Bestimmt hat dieser wieder einen guten Rat auf Lager.

Eine unwiderstehliche Kulisse und die Fähigkeit zahlreiche unterschiedliche Charaktere zu kreieren und sie in eine spannende und moderne Krimierzählung einzubinden, erklären die Faszination von Elisabeth Georges Roman. Natürlich hatte der eine oder andere Leser sich bereits an die eher klassischen Inspektor Lynley Romane gewöhnt und hätte nichts dagegen gehabt, Jahr für Jahr neue Fälle auf die bewährte Art vorgeführt und gelöst zu bekommen. Doch Frau George hat die Reihe immer mal wieder durchbrochen: Einmal war Havers bei ihren Ermittlungen auf sich selbst gestellt, dann hatten gute Freunde von Lynley einen höchst schmerzlichen Fall im Ausland zu lösen. Schließlich überraschte die Autorin noch mit einer kritischen Sozialstudie, in der sie den Umständen von Lynleys geliebter Frau auf den Grund ging. Auch mit dem vorliegenden Roman scheint sie nicht gewillt zu sein, sich auf die ursprünglichen Pfade zurückführen zu lassen. Ein wenig erinnert der Krimi an Wellenbrecher" von Minette Walters. Doch wie es der Leser von Elisabeth George gewöhnt ist, genügt es ihr nicht, nur menschliche Abgründe und gewisse Abartigkeiten zu beschreiben. Ihre fiktiven Persönlichkeiten haben sorgfältig ausgearbeitete Strukturen und vermitteln ein ausgesucht feines Bild eines zutiefst menschlichen Charakters. Sie stammen aus verschiedensten Gesellschaftsschichten und haben sehr konträre soziale Hintergründe. Dennoch hat jeder Charakter seinen festen Platz im Gesamtwerk, welches durch die bunte Mischung menschlicher Eigenheiten an Überzeugung gewinnt.
Und schließlich gibt das letzte Kapitel doch Anlass zur Hoffnung, dass es wieder einmal einen Krimi mit einem offiziellen Ermittler namens Lynley geben wird. Auf jeden Fall ist die Chance dazu gegeben, solange Barbara Havers auf ihre gewohnt liebenswerte Art mitmischt! Also, auf ein baldiges Wiedersehen mit Lynley und Co.
Verwirrend, wie Lynleys Zustand sein muss...
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
... so beginnt auch dieses Buch.

So viele lose Handlungsfäden, die sich lange nicht zusammenfügen gab es wohl selten bis nie bei Elizabeth George.

Anfangs sehr enttäuscht von diesem lange erwarteten Roman komme ich in der Nachbetrachtung zu folgendem Ergebnis:

E. George wollte sicherlich die Zerrissenheit Lynleys nach dem gewaltsamen und unnötigen Tod Helens darstellen. Ob ihr dies mit diesem Buch gelungen ist, mag bezweifelt werden. Ihr stilistisches Mittel waren einzelne Fäden, kurze Dialoge von Menschen mit merkwürdigen Namen und letzen Endes ein ebenso verwirrter Leser. Sicher hätte es straffere und gewohnt prägnante Sätze gegeben, mit denen sich dieses Ziel eindringlicher hätte erreichen lassen.

Vielleicht war aber E. George ebenso zerrissen was den weiteren Verlauf der Lynley-Serie betrifft. Sollte sie Thomas mit diesem Buch sterben lassen oder gibt es eine Zukunft für ihn bei Scotland Yard und damit weitere Bücher mit dem kongenialen Ermittler-Team Lynley/Heavers?
Am Ende des Buches sind wir so schlau wie vorher: "Wir werden sehen..."

Meiner Meinung nach beginnt das Buch erst interessant zu werden mit dem Auftauchen von Barbara Heavers. Aber das Buch und Thommy im Alleingang zu retten, vermag ihr leider nicht zu gelingen. Daher von mir nur drei Sterne.
Bloß nicht kaufen!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das ist der erste Roman von E. George, den ich nicht zu Ende gelesen habe. Die wenig ereignisreiche Handlung vermag auch nach über 150 Seiten nicht zu fesseln...immer wieder tauchen neue Personen auf, die in irgendeiner Weise mit dem Mord zu tun haben könnten und irgendwann ertappte ich mich während meiner Bemühungen, die einzelnen Figuren und ihre Geschichten auseinanderhalten zu wollen, bei dem Gedanken, dass es mir inzwischen ziemlich gleichgültig ist, wer nun den Mord verübt hat und wie dieser Roman wohl enden könnte. Wer das Buch für seine Sammlung haben möchte sollte getrost auf die günstigere Taschenbuchausgabe warten....bis dahin verpasst man wirklich nichts!
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Produkt-Bild: Vergebung

Vergebung von Stieg Larsson

Gebundene Ausgabe von Heyne
Preis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 18,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453013808, Erscheinungsdatum: März 2008
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5 Kundenrezensionen:

Wieder mal der Wahnsinn!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist eine echte Schande, dass die Triologie jetzt bereits zu Ende gegangen ist - leider wird Stieg Larsson auch keine weiteren Bücher mehr schreiben können.
Ich habe das Buch in einem Zug zu Ende gelesen ... obwohl ich an sich ins Bett wollte, habe ich dann doch bis zum frühen Morgen gelesen.
Einziger Wermutstropfen des Romans ist das Ende ... als die Story an sich bereits zu Ende war, zieht es sich dann doch noch mal über ca. 30 Seiten.
Nicht desto trotz: der absolute Hammer!
Einfach nur super
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Konnte nicht warten bis der letzte Teil als Taschenbuch erscheint, habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen. Man kann es wirklich nicht aus der Hand legen,spannend bis zur letzten Seite.Wer einmal angefangen hat Stieg Larsson zu lesen, kommt nicht mehr davon los.
Grandioses Finale!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit "Vergebung" findet das großartige Romanprojekt des schwedischen Autors Stieg Larsson nach dessen Tod sein - leider - vorzeitiges Ende.

Ich hatte in Anbetracht der beiden Vorgängerbände große Erwartungen in das Buch gesetzt und wurde wahrlich nicht enttäuscht.
"Vergebung" ist, genau wie seine beiden Vorgänger, ein wahrer Pageturner.
Die Sympathie für die beiden so widersprüchlichen Hauptakteure, die spröde, beinahe emotionslose und rationale Lisbeth Salander und der "Ruhepol" Mikael Blomkvist, stellt sich auf Anhieb wieder ein.
Larsson erzählt gewohnt souverän und flüssig, treibt die Handlung konsequent voran und verbindet geschickt einen spannenden Polit-Thriller mit dem Thema Gewalt gegen Frauen.

Am Schluss des Romans beschlich mich ein beinahe wehmütiges Abschiedsgefühl und ich hätte mir gewünscht, die Romanreihe möge eine Fortsetzung finden.
ungeheuer spannend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
habe dieses buch nicht mehr aus der hand legen können. ungeheuuer spannend und auch informativ und gut recherchiert. nicht nur für krimifans sehr zu empfehlen!
Wirklich wirklich gut
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein Opus magnum, sozusagen. Ein zum In-einem-Rutsch-Lesen. Das schafft man natürlich nicht, aber ich habe brav mit dem überwältigend guten ersten Teil angefangen, mich voll und ganz dem zweiten hingegeben, und nun musste der Dritte auch sein. Ganz kurz: Er ist brillant. Also bitte lesen! Aaaaber - in diesem Band hatte ich zum ersten mal auch das Gefühl, ein bisschen weniger wäre noch mehr gewesen. Toller Abschluss einer tollen Trilogie, aber ein bisschen zu phantastisch. Und das Ende für die beiden Hauptpersonen für mich ein bisschen ... nun ... unbefriedigend wäre wohl das passende Wort. Die Mehrzahl der Leser hätte das Glück der beiden wohl anders aussehen lassen. Aber mehr will ich nicht verraten.
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Produkt-Bild: Die Säulen der Erde

Die Säulen der Erde von Ken Follett

Taschenbuch von Lübbe
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 2,90

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3404118960, Erscheinungsdatum: Oktober 1992, Auflage: 65., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Die Säulen der Erde

Aus der Amazon.de-Redaktion


König Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die „Säulen der Erde“, das größte Bauwerk des Abendlands.
Längst ist Ken Folletts Bestseller Die Säulen der Erde ein Klassiker der historischen Roman-Literatur. Aber das Buch ist mehr: Es ist das Panorama Englands zwischen 1123 und 1173, in dem sich die Gesellschaft wandelte. Es ist ein Lobgesang auf die Architektur der Zeit, eine Einführung in das mittelalterliche Leben und ein Plädoyer für Menschlichkeit und Liebe in einer aus den Fugen geratenen Welt. Bekannt wurde Follett mit teils erfolgreich verfilmten Agententhrillern oder Krimis wie Die Nadel, Die Pfeiler der Macht, Nacht über den Wassern und Der dritte Zwilling, die zumeist im Bildungsmilieu oder im Umfeld des 2. Weltkriegs spielen. Aber richtig groß, richtig groß als Autor, wurde er mit Die Säulen der Erde. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, für den gilt: unbedingt lesen. Und wer es vor langer Zeit gelesen hat: unbedingt wiederlesen! --Stefan Kellerer

Amazon.de-Hörbuchrezension


1135 überfrisst sich der englische König Heinrich an Neunaugen und stirbt. Seine Tochter Matilda -- sie wäre die erste Frau auf dem Thron -- setzt sich gegen die Herrschaftsansprüche ihres Cousins Stephen zur Wehr. Zwar hatte Heinrich eine ganze Reihe illegitimer männlicher Nachkommen gezeugt; der einzige eheliche Sohn ist jedoch bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Neun Jahre lang tobt der Bürgerkrieg in dem einst blühenden England.
Um historische Fakten rankt Ken Follett seine monumentale Story, die sich vom Erbfolgestreit bis 1170, bis zur Ermordung Thomas Beckets unter der Regentschaft Heinrichs II. erstreckt. Im Mittelpunkt der zahlreichen Handlungsstränge steht die Kathedrale von Kingsbridge, Die Säulen der Erde. Dombaumeister Tom Builder möchte hier seinen Lebenstraum verwirklichen. Klosterprior Philip sieht sich den Anfeindungen des verrohten Baron Hamleigh ausgesetzt, der den Bau der Kathedrale zu verhindern sucht und sein Gebiet mit Gewaltexzessen überzieht. Follett malt detailliert die Grausamkeiten jener Zeit aus: Frauen wie die schöne Grafentochter Aliena werden Opfer von Vergewaltigung, es kommt zu Folter und Brandstiftung, zu Morden und Hinrichtungen.
Der 1150 Seiten starke Roman wurde mit großem Aufwand als Hörspielfassung von 510(!) Minuten Länge vertont. Für den musikalischen Background sorgen ein Symphonieorchester und Chöre, alles in allem etwa 120 Musiker. Die Musik wurde eigens für das Hörspiel komponiert: Das ist Kino mit verbundenen Augen.
Falls Sie den Briten Ken Follett vor allem als Autor von Thrillern wie Die Nadel oder Der dritte Zwilling kennen -- keiner ist erstaunter über den Genrewechsel als der Schriftsteller selbst, wie er in den Inlays der CDs ausführlich schildert. Typisch Follett ist die Spannung, mit der er hier Historie zum Kriminalstück macht. Soviel sei schon verraten: Auch der Tod des eingangs erwähnten Königssohns trägt wesentlich zur Dramatik von Die Säulen der Erde bei. --Annette Eichinger
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5 Kundenrezensionen:

Genial gelesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Säulen der Erde. Sonderausgabe. 12 CDs
Diese Kritik bezieht sich auf das von Joachim Kerzel gelesene Hörbuch.
Dieses umfangreiche Werk liest Joachim Kerzel in der gekürzten Fassung. Ich kenne auch das Buch und wollte vor den Toren der Welt nochmal meine Erinnerung auffrischen. Deshalb habe ich mir die gekürzte Version ausgesucht und es nicht bereut. Joachim Kerzel liest wirklich brilliant vor. Er vermag es die vielfältigen Stimmungen dieses Buches wiederzugeben. Dazu gibt er den Personen keine unterschiedlichen Stimmen - er kann es einfach durch seine Art des Vortrags. Ich bin immer noch beeindruckt und kann diese Fassung nur wärmstens empfehlen.
Eine geniale Fortsetzung von "Die Säulen der Erde"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Die Tore der Welt" ist ein weiteres brillantes Werk von Follett. Ich habe mich seinerzeit sehr gefreut, als es endlich hieß, "Die Säulen der Erde" erhalten nun doch eine Fortsetzung - und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch kann man auch lesen, ohne "Die Säulen der Erde" zu kennen, aber auch diejenigen, die dieses Buch von Follett, "Die Säulen der Erde" bereits gelesen haben, werden immer mal wieder auf eine angenehme Art an Charaktere aus diesem Buch erinnert. Es ist ein spannendes Werk, ein Muss für jeden Fan mittelalterlicher Romane, absolut lesenswert! Wer die Bücher von Ken Follett und Rebecca Gablè bisher geschätzt hat, ist hier goldrichtig und wird sich an diesem Buch festlesen!
Ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit "Die Säulen der Erde" hat sich Ken Follett selbst übertroffen! Ich habe es nun das zweite Mal gelesen und fand es sogar noch besser... Dieses Buch ist ein absolutes MUSS für alle, die Interesse am Leben der früheren Zeit haben.
Eine Geschichte
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Es ist eine Geschichte, die man zur Entspannung lesen kann. Von Fesselung beim Hören habe ich nichts bemerkt. Es wurde viel in die Geschichte hineingepackt und aus diesem Grunde wurden es, trotz Kürzung, immer noch 12 CDs, bzw. das Buch ist deshalb dann so aufwändig und "dick" ausgefallen.
platt
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Die Handlung ist platt, der Schreibstil ist platt, aber am plattesten sind die Charaktere.

Ein Beispiel: Ellen, die geheimnisvolle, wunderschöne 'Hexe' mit den - oooh! - goldenen Augen. Sie ist intelligent, wunderschön, unabhängig, gebildet, alleinerziehende Mutter, hat goldene Augen!, atheistisch, kann lesen, sagt immer offen ihre Meinung und, ach ja, sie hat goldene Augen und ist wunderschön. Und sie lebt im 12. Jahrhundert.

Man weiß sofort, wer mit wem zusammenkommt, wer gut und wer böse ist. Zwischen Gut und Böse gibt es nichts. Die Bösewichte sind böser als Lord Voldemort, Darth Vader und Sauron zusammen und haben noch nicht einmal einen Funken von etwas nicht 100%ig Bösem in sich. (Und dennoch hat man das Gefühl, dass die detaillierten Vergewaltigungsszenen eher voyeuristische Bedürfnisse einiger Leser befriedigen sollen.)

Die ausführlichen Beschreibungen, wie eine Kathedrale gebaut wird, sind zwar nicht besonders spannend, aber doch wesentlich interessanter als die Handlung und die Charaktere.

Ich habe ungefähr nach einem Drittel des Buches aufgegeben, weil mir sonst wahrscheinlich von den vielen Klischees übel geworden wäre.
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Produkt-Bild: Bockmist

Bockmist von Hugh Laurie

Broschiert von Heyne
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,80

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453433246, Erscheinungsdatum: Juli 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Bockmist

5 Kundenrezensionen:

Gelungener Spagat zwischen Witz und Spannung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wieder ein Buch, das in die Kategorie Never judge a book by its cover gehört. Hugh Laurie (gestehe, auch ich habs nur gekauft, weil ich Dr. House Fan bin) serviert einen schrägen Thriller mit überzeugenden Figuren und witzigen Dialogen, der bis zum Schluss spannend bleibt. Im Original heißt das Buch The Gunseller. Für den deutschen Titel und das Cover sollten die Verantwortlichen zehn Tage auf Holzscheiten knien.
Leicht verwirrend
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die Dialoge und die Schreibweise waren super! Ich hab mich zwischendurch echt schlapp gelacht.
Aber es waren mir zu viele verschiedene Personen. Ich muss zugeben, dass ich am Ende die Zusammenhänge nicht mehr begriffen habe.
Glaube, man muss entweder das Buch in einem Rutsch durchlesen, oder zweimal.
Nur heiße Luft
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich hab mir vorher viele Rezensionen hier durchgelesen und mich entschieden dieses Buch zu kaufen.Ich bin sehr enttäuscht.Ich muss ja zugeben das ich Dr.House Fan bin und das auch eine Rolle bei der Kaufentscheidung gespielt hat.Ich fand nur ganz ganz selten lustig und spannend war es überhaupt nicht.Aber wer englischen Humor mag dem wird es sicher gefallen...
Dr. House in anderem Umfeld.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Buch schildert, aus den Augen Hugh Lauries, der seiner Rolle als Dr. Gregory House irgendwie näher zu sein scheint, als man es glauben mag, wie ein nichtsahnender britischer Bürger Ziel einer internationalen Verschwörung werden kann. Das ganze gewürzt mit lakonischen Kommentaren, wie man sie aus der beliebten Serie kennt.

Was wäre, wenn Greg House Geheimagent geworden wäre?
Lesen Sie dieses Buch. Näher kommen wir an die Antwort wahrscheinlich niemals.
Wirr und Lustig
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Es versprach so schön zu werden...
Die ersten Seiten dieses(meines) Buches, weisen immernoch Spuren von Tränen auf - die Erzählweise ist einzigartig komisch und schafft es eigentlich auch über die ganze Strecke selbiges Niveau zu halten.
Leider wird dies alles mehr oder weniger durch undurchsichtige Situationswechsel getrübt. Es gelingt sehr leicht den Ueberblick zu verlieren, was einem Krimi nicht unbedingt zum Vorteil verhilft.
Es ist doch sehr schade wenn man das Lachen nicht geniesen kann, auf Grund von immer wieder zurück blättern oder nochmaliges Lesen einiger Pasagen/Situationen.

Die Protargonist und ehemaliger Offizier C.Lang wird mehr oder weniger unfreiwillig in eine internationale Terror-& Waffen-Aktion gezogen in der er sich nebenbei noch mit einer bzw.mehreren Romanzen herrumschlagen muss.
Letztendlich gillt es einen Weg aus dieser Misere zu finden und währenddessen den Alltag (s)eines chaotischen "Junggesellen Lebens" in den Griff zu bekommen.

Im Grossen und Ganzen eine wirklich gute Idee eines Krimis mit genial lustiger Erzählweise, jedoch leider meines Erachtens zu verstrickt und nur mit undeutlicher Linie, was alles wieder zum oberen Durchschnitt macht.
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Produkt-Bild: Darkness: Wettlauf mit der Zeit. Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast

Darkness: Wettlauf mit der Zeit. Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast von Lincoln Child, Douglas Preston

Gebundene Ausgabe von Droemer/Knaur
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,49

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426198088, Erscheinungsdatum: Dezember 2008
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5 Kundenrezensionen:

Top-Unterhaltung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was soll man angesichts der bisherigen Rezensionen noch groß zur Story diese Romans schreiben?
Aus einem tibetanischen Kloster verschwindet ein mystischer Gegenstand und Pendergast wird gebeten, ihn wieder aufzutreiben. Seine Suche führt ihn und sein "Mündel" Constance Green als Passagiere auf die Jungfernfahrt eines neuen, den Atlantik überquerenden Passagierschiffes. Die Geschehnisse an Bord gewinnen zunehmend an Dramatik und Spannung und führen schließlich zu einem furiosen Finale. Mehr will ich gar nicht verraten.

Ich muss zugeben, dass mir als Fan dieses Autorengespanns besonders die Kombination aus Thriller, Wissenschaft und Horror besonders gut gefällt. Ich erinnere dabei nur an das Erstlingswerk "Relic". Auch in diesem Buch finden sich die besagten Zutaten in einer wohl dosierten Zusammenstellung wieder. Zunächst sieht alles nach einem herkömmlichen Kriminalfall aus, der dann allerdings erheblich Fahrt aufnimmt.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und war seit langem mal wieder eines der Exemplare, die man nur widerwillig aus der Hand legen mag und es geradezu bedauert, wenn das Ende erreicht ist. Für mich war es Top-Unterhaltung, die ich jedem Fan von Preston/Child und insbesondere von Aloysius Pendergast nur wärmsten empfehlen kann.
Endlich ist Pendergast wieder da
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Lange mussten die Fans auf den neuen Roman warten - und jetzt habe ich ihn auch gleich nach vier Tagen schon wieder durch. Wie alle anderen Pendergast-Bücher zuvor, habe ich auch dieses schlichtweg verschlungen und kann es gar nicht abwarten das nächste Buch zu lesen.

Darkness spielt unmittelbar nach den Ereignissen aus dem Buch "Maniac" und zieht den Leser gleich auf den ersten Seiten wieder in den Bann aus Spannung und Geheimnissen. Constance Green fällt in diesem Roman auch eine größere und aktivere Rolle zu als in den bisherigen Büchern. Preston und Child gelingt es einmal mehr durch Hintergrundwissen (hier zum Buddhismus), technischen Details und ausführlichen Beschreibungen des Schiffes ein großartiges Kopfkino beim Leser zu erschaffen. Durch viele kleine Nebengeschichten, die die Schicksale der Passagiere erzählen, schreitet die Geschichte immer weiter voran. Nach dem dramatischen Finale bleibt der Leser mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück. Typisch Pendergast.
Mystische Möderjagd - Special Agent Pendergast ist zurück!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach ihren Ausflügen als Solo-Autoren hat das bewährte Autorenteam Preston/Child wieder gemeinsam zugeschlagen und einen neuen furiosen Thriller mit dem aus einigen Vorgängerromanen bekannten und fast Kultstatus erlangten Special Agent Pendergast.

Nach dem furiosen Showdown in "Maniac - Fluch der Vergangenheit" ziehen sich Pendergast und sein Mündel Constanze Green in "Darkness - Wettlauf mit der Zeit" in ein abgeschiedenes buddhistisches Kloster ins tibetanische Hochland zurück. Doch dort holt sie sehr schnell der mystische Alltag ein, denn aus einem streng geheimen Teil des Klosters wurde eine wichtige und überaus gefährliche Reliquie, das Agozyen gestohlen. Die Mönchen bitten Pendergast, das Agozyen zurück zu holen, lassen ihn aber über Form und mystische Kraft des gestohlenen Gegenstands im Unklaren.
Während sich Pendergast auf die Suche nach dem Dieb macht, versucht Constanze mehr über die Reliquie herauszufinden. Als sie von einem Mönch erfährt, dass derjenige, der die Reliquie in Händen hat, über das Schicksal der gesamten Menschheit richten kann, folgt sie Pendergast, der mittlerweile herausgefunden hat, dass sich der gesuchte Gegenstand in den Händen eines unbekannten Passagiers des zur Jungfahrtfahrt aufbrechenden Luxus Liners Brittania befindet.
Im letzten Moment gelangen Pendergast und sein Mündel auf das Schiff und versuchen in alt bewährter Sherlock Homes Manier, den Unbekannten unter den über 2000 Reisenden zu identifizieren. Doch die Zeit wird knapp, denn schon bald verschwinden oder sterben die ersten Menschen auf grauenvolle Art und Weise.

Wie Preston/Child die Story aufbauen und ganz langsam aus einem anfänglichen Kriminalroman einen hoch spannenden und unheimlichen Mystery-Thriller werden lassen, hat allergrößte Klasse. Ihnen gelingt der Spagat, neben der nervenzerfetzenden Mördersuche auch viele interessante und fundierte Hintergründe zur Mystik des Buddhismus, zur Technik eines modernen Hochseeriesen und sogar zur Vorgehensweise von Trickdieben in der Black Jack Szene einzuflechten, die den Spannungsverlauf nicht im geringsten stören.

Als Pendergast und Green dann den Mörder gefunden haben, ist jedoch die Story noch lange nicht vorbei, sondern steuert in ein tempo- und actionreiches Finale, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Mystik entgültig verschwinden, das Leben der aller Passagiere auf dem Spiel steht und selbst Special Agent Pendergast in allerhöchste Gefahr gerät und droht, die Kontrolle zu verlieren.

Wenn ein Buch den Titel "Pageturner" verdient hat, so ist es "Darkness - Wettlauf mit der Zeit". Ähnlich wie einer meiner Vorrezensenten habe auch ich das sehnlichst erwartete Buch innerhalb von knapp 2 Tagen verschlungen und bin schlichweg fasziniert und begeistert.

Wer Wert auf atemberaubende Spannung legt, sein Faible durchaus auch im Fantasy-Genre hat, auf den wartet Lesevergnügen von allerbester Güte und Spannung.

Dieses Buch hat 5 Sterne absolut verdient und als einziges Manko verbleibt die Zeit, die man auf den nächsten Roman von Preston/Child mit Pendergast und Green warten muss.
He is Back
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Agent Pendergast ist zurück. Und wie !!!
Preston /Child verstehen es den Leser zu fesseln und in ein Abenteuer zuerzählen das es süchtig macht. Ich war sehr überrascht das nach Manic/ Dark Secret erneut ein Pendergast Roman so klasse ist.

Die story ist bis zum Ende gut in Szene gesetzt. Nur der Kampf Pendergast gegen den Dämon verlief nicht so ganz nachvollziehbar.
Das ist ein leichtes manko, aber auf hoher Ebene.

Ich habe die 20¬ nicht bereut....
Hochspannender Mystery-Thriller für Serienliebhaber
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das für Thriller und Spannungsromane bekannte Autoren-Team Preston & Child legt einen weiteren Roman um die aus früheren Erscheinungen bekannten Protagonisten 'Constanze Greene' und 'Aloysius Pendergast' nach und präsentiert einen furiosen, spannungsgeladenen und äußerst unterhaltsamen Mystery-Thriller, der in den vergangenen Tagen scheinbar nicht nur für mein Schlafdefizit verantwortlich war:

Greene und FBI-Agent Pendergast suchen in der Abgeschiedenheit eines Klosters in Tibet nach Kraft und Ruhe, werden kurz darauf hin von den Mönchen gebeten, ein aus dem innersten Kloster gestohlenes und mächtiges Artefakt zurück zu beschaffen. Die Spur führt schnell zu einem Gast auf der Britannia, dem größten Kreuzfahrtschiff auf seiner Jungernfahrt von London nach New York. Pendergast und Greene stossen auf dem Schiff auf zahlreiche, merkwürdige Verdächtige und noch vor Ankunft am Zielhafen geschehen nicht nur mehrere Morde, auch scheint es auf dem Schiff nun auch zu spuken...

Wäre "Darkness" ein Drehbuch für einen Hollywood-Streifen, könnte man den Autoren ein Plagiat vorwerfen, nämlich eine deutliche Mischung aus neuzeitlicher Titanic mit Ocean's 13, Casino-Tricks der Marke '21' und Spionage-Fragmenten frühzeitlicher James Bond-Klassiker, gewürzt mit einer Prise unheimlicher Geister- und Spuk-Geschichten etwa im Stile der 'Mumie'. Diese Mischung verspricht Hochspannung und viele, unterhaltsame Stunden mit sehr hohem Tempo.

Jedoch: da ich bislang noch keinen Roman um die Agenten Pendergast und Green gelesen hatte, sind viele Aspekte für mich unerklärlich und die Protagonisten wirken auf mich sehr oberflächlich. Zahlreiche Autoren von 'Serienhelden' weben geschickt essentielle Informationen über die Handlungsträger in jeden Roman mit ein, um auch 'Quereinsteigern' die Figuren näher zu erläutern. Leider nicht jedoch so Preston & Child: man erfährt hier absolut nichts über die Vergangenheit des Agenten, über sein scheinbar unerschöpfliches Vermögen, warum er über schauspielerisches Talent verfügt, warum er ein Mündel hat, auf das er aufpassen müsste, warum er als FBI-Agent sich auch als Privatdetektiv betätigt und woher er all diese erstaunlichen Fähigkeiten eines 'Super-Agenten' besitzt, die er hier demonstriert. Damit wirken viele Szenen auf mich unschlüssig und unvollständig, bis hin sogar zu unerklärlich und fragwürdig. Nicht zuletzt darum bieten wohl die Autoren als Schlußwort eine Liste der bisherigen Veröffentlichungen an und erläutern die Frage, in welcher Reihenfolge man die bisherigen Romane hätte lesen sollen.

Ich habe nun wirklich Lust darauf bekommen, einige frühere Schmöker rund um den Agenten Pendergast nun zu lesen, um einerseits meine Neugierde und die offenen Fragen zu stillen, andererseits war trotz der vielen Oberflächlichkeiten 'Darkness' ein extrem spannendes und sehr, sehr kurzweiliges Lesevergnügen. Dahingehend auch mein Tipp: wenn auch Sie noch nie Bekanntschaft mit dem Agenten Pendergast geschlossen hatten, fangen Sie besser mit einem früheren Roman an, um so viele Ungereimtheiten, die in 'Darkness' sonst auftreten, gar nicht entstehen zu lassen. Dass selbst mit Vorkenntnissen der Mystery-Faktor bisweilen hier arg schräg und skuril und fragwürdig wirkt, lässt sich aufgrund des hohen Unterhaltungswerts aber sehr leicht verschmerzen.
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Die Gegenpäpstin von Martina André

Audio CD von Technisat/Radioropa Hörbuch
Preis bei Amazon: EUR 8,97, Angebote ab EUR 6,88

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3836800918, Erscheinungsdatum: Juli 2007, Auflage: 3., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Die Gegenpäpstin

5 Kundenrezensionen:

Die Gegenpäpstin
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich kurz fassen.....
Wer auch immer sich auf dieses Hörbuch einlässt wird es NICHT bereuen.
Tolles Hörbuch, super spannend gelesen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Gegenpäpstin ...

... eine Geschichte, die verschiedenste Komponenten vereint Historie, Archäologie, aber auch topaktuelle Themen wie Genforschung und die nicht neue Forderung, Frauen in sämtlichen Kirchenämtern und somit letztendlich auch auf dem Heiligen Stuhl zuzulassen.

... eine Geschichte, flüssig, bildreich und extrem spannend erzählt und mit so fein gezeichneten Charakteren ausgestattet, dass es dem geneigten Leser nicht schwer fällt, emotionale Bindungen (welcher Art auch immer) zu den handelnden Figuren aufzubauen. Die Erzähltechnik in zwei Zeitebenen gibt einen zusätzlichen Reiz, da diese beiden Stränge in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen und am Ende wie von selbst zueinander fließen.

... eine Geschichte, aufwendig und sorgfältig recherchiert, so dass man am Ende leicht den Eindruck bekommen kann, dass alles genau so stattgefunden haben könnte.

Alles in allem ein fesselnder Roman, der sich in keine Schublade stecken lässt und durch die gelungene Mischung von Kirchenthriller, Krimi und Liebesgeschichte sehr gut in einem Schwung zu lesen ist.

Allerdings sollte man grundsätzlich den angesprochenen Themen offen gegenüber stehen. Schließlich hat auch eine Telenovela für viele Menschen durchaus Ihren Reiz (die Einschaltquoten sprechen eine eigene Sprache) und bevor man ein schriftstellerisches Werk verreißt, sollte man vielleicht selber einmal versuchen, über das Niveau einer äußerst unfairen Amazon-Rezension hinauszukommen.

Ich für meinen Teil sage noch einmal: Hut ab vor diesem Debut!
...Vorsicht kein Thriller
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein wirklich gelungener Roman. Im der Kurzbeschreibung ist schon viel geschrieben. Was den Roman von anderen allerdings interessant macht, ist die wirlich gelungene Polizeiarbeit im Detail und sehr gut recherchiert. Alle Personen bekommen ein Gesicht und Charakter. Frau André macht wirklich keine Fehler. Sehr sauber und wie am Schnürchen geschrieben. Aber dennoch, genau das ist hier das Problem. Es scheint, Frau André bekommt am Schluss ein schlechtes Gewissen und versucht den Roman noch zum Thriller zu machen. Leider gelingt Ihr das nicht ganz. Aber trotzdem, wirlich sehr empfehlenswert. Sprecherin Frau Bilabel ist zwar nicht ein Herr Kerzel aber dennoch, finde passt hervorragend zur Story. Ein sehr gutes Hörbuch mit besten Preis- Leistungsverhältnis.
Wem`s gefällt....
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Auch wenn man mich jetzt für ungeduldig oder uninteressiert halten mag, aber ich war enttäuscht von dem Hörbuch.
Ich bewundere die Menschen, die sich die Geschichte bis zum Schluß angehört haben.
In mir kam Langeweile auf, je länger ich der Frau Bibel zugehört habe. Die ewigen Sprünge ins ältere Jahrhundert haben verwirrt, wenn man mal einen Moment unachtsam war.
Eine einzige Enttäuschung
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich kann mich den begeisterten Rezensionen leider ganz und gar nicht anschließen. Dieses Buch ist entsetzlich langweilig und ich habe mich wirklich bis zum Schluss durchgequält, in der Hoffnung, es kommt noch eine spannende Wendung. Aber die Handlung blieb vorhersehbar und eintönig. Die Flashbacks ins Jahr 62 n.Chr. sind nervig und dienen einzig dazu, die ohnehin schon viel zu lange Geschichte noch länger zu gestalten. Die ganzen Verschwörungstheorien um Maria Magdalena und Jesus sind doch mittlerweile wirklich total verbraucht. Gegen Ende hin wird das schnulzige Liebesgeseier echt unerträglich. Und die beschriebenen Sexszenen sind so lächerlich, dass es schon wieder komisch ist. "Und dann trug es sie auf's Meer hinaus"... also übersetzt, ihr ist es gerade gekommen...

Gelesen ist dieses Hörbuch allerdings wirklich gut... trotzdem...

Lasst die Finger davon!!!
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Marionetten von John le Carré

Gebundene Ausgabe von Ullstein Hc
Preis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 12,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 355008756X, Erscheinungsdatum: November 2008
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Aus der Amazon.de-Redaktion



Interview mit John le Carré

Frage:
In welcher Beziehung steht Ihr neues Buch zu den bis­he­ri­­gen? Stellt es eine Rückkehr zu Ihrem alten Stil dar, oder sehen Sie darin eine neue Richtung?

Antwort: Darüber muß die Kritik befinden. Und mit dem kritischen Prozeß habe ich ja nichts zu tun. Ich mag dieses Buch jedenfalls sehr. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Ich mußte meine Figuren nur anstupsen, schon lief alles so, wie ich wollte. Ich bin die Geschichte mit ziemlich viel Wut angegangen, und meine Figuren haben die­­­­se Wut für mich zum Ausdruck gebracht. Ich wollte einen Thriller schreiben, und beim Schreiben hat mich genau die gleiche Angst gepackt, wie sie hoffentlich auch meine Le­­ser packt. Was mich verblüfft hat, war die Öko­nomie des Ganzen. Normalerweise arbeite ich nicht so sauber. Aber diesmal gab es keine falschen Spuren, keine Sackgassen, keine riesigen Mengen von Ausschuß wie sonst so oft. Ich hatte in meine Vergangenheit gegriffen, und der Instinkt oder ein glücklicher Zufall hatten mich genau die Figuren und Hintergründe her­ausziehen lassen, die ich brauch­­te.

Frage: Heißt das, Sie hatten die Figuren bereits fertig im Kopf, bevor Sie überhaupt mit dem Schreiben begonnen haben?

Antwort: Es gibt zwei Figuren in diesem Buch, die sich schon lan­ge vorher in meinem Schriftstellergedächt­nis eingenistet hat­ten und auf ihren Auftritt warteten. Man­che Figuren sind so. Sie reifen in der Flasche, zum Teil über Jahrzehnte. Dieser alte Mann zum Beispiel, den ich einmal in St. John's Wood getroffen habe. Er saß auf einer Bank, die Einkäufe einer ganzen Woche zu seinen Füßen, und weinte. Als ich ihn fragte, warum, sagte er mir, das Geschimpfe sei­ner Frau sei ihm so unerträglich geworden, daß er einfach nicht den Mut zum Heimgehen auf­bringe. Oder der zwölfjährige Junge in dem Kran­kenhaus in Palästina, dem eine Streu­bombe beide Beine wegge­rissen hatte und der alle, die an seinem Bett vorübergingen, mit hochge­recktem Daumen begrüßte. Diese bei­den habe ich bisher noch nir­gends untergebracht. Bei dem alten Mann habe ich es in Gehei­me Me­lodie versucht, aber irgendwie wollte er sich nicht einbauen lassen. Und über den palästinensischen Jungen werde ich wahrschein­lich niemals schreiben können. Er ist für mich nicht einfach eine Romanfigur, er ist ein Symbol nicht zu unterdrückender Tapferkeit.

Dafür konnte ich über einen anderen Jungen schreiben, einen einundzwanzigjährigen Tschetschenen namens Issa, den ich 1992 bei meinen Recherchen zu Unser Spiel in Moskau kennen­gelernt hatte. Er war ein Aussteiger, halb Tschet­sche­ne, halb Russe, und wohnte in einem musli­mischen Getto in den Moskauer Außenbezirken. Im Haus trug er immer eine Pistole im Gürtel. In Moskau mußte man damals (wie heute übrigens auch noch) nur asiatisch aussehen, um verhaftet zu werden - und Issa sah asiatisch aus. Ich war mit ihm nie auf der Straße unterwegs, des­halb weiß ich nicht, ob die Pistole ihn außer Haus beglei­tete. Er war groß und ausgemergelt und gab sich fast aufreizend würde­voll, trotz oder gerade wegen der Tat­sache, daß seine halbrussische Abstammung ihn zum Gespött der echten Tschet­schenen machte.

Für die tschetschenische Sache kämpfte er aus Op­position gegen seinen Vater, einen ehemaligen Oberst der russi­schen Besat­zungs­armee. Seine Mutter war ein Mäd­chen aus den tsche­tschenischen Bergen gewesen, und ihre eigenen Leute hatten sie dafür bestraft, daß sie ver­ge­waltigt worden war: die Dorfältesten sahen es - wodurch auch immer - als erwiesen an, daß sie willfährig gewesen war und kommandierten zur Wieder­herstellung der Familienehre ihre männ­lichen Angehöri­gen dazu ab, sie zu töten, sobald sie ihr Kind zur Welt gebracht hat­te. Als der Vater nach Moskau zu­rück­­beordert wurde, nahm er Issa mit und gab sich alle Mühe, aus ihm einen ordentlichen Rus­­sen­­jungen zu machen. Die besten Schu­len, alles das. Mit dem Erfolg, daß sich Issa, so­bald er dazu in der Lage war, den tschetschenischen Separa­tisten anschloß. Und daß er zum Islam kon­ver­tierte - aus Liebe zu einer Mut­ter, die er nie gekannt hatte. In dem Buch, das ich jetzt plante, hatte ich endlich die ideale Rolle für Issa; ich behielt sogar seinen Vor­namen bei – das tschetschenische Wort für Jesus. Wobei mein Issa im Roman natürlich nicht mehr der Issa ist, den ich damals in Moskau kannte. Um echte Menschen in Romanfiguren zu verwan­deln, müssen wir unserem begrenzten Einblick in ihr Inneres nachhelfen, indem wir ihnen ein paar Züge von uns selbst verleihen.

Frage: Und die zweite Figur, die schon auf ihren Einsatz ge­warte­t hat, war Ihr quertreiberischer deutscher Agenten­füh­rer, hab ich recht? Herr Bachmann?

Antwort: Nein. Der hat sich auf eigene Faust Zutritt verschafft. Ich kannte eine ganze Reihe von Bachmanns zu meiner Zeit, abgehalfterte, ausgebrannte Geheimdienstleute wie Alec Lea­mas in Der Spion, der aus der Kälte kam. Bach­mann war aus demselben Stall. Nein, die andere Figur, die schon in meinem imaginären Wartesaal saß, war Tommy Brue, der sechzigjährige Schotte und Erbe einer angeschlagenen Privatbank, der un­versehens in Issas Leben hineingezogen wird. Wie Issa hatte auch Brue einen höchst problematischen Va­ter. Der von Brue hat vor ihm die Bank gelei­tet, in Wien. Alle haben Väter in diesem Buch. Alle tragen die ganz persönlichen Kämpfe aus, die ihre Geburt und ihre Lebens­umstände ihnen mit auf den Weg geben. Das ist wahr­schein­lich meine Art, meine eige­ne schwie­rige Vaterbe­ziehung aufzuarbeiten, über die ich in Ein blendender Spion geschrie­ben habe. Ich habe selber eine Zeit­lang in Wien ge­lebt. Und es ist zwar schon vierzig Jahre her, aber mir ist leb­haft der trinkfreudige schottische Bankier im Ge­dächt­nis, der mich damals immer wieder bestürmt hat, doch ein Num­mern­konto bei ihm zu eröffnen - keine Namen, kei­ne For­malitäten. Es war nicht mein Geld, hinter dem er her war. Es ging ihm um die Ka­me­rad­schaft. Er war ein einsamer Exil­engländer mit einer zerbröckelnden Ehe, und Geld war nur ein Vorwand für ihn, sich an Leute an­zu­nähern, die er mochte. Ich hat­te allen Ern­stes ein schlech­tes Gewissen, daß ich kein Num­mernkonto bei ihm aufmachte, aber dieses eine Mal siegte die Vernunft, und als ich aus Wien wegging, war er denn auch in ei­nen unschönen Skandal verwickelt. Einen Skandal übrigens, an dem sein Vater die Schuld trug!

Frage: Das waren also die beiden Figuren, die es schon gab, als Sie mit der Geschichte begonnen haben?

Antwort: Es gab auch noch eine dritte Figur. Eine extrem wichtige sogar: die Stadt Hamburg. Es hat mich beim Schreiben ja immer wieder nach Deutschland zurückgezogen, so wie es auch George Smiley im­mer wieder zurückgezogen hat: nach Deutschland, dem Motor Europas, Deutschland mit seinem aggressiven Alleingang im zwanzigsten Jahrhundert, Deutschland, der Wiege eines so großen Teils unserer europäischen Kultur. Aber diesmal mußte es Hamburg sein, Hamburg oder gar nichts. Und in vieler Hin­sicht stellt es die exotischste Figur im gan­zen Buch dar. Das heutige Hamburg ist eine vitale, quirlige, schöne, selbst­bewußte Stadt: kein kulturelles Juwel, aber dafür die reichste Stadt in Europa. Aber Hamburg blickt auf eine turbulen­te Geschichte zurück: erst Besetzung durch Napoleon, 1918 dann Machtübernahme durch die Kommunisten und 1933 durch die Nazis. 1933 lebten zwanzigtau­send Juden in Ham­burg, 1945 waren es keine tausend mehr. Die Bombardierung Hamburgs durch die Alliierten 1943 kostete in einer einzigen Woche mehr Menschen das Leben als der ganze Blitz­krieg gegen England oder die Atombombe auf Nagasaki: fünfundvierzig­tausend. Um so mehr grenzt der Wiederaufbau Hamburgs nach dem Krieg an ein Wunder. Toleranz und Libera­lismus, so lautete Hamburgs neue Parole. Was einer der Gründe sein mag, warum die Stadt unwissentlich den Nährboden für Ulrike Meinhoff und die Baa­der-Meinhoff-Bande abgab – und Jahre später für Mo­hammed Atta und ein halbes Dutzend der Flugzeug­entführer vom 11. September und ihrer Mit­verschwörer.

Ich hatte noch ein anderes Motiv für meine Wahl, ein ganz persönliches. Ich war ein heimkehrender Sohn. Anfang der sechziger Jahre war ich britischer Konsul in dem mitt­ler­weile geschlossenen Hamburger Generalkonsulat gewesen. Die Bri­tische Botschaft in Bonn hatte mich in einer Eilaktion dort hinver­frachtet, nachdem ich als der Autor von Der Spion, der aus der Kälte kam enttarnt worden war. Meine Arbeitgeber hatten nichts gegen das Buch an sich, aber sie hatten nicht mit dem Aufsehen gerechnet, das meine Autorschaft erregte. Hamburg schien ihnen da angenehm weit ab vom Schuß. Da saß ich also, unschlüssig, ob ich meine Geheim­dienstkarriere weiterver­folgen oder mich ganz aufs Schreiben verlegen sollte. Als ich mich dann für die Schriftstel­lerei entschied, verließ ich Hamburg fast heimlich. Ich erinnere mich an keinerlei Ab­schie­de. Es war ein bißchen, als hätte ich eine Liebes­affäre mit der Stadt begonnen und wäre dann über Nacht abgereist, ohne meine Telefonnummer zu hinterlassen. Was wiederum ein starkes Bedürfnis in mir auslöste, die Beziehung da wieder­aufzunehmen, wo ich sie so rüde abgebro­chen hatte.

Frage: Nach vierzig Jahren?

Antwort: Ein paarmal war ich auch zwischendurch dort gewesen, aber nie lange genug. Es ist sicher Zufall, daß ich den 11. September 2001 in Hamburg erlebte, aber rückblickend fühlt es sich nicht so an. Ich recherchierte damals für ein ganz anderes Buch - Absolute Freunde, auch ein Roman über Deutsch­land -, und ich hatte mir den Vormittag über in einem Fern­seharchiv Filmaufzeichnungen aus den sechziger und siebziger Jahren angese­hen, in denen [[der anarchistische Studenten­führer]] Rudi Dutschke seine Anhänger gegen Ame­ri­ka auf­peitschte. Als ich danach ins Hotel zu­rück­kam, erwartete mich eine Nachricht mei­ner Sekretärin in Cornwall: "Gehen Sie so­fort zum nächsten Fern­seher." Ich gehorchte und kam gerade rechtzeitig, um das zweite Flugzeug in die Zwillings­türme kra­chen zu se­hen. Den Morgen hatte ich mit Rudi Dutschke ver­bracht, den Nachmittag verbrachte ich nun mit Osama bin Laden, beides erklärte Feinde des amerikanischen Kolonialismus, der Glo­balisierung und all dessen, was wir Fortschritt nennen. Ich blieb noch etwa eine Woche in Deutschland und hörte mir die Reaktionen von Freunden an. Nach außen hin hätte das Mit­gefühl für die Vereinigten Staaten kaum größer sein können: Kerzen auf ame­r­ikanischen Türschwellen, eine herzergreifende Beileidsbekun­dung auf einem Transparent am Brandenbur­ger Tor, und und und. In­­­offiziell fielen die Kommentare oft harscher aus. Ein sechzigjähriger evangelischer Pfarrer meinte zu mir, es geschehe den Amerikanern ganz recht. Für sei­ne Generation zumindest war Rudi Dutsch­kes Botschaft noch nicht gänz­lich verhallt.

Frage: Und Annabel, Ihre deutsche Bürgerrechtsanwältin, die Issa vertritt - wo kam die her?

Antwort: Eigentlich hätte ich die Rolle ja gern mit einer Frau aus der ehemaligen DDR besetzt, als eine Art Gegengewicht zu Ham­burgs überbordendem Materialismus, aber das traute ich mir denn doch nicht zu. Also habe ich mich statt dessen für eine Ideali­stin aus einer wohlhabenden Aka­de­mi­kerfamilie ent­schie­den, eine Menschenrechtsanwältin, und zwar eine mit einem gehörigen Funken Rebellentum. Puritanisch, aber freidenke­risch, ge­gen das Establishment, aber dennoch Teil davon, und fast schon übertrieben korrekt, besonders im Umgang mit Issa. Und attrak­tiv. Schließlich gehört ja auch eine Portion se­­xueller Spannung zu einer Beziehung zwischen ei­nem Muslim von Anfang zwanzig, der jahrelang ohne weibliche Gesellschaft auskommen mußte, und einer engagierten jungen Frau, die sich von seiner Not anrühren läßt. Der Issa, den Annabel kennen­lernt, war im Ge­fäng­nis und ist gefoltert wor­den. Die Folter ist ei­ne ent­setz­liche Art von Ritterschlag. Wir nicht Gefol­terten können mit den Gefolterten niemals gleichziehen, gottlob. Wir haben ein schlechtes Ge­wissen ihnen gegenüber, wir wollen sie beschützen, wir glauben, ihnen alles schuldig zu sein. Daraus speisen sich Annabels Gefühle. Fügen Sie der Mi­schung noch meinen Bankier Brue hinzu, und der Reigen ent­täuschter Liebe ist komplett. Ich fand, die Che­­­mie stimmt. Wie ich Ihnen schon zu Anfang gesagt habe, ich mag dieses Buch.

Frage: Wie wird es von den Kritikern aufgenommen werden, meinen Sie?

Antwort: So wie meine Bücher immer aufgenommen werden. In mei­nem Alter hat man seine Fans und seine Feinde, und sie än­dern sich nicht groß. Diejenigen, die mich für überschätzt halten, werden das kundtun. Diejenigen, die mich für unter­schätzt halten, werden es ebenfalls kundtun. Und in ein paar Jahren wird sich sowieso keiner mehr erinnern, wie das Buch auf­ge­nommen worden ist. Jeder halbwegs seriöse Schriftstel­ler hat es im Gefühl, wann er sein bestes gegeben hat und wann er hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Eine breite Leser­schaft zu haben ist ein Privileg, und ich habe in dieser Hin­sicht sehr viel Glück gehabt. Ich halte die­­ses Buch für eins meiner besten, und das macht mich sehr froh. Noch froher wür­de es mich natürlich machen, wenn meine Leser derselben Mei­nung wären.

Frage: Sie sagten, Sie wären die Geschichte mit ziemlich viel Wut angegangen. Wut worüber?

Antwort: Zum Teil darüber, daß um mich herum so wenig Wut zu spüren ist über das, was mit unserer Gesellschaft passiert, angeblich auch noch zu unserem eigenen besten. Wir sind unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in einen Krieg getrieben worden, wir werden in einer Atmosphäre der Panik unserer Frei­heitsrechte beraubt. Unsere Anwälte gehen nicht auf die Straße, wie es die Anwälte in Pakistan getan haben. Unsere Abgeordneten fallen auf ihre eigenen Meinungsmacher herein und glau­ben am Schluß die Propaganda, die sie selbst verbrei­ten. Unser Außen­minister muß eine Nahostmission abbrechen, damit die zweiundvierzigtätige Untersuchungshaft für Ter­roris­mu­sverdächtige durchgedrückt werden kann. Manche nennen mich einen zornigen alten Mann. Von mir aus. Man muß nicht alt sein, um sich über so etwas auf­zure­gen. Wir haben unsere Souveränität unserer „be­sonderen Beziehung“ zu Amerika ge­opfert, an der keiner etwas Besonderes findet außer wir selbst, darum wollte ich der Frage nachgehen, in­wie­weit Deutsch­­land unsere Fehler nachzuahmen gedenkt.

Aber das ist alles heiße Luft, wenn nicht die Geschichte und die Figuren den Ball nehmen und damit loslaufen - und das machen sie in diesem Buch. Und deswegen mag ich es so.
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5 Kundenrezensionen:

Sehr schwache Kost
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
In Summe ein sehr langweiliger Roman. Es kommt kaum Spannung auf und das erschreckende es gibt außer ein paar Denkanstößen überhaupt nichts Neues. Zu keiner der Personen kann irgenweine Art von Bindung oder Beziehung aufgebaut werden. Das Ende ist mehr als vorhersehbar. Was soll also so beeindruckend an diesem Werk sein? Bin doch sehr enttäuscht.
Sagt alles und Nichts über die Geheimdienste
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Issa, ein junger Moslem mit tschetschenischem Hintergrund flüchtet vor der Gefangenschaft und Folter in türkischen und russischen Gefängnissen und gelangt illegal nach Hamburg. Dort findet er Hilfe bei einer engagierten Anwältin der Einwanderer-Hilfsorganisation Fluchtpunkt.
Issa ist gleichzeitig Erbe eines Vermögens an Blutgeld, das in einer Hamburger Bank gewaschen wird.
Allein diese Konstellation reicht aus, damit sich die Geheimdienste dreier Nationen an seine Fersen heften. Es beginnt ein Gerangel an Kompetenzen innerhalb der Dienste und ein Spiel mit der Macht. Bis zum Schluss bleibt die Frage offen, wer dieses Spiel gewinnt bzw. wer die Marionetten im Spiel sind, die dem Buch den Titel geben
.
Insgesamt ein spannendes Buch, das, wie zu erwarten, sehr geheimdienstlastig geschrieben ist. Dies geht ein Bisschen zu Lasten der Charaktere, die weitgehend blass sind. Am Ende weiss man aber eigentlich nichts Neues - gute Unterhaltung, aber ohne das gewisse Etwas.
anders als erwartet
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Melik, ein junger türkischer Boxer, lebt mit seiner Familie in Hamburg. Immer wieder begegnet ihm ein junger Mann. Er kommt in Kontakt mit ihm; Issa ist illegal in Deutschland, er ist Tschetschene, saß in Russland bereits im Gefängnis. Er spricht etwas Türkisch und erzählt, dass er nach Deutschland gekommen ist, um Medizin zu studieren, dieses Vorhaben aber nicht möglich ist, da er sich nun verstecken muss.
Melik und seine Mutter Leyla beschließen ihm zu helfen, weitere Unterstützung bekommt Issa von der Anwältin Annabel Richter und einem Bankier.
Geheimdienste sind hinter Issa her und halten ihn für einen islamischen Terroristen. Da Schwarzgeld eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielte, dass er nach Deutschland kommen konnte, verhärtet sich dieser Verdacht sehr bald ...

Superspannend beginnt dieser Roman, doch leider wird es ab dem 2. Kapitel sehr langweilig; statt Tempo gibt es endlos lange Gespräche und Szenen, in denen nichts oder kaum etwas passiert. Dazu kommt ein zäher Schreibstil, Carre produziert meist richtige Bandwurmsätze.
Ich empfand diesen Roman als sehr ermüdend zu lesen. Vom Anfang war ich begeistert; es fängt direkt spannend an, doch dann zieht es sich leider, auch konnte ich mit keiner der Figuren etwas anfangen, der Funke sprang einfach nicht über.
ch hatte einen schnellen Thriller erwartet das ist dieser Roman ganz sicher nicht. Das Thema an sich ist nicht uninteressant und wer gerne über Geheimdienste, Korruption und Verrat liest, ist mit diesem Buch bestens bedient.
Brilliantes Werk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dass John le Carre die US-Regierung wegen des Irak-Krieges "Junta" nannte, ist bekannt. Nun bekommt sie ihre brilliante Abrechnung für Guantanamo.

Da ist der flüchtige Tschetschene Issa (Jesus), von dem wir wissen, dass er in zwei Ländern im Gefängnis sass, aber von dem wir nicht erfahren, ob und welche Verbrechen er begangen hat. Es wird auch nicht gesagt, dass er selbst welche plane (wie es die "Dienste" nicht müde werden zu behaupten).

Da ist die Annabel, die Ideali­stin aus einer wohlhabenden Aka­de­mi­kerfamilie und Bürgerrechtsanwältin, die dem Issa zu Medizinstudium, legalem Aufenthalt und viel Geld verhelfen will.

Und da ist der britische Banker Tommy Brue, dessen Bank zuerst in Wien (Oh Dritter Mann), dann in Hamburg russisches Schwarzgeld blütenweiss wäscht.

Doch bei aller Tiefe der Personenbeschreibung und Darstellung ihrer Motive sind sie nicht Herr ihres Handels, sondern werden zu Marionetten eines miesen Spieles der "Dienste", die den Rechtstaat hassen und ihn umgehen, wenn sie ihn schützen sollen.

So brutal hat le Carre noch nie mit der miesen Performance der Dienste abgerechnet (die im Sauerland in "Sprengflüssigkeiten" panschen, wo Täter ohne Tat für die Absicht mit nicht funktionierenden "Bomben" lebenslang in das Gefängnis gestopft werden und wo Liebesbriefe zu Verschwörungen einer terroristischen Vereinigung umgedeutet werden).

Keine einzige Leiche, kein Mord, kein Totschlag, keine wilden Verfolgungsjagden und dennoch stellen sich einem gruselig die Nackenhaare hoch, weil er so nah an der Realität schreibt, die uns alle noch im Ohr ist.

Im Nachwort wird der Kurat Murnaz erwähnt, der jahrelang von der "Junta" am Rechtsstaat vorbei ohne Tat in Guantanamo festgehalten wurde.

Am Rande: ich habe das Buch in Englisch genossen und wurde nicht durch unterschiedliche Zwischenstände korrekter deutscher Rechtschreibung vom Inhalt abgelenkt. Aber so sind wir: Fehler in der Rechtsschreibung finden wir, aber unser Bundespräsident unterschreibt bedenkenarm das BKA-Gesetz, das uns die le-Carre-Fiktion wieder ein Stück näher an die Realität bringt, und wir beschweigen es lauthals.
Wir alle sind Marionetten unseres eigenen Denkens.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
John le Carré skizziert in seinem Thriller eine Szenario, wie es sich tagtäglich zutragen dürfte. Ein Illegaler wird verdächtigt nur aus einem Grund hier zu sein - um Unheil zu stiften. Gesucht werden immer nur Beweise, die DAFÜR sprechen, niemals aber dagegen. Und so entsteht ein Schauspiel, das einerseits geradezu krotesk paranoid ist, andererseits aber genausogut Realität sein könnte. Und wenn man das Buch gelesen hat fragt man sich, ob nicht vieles was passiert einzig aus dem Grund so eintrifft, weil irgendwelche Geheimdienstler Böses vermuten, wo nichts dahintersteckt. Eine Art selbstverfüllende Prophezeihung sozusagen. Das Buch dürfte all jenen Gefallen, die auch die Bücher von Robert Ludlum mögen. (Bourne-Trilogie, Ambler-Warnung etc.) Auch wenn dieses Buch weniger "actionreich", dafür aber wesentlich subtiler ist.
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Produkt-Bild: Die Therapie

Die Therapie von Sebastian Fitzek

Broschiert von Knaur
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,48

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3426633094, Erscheinungsdatum: Juni 2006, Auflage: 1. Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Die Therapie

5 Kundenrezensionen:

Absolute Spannung!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Einfach klasse! 4 DS's voller Spannung!

Sehr passende Stimme, die diese Geschiche einfach perfekt rüberbringt!

Sehr zu empfehlen. War nur viel zu schnell zu ende gehört. :-(
Sie brauchen eine lange Nacht...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
um dieses Buch zu lesen. Einmal angefangen, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Mit jeder heuen Information steigt die Spannung, die bis zum Schluss anhält und durch ein unerwartetes Ende den Höhepunkt findet. Ein Muss für alle Thriller Fans!
Unglaublich fesselnd!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Also ich muss vorweg sagen, dass ich sehr sehr viel lese und dies in allen Sparten...ob Roman oder Krimi, einfach alles. "Die Therapie" war allerdings seit einigen in der letzten Zeit von mir gelesenen Büchern das fesselndste! Ich konnte es garnicht mehr weglegen und hab es an drei aufeinander folgenden Tagen komplett gelesen, so spannend war es! Die kurzen Kapitel machen es leicht immer weiter zu lesen, auch wenn man evtl. schon müde ist. Dieser Drang wird aber auch hauptsächlich durch die durchweg erhaltene Spannung und das Rätseln nach der Lösung der Geschichte unterstützt. Ich kann einfach nur sagen: Seit langem, das Beste was ich in den Händen hatte!
Bin wohl jetzt auch Fitzek-Fan :)
Schnell zu lesener Thriller!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nachdem ich den Seelenbrecher gelesen hatte fiel mir die Therapie von S.Fitzek in die Hand und ich habe das Buch während einer Zugfahrt verschlungen.
Ich fand es sofort interessant, dass die Namen aus der Therapie auch im Seelenbrecher vorkamen, im Nachhinein passt die "Story der Namen" vom Seelenbrecher aber nicht wirklich überein mit der von der Therapie.

Das Buch an sich lässt sich sehr schnell und flüssig lesen. Die Charaktere und der Plot werden einem schnell vertraut und es gibt keine großen Veränderungen, sodass man durcheinander kommen könnte.
Die Kapitelenden wurden meist so geschrieben, dass man das nächste Kapitel lesen musste, da die Neugier einfach zu groß war.
Gut gefiel mir, dass der Plot sich ständig veränderte und ich mir oft unsicher war, was nun vor sich hergeht.
Schlecht war allerdings, dass ich eben den Seelenbrecher gelesen hatte und dort "Anna Spiegel" erwähnt wurde und ich eine genaue Vorstellung von ihr hatte! Allerdings wurde die "Anna Spiegel" in der Therapie als eine ganz andere Person vorgestellt und das hat mich sehr vewirrt!!
Und deshalb war das Ende für mich auch nicht gut. Ich war etwas irritiert und hätte mich über ein anderes Ende gefreut.

Fazit: Ein Buch, dass einem eine lange Zugfahrt unterhaltsam macht.
Ganz schön harter Tobak
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist schon lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe. War es doch mein erstes von Sebastian Fizek und mittlerweile habe ich doch schon alle gelesen. Noch immer steht es aber (neben Der Seelenbrecher) an der Spitze "meiner Fitzeks".

Als ich fertig war, hatte ich total gemischte Gefühle.
Auf der einen Seite fand ich es total klasse geschrieben, so richtig spannend und so schnell durch hatte ich schon lange kein Buch mehr und durch die kurzen Kapitel wurde auch dauernd dieses "Ich muss unbedingt weiter lesen Gefühl" vermittelt, auf der anderen Seite wiederum fand ich das Buch sehr verstörend, so richtig beunruhigend... Ich fand es total schlimm und konnte in der Nacht auch lange Zeit nicht einschlafen (hab sogar mit dem Gedanken gespielt, mich zu meiner Schwester zu legen) und ich hab die beiden Tage, an denen ich das Buch gelesen hatte sowieso sehr schlecht geschlafen, was ich auf das Buch zurück führe. Gewisse Szenen gehen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Ich geb zu, ich hatte kurz zum Ende zurück geblättert, aber daraus wurde ich zuerst auch nicht schlau, weil es stellte sie immer die Frage, wie und warum und dann hab ich noch mal das Ende gelesen und dann war es auf einmal wer anderer... Schrecklich schrecklich schrecklich!

Aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und daher bekommt es von mir auch die 5 Sterne.
Und außerdem: Ich hätte gerne eine Verfilmung mit Harrison Ford als Viktor Larenz ;o)
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Produkt-Bild: SPQR XIII. Die Feinde des Imperators: Ein Krimi aus dem Alten Rom

SPQR XIII. Die Feinde des Imperators: Ein Krimi aus dem Alten Rom von John Maddox Roberts

Broschiert von Goldmann
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,90

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 344245686X, Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: SPQR XIII. Die Feinde des Imperators: Ein Krimi aus dem Alten Rom

4 Kundenrezensionen:

Ein Buch mit vielen Längen
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Der Dikator Caesar hat großes vor im römischen Imperium.Als erstes reformiert er den Kalender. Um diese Reform durchzuführen werden aus Alexandria die besten Astronomen eingeladen. Als die Reformen abgeschlosse sind werden kurz hintereinader zwei dieser Astronomen ermordet aufgefunden und Becius Caecilius Metellus wird mit den Ermittlungen beauftargt. Dieser Auftrag führt ihn sowohl in die halbseidene Unterwelt Roms, als auch in die höchsten gesellschaftlichen Kreisen.

Das Buch beginnt sehr vielversprechend und unterhaltsam, allerdings krank das Buch daran,dass man zu viele Nebenhandlungsstränge aufmacht ( Wie werden die Opfer getötet ? Braut sich eine Verschwörung gegen den Dikator zusammen? Wie sieht es mit der geistigen Verfassung des Diktators aus? Wer wird Nachfolger des Dikators?) Die nachher lustlos zusammengeführt werden, um eine wenig überraschende Lösung zu präsentieren.
Lange erwartet
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
und dann enttäuscht. Schon die vorigen Bände fielen im Vergleich zu den ersten Büchern der Serie deutlich ab. Dieser Trend setzt sich leider fort. Offenbar fällt den Autor nichts mehr ein, außer sattsam bekannte Stereotypen und Klischees zu variieren. Die Charaktere wirken so statisch wie schon mantrenhaft wiederholte Redewendungen und Hinweise wie etwa auf "koische Seide".
Der Plot um die Einführung des julianischen Kalenders, Astronomen und Astrologen sowie politische Ränke ist zudem lieblos zusammengezimmert. Die Lösung des Falls kommt so plötzlich und ist so wenig plausibel, dass man das Gefühl hat, der Autor selbst sei froh gewesen, dieses leider überflüssige Buch irgendwie abzuschließen.
Fazit: Nur für Fans empfehlenswert. Zwei Sterne aus Sentimentalität und in der Hoffnung, dass der Autor sich im nächsten Band wieder fängt. Bis dahin: Lindsey Davis der David Wishart lesen.
Ein solider Fortschritt der Serie
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Unser Protagonist ist inzwischen deutlich gealtert (sein Caestus kommt nicht mehr so häufig zum Einsatz) und scheint inzwischen frei von politischen Karrierezwängen, was der Geschichte allerdings keinen Abbruch tut - als Senator und verheiratet mit Caesars Nichte steckt er immer noch mitten im Geschehen, welches in diesem Band relativ harmlos mit dem Mord an einem Astronomen und Astrologen beginnt. Wie üblich ist jedoch nichts so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, und die politischen Ränkespiele hinter den Geschehnissen sind spannend geschildert. Dazu kommt der Hintergrund - Caesar ist inzwischen Diktator, und der Leser rätselt das ganze Buch über, ob er seinen Zenith bereits überschritten oder noch vor sich hat und wie sich das auf die Geschichte auswirken könnte.

Ich persönlich hätte mir gewünscht, daß größere Teile der Geschichte sich um die Kalenderumstellung kümmern würden, die dem Volk verständlich zu machen Decius zu Anfang beauftragt wird. Das ändert aber nichts daran, das John Maddox Roberts es wieder einmal geschafft hat, eine guten Krimi so in die Reihe zu knüpfen, daß er nicht mit bloßer Wiederholung des immer gleichen Themas langweilt sondern es wagt seinen Helden altern zu lassen, aber dennoch einen klaren Wiedererkennungswert erhält. Solide Arbeit, die aus anderen im alten Rom angesiedelten Krimi-Serien, die ich in der Zwischenzeit angetestet habe, immer noch gut heraussticht.
Lang erwartet, besser als der Teil vorher
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Decius Caecilius Metellus ermittelt endlich wieder in Rom. Es geht um die Morde an einigen Astronomen, die Caesar mit der Überarbeitung des Kalenders beauftragt hat.

"Die Feinde" ist weit besser als der vorherige Fall, bleibt aber hinter den ersten Teilen zurück. Mit dem Ende der römischen Republik scheinen sowohl Metellus als auch Roberts die Lust am Ermitteln etwas verloren zu haben. Es gibt wieder viele "Informationen" über das alltägliche Leben in Rom, aber sie wirken ein wenig leblos aufgezählt. Der Sprachwitz ist größtenteils verloren gegangen und auch die Umtriebe des Protagnisten werden etwas langweiliger.

Trotzdem natürlich ein Muss für alle Fans, die wissen wollen, wie das Leben von Decius unter der Herrschaft des Diktators Caesar weiter geht.
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Produkt-Bild: Schneemann

Schneemann von Jo Nesbø

Gebundene Ausgabe von Ullstein Hc
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 17,50

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3550087578, Erscheinungsdatum: Sept. 2008
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Leiche, die Gert Rafto in der Nähe von Bergen im Schnee liegen sieht, ist nur anhand ihrer Brust als Frau zu erkennen. Den Rest hat der Mörder bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt. In der Nähe der Leiche findet der Polizist einen Schneemann: wie noch bei vielen anderen Frauen, die auf ähnlich bestialische Weise ermordet worden sind -- und werden. Kommissar Harry Hole findet heraus, dass die Morde unmittelbar mit den Kindern der Ermordeten zusammenhängen. Und er steigt hinab in die dunkle Seele eines Täters, den die Presse publikumswirksam „Schneemann“ nennt -- und der es nicht zuletzt auf Holes große Liebe Rakel abgesehen hat. Aber welche Rolle spielen der zwielichtige Gert Rafto und seine Tochter in dem tödlichen Spiel? Massenmörder haben Hochkonjunktur in der internationalen Krimiszene -- wobei sich die Autoren bei der Beschreibung der von diesen an den Tag gelegten Grausamkeiten schier zu überbieten scheinen. Bei dem ein oder anderen Buch hat man dabei den Eindruck, dass die bestialisch getöteten Opfer nicht nur die Handlung strukturieren, sondern auch darüber hinwegtäuschen sollen, dass der Verfasser offenbar nicht in der Lage ist, die Entwicklung der Lösung über 200 bis 400 Seiten mit nur einer Leiche durchzuziehen. Bei Jo Besbø ist das etwas anders. Denn der norwegische Bestseller-Autor beherrscht seinen Plot, wie der Leser bei der Lektüre unschwer erkennen kann, auf jeder Seite.
So ist Schneemann nicht nur psychologisch eisig, klug und stringent aufgebaut sowie mit vielen raffinierten Wendungen bestückt: Er ist auch noch mit einem Schluss versehen, der einem -- trotz des etwas allzu effektvollen (vielleicht schon für eine Verfilmung geschriebenen?) Showdowns -- einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
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5 Kundenrezensionen:

Lesenswerter Thriller aus Norwegen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dies war mein erster Nesboe und bin absolut begeistert! Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt die Spannung erhalten. Und wenn man glaubt, zu wissen, wer der Schneemann ist, ändert sich dieses auf der nächsten Seite wieder. Kann ich nur empfehlen!
Wieder ein echter Nesbo .........
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
.... und ein verbissener Harry Hole, der im verschneiten November 2004 in Oslo das Verschwinden bzw. die Ermordnung von vier Frauen aufklären muss. Am Tatort finden er und sein Team immer einen Schneemann, der auf einen Serienmörder schließen läßt. Was haben die Frau gemeinsam, außer dass sie Ehefrauen und Mütter sind?

Auch wenn ich nicht zu dieser "Kategorie" gehöre und im November in meiner Heimatstadt noch kein Schnee gelegen hat, habe ich meine Haustür zweimal abgeschlossen und beim Lesen eine Gänsehaut gespürt.

Wieder ein echter Nesbo den man als Krimi-Fan unbedingt lesen muss, wie auch die vorherigen sechs Bücher, in denen man den etwas skurilen und in seiner Ermittlungsarbeit hartnäckigen und unkonventionellen Harry Hole kennen lernt.

Nicht-Krimi-Fans werden durch Jo Nesbo zu solchen gemacht!
Kaltblütig
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jo Nesbo liefert mit seinem neuesten Roman einen neuen Krimi, dessen Hauptperson erneut Harry Hole ist. Ich muss gestehen, dies war sowohl mein erster Nesbo als auch mein erster Hole-Krimi. Um das wichtigste vorweg zu nehmen: er lässt sich ohne geringste Probleme verstehen, auch wenn man die vorherigen Hole-Krimis nicht gelesen hat.

Es werden einzelne Frauen aufgefunden, die auf bestialische Art und Weise getötet worden sind. Das einzige augenscheinliche Indiz ist ein Schneemann an jedem Tatort. Viel mehr möchte ich nicht vorweg nehmen. Aber ich kann versichern, Nesbo lockt uns zusammen mit seinem Helden immer wieder auf falsche Fährten. Ich war bis zum Schluss gefesselt.

Für den Leser ist es anfangs sehr schwierig in die Geschichte hinein zu finden, weil nicht immer ganz klar ist, hinter welchem Namen sich jetzt welche Person verbirgt (vielleicht bin ich auch einfach die nordisch klingenden Namen nicht gewohnt). Nesbo zielt hier wohl auf das erfahrenere Krimi-Publikum ab, denn er nimmt uns im weiteren Verlauf so gut wie nie an die Hand, um uns ein wenig Klarheit zu verschaffen.

Ist man jedoch erst einmal richtig in die Story eingetaucht, wird es immer wieder bis zum Bersten spannend. Leider wird die Spannung durch die teils extrem verworrenen Beziehungen zwischen den Charakteren gedämpft. Immer wieder muss man zurückblättern, um herauszufinden wer jetzt wer ist, wer was macht, wen kennt etc., oder man muss dauerhaft extrem konzentriert lesen. Normalerweise habe ich mit so etwas keinerlei Probleme. Für das Unverständnis hier war ganz entscheidend, dass die Persönlichkeiten oftmals fad wirken. Die einzigen Details die Nesbo über sie preisgibt sind ein oder zwei Kleidungsstücke (Hut, Mantel etc.) und vielleicht noch die Haarfarbe. Es fällt wirklich schwer sich ein vernünftiges Bild ihrer äußeren Erscheinung zu machen. Bei der Psyche der Protagonisten gilt das jedoch nur soweit, solange es sich um "unwichtige" Rollen handelt. Die Hauptpersonen hingegen sind mit einem sehr komplexen Innenleben ausgestattet, das zum Mitfühlen und Nachdenken einlädt.

Insgesamt hat mir "Der Schneemann" sehr gut gefallen. Anfängern würde ich jedoch zu etwas leichter verdaulichem raten. Es steht mir kaum zu über Nesbo zu urteilen, schließlich ist er einer "der" großen Krimi-Autoren schlechthin, aber ein wenig besser kann er es bestimmt noch. ;-) Somit gibt es 4,5 von 5 Sternen.
Nicht mehr aufhören ...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Lange habe ich nicht mehr so besessen gelesen - auch wenn mir schon spätestens mitten im Buch klar war, wer der Schneemann ist. Die überraschenden Wendungen und die rastlosen Beschreibungen ließen mich nicht mehr aufhören.
Spannende Weihnachtsferien dank Jo Nesbro!
Sehr zu empfehlen...
Der beste Krimi des Jahres 2008
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jo Nesbø hat mit "Der Schneemann" einen Roman vorgelegt, der alle Kriterien eines guten, erfolgreichen Krimis erfüllt. Er hat eine spannende Geschichte, gute Dialoge und besitzt glaubwürdige, plastisch dargestellte Protagonisten.
Zudem hat Nesbø noch eine ordentliche Portion Sex, etwas Liebe und eine Prise Witz in seine story beigemengt.
Der Fall von Kommissar Harry Hole beginnt relativ harmlos: eine Frau wird vermisst. Aber schon früh wird Hole klar, hier ist ein Serienmörder am Werk. Denn schon zu Beginn des Romans wird ihm eine Nachricht zugespielt: Bald fällt der erste Schnee. Und dann wird er wieder auftauchen. Der Schneemann. Und wenn der Schnee verschwindet, wird er wieder jemand mitgenommen haben...".
Zusammen mit seinem Team versucht Hole nun den Killer zu fangen. Nesbø schafft es im weiteren Verlauf der Geschichte einen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum showdown anhält. Klasse.
Harry Hole, der Kommissar charakterisiert sich wie folgt: ungesundes Verhältnis zum Alkohol, schwieriges Temperament, einsamer Wolf, unzuverlässig, zweifelhafte Moral und schlechter Umgang" - aber eben der beste Ermittler von Oslos Polizei.
Irgendwie steckt in diesen nordischen Krimis eine besondere Anziehungskraft im Aufeinandertreffen von roher Gewalt und nordischer Kühle, von Sündenfall und unberührter Natur. Der Schneemann" ist dabei einer der besten Vertreter dieses Genres, weshalb er für mich der beste Krimi des Jahres 2008 ist.
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