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Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung: Meine Erinnerungen von Helmut KohlBroschiert von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 2,39 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426783363, Erscheinungsdatum: Dezember 2009 |
4 Kundenrezensionen:FANTASTISCH 5 von 5 PunktenIch muss um Entschuldigung bitten; ich lese perfeckt Deutsch aber schreibe es nicht so gut and finde es schwer auf Deutsch zu tippen. Also: This is an amazing book. Although you know how it is going to end it is like reading a thriller. Kohl's joy and emotion show through and he is never less than generous towards those who helped make it all possible (Bush, the Hungarian government) and even those who impeded it (z.B. the Iron Lady!). Incidentally I liked the photograph of Kohl at the CDU-Parteitag the day before the Wiedervereinigung - I have never seen such a picture of (justified) self-satisfaction. Spannend wie ein Krimi 5 von 5 PunktenVorausschicken möchte ich, dass ich noch nie die CDU gewählt habe, ein Gegner der Wiedervereinigung war (eigtntlich immer noch ein wenig...) und mir Herr Kohl erst imponierte, als er in der "Parteispendenaffaire" Standhaftigkeit und Mut zeigte. Das Buch liest sich wie ein Krimi - es wird eigentlich nie langatmig! Man bekommt einen Blick hinter die Kulissen, u.a. wird der ungeheure Arbeitseinsatz der Spitzenpolitiker anschaulich klar. Natürlich lobt Dr. Kohl sich selbst - aber nie so dass es unerträglich wäre. Sehr lesenswert!! Selten sind Memoiren so spannend 4 von 5 PunktenDieses Buch ist so spannend, das man es fast nicht aus der Hand legen kann. Es beschreibt die Ereignisse, hautnah von Helmut Kohl erlebt und gepraegt, vom Abriss der Grenzzauene in Ungarn bis zur Wiedervereinigung Deutschlands. Obwohl Kohl natuerlich sehr viel Selbstrechtfertigung in das Buch bringt (was bei Memoiren legitim ist), liest es sich wie ein Krimi. Kohl beschreibt die Ereignisse und Hintergruende in sorgfaeltigem Detail, was jedoch nicht in einer einzigen Zeile langatmig ist. Ein fantastischer Blick hinter die Kulissen und ein gutes Buch. Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung 5 von 5 PunktenHerausgelöst aus den Memoiren von Helmut Kohl. Das Buch ist verständlich geschrieben. Hier wird Politik dargestellt, die auch für den politischen Laien verständlich ist. Spannend wie ein Krimi. |
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Helmut Kohl: Die Biographie von Hans-Joachim Noack, Wolfram BickerichGebundene Ausgabe von Rowohlt.BerlinPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 7,00 ![]() 2 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3871346578, Erscheinungsdatum: Januar 2010, Auflage: 2 |
Aus der Amazon.de-RedaktionEs zeugt schon von einiger Ironie, dass mit Noack und Bickerich ausgerechnet zwei ehemalige SPIEGEL-Journalisten, Mitglieder also jener vom Altkanzler so abgrundtief gehassten ?Hamburger Medienmafia?, seinen Lebensweg nachzeichnen. Ihrer Tradition verpflichtet, konnte man eine Jubelfeier von ihnen nicht erwarten. Machten bereits Kohls üppige ?Erinnerungen? drastisch deutlich, wie sehr die Verlockung der Selbstverklärung hinter jeder Ecke lauert, so droht am Vorabend seines 80. Geburtstags die Gefahr der endgültigen Legendenbildung übermächtig zu werden. Dem vorzubeugen beschlossen die Autoren, die Statue Kohl einmal kräftig durchzurütteln und aus den dabei anfallenden biografischen und politischen Datenschnipseln ein gültiges Bild zu zimmern. Zwar verbeißen sich die zwei Ermittler bisweilen recht heftig in ihr Opfer, doch ? man staune! - es bleibt durchaus auch Raum für Anerkennung. Quasi im Eilschritt, aber stringent und dabei höchst unterhaltsam haken Noack und Bickerich die Stationen des ?Einheitskanzlers? ab, dessen sechzehn Amtsjahre die jedes anderen deutschen Regierungschefs in den Schatten stellten. Anfänglich als ?Birne? belächelt, ein redeschwacher und heimattümelnder Pfälzer Riese, lernen wir allmählich einen Mann kennen, von keinerlei gesellschaftlicher Utopie befeuert, dessen alleiniges Ziel die Erlangung und der Erhalt der Macht war. Trotz dieser eher unheilträchtigen Attitüde überwog bei Kohl stets seine strickjackenhafte Bräsigkeit, weshalb ihm der Philosoph Habermas das Label ?die verkörperte Entwarnung? in Richtung Europa anheftete. Wir erleben einen vor Selbstvertrauen strotzenden Instinktmenschen, dessen unbändiger Herrschaftswillen 1989 immerhin hochkarätige Palastrevolutionäre vom Schlage eines Geißler, Biedenkopf oder Späth vom Platz fegte. November 1994: Die vierte Kanzlerschaft, wenn auch nur mit einer Stimme Mehrheit. Glanzloser Anfang eines Endes, das sich immerhin noch vier Jahre dahinschleppen sollte. Kohl feierte sich in der Welt als Kanzler der Einheit, noch wärmte der Mantel der Geschichte. Innenpolitisch jedoch verhieß die lange verdrängte demografische Entwicklung baldige und bittere Kälte. Die Renten wackelten, das Gesundheitssystem drohte zu kollabieren, zu lange hatte man die längst fälligen Korrekturen vor sich her geschoben. Das ?Aussitzen? hatte ein Ende gefunden. Nach der verlorenen Wahl im Jahr 1998 erfolgte der endgültige politische Niederschlag: Kohls fatales ?Ehrenwort? gegenüber dem anonymen Parteispender. Stur verteidigt in einer ZDF-Sendung mit dem bezeichnenden Titel ?Was nun, Herr Kohl?? - Viel kam nun nicht mehr. Noack und Bickerich haben im Stile eines Psychogramms harte Bandagen angelegt. Vorhaltungen und harsche moralische Fragen im Gepäck trüben den Glanz des anstehenden Jubiläums doch erheblich.. Und doch steht zu erwarten, dass der Altkanzler auch diesen Angriff aus dem verhassten medialen Norden an sich abperlen lässt. ?Ravi Unger 3 Kundenrezensionen:Eine einzige Enttäuschung 1 von 5 PunktenAls politisch Interessierten, der Helmut Kohl mit Skepsis gegenüber tritt, wohl aber seine Leistungen zutiefst respektiert, habe ich mich sehr über dieses Geschenk meiner Frau gefreut. Doch leider hat mich diese Biographie maßlos verärgert und enttäuscht, da sie Respekt, Neutralität und auch Insider Perspektiven vermissen lässt. Ziel des Werkes scheint weniger eine spannende Aufarbeitung deutscher Geschichte zu sein, sondern vielmehr die Endabrechung zweier frustrierter Spiegel Journalisten. Der Leser muss sich fragen, mit welcher Selbstüberschätgzung die Spiegel Redakteure eine vermeintlich anspruchsvolle und journalistisch hochwertige Biographie über die Person Helmut Kohl schreiben, ohne selbst im unmittelbaren persönlichen oder journalistischen Dunstkreis des Altkanzlern aktiv gewesen zu sein. Die historischen, politischen Meilensteine werden oberflächlich beleuchtet oder gar übersprungen, der Leser wartet verzweifelt auf den Blick hinter die Kulissen. Die zweifelsfrei erbrachten Leistungen Helmut Kohls werden als Glücksfall suggeriert (Ausnahme: die Leistungen Kohls für den europ. Einigungsprozeß) und der persönliche Charakter durchgehend mit negativen Attributen belegt. Die Erwähnung und Huldigung Oskar Lafontaines über dessen Position zur deutschen Einheit war ein negativer Höhepunkt des Werkes. Eine kompakte und pointierte Auseinandersetzung mit dem Homo politicus Helmut Kohl 4 von 5 PunktenHans-Joachim Noack und Wolfram Bickerich präsentieren mit "Helmut Kohl - Die Biographie" pünktlich zum 80sten Geburtstag des Altkanzlers eine kritisch-sachliche, pointierte und zugleich kompakte Auseinandersetzung mit dem Handeln und Schaffen des wichtigsten deutschen Politikers der letzten Jahrzehnte. Die Autoren schaffen dabei das eigentlich Unmögliche: Auf gerade einmal 300 (mit ausgewähltem Bildmaterial aufgelockerten) Seiten zeichnen sie die gut 40 Jahre des politischen Lebensweges Helmut Kohls nach, von den Anfängen als junger Revoluzzer in der CDU bis zu seiner Wahl zum jüngsten Ministerpräsidenten der alten Bundesrepublik, von seinen ersten (unsicheren und wenig erfolgreichen) Bonner Schritten bis hin zum Kanzler der Einheit. Trotz der Kürze der Darstellungen gelingt es den Autoren dabei, nicht nur die wichtigsten Entwicklungen zu referieren, sondern durchaus auch entscheidendere Wegemarken aus der heutigen Perspektive zu bewerten. Besonders interessant wird es vielfach dadurch, dass die Autoren die inzwischen erschienenen Memoiren Helmut Kohls mit herangezogen haben und somit die Sicht des "Elder Statesman" in ihre Bewertungen einfließen lassen. Aufgrund der knappen und pointierten Darstellungen ist diese Biographie auch für Leser geeignet, die sich ansonsten mit biographischer oder historischer Fachliteratur eher weniger auseinandersetzen. Auf der anderen Seite haben die Autoren auch für mich, der ich mich recht ausführlich mit einschlägigen Veröffentlichungen befaßt habe (z.B. den Kohl Memoiren), einige durchaus interessante neue Aspekte bereitgehalten. An der Lebendigkeit einiger Darstellungen wird deutlich, dass die Autoren weite Abschnitte des Erzählten als politische Journalisten in der Echtzeit begleitet haben. Ursprünglich bin ich dieser Biographie durchaus kritisch gegenübergetreten. Helmut Kohl ist für mich der Inbegriff meiner eigenen Politisierung: Wahrscheinlich meine erste "politische" Erinnerung ist die an eine Nachrichtensendung im Jahr 1982. Ich selber (im Grundschulalter) reagierte wenig verständnisvoll über den Jubel meiner Eltern über den Regierungswechsel von Schmidt zu Kohl, bedeutete er doch, dass der scheinbar so nette weiß-haarige Opa (Helmut Schmidt) nun nicht mehr im Amt war. Als Oberstufenschüler habe ich dann die Wendezeit 1989/90 erlebt und Kohl 1990 im Bundestagswahlkampf erstmals live erlebt. Die Wahlkämpfe 1994 und auch noch 1998 (wider besseren Wissens) war ich dann selber für Kohl im Wahlkampf aktiv. Insofern bin ich mit einem ziemlich gefestigten eigenen Bild zur Person Helmut Kohls an dieses Buch herangegangen und habe erwartet, dass die beiden Autoren aufgrund ihres beruflichen Hintergrundes (beide sind lange Jahre beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aktiv gewesen) nun erneut die Gelegenheit ergreifen würden, den Alt-Kanzler mit dem üblichen Spott der Hamburger Magazinmacher zu überziehen. Umso positiver überrascht hat es mich, dass Noack und Bickerich keineswegs langläufig veröffentlichte Meinungen neu aufwärmen, sondern sehr differenziert, die Stärken und Schwächen, die Leistungen und Versäumnisse dieses Vollblutpolitikers darstellen. Besonders gelungen sind dabei die Schilderungen zu den bereits weiter in der Vergangenheit liegenden Zeitabschnitten, z.B. den ersten Schritten auf der Bonner Bühne und zu den Jahren als Bonner Oppositionsführer. Beiden Autoren gelingt es weitgehend (siehe unten), mit dem Abstand von vielen Jahren die zum jeweiligen Handlungszeitpunkt vorherrschenden subjektiven Eindrücke zu hinterfragen: So werden die ersten Jahre der Regierung Kohl-Genscher nicht - wie häufig sonst ventiliert - als eine Serie von Pleiten und Pannen dargestellt, sondern herausgearbeitet, dass gerade in diesen Jahren auch wichtige Wurzeln für außenpolitische Vertrauensverhältnisse aufgebaut worden sind (z.B. zu Mitterand). Auf der anderen Seite bewerten die Autoren Kohls 10-Punkte-Plan zur deutschen Einheit aus heutiger Sicht deutlich kritischer (nämlich als innen- und außenpolitischen Alleingang mit fragwürdiger Risikoabschätzung) als viele andere Autoren, die hierin eher den Startschuß zur Meinungsführerschaft zu Fragen der deutschen Einheit gesehen haben. Leider verliert sich diese differnzierte Verfasstheit der Darstellungen etwas in den letzten Kapiteln: Die sehr kritische Auseinandersetzung mit den letzten Kanzlerjahren (1994-1998) blendet die politischen Rahmenbedingungen dieser Jahre komplett aus (z.B. die von Oscar Lafontaine organisierten Blockade durch die SPD-Bundesratsmehrheit) und lastet Kohl den Reformstau dieser Jahre allein an. Unerwähnt bleibt, dass selbst die wenigen Reformschritte dann von der rot-grünen Bundesregierung nach 1998 zunächst wieder zurückgenommen werden sind bevor sich erst nach dem Jahrtausendwechsel tatsächlich so etwas wie Reformbereitschaft zumindest in Teilen der Gesellschaft durchgesetzt hat. Die verschleppte und schließlich gescheiterte Nachfolgeregelung Kohls wird richtigerweise kritisch beleuchtet, Kohls Jahre als auf die Tagespolitik der CDU Einfluß nehmender Politrentner und seine Verfehlungen im Rahmen des Parteispendenaffäre dann aber fast schon hysterisch überzeichnet. Hier verfestigt sich beim Lesen der Eindruck, dass der zeitliche Abstand zu diesen Ereignissen noch zu kurz ist, um zu einer weniger emotionalen politischen Einordnung Raum zu geben. Daher bei der Bewertung des Buches aufgrund dieser etwas schwächeren Kapitel ein Stern Abzug. Interessant waren beim Lesen für mich besonders die Darstellungen des Verhältnis Kohls zu den von ihm entdeckten politischen Talenten (Biedenkopf, Bernhard Vogel, Geissler, von Weizsäcker, Süssmuth, Schäuble, Merkel) und zu den sonstigen wichtigsten Weggefährten (z.B. der Respekt für Brandt, das "Nicht-Verhältnis" zu Schmidt). Besonders der Bruch mit von Weizsäcker gehört zu den am wenigsten verständlichen "Personalentscheidungen" des Altkanzlers, der die Autoren daher zurecht einige Anmerkungen widmen. An einer anderen Stelle bricht dann allerdings doch wieder das "Spiegel-Blut" der beiden Autoren durch: den letzten Ministerpräsidenten der DDR Lothar de Maiziere als "von der Staatssicherheit gelenkt" darzustellen, läßt sich als Behauptung auch dann nicht aufrecht erhalten, wenn man vom Wahrheitsgehalt der Anschuldigungen gegen den "IM Czerny" überzeugt ist. Hier hätte man sich von Seiten des Verlages eine kritische Einflußnahme auf die Autoren gewünscht. "Man müsse ihn vielleicht nicht als >Menschen und Machtpolitiker< lieben, für seine Leistungen habe er indessen Bewunderung und Dankbarkeit verdient." Mit diesem etwas verschämt als Zitat maskierten Schlußstatement geben die beiden Autoren eine Bewertung des Altkanzlers ab, die durchaus den differenzierten Charakter Ihrer Biographie widerspiegelt. Zusammenfassend ein gelungene Darstellung des Denken und Handelns sowie der Stärken und Schwächen des Altkanzlers geeignet für eine breite Leserschaft aller politischer Lager. Überflüssiger Zweitaufguss 1 von 5 PunktenAls häufiger Leser von Biographien, bes. politischen habe ich mich zunächst über das Buchgeschenk "Helmut Kohl- Die Biographie" gefreut.Die Freude wich bei der Lektüre aber sehr schnell dem Ärger über dieses Druckerzeugnis.Die Autoren, beide langjährige Redakteure des Spiegel, haben offenkundig füheren Spiegelbeiträge ein zweitesmal zum Druck freigegeben.Dafür spricht der spiegeltypische Duktus ihrer Texte, insbesondere die durchweg ohne erkennbare Zusammenhänge eingestreuten Kurzitate.Nicht zuletzt die durchweg gehässige Schreibe der Autoren über das Objekt ihrer sogenannten Biographie.Kritischer Umgang und keine Lobhudelei sind gefragt,aber nicht so! Schade um die vertane Zeit, die ich mit der Lektüre vertan habe. |
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Helmut Kohl. Auf dem Weg (Bd. 1) / In Geschichte und Gegenwart (Bd. 2): I. In Geschichte und Gegenwart / II. Auf dem Weg von Kai Diekmann (Hg.), Helmut Kohl, Henry Kissinger, Uwe Tellkamp, Konrad R. Müller, Daniel BiskupGebundene Ausgabe von Collection Rolf HeynePreis bei Amazon: EUR 39,90, Angebote ab EUR 24,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3899104544, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:eine respektvolle Revue 5 von 5 PunktenSicher wird man nicht mit allen Punkten im Leben und Wirken von Helmut Kohl übereinstimmen, und vielleicht sogar nur ganz wenige Gesichtspunkte finden, die man mittragen kann: dennoch verdient das Ergebnis des Schaffens und Wirkens Respekt bei aller Kritikwürdigkeit. Und so enthält sich dieser schwarz-weiße Doppel-Fotoband weitgehend der parteipolitischen Stellungnahme. Vielmehr geht es darum, den Menschen Helmut Kohl als Person und als Politker in seinem Facettenreichtum darzustellen. Dies ist vollends gelungen, zumal Kohl sowohl in herausragenden als auch in weniger starken Augenblicken dargestellt wird, ohne ihn aber bloßzustellen. Der erste Band im äußerst stabilen, grau angelegten, mit Signatur versehenen Kartonschuber zeigt vor allem die politischen Stationen rund um die Jahre der deutschen Einheit auf, während der zweite Band den Fokus mehr auf die Zeit als Alt-Bundeskanzler legt. Eine Aufnahme aus dem Jahr 1973 zeigt den Parteivorsitzenden alleine am Schreibtisch, während die anderen Photographien ihn auch mit unterschiedlichen Politikern zeigen. Hierzu gehören noch aktive Politiker wie Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, so wie auch Francois Mitterrand, Felipe Gonzáles, Jacque Chirac, Franz Vranitzky, Michail Gorbatschow, Ronald Reagan, Margret Thatcher, Roman Herzog oder Hans-Dietrich Genscher. Die ungewohnten Positionen der beiden Fotographen Konrad Rufus Müller und Daniel Biskup bestechen ungemein; denn es gelingt ihnen Nähe und Distanz, Licht und Schattenseiten im gleichen Maße festzuhalten. So obliegt es bei einem großen Teil der Aufnahmen dem Betrachtenden selbst, ob hier mehr der Mensch Helmut Kohl als Person oder als Politker in den Mittelpunkt rückt. Mal sind es eher privatere, zum Teil auch Detailaufnahmen (wie beispielsweise die Handaufnahme beim Unterschreiben); zum anderen Teil aber wird eher die Öffentlichkeit und die Umgebung gezeigt. Die ganzseitigen Aufnahmen sind nur mit Seitenzahl und ohne Kommentierung versehen. Einzelne Annotationen von Helmut Kohl lassen den Menschen, den im II. Weltkrieg geborenen, den Pfälzer und Katholiken sowie den Ehemann zu Wort kommen. Die Großaufnahmen werden klar und deutlich in Form von kleineren Fotos am Ende jeden Bandes wiedergegeben und mit entsprechenden Daten zum Ort, Zeitpunkt und den jeweiligen Personen und Anlässen versehen. So ergibt sich eine rundum facettenreiche, nie auf Vollständigkeit angelegte Revue, welche die besonderen Gestaltungsjahre sowie die Vor- und Nachlaufszeit zu einem wiedervereinigten Deutschland zur Geltung bringen. Aha-Erlebnisse werden ebensowenig ausbleiben, wie auch schmerzliche und befreiende Erinnerungen an bedeutungsvolle politische Momente. Gerade für diejenigen, welche die Zeit der Kanzlerschaft von Helmut Kohl bewusst miterlebt haben, wird das Buch viel Gesprächsstoff schenken. Die Essays von Uwe Tellkamp bzw. Henry Kissinger ordnen die Fotographien noch einmal historisch ein und stellen das Geschenk der Einheit Deutschlands aus unterschiedlichen Blickwinkeln dar. Sie sind sehr lesenswert und zeigen das prägende Wirken von Dr. Helmut Kohl noch einmal anders dar. Dieses Fotowerk scheut sich auch nicht, die Jahre der Erkrankung von Helmut Kohl sowie die Hochzeit mit seiner Frau Maike darzustellen. Ein insgesamt sehr wertschätzendes Geschenk zum 80. Geburtstag des Altkanzlers, das würdig und respektvoll den politischen und persönlichen Weg Helmut Kohls in Gegenwart und Geschichte aufzuzeigen vermag, vielleicht trotz oder gerade auch wegen seiner Nähe zum Herausgeber des Bandes Kai Dieckmann. Wer sich ein eigenes, weitgespanntes Bild von Helmut Kohl machen möchte, der liegt mit diesem unvergleichlich günstig und qualitätvoll gemachten Werk genau richtig. |
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Erinnerungen: 1982-1990 von Helmut KohlGebundene Ausgabe von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 29,90, Angebote ab EUR 6,75 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426273209, Erscheinungsdatum: November 2005 |
Aus der Amazon.de-RedaktionIm zweiten Band seiner Erinnerungen schildert Helmut Kohl die nach seiner eigenen Auskunft aufregendsten Jahre seiner Kanzlerschaft. Angefangen mit seiner Wahl im Oktober 1982 bis zu der ersten (und letzten) freien Volkskammerwahl in der DDR, die den Weg für die Wiedervereinigung frei machte, von der er bei seinem Amtsantritt acht Jahre zuvor bestenfalls hatte träumen können. Doch für derlei Träume hätte er zu dieser Zeit wohl nur Häme geerntet. Die war auch so schon stete Begleiterin seiner ersten Amtsjahre, woran er sich dank seines sprichwörtlich dicken Fells aber schnell gewöhnte. Das Buch liest sich über weite Strecken als (bisweilen ermüdender) Versuch, einstige Kritiker im Nachhinein nicht nur zu widerlegen, sondern vorzuführen. "Zu den Klischees seit Beginn meiner Kanzlerschaft", schreibt der Altkanzler ziemlich genau in der Mitte des Bandes, "gehörte die törichte Meinung, ich verstünde nichts von Außenpolitik. Der aus der pfälzischen Provinz stammende Politiker mit deutlichen Neigungen zur Innenpolitik ? so die 'Analyse' einflussreicher Hamburger Medienmacher ? betrachte die Außenpolitik als ein Politikfeld, das man getrost dem zuständigen Minister überlassen könne." Es folgen Reiseberichte, in denen Kohl seine zahllosen Treffen mit den Großen der Welt schildert -- und seine Weitsicht in weltpolitischen Fragen und die dementsprechenden Erfolge, zu denen er auch die deutsche Einheit zählt. Töricht war aus Kohls Sicht natürlich auch der "Putschversuch" einiger seiner "Parteifreunde": Bei seiner Schilderung der Ereignisse rund um den Bremer CDU-Parteitag von 1989 hält er sich denn auch seinerseits mit Häme nicht zurück. Bände spricht ein vom Autor zweifellos mit Genugtuung ausgewähltes Foto, das ihn und den soeben abgelösten Generalsekretär Heiner Geißler nebeneinander auf dem Podium zeigt: Erhobenen Hauptes blickt der Sieger auf den gebeugten Besiegten herab. Gewiss: Kohls Betrachtungen sind durchzogen von einem bisweilen doch recht angestrengt wirkenden Bemühen, seinem Bild in den Geschichtsbüchern auch ja die richtigen Konturen vorzuzeichnen. Aber so sehr sie ihn deshalb in manchem Detail auch zweifellos trügen: Seine Erinnerungen vor allem an jene Jahre, die er in diesem zweiten Band behandelt, lohnen trotz allem die Lektüre. Ja: hier und da gerade deswegen! -- Andreas Vierecke 4 Kundenrezensionen:Der "eiserne Kanzler" des 20. Jahrhunderts.... 1 von 5 PunktenDieses Buch liest sich wie eine Bibel: über allen Weltgeschehnissen schwebt der allmächtige Kohl, um die Geschicke des deutschen Volkes in die besten Bahnen zu leiten. Selbstgerecht, herrisch und beweihräuchernd. Im Grunde nur zu vergleichen mit Bismarck, der das deutsche Reich geschaffen hat, und Konrad Adenauer, dem wir die BRD verdanken..... Leider wird nur zu gerne vergessen, dass sich dieser Mensch jederzeit mit fremden Federn geschmückt hat. Egal ob es um die einheitliche Europäiche Wärung geht ( ursprünglich iniziiert von Helmut Schmidt und dem damaligen französischen Präsidenten ), den Mauerfall ( den wir nur den Aufständen der Bevölkerung in der damaligen DDR und der Gorbatschow`schen Liberalität verdanken ) oder die damit verbundene Wiedervereinigung ( durch deren konsequenter Umsetzung ein Großteil unserer heutigen Staatsschulden entstanden ist ): immer war es unser Helmut, der alles gerichtet hat. Das dieser Mensch sich auf Kosten anderer, großartiger Politiker ins Amt geputscht hat, zweifelhafte und dubiose Spendengelder verwendete, dass er mit der Rentenlüge "DIE RENTE IST SICHER" seine Amtszeit verlängern konnte ( und das letztendlich wir "jungen" hart darunter zu leiden haben ) und mit dem Umbau Berlins in Rekordzeit zur Bundeshauptstadt auch die finanzielle Misere der Hauptstadt geschaffen wurde oder dass unter dieser Regierung der totale Ausverkauf von deutschem Grund und Boden beginnen konnte, wird in unserer Gesellschaft totgeschwiegen. Leider. Im Fall von Helmut Kohl sollte dabei längst darüber diskutiert werden, inwiefern Politiker für ihr Versagen haftbar gemacht werden sollten. Wer ein Land in die Krise stürzt, handelt genauso gewissenlos wie ein Bankmanager, der viele Milliarden verbrennt. Es ist schon merkwürdig, dass in der konservativ-christlich-liberalen Kohl-Ära soviel Geld verbrannt wurde, und dass ausgerechnet eine sozial-demokratische Regierung damit beginnen musste, die Finanzbremse zu ziehen.... 1 Stern für dieses schlechte Buch und die Scheinheiligkeit, die hinter dieser Periode der deutschen Geschichte steht. Leider langatmig 3 von 5 PunktenNachdem ich die zwei bisherigen Bände von Helmut Kohls Erinnerungen mit Interesse gelesen habe, hatte ich mich schon auf den dritten Band gefreut. Doch leider wurde ich enttäuscht. Mein Problem ist dabei nicht die subjektive Darstellung, die viele Vorredner hier bemängeln - Subjektivität wird man einem Autor von Erinnerungen nicht ernsthaft vorwerfen können. Doch ist das Buch äußerst langatmig geschrieben. Dies liegt wohl zum einen an der Dehnung des Stoffes. Ging der erste Teil noch von 1930 bis 1982 und der zweite mit 1982 bis 1990 immerhin noch über acht Jahre, werden nun auf ca. 730 Seiten nur 4 Jahre behandelt. Dies alleine müsste noch nicht zwingend langweilig sein. Aber Helmut Kohl beschreibt in diesem Band kaum konkrete Begebenheiten, sondern fast ausschließlich allgemeine Überlegungen zu bestimmten Themen. So bietet z.B. ein Kapitel über seine Asienreise keinen Bericht über die Reise an sich, sondern eine allgemeine Darstellung der Asienpolitik der Bundesrepublik in dieser Zeit. Und so geht es weiter: Kapitel über einen EU-Gipfel: Nur allgemeine Gedanken zur Europapolitik, ihren Zielen, ihren Problemen etc. aber keine konkrete Darstellung des Verlaufs des EU-Gipfels. Zudem hat man den Eindruck, dass diese allgemeinen Überlegungen aus Bundestagsreden, offiziellen Kommuniqués usw. entnommen sind, was wiederum dazu führt, dass wenig Überraschendes dabei zu finden ist. Diese Vorgehensweise wird nur in ganz wenigen, meist innenpolitischen Kapiteln (z.B. Tod von Willy Brandt) unterbrochen, was zu Folge hat, dass das Lesen des Buchs mit der Zeit langweilig wird. Daher nur drei Sterne und die Hoffnung, dass der nächste Band wieder etwas kurzatmiger wird. Ein großer Staatsmann - ein mäßiger Autor 3 von 5 PunktenVORAB muss einfach an die großen Leistungen des Staatsmannes Helmut Kohl erinnert werden. Der Kanzler hat nicht nur in Bezug auf die Deutsche Einheit, sondern auch hinsichtlich Europa wirklich größte Verdienste erworben. EBEN diese Verdienste beschreibt er in dem dritten Teil seiner Erinnerungen. Da fängt das Problem an, er beschreibt die Dinge nicht nur, um sich in einem guten Licht dastehen zu lassen, sondern wie er WIRKLICH glaubt, dass sie sich so zugetragen haben. Deshalb geht diesem Werk jegliche Objektivität ab.Häufig gleitet er ins Anekdotenhafte ab und spricht von ausländischen Staatsgrößen wie andere von ihren "Kumpels" aus der Schulzeit. Als FAZIT kann man sagen, dass, wenn man kein Übersichtswerk über die Deutsche Einheit erwartet, sondern eine nette, subjektive Erzählung mit ein paar amüsanten Geschichtchen aus der Politk mag, ist hier super aufgehoben. Ein GROSSES Manko dieses Buches ist aber der Schreibstil, der wirklich sehr einfach gehalten ist und einem Mann von solchem Intellekt wie Dr. Helmut Kohl einfach nicht zur Ehre gereicht... Interessant und lesenswert 4 von 5 PunktenNatürlich ist diese Darstellung eines unmittelbar beteiligten Zeitzeugen individuell gefärbt und vielleicht auch selbstgerecht. Aber eines muss man ganz klar feststellen. Helmut Kohl hatte die Chance seines Lebens und hat sie mit beiden Händen gepackt. Entgegen der Widerstände aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens war er es, der die Chance zur Wiedervereinigung genutzt hat. In diesem sehr kleinen historischen Zeitfenster zwischen November 1989 und August 1991 hat er die Tür weit aufgestoßen, die nur einen ganz kleinen Spalt offen stand. Natürlich teilt er auch aus, aber auch über Parteigrenzen hinweg. Eine ganze Reihe von Poltikern werden scharf kritisiert, auch solche die heute noch in der Politik tätig sind, wie z.B. Oscar Lafontaine. Bemerkenswert positiv aber auch solche Berichte die sehr persönlich geschrieben sind, wie z.B. über Willy Brandt und seinen Handlungen in der Zeit Anfang der 90er Jahre bis zu seinem Tod. Auch wird zum Beispiel klar, dass er wieder als Grundlage für die positiven Ereignisse der Jahre 1989 ff. den Nato-Doppelbeschluss nennt. Auch dafür lobt er erneut die Beteiligten, vor allem seinen direkten Amtsvorgänger Helmut Schmidt, wenn auch dieses Lob nach meinem Geschmack etwas deutlicher und klarer hätte ausfallen können. Bei aller Kritik, die man an Helmut Kohl üben kann, vor allem an den noch ausstehenden Handlungen zwischen 1994 und 1998, das Buch ist lesenswert. Teilweise ist es spannend wie ein Krimi, vor allem, wenn man noch eigene Erinnerungen an die Zeit hat. Ohne pathetisch zu sein, an manchen Stellen wird einem wirklich wieder einmal klar, welch großes Glück das deutsche Volk in dieser Zeit gehabt hat. Es hätte auch völlig anders kommen können! |
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Erinnerungen 1990-1994 von Helmut KohlGebundene Ausgabe von Droemer KnaurPreis bei Amazon: EUR 29,90, Angebote ab EUR 7,03 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426274086, Erscheinungsdatum: November 2007 |
Aus der Amazon.de-Redaktion1990-1994: Das sind die großen Jahre Helmut Kohls, die Zeit, in der er die deutsche Einheit verhandelte und zur Schlüsselfigur der europäischen Politik wurde. Der dritte Band seiner Erinnerungen widmet sich somit den Jahren, an die sich der Bundeskanzler a. D. wohl am liebsten erinnert. Helmut Kohl hat in seiner langen Karriere viele Rollen gespielt, nicht zuletzt die des politischen Senkrechtstarters: Er war jüngster Landtagabgeordnete in Rheinland-Pfalz, jüngster Ministerpräsident, CDU-Vorsitzender und längster amtierender Bundeskanzler. Vom engagierten Reformer in den ersten Jahren der Kanzlerschaft wurde er bald zur Versinnbildlichung ausgeprägten Beharrungsvermögens. In eine neue Rolle konnte er 1989/90 schlüpften, als er als geschickter Verhandler die Wiedervereinigung und volle Souveränität Deutschlands erreichen konnte - ein strahlender Sieger, der aber allzu bald von den Schwierigkeiten und den gravierenden Fehlern während des Vereinigungsprozesses eingeholt wurde. Am Ende, als Helmut Kohl längst nicht mehr Kanzler war, sah er sich zunehmend als Opfer verschiedener Kampagnen, den "Kanzler der Einheit" zu demontieren. Auch dass sein Ehrenwort im Parteispendenskandal nicht mehr galt als die Prinzipien des Rechtsstaates, verstand er nicht mehr. Nun ist der dritte - und noch nicht letzte - Teil seiner Erinnerungen erschienen, der Kohls schillerndste Jahre von 1990-94 umfasst. 300 Seiten befassen sich mit der entscheidenden Verhandlungsphase, in der Kohl - auch Kritiker gestehen dies zu - die zentrale Rolle spielte. Hier konnte er die Früchte langjähriger politischer Freundschaften ernten. Die Wähler dankten es ihm mit der furiosen Wiederwahl zum Kanzler. Doch umfassen die Erinnerungen sehr viel mehr als das Erlangen der deutschen Einheit. Viele inzwischen verblassende Ereignisse fallen in die Jahre 1990-1994: der Putsch gegen Gorbatschow 1991, der Vertrag von Maastricht, der erste Golfkrieg, fremdenfeindliche Anschläge und Asylkompromiss, Bürgerkrieg in Jugoslawien, um nur einige zu nennen. Sie alle waren "Chefsache", bekommen ihren Platz in dem Erinnerungsband und werden auf der Grundlage intensiver Aktenstudien geschildert und mit persönlichen Einschätzungen verknüpft. Naturgemäß sind auch diese Erinnerungen stark subjektiv gefärbt, und dem Leser bleibt es überlassen, welchen Analysen und Schlussfolgerunge er folgen möchte. So ist der Band vor allen Dingen eine aufschlussreiche historische Quelle, die zum kritischen(!) Studium einlädt. -- Henrik Flor, Literaturtest 4 Kundenrezensionen:Der "eiserne Kanzler" des 20. Jahrhunderts.... 1 von 5 PunktenDieses Buch liest sich wie eine Bibel: über allen Weltgeschehnissen schwebt der allmächtige Kohl, um die Geschicke des deutschen Volkes in die besten Bahnen zu leiten. Selbstgerecht, herrisch und beweihräuchernd. Im Grunde nur zu vergleichen mit Bismarck, der das deutsche Reich geschaffen hat, und Konrad Adenauer, dem wir die BRD verdanken..... Leider wird nur zu gerne vergessen, dass sich dieser Mensch jederzeit mit fremden Federn geschmückt hat. Egal ob es um die einheitliche Europäiche Wärung geht ( ursprünglich iniziiert von Helmut Schmidt und dem damaligen französischen Präsidenten ), den Mauerfall ( den wir nur den Aufständen der Bevölkerung in der damaligen DDR und der Gorbatschow`schen Liberalität verdanken ) oder die damit verbundene Wiedervereinigung ( durch deren konsequenter Umsetzung ein Großteil unserer heutigen Staatsschulden entstanden ist ): immer war es unser Helmut, der alles gerichtet hat. Das dieser Mensch sich auf Kosten anderer, großartiger Politiker ins Amt geputscht hat, zweifelhafte und dubiose Spendengelder verwendete, dass er mit der Rentenlüge "DIE RENTE IST SICHER" seine Amtszeit verlängern konnte ( und das letztendlich wir "jungen" hart darunter zu leiden haben ) und mit dem Umbau Berlins in Rekordzeit zur Bundeshauptstadt auch die finanzielle Misere der Hauptstadt geschaffen wurde oder dass unter dieser Regierung der totale Ausverkauf von deutschem Grund und Boden beginnen konnte, wird in unserer Gesellschaft totgeschwiegen. Leider. Im Fall von Helmut Kohl sollte dabei längst darüber diskutiert werden, inwiefern Politiker für ihr Versagen haftbar gemacht werden sollten. Wer ein Land in die Krise stürzt, handelt genauso gewissenlos wie ein Bankmanager, der viele Milliarden verbrennt. Es ist schon merkwürdig, dass in der konservativ-christlich-liberalen Kohl-Ära soviel Geld verbrannt wurde, und dass ausgerechnet eine sozial-demokratische Regierung damit beginnen musste, die Finanzbremse zu ziehen.... 1 Stern für dieses schlechte Buch und die Scheinheiligkeit, die hinter dieser Periode der deutschen Geschichte steht. Leider langatmig 3 von 5 PunktenNachdem ich die zwei bisherigen Bände von Helmut Kohls Erinnerungen mit Interesse gelesen habe, hatte ich mich schon auf den dritten Band gefreut. Doch leider wurde ich enttäuscht. Mein Problem ist dabei nicht die subjektive Darstellung, die viele Vorredner hier bemängeln - Subjektivität wird man einem Autor von Erinnerungen nicht ernsthaft vorwerfen können. Doch ist das Buch äußerst langatmig geschrieben. Dies liegt wohl zum einen an der Dehnung des Stoffes. Ging der erste Teil noch von 1930 bis 1982 und der zweite mit 1982 bis 1990 immerhin noch über acht Jahre, werden nun auf ca. 730 Seiten nur 4 Jahre behandelt. Dies alleine müsste noch nicht zwingend langweilig sein. Aber Helmut Kohl beschreibt in diesem Band kaum konkrete Begebenheiten, sondern fast ausschließlich allgemeine Überlegungen zu bestimmten Themen. So bietet z.B. ein Kapitel über seine Asienreise keinen Bericht über die Reise an sich, sondern eine allgemeine Darstellung der Asienpolitik der Bundesrepublik in dieser Zeit. Und so geht es weiter: Kapitel über einen EU-Gipfel: Nur allgemeine Gedanken zur Europapolitik, ihren Zielen, ihren Problemen etc. aber keine konkrete Darstellung des Verlaufs des EU-Gipfels. Zudem hat man den Eindruck, dass diese allgemeinen Überlegungen aus Bundestagsreden, offiziellen Kommuniqués usw. entnommen sind, was wiederum dazu führt, dass wenig Überraschendes dabei zu finden ist. Diese Vorgehensweise wird nur in ganz wenigen, meist innenpolitischen Kapiteln (z.B. Tod von Willy Brandt) unterbrochen, was zu Folge hat, dass das Lesen des Buchs mit der Zeit langweilig wird. Daher nur drei Sterne und die Hoffnung, dass der nächste Band wieder etwas kurzatmiger wird. Ein großer Staatsmann - ein mäßiger Autor 3 von 5 PunktenVORAB muss einfach an die großen Leistungen des Staatsmannes Helmut Kohl erinnert werden. Der Kanzler hat nicht nur in Bezug auf die Deutsche Einheit, sondern auch hinsichtlich Europa wirklich größte Verdienste erworben. EBEN diese Verdienste beschreibt er in dem dritten Teil seiner Erinnerungen. Da fängt das Problem an, er beschreibt die Dinge nicht nur, um sich in einem guten Licht dastehen zu lassen, sondern wie er WIRKLICH glaubt, dass sie sich so zugetragen haben. Deshalb geht diesem Werk jegliche Objektivität ab.Häufig gleitet er ins Anekdotenhafte ab und spricht von ausländischen Staatsgrößen wie andere von ihren "Kumpels" aus der Schulzeit. Als FAZIT kann man sagen, dass, wenn man kein Übersichtswerk über die Deutsche Einheit erwartet, sondern eine nette, subjektive Erzählung mit ein paar amüsanten Geschichtchen aus der Politk mag, ist hier super aufgehoben. Ein GROSSES Manko dieses Buches ist aber der Schreibstil, der wirklich sehr einfach gehalten ist und einem Mann von solchem Intellekt wie Dr. Helmut Kohl einfach nicht zur Ehre gereicht... Interessant und lesenswert 4 von 5 PunktenNatürlich ist diese Darstellung eines unmittelbar beteiligten Zeitzeugen individuell gefärbt und vielleicht auch selbstgerecht. Aber eines muss man ganz klar feststellen. Helmut Kohl hatte die Chance seines Lebens und hat sie mit beiden Händen gepackt. Entgegen der Widerstände aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens war er es, der die Chance zur Wiedervereinigung genutzt hat. In diesem sehr kleinen historischen Zeitfenster zwischen November 1989 und August 1991 hat er die Tür weit aufgestoßen, die nur einen ganz kleinen Spalt offen stand. Natürlich teilt er auch aus, aber auch über Parteigrenzen hinweg. Eine ganze Reihe von Poltikern werden scharf kritisiert, auch solche die heute noch in der Politik tätig sind, wie z.B. Oscar Lafontaine. Bemerkenswert positiv aber auch solche Berichte die sehr persönlich geschrieben sind, wie z.B. über Willy Brandt und seinen Handlungen in der Zeit Anfang der 90er Jahre bis zu seinem Tod. Auch wird zum Beispiel klar, dass er wieder als Grundlage für die positiven Ereignisse der Jahre 1989 ff. den Nato-Doppelbeschluss nennt. Auch dafür lobt er erneut die Beteiligten, vor allem seinen direkten Amtsvorgänger Helmut Schmidt, wenn auch dieses Lob nach meinem Geschmack etwas deutlicher und klarer hätte ausfallen können. Bei aller Kritik, die man an Helmut Kohl üben kann, vor allem an den noch ausstehenden Handlungen zwischen 1994 und 1998, das Buch ist lesenswert. Teilweise ist es spannend wie ein Krimi, vor allem, wenn man noch eigene Erinnerungen an die Zeit hat. Ohne pathetisch zu sein, an manchen Stellen wird einem wirklich wieder einmal klar, welch großes Glück das deutsche Volk in dieser Zeit gehabt hat. Es hätte auch völlig anders kommen können! |
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Erinnerungen: 1930 - 1982 von Helmut KohlGebundene Ausgabe von Droemer KnaurPreis bei Amazon: EUR 28,00, Angebote ab EUR 2,54 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426272180, Erscheinungsdatum: März 2004, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-Redaktion"Als ich mich bei einer CDU-Versammlung wieder einmal stürmisch einschaltete, prägte der Ludwigshafener Kreisvorsitzende den unvergesslichen Satz: "Das Wort hat der junge Herr Kohl." Dann, schicksalsergeben: "Einem bösen Hund gibt man ein Stück Brot mehr." Was dem gerade mal 17-Jährigen "aufmüpfigen Spund" 1947 recht war, ist dem heutigen Kohl nur billig. Nun ist es das köstliche Brot des Alters, das Dr. Helmut Kohl genüsslich auskostet. Altersweisheit? Wer noch Zweifel hatte, der Altkanzler weist zurecht, ist hemmungslos sentimental, bürstet ab, stellt richtig, "wie es wirklich war". Helmut Kohl wie er leibt und lebt, meldet sich zurück. Was durfte man erwarten? Die "Erinnerungen an sich selbst", wie der verhasste Spiegel süffisant überschrieb, sind nichts weniger als ein wohliges Erinnerungsbad im Spiegelsaal der Geschichte. Den Nachkriegsimpressionen folgt der (quälend lange) und bürokratisch genau referierte Aufstieg vom Studiosus zum Stadtrat bis in den Mainzer Landtag. Dabei wird überdeutlich: Vom Bade im Rhein mit seiner späteren Frau Hannelore und der Clique, die den 15-Jährigen bereits als "Leitwolf" erlebte, bis zur sattsam bekannten Belehrungssucht, mit der er revoltierende Studenten 1968 zurecht stauchte -- wir erleben die One-Man-Revivalshow eines Politikers, dem 16 Jahre Kanzlerschaft und Manager der Wiedervereinigung einen unzerstörbaren Panzer der Selbstgewissheit verliehen haben. Kohls Blick sieht niemals ab von sich selbst. Eine persönliche Tonbandmitteilung Schleyers aus der RAF-Gefangenschaft an den Freund Kohl (komplett abgedruckt), ermächtigt diesen in der Rückschau, sich zum heimlichen Mittelpunkt des Krisenstabs im deutschen Herbst 1977 zu erheben. Politische Fehler, ohnehin marginal, werden huldvoll eingestanden. Trotz der beständig im Munde geführten Behauptung, falsch Dargestelltes gerade zu rücken, erfährt man kaum wirklich Neues. Deswegen sollten auch die Erwartungen an Teil zwei der Erinnerungen, die entscheidenden Regierungsjahre ab 1982, gedämpft bleiben. Wo schon in diesem Band der langjährige Parteifreund und Steigbügelhalter Schäuble vom ansonsten so gedächtnisstarken Ex-Kanzler mit keiner Silbe gewürdigt wird, dürfte man auch in Sachen Parteispendenaffäre keine überraschende Wende erwarten. --Ravi Unger 4 Kundenrezensionen:Typisch Kohl 1 von 5 PunktenDas Positive vorweg: Man schafft es mit Hilfe des Buches wenigstens, den politischen Lebensweg Helmut Kohls zu verfolgen. Wirklich begleiten kann man ihn dabei nicht: Es gelingt ihm überhaupt nicht, den Leser zu interessieren und zu berühren! Das Buch ist schlicht enttäuschend. Unerträglich sind die immerwährenden Nennungen jedes(!!) einzelnen Wahlergebnisses, an dem Kohl irgendwie beteiligt war, die Lobhudelei vor allem in Bezug auf seine politische Tätigkeit im Landesparlament in Mainz und die fast ausnahmslose Verdammung aller "Sozis". Die Spitze setzt er dem Buch jedoch mit der Schilderung der Zeit des RAF-Terrorismus auf. Das Verhalten Schleiers während seiner Entführung - so verabscheuungswürdig diese Tat und der feige Mord an dem Arbeitgeber-Präsidenten auch war - ist an sich (vorsichtig ausgedrückt) schon schwer nachzuvollziehen. Dass Kohl in seinen "Erinnerungen" sich nicht erblödet, dessen Statements nicht nur kritiklos wiederzugeben, sondern zwischen den Zeilen der "verlotterten" SPD-Regierung auch noch die Schuld am RAF-Terror zu zuschieben, lässt bei mir den begründeten Verdacht aufkommen, er ist eben doch nur der "Mann aus Oggersheim" und nicht der Einheits-Kanzler mit wahrhaft europäischem Blick. Die Kohl'schen "Erinnerungen" sind nicht die Erinnerungen und Erkenntnisse eines großen Staatsmannes am Ende eines politischen Lebens, sondern die eines Provinzpolitikers. Manche Menschen werden eben mit dem Alter nicht weiser. Und es nützt nichts, Philosophie lediglich zu studieren - man muss auch lernen, philosophisch zu denken, auch wenn es schwer ist! Diese Diskrepanz wird im Buch überdeutlich. Chronologie der Ereignisse 5 von 5 PunktenSchön, einmal chronologisch Geschichte zu lesen, denn die Ereignisse sind alle verschwommen. Durch diese Klarstellung bzw. lückenlose Dokumentation der Ereignisse in der geschichtlichen Abfolge wird einiges deutlicher und nachvollziehbarer. Ein sehr interssantes und spannendes Buch. Der Leser sollte sich fragen, ob man Herrn Dr. Kohl nicht mit unterschiedlichem Maß beurteilt, verglichen mit den Moralaposteln unserer Zeit. Der EX-Bundeskanzler Helmut Kohl 5 von 5 PunktenDer Pfaelzer is ja schlau, der stellt sich aber dumm, bei den anderen ganz andersum. Kein Politiker, weder in der SPD, FDP, noch in der CDU hat jemals verstanden, seine Wiedersacher so systematisch loszuwerden, wie der Helmut Kohl. Angefangen von Ernst Albrecht, ueber Strauss bis zum Spaeth, Geissler und Schauble. Der Ogeersheimer oder Provinzieller, der jahre lange von seinen Freunden und Feinden unterschaetzt, hat nicht nur die deutsche Einheit, aber auch europaeische Einheit mit Mitterand auf den Wege gebracht. Das Adenhauer Enkelkind hat vieles erreicht, die man ihm nicht zumuten konnte. Katastrophe!!! 1 von 5 PunktenDiese Autobiographie verdient den Namen Autobiographie nicht. Helmut Kohl schafft es nicht, den Leser mitzureißen und schlimmer noch, er schafft es nicht, eine Zusammenfassung seiner Motive und Motivationen, seiner Ziele und Bekenntnisse, seiner Hintergründe und Erfahrungen zu geben. Statt dessen bleibt es bei der dümmlichen Aneinanderreihung bedeutungsloser Ereignisse. Das Buch enttäuscht und zeigt dem Leser, dass Helmut Kohl nicht der Staatsmann ist, für den man ihn gerne hält und als der er sich mit Vorliebe feiern lässt. Kohl war ein Provinzpolitiker, der keine Vision und keine tiefen Überzeugungen hatte. Vielmehr ergab er sich ganz dem Konsens der gemütlich-flauschigen Bonner Republik und trat nicht aus seinem Schatten. Und Kohl zeigt eine weitere Schwäche: Er ist nachtragend und steigert die Subjektivität seines Buches ins Unerträgliche: Man sieht, wie wenig er der Mann war, für den man ihn hält. Ein Vergleich mit anderen Autobiographien wirklich bedeutender Politiker wie Reagan, Thatcher, Genscher enthüllt die Unzulänglichkeiten des Dauerkanzlers: Eine kleine Welt, aus der er auszubrechen nicht imstande war. Dass ihm dabei die Deutsche Einheit in den Schoß gefallen ist, war sein historisches Glück; andernfalls wäre er wohl 1989/1990 von den Seinen dementiert worden. |
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Helmut Kohl: Meine Jahre mit dem Kanzler der Einheit von Mainhardt Graf von NayhaußGebundene Ausgabe von LingenPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 4,99 ISBN: 3938323108, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1., Aufl. |
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Helmut Kohl: Virtuose der Macht von Heribert Schwan, Rolf SteiningerGebundene Ausgabe von Artemis & WinklerPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 4,90 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3538072728, Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
2 Kundenrezensionen:Ein weiteres Huldigungsbuch 1 von 5 PunktenDas Buch wurde mir als 'etwas kritischer' als die sonstigen Biografien empfohlen - weit gefehlt. In seiner Zeit in Rheinland-Pfalz muß dort das Paradies gewesen sein, so die Autoren. Das Hauptthema "Wiedervereinigung" ist angeblich ebenfalls ausschließlich ein Glanzpunkt der Kohl-Ära. Die Zeit danach wird kurz abgehandelt, mit moderater Kritik und viel Verständnis für Kohls Verhalten. Das ganze Buch ist gespickt mit Zitaten aus den div. Kohl-Büchern (Erinnerungen, Mein Tagebuch etc.). Für die inhaltliche Einseitigkeit aber nur 1 Stern Abzug. Viel schlimmer finde ich die handwerkliche Qualität: Dieses Buch ist absolut keine wissenschaftliche Biografie! Es fehlen - jegliche Quellennachweise zu bestimmten (angeblichen)Tatbeständen - irgendwelche Anmerkungen oder auch nur Verweise zum (vorhandenen)Literaturverzeichnis oder Erklärungen zu Begriffen, Zitaten etc. - ein Sach-, vor allem aber ein Personenverzeichnis, wie ich das in jeder guten Biografie erwarte. Dafür 3 weitere Sterne Abzug. Eine kritische Auseinandersetzung mit Helmut Kohl und seinem "Lebenswerk" bleibt weiter ein Desiderat und wird wohl der Zeit nach seinem Tod vorbehalten bleiben, da offenbar niemand den Mut hat, sich mit dieser "lebenden Legende" anzulegen. Helmut Kohl - Virtuose der Macht 5 von 5 PunktenEine ausgesprochen gut geschriebene und spannend zu lesende Biografie, die nicht nur den Politiker Helmut Kohl, sondern auch den Menschen Helmut Kohl sehr fundiert beleuchtet. Mit diesem Buch von Heribert Schwan und Rolf Steininger wird Zeitgeschichte lebendig. Ein Buch über den "Kanzler der Einheit", seine politischen Visionen und seinen hartnäckigen Charakter auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europa, welches viele, gut recherchierte Fakten zum Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands beinhaltet. Für jeden, an der jüngeren Deutschen Geschichte Interessierten sehr zu empfehlen. |
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Ich wollte Deutschlands Einheit: Dargestellt von Kai Diekmann und Ralf Georg Reuth. Mit einem Vorwort von Helmut Kohl von Helmut KohlBroschiert von Ullstein TbPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 2,42 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3548373496, Erscheinungsdatum: April 2010 |
4 Kundenrezensionen:Sehr informativ 5 von 5 PunktenIch kann dieses Buch nur empfehlen. Keineswegs ist es ein Werk voller Eigenlob, sondern ein fantastisches Werk über eines der wichtigsten politischen Errungenschaften unserer Zeit und dessen Hauptakteur. Helmut Kohl war einer der herausragendsten Politiker seiner Zeit und täte dem deutschen Volk auch heute noch sehr gut. Und das muss und will ich als bekennender Sozialdemokrat anerkennen. Gelebte Geschichte wird zum Standardwerk 5 von 5 PunktenMan kann Bundeskanzler Dr. Kohl vieles vorwerfen. Gerade politisch motivierte Buchkritiker auf amazon.de sprechen oft von Einseitigkeiten, Beschimpfungen und Polemik. Über die Qualität solcher Rezensionen darf getrost diskutiert werden. Keine Diskussionen sollte es jedoch bei seinem persönlichen Rückblick auf die Ereignisse im Vorlauf der Deutschen Wiedervereinigung 1990 geben. ?Ich wollte Deutschlands Einheit?, ist mehr als eine kleine Geschichte über Erlebtes. Es ist inzwischen ein Standardwerk, vielleicht sogar ein Geschichtsbuch an sich, über diese wichtigen Jahre der deutschen Geschichte. Kohl schreibt (lässt schreiben) ehrlich, kritisch, informativ und sehr faktengetreu. Wer etwas über die Jahre um 1990 lernen möchte oder einfach nur an den persönlichen Erfahrungen eines großen Staatsmannes teilhaben will, dem darf dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt werden. Selbstgefällig und einseitig 1 von 5 PunktenHelmut Kohl bei seiner Lieblingsbeschäftigung: dem Eigenlob, umgesetzt von seinem Spezi Diekmann, der ansonsten bei der "BILD"-Zeitung für Desinformation sorgt. Unglaublich, wie nebensächlich beispielsweise die Demonstrationen in der ehemaligen DDR behandelt werden. Dieses noch nicht einmal um Objektivität bemühte Machwerk hätte ich selbst Kohl nicht zugetraut! Eine leider sehr einseitige Sicht 1 von 5 Punkten"Ich wollte Deutschlands Einheit" ist der Titel des Buches, und Herr Kohl bemerkt leider nicht, wie allgemeingültig diese Aussage und das Buch sind. Beschrieben wird der Weg zur deuzschen Vereinigung, ohne auf die besonderen Umstände, welche schließlich zum Zwei plus Vier Vertrag führten, ausreichend zu beleuchten. Das Buch liest sich, bei allem Respekt vor den erbrachten Leistungen eher so, als wäre Kohls Mitarbeiter Teltschik wichtiger gewesen als die "Vorarbeiten" in Ungarn. Der Ausbruch der (Volks)wut in der damaligen DDR wird von Kohl so geshen. als habe sich eine Land seiner Person, vielleicht noch seiner Partei zugwendet, von der Revolution des Volkes, auch der Suche nach neunen Identitäten, fehlt jedes Wort. Nicht einmal die deutschen Wegbereiter werden genannt (Adenauer natürlich ausgenommen). Gortbatschow, vorlams noch mit Göbbels verglichen, bekommt einen zweiten Platz hinter der selbstgemachten Ikone Kohl. Alles in allem, selbst unter dem Druck der Schmiergeld- Affäre, eine sehr undifferenzierte Art, Geschichte darzulegen. Dieses Buch ist eine Enttäuschung, selbst in "dem Schäuble" steht mehr wissenswertes als in diesem Buch "aus erster Reihe" ! |
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Mein Tagebuch 1998 - 2000 von Helmut KohlGebundene Ausgabe von Droemer KnaurPreis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426272415, Erscheinungsdatum: November 2000, Auflage: 4. Aufl. |
Aus der Amazon.de-RedaktionHelmut Kohl rechnet ab: Mit seinen innerparteilichen Widersachern, mit der Presse, dem Fernsehen, mit all den Kleingeistern eben, die ihn vom Sockel stürzen wollen. Ob Rita Süssmuth, Kurt Biedenkopf, Heiner Geißler oder Richard von Weizsäcker -- überall wittert er Intrige und Verrat. Besonders hart trifft es aber seinen einstigen "Kronprinzen" Wolfgang Schäuble. Schäuble ist der Mann, der im Hintergrund agiert, der sich von Kohl absetzt und schließlich gemeinsam mit seiner Generalsekretärin den offenen Bruch provoziert. Dass sein Nachfolger von dem berühmten FAZ-Artikel Angela Merkels nichts gewusst haben will, mag Kohl nicht glauben. "Ein abgesprochenes Spiel mit verteilten Rollen" hätten die beiden inszeniert, schreibt Kohl. Und schildert präzise ein Telefongespräch vom ersten Weihnachtsfeiertag 1999, bei dem ihm klar geworden sei, "dass Wolfgang Schäuble den endgültigen Bruch, dass er die Trennung von mir will". Auch der Rest des Buches trieft vor Selbstgerechtigkeit und Larmoyanz. Helmut Kohl sieht sich als Opfer einer Kampagne, die ihn als Kriminellen abstempeln und seine Verdienste um die Deutsche Einheit überdecken soll. Zwar gesteht er "Fehler" ein, mehr aber auch nicht. Die Verwerflichkeit seines Tun, den Schaden für die CDU jenseits des Finanziellen sieht er nicht, will er nicht sehen. "Das Aufregendste am Spendenskandal war für mich immer das unverwüstlich gute Gewissen des Hauptverantwortlichen", hat Erhard Eppler neulich geschrieben. Dem kann man nach der Lektüre des Buches nur zustimmen. Wer sich von dem Tagebuch spektakuläre Enthüllungen zur Spendenaffäre erhofft haben sollte, wird also enttäuscht werden. Aber wer etwas über die Gemütsverfassung Helmut Kohls erfahren möchte, ist mit dem Buch bestens bedient. --Stephan Fingerle 4 Kundenrezensionen:Lesefreude! 4 von 5 PunktenBis ich diese Biographie in die Hand bekommen habe war ich eher skeptisch, was das Lesen von Lebensgeschichten betrifft; aber dieses Buch ist lebendig und anschaulich erklärt; man erfasst schnell die politischen und historischen Zusammenhänge, auch wenn man zu dieser Zeit noch nicht gelebt hat. Dieses Buch ist die reinste Lesefreude! Man legt es nur ungern zur Seite; man freut sich auf's Weiterlesen Jetzt Lesen lohnt sich 5 von 5 PunktenVergessen wir mal das durchgängige Problem der meisten Autobiographien ( die ganz natürlich sehr einseitige Sicht der Dinge ) so erhellt dieses Buch doch Manches. Z.B. Seite 15: Rückblick auf den Herbst 1996, welche Reformen müüsen und sollen angepackt werden, Gesundheitswesen, Kündigungsschutz in kleineren Betrieben etc. Heute 7 Jahre und zwei Bundestagswahlen später, immer noch die gleichen Probleme. Deutschland im Schneckentempo. Dieser Tage wird das Verfahren wg. angeblicher Aktenvernichtung (Leuna) eingestellt, weil überhaupt nicht gewesen ist. Aber 4 Jahre Untersuchungsausschuss, den Ruf von einem Dutzend Leuten zerstört und das Alles für ein bischen alberne Propaganda. Respekt, Herr Doktor Kohl! 5 von 5 PunktenEr zählt zu den bedeutendsten und profiliertesten Politikern nach dem Zweiten Weltkrieg, er gilt als Vater der Deutschen Einheit und des Euro, machte somit den Prozess der europäischen Integration unumkehrbar. Er ist ein Staatsmann mit Weitblick, Substanz und als promovierter Historiker ein ausgezeichneter Kenner historischer Zusammenhänge. Nichtsdestotrotz wurde Dr. Helmut Kohl mit beispielloser Häme diffamiert und degradiert, auch von eigenen "Parteifreunden", die nach jahrelangem Kuschen nun wie Phönix aus der Asche zu Kritikern ihres einstigen Mentors avancierten. -In seinen Notizen in "Mein Tagebuch" gelang es dem Altkanzler den Gang der Dinge während der unheilvollen, aber auch hochgepushten CDU-Finanzaffäre aus seinem Blickwinkel zu schildern; und die Zeit bringt tatsächlich die Wahrheit ans Licht: Helmut Kohls Beteuerungen in Bezug auf die angeblich verschwundenen Akten im Kanzleramt haben sich jüngst bewahrheitet. Respekt, dass Sie sich nicht von den links-dominierten Massenmedien unterkriegen lassen, Herr Doktor Kohl! Es bleibt nun auf die im November erscheinende Autobiographie zu warten! Wichtiger Meilenstein der aktuellen Zeitgeschichte 4 von 5 PunktenEin Tagebuch gibt größtenteils die subjektiven Einblicke einer Person auf sein eigenes Leben wieder. Hierbei werden die persönlichen Meinungen natürlich stärker in den Vordergrund gestellt als die der Personen, die auch an den Geschehnissen beteiligt waren. Der hier vorgestellte Zeitraum ist detailgenau mit vielen neuen Inhalten wiedergegeben. Kleine Anekdoten verschaffen dem Leser eine angenehme Atmosphäre bei der Wanderung durch das Leben von Dr. Kohl. Ein Tagebuch, nicht für für Leser, die Zeitgeschichte aufarbeiten möchten, sondern für alle, die das Leben und die (wahren?) Gedanken des Verfassers abseits der Berichte in den Medien kennen lernen möchten. |
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