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Produkt-Bild: Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben

Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben von Timothy Ferriss

Broschiert von Econ
Preis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 12,44

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430200512, Erscheinungsdatum: März 2008
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5 Kundenrezensionen:

Interessante Ideen mit Auswirkungen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die 4-Stunden-Woche ist etwas aufreißend gemacht - allein schon der Titel - allerdings steckt dahinter ein interessantes Motiv. Es geht darum, sein Berufs- und Lebensziel zu entdecken. Auf dem Weg dahin beschreibt Timothy seine Erfahrungen und regt dazu an, selbst diesen Weg zu gehen.

Fazit: interessante Inputs, die verändern können.
Viele alte Hüte
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Der Autor hat auf ganz nette Weise viele Methoden und Prinzipien zusammengetragen und mit seinen eigenen Erfahrungen garniert. Wenn man allerdings vorher schon mal "über den Tellerrand" geschaut hat, findet man wenig Neues.
Wenige der Vorschläge sind wirklich brauchbar, vor allem weil Ferriss von sich auf viel zu viele andere schließt.
Dem Buch hätte es auch sehr gut getan als 4-Stunden-Version zu erscheinen. Man muss sehr viel "Füllmaterial" lesen, um an die entscheidenden Stellen zu geraten.
Jedenfalls dürfte Ferriss seit dem Erfolg des Buches wirklich eine 4-Stunden-Woche genießen.
bezieht sich auf die englische ausgabe...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
hallo erstmal,

ich habe dieses buch gefressen!
amerikanisch, schnell, einfach, praktisch und so angelegt, daß man die schritte in den kapiteln nachmachen kann.

viel hilfreiche links im www (auch wenn es mit etwas recherche bessere gibt - aber es ist ein anhaltspunkt und funktioniert)

wäre auch interessante lektüre für so einige chefs!
wir sind im 21. jahrhundert und die arbeitsrituale aus dem vergangenen jahrhundert sind einfach nicht mehr zeitgerecht - warum surfen so viele menschen während der arbeitszeit im www - weil sie ihre zeit im büro absitzen müssen. muss ich heut zu tage noch im büro arbeiten? kann nicht die selbe arbeit mit laptop, internet und rufumleitung auch von zu hause aus bewältigt werden??? denken sie mal nach liebe chefs!
und geben sie ihren angestellten eine faire chance! sie werden es ihnen mit produktivität danken!!!
Nichts Neues, Herr Besserwisser
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Warum sich das Buch so gut verkauft erklärt sich von selbst, wenn man es liest. Nicht, weil der Inhalt so gut und weltbewegend neu ist, sondern weil Herr Ferriss gerissene Methoden vermittelt, wie man Zeug verkauft, das eigentlich gar keiner braucht. Anfangs beschreibt er seine fast schon peinliche Desorganisation und Unprofessionalität, bis sich dann aufgrund der Lektüre des Pareto-Prinzips sein Leben radikal ändert. Ist das etwas Neues? Ein Mensch, den diese Erkenntnis trifft, ist deswegen noch lange kein Held! Und stellt noch lange kein neues Ideal für Unternehmer da, denn wenn jeder nach den Methoden von Herrn Ferriss Geld verdienen wollte, gäbe es bald keine unterbezahlten Dritte-Welt-Länder-Angestellten mehr, die es für sein vorgestelltes Modell braucht und auf dem er seine ganze Idee aufbaut. Sein "outsourcing für den kleinen Mann" Modell ist jetzt schon überholt, denn die grossen Firmen mussten auch draufkommen, dass es langfristig nicht klappt. Wozu brauche ich einen Inder, der meinem Partner Liebesbriefe schreibt - wo bleibt hier die gewonnene Lebensqualität, von der er hier so schreibt? Ein paar gängige Marketingtipps hier und da, einseitige Tipps um sich ein Leben in Saus und Braus mittels eines online portals zu schaffen. Vielleicht für 2% der Leser brauchbar und interessant, aber nichts, was ein Heer von NR (new riches im Fachjargon des Autors) generieren könnte. Ein fast nicht enden wollendes Aufzählen von amerikanischen website links, die für einen Europäer nutzlos sind, ebenso die auf die persönliche und sehr amerikanische beschränkte Weltsicht des Autors. Er versucht, ganz, ganz persönliche Erfolgserlebnisse global und universell zu predigen und merkt dabei nicht, dass sich seine Methoden noch keine 3 Jahre bewährt haben. Seine Methoden sind teilweise sogar abstossend, rücksichtslos und unfair. Alles andere als nachhaltig. Das einzige, worin ich mit ihm übereinstimme ist die Tatsache, dass die heutige Gesellschaft zu sehr am 9-5 Modell hängt und die tatsächlichen Arbeitszeiten wesentlich effizienter und kürzer ausfallen könnten. Jedoch wird das "Ferriss-Modell" nicht die Welt verändern, sondern nur sein ganz persönliches, denn er lebt ja ganz gut davon. Ein zweites Mal würd ich das Buch nicht mehr kaufen.
Es ist möglich mit wenig Arbeit viel Geld zu verdienen...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...wie bereits in dem esoterischen Ratgeber "Das Spiegel-Phänomen" beschrieben, hängt die eigene Lebensqualität von der inneren Einstellung ab. Wenn man an diese These mit großen Zweifeln herangeht, manifestiert sich diese innere Haltung und man muss weiter das tun, woran man im Grunde glaubt: Viel arbeiten für wenig Geld. Viel Spaß dabei.
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Produkt-Bild: Das grüne Paradoxon: Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik

Das grüne Paradoxon: Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik von Hans-Werner Sinn

Gebundene Ausgabe von Econ Verlag
Preis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 20,80

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430200628, Erscheinungsdatum: Oktober 2008
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5 Kundenrezensionen:

Ein sehr wichtiges Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Für den regelmäßigen Zeitungsleser offenbart dieses Buch eigentlich nichts neues, ich halte es aber dennoch für sehr empfehlenswert, da die Fakten kompakt und gut verständlich dargestellt wurden. Prof. Sinn legt kurz, aber wissenschaftlich fundiert die Gründe dar, weshalb die Kohlendioxidemissionen möglichst bald und umfassend zu reduzieren sind. Seine Kritik setzt nicht hier an, sondern an der Art und Weise, wie die (deutsche) Politik das Problem der CO2 Emissionen angeht. Die zulässigen Emissionen in der EU sind durch die CO2 Zertifikate begrenzt, zumindest was die Stromerzeugung angeht. Neue (Kohle)Krafwerke erhöhen die Emissionen der EU genau um 0 Tonnen, da die Betreiber der Kraftwerke dann Zertifikate zukaufen müssen, die dann anderswo eingespart werden bzw. sie müssen eigene ältere Kraftwerke stillegen, um die vorgegebene CO2 Emissionsmenge einzuhalten. Soweit hat die Industrie Vermeidungsanreize, erst recht wenn die Zertifikate in Zukunft versteigert werden. Das Problem ist hier, dass die Politik es nicht der Industrie überlässt, wie und wo Emissionen vermieden werden, sondern Wege über die Förderung und besonders über die unterschiedliche Förderhöhe von bestimmten alternativen Energien (Wind, Sonne etc.) vorgibt, so das nicht unbedingt besonders effiziente regenerative Energien gefördert werden, sondern politisch gewollte. Prof. Sinn plädiert hier für einen freien Markt, der die effektivste Lösung finden sollte. Dies ist eine Kernaussage seines Buches, daneben geht es auch um die schon klassische Frage "Tank oder Teller", wo die Politik ebenfalls ökonomische und ökologische Optimierung durch spezielle Vorgaben eher behindert als fördert. Die Problematik der Erzeugerländer von Öl und Kohle, die ein großes Interesse daran haben fossile Brennstoffe weiter zu verkaufen um ihren Lebensstil zu bewahren, bilden den Schluss des Buches. Hier wird besonders deutlich, das es ohne einen globalen Ansatz keine Lösung dieses globalen Problems geben kann. Insgesamt lauter Thesen, auf die der aufmerksame und volkswirtschaftlich interessierte Zeitungsleser auch selbst kommen könnte, die aber so anschaulich und auch für den Laien verständlich dargestellt werden, das sich in der Tat ein "Aha" Erlebnis eingstellt. Pflichtlektüre für alle (Umwelt-) politisch Interessierten!
Bitte, kein Ideologie!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
"Danke", ungeachtet der negativen Kommentare werde ich das Buch auch kaufen. Ich halte sehr viel von den Beiträgen des Professor Sinn. Er und einige andere Fachleute sind wohl zu einer regelrechten Zielscheibe von bestimmten Ideologen mutiert (worden). Beispiele: "Der Professor aus Heidelberg", Friedrich Merz, Friedbert Flüger, Wendelin Wiedeking - Porsche und auch Josef Ackermann - DB). Die negativen Rezensionen schrecken mich nicht ab, da ich überzeugt bin, daß sie aus einer bestimmten ideologischen Ecke kommen. Ideologie jedweder Art vergiftet die Atmosphäre.

Helle Köpfe braucht unser Land, die den augenblicklichen Kurs korrigieren und unsere Sozialwirtschaft wieder auf gesunde Füße stellen.
Talkshow-Eintrittskarte für Hans-Werner Sinn
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Der erste Teil der Argumentation des Buches lautet verkürzt und zugespitzt wie folgt: Solange es keinen international bindenden Weltklimavertrag gibt, kann das Klima durch einzelstaatliche Maßnahmen nicht stabilisiert werden. Denn ohne internationalen Klimavertrag führt der geringere Verbrauch der einen zu einem höheren Verbrauch der anderen. Ein Beispiel: Wenn wir weniger Öl verbrauchen, wird das Öl wegen der gesunkenen Nachfrage billiger und findet daher in anderen Ländern, beispielsweise in China, einen größeren Absatz. Unter dem Strich ist durch einzelstaatliche Maßnahmen also nichts gewonnen.

Den ein oder anderen mag das zwar überraschen, neu ist diese Erkenntnis allerdings nicht. Sie ist vielmehr der wesentliche Grund dafür, dass sich viele Staaten seit Jahrzehnten um die Vereinbarung eines Weltklimavertrags bemühen. Dass die Einbindung aller wesentlichen Staaten bisher nicht gelungen ist, liegt z.B. an Staaten wie den USA, die bis vor kurzem geleugnet haben, dass es überhaupt einen von Menschen verursachten Klimawandel gibt. Wir haben also auf internationaler Ebene kein Erkenntnisproblem, sondern vor allem ein Umsetzungsproblem. Wenn nach 20-jähriger Verspätung nun auch Hans-Werner Sinn für einen Weltklimavertrag wirbt, ist das zwar sehr erfreulich, fügt der Debatte aber nicht den Hauch eines neuen Arguments hinzu, das die Umsetzung vorantreiben würde.

Der zweite Teil der Argumentation zieht aus der "verspäteten Erkenntnis" Schlüsse für die nationalstaatliche Ebene: Weil zum jetzigen Zeitpunkt durch einzelstaatliche Maßnahmen das Weltklima nicht stabilisiert werden kann, handele es sich bei allen bisher ergriffenen einzelstaatlichen Maßnahmen um volkswirtschaftlichen Unsinn, der uns teuer zu stehen komme. Die Förderung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Techniken sei deshalb sofort einzustellen.

Solche Thesen sind zwar eine garantierte Eintrittskarte zu den nächsten 100 Talkshows, sinnvoll sind sie deshalb jedoch nicht. Sie sind ebenso schlau wie der Ratschlag des Flugkapitäns, der den Flugpassagieren rät, keine Rettungsweste anzulegen, da man nicht sicher sein könne, ob alle die Bruchlandung überleben werden.
Denn erstens geht es bei den von Sinn diskutierten Maßnahmen natürlich nicht um die kurzfristige, sondern um die langfristige Stabilisierung des Klimas. Wenn der dazu notwendige Umbau des Energiesystems nicht schockartig und krisenhaft verlaufen soll, muss er schrittweise vorbereitet werden, und zwar so schnell wie möglich - auch wenn es noch keinen Weltklimavertrag gibt. Zweitens wird die Möglichkeit eines Weltklimavertrags erst dadurch geschaffen, dass diejenigen Industriestaaten vorangehen, die das Klimaproblem geschaffen haben, und den Schwellenländern zeigen, dass Wohlstand und Nachhaltigkeit vereinbar sind. Ansonsten stimmen Länder wie China niemals dem Weltvertrag zu, den Hans-Werner Sinn will. Drittens dienen die bisher ergriffenen Maßnahmen auch der Energieautarkie und der Friedenssicherung. Sollte es zu weiteren drastischen Steigerungen der Energiepreise kommen, sind all diejenigen Länder besser vorbereitet, die Ihr Land frühzeitig auf energieeffiziente Spartechniken und auf erneuerbare Energien umgestellt haben. Und viertens handelt es sich bei dem ausgegebenen Geld um zeitlich befristete Anschubinvestitionen in einen der wichtigsten Wirtschaftsbereiche der Zukunft. Auch wenn man alle ökologischen Argumente bei Seite schieben würde, wären die ergriffenen Maßnahmen trotzdem ökonomisch sinnvoll, und zwar schlicht und einfach als Technologieprogramm zur Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.

Fazit: Wer auf der Suche nach Futter ist, um Verwirrung zu stiften und Krawall zu machen, sollte Sinns neues Buch lesen, alle anderen bringt es nicht weiter.
Sinn macht Sinn - und Unsinn
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Prof. Sinn ist ein Volkswirtschaftler mit durchaus vernünftigen Ansichten. Sinn gelangt zu diesen Ansichten jedoch nicht viele Politiker durch ein Bauchgefühl, sondern anhand von volkswirtschaftlich fundierten Überlegungen.

Im vorliegenden Energiebuch nun durchleuchtet er aus der Sicht eines erfahrenen Volkswirtschaftlers die Kinematik von CO2-Konzentration, -Angebot und -Nachfrage.

Er kommt zu dem völlig richtigen Schluss, dass Einsparungen zwar unseren Geldbeuten schonen, jedoch keinen "richtigen" Beitrag zum Klimaschutz leisten, weil durch unsere Bemühungen kein einziger Liter weniger aus
dem Boden geholt wird (und verbrannt wird).

Dies ist die "unbequeme" Wahrheit um die es eigentlich geht. Wir sonnen uns so gerne in unseren Bemühungen um den Klimaschutz. Und wir meinen, hierdurch einen irgendwie gearteten moralischen oder ethischen Vorsprung vor all den anderen Nationen zu haben, die z. B. dem Kyoto-Protokoll nicht beigetreten sind.

Insofern wird die Umweltpolitik als eine Art Ablasshandel entlarvt: Uns wird von der Regierung das Geld aus der Tasche gezogen und wir haben auch noch ein gutes Gewissen dabei.

Doch neben diesen Fakten verharrt Sinn etwas arg statisch im technologischen Status-Quo.

Das Steinzeitalter ist ja auch nicht zu Ende gegangen, weil es keine Steine mehr gegeben hätte. Sondern weil sich die Menschen etwas anderes, überlegenes zu eigen gemacht haben. So wird es auch mit der Menschheit gehen (können), wenn die richtigen Impulse gesetzt werden.

Denn wer heute forscht und Verfahren ohne CO2 entwickelt, wird morgen die Nase vorn haben und Produkte anbieten können, die sehr gute Exportchancen haben. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die dem Steuerzahler abgeknöpften "Öko"-Euronen auch für die Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten ausgegeben werden - zumindest ein Teil davon.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind solche Innovationen jedoch nicht vorhersehbar und es fällt Sinn schwer, die Reichweite solcher technologischen Umbrüche in die Überlegungen mit einbauen. Wissenschaftlich mag dieskorrekt sein, doch gerade die Visionen sind es, die die Menschheit vorantreiben.

Schön ist die Überlegung von Sinn, dass nicht das zur Neige gehende Öl das eigentliche Problem darstellt, sondern die Unmengen von CO2, die schon weit VOR dem Ende des Öls als Treibhausgas das Leben hier zur Hölle machen.

Gerade dies macht Mut, den Weg der technologischen Erneuerung schnell voranzuschreiten - auch wenn oder gerade weil wir durch das Energiesparen alleine keine gute Tat vollbringen.

Insgesamt ist es ein lesenswertes, zuweilen aber auch wissenschaftlich durchhauchtes Buch. Daher sind Durchhaltevermögen und Denkpausen angesagt.

Was äußerst schäbig ist: Das Buch sieht zwar "gebunden" aus, hat aber doch nur eine Klebeheftung. Dies führt dazu, dass schnell Seiten aus dem Buch herausspringen und als Einzelblätter herumvagabundieren.

Es ist unverständlich, dass ein Buch mit solcher Tragweite so armselig verarbeitet ist.

Daher eignet sich das Buch eher zur Selbstlektüre, zum Verschenken ist es wohl weniger geeignet.

Also: 5 Sterne minus 1 Stern wegen der fehlenden Technologieperspektiven!
Und minus 1 Stern wegen der miserablen Verarbeitung des Buches!
Eines der besten Aufklärungsbücher
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Mit seiner Meinung zum Treibhauseffekt liegt der Autor ganz auf der IPCC-Linie. Er behauptet, dass hinter den in der Öffentlichkeit kursierenden Aussagen fundierte naturwissenschaftliche Theorien und umfangreiche Messreihen und Beobachtungen stehen. Beide Aussagen sind falsch. Weder gibt es belastbare Theorien (besser: Physikalische Gesetze) noch empirische Messungen, die die Existenz eines Treibhauseffektes bestätigen. Bezeichnenderweise gibt es an dieser entscheidenden Stelle keine Quellenangaben oder Namensnennungen, obwohl Sinn ansonsten mit Quellenangaben nicht geizt. Es reicht ihm, wenn alle führenden Klimawissenschaftler dieser Auffassung sind.

Sinn bemerkt nicht, dass die von ihm offenbar geschätzten Klimaforscher nur Zuträger für das IPCC sind. Was in den Berichten dieser selbsternannten Gralshüter des Klimas veröffentlicht wird, entscheiden nicht die paar hundert oder tausend angeblich beteiligten Klimaforscher, sondern wenige IPCC-Funktionäre, die selbst überhaupt keine Forschung betreiben. Jahrelang haben diese Leute die Menschheit mit der Hockeystick-Kurve belogen, selbst nachdem bekannt wurde, dass dieses Machwerk eine Fälschung ist.

Den Mangel an wissenschaftlich abgesicherten Belegen für die Treibhausthese übergeht man, indem plötzlich der Konsens der Wahrheitsfindung dient - und nicht mehr der Beweis. Dieser Konsens wird zum einen nur behauptet, zum anderen befinden sich die bei der Erstellung des IPCC-Berichtes zugelassenen Wissenschaftler zumeist in finanzieller und politischer Abhängigkeit, was ihre Zurückhaltung in der Öffentlichkeit erklärt.

Wer von falschen Voraussetzungen ausgeht, gelangt zwangsläufig zu falschen Schlussfolgerungen. Nicht anders ergeht es Hans-Werner Sinn. Im letzten Kapitel des Buches mit der Überschrift Was wir tun können bleibt ihm nur der Vorschlag, zur Vermeidung der angeblich schädlichen Wirkungen des CO2 den Ressourcenabbau zu verlangsamen. Das ist zu wenig. Sollte sich der Klimawandel in einer weiteren Erwärmung der Erde fortsetzen, ist die vordringliche Frage, wie gefährdete Regionen der Welt vor den Folgen zu schützen sind. Viel spricht jedoch für die Annahme, dass eine neue Eiszeit bevorsteht. Der Mensch sollte sich von dem Wahn lösen, das Klima, das es übrigens in der Wirklichkeit nicht gibt, beeinflussen zu können. Es ist die Natur selbst, die uns seit Menschengedenken diese Veränderungen beschert und nicht ein völlig unbedeutender CO2-Anteil in der Atmosphäre. Zu nennen sind hier an erster Stelle die Aktivitäten der Sonne.

Der anthropogene Treibhauseffekt ist die größte Irrlehre, die jemals die Menschheit heimgesucht hat. Weder Frieden noch Wohlstand ist es dienlich, wenn unzählige Milliarden Dollar und Euro für die Bekämpfung eines Scheinproblems aufgewendet werden und in den Taschen der Klimaforschung versickern. Der Nutzen, Energie effizient zu verwenden, steht auch ohne Klimaschutz außer Frage. Doch die Fehlallokation riesiger Summen an Steuergeldern reduziert Mittel für die Erforschung effizienter Nachfolge-Energien für fossile Brennstoffe. Die Art und Weise, wie begründeter Widerspruch zum Dogmatismus der Treibhauslobby diffamiert wird, zeigt, dass sich unter dem Deckmantel, die Welt vor dem Klimakollaps retten zu wollen, ein totalitärer Deutungsanspruch verbirgt.

Nach diesen kritischen Anmerkungen erschiene es folgerichtig, den Kaufpreis als Fehlinvestition abzuschreiben und das Buch zu entsorgen. Das aber wäre ein großer Fehler, denn der weitaus größte Teil des Textes beschäftigt sich mit dem Irrsinn der gegenwärtigen Umwelt- und Energiepolitik und ist einer der besten Beiträge zur Aufklärung der Menschen.
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Produkt-Bild: Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht

Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht von Anja Förster, Peter Kreuz

Gebundene Ausgabe von Econ Verlag
Preis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 19,80

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430200520, Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht

Aus der Amazon.de-Redaktion


Ratgeber für erfolgreiche Unternehmensführung gibt es wie Sand am Meer und zwar sowohl in persona als auch in gedruckter Form. „Consulting“ oder „Coaching“, wie es so schön auf Neudeutsch heißt, hat Hochkonjunktur. Und die Regale der Buchhändler biegen sich unter der Last der Erfolgsrezepte aus der Feder angeblicher „Wirtschaftsgurus“, die sich bemüßigt fühlen ihre Geistesblitze auch in Papierform unter die Leute zu bringen. Doch nur allzu viele der zu Bestsellern gepushten Ratgeber entpuppen sich als zwischen Buchdeckeln gepresste heiße Luft, als Neuaufgüsse immer gleicher Binsenweisheiten von Experten, deren größtes Talent offenbar in der Selbstvermarktung besteht.
Menschen, die nach Erfolg und Spaß im Berufsleben gieren, gibt es zuhauf. Doch was ihnen fehlt, ist Inspiration, also Sinnstiftung. „Spirit“ (engl. für Sinn, Geist etc.) lautet denn auch das Zauberwort, das im neuen Buch von Anja Förster und Peter Kreuz immer wieder auftaucht. Nicht umsonst als Anglizismus, denn es ist der besondere Geist, der den überdurchschnittlichen Erfolg amerikanischer Firmen begründet. Überall auf der Welt, denn Firmen wie Microsoft rangieren in puncto Unternehmenskultur und Berufszufriedenheit auch in Deutschland im Spitzenfeld. In 24 Szenen zeigt das Autorenduo auf, warum es sich lohnt, ausgetretene Pfade zu verlassen, und wo die Geheimnisse der Motivation begründet liegen.
„Der einzige Weg, um die Leistung nachhaltig zu steigern, besteht darin, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Menschen ihre individuellen Stärken einbringen und Sinn in ihrer Aufgabe finden können“, heißt es an einer Stelle. „Aber Achtung! Sinnstiftende Unternehmen sind nicht immer bequem. Wo es Spirit gibt, da werden auch höchste Ansprüche an jeden Einzelnen gestellt. Und das ist gut so.“ Wer Inspiration sucht, ist mit diesem Buch ausnahmsweise einmal gut bedient. Arnold Abstreiter
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5 Kundenrezensionen:

....ein Werk das Spuren hinterlässt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Spuren statt Staub, Wie Wirtschaft Sinn macht.
Es ist das erste Buch dass ich von Anja Förster & Peter Kreuz gelesen habe. Es wird auch bestimmt nicht das letzte sein.

Der Aufbau des Buches ist einzigartig und wohl überlegt. Die real erlebten Szenen die jedem Kapitel vorangestellt sind, zeigen wie wir Menschen WIRKEN. Schon beim Lesen erinnert man sich selbst an ähnliche Erlebnisse die bei einem selbst einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Das Buch spiegelt alle relevanten Aspekte des eigenen Ich und des daraus resultierenden Handelns wieder. Es zeigt auch auf eine eindrucksvolle und zugleich einfache Art wie sehr wir selbst Verantwortung dafür tragen ob wir erfolgreich, glücklich, zufrieden, ... sind oder nicht.

Schon beim Lesen erkennt man seine eigenen Stärken und Schwächen, wird zum Nachdenken angeregt und bekommt die eine odere andere Frage für sich selbst mit auf den Weg.

Kurz umrissen ist der Inhalt des Buches ein Bewusstseinswecker und ein Appetitanreger für die Umsetzung eigener Ideen.

Ein Buch das Spuren hinterlässt!
Alles schon bekannt
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Nein, das ist wirklich nicht besonders originell. Das ist alles, nur nicht außergewöhnlich. Das alles war spätestens schon 2005 bei Fredmund Malik nachzulesen in dessen Internet-Newslettern und zwar mit Verweis auf die gleichen Quellen, Victor Frankl, Hamel und Nietzsche. Gegen den präsentierten Daueroptimismus empfehle ich DER KNACKS von Roger Willemsen...
...damit du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Anja Förster und Peter Kreuz, die sich als Vertreter einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenken sehen, haben mit "Spuren statt Staub" (Econ-Verlag, Berlin 2008) wieder ein Buch vorgelegt, das zum Nachdenken anregt. Motto und auch Teil des Buchtitels ist ein Satz von Antoine de Saint-Exupéry: "Geh nicht nur die glatten Strassen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub". Sie sind den Ursachen auf Grund gegangen, warum es einerseits Unternehmen mit "Spirit" gibt, die Spuren hinterlassen, und andererseits Unternehmen, in denen "nur" gearbeitet wird. Als Unternehmen, die Spuren abseits des wirtschaftlichen Erfolgs hinterlassen, sehen die Autoren solche die Ideen haben, Leidenschaft zeigen und durch einen unverwechselbaren "Spirit" gekennzeichnet sind. Ihr Schluß ist, daß der Geschäftszweck bei solchen Unternehmen weit über Ziele wie Rendite, Marktanteil und Umsatzsteigerung hinausgeht - und nur solchen Unternehmen wird es gelingen, auf Dauer gegen globale Konkurrenz zu bestehen. In 24 "Szenen" werden die Erfolgsgeheimnisse des "Spirits" anhand von Adjektiven entschlüsselt: so z.B. in Szene 13 anhand von "authentisch" (ein Unternehmen, seine Mitarbeiter, seine Produkte, sein Marketing muß stimmig sein), in Szene 12 anhand von "begeisternd" (Kunden werden zu Fans), in Szene 11 anahnd von "magnetisch" (Klasse zieht Klasse an - bei Eigentümern, Management, Mitarbeitern) und in Szene 22 anhand von "vertrauensvoll" (Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser, da sinnschaffend). Szene 24 "mutig" ist lt. den Autoren der Schlüssel zu allem. Denn: Wer Spuren hinterlassen will, der braucht Mut. Keine Macht, kein Geld, nur Mut. Und dazu Leidenschaft. Zum Buch selbst kann man nur einen anderen Buchtitel von Anja Förster und Peter Kreuz heranziehen "Alles, außer gewöhnlich".
Danke für ...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... dieses Buch! Eine wunderbare Fortsetzung von "Alles, außer gewöhnlich", die Mut macht, zum intensiven Nachdenken und herzlichen Schmunzeln anregt. Gewohnt frech ziehen Anja Förster und Dr. Peter Kreuz passende greifbare Beispiele, die eine mentale Gegenwehr sinnlos machen, aus den Ärmeln. Warum gebe ich meine Vorlesungen aus Unternehmensstrategie nicht einfach auf - und meinen Studenten wort- und grußlos dieses Buch?

PS an die Personalverantwortlichen der vielen mausgrauen Unternehmen in der Nähe und Ferne: Verbieten Sie Ihren Mitarbeitern, dieses Buch zu lesen! Sie sehen sie sonst vermutlich nie wieder.
Ein rundum gelungenes Mutmacher-und-Andersmacher-Buch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der letzte Satz sitzt. Mut ist der Schlüssel zu allem" verraten Anja Förster und Peter Kreuz nachdem sie zuvor in 255 kurzweiligen Seiten von Unternehmern erzählen, die Spuren statt Staub" hinterlassen. Sie berichten von Menschen, die Mut haben und hatten, eingefahrene Wege zu verlassen oder die erst gar nicht den bequemen vorgezeichneten Lebensplan gefolgt sind. Beispiel um Beispiel erfahren wir, warum vorgetretene, vorgedachte und vorgemachte Pfade nichts für Individualisten und Vordenker sind - erst recht nichts für Genies. Und wir hören, dass der Abschied vom konventionellen, mehrfach abgesicherten Denken, keineswegs zwangsläufig in den Ruin führt, sondern wirtschaftlich überaus erfolgreich ist. Vorausgesetzt man vertaut seinen eigenen Stärken und verfolgt die selbstgesteckten Ideen und Ziele mit Leidenschaft - und Mut.
Die Autoren stellen keineswegs Spinner oder Künstler vor, die nur zufällig" Glück hatten - und damit erfolgreich waren, sondern richtig bodenständige Unternehmen. Mehr noch: Sogar milliardenschwere Konzerne und Handelsketten können anders - sofern ihre Chefs es wollen und täglich vorleben. Denn nur so machen auch die Mitarbeiter mit.
Ja, ja, ja! Es geht doch auch anders - ich nicke beim Lesen fast bei jeder Seite und denke an jene, die nichts anderes als an das nächst höhere Jahresgehalt im Kopf haben und dafür skrupellos Moral und Menschlichkeit über Bord werfen.
Spuren statt Staub. Wie Wirtschaft Sinn macht" ist ein ungeheuer inspirierendes Buch. Es macht auch Mut, sich selbst zu prüfen: Was möchtest du im Leben wirklich erreichen - und wie?
Das Buch eignet sich für alle Leser - und ganz besonders für:
- junge Menschen, damit diese den Mut finden, bei der Wahl des richtigen Arbeitgebers andere Fragen zu stellen, als die, die typischerweise in Bewerbungsratgebern stehen.
- Individualisten, damit diese nicht an sich selbst zweifeln nur weil ein finanzieller Engpass durchzustehen ist. Kopf hoch - es klappt schon.
- Führungskräfte, damit diese den Mut finden, Mitarbeitern zu vertrauen und stärker zu fördern. Zum Wohle des Unternehmens.
- Wirtschaftsbosse, damit diese sich auf ihre wahren persönlichen Ziele besinnen und den Mut haben, ihr Chef-Sein mit einer sinnstiftenden Herausforderung verbinden und nicht nur mit dem Recht auf einen Wagen der S-Klasse nebst Chauffeur.
- Menschen, die beruflich endlich völlig neue Wege beschreiten möchten und denen noch ein letztes Quäntchen Mut dazu fehlt.

Hübscher Pluspunkt: Schon das Layout macht große Lust, zum Lesen. Auch hier gehen die beiden Autoren ihren eigenen Weg: Schluss mit langweiliger Fachliteratur. Her mit unterhaltsam geschriebenen und erfrischend anders gestalteten Büchern, die eben nicht nur ausgewiesene Wirtschaftsgurus lesen und verstehen können, sondern Jedermann. Eine Seltenheit im Buchregal.
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Produkt-Bild: Arm durch Arbeit: Ein Undercover-Bericht

Arm durch Arbeit: Ein Undercover-Bericht von Markus Breitscheidel

Broschiert von Econ
Preis bei Amazon: EUR 18,00, Angebote ab EUR 15,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430300274, Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Arm durch Arbeit: Ein Undercover-Bericht

Aus der Amazon.de-Redaktion


In einem Selbstversuch und durch persönliche Begegnungen mit Betroffenen überprüfen, welche Wirkungen die neue Wirtschaftspolitik und Sozialgesetzgebung im Sinne der Agenda 2010 einige Jahre nach ihrem Inkrafttreten entfaltet haben. So lautet die neue Aufgabe, die sich Undercoverreporter Markus Breitscheidel, … Jahre nach Erscheinen seines Erstlingswerkes gestellt hat, in dem er den Notstand in deutschen Pflegeheimen enthüllt hat.
Der studierte Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Marketingchef einer Werkzeugfirma schlüpft zu diesem Zweck in die Rolle eines Erwerbslosen, der auf Hartz IV angewiesen ist. Nach der staatlich verordneten Auflösung sämtlicher Rücklagen, die er für seine Altersversorgung gebildet hatte, versuchte Breitscheidel zunächst vergeblich, mit den 345 Euro ALG II im Monat über die Runden zu kommen, die ihm von der so genannten staatlichen Grundsicherung für erwerbsfähige Hilfebedürftige zum Leben übrig blieben. Zur Aufbesserung seiner leeren Haushaltskasse tat es Breitscheidel den Obdachlosen gleich und stöberte Abfall nach Pfandflaschen und -dosen, eine Errungenschaft von Rot-Grün, die er in seiner jetzigen Lage erst richtig zu schätzen lernte. „Fördern und fordern“ lautet das Motto der Schröderschen „Sozialreformen“. Und so blieb es nicht aus, dass er als Empfänger staatlicher Transferleitungen für produktive Aufgaben herangezogen wurde. Und so malochte er im Auftrag einer Leiharbeitsfirma für den halben Stundenlohn der Stammbelegschaft am Fließband bei Opel oder machte sich auf einer Erdbeerplantage für 2,50 Euro den Buckel krumm.
Eineinhalb Jahre dauerte der Selbstversuch. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Sozialreportagen in bester Günter-Wallrafff-Manier, das für Furore sorgen dürfte.Arnold Abstreiter
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5 Kundenrezensionen:

So ein Schmarren! Gelsenkirchen LEBT!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Also im ersten Teil des Buches muss ich mich doch schon sehr wundern! Ich bin den vom Autor beschriebenen Weg vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen über die Fußgängerzone langgegangen und frage mich, ob es im Buch nicht eine Schilderung aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg sein könnte???

Ich kenne Berlin, Hamburg, Frankfurt und München sehr gut.... und kann deshalb versichern: Gelsenkirchen lebt! Und ist eine wunderschöne und freundliche Stadt dazu (Ich lebe nämlich in einer Nachbarstadt und kann das beurteilen!). Viele Probleme, die es anderswo in der Republik gibt, haben wir hier im Revier nicht - dafür vielleicht den einen oder anderen Arbeitslosen mehr - so what - Mitleid brauchen wir nicht!

Dem Autor kann ich mit diesem Buch leider nur eine effekthascherische Schein-Investigation bescheinigen, denn was er schreibt, weiß sowieso jeder und hat man schon schlimmer in TV-Magazinen u.ä. gesehen!

Was kommt als nächstes von Herrn Breitscheidel? Enthüllungen aus dem Bankbereich ("Arm durch Zocken") oder vielleicht nochmal die Wallraffsche Geschichte von den Billigbrötchen bei Lidl?

...Oder kürzer rezensiert: Mir hat dieses Buch absolut NICHT gefallen!
"Arm durch Arbeit" eine neue Unterschicht
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe selbst ein Jahr Erfahrung gesammelt, bin froh nun wieder frei zu sein und kann den Autor gut nachvollziehen. Rätselhaft bleibt,wie ein wirtschaftswissenschaftlich gebildeter Bürger in solch ein prekäres (unsicheres,rechtloses,unterbezahltes) Arbeitsverhältnis geraten kann.
Betroffen sind meist bildungsferne Bevölkerungsscchichten (Schulabbrecher,Hilfsarbeiter, Immigranten). Diese werden von den Unternehmen,die auf hohe Qualifikation setzen,garnicht gebraucht. Die BA hat nichts Besseres zu tun als diese zur eigenen Entlastung von einer nutzlosen Massnahme zur Nächsten zu bringen (zwingen)und sie auf berechnetem Existenzminimum von Hartz 4 den Menschenhändlern (zur Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft) zu überlassen. Ich stimme der Aussage zu, dass mit jedem neuen Leiharbeiter ein potenzieller Kunde in Deutschland verloren geht. die Leiharbeit senkt die Arbeitslosenzahlen und vergrössert die Armut. Was für ein Leben führen mit 7,31¬.
Die Leiharbeit nagt am Grundgesetz
Sie nagt an der Würde des Menschen.
Wichtiges Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein streitbares - und deshalb wichtiges Buch! Leiharbeit - so hieß das "Erfolgsrezept" der Agenda 2010 - sie bedeutet in Wahrheit Niedriglöhne und Rechtlosigkeit - das macht das Buch deutlich. Ich vertrete als Rechtsanwalt einige Leiharbeiter, die bei einem Einsatz bei Opel in Bochum wegen Protesten gegen ihre Diskriminierung fristlos gekündigt wurden. Man muss die Frage der Leiharbeit "skandalisieren" und auch mit unkonventionellen Methoden durchleuchten. Nicht vergessen sollte man aber auch die Solidarität aus der sog. "Stammbelegschaft", wenn es gelingt, die von oben betriebene Spaltung in Leiharbeiter und Stammbelegschaften zu überwinden.
Wen interessiert das?
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Diese Frage muss sich ein "Enthüllungs-Journalist" eigentlich stellen.
Derjenige, welcher selbst als Leiharbeiter und Sozial-Fall unterwegs ist, kennt die Um- und Zustände sehr wahrscheinlich genauer als der Autor.
Die Anderen, die (noch) nicht betroffen sind, wollen sich meistens auch
nur ungern betroffen machen lassen.
Zudem ist der Leiharbeiter, den das Schicksal wirklich gebeutelt und an den Rand seiner bürgerlichen Existenz gebracht hat, sicherlich ärmer dran und hat mehr Entbehrung und Härte in Kauf nehmen müssen, als ein durch Tantiemen abgesicherter Buchautor in einem zeitlich begrenzten Labor-Versuch.
Gewiss mag es einige Überwindung kosten, seine Ersparnisse und zur Altersvorsorge bestimmte Mittel "zu verballern", um ungestört experimentieren zu können.
Allerding handelt es sich hier eher um ein kalkuliertes Risiko
als um "knallharte Undercover-Tätigkeit mit Gefahr für Leib und Leben"
und ist somit sicherlich weniger spektakulär.
Außer dem kurzen Augenblick, in dem der Autor im Betrieb von "Bayer Schering" durch Überziehen eines weißen Kittels in die Rolle eines Mitarbeiters des Führungsstabes schlüpft und somit eine andere Identität annimmt, lässt sich bei der gesamten Aktion nichts erkennen, was einen Vergleich mit Günter Wallraffs Undercover-Recherchen zulassen würde.
Zudem muss man auch wissen, dass sich "ungelernte" arbeitslose Hartz IV-
Empfänger einer anderen Umgangssprache bedienen als ein akademisch
gebildeter Wirtschaftswissenschaftler.
Die wortgetreu wiedergegebenen Dialoge mit denen, die der Autor am Wegesrand trifft, kommen daher eher unglaubwürdig herüber.
Löblich trotzdem, dass sich jemand in seinem (selbstgewollten) Frust
öffentlich macht und versucht, für die Situation der Ausgebeuteten zu
sensibilisieren.
Alltäglicher Kapitalismus ist unerträglich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jeder kennt die Zahlen der Leiharbeit, aber hier spricht die tägliche Realität des Kapitalismus aus der Sicht eines Leiharbeiters. Als Betriebsrat kämpfe ich täglich um die Einheit der "Stammbelegchaft" mit Leiharbeitern und Fremdfirmen. Dieses Buch öffnet die Augen, es ist unverzichtbar für alle, die sich mit dieser Realität nicht abfinden wollen!
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Produkt-Bild: Verhandeln im Grenzbereich: Strategien und Taktiken für schwierige Fälle

Verhandeln im Grenzbereich: Strategien und Taktiken für schwierige Fälle von Matthias Schranner

Gebundene Ausgabe von Econ
Preis bei Amazon: EUR 20,00, Angebote ab EUR 15,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430180686, Erscheinungsdatum: August 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Verhandeln im Grenzbereich: Strategien und Taktiken für schwierige Fälle

Aus der Amazon.de-Redaktion


"Ein Geschäft ist immer dann gut, wenn beide Seiten zufrieden sind", heißt es in Asien. Meist geht dem Gefühl der Zufriedenheit eine Verhandlung voraus. Und auch im ganz alltäglichen Leben, in der Partnerschaft, der Kindererziehung oder dem Beruf läuft nichts ohne Besprechung des Für und Wider der eigenen Meinung und der des Partners. Oft laufen diese Angleichungen der Standpunkte auch relativ zügig und ohne größere Probleme ab. Was aber tun, wenn die Standpunkte unüberbrückbar scheinen und sich nur noch Grabenkrieg oder Aufgabe anbieten? Hierzu hat sich Matthias Schranner in seinem Buch Gedanken gemacht.
Der ehemalige Verhandlungsführer der Polizei baut auf seine Erfahrungen bei Geiselnahmen, Banküberfällen und Verhören auf -- und extrahiert aus diesen sehr schwierigen Situationen Gesetzmäßigkeiten für Verhandlungen, die auch dem unbescholtenen Bürger das tägliche Leben erleichtern. Denn die Verhaltensweisen, nach denen Menschen in Verhandlungsgesprächen reagieren, sind in den meisten Fällen ähnlich.
Und so hat Schranner seine Ratschläge in sieben "Gesetze" des Vorgehens eingebettet, die von der Vorbereitung über die Erarbeitung einer geschickten Verhandlungsstrategie bis hin zur Entdeckung von Machtstrukturen und zur Einhaltung von Vereinbarungen reichen. Schon die Kapitel über die sinnvolle Vorbereitung von Verhandlungen in dem 250 Seiten starken Werk sind höchst lesenswert und bergen auch für gewiefte Verhandler interessante Aspekte.
So richtig spannend wird das Buch aber erst, wenn die Vorgehensweisen für richtige harte Fälle beschrieben werden, die den überwiegenden Teil des Werkes ausmachen. Wie etwa bekommen Sie "in feindlichem Terrain" Ihren Partner schon vor Verhandlungsbeginn von seinem "Thron" herunter? Ganz einfach: Bleiben Sie zwei Schritte nach Betreten des Verhandlungsraumes stehen und begrüßen Sie ihn vorerst mit Kopfnicken. Der Partner wird unweigerlich aufstehen und Ihnen entgegen gehen. Punktgewinn! Und wann und wie sollten Sie Macht demonstrieren oder einsetzen? Wann hilft drohen, wann betteln, wann nachgeben? Wie gehen Sie mit Stress um? Schranner bringt hier gute, klar verständliche Tipps, Tricks und Vorgehensweisen. Gut: Eingängige Grafiken untermauern das Geschriebene.
Das klar strukturierte Buch ist nicht nur hervorragend geeignet, sich im Berufsleben besser zu positionieren, geschickter über die eigene Position zu verhandeln oder bessere Verkaufs- und Auftragsergebnisse zu erzielen. Selbst für den privaten Bereich, etwa zur Vermeidung (oder zum Überstehen) eines Rosenkrieges finden sich hier sehr interessante, gut nachvollziehbare Anmerkungen. Und das Beste: Schranners Werk ist so eingängig und auch spannend geschrieben, dass der erste Lesevorgang voraussichtlich in einem Rutsch erfolgt. Deshalb die klare Wertung: Höchst empfehlenswert. --Horst-Joachim Hoffmann
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5 Kundenrezensionen:

Klare Botschaften- Realistische konkrete Tipps aus Erfahrung!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Direkte und klare Botschaften und konkrete, im Realität einsetzbare, Tipps für die schwierige Verhandlungsfälle; desto mehr überzeugend, weil aus denen die offensichtliche persönliche Erfahrung des Autors ersichtlich ist. Eine hervorragende Einleitung für jeden Manager, der im Alltag schwierige Konfliktpotenzialreiche Verhandlungen durchzuführen hat.
Grundlagenwerk für Verhandlungen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein echtes Basiswerk zum Thema Verhandlungen. Manchmal kommen einem die Parallelen zur polizeilichen Verhandlungen etwas an den Haaren herbei gezogen vor. Der Autor macht allerdings schnell klar wo die Gemeinsamkeiten liegen und sorgt für echte Aha!-Effekte. Wer denkt denn bei geschäftlichen Verhandlungen darüber nach, ob nicht sein Gegegnüber gerade unter Drogeneinfluss (z.B. Alkohol) steht? Ein Gedanke, den man bei genauerem Hinsehen zumindest in die Vorbereitung einer Verhandlung einfliessen lassen sollte. Auch macht der Ratgeber deutlich wie wichtig die Vorbereitung ist.
Leider gibt es einen Wermutstropfen und deshalb gibt es einen Stern Abzug. Der Text wird zwar sehr professionell und gut verständlich vorgelesen, aber eben nur vorgelesen - keine Emotionen, sehr steril und langweilig. So ist es für den Zuhörer auf Dauer ermüdend und man muss sich sehr auf den hervorragenden Inhalt konzentrieren.
gut für jede art
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
.... der verhandlung - überzeugend und vor allem machbar - er redet nichts schön und es bleibt einem nichts anderes, als sich git vorzubereiten - und dabei in den spiegel zu sehen....

schranner verleitet dazu, auf den punkt zu kommen :-) sehr gut! danke uk
Genial...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Hauptunterschiede zu anderen Verhandlungsratgebern:
1. Es ist kein Selbstdarsteller am Werk.
2. Das Konzept ist praxiserprobt und praxistauglich.

Mich hat am Anfang der Titel irritiert. Handelt es sich hier doch grundlegend um Verhandlungen, der Grenzbereich ist dabei eher ein Randthema. Die süffisanten Praxisbeispiele spiegeln die Erfahrungen des Autors aus seiner Zeit bei der Polizei mit Entführern oder Drogenabhängigen wieder.
Für mich ist Verhandeln im Grenzbereich eines der besten Hörbücher im Sektor Wirtschaft.
diletanstisch gesprochen - nicht zu empfehlen
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
ich bin sicher, es gibt hier inhaltlich jenge Menge zu lernen, aber der Sprecher dieser CD's liest dermaßen dilentantisch vor, oder besser rattert Text herunter, dass es fast unmöglich ist sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Es ist bedauerlich, dass man CD's nicht zurückgeben kann wenn sie einmal geöffnet wurden - lesen Sie das Buch, aber lassen sie die CD's liegen.
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Produkt-Bild: Lexikon der Finanzirrtümer: Teure Fehler und wie man sie vermeidet

Lexikon der Finanzirrtümer: Teure Fehler und wie man sie vermeidet von Werner Bareis, Niels Nauhauser

Broschiert von Econ
Preis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 14,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 343020061X, Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Lexikon der Finanzirrtümer: Teure Fehler und wie man sie vermeidet

2 Kundenrezensionen:

Rundum-Handbuch zu allen Finanzfragen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Im "Lexikon der Finanzirrtümer" werden auf 320 Seiten viele allgemein für gültig angenommenen Irrtümer rund um die Themen "Erfolgreich Investieren", "Finanzrechnen", "Finanzdienstleister", "Anleihen", "Rund um Aktien", "Börsenstrategie", "Immobilien und andere Sachwerte", "Investmentfonds", "Zertifikate", "Lebensversicherung und private Rentenversicherung", "Riester und Rürup", "Kapitalanlagebetrug", "Kredit und giro", "Versicherungen, "Finanzsystem" und "Finanzielle Freiheit" aufgegriffen und so erklärt, dass sie auch von Laien wunderbar verstanden werden.

Das Buch gibt tatsächliche, brauchbare Tipps rund um den eigenen Geldbeutel und nicht abgehobene, nur für Finanzexperten zu verstehende Hinweise. Gleichzeitig beinhaltet es einige informative und gleichzeitig amüsante Hinweise rund ums Thema Geld. Sio wird beispielsweise geklärt, ob Männer oder Frauen bzw. ob Schwaben oder andere Volksgruppen die besseren Anleger sind.

Durch die Themenbreite auf 320 Seiten kann jedes Thema natürlich nur angerissen werden. Dabei gelingt es den beiden Autoren aber hervorragend, die tatsächlich intreressanten und nützlichen Details zu nennen, die unwichtigen werden weggelassen. Wer es ganz genau wissen möchte, erhälöt zu fast jedem Thema Literaturtipps zum weiterlesen bzw. Hinweise auf interessante Intrernet-Seiten.

Rundum gelungen, absolute Kaufempfehlung!
Ein tolles Buch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Schade, dass der Titel nicht ganz eindeutig ist. Das Buch bietet wesentlich mehr als nur auf Finanzirrtümer hinzuweisen.

Man erhält einen umfassenden Finanzratgeber. Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Riester und Rürup, Zertifikate, Fonds, ETFs usw., es wird nichts vergessen. Ergänzt wird es durch interessante Themen zu Bereichen wie Inflation, Börsencrashs und die Psychologie des Glücks.

Da sehr viele Themen angesprochen werden, liegt es in der Natur der Sache, dass jedes einzelne Thema nicht allumfassenden dargestellt werden kann. Trotzdem werden die Autoren niemals oberflächlich sondern vermitteln kurz und knapp die wesentlichen Infos auf verständlich Weise. Abgerundet wird dies jeweils mit der Auflistung verschiedener Internetseiten über die vertiefende Informationen abgerufen werden könnten.

Ein sehr gutes Buch zu einem fairen Preis, welches ich nur weiterempfehlen kann!
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Produkt-Bild: Single-Küche mit Aldi: 120 leckere Rezepte für den kleinen Haushalt

Single-Küche mit Aldi: 120 leckere Rezepte für den kleinen Haushalt von Martina Seifen

Taschenbuch von Econ Tb.
Preis bei Amazon: EUR 5,00, Angebote ab EUR 4,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548364713, Erscheinungsdatum: Februar 2003, Auflage: Nachdruck.
Zoom ± Produkt-Bild: Single-Küche mit Aldi: 120 leckere Rezepte für den kleinen Haushalt

2 Kundenrezensionen:

Single-Küche???
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Auch wenn der erste Eindruck stimmt, und auch die Rezepte lecker sind, das Buch geht ganz am Thema vorbei. Auf dem Rückentext steht noch zu lesen: "Was soll ein Single... mit den üblichen Familien-Kochbüchern anfangen?" nur um beim Aufschlagen des Buches über so leidige und hannebüchene Kapitel zu stolpern wie: "Einmal kochen- Zweimal Essen"(danke, dass ich mir das Familienkochbuch nicht gekauft habe), "Wenn Gäste kommen" (danke, ich wollte Singlerezepte haben und nicht für normale Familiengrößen kochen) oder "Suppen und Co.- Ideal zum Vorkochen und Einfrieren"(danke, ich weiß, wie ich mein Essen tiefkühle). Ausserdem gibt es Kapitel wie "Fertiggerichte" (danke, wie ich eine Dose Ravioli aufmache weiß ich selber) oder "Resteküche" (danke, dass ich durch dieses Kapitel mehr Reste erhalte als ich vorher hatte)
Ich bin enttäuscht, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe, hätte ich es selber gekauft, hätte ich es nämlich umtauschen können.
Ich wünsche allen Lesern von Aldi Kochbüchern, dass ihr IQ unter 100 liegt, um sich nach dem Kauf nicht über die irreführenden Titel ärgern zu müssen
günstiges, gut beschriebenes und innovatives Kochbuch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Kochbuch hat tolle Rezepte für 1-2 Personen.die Rezepte sind einfach nachzukochen ,die Zutaten günstig einzukaufen und dazu sind noch Resterezeptvorschläge aufgelistet. Es ist also otimal für zum beispiel Studenten oder berufstätige,welche sich schnell mal etwas günstiges kochen möchten. Eine super Investition!
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Produkt-Bild: Alles, außer gewöhnlich: Provokative Ideen für Manager, Märkte, Mitarbeiter

Alles, außer gewöhnlich: Provokative Ideen für Manager, Märkte, Mitarbeiter von Anja Förster, Peter Kreuz

Gebundene Ausgabe von Econ
Preis bei Amazon: EUR 22,00, Angebote ab EUR 18,00

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430200164, Erscheinungsdatum: März 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Alles, außer gewöhnlich: Provokative Ideen für Manager, Märkte, Mitarbeiter

Aus der Amazon.de-Redaktion


Durchschnitt, so weit das Auge reicht. Das ganze Land scheint auf Mittelmaß getrimmt. Willkommen in der Langweilerrepublik Deutschland - einem Land, das „täglich ein bisschen dümmer und träger wird. Fahrlässig, sehenden Auges und bis dato ohne das geringste Interesse, das Ruder herumzureißen.“ Sagen die Wirtschaftsberater und Querdenk-Spezialisten Anja Förster und Peter Kreuz. Was das Autorenduo in seinem neuen Buch kredenzt, ist nichts für sanfte Gemüter. Auf über 200 Seiten wird polarisiert, aufgestachelt und draufgeschlagen, dass die Schwarte kracht. Und das ist gut so. Denn gerade jetzt, wo der Konjunkturmotor wieder schnurrt, ist die Gefahr groß, dass alle weitermachen wie gewohnt. Doch aufgepasst, warnen Förster und Kreuz. Vor lauter Selbstzufriedenheit sollten Manager und Politiker nicht vergessen, dass sich die Welt da draußen in hohem Tempo weiterdreht und rund um den Globus Wettbewerber lauern, die jederzeit zuschlagen können.
Nur gut sein, das ist zu wenig. Erfolg erwächst aus Einzigartigkeit, sagen Förster/Kreuz. Das Besondere aber fällt nicht vom Himmel, sondern erfordert Arbeitslust, Leidenschaft und wirkliches Bemühen um Originalität: Über den Tellerrand schauen, mit ungeschriebenen Gesetzen brechen, sich neu erfinden. Das gilt für Volkswirtschaften, Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen.
Doch auf die unbequeme Nachricht folgt auch eine vielversprechende: Wer Mut zum eigenen Talent hat, sich ständig weiterentwickelt und für sein Ziel richtig brennen kann, der wird ein spannenderes, fröhlicheres und zufriedeneres Leben führen als jene, die ängstlich und frustriert im Mittelmaß verharren. Die Natur hat den Menschen nicht auf Dauerschlaf programmiert, sondern auf Bewegung und Wissenserwerb. Sie bringt auch keine menschlichen Klone hervor, sondern Individuen, mit höchst unterschiedlichen Fähigkeiten, Begabungen und Vorlieben. „Noch nie konnte jeder Einzelne von uns so viel aus seinem Leben machen.“
-- Barbara Friedhelmi
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5 Kundenrezensionen:

Alles, außer weitergedacht
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich habe gelernt: "studiere vorhandene Rezensionen, ehe Du bestellst!"
1 Stern vergebe ich für attraktive Verpackung in Material, Schreibstil und Struktur. Sonst bleibt Nichts; Woher rührt die Zuschreibung von "neuer Generation von Wirtschaftsvordenkern"? Nirgendwo Querdenker, nirgendwo Aufrüttler, nirgendwo Innovationskraft! Nichts ist neu- oder weiterentwickelt, systemische Bezüge was-ist-das?, einzig: bereits lange und vielfach getrunkener Wein in attraktiver Verpackung... und ich bin in diese "Plörre" gefallen! ...Kopiert wie die Chinesen ...
Schade!
Der Name ist Programm: Kurzweilig, interessant und alles, außer gewöhnlich...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jeden Tag ein bisschen besser zu werden, reicht heute gerade mal für einen Stehplatz beim Spiel um den globalen Wettbewerb. Deshalb müssen wir einzigartig sein - eben alles, außergewöhnlich. So lautet auch der Titel des Buches von Anja Förster und Peter Kreuz. Das mit dem Wirtschaftbuchpreis 2007 ausgezeichnete Buch der beiden bekannten Autoren und Vortragsredner nimmt die Leser auf eine unterhaltsame Reise in die Welt der Querdenker mit. Sie haben provokante Beispiele aus der Welt der Langweilerrepublik Deutschland. Die beiden Erfolgsautoren legen zielgerichtet den Finger in die Wunde der Krankheit, an der auch in Deutschland viele leiden: Dem Erfolg der Vergangenheit. Wer sich darauf ausruht, wird schnell den Anschluss verlieren. Die Kunst ist es sich auf dem erfolgreichen Hoch bereits nach anderen Strategien umzuschauen und diese zu entwickeln, während es noch gut läuft. Nur so ist man dem Trend voraus. Dabei geht es um die Frage: Was will der Kund von Morgen?
Nicht durch schrittweise Verbesserung kommt Erfolg, nur durch Innovation. Wie dies geht, zeigt das Autoren-Team anschaulich anhand wirtschaftlicher Beispiele und Anekdoten. Die Entwicklung des iPod gehört genauso dazu, wie die Internet-Enzyklopädie Wikipedia und der Online-Versandhandel Amazon. In dem Buch werden die Leser animiert, über den Tellerrand der Branche zu schauen, als Manager Fehler zu machen und diese regelrecht von den Mitarbeitern einzufordern: Nur diese führen zu Entwicklung. Vor allem aber ist es ein Appell an Manager, sich nicht selbstzufrieden mit dem Ist-Zustand zufrieden zu geben und den Satz: "Wir sind erfolgreich", aus ihrem Wortschatz zu streichen. Statt dessen gilt es immer wieder, die Perspektive zu wechseln, ganz nach dem Motto, lebe lieber ungewöhnlich. Nur das führt langfristig zum Erfolg. Die Autoren zeigen auf 286 Seiten, vergnüglich, unterhaltsam und lesenswert, wie das geht.
Geniales Buch - unbedingt lesenswert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Freund hat mir dieses Buch geschenkt und ich kann ihm nur danken dafür! Ich habe selten ein Wirtschaftsbuch gelesen welches so spannend und interessant geschrieben ist. Wer eine "Handlungsanleitung fürs Leben" erwartet, ist hier an der falschen Stelle! Dieses Buch war für mich der Auslöser um über mich, meine Arbeit und mein Leben nachzudenken. Und ich glaube, dies ist auch die Absicht der Autoren. Ich finde, dieses Buch hat zurecht den Wirtschaftsbuchpreis 2007 erhalten. Es ist auf alle Fälle lesenswert!!!
Thema verfehlt und trotzdem hervorragend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Buchtitel macht neugierig. Vom Marketing kann ich nur sagen: "Treffer, Ziel erreicht."

Dann kommt der Untertitel: Provokative Ideen für Manager, Märkte und Mitarbeiter. Unter provokativen Ideen verstehe ich mögliche Lösungen, Impuls und Anregungen. Wer auch diese Vorstellung hat, der ist vom weiteren Inhalt dieses Buches höchstwahrscheinlich erst einmal enttäuscht.

Warum dann 5 Sterne? Die 5 Sterne gebe ich für die Courage, die wirklich wesentlichen Themen, die noch in vielen deutschen Unternehmen im Argen liegen, auf den Punkt zu bringen, klar und deutlich an- und auszusprechen.

Warum? Nach meinen Erfahrungen als Berater wird in vielen Unternehmen lieber etwas Schöngeredet, Window-Dressing betrieben, die Zeit lieber in Begründungen investiert, warum eine Veränderung nicht möglich ist, da teilweise Ego und Abteilungsdenken wichtiger ist als ein gemeinsames attraktives Ziel herauszuarbeiten und es mit Leidenschaft und Begeisterung zu verfolgen.

Das Buch führt Inhaber, Geschäftsführer und Manager dort hin, wo sie normalerweise stehen sollten - in ihre Verantwortung für das Unternehmen bzw. für sich selbst.
Die Botschaft: Suche die Lösungen Deiner Aufgaben und Herausforderungen nicht durch das Kopieren des Verhaltens anderer erfolgreicherer Unternehmen oder Menschen. Besinne Dich stattdessen auf die individuellen Stärken und Talente - von Dir selbst und von allen Beteiligten (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, etc.) - stärke Stärken, inspiriere und stehe dabei ehrlich zu Deinen Schwächen.

Der Schreibstil ist locker zu lesen, kreativ von der Wortwahl und meist wirklich provokativ. Ganz meine Wellenlänge. An einigen Stellen jedoch gefährdet meines Erachtens die Flappsigkeit die Ernsthaftigkeit der Inhalte. Doch dies ist bekanntlich wie alles eine Geschmacksache.

Interessant finde ich Rezessionen wie: "Das kenne ich doch schon alles". Diese Aussage begegnet mir als Berater auch immer wieder. Konkretes Hinterfragen wird hier meist peinlich für den Sprecher. Hierbei wird oft der Unterschied zwischen "e" und "ö" verkannt. Kennen ist nicht gleich können. Und selbst da kommt noch das "Wollen" vor dem wirklichen "TUN".

Mein FAZIT: Für mich ist der Inhalt eine sehr gelungene Aufzählung möglicher Optimierungspotentiale für viele deutsche Unternehmen. Hier kann ein Unternehmen, dass den Wert "Ehrlichkeit" auf einem chicen eingerahmten Plakat stehen hat den ehrlichen Praxisbeweis erbringen. ... denn noch viel zu viele Unternehmen in Deutschland sind alles, außer außergewöhnlich.

Mit schönen Grüßen aus Burgkunstadt, Robert Knitt
Absolut genial und unterhaltsam
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe schon einige Wirtschaftsbücher und sogenannte Managementratgeber gelesen und muss zugeben, dass dieses Buch das Erste ist, dass mich angesprochen hat. Es verdeutlicht die Thesen anhand von nachvollziehbaren Fallbeispielen und ist zudem äußerst unterhaltsam geschrieben.
Ich kann es jedenfalls nur jedem empfehlen!
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Produkt-Bild: Der Ferkel-Faktor: Die schmutzigen Tricks der Kommunikation

Der Ferkel-Faktor: Die schmutzigen Tricks der Kommunikation von Günther Beyer

Broschiert von Econ
Preis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 13,00

ISBN: 3430200547, Erscheinungsdatum: August 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Der Ferkel-Faktor: Die schmutzigen Tricks der Kommunikation

Aus der Amazon.de-Redaktion


„Sie sind Geschichte, im guten und im schlechten Sinne, das haben Sie immer gewollt. Aber in Zukunft werden Sie nicht mehr sein - drei Zentner fleischgewordene Vergangenheit.“ Das saß. Dass Joschka Fischer ein begnadeter Plenarredner war, ist hinlänglich in Erinnerung. Die Art und Weise, wie er hier den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl abwatscht, grenzt jedoch an wohl kalkuliertem Willen zur rhetorischen Vernichtung. Was hier exemplarisch für den Umgangston in der politischen Arena steht - man denke nur an die Verbalattacken eines Franz Josef Strauß oder Herbert Wehner -, greift aber auch immer mehr in unserem Alltag um sich. Das meint zumindest Günther Beyer bemerkt zu haben. Der hauptberufliche Leiter einer Firma für das Coaching von Führungskräften vertritt die These, Fairness werde in der Diskussion mehr und mehr zur Ausnahmeerscheinung: „Bestimmend ist viel häufiger die Macht der Niedertracht.“
Dass kommunikative „Dirty Tricks“ im Geschäfts- wie Privatleben durchaus kurzfristig zum Erfolg führen können, erleben wir tagtäglich. Doch kann der Preis für denjenigen der austeilt, immens sein. Er reicht von zerstörten Beziehungen über Feindschaften fürs Leben bis hin zu Schäden und Störungen an Seele und Persönlichkeit. Wie viele Ehen des so beliebten Politikers Joschka Fischer sind gleich wieder gescheitert?
„Mit mir nicht!“ - „Bis hierhin und nicht weiter“, so lauten die Botschaften, zu deren Aussendung Beyer den Leser mit seinem Buch befähigen will. Bei der Entwicklung geeigneter Selbstschutz- und Bewältigungsstrategien bedient er sich anschaulicher Metatypen und -situationen, aber auch einer Fülle von Beispielen aus der Welt von Politik und Prominenz. Unter die Lupe genommen werden dabei die Funktionen gezielt oder instinktiv eingesetzter Körpersprache, Mimik und Appelle an das Unterbewusstsein des Gegenübers.
Die „Checkliste für den schnellen Durchblick bei Angriffen“ am Ende könnte das ebenso vergnügliche wie informative Buch zum unentbehrlichen Alltagsbegleiter machen. Sofern sie sich nur herauslösen ließe, was leider nicht der Fall ist. Und weil wir schon beim Thema sind, zum Schluss noch die eher rhetorisch gemeinte Frage: Ob der - mit Verlaub - selten dämliche Buchtitel dem Absatz förderlich sein wird? Franz Klotz, literaturanzeiger.de
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Produkt-Bild: Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben

Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben von Sudhir Venkatesh

Broschiert von Econ
Preis bei Amazon: EUR 18,00, Angebote ab EUR 14,20

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3430200199, Erscheinungsdatum: Oktober 2008
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Ein Soziologe taucht ab. Er will für ein Forschungsprojekt die Lebensbedingungen in einem heruntergekommenen Viertel von Chicago erforschen. Mit langen Fragebögen, reinem Gewissen und blanker Naivität tappt er in alle möglichen Fallen und schafft es dennoch, Zugang zu den Bewohnern zu finden und auch Vertrauen zu gewinnen. Er lernt Menschen kennen, die ihm zeigen, wie in einem modernen Ghetto, in einem in sich geschlossenen System, Geld verdient wird: mit Drogen, Alkohol, Prostitution, Ausbeutung, Gewalt.
Sudhir Venkatesh, im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern aus Indien in die USA gekommen, bekennt, dass er als Außenstehender versucht hat, "das Leben im Ghetto von innen heraus zu ergründen". Niemand hat ihn an der Universität auf diese Situationen vorbereitet. Mit verblüffender Ehrlichkeit und wissenschaftlicher Neugier erreichte er so Zugang zu "J. T.", Chef der Gang "Black Kings", die Kokain zu Crack aufkocht und militärisch organisiert verkauft. Und es geht in dieser Beschreibung so zu, wie wir es alle aus amerikanischen Filmen kennen. Aufgemotzte Autos, brutale Kerle und leichte Mädchen, korrupte Polizisten und Beamte, eine hierarchische Ordnung, die mit drakonischen Mitteln unter Gangstern und Bewohnern dieses Ghettos durchgesetzt wird, in der die Mehrzahl Farbige sind und 90 Prozent von Sozialhilfe leben.
Natürlich gibt es auch die Guten. Unterdrückte, die Gestrauchelten helfen. Selbst Boss "J. T." legt Wert darauf, Gutes zu tun und darüber zu reden. Er gibt Jugendzentren Geld für Computer und Sportgeräte, ordnet Gang-Mitglieder dazu ab, alten Menschen beim Einkauf zu helfen, sorgt aber auch dafür, dass am Wahltag der aus seiner Sicht Richtige das Kreuz erhält.
Es ist eine verrückte, aber reale Geschichte über dieses Viertel, das der Autor hier als Ghetto beschreibt. Es ist eine spannende Reportage aus den 90er-Jahren, die Venkatesh vorlegt; sein Mut und seine Offenheit, auch die seiner Gesprächspartner, nötigen Respekt ab. Seine Professoren hatten ihn übrigens davor gewarnt, "zu nahe an die Quelle zu kommen", der er sich dann verpflichtet fühlen könnte - die wissenschaftliche Neutralität könnte darunter leiden.
"Alle Menschen, Orte und Institutionen sind real", schreibt der Autor im Nachwort. Er habe jedoch einige Namen geändert und einige Schauplätze hinter verschleierten Umschreibungen verborgen. Warum "J. T.", der Boss, den Doktoranden der Soziologie so nahe an sich herankommen ließ? Er hoffte, dass Venkatesh seine Biografie schreiben würde... --Hans Jürgensen, Literaturtest
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2 Kundenrezensionen:

Erlebnisbericht
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch handelt davon, wie Sudhir Venkatesh als Soziologiestudent in die Parallelwelt der Ghettos eintaucht und was er dabei erlebt.

Positiv: Das Buch liest sich sehr spannend und gibt einen authentischen Einblick in das Leben im Ghetto.

Negativ: Der Titel ist irreführend, da ausschließlich das Ghettoleben dargestellt wird. Ein Vergleich zu Unternehmen wird nicht geführt.

Fazit: Underground Economy richtet sich nicht an ein akademisches Publikum, es ist aber ein spannendes und interessantes Buch, das als Erlebnisbericht begeistert.
Letztlich bleibt doch alles beim Alten
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Der Immigrant aus Südasien hat es geschafft. Sudhir Venkatesh ist heute Professor und Institutsdirektor an der Columbia University, hat einen Eintrag auf Wikipedia, viel Medienpräsenz und laut Klappentexter den Ruf, einer der weltweit wichtigsten Sozialwissenschaftler zu sein. Wenn er nun diesen Bestseller mit dem Bekenntnis schließt, noch immer Schuldgefühle zu haben, dass er die Hauptperson J.T. im Glauben ließ, dessen Biografie zu schreiben, so ist dies zwar löblich aber letztlich doch traurig. Denn damit bestätigt er, was ich während der ganzen Lektüre vermutete: Auch Sudhir Ventaktesh benutzt das Vertrauen, das ihm die Bewohner der Sozialghettos entgegenbrachten vor allem dazu, Karriere zu machen. Im Unterschied zu anderen akademischen Feldforschern hält sich Venkatesh immerhin mehr zurück, seinen akademischen Voyeurismus mit den üblichen Rationalisierungen zu kaschieren.

Die Story an sich ist weniger spektakulär, als sie Autor und Klappentexter darstellen. Ein ehrgeiziger Student mit indischen Wurzeln will sich nicht damit abfinden, dass die Realitäten amerikanischer Sozialghettos mit Fragebogen erfasst werden sollen. Also lässt er das untaugliche Instrument zu Hause und verbringt während der nächsten zehn Jahre einen Teil seiner Lebenszeit mit den Bewohnern solcher Sozialsiedlungen, erwirbt sich das Vertrauen, macht sich Notizen und schreibt schließlich seine Doktorarbeit. Am Schluss wird die Siedlung abgerissen und Sudhir Venkatesh Professor. Bei Pretty Woman kehrt Richard Gere wenigsten zurück, überwindet seine Höhenangst und nimmt mit den Rose im Mund das Aschenputtel Julia Roberts in sein Märchenreich mit. Aber das ist Hollywood. Hier geht es um Soziologie und die Befriedigung eigener Eitelkeiten.

Bleibt die Frage, was der Leser von der Lektüre dieses speziellen Steigbügelhalters für eine akademische Karriere hat. Erstaunlicherweise weiß er am Schluss nicht mehr, was ihm gute Dokumentarfilme ebenfalls zeigen können. Auch in Ghettos gibt es geschriebene und ungeschriebene Gesetze, wird geliebt, geschlagen, gewirtschaftet und gehofft. So wie jedes System organisiert sich auch ein auf dem Papier entworfenes Sozialprojekt selber und nicht unbedingt nach den Vorstellungen seiner Planer. Zuerst das Fressen, dann die Moral. Das wird nur deshalb klarer, weil das Fressen knapper ist als bei denen, die Karten für die Dreigroschenoper kaufen. Der Leser, und das überraschte mich am meisten, erfährt herzlich wenig über die Schlüsse, die ein akademisch geschulter Beobachter wie Sudhir Venkatesh aus seinen Beobachtungen zieht. Und weil dem Leser auch keine Einblicke in die Arbeitsweisen von Soziologen geboten werden, fragte ich mich am Schluss, ob es nicht besser wäre, einen gut geschriebenen Roman zu diesem Thema zu lesen. Denn die gibt es. Sogar von Autoren, die aus diesen Sozialklassen stammen, ihre eigenen Lebensgeschichten literarisch aufarbeiten und mit ganzem Herzen dabei sind.

Mein Fazit: Letztlich blieb bei mir das Gefühl hängen, ich hätte es mit einer besonders raffinierten Variante des Topos "Oberschicht grüsst Unterschicht" zu tun. Der Autor schaffte es, dank seiner nicht ganz gewöhnlichen Feldforschung, seine akademische Karriere zu beschleunigen, während die Beobachteten sich einmal mehr damit abfinden müssen, dass solche Berichterstattungen herzlich wenig an ihrer Situation ändern. Und wenn ich die Publikationen und die Arbeitsweisen der akademischen Zunft betrachte, zweifle ich sogar daran, dass sich an der Liebe zu Fragebögen viel ändern wird.
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