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Produkt-Bild: Das Spiel des Engels

Das Spiel des Engels von Carlos Ruiz Zafón

Gebundene Ausgabe von S. Fischer
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 18,45

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3100954009, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 2., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Das Spiel des Engels

Aus der Amazon.de Redaktion


David Martín ist siebzehn, als er die Chance seines Lebens erhält: Der Chefredakteur einer Regionalzeitung fragt ihn, ob er für einen ausgefallenen Beitrag Ersatz liefern könne. Und David Martín kann: seine Erzählungen "Geheimnisse von Barcelona" werden ein Riesenerfolg. Doch im Laufe der Zeit wird klar: Dieser Erfolg hat seinen Preis... Die mystisch-spannende Geschichte, die Bestsellerautor Zafón in Das Spiel des Engels entfaltet, zieht den Leser rasch in ihren Bann und entführt ihn in ein faszinierend morbides Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Zafóns grandioses Debüt Der Schatten des Windes begleitete den Buchhändler Daniel Sempere auf einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Das Spiel des Engels führt nun noch weiter zurück, nämlich bis zu Daniels Großvater. Der alte Buchhändler Sempere ist jetzt der väterliche Freund Davids. Nach seinem erfolgreichen Einstand verdient der aus armem Hause stammende Literat David bald sein Geld mit dem Fortsetzungsroman "Verdammte der Stadt". Doch im Laufe seiner 127 Folgen zehrt die Arbeit ihn auf, seine Liebe zur schönen Cristina bleibt unerwidert, und seine Gesundheit nimmt schweren Schaden.

Eines Tages, als es David Martín besonders schlecht geht, nimmt der alte Buchhändler Sempere ihn mit an einen geheimnisvollen Ort, der schon im Der Schatten des Windes verzauberte: den Friedhof der vergessenen Bücher. Bald darauf erhält der inzwischen schwer kranke David eine seltsame Offerte von einem dubiosem Verleger. Für das Schreiben einer ganz speziellen Auftragsarbeit macht dieser dem Schriftsteller ein verlockendes Angebot - ein guter Deal oder ein Pakt mit dem Teufel?

Das Spiel des Engels ist gleichzeitig Fantasy-Märchen, Liebesgeschichte, Krimi und Horrorstory. Das Buch fesselt den Leser mit den fein gesponnenen Fäden seiner Geschichte, sodass man bald nicht mehr zwischen erzählter Wirklichkeit und imaginiertem Trugbild zu unterscheiden vermag. Wie schon in Der Schatten des Windes verknüpft Zafón äußerst kunstvoll verschiedene Ebenen und Stränge miteinander. Über geheimnisvolle Orte und metaphysisch anmutende Begegnungen verdichtet sich die Handlung immer mehr - bis zu dem Punkt, da sie schließlich in einen erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod mündet. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest

Interview: 5 Fragen an Carlos Ruiz Zafón

Herr Zafón, Ihr letztes Buch Der Schatten des Windes entführte uns an einen geheimnisvollen Ort, an dem Bücher niemals sterben. Wohin entführt uns Ihr neuer Roman Das Spiel des Engels?

Das Spiel des Engels entführt den Leser wieder in das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher und in das mysteriöse gotische Viertel Barcelonas. Es ist eine Geschichte, in der es Intrigen und Romanzen gibt, die tragisch und komisch ist. Und sie steckt voller Überraschungen.

Wie arbeiten Sie an einem Roman?

Zafon Wenn ich mich hinsetze, schreibe ich tagelang durch und gönne mir nur einen freien Tag in der Woche. Einen Teil vom Das Spiel des Engels habe ich in Los Angeles geschrieben. Ein Freund hat mir ein Arbeitszimmer überlassen und ich habe dort von 6 Uhr früh bis 2 Uhr mittags geschrieben, völlig gegen meine Veranlagung. Sonst arbeite ich immer nachts. Schreiben ist ein komplizierter Prozess, der mich viel Zeit kostet und für den ich mich ein wenig aus der Welt zurückziehen muss.

In Spanien ist "Das Spiel des Engels" noch erfolgreicher als Ihr erster Roman. Woran, glauben Sie, liegt das?

Zafon "Der Schatten des Windes" habe ich vor zehn Jahren angefangen zu schreiben. Ich glaube, dass ich in dieser Zeit etwas hinzugelernt habe. Man lernt aus seinen Fehlern und mit dem Alter. Zudem war das Buch aus der Perspektive eines heranwachsenden Jungen geschrieben und deshalb liebenswürdiger. Beim Das Spiel des Engels war ich mutiger, und so ist dabei die ruchlose Schwester von Der Schatten des Windes herausgekommen. Es hat mehr von Charles Dickens: Es ist eine Hommage an die Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, die die Literatur auf fieberhafte Weise lebten.

Wann haben Sie angefangen zu schreiben?

Zafon Als ich zum ersten Mal Geld für etwas von mir Geschriebenes erhielt, war ich acht Jahre alt und dachte, mit 13 bin ich berühmt. Ich gründete mit einigen Freunden an der Schule einen Verlag. Einer kümmerte sich um die Gestaltung, ein anderer machte die Kopien, und ich schrieb. Es waren Horrorgeschichten mit Außerirdischen und Vampiren. Mit dem Geld, das wir einnahmen, kauften wir uns Süßigkeiten. Seitdem habe ich nicht aufgehört zu schreiben.

Was ist Glück für Sie?

Zafon Ich tu gerne einmal nichts, aber irgendetwas mache ich immer. Ich höre gern Musik, lese, gehe ins Kino, reise und lerne. Ich lerne sehr schnell. Viel wichtiger als der Erfolg meiner Bücher ist für mich, dass ich seit langer Zeit zum ersten Mal mit mir selbst zufrieden bin. Was ist für mich das Glück? Darauf antworte ich immer das Gleiche: geistige Zufriedenheit.

Über den Autor

Carlos Ruiz Zafón Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren, wuchs im Schatten von Gaudís Kathedrale Sagrada Família auf und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarría. Deren wuchernde Architektur regte schon den 10-Jährigen zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk Der Fürst des Nebels erhielt Ruiz Zafón 1993 den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Sein Roman Der Schatten des Windes von 2001 wurde zum größten Bucherfolg Spaniens und begeisterte, in mehr als 30 Sprachen übersetzt, Leser in aller Welt.


Amazon.de-Hörbuchrezension


Eigentlich hat David Martín kaum eine Chance, ein bedeutender Schriftsteller zu werden. Im Barcelona vor dem spanischen Bürgerkrieg wächst er in einer Umgebung auf, die man heute einen „bildungsfernen Haushalt“ nennen würde. Und als ihm ein väterlicher Freund einen Band von Charles Dickens in die Hand drückt, wird der Ich-Erzähler von seinem Vater windelweich geprügelt. Trotzdem zieht es David zum Schreiben: zuerst zur abgehalfterten Zeitung „Stimme der Industrie“, die aber doch nicht so abgehalftert ist, dass ihre „Edelfeder“ Pedro Vidal nicht das große Talent des Jungen erkennen würde. So wird David doch noch ein Autor, und zwar ein schlecht bezahlter Schreiberling von Trivialromanen. Dann bedroht eine Krankheit sein Leben, die große Liebe seines Lebens geht verloren. Und dann gibt es da noch den Verleger Andreas Corelli, den niemand kennt und der Martín bittet, mit einem Buch für gutes Geld eine Religion zu begründen. Ein Pakt mit dem Teufel?
Einem internationalen Publikum wurde der spanische Erfolgs-Autor Carlos Ruiz Zafón 2001 mit seinem Besteller Der Schatten des Windes bekannt: Inzwischen ist das Buch in dreißig Sprachen übersetzt. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an den Nachfolgeband Das Spiel des Engels, und Zafón hat die Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt. Episch breit angelegt, entführt der Roman seine Leser in ein verzaubertes, phantastisches und labyrinthisches Barcelona. Das hat große Klasse und Poesie.
Umso glücklicher ist der Umstand, dass der Argon Verlag für seine Hörspiel-Produktion den bekannten Schauspieler Gerd Wameling gewinnen konnte, der unter anderem in Wim Wenders’ In weiter Ferne so nah sowie in der Serie Wolffs Revier mitspielte. Denn Wameling liest den Text (wenn auch nicht den gesamten Text, sondern eine autorisierte Lesefassung) routiniert und schnörkellos, ohne sich allzu sehr in Szene zu setzen, sodass das Lyrische durch eine klare, unaufgesetzte Stimme schimmert. Auch wenn man sich fragen darf, warum der Ich-Erzähler in direkter Rede mit „anderer Stimme“ (also anderem Timbre) spricht: Nicht zuletzt Wamelings Leistung macht Das Spiel des Engels zu einem bezaubernden Hörgenuss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
9 CD, 611 Minuten
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Noch grandioser als der "Schatten...." !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich hätte dieses Buch in 3 Tagen lesen können, aber nicht wollen, denn ich wollte den Abschied von diesem Buch so weit wie möglich hinauszögern!
Nun ist es also geschehen und ich blicke zurück auf Tage voller Lesegenuss.
Aber diesmal war es mehr noch. Ich fühlte mich zeitweise als Teil der Handlung, sah mich fassungs- und bewegungslos dem Geschehen um mich herum bedingungslos ausgeliefert. Möglich machte das die Sprachgewalt mit der Umgebungen, Zustände und Emotionen sich meiner Sinne bemächtigten und mich in eine andere Welt entführten.
Im Vergleich zu seinem ersten Buch (Schatten....) empfinde ich dieses Werk als sehr viel gereifter und in dem nie enden wollenden Spannungsbogen noch um einiges Fesselnder. Obwohl ich mir nach Lesen des "Schattens...." das nicht hätte vorstellen können, dass das noch möglich sei.
Auch empfinde ich nicht - wie einige Rezensenten vor mir - dass Handlungsstränge sich nicht im Verlaufe des Geschehens in irgendeiner Weise aufklären.
Ich werde dieses Buch aber nicht das letzte Mal gelesen haben und dann diesbezüglich darauf genauer achten, ob mir vielleicht doch etwas entgangen ist...
An dieser Stelle auch noch einmal von mir ein besonderes Lob und einen Dank an den Übersetzer, dem es gelungen, ist diese Sprachdichte auch im Deutschen herzustellen.
Und nun lassen Sie sich entführen in diese mystische Unter-Welt Barcelonas!
ein weiterer Besuch auf dem Friedhof der vergessenen Bücher...
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Aber auch diesmal ist nur der Friedhof das einzig Schöne.
Die Handlungen des Protagonisten erschließen sich mir nicht, warum er was wann tut bleibt oftmals vollkommen im dunkeln und das ähnelt, wie auch der Beginn dem Schatten des Windes. Das im Dunkeln tappen bei der Kausaltität ist auch das einzig Überraschende in diesem Buch.
Jedoch muss man Zafón für sein Sprachtalent loben. Er erschafft ein Barcelona, dass einem heutigen Touristen größtenteils entgeht. Die düstere Stimmung, die sich durchweg durch den gesamten Roman zieht, erhält das schaurige und großartige Gefühl des ersten Betretens des Friedhofes aufrecht.

Es war eine schöne Lektüre für zwischendurch, ein Schmöker, genauso wie das vorherige Buch. Jedoch nicht mehr, eher etwas weniger.
Alle, die Der Schatten des Windes über die Maßen lobten, sollten hier eher auf die Taschenbuchausgabe warten und die Erwartungen gewaltig zurückschrauben.
An alle anderen, Ihre Erwartungen werden nicht enttäuscht werden, weil Sie kaum welche haben.
Welche Enttäuschung!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das Buch "Der Schatten des Windes" habe ich verschlungen, am liebsten hätte ich es ohne Unterbrechung zu Ende gelesen. Ich habe es auch zweimal verschenkt, und die Empfängerinnen waren genauso begeistert davon wie ich.
"Das Spiel des Engels" beginnt in vertrautem Stil, Zavon ist ein großartiger Erzähler. Die Atmosphäre ist zumindest im ersten Teil des Buches noch ein bisschen düsterer und melancholicher als in "Der Schatten des Windes", und jemand, der zu Depressionen neigt, sollte sich vielleicht besser von diesem Opus fernhalten.
Ich neige nicht zu Depressionen, aber trotzdem werde ich dieses Buch nicht wieder lesen und niemandem zum Lesen raten - die Geschichte, die Zavon erzählt, ist derart hahnebüchen, dass alle Erzählkunst sie nicht retten kann.
Hauptperson und Ich-Erzähler ist David Martin, Jahrgang 1900. Mehr schlecht als recht übersteht er seine ersten knapp 30 Lebensjahre - die Mutter hat ihn und den Vater verlassen; dieser, ein seelischer Krüppel, vernachlässigt den Jungen. Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters findet der noch Minderjährige dank eines "Gönners" (ein echt mieser Typ, wie wir herausfinden werden) erst ein notdürftiges Auskommen bei einer Zeitung und dann als Serienautor (Horrorgeschichten) bei einem ausbeuterischen Verlag (200 Seiten im Monat). Von einem lebensbedrohenden Hirntumor wird er in einer Art Wachtraum auf Betreiben des mysteriösen Andreas Corelli geheilt - dem "Engel" des Buchtitels, den man sich nicht als Schutz- sondern eher als gefallenen Engel vorstellen muss, vielleicht sogar als Teufel in Person.
Nach dem ersten Akt (rund 200 Buchseiten) hatte ich das dringende Bedürfnis nach einer Pause und las, um Verständnis ringend (Was soll das?) den Epilog (nutzt nichts).
Etwa eine Woche später begann ich dann doch den 2. Teil (es muss doch verständlicher werden?!), der im Vergleich zum ersten Teil ein großes Manko hat: Der Erzählstil ändert sich drastisch, die Sogwirkung geht verloren. Rund 200 Seiten habe ich noch vollständig, den Rest dann nur noch diagonal gelesen: Wie geht das Ganze aus? Gelingt es mir vielleicht doch noch, einen Sinn zu erkennen?
Am Ende stehe ich ratlos vor rund 700 Seiten unzugänglichem Roman. Fantasy? Eine Allegorie? (Wofür?) Hilft es, katholisch zu sein und an Engel zu glauben, um das ertragen zu können? Ich bezeifele es. Würde es helfen, die Geschichte Barcelonas in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu kennen? Ich kann es mir nicht vorstellen.
Erinnert hat mich das Ganze an ein Paar Romane von Paolo Coehlo, die mir eine Bekannte vor Jahren aufdrängte und mit denen ich ebenso wenig anfangen konnte wie mit "Das Spiel des Engels."
Das Beste an dem Buch ist das Design des Schutzumschlags. Den finde ich wunderschön.
Ich fands gut!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann eigentlich nicht verstehen, wie man für dieses Buch nur 1 Punkt verteilen kann. Vielleicht war es mein Vorteil, daß ich den Vorgänger noch nicht gelesen habe, aber..... nichtsdestotrotz fand ich dieses Buch spannend und sehr gut. Besonders genossen habe ich den lakonischen Humor des Hauptprotagonisten. Ich denke es ist immer schwer wenn man mit Erwartungen an etwas herangeht, was man nicht wiederholen kann ohne sich zu wiederholen. Allerdings freue ich mich jetzt auf den Vorgängerband, der nach diesen Vorschußlorbeeren in den von mir gelesenen Rezensionen nur der Hammer sein kann.
Ich werde hernach meinen Senf auch dazu abgeben und wer weiß vielleicht ist es bei mir ja andersrum.
Weit mehr als ein Prequel
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Herumgemäkele an Zafons neuem Roman zeigt vor allem eines: dass er eben nicht einen zweiten Aufguss von "Schatten des Windes" geliefert hat. Dabei war die Versuchung groß und die Befürchtungen berechtigt: Zafon zunächst geht auf Nummer sicher und bemüht erneut den Friedhof der Vergessenen Bücher ebenso wie die Familie Sempere. Trotzdem gelang dem Autor weit mehr als ein Prequel, was trotzdem das Schicksal einer der Nebenpersonen besiegelt. Ich möchte hier nicht groß auf den Inhalt des 700 Seiten-Wälzers eingehen, das wurde hinreichend getan, auch läuft man immer Gefahr, etwas zu verraten, was doch jeder beim Lesen selbst herausfinden soll.
Zafons Roman jedenfalls ist deutlich komplexer als der Vorgänger, und das mag es sein, womit mancher Leser nicht umgehen kann: denn ganz vordergründig werden diesmal nicht eine, sondern zwei Geschichten parallel erzählt, und auch wenn der Roman meiner Meinung nach keine losen enden hinterlässt, erklärt der Autor immerhin nie explizit, wann er gerade welche Geschichte verhandelt. Zum einen gibt es da wieder einen Thriller, in dem niemand der ist, der er zu sein vorgibt. Im Unterschied zum "Schatten" werden die Konfrontationen hier jedoch zunehmend brutaler ausgeschmückt. Die mystische Ebene, eine Spezialität der spanischen und lateinamerikanischen Literatur, ist diesmal von der Thriller-Handlung abgespalten: ein mysteriöser Verleger macht ein Angebot, das der Held des Buches nicht ablehnen kann. Ganz unzweifelhaft lässt sich hier die Geschichte von Mephisto und Faust erkennen, verlegt in die Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert. Und so viel sei nun doch verraten, um Enttäuschungen vorwegzunehmen: Andreas Corelli ist tatsächlich der Teufel! Da löst sich nichts auf, er ist es eben. Doch durchaus auch ein sympathischer, auch Corelli könnte man über den lieben Gott Sätze zutrauen wie "Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern". Corelli nimmt sein Vorhaben einer neuen Religion sehr ernst und ist bereit, alle(s) aus dem Weg zu räumen, was David Martin an der Umsetzung des Projektes hindert, und doch bereut er am Ende zumindest eine seiner Handlungen. Auch der Teufel hat eben ein Gewissen (im Gegensatz zu manchen Menschen).
Keine Teufelsaustreibung also: wie sollte sich auch eine Szene auflösen, in der der Held mit einer Vampirin schläft, die er einst selbst erfunden hat, in einem Haus, das sich im Nachhinein als jahrzehntealte Ruine erweist. Hier gibt Zafon den ersten Hinweis, doch nicht enttäuscht zu sein, wenn sich ausgerechnet und einzig die metaphysische Ebene als genau das erweist, als was sie sich zeigt. So etwas könnte man auch als Sarkasmus bezeichnen. Zafon nutzt insbesondere diese "Mephisto-Ebene", um das Große Ganze zu verhandeln und das "Spiel des Engels" zu einer philosophischen Abhandlung über Moral, Ehrgeiz und Religion zu erweitern. Das macht er so, dass es nie langweilig wird.
Freilich, David Martin ist kein liebenswerter Held (heute würde man sagen: kein Wunder bei der Kindheit, muss er doch zusehen, wie sein Vater erschossen wird). Er erliegt dem schnöden Mammon, darum geht es ja schließlich im Roman, und er behandelt seine Mitmenschen nicht immer gut und hat insbesondere mit den Frauen ein Problem. Vorteilhaft zumindest für den Roman, bekommt er dadurch doch nicht den Superheldenstatus, der die Geschichte schnell in jenes Milieu hätte abgleiten lassen, das Martin in seinen eigenen Groschenromanen heraufbeschwört.
Auch wenn die Sprache bisweilen etwas blumig ist - vielleicht habe ich in letzter Zeit auch einfach zuviel deutsche Gegenwartsliteratur gelesen - hat das Buch doch einen angenehmen Sprachfluss. Ich kenn das Original nicht, kann jedoch über die Übersetzung nichts Nachteiliges verbreiten. Keine Angst jedenfalls vor den 700 Seiten: das Buch liest sich in Nullkommanichts weg. Für mich eines der anspruchsvollen Highlights des Jahres 2008!
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Produkt-Bild: Der Schatten des Windes

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Taschenbuch von Suhrkamp
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 4,40

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3518458000, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: Neuauflage.
Zoom ± Produkt-Bild: Der Schatten des Windes

Aus der Amazon.de-Redaktion


In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
Dies alles erzählt uns Der Schatten des Windes auf originelle, kunstvoll gebaute Art und Weise, und schließt auch wundervolle Schilderungen der düsteren Atmosphäre von Barcelona von seiner morbiden Blüte zur Jahrhundertwende bis zum Tiefpunkt der Franco-Ära ein. "Unter der Tischlampe tauchte ich ein in eine Welt von Bildern und Gefühlen", beschreibt Carlos Ruiz Zafón die Leseerfahrung seines jungen Helden, der mit dem Buch auf der Brust dem Gemurmel der nächtlichen Stadt zu lauschen versteht: "Figuren, die mir so wirklich erschienen wie meine Umwelt, saugten mich in einen Tunnel von Abenteuern und Geheimnissen hinein, aus dem ich nicht mehr entrinnen mochte. Seite um Seite ließ ich mich vom Zauber der Geschichte und ihrer Welt einhüllen." Dem Leser von Der Schatten des Windes wird es genauso gehen. --Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Einfach nur schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Am besten lesen wenn man Urlaub hat! Warum? Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Man wird schon von den ersten Seiten an in das Buch und seine Charaktäre hineingezogen. Eine phantastische aber doch realistische Handlung, die dazu umwerfend erzählt wird, rundet das Werk ab. Auf den Punkt gebracht: Lesen und genießen! Habe schon das nächste Werk von Carlos Ruiz Zafón in Arbeit.
Tolles Buch, berührende Geschichte...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ich konnte in diese Geschichte vollkommen eintauchen, alles um mich herum vergessen und habe nur noch gelesen, gelesen, gelesen... die letzten Seiten gaaanz langsam, weil ich noch nicht wollte, dass das Buch zu Ende ist... :-)

Fesselnde Geschichte, wunderbar geschrieben, gute Übersetzung!

Empfehlung an alle, die nach einem Buch suchen, mit dem man sich gerne auf die Couch kuschelt, das Telefon ausstöpselt und die Welt da draußen einmal ganz vergessen kann...
Der Reiz der gekürzten Lesung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist spannend zu lesen, daß sich kaum eine Rezensent mit der CD Lesung auseinandersetzt, sondern es sich weitestgehend um Bewertungen des Buches handelt. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, weil ich mich in der Regel für Buch oder Hörbuch entscheide. "Der Schatten des Windes" als gekürzte Lesung ist sehr kurzweilig. Der Erzähler Andreas Pietschmann weiss zu Unterhalten ohne sich in den Fordergrund zu drängen. Er überlässt der Geschichte der Vorrang und ist somit in der Lage den Zuhörer zu fesseln. Ich bin regelmäßiger Hörbuch Konsument und habe hier eine herausragende bis zum letzten Moment spannende Geschichte gefunden, die sich von der Masse der Lesungen abhebt. Gewisse Unlogiken (siehe die Rezension von Alberich) im Plot stellt man auch in der Lesung fest, aber was im Leben ist ohne Makel und der Erzähler entschädigt einen dafür. Ich gebe fünf Sterne weil ich keine Sekunde der Lesung missen möchte.
ein großartiges literarisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Bestseller gelobte Bücher sind mir nicht immer geheuer, sind sie doch häufig überlobt. Mein Zafón stand schon zwei Jahre in meinem Bücherregal und drohte dort zu einem "Vergessenen Buch" zu werden.
Kurz vor Weihnachten habe ich mehr zufällig als geplant danach gegriffen und fing mit dem Lesen an. Kurz darauf war ich in Barcelona und die Welt des Daniel Sempere und des Julián Carax eingetaucht, ja versunken. Spannung pur mit viel Gefühl, beeindruckenden Charakteren und geschrieben in einer einfach überwältigenden Sprache (vielleicht auch geschrieben mit der Füllfeder des Victor Hugo?).
Ich war von einer seltsamen Traurigkeit erfasst, als ich die letzten Seiten gelesen hatte. Ich werde sie vermissen: Daniel und Julián und Fermin Romero de Torres und all die anderen fesselnden Charaktere, die man, wenn man sie auch nicht alle ins Herz schließt, so doch sicherlich nicht so schnell vergessen kann.
Als Hommage für dieses beeindruckende Werk raffe ich mich zu dieser, meiner ersten Rezension auf.
erstklassiges Buch mit kleinen Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein durchaus gelungener Roman der auch Dank der geschichtlichen Untermalung sein ganz eigenen Scharm während des Lesens entwickelt. Die Geschichte erscheint schlüssig und ist auch bis zum Ende nicht allzu durchschaubar. Der Text ließt sich mit einigen Aussnahmen flüssig, einzig die allzu große Detailverliebtheit des Autors geht wie ich finde etwas zu Lasten des Spannungsbogens. So hatte Ich etwa auf halben Weg einige Male das Gefühl vor lauter detailierten Beschreibungen, Wer, Wie, Was oder Warum es ist wie es ist, den Faden zu verlieren. Lesen würde Ich es in jedem Fall wieder und kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Sie werden nicht entäuscht sein.
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Produkt-Bild: Das Spiel des Engels (9 CDs)

Das Spiel des Engels (9 CDs) von Carlos Ruiz Zafón, Gerd Wameling (Sprecher)

Audio CD von Argon Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 27,97, Angebote ab EUR 22,50

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866106068, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de Redaktion


David Martín ist siebzehn, als er die Chance seines Lebens erhält: Der Chefredakteur einer Regionalzeitung fragt ihn, ob er für einen ausgefallenen Beitrag Ersatz liefern könne. Und David Martín kann: seine Erzählungen "Geheimnisse von Barcelona" werden ein Riesenerfolg. Doch im Laufe der Zeit wird klar: Dieser Erfolg hat seinen Preis... Die mystisch-spannende Geschichte, die Bestsellerautor Zafón in Das Spiel des Engels entfaltet, zieht den Leser rasch in ihren Bann und entführt ihn in ein faszinierend morbides Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Zafóns grandioses Debüt Der Schatten des Windes begleitete den Buchhändler Daniel Sempere auf einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Das Spiel des Engels führt nun noch weiter zurück, nämlich bis zu Daniels Großvater. Der alte Buchhändler Sempere ist jetzt der väterliche Freund Davids. Nach seinem erfolgreichen Einstand verdient der aus armem Hause stammende Literat David bald sein Geld mit dem Fortsetzungsroman "Verdammte der Stadt". Doch im Laufe seiner 127 Folgen zehrt die Arbeit ihn auf, seine Liebe zur schönen Cristina bleibt unerwidert, und seine Gesundheit nimmt schweren Schaden.

Eines Tages, als es David Martín besonders schlecht geht, nimmt der alte Buchhändler Sempere ihn mit an einen geheimnisvollen Ort, der schon im Der Schatten des Windes verzauberte: den Friedhof der vergessenen Bücher. Bald darauf erhält der inzwischen schwer kranke David eine seltsame Offerte von einem dubiosem Verleger. Für das Schreiben einer ganz speziellen Auftragsarbeit macht dieser dem Schriftsteller ein verlockendes Angebot - ein guter Deal oder ein Pakt mit dem Teufel?

Das Spiel des Engels ist gleichzeitig Fantasy-Märchen, Liebesgeschichte, Krimi und Horrorstory. Das Buch fesselt den Leser mit den fein gesponnenen Fäden seiner Geschichte, sodass man bald nicht mehr zwischen erzählter Wirklichkeit und imaginiertem Trugbild zu unterscheiden vermag. Wie schon in Der Schatten des Windes verknüpft Zafón äußerst kunstvoll verschiedene Ebenen und Stränge miteinander. Über geheimnisvolle Orte und metaphysisch anmutende Begegnungen verdichtet sich die Handlung immer mehr - bis zu dem Punkt, da sie schließlich in einen erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod mündet. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest

Interview: 5 Fragen an Carlos Ruiz Zafón

Herr Zafón, Ihr letztes Buch Der Schatten des Windes entführte uns an einen geheimnisvollen Ort, an dem Bücher niemals sterben. Wohin entführt uns Ihr neuer Roman Das Spiel des Engels?

Das Spiel des Engels entführt den Leser wieder in das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher und in das mysteriöse gotische Viertel Barcelonas. Es ist eine Geschichte, in der es Intrigen und Romanzen gibt, die tragisch und komisch ist. Und sie steckt voller Überraschungen.

Wie arbeiten Sie an einem Roman?

Zafon Wenn ich mich hinsetze, schreibe ich tagelang durch und gönne mir nur einen freien Tag in der Woche. Einen Teil vom Das Spiel des Engels habe ich in Los Angeles geschrieben. Ein Freund hat mir ein Arbeitszimmer überlassen und ich habe dort von 6 Uhr früh bis 2 Uhr mittags geschrieben, völlig gegen meine Veranlagung. Sonst arbeite ich immer nachts. Schreiben ist ein komplizierter Prozess, der mich viel Zeit kostet und für den ich mich ein wenig aus der Welt zurückziehen muss.

In Spanien ist "Das Spiel des Engels" noch erfolgreicher als Ihr erster Roman. Woran, glauben Sie, liegt das?

Zafon "Der Schatten des Windes" habe ich vor zehn Jahren angefangen zu schreiben. Ich glaube, dass ich in dieser Zeit etwas hinzugelernt habe. Man lernt aus seinen Fehlern und mit dem Alter. Zudem war das Buch aus der Perspektive eines heranwachsenden Jungen geschrieben und deshalb liebenswürdiger. Beim Das Spiel des Engels war ich mutiger, und so ist dabei die ruchlose Schwester von Der Schatten des Windes herausgekommen. Es hat mehr von Charles Dickens: Es ist eine Hommage an die Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, die die Literatur auf fieberhafte Weise lebten.

Wann haben Sie angefangen zu schreiben?

Zafon Als ich zum ersten Mal Geld für etwas von mir Geschriebenes erhielt, war ich acht Jahre alt und dachte, mit 13 bin ich berühmt. Ich gründete mit einigen Freunden an der Schule einen Verlag. Einer kümmerte sich um die Gestaltung, ein anderer machte die Kopien, und ich schrieb. Es waren Horrorgeschichten mit Außerirdischen und Vampiren. Mit dem Geld, das wir einnahmen, kauften wir uns Süßigkeiten. Seitdem habe ich nicht aufgehört zu schreiben.

Was ist Glück für Sie?

Zafon Ich tu gerne einmal nichts, aber irgendetwas mache ich immer. Ich höre gern Musik, lese, gehe ins Kino, reise und lerne. Ich lerne sehr schnell. Viel wichtiger als der Erfolg meiner Bücher ist für mich, dass ich seit langer Zeit zum ersten Mal mit mir selbst zufrieden bin. Was ist für mich das Glück? Darauf antworte ich immer das Gleiche: geistige Zufriedenheit.

Über den Autor

Carlos Ruiz Zafón Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren, wuchs im Schatten von Gaudís Kathedrale Sagrada Família auf und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarría. Deren wuchernde Architektur regte schon den 10-Jährigen zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk Der Fürst des Nebels erhielt Ruiz Zafón 1993 den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Sein Roman Der Schatten des Windes von 2001 wurde zum größten Bucherfolg Spaniens und begeisterte, in mehr als 30 Sprachen übersetzt, Leser in aller Welt.


Amazon.de-Hörbuchrezension


Eigentlich hat David Martín kaum eine Chance, ein bedeutender Schriftsteller zu werden. Im Barcelona vor dem spanischen Bürgerkrieg wächst er in einer Umgebung auf, die man heute einen „bildungsfernen Haushalt“ nennen würde. Und als ihm ein väterlicher Freund einen Band von Charles Dickens in die Hand drückt, wird der Ich-Erzähler von seinem Vater windelweich geprügelt. Trotzdem zieht es David zum Schreiben: zuerst zur abgehalfterten Zeitung „Stimme der Industrie“, die aber doch nicht so abgehalftert ist, dass ihre „Edelfeder“ Pedro Vidal nicht das große Talent des Jungen erkennen würde. So wird David doch noch ein Autor, und zwar ein schlecht bezahlter Schreiberling von Trivialromanen. Dann bedroht eine Krankheit sein Leben, die große Liebe seines Lebens geht verloren. Und dann gibt es da noch den Verleger Andreas Corelli, den niemand kennt und der Martín bittet, mit einem Buch für gutes Geld eine Religion zu begründen. Ein Pakt mit dem Teufel?
Einem internationalen Publikum wurde der spanische Erfolgs-Autor Carlos Ruiz Zafón 2001 mit seinem Besteller Der Schatten des Windes bekannt: Inzwischen ist das Buch in dreißig Sprachen übersetzt. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an den Nachfolgeband Das Spiel des Engels, und Zafón hat die Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt. Episch breit angelegt, entführt der Roman seine Leser in ein verzaubertes, phantastisches und labyrinthisches Barcelona. Das hat große Klasse und Poesie.
Umso glücklicher ist der Umstand, dass der Argon Verlag für seine Hörspiel-Produktion den bekannten Schauspieler Gerd Wameling gewinnen konnte, der unter anderem in Wim Wenders’ In weiter Ferne so nah sowie in der Serie Wolffs Revier mitspielte. Denn Wameling liest den Text (wenn auch nicht den gesamten Text, sondern eine autorisierte Lesefassung) routiniert und schnörkellos, ohne sich allzu sehr in Szene zu setzen, sodass das Lyrische durch eine klare, unaufgesetzte Stimme schimmert. Auch wenn man sich fragen darf, warum der Ich-Erzähler in direkter Rede mit „anderer Stimme“ (also anderem Timbre) spricht: Nicht zuletzt Wamelings Leistung macht Das Spiel des Engels zu einem bezaubernden Hörgenuss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
9 CD, 611 Minuten
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Hervorragendes Hörbuch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Alle Erwartungen und Träume von David Martin scheinen sich in nichts aufzulösen. Alles scheint sich gegen den jungen Mann verschworen zu haben, der an einer Lebensbedrohlichen Krankheit leidet und sich um seine große Liebe betrogen fühlt. Aus Sehnsucht nach Anerkennung lässt sich David auf ein verheißungsvolles und riskantes Angebot ein.
Diese Hörbuch-Fassung hat der Schauspieler Gerd Wameling eingelesen. Eine sehr angenehme Stimme. Die Charaktere wirken lebendig, ihre Handlungen sind nachvollziehbar, das ganze Ambiente wirkt sehr authentisch, man kann sich wirklich sehr gut in die Geschichte hineinfühlen.
Ein sehr gut gemachtes Hörbuch!
Die Handlung *****
Der Sprecher *****
Die Hörbuch-CDs *****
Ein auf verschiedenen Ebenen berührendes Hörbuch, eine spannende Geschichte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mir hat dieses Hörbuch sehr gefallen. Die Geschichte ist gut aufgebaut, schlüssig und aufgrund des Spiels mit dem Mystischen auch sehr anregend. Die chronologische Entwicklung des Protagonisten ist glaubwürdig, nachvollziehbar und trotz gewisser harter Schicksalsschläge nicht irgendwie überdramatisch oder reisserisch. Ab dem Abschluss des Mietvertrages über das Turmhaus wird die Geschichte fokussierter und baut langsam seine Spannung auf. Richtige Krimi-Elemente mit "deftigen" Auseinandersetzungen bis hin zu Mord erwarten den Hörer. Das Ende ist irgendwie versöhnlich, besänftigend. Der Aufbau des Ausstiegs durch den Autor stellt eine gute Begleitung zum Verlassen der Geschichte dar. Wenn man das Buch/Hörbuch auf die Seite legt fühlt man sich wirklich am Ende der Geschichte. Man hat nicht noch wesentliche offene Fragen resp. die Phantasie lässt genug Spielraum über mögliche weitere Entwicklungen. Diese sind jedoch nicht mehr wichtig für die Geschichte selbst.
Zehn Stunden in einer anderen Welt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein tolles Hörbuch! Schon ab der Mitte der ersten CD bekam ich das Gefühl, hier etwas ganz besonderes zu hören. Aber der Reihe nach:
1. Die Handlung:
Ein junger aufstrebender Autor, wird nach vielversprechenden Anfangserfolgen von einem mysteriösen Verleger angesprochen, der ihn zu mysteriöse Orten Barcelonas des beginnenden 20. Jahrhundert bestellt, um ihm dort ein nahezu unglaubliches Angebot zu machen. Erst im Lauf der Geschichte kristallisiert sich langsam heraus worum es wirklich geht. Die Hauptfigur begibt sich in eine Reihe rätselhafter und mysteriöser Situationen, die gesamte Handlung ist von einer unterschwelligen Spannung durchzogen. Hier werden gleich mehrere meiner Vorlieben angesprochen: Spannung, wie bei einem guten Krimi, lebendige historische Kulisse und eine allgegenwärtige Magie.
2. Der Sprecher:
Gerd Wameling war mir bisher noch nicht als Hörbuchsprecher aufgefallen. Aber hier hatte ich das Gefühl "einem ganz Großen" zuzuhören. Er schafft es hervorragend, über mehr als 10 Stunden die Spannung aufrecht zu erhalten. Besonders gut hat mir gefallen, wie er mit kleinen aber sicher gesetzten Nuancierungen die zahlreichen Figuren unterscheidbar und plastisch werden lässt. Wirklich toll!
3. Das Hörbuch:
Hier wird einiges für das Geld geboten. Das Hörbuch ist schön in einer Kartonverpackung ausgestattet. Es liegt ein ausführliches Booklet bei, dass außer einem Stadtplan Barcelonas, auf dem einige Schauplätze der Handlung eingezeichnet sind auch ein Verzeichnis aller Personen enthält. Das finde ich gerade bei einem so langen Hörbuch sinnvoll, wenn man nach einer Pause wieder einsteigt.

Fazit: Mich hat dieses Hörbuch in eine andere Welt entführt und ich fand es richtig schade, als die letzte CD zu Ende war. Meine absolute Empfehlung!
......gerd wameling trifft den richtigen tonfall
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Eines vorweg - gelesen hätte ich das Buch nicht. Das gekürzte Hörbuch profitiert von seinem Vorleser, dem Schauspieler Gerd Wameling; er liest diesen spannenden, kurzweiligen (jedoch nicht mehr!!!) Roman mit seiner meditativen, leicht unterkühlten Stimme. Das ist ein Hochgenuß.

Dass die Geschichte selbst schon sehr früh vorhersehbar ist, nimmt einen Teil der sonst möglich gewesenen Spannung weg. Das ist schade. Aber eigentlich ist es klar - diesen mysteriösen, alles versprechenden Plot kann der Autor auf dem begonnen Level nicht auflösen.
Das Spiel des Engels
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich der vorausgegangenen Rezension nur anschließen. Obwohl mir Gerd Wameling sehr wohl ein Begriff ist. Nun zeigt es, wenn Gerd Wameling jemanden nicht direkt ein Begriff ist, wie professionell dieser Mann arbeitet. Stellt sich bewußt in den Hintergrund, denn es geht ja um die Geschichte und diese zu leben. Ein paar wenige Künstler verstehen ihr Handwerk vielleicht ähnlich gut, geben aber so manchem Gesamtwerk einen Stich, weil sie sich nicht zurücknehmen können. Vielmehr muß ich sagen Gerd Wameling zeigt einmal mehr seine Profession. Exezellent sind die Charaktere wieder gegeben. Wie kaum ein Zweiter haucht Gerd Wameling den Charakteren Leben ein. Er läßt vergessen, dass gelesen wird. Du hast schnell das Gefühl, die Geschichte entsteht direkt in Deinem Kopf mit Bauch und Herz und der Seele. Spannend, leidenschaftlich an sich schon das Werk. Carlos Ruiz Zafon schenkt der Welt einen Schatz der wundervoll übersetzt und tief beeindruckend und in einer Leichtigkeit durch Gerd Wameling wiedergegeben wird. Wieviele Persönlichkeiten wohnen in Zafon? Ein Genie! In allen Punkten gebe ich dem Werk höchste Wertschätzung. Ja wirklich..Prädikat besonders wertvoll : ) Und wieder bleibt das Gefühl: Mehr von diesen Schätzen mehr mehr mehr. Zu Beginn dachte ich, es sei schade, dass die spanischen Namen und Orte nicht auch spanisch ausgesprochen werden. Aber nach ein paar Minuten schon, heißt Ingnacio Ingnazio und ein rrr ist ein r und es passt. Carlos Ruiz Zafon und Gerd Wameling schaffen es durch das Zusammenspiel Ihrer Art und wundervolle Weise Bilder aus Worten zu schaffen...das ich nicht aufhören kann zu schwärmen. Ähnlich wie das Gefühl von Verliebt sein. Ich bin verzaubert! Aber hört selbst, lest selbst ***** Kaufen! Das Hörspiel ist jeden seines Centes wert! Lachen, Atem anhalten, Weinen, Staunen, Grübeln, Genießen...alles dabei *****
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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Gebundene Ausgabe von Insel Verlag
Preis bei Amazon: EUR 14,90

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3458174443, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: Sonderausgabe.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
Dies alles erzählt uns Der Schatten des Windes auf originelle, kunstvoll gebaute Art und Weise, und schließt auch wundervolle Schilderungen der düsteren Atmosphäre von Barcelona von seiner morbiden Blüte zur Jahrhundertwende bis zum Tiefpunkt der Franco-Ära ein. "Unter der Tischlampe tauchte ich ein in eine Welt von Bildern und Gefühlen", beschreibt Carlos Ruiz Zafón die Leseerfahrung seines jungen Helden, der mit dem Buch auf der Brust dem Gemurmel der nächtlichen Stadt zu lauschen versteht: "Figuren, die mir so wirklich erschienen wie meine Umwelt, saugten mich in einen Tunnel von Abenteuern und Geheimnissen hinein, aus dem ich nicht mehr entrinnen mochte. Seite um Seite ließ ich mich vom Zauber der Geschichte und ihrer Welt einhüllen." Dem Leser von Der Schatten des Windes wird es genauso gehen. --Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Einfach nur schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Am besten lesen wenn man Urlaub hat! Warum? Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Man wird schon von den ersten Seiten an in das Buch und seine Charaktäre hineingezogen. Eine phantastische aber doch realistische Handlung, die dazu umwerfend erzählt wird, rundet das Werk ab. Auf den Punkt gebracht: Lesen und genießen! Habe schon das nächste Werk von Carlos Ruiz Zafón in Arbeit.
Tolles Buch, berührende Geschichte...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ich konnte in diese Geschichte vollkommen eintauchen, alles um mich herum vergessen und habe nur noch gelesen, gelesen, gelesen... die letzten Seiten gaaanz langsam, weil ich noch nicht wollte, dass das Buch zu Ende ist... :-)

Fesselnde Geschichte, wunderbar geschrieben, gute Übersetzung!

Empfehlung an alle, die nach einem Buch suchen, mit dem man sich gerne auf die Couch kuschelt, das Telefon ausstöpselt und die Welt da draußen einmal ganz vergessen kann...
Der Reiz der gekürzten Lesung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist spannend zu lesen, daß sich kaum eine Rezensent mit der CD Lesung auseinandersetzt, sondern es sich weitestgehend um Bewertungen des Buches handelt. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, weil ich mich in der Regel für Buch oder Hörbuch entscheide. "Der Schatten des Windes" als gekürzte Lesung ist sehr kurzweilig. Der Erzähler Andreas Pietschmann weiss zu Unterhalten ohne sich in den Fordergrund zu drängen. Er überlässt der Geschichte der Vorrang und ist somit in der Lage den Zuhörer zu fesseln. Ich bin regelmäßiger Hörbuch Konsument und habe hier eine herausragende bis zum letzten Moment spannende Geschichte gefunden, die sich von der Masse der Lesungen abhebt. Gewisse Unlogiken (siehe die Rezension von Alberich) im Plot stellt man auch in der Lesung fest, aber was im Leben ist ohne Makel und der Erzähler entschädigt einen dafür. Ich gebe fünf Sterne weil ich keine Sekunde der Lesung missen möchte.
ein großartiges literarisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Bestseller gelobte Bücher sind mir nicht immer geheuer, sind sie doch häufig überlobt. Mein Zafón stand schon zwei Jahre in meinem Bücherregal und drohte dort zu einem "Vergessenen Buch" zu werden.
Kurz vor Weihnachten habe ich mehr zufällig als geplant danach gegriffen und fing mit dem Lesen an. Kurz darauf war ich in Barcelona und die Welt des Daniel Sempere und des Julián Carax eingetaucht, ja versunken. Spannung pur mit viel Gefühl, beeindruckenden Charakteren und geschrieben in einer einfach überwältigenden Sprache (vielleicht auch geschrieben mit der Füllfeder des Victor Hugo?).
Ich war von einer seltsamen Traurigkeit erfasst, als ich die letzten Seiten gelesen hatte. Ich werde sie vermissen: Daniel und Julián und Fermin Romero de Torres und all die anderen fesselnden Charaktere, die man, wenn man sie auch nicht alle ins Herz schließt, so doch sicherlich nicht so schnell vergessen kann.
Als Hommage für dieses beeindruckende Werk raffe ich mich zu dieser, meiner ersten Rezension auf.
erstklassiges Buch mit kleinen Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein durchaus gelungener Roman der auch Dank der geschichtlichen Untermalung sein ganz eigenen Scharm während des Lesens entwickelt. Die Geschichte erscheint schlüssig und ist auch bis zum Ende nicht allzu durchschaubar. Der Text ließt sich mit einigen Aussnahmen flüssig, einzig die allzu große Detailverliebtheit des Autors geht wie ich finde etwas zu Lasten des Spannungsbogens. So hatte Ich etwa auf halben Weg einige Male das Gefühl vor lauter detailierten Beschreibungen, Wer, Wie, Was oder Warum es ist wie es ist, den Faden zu verlieren. Lesen würde Ich es in jedem Fall wieder und kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Sie werden nicht entäuscht sein.
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Produkt-Bild: Mit Carlos Ruiz Zafón durch Barcelona: Ein Reiseführer

Mit Carlos Ruiz Zafón durch Barcelona: Ein Reiseführer

Broschiert von Suhrkamp
Preis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 7,50

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3518458566, Erscheinungsdatum: März 2007, Auflage: 1
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3 Kundenrezensionen:

Schön, aber etwas unübersichtlich
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Barcelonese Zafón ist durch seinen wunderbaren Roman "Der Schatten des Windes" bekannt geworden. In diesem Büchlein hier (108 Seiten) haben zwei Autorinnen mit ihm Rundgänge durch das gotische Viertel unternommen und sich an die Stellen führen lassen, die als Vorlage für den Roman gedient haben.

Seinen eigentlichen Reiz hat das Buch natürlich für Kenner des Romans, hier ist es eine tolle Ergänzung, falls man tatsächlich diese Stellen kennenlernen möchte (besonders durch die Thriller von Dan Brown hat sich ja ein solcher Roman-Tourismus entwickelt). Leider fand ich die Struktur nicht optimal - die Orte sind nur sehr grob sortiert und ansonsten kunterbunt gelistet. Die Autorinnen fordern auf, sich selbst eine Tour zusammenzustellen, doch eine solche Rundtour hatte ich vom Buch erwartet. Es gibt auch eine Karte im Umschlag, die aber praktisch unbrauchbar ist. Wir haben es getestet - wenn man wirklich mit diesem Führer in Barcelona steht, dann weiß man nicht, wo man anfangen soll - und man verpasst womöglich schöne Ecken in direkter Nähe.

Das Buch richtet sich an Liebhaber des Romans und sollte als Ergänzung gesehen werden zu einem regulären Reiseführer, um noch ein paar zusätzliche Tipps zu erhalten.
für Liebhaber des Buches
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Im Oktober haben wir die im Buch aufgeführten Originalschauplätze anhand des Reiseführers abgearbeitet.
Ein entzückender kleiner Reiseführer für die Menschen, die sich vom Schatten des Windes verzaubern liessen und Barcelona und den eigentümlichen Charme der Stadt lieben.
Eine kleine Reise in die Stadt.
Absolut zu empfehlen.
Auf der Suche nach den Romanschauplätzen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Für eine eigene Barcelona Reise kam dieser Reiseführer leider wenige Wochen zu spät -- für diesen "Mangel" können allerdings weder Carlos Ruiz Zafon, noch die drei Herausgeber irgend etwas. Sowieso weisen sie stets darauf hin, dass die eigene Phantasie häufig einen bestimmten Ort als Romanschauplatz ausmacht, der mit dem von Carlos Ruiz Zafon erdachten nicht unbedingt übereinstimmt! Das ist jedoch zweitrangig, denn der eigenen Phantasie sollten auch keine Grenzen gesetzt sein. Und gerade wenn man die Fülle der Gassen im Barri Gotic mit ihren vielen versteckt liegenden Antiquariaten durchwandert, hat man an vielen Orten das Gefühl: "Hier muss es gewesen sein"...

Wer es dennoch genau wissen will, dem sei dieses Büchlein wärmstens empfohlen. Denn neben den Schauplätzen und Sehenswürdigkeiten der einzelnen Stadtteile - übersichtlich in verschiedenen Kapiteln geordnet, enthält es wunderschöne Sepia-Aufnahmen und auf jeder Seite ein passendes Romanzitat. Gaudi-Laternen, Wasserspeier und Drachen rahmen jeweils die Zitate ein.

Und dann ist da noch der Stil der drei Herausgeber zu erwähnen, die sich als Flaneure mit Blick für die besonderen Kleinigkeiten erweisen, die Gedanken Zafons weiterspinnen und dazu einladen, sich die Stadt mit seinem eigenen Tempo und einem wachen Blick zu erschließen.

Ein etwas anderer Barcelona-Führer der seinesgleichen sucht und nicht nur für Liebhaber des "Schatten des Windes" eine wunderbare Ergänzung zum Buch, aber auch zu jedem klassischen Reiseführer ist!
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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Gebundene Ausgabe von Insel, Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 25,00, Angebote ab EUR 15,55

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3458173307, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: Erfolgsausgabe.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
Dies alles erzählt uns Der Schatten des Windes auf originelle, kunstvoll gebaute Art und Weise, und schließt auch wundervolle Schilderungen der düsteren Atmosphäre von Barcelona von seiner morbiden Blüte zur Jahrhundertwende bis zum Tiefpunkt der Franco-Ära ein. "Unter der Tischlampe tauchte ich ein in eine Welt von Bildern und Gefühlen", beschreibt Carlos Ruiz Zafón die Leseerfahrung seines jungen Helden, der mit dem Buch auf der Brust dem Gemurmel der nächtlichen Stadt zu lauschen versteht: "Figuren, die mir so wirklich erschienen wie meine Umwelt, saugten mich in einen Tunnel von Abenteuern und Geheimnissen hinein, aus dem ich nicht mehr entrinnen mochte. Seite um Seite ließ ich mich vom Zauber der Geschichte und ihrer Welt einhüllen." Dem Leser von Der Schatten des Windes wird es genauso gehen. --Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Einfach nur schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Am besten lesen wenn man Urlaub hat! Warum? Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Man wird schon von den ersten Seiten an in das Buch und seine Charaktäre hineingezogen. Eine phantastische aber doch realistische Handlung, die dazu umwerfend erzählt wird, rundet das Werk ab. Auf den Punkt gebracht: Lesen und genießen! Habe schon das nächste Werk von Carlos Ruiz Zafón in Arbeit.
Tolles Buch, berührende Geschichte...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ich konnte in diese Geschichte vollkommen eintauchen, alles um mich herum vergessen und habe nur noch gelesen, gelesen, gelesen... die letzten Seiten gaaanz langsam, weil ich noch nicht wollte, dass das Buch zu Ende ist... :-)

Fesselnde Geschichte, wunderbar geschrieben, gute Übersetzung!

Empfehlung an alle, die nach einem Buch suchen, mit dem man sich gerne auf die Couch kuschelt, das Telefon ausstöpselt und die Welt da draußen einmal ganz vergessen kann...
Der Reiz der gekürzten Lesung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist spannend zu lesen, daß sich kaum eine Rezensent mit der CD Lesung auseinandersetzt, sondern es sich weitestgehend um Bewertungen des Buches handelt. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, weil ich mich in der Regel für Buch oder Hörbuch entscheide. "Der Schatten des Windes" als gekürzte Lesung ist sehr kurzweilig. Der Erzähler Andreas Pietschmann weiss zu Unterhalten ohne sich in den Fordergrund zu drängen. Er überlässt der Geschichte der Vorrang und ist somit in der Lage den Zuhörer zu fesseln. Ich bin regelmäßiger Hörbuch Konsument und habe hier eine herausragende bis zum letzten Moment spannende Geschichte gefunden, die sich von der Masse der Lesungen abhebt. Gewisse Unlogiken (siehe die Rezension von Alberich) im Plot stellt man auch in der Lesung fest, aber was im Leben ist ohne Makel und der Erzähler entschädigt einen dafür. Ich gebe fünf Sterne weil ich keine Sekunde der Lesung missen möchte.
ein großartiges literarisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Bestseller gelobte Bücher sind mir nicht immer geheuer, sind sie doch häufig überlobt. Mein Zafón stand schon zwei Jahre in meinem Bücherregal und drohte dort zu einem "Vergessenen Buch" zu werden.
Kurz vor Weihnachten habe ich mehr zufällig als geplant danach gegriffen und fing mit dem Lesen an. Kurz darauf war ich in Barcelona und die Welt des Daniel Sempere und des Julián Carax eingetaucht, ja versunken. Spannung pur mit viel Gefühl, beeindruckenden Charakteren und geschrieben in einer einfach überwältigenden Sprache (vielleicht auch geschrieben mit der Füllfeder des Victor Hugo?).
Ich war von einer seltsamen Traurigkeit erfasst, als ich die letzten Seiten gelesen hatte. Ich werde sie vermissen: Daniel und Julián und Fermin Romero de Torres und all die anderen fesselnden Charaktere, die man, wenn man sie auch nicht alle ins Herz schließt, so doch sicherlich nicht so schnell vergessen kann.
Als Hommage für dieses beeindruckende Werk raffe ich mich zu dieser, meiner ersten Rezension auf.
erstklassiges Buch mit kleinen Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein durchaus gelungener Roman der auch Dank der geschichtlichen Untermalung sein ganz eigenen Scharm während des Lesens entwickelt. Die Geschichte erscheint schlüssig und ist auch bis zum Ende nicht allzu durchschaubar. Der Text ließt sich mit einigen Aussnahmen flüssig, einzig die allzu große Detailverliebtheit des Autors geht wie ich finde etwas zu Lasten des Spannungsbogens. So hatte Ich etwa auf halben Weg einige Male das Gefühl vor lauter detailierten Beschreibungen, Wer, Wie, Was oder Warum es ist wie es ist, den Faden zu verlieren. Lesen würde Ich es in jedem Fall wieder und kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Sie werden nicht entäuscht sein.
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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Broschiert von Suhrkamp
Preis bei Amazon: EUR 12,90, Angebote ab EUR 7,38

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3518459023, Erscheinungsdatum: Juli 2007, Auflage: Großdruck.
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Aus der Amazon.de-Redaktion


In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
Dies alles erzählt uns Der Schatten des Windes auf originelle, kunstvoll gebaute Art und Weise, und schließt auch wundervolle Schilderungen der düsteren Atmosphäre von Barcelona von seiner morbiden Blüte zur Jahrhundertwende bis zum Tiefpunkt der Franco-Ära ein. "Unter der Tischlampe tauchte ich ein in eine Welt von Bildern und Gefühlen", beschreibt Carlos Ruiz Zafón die Leseerfahrung seines jungen Helden, der mit dem Buch auf der Brust dem Gemurmel der nächtlichen Stadt zu lauschen versteht: "Figuren, die mir so wirklich erschienen wie meine Umwelt, saugten mich in einen Tunnel von Abenteuern und Geheimnissen hinein, aus dem ich nicht mehr entrinnen mochte. Seite um Seite ließ ich mich vom Zauber der Geschichte und ihrer Welt einhüllen." Dem Leser von Der Schatten des Windes wird es genauso gehen. --Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Einfach nur schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Am besten lesen wenn man Urlaub hat! Warum? Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Man wird schon von den ersten Seiten an in das Buch und seine Charaktäre hineingezogen. Eine phantastische aber doch realistische Handlung, die dazu umwerfend erzählt wird, rundet das Werk ab. Auf den Punkt gebracht: Lesen und genießen! Habe schon das nächste Werk von Carlos Ruiz Zafón in Arbeit.
Tolles Buch, berührende Geschichte...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ich konnte in diese Geschichte vollkommen eintauchen, alles um mich herum vergessen und habe nur noch gelesen, gelesen, gelesen... die letzten Seiten gaaanz langsam, weil ich noch nicht wollte, dass das Buch zu Ende ist... :-)

Fesselnde Geschichte, wunderbar geschrieben, gute Übersetzung!

Empfehlung an alle, die nach einem Buch suchen, mit dem man sich gerne auf die Couch kuschelt, das Telefon ausstöpselt und die Welt da draußen einmal ganz vergessen kann...
Der Reiz der gekürzten Lesung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist spannend zu lesen, daß sich kaum eine Rezensent mit der CD Lesung auseinandersetzt, sondern es sich weitestgehend um Bewertungen des Buches handelt. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, weil ich mich in der Regel für Buch oder Hörbuch entscheide. "Der Schatten des Windes" als gekürzte Lesung ist sehr kurzweilig. Der Erzähler Andreas Pietschmann weiss zu Unterhalten ohne sich in den Fordergrund zu drängen. Er überlässt der Geschichte der Vorrang und ist somit in der Lage den Zuhörer zu fesseln. Ich bin regelmäßiger Hörbuch Konsument und habe hier eine herausragende bis zum letzten Moment spannende Geschichte gefunden, die sich von der Masse der Lesungen abhebt. Gewisse Unlogiken (siehe die Rezension von Alberich) im Plot stellt man auch in der Lesung fest, aber was im Leben ist ohne Makel und der Erzähler entschädigt einen dafür. Ich gebe fünf Sterne weil ich keine Sekunde der Lesung missen möchte.
ein großartiges literarisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Bestseller gelobte Bücher sind mir nicht immer geheuer, sind sie doch häufig überlobt. Mein Zafón stand schon zwei Jahre in meinem Bücherregal und drohte dort zu einem "Vergessenen Buch" zu werden.
Kurz vor Weihnachten habe ich mehr zufällig als geplant danach gegriffen und fing mit dem Lesen an. Kurz darauf war ich in Barcelona und die Welt des Daniel Sempere und des Julián Carax eingetaucht, ja versunken. Spannung pur mit viel Gefühl, beeindruckenden Charakteren und geschrieben in einer einfach überwältigenden Sprache (vielleicht auch geschrieben mit der Füllfeder des Victor Hugo?).
Ich war von einer seltsamen Traurigkeit erfasst, als ich die letzten Seiten gelesen hatte. Ich werde sie vermissen: Daniel und Julián und Fermin Romero de Torres und all die anderen fesselnden Charaktere, die man, wenn man sie auch nicht alle ins Herz schließt, so doch sicherlich nicht so schnell vergessen kann.
Als Hommage für dieses beeindruckende Werk raffe ich mich zu dieser, meiner ersten Rezension auf.
erstklassiges Buch mit kleinen Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein durchaus gelungener Roman der auch Dank der geschichtlichen Untermalung sein ganz eigenen Scharm während des Lesens entwickelt. Die Geschichte erscheint schlüssig und ist auch bis zum Ende nicht allzu durchschaubar. Der Text ließt sich mit einigen Aussnahmen flüssig, einzig die allzu große Detailverliebtheit des Autors geht wie ich finde etwas zu Lasten des Spannungsbogens. So hatte Ich etwa auf halben Weg einige Male das Gefühl vor lauter detailierten Beschreibungen, Wer, Wie, Was oder Warum es ist wie es ist, den Faden zu verlieren. Lesen würde Ich es in jedem Fall wieder und kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Sie werden nicht entäuscht sein.
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Produkt-Bild: Der Schatten des Windes, 7 Audio-CDs

Der Schatten des Windes, 7 Audio-CDs von Carlos Ruiz Zafon

Audio CD von Hoffmann und Campe
Preis bei Amazon: EUR 29,90, Angebote ab EUR 20,99

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3455303625, Erscheinungsdatum: Februar 2004
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In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
Dies alles erzählt uns Der Schatten des Windes auf originelle, kunstvoll gebaute Art und Weise, und schließt auch wundervolle Schilderungen der düsteren Atmosphäre von Barcelona von seiner morbiden Blüte zur Jahrhundertwende bis zum Tiefpunkt der Franco-Ära ein. "Unter der Tischlampe tauchte ich ein in eine Welt von Bildern und Gefühlen", beschreibt Carlos Ruiz Zafón die Leseerfahrung seines jungen Helden, der mit dem Buch auf der Brust dem Gemurmel der nächtlichen Stadt zu lauschen versteht: "Figuren, die mir so wirklich erschienen wie meine Umwelt, saugten mich in einen Tunnel von Abenteuern und Geheimnissen hinein, aus dem ich nicht mehr entrinnen mochte. Seite um Seite ließ ich mich vom Zauber der Geschichte und ihrer Welt einhüllen." Dem Leser von Der Schatten des Windes wird es genauso gehen. --Stefan Kellerer
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Einfach nur schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Am besten lesen wenn man Urlaub hat! Warum? Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Man wird schon von den ersten Seiten an in das Buch und seine Charaktäre hineingezogen. Eine phantastische aber doch realistische Handlung, die dazu umwerfend erzählt wird, rundet das Werk ab. Auf den Punkt gebracht: Lesen und genießen! Habe schon das nächste Werk von Carlos Ruiz Zafón in Arbeit.
Tolles Buch, berührende Geschichte...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ich konnte in diese Geschichte vollkommen eintauchen, alles um mich herum vergessen und habe nur noch gelesen, gelesen, gelesen... die letzten Seiten gaaanz langsam, weil ich noch nicht wollte, dass das Buch zu Ende ist... :-)

Fesselnde Geschichte, wunderbar geschrieben, gute Übersetzung!

Empfehlung an alle, die nach einem Buch suchen, mit dem man sich gerne auf die Couch kuschelt, das Telefon ausstöpselt und die Welt da draußen einmal ganz vergessen kann...
Der Reiz der gekürzten Lesung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist spannend zu lesen, daß sich kaum eine Rezensent mit der CD Lesung auseinandersetzt, sondern es sich weitestgehend um Bewertungen des Buches handelt. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, weil ich mich in der Regel für Buch oder Hörbuch entscheide. "Der Schatten des Windes" als gekürzte Lesung ist sehr kurzweilig. Der Erzähler Andreas Pietschmann weiss zu Unterhalten ohne sich in den Fordergrund zu drängen. Er überlässt der Geschichte der Vorrang und ist somit in der Lage den Zuhörer zu fesseln. Ich bin regelmäßiger Hörbuch Konsument und habe hier eine herausragende bis zum letzten Moment spannende Geschichte gefunden, die sich von der Masse der Lesungen abhebt. Gewisse Unlogiken (siehe die Rezension von Alberich) im Plot stellt man auch in der Lesung fest, aber was im Leben ist ohne Makel und der Erzähler entschädigt einen dafür. Ich gebe fünf Sterne weil ich keine Sekunde der Lesung missen möchte.
ein großartiges literarisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Bestseller gelobte Bücher sind mir nicht immer geheuer, sind sie doch häufig überlobt. Mein Zafón stand schon zwei Jahre in meinem Bücherregal und drohte dort zu einem "Vergessenen Buch" zu werden.
Kurz vor Weihnachten habe ich mehr zufällig als geplant danach gegriffen und fing mit dem Lesen an. Kurz darauf war ich in Barcelona und die Welt des Daniel Sempere und des Julián Carax eingetaucht, ja versunken. Spannung pur mit viel Gefühl, beeindruckenden Charakteren und geschrieben in einer einfach überwältigenden Sprache (vielleicht auch geschrieben mit der Füllfeder des Victor Hugo?).
Ich war von einer seltsamen Traurigkeit erfasst, als ich die letzten Seiten gelesen hatte. Ich werde sie vermissen: Daniel und Julián und Fermin Romero de Torres und all die anderen fesselnden Charaktere, die man, wenn man sie auch nicht alle ins Herz schließt, so doch sicherlich nicht so schnell vergessen kann.
Als Hommage für dieses beeindruckende Werk raffe ich mich zu dieser, meiner ersten Rezension auf.
erstklassiges Buch mit kleinen Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein durchaus gelungener Roman der auch Dank der geschichtlichen Untermalung sein ganz eigenen Scharm während des Lesens entwickelt. Die Geschichte erscheint schlüssig und ist auch bis zum Ende nicht allzu durchschaubar. Der Text ließt sich mit einigen Aussnahmen flüssig, einzig die allzu große Detailverliebtheit des Autors geht wie ich finde etwas zu Lasten des Spannungsbogens. So hatte Ich etwa auf halben Weg einige Male das Gefühl vor lauter detailierten Beschreibungen, Wer, Wie, Was oder Warum es ist wie es ist, den Faden zu verlieren. Lesen würde Ich es in jedem Fall wieder und kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Sie werden nicht entäuscht sein.
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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon, Peter Schwaar

Gebundene Ausgabe von Insel, Frankfurt
Angebote ab EUR 9,48

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3458171703, Erscheinungsdatum: Juli 2003, Auflage: 16
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In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
Dies alles erzählt uns Der Schatten des Windes auf originelle, kunstvoll gebaute Art und Weise, und schließt auch wundervolle Schilderungen der düsteren Atmosphäre von Barcelona von seiner morbiden Blüte zur Jahrhundertwende bis zum Tiefpunkt der Franco-Ära ein. "Unter der Tischlampe tauchte ich ein in eine Welt von Bildern und Gefühlen", beschreibt Carlos Ruiz Zafón die Leseerfahrung seines jungen Helden, der mit dem Buch auf der Brust dem Gemurmel der nächtlichen Stadt zu lauschen versteht: "Figuren, die mir so wirklich erschienen wie meine Umwelt, saugten mich in einen Tunnel von Abenteuern und Geheimnissen hinein, aus dem ich nicht mehr entrinnen mochte. Seite um Seite ließ ich mich vom Zauber der Geschichte und ihrer Welt einhüllen." Dem Leser von Der Schatten des Windes wird es genauso gehen. --Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Einfach nur schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Am besten lesen wenn man Urlaub hat! Warum? Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Man wird schon von den ersten Seiten an in das Buch und seine Charaktäre hineingezogen. Eine phantastische aber doch realistische Handlung, die dazu umwerfend erzählt wird, rundet das Werk ab. Auf den Punkt gebracht: Lesen und genießen! Habe schon das nächste Werk von Carlos Ruiz Zafón in Arbeit.
Tolles Buch, berührende Geschichte...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ich konnte in diese Geschichte vollkommen eintauchen, alles um mich herum vergessen und habe nur noch gelesen, gelesen, gelesen... die letzten Seiten gaaanz langsam, weil ich noch nicht wollte, dass das Buch zu Ende ist... :-)

Fesselnde Geschichte, wunderbar geschrieben, gute Übersetzung!

Empfehlung an alle, die nach einem Buch suchen, mit dem man sich gerne auf die Couch kuschelt, das Telefon ausstöpselt und die Welt da draußen einmal ganz vergessen kann...
Der Reiz der gekürzten Lesung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es ist spannend zu lesen, daß sich kaum eine Rezensent mit der CD Lesung auseinandersetzt, sondern es sich weitestgehend um Bewertungen des Buches handelt. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, weil ich mich in der Regel für Buch oder Hörbuch entscheide. "Der Schatten des Windes" als gekürzte Lesung ist sehr kurzweilig. Der Erzähler Andreas Pietschmann weiss zu Unterhalten ohne sich in den Fordergrund zu drängen. Er überlässt der Geschichte der Vorrang und ist somit in der Lage den Zuhörer zu fesseln. Ich bin regelmäßiger Hörbuch Konsument und habe hier eine herausragende bis zum letzten Moment spannende Geschichte gefunden, die sich von der Masse der Lesungen abhebt. Gewisse Unlogiken (siehe die Rezension von Alberich) im Plot stellt man auch in der Lesung fest, aber was im Leben ist ohne Makel und der Erzähler entschädigt einen dafür. Ich gebe fünf Sterne weil ich keine Sekunde der Lesung missen möchte.
ein großartiges literarisches Meisterwerk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Bestseller gelobte Bücher sind mir nicht immer geheuer, sind sie doch häufig überlobt. Mein Zafón stand schon zwei Jahre in meinem Bücherregal und drohte dort zu einem "Vergessenen Buch" zu werden.
Kurz vor Weihnachten habe ich mehr zufällig als geplant danach gegriffen und fing mit dem Lesen an. Kurz darauf war ich in Barcelona und die Welt des Daniel Sempere und des Julián Carax eingetaucht, ja versunken. Spannung pur mit viel Gefühl, beeindruckenden Charakteren und geschrieben in einer einfach überwältigenden Sprache (vielleicht auch geschrieben mit der Füllfeder des Victor Hugo?).
Ich war von einer seltsamen Traurigkeit erfasst, als ich die letzten Seiten gelesen hatte. Ich werde sie vermissen: Daniel und Julián und Fermin Romero de Torres und all die anderen fesselnden Charaktere, die man, wenn man sie auch nicht alle ins Herz schließt, so doch sicherlich nicht so schnell vergessen kann.
Als Hommage für dieses beeindruckende Werk raffe ich mich zu dieser, meiner ersten Rezension auf.
erstklassiges Buch mit kleinen Schwächen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist ein durchaus gelungener Roman der auch Dank der geschichtlichen Untermalung sein ganz eigenen Scharm während des Lesens entwickelt. Die Geschichte erscheint schlüssig und ist auch bis zum Ende nicht allzu durchschaubar. Der Text ließt sich mit einigen Aussnahmen flüssig, einzig die allzu große Detailverliebtheit des Autors geht wie ich finde etwas zu Lasten des Spannungsbogens. So hatte Ich etwa auf halben Weg einige Male das Gefühl vor lauter detailierten Beschreibungen, Wer, Wie, Was oder Warum es ist wie es ist, den Faden zu verlieren. Lesen würde Ich es in jedem Fall wieder und kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Sie werden nicht entäuscht sein.
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Produkt-Bild: Der Schatten des Windes. 2 CDs

Der Schatten des Windes. 2 CDs von Carlos Ruiz Zafón

Audio CD von Dhv der Hörverlag
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 12,00

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3899407458, Erscheinungsdatum: Februar 2006, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Der Schatten des Windes. 2 CDs

5 Kundenrezensionen:

Einfach Klasse !
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Hörspiel ist einfach klasse. Stimmen und Musik passen sehr gut zum Stück. Der junge Daniel spielt ein herrlichen Charakter. Jung und wild, und mit nichts zu beiindrucken. Selbst die Brutalität der spanischen Polizei kann Ihn nicht stoppen. Die Story wirkt des öfteren zu komplex, meine auch zuviel Charakteren in der Story. Die Klasse Story ist mit 2 CD}s einfach zu kurz, habe schon bereut nicht das Hörbuch mit 7 CD}s gekauft zu haben.
Nett gemacht, aber anscheinend wurde der Roman gekürzt
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Dieses Hörbuch ist eine Produktion des WDR und erhielt im Jahr 2007 den HörKules, den Publikumspreis des Deutschen Buchhandels. Für mich ist dies mein erstes Hörbuch und deshalb war es für mich noch spannender, mich hier hinein zu hören. Mir hat die Umsetzung insgesamt sehr gefallen. Anders, als beim Lesen, wo Stimmen, Geräusche, Bilder nur im eigenen Kopf existieren, wird ein Buch durch solche eine Umsetzung viel lebendiger: Die melancholische Musik des Komponisten Pierre Oser im Hintergrund untermalt das Ganze, die einleitenden Worte des Erzählers, der gleichzeitig der Protagonist Daniel ist und von Matthias Schweighöfer faszinierend in Szene gesetzt wird, machen den Protagonisten sympathisch lebendig und Sylvester Groth, der Julián Carax bzw. Laín Coubert spricht und eine sehr schöne volle Stimme hat, verleiht den Protagonisten durch seine Stimme einen ganz eigenen Charakter. Es gibt natürlich auch viele verschiedene Hintergrundgeräusche, die dem Geschehen noch mehr Leben einhauchen, die aber nicht so dicht waren, dass man das Gefühl haben konnte, man befindet sich tatsächlich in Barcelona.

Obwohl ich den Roman nicht kannte, hatte ich zwischendurch manchmal das Gefühl, dass die Handlungsstränge etwas abgehackt wirkten. Einige Male konnte ich dadurch auch der Handlung nicht so gut folgen. Erst später erfuhr ich, dass es sich hierbei um eine gekürzte Fassung des Romans handelt. Sprachlich beschreibt der Autor Carlos Ruiz Zafon viele Augenblicke unglaublich poetisch. So erinnere ich mich noch gut daran, wie es an einer Stelle hieß "er schaute mich mit Abschiedsaugen an" oder allein die Beschreibung des Weges zu dem Haus, wo sich quasi der Show-Down zum Ende des Hörspiels ereignet, ist phänomenal. Einige Dinge dieser Wegbeschreibung erschließen sich einem erst einige Minuten später. Mir hat das Hörspiel Lust darauf gemacht, den Roman jetzt auch einmal zu lesen, denn das Buch lohnt sich wirklich für alle, die, wie ich, unheimlich gerne lesen und grundsätzlich ein Faible für Bücher haben.
Ein Hörerlebnis nicht nur für Bibliophile
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
2001 ist Carlos Ruiz Zafons Erstlingsroman in Spanien unter dem Titel ,La sombra del viento`, 2003 beim Frankfurter Insel Verlag unter dem deutschen Titel ,Der Schatten des Windes` erschienen. 2006 hat der Münchener Hörverlag das Buch mit einer Starbesetzung an Sprechern, allen voran dem jungen Schauspieler Matthias Schweighöfer in eine ca. 2 stündige gekürzte Hörspielfassung umgesetzt.

Die Handlung wird das Herz aller Bibliophilen höher schlagen lassen. Sie führt den jungen Haupthelden Daniel in die geheimnisvolle Welt der Bibliotheken und vergessenen Bücher. Auf der Suche nach Julián Carax, dem geheimnisumwitterten Schriftsteller, verlieren sich die Schritte Daniels im undurchschaubaren Gewirr der verwinkelten Gassen und verlassenen Paläste Barcelonas. Sicher ist nur eines: diese Geschichte zieht nicht nur Daniel in ihren Bann. Zwei so verwirrende wie spannende Handlungsstränge in katalanisch - französischer Umgebung halten den Hörer in Atem. Das Stimmengewirr der katalanischen Metropole, das gedämpfte Raunen der Bibliotheken und die verführerischen Stimmen schöner Frauen vervollkommnen den positiven Gesamteindruck. Zu kritisieren ist, daß der Hörer aufgrund der eingangs erwähnten Textkürzungen nach dem ersten Anhören kaum alle Handlungsnuancen verstanden haben wird. Ein zweiter Durchgang ist so lohnend wie notwendig.

Fazit: Sprachlich und musikalisch aufwendig hergestelltes überaus spannendes Hörspiel über einen Autoren, ein Buch und zwei tragische Liebesbeziehungen. Das Hörbuch macht Lust auf die Lektüre des von Zafon so kunstvoll wie filigran ersonnenen Buches. Sehr empfehlenswert.
Ungekürzt ist viel besser
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Diese gekürzte Version macht Appetit auf mehr, wer Zafon wirklich geniessen will sollte auf jeden Fall zur ungekürzten Version greifen!
Das beste Hörspiel
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Hörspiel ist rundum genial und macht einfach süchtig. Ist das beste Hörspiel (neben Wassermusik) was mir je zu Ohren gekommen ist .
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