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Produkt-Bild: Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen

Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen von Thilo Sarrazin

Gebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-Anstalt
Preis bei Amazon: EUR 22,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3421044309, Erscheinungsdatum: August 2010
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5 Kundenrezensionen:

Einige schlechte Formulierungen und Wortwahlen - dennoch aber ein notwendiges Buch
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Einwanderer stellen schon ein Fünftel der Bevölkerung...
Der Anteil der Einwanderer an der Bevölkerung in Deutschland steigt weiter an. Dies wird aus dem Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland" ersichtlich, den die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), vorstellte. Der Bericht erscheint nun zum achten Mal.
Demzufolge waren im Jahr 2008 von den 82,1 Millionen Einwohnern ungefähr 15,6 Millionen Einwanderer oder stammten aus Einwandererfamilien. Deutlich zeigt sich der Umschwung in den verschiedenen Altersstufen: Beträgt der Einwandereranteil bei den über 65jährigen nur 8,5 Prozent, so liegt er bei den unter 35jährigen schon bei 27,3 Prozent.
Ein Drittel der Kleinkinder stammen von Einwanderern.
Dies ist ein Trend, der sich in Zukunft deutlich verstärken wird. Denn bei den unter Zehnjährigen beträgt der Ausländeranteil inzwischen 32,7 Prozent und bei den unter Fünfjährigen sogar 34,4 Prozent. Mehr als die Hälfte der Einwanderer besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Die größte Einwanderergruppe stellen Türken dar.
Neuere Zahlen als dieser Bericht der Integrationsbeauftragten lieferte jedoch der aktuelle Mikrozensus" des Statistischen Bundesamts. Laut diesem hat die Bevölkerung mit Zuwanderungshintergrund in Deutschland bereits den Wert von 16 Millionen überschritten.
Die Bevölkerung mit Zuwanderungshintergrund in Deutschland hat im Jahr 2009 erstmals den Wert von 16 Millionen überschritten. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.
Im Jahr 2005 hatte dieser Wert noch bei 15,3 Millionen gelegen. Durch Zuzug und Geburten ist die Zahl um 715.000 Personen angewachsen, während im selben Zeitraum die Bevölkerung ohne Zuwanderungshintergrund sterblichkeitsbedingt" um 1,3 Millionen zurückgegangen ist.
Laut diesem sogenannten Mikrozensus" des Statistischen Bundesamts hat in Deutschland der Anteil der Personen mit Zuwanderungshintergrund entsprechend von 18,6 Prozent auf 19,6 Prozent zugenommen.
Fehlender allgemeiner Schulabschluß...
Einwanderer oder aus Einwandererfamilien stammende Personen seien doppelt so häufig erwerbslos wie autochthone Deutsche (12,7 Prozent gegenüber 6,2 Prozent aller Erwerbspersonen), teilte das Bundesamt mit.
Weiter heißt es in dem Bericht der Behörde: So sind Personen mit Migrations­hintergrund deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund (34,7 gegenüber 45,6 Jahre), weitaus häufiger ledig (45,8 Prozent gegenüber 38,3 Prozent), und der Anteil der Männer unter ihnen ist höher (50,3 Prozent gegenüber 48,7 Prozent)."
Außerdem sei bei ihnen ein fehlender allgemeiner Schulabschluß ebenso häufiger anzutreffen (14,0 Prozent gegenüber 1,8 Prozent) wie ein fehlender beruflicher Abschluß (42,8 Prozent gegenüber 19,2 Prozent).
Gegenüber 2005 ist im vergangenen Jahr die Zahl der Ausländer in Deutschland um 96.000 auf 7,2 Millionen zurückgegangen, die der Deutschen mit Migrationshintergrund" um 811.000 auf 8,5 Millionen gestiegen.
5 Millionen Deutsche gehören zur sogenannten Bevölkerung mit eigener Migrationserfahrung". Der größte Teil von ihnen (3,3 Millionen) gab an, als (Spät-)Aussiedler oder als dessen Ehegatte oder Kind nach Deutschland eingereist zu sein.
Gut 3 Millionen in Deutschland lebende Zuwanderer haben ihre Wurzeln in der Türkei, 2,9 Millionen in den Nachfolgstaaten der ehemaligen Sowjetunion, 1,5 Millionen im früheren Jugoslawien.
Wahrheit braucht einen Mutigen der Sie ausspricht !!! Danke Herr Sarrazin
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Herr Sarazzin hat Recht, jeder weiß es und keiner will diese Dinge in unserem historisch so belasteten Land aussprechen. Die Politik hat versagt, es geht um Lösungen und Alternativen!! Nicht um derartige Kritik an einer Person. Sind wir wieder in der DDR?? Das Menschen wegen Ihrer persönlichen Meinung mit extremen Konsequenzen rechnen müssen..ICH KÖNNTE MICH ÜBERGEBEN...wenn ich die Aussage unserer Kanzlerin höre..Sie begrüßt die EIGENSTÄNDIGE BEURTEILUNG, (Amtsenthebung Sarrazins), des Vorstandes der Bundesbank....Ich glaube das alles nicht mehr Kinderschänder und Mörder werden in diesem Land nicht annähernd so schlecht behandelt wie dieser Mann ????
Zivilcourage
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Endlich wagt ein Mensch in Deutschland etwas auszusprechen, was Jeder fühlt aber keiner aussprechen darf!
LIEBER Wahrheiten etwas derb auszusprechen, als aalglatte Lügen im hochgestochenem deutsch von sich zu geben, wie dass die so gut wie ALLE Politiker inklusive der Kanzlerin tut!
Sicher gibt es eine handvoll hochbegabte Zuwanderer.
Aber warum wird es konsequent verschwiegen, wie unverhältnissmässig hoch die Kriminalität unter den türkischen,polnischen,afrikanischen und Einwanderer von dem Balkan ist!
Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht ...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
... das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen. (Abraham Lincoln)

Diejenigen, denen unser Land egal ist oder die es - schlimmer - absichtlich zerstören wollen, werden das Buch nicht lesen sondern (weiterhin) versuchen, den Autor zu diskreditieren und mundtot zu machen. Diese mit Argumenten zu überzeugen, wird leider nicht möglich sein.

Allen anderen kann ich die Lektüre des Buches nur wärmstens empfehlen. Insbesondere denjenigen (aber nicht nur denen), die so wie ich bislang eher unpolitisch waren und aus einem völlig 'normalen' Umfeld stammen: in der alten Bundesrepublik aufgewachsen, in einer Gesamtschule sozialisiert und im festen Glauben an das Gute im Menschen. Dazu gehörte auch, die Publikationen in der 'seriösen' Presse (das hamburger 'Nachrichtenmagazin' gehörte dazu, die B**D nicht) nicht in Frage zu stellen sondern als Fakten anzunehmen.

Seit März letzten Jahres hat sich in mir jedoch der Eindruck verfestigt, dass auch die sich besonders aufgeklärt gebenden 'Nachrichtenmagazine' sich nicht zu schade sind, Politik mitzugestalten wenn nicht sogar vorgeben zu wollen und dabei auch vor medialen Hetzjagden nicht zurückschrecken. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie man es schaffen kann, durch gezieltes Weglassen von Information und Darstellung von Teilwahrheiten weit außerhalb ihres zum Verständnis nötigen Kontextes neue Realitäten und vor allen Dingen Stimmungen zu erzeugen.

Was außerhalb der politisch korrekten Ideologie liegt, darf zum Abschuss freigegeben werden. Im Falle der Hetzjagd auf Sarrazin frage ich mich jedoch, was sich diejenigen, die sich besonders eifrig an der Demontage beteiligen, davon versprechen? Die einzige rationale Erklärung, die mir einfällt, kann nur darin bestehen, sich für ein paar weitere Jahre 'Ruhe' zu erkaufen, bevor das Pulverfass dann endgültig explodiert. Unsere Kinder dürfen die Zeche dann später zahlen. Jeder, der Sarrazin in die rechte Ecke zu stellen versucht, sollte einen (gerne auch mit Hilfe meiner Steuern finanzierten) Realitäts-Crashkurs absolvieren, indem er sich die von Sarrazin beschriebenen 'Problemzonen' einmal aus der Nähe anschaut, anstatt sie unbesehen zu leugnen.

Die Zustimmung, die Sarrazin außerhalb der politischen 'Eliten' erfährt, liegt irgendwo zwischen 80% und 90%. Diese Mehrheit als 'rechts' oder 'dumm' hinstellen zu wollen, halte ich schlicht für unverschämt. Vor allen Dingen schwindet meine Bereitschaft, die von Sarazzin angesprochenen Missstände weiterhin mitzufinanzieren!

5 Sterne für das Buch des mutigen Mannes!
Bravo Herr Sarrazin!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Da es in Deutschland "nicht angesagt ist" in Bezug auf Integration oder das Problem der Überfremdung öffentlich
Kritik auszusprechen ist es ungeheuer mutig vom Autor hier dieses Buch zu veröffentlichen das dem Volk aus der Seele spricht. Ich hoffe, dass die Hetzkampanien der sogenannten "Gutmenschen" ihn nicht veranlassen in Zukunft ganz still zu sein. Ein großes Lob, Herr Sarrazin. Solchen Menschen würden alle gerne als Kanzler sehen!
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Produkt-Bild: Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter

Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter von Kirsten Heisig

Taschenbuch von Verlag Herder
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3451302047, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

Schade um diese Frau
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Einblick in die Arbeit von Jugendrichtern ist sehr aufschlußreich.
Es ist festzustellen, daß junge Menschen immer weiter verrohen, was
auf mangelnde Führung und Erziehung zurückzuführen ist. Hier sind in
jedem Fall die Elternhäuser gefragt. Nicht immer alles auf Schulen und Lehrer
schieben.
Disziplin und Strenge hat noch Niemanden geschadet. Junge Menschen müssen
lernen, wie weit man gehen darf.
Trotz vieler Statistik ist das Buch sehr interessant zu lesen.
Geduld?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Titel ist genau richtig,die Geduld ist wirklich zu Ende.Nur schade das die Autorin "gestorben"ist!
Kompetent, klar und realistisch
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Kerstin Heisig war Jugendrichterin, oft umstritten, sehr engagiert und hat aus ihren Erfahrungen ein Buch geschrieben. Beispielhaft schildert sie typische kriminelle Lebensläufe, die in aller Regel mit kleinen Delikten im frühen Alter beginnen, bevor sie in Taten wie der S-Bahn-Überfall enden. Das ist nicht neu, neu ist aber wie detailliert und kenntnisreich sie die Dinge schildert und dass sie auch mit Vorschlägen aufwartet, wie die Situation zu ändern wäre.

Logischerweise tritt sie dafür ein, möglichst früh einzugreifen und möglichst schnell. Je schneller der Prozess nach der Tat stattfindet, desto wirkungsvoller kann er sein. Ein halbes Jahr ist für einen Vierzehnjährigen viel Zeit, wird der Prozess erst ein Jahr nach der Tat geführt, ist er vom Täter schon viel zu lange Vergangenheit. Die Autorin hat deshalb in Neukölln ein Modell entwickelt, das es bei bestimmten Taten erlaubt, möglichst schnell den Prozess durchzuführen. Das verlangt einiges, denn sowohl die Polizei, wie die Staatsanwaltschaft und das Gericht müssen schnell und unbürokratisch arbeiten. Eine Anklage, die wochenlang beim Schreibdienst liegen bleibt, wäre da mehr als hinderlich.

Für dieses Modell sind eine ganze Reihe von Maßnahmen nötig, damit es nicht nur beim frommen Wunsch bleibt, sondern die Prozesse auch wirklich beschleunigt werden. Heisig zählt sie auf und zeigt, wie nötig es für solche Maßnahmen ist, dass alle an einem Strang ziehen - und vor allem, dass die Initiatoren sich auskennen.

Mittlerweile wurde das Modell für ganz Berlin übernommen.

Heisig wurde schon als "Richterin Gnadenlos" bezeichnet, aber was sie schreibt, zeigt, dass sie keine Ideologin war, die einfach auf Härte setzt, sondern eine Realistin, die die Verhältnisse kennt und weiß, dass es keine Maßnahme gibt, die automatisch alle Probleme löst. Das beschleunigte Jugendgerichtsverfahren ist nur in bestimmten Fällen möglich und sinnvoll, meist sind es weniger drastische Fälle, bei denen der Tathergang klar ist und keine langwierigen Ermittlungen geführt werden müssen. Allerdings trifft genau das für die Taten zu, die am Anfang krimineller Karrieren stehen - und es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahme den einen oder anderen Jugendlichen doch zu ein wenig Einsicht verhilft.

Was gerne gefordert wird, wenn mal wieder eine besonders brutale Tat durch die Medien geht, ist die Abschaffung der Strafmündigkeit erst mit Vierzehn und dass alle Täter ab 18 generell nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden sollen. Von solchen Maßnahmen hält die erfahrene Jugendrichterin gar nichts. "Ich glaube, dass die bisherige Regelung sich bewährt hat, ist sie doch flexibel, durchlässig und eröffnet die Möglichkeit, jedem Einzelfall gerecht zu werden", betont sie. Nicht nur hier gewinne ich den Eindruck, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht, keine Scheuklappen anlegt und die Realitäten im Blick hat. Vor allem letzteres ist leider nicht selbstverständlich.

Selbstverständlich ist auch nicht, dass eine Jugendrichterin nicht nur ihre Arbeit tut, sondern auch nachkontrolliert, ob die Auflagen des Gerichts auch tatsächlich erfüllt werden. Gerade damit hapert es oft und welcher Jugendliche gewinnt nicht den Eindruck, dass der Staat erstens lächerlich ist und sich zweitens um ihn sowieso nicht kümmert, wenn gar keine Nachkontrolle stattfindet? Da wirkt sich auch verheerend aus, dass ein Bewährungshelfer 1989 nur 36,6 Straffällige betreuen musste, heute aber sind es aber 58,3.

Dass Schulschwänzen oft der Beginn einer kriminellen Karriere ist, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Eltern, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken, können zwar in Berlin mittlerweile mit einem Bußgeld belegt werden - doch was nützt das, wenn das Bußgeld erst nach ein oder zwei Jahren verhängt wird, wenn die Kinder möglicherweise schon gar nicht mehr schulpflichtig sind. Auch hier zeigt sich, dass der Teufel oft im Detail steckt und wie wichtig Leute wie Heisig sind, die sich auskennen.

Heisig versuchte aber auch, die Eltern im "Kiez" zu erreichen, um Kriminalität gar nicht erst entstehen zu lassen. Rasch begriff sie, dass sie hierfür Verbündete aus den entsprechenden Ethnien benötigte, sonst würde sie nie an die Eltern herankommen. Sie fand ihn in Mustafa Akcay vom Türkisch-Deutschen Zentrum. Dass die Veranstaltung schließlich in einem überfüllten Saal stattfand, zeigt, dass es durchaus Mittel und Wege gibt, die Eltern im Kiez anzusprechen. Auch viele türkische Eltern sind besorgt, dass ihre Kinder auf die schiefe Bahn geraten könnten. Derartige Zusammenarbeit wird leider immer noch viel zu wenig gesucht. Dabei nimmt nicht nur die Zahl der jugendlichen Täter "mit Migrationshintergrund" zu, sondern auch diejenigen, die es "geschafft" haben und sich in der deutschen Gesellschaft etabliert haben, wie die zahlreichen deutschtürkischen Autorinnen zeigen.

"Das Ende der Geduld" ist eine fundierte Auseinandersetzung mit Jugendgewalt und was man dagegen tun kann. Geschrieben von einer Autorin, die sich auskannte, die wusste, dass es den Königsweg dagegen nicht gibt, wohl aber einige erfolgversprechende Maßnahmen, die aber gezielt und gekonnt eingesetzt werden müssen, um Erfolg zu haben.

Nicht allen Vorschlägen der Autorin muss man folgen. Sind geschlossene Heime wirklich eine Möglichkeit, Kinder und Jugendliche aus dem kriminellen Milieu zu lösen? Die Erfahrungen der Fünfziger und Sechziger Jahre sprechen dagegen, die Zöglinge dieser Heime damals landeten fast alle im Knast. Mathias Gibert war einer der ganz wenigen, der dem Milieu entkommen konnte und er schrieb einen Krimi über die Zustände dieser Heime: Schmuddelkinder: Lenz' sechster Fall. Das Ziel, Kriminalität zu verhindern oder zumindest zu senken, haben sie nicht erreicht.

Aber diese Heime wurden auch mit sehr fragwürdiger Pädagogik geleitet. Und man muss Kinder, die von den Eltern oder kriminellen Banden zum Dealen auf die Strasse geschickt werden, aus dem Milieu herausziehen. Das verlangt schon die Verantwortung den Kindern gegenüber. Ohne geschlossene Heime wird das schwer gehen. Was zeigt, dass man die Maßnahmen realistisch diskutieren muss. Und vor allem muss anschließend kontrolliert werden, ob sie tatsächlich helfen oder wirkungslos bleiben. Heisig kritisiert zu recht, dass es mittlerweile eine Vielzahl von Maßnahmen gibt, die auf dem Papier Hilfe versprechen, aber niemand sie "evaluiert", sprich: Nachprüft, ob und wieweit sie wirklich helfen.

Jedenfalls ein wichtiges Buch, das zeigt, wie schwierig die Situation ist, aber auch, dass man durchaus etwas tun kann.

Abschließend bliebe noch zu sagen, dass die augenblickliche Diskussion oft die Situation noch verschlimmert, statt verbessert. Zu gerne wird mit Schuldzuweisungen gearbeitet, zu gerne wird statisch diskutiert, den Türken und Arabern pauschal jede Integrationsfähigkeit abgesprochen. Obwohl es mittlerweile genügend Gegenbeispiele gibt und obwohl es eminent wichtig ist, gerade Gegenbeispiele zu den kriminellen Karrieren zu benennen, Vorbilder zu zeigen. Denn wenn sich in Neukölln, Kreuzberg und anderen Problemvierteln der Eindruck verfestigt, "Wir haben doch keine Chance, wir kriegen nie eine legale Arbeit", dann werden alle Maßnahmen gegen Schulschwänzen, Gewalt und Bandenbildung ins Leere laufen.

Die Autorin konnte leider nicht miterleben, wie ihr Buch erschien. Sie beging Selbstmord, die Umstände sind mehr als rätselhaft und es ist nicht mal völlig sicher, ob es wirklich Selbstmord war. Für Deutschland ist das ein trauriger Verlust, Jugendrichter, die sich so engagieren, sind leider nicht selbstverständlich.

(C) Hans Peter Roentgen
Endpunkt: Ihr Tod?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch ist hervorragend und hätte eine genauso intensive und lange Diskussion verdient wie die Publikation von Sarrazin. Leider nicht mehr möglich nach ihrem rätselhaften Tod am Montag, dem 28. Juni 2010. Hoffentlich endet nicht auch Sarrazin da wo Frau Heisig nun leider ist: im Sarg.
da bin ich ganz konsequenzlos............
4 Punkte 4 von 5 Punkten
die Autorin beschreibt die Situation so wie sie ist. Unverblümt, differenziert und ehrlich. Man mag nicht glauben und ich glaube es auch nicht, daß diese Frau sich selbst das Leben genommen hat. Fazit des Buches: Es gibt NOCH Wege, wie Deutschland die beschriebenen Probleme lösen kann.
1. Keine Angst vor der Vergangenheit, denn es ist nicht rassistisch, Probleme bei Migranten - lieber mag ich den Begriff Ausländer - beim Namen zu benennen. Weichspülen hilft hier nur den falschen Gruppen, rechts am Rand.
Vergessen sollte man dabei jedoch auch nicht die sozialen Randgruppen der deutschen Bevölkerung, denn auch da sieht es schlecht aus.
2. Sofortiges konsequentes Umsetzen des Wissens. Von Kriminologen, Sozialarbeitern, Lehrern, Streetworkern, Arbeitsmarktexperten unter Einbeziehung der integrationswilligen Eliten der relevanten Länder.
3. Extreme Verkürzung von Verfahren und Umsetzung von Strafe, Auflagen. Absolute Härte mit der Chance zur Rückkehr bei gutem Verhalten. Kein Herumgeeiere mehr. Herabsetzung der Altersgrenzen im Jugendstrafrecht unter Einbeziehung der Eltern in die Strafverantwortung.
4. Für weitere Einwanderungsinteressenten Auflagen bezüglich Sprachbeherrschung, Kulturverträglichkeit und Arbeitswilligkeit/fähigkeit also Integrationsfähigkeit.
5. Abschiebung ohne romantisches Gedusel bei Verstößen gegen Vereinbarungen und Gesetze.
6. Migranten müssen SICH integrieren. Ihr Wille muss erkennbar sein. Es kann nicht der Wirt den Gast erziehen müssen. Das muss vom Gast selbst kommen. Aus eigener Erfahrung sind integrierte Migranten viel härter, was den Umgang mit ihren unangepassten Landsleuten angeht.
7. Kinder von ausländischen Eltern müssen konsequent in Verhaltensregeln geschult werden. Von klein an. Vom Kindergarten über Vorschule bis in die Schule hinein. Immer wieder ohne aufzugeben.
8. Die Gleichsetzung des konsequenten und offenen Umganges mit Problemen in Ausländergruppen mit Rassismus oder Nationalsozialismus ist abwegig und führt eben zu diesem, da Frust über Untätigkeit und Hilflosigkeit die Stimmung beherrscht und Angst die diffenzierte ehrliche Betrachtung verhindert.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Schneewittchen muss sterben

Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Broschiert von List Tb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 9,10

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548609821, Erscheinungsdatum: Juni 2010
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5 Kundenrezensionen:

Spannend,spannender,Neuhaus!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die ist nun das 4. Buch von Nele Neuhaus und ich muß sagen von Buch zu Buch wird sie besser.
Dieses Buch ist der Hammer, so was von spannend, ich mag es gar nicht aus der Hand legen.
Das ist so ein Buch, wenn man damit beginnt, möchte man Klingel und Telefon abschalten und nur noch lesen.
Jedesmal wenn man denkt, nun kommt alles raus, kommt alles ganz anders,immer neue Abgründe tun sich auf
und nicht eine Seite ist langweilig.
Und bei all den Verwirrungen im Fall, bleiben die Hauptpersonen Bodenstein und seine Kollegin Pia für den Leser
bodenständig und auch der Einblick in deren chaotisches Privatleben, lenkt nicht vom Thema ab.
Alles in allem ein gelungenes Buch, von dem man hofft, es möge nie enden..
bitte mehr davon!!
Schneewittchen muss sterben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tolles Buch dass ich in kürzester Zeit ausgelesen habe da es an Spannung kaum zu übertreffen war.
ein Dorf schweigt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tobias Sartorius ist ein zweifacher Mädchenmörder, der nach 10 Jahren Haft wieder in die Freiheit entlassen wird. Eine Freundin aus der Jugendzeit holt ihn vom Gefängnis ab, die einzige, die die ganze Zeit zu ihm gestanden hat. Als Tobias in seinen Heimatort auf den Hof der Eltern zurückkehrt muss er feststellen, dass sich in seiner Abwesenheit viel verändert hat. Die Gastwirtschaft, die die Familie damals betrieb, ist geschlossen, blieben doch die Gäste aus. Ins Haus eines Mädchenmörders möchte niemand zum Essen gehen. Der Hof der Eltern ist heruntergekommen und verwahrlost, Tobis Mutter hat den Vater zwischenzeitlich verlassen und ist in die nächste Großstadt gezogen, sie konnte die Blicke und Anfeindungen der Dorfbewohner nicht mehr ertragen.
Tobi wird von der Dorfgemeinschaft gemobbt, er ist der Mädchenmörder, der Außenseiter. Obwohl sich Tobi nicht an seine Taten erinnern kann und bis zuletzt seine Unschuld beteuert hat, wurde er in einem Indizienprozess schuldig gesprochen. Als wieder ein Mädchen verschwindet fällt der Verdacht sofort auf Tobias. Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff übernehmen die Ermittlungen, dabei nimmt sich Pia auch die alten Akten der Mädchenmorde vor und stößt auf Ungereimtheiten.

Mein erster Krimi von Nele Neuhaus und ich bin begeistert. Das Buch fängt rasant an und legt ein ziemliches Tempo hin, die Geschehnisse überschlagen sich förmlich und es bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Und immer wieder taucht die Frage auf, ob Tobias die Taten die man ihm vorwirft, tatsächlich begangen hat oder ob es sich um einen Justizirrtum handelt.

Das Ermittlerduo von Bodenstein/Kirchhoff ist sehr sympathisch, beide haben ihre Stärken und Schwächen. Die Autorin bleibt dabei nicht nur beim Kriminalfall, sondern beleuchtet auch die privaten Probleme und Lebensumstände der Ermittler, was die Personen sehr lebendig erscheinen lässt - einfach authentisch. Ein Fall, wie er sich tatsächlich abgespielt haben könnte.

Das Buch mit seinen Protagonisten hat mir so gut gefallen, dass ich die Vorgängerbücher von Nele Neuhaus auf jeden Fall lesen möchte. Die fünf Sterne hat es sich absolut verdient.
Ein fesselnder Krimi!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Keine Seite dieses 500 Seiten Krimis ist langweilig. Man kann das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen.
Die Autorin versteht es die Spannung konstant zu halten. Oft denkt man diese oder jene Person könnte der
Mädchenmörder sein, was man dann aber wieder verwerften muss.

Ein sympatisches Ermittlerteam, ein super Buch!
Spannender Krimi
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe schon viele gute Krimis gelesen, aber das ist wirklich einer der besten. Man hat ständig das Gefühl, der Lösung ganz nah zu sein - und irgendwie kommts dann doch immer wieder anders. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig - das Buch hab ich fast komplett in einem Rutsch durchgelesen.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Schändung: Thriller

Schändung: Thriller von Jussi Adler-Olsen

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 13,13

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423247878, Erscheinungsdatum: Sept. 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Schändung: Thriller

5 Kundenrezensionen:

Wann erscheint Band 3?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Denn ich kann es kaum erwarten.

Erbarmen: Thriller fand ich schon sehr gut und hatte daher Schändung weit im Voraus vorbestellt, was ich normalerweise nie mache. Und auch von dem zweiten Krimi um Carl Morck bin ich hellauf begeistert! Jussi Adler-Olsen schafft es gekonnt, durch einzelne Sätze und Andeutungen Horrorszenarien zu erstellen, ohne auf Details eingehen zu müssen, wie es heutzutage in Krimis und Thrillern üblich ist und was mir echt gegen den Strich geht.

Carl Morck ist wieder der alte, liebeswerte Brummbär. Hinzugekommen zum Dezernat Q und somit zum Team ist Rose, eine Figur, mit der ich bisher noch nicht richtig warm geworden bin. Statt ihr so viel Platz einzuräumen, hätte ich lieber mehr über Assad erfahren, eine durch und durch interessante Figur, von der man nur einen Bruchteil weiß, aber ahnt, dass er eine düstere Vergangenheit hat.

Gut finde ich auch, dass die Beziehung zwischen Carl und seinem Freund und Kollegen, der nach einem "Schusswechsel", bei dem Carl auch dabei war, ganzkörpergelähmt ist, weitergeht. Zum Glück nimmt die Freundschaft die Richtung, die ich erhofft hatte, und bestimmt kann er Carl bei seinen Ermittlungen helfen. Allerdings steht noch zwischen ihnen, was damals bei dem "Unfall im Dienst" wirklich passiert ist. Auch hier kommen immer mehr Details heraus, die das Geschehen immer wieder in ein anderes Licht stellen.

Ein toller "neuer" Autor, von dem ich am liebsten schon nächsten Monat die Fortsetzung lesen würde.
Ein vermeintlich gelöster Fall weckt das Interesse von Carl Mork
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Rorvig-Akte über einen Doppelmord landet auf Vizekommissar Carl Morks Schreibtisch. Das merkwürdige daran: Der Fall ist offensichtlich gelöst und der vermeintliche Mörder sitzt schon seit mehreren Jahren im Gefängnis. Was also soll das Sonderdezernat Q der dänischen Polizei damit, denn schließlich bearbeiten Carl Mork und sein Assistent Assad nur ungelöste Fälle? Als auf Nachfrage von Carl nicht geklärt werden kann, wer ihm die Akte auf den Schreibtisch gelegt hat, wird er neugierig und beginnt zusammen mit Assad mit den Ermittlungen. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie von der neuen Kollegin Rose. Doch schnell müssen die Drei feststellen, dass ihre Ermittlungen in die höchsten Kreise der dänischen Gesellschaft führen und diese auf einmal massiv sabotiert werden. Doch gerade das spornt Carl und sein Team an, weitere Nachforschungen anzustellen. Doch dabei legen sie sich mit sehr mächtigen Gegnern an, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Nach und nach lernt man in dem Thriller auch Kimmie Lassen kennen, die eine Schlüsselrolle inne hat. Sie gehörte damals zu einer Gruppe von Internatsschülern, die im Verdacht standen, den Doppelmord in 1980er Jahren begangen zu haben. Doch dank ihrer einflussreichen Eltern konnte dies nie bewiesen werden bis sich rund 10 Jahre später einer der Gruppe plötzlich der Polizei stellt und die beiden Morde gesteht. Seitdem sitzt er im Gefängnis, doch Carl und Assad kommen bei ihren Ermittlungen auch den anderen drei Männern immer näher und noch viel schlimmer: Alles deutet darauf hin, dass diese Gruppe außer dem Doppelmord noch unzählige Übergriffe und weitere Morde verübt haben. Doch diese drei Männer sind mittlerweile mächtige und sehr reiche Geschäftsleute und lassen so ihre Beziehungen spielen, um die Ermittlungen zu behindern. Doch auch Torsten, Ditlev und Ulrik stoßen dabei an ihre Grenzen, denn die einzige Frau der Gruppe, Kimmie Lassen, ist vor elf Jahren plötzlich abgetaucht und lebt seitdem auf der Straße. Sie könnte ihnen massiv schaden und so engagieren sie einen Privatdetektiv, um Kimmie aufzuspüren. Und auch Carl, Assad und Rose stellen bald fest, dass Kimmie eine wichtige Zeugin ist, die unbedingt gefunden werden muss.

In seinem zweiten Teil um den dänischen Vizepolizeikommissar Carl Mork und seinem Assistenten Assad thematisiert Jussi Adler-Olsen das Gefühl von grenzenloser Macht über andere wie auch die krankhafte Abhängigkeit zueinander. Eindringlich beschreibt er das menschenverachtende Verhalten der Gruppe, die sich ihren Kick holen, wenn sie andere Menschen quälen und foltern können. Und auch das schon an Größenwahn grenzendes Handeln von Ditlev, Ulrik und Torsten ist sehr nachvollziehbar umgesetzt. So gelingt es dem Autor wieder einmal, eine durchweg sehr beklemmende und äußerst fesselnde Stimmung aufzubauen. Zusätzlich schafft er es aber auch immer wieder sehr gut, diese Stimmung etwas aufzulockern, indem er seinen so unterschiedlichen Protagonisten witzige Dialoge in den Mund legt.

Die geschickt gelegten Wechsel bei den Erzählsträngen wie auch die komplex angelegte Story sorgen praktisch von der ersten Seite an für ein hohes Spannungspotential. Neben dem Erzählstrang von Kimmie verfolgt man natürlich die klassische und stellenweise auch recht unkonventionelle Ermittlungsarbeit des Sonderdezernats Q, wie auch den weiteren Handlungsstrang um Ulrik, Torsten und Ditlev. Und zusätzlich erfährt man wieder ein wenig mehr über das Privatleben von Carl Mork und lernt ihn so auch wieder ein wenig besser kennen.

Carl Morks Charakter ist immer noch genauso zynisch, sarkastisch und dickköpfig wie bereits im ersten Band und er verzweifelt auch nun wieder oft am gutmütigen, durch nichts zu erschütternden Charakter von Assad. Hinzu kommt jetzt auch noch die neue Kollegin Rose, die ziemlich burschikos ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. So sind herrlich humoristische Wortwechsel vorprogrammiert, bei denen Carl mehr als einmal den Kürzeren gegenüber Rose und Assad zieht. Zudem sind auch alle weiteren Figuren facettenreich beschrieben und nicht nur Assad überrascht einen während des Thrillers mehr als einmal, sondern auch die anderen Figuren sind nicht vorhersehbar und überzeugend angelegt.

Fazit: Ein hervorragender, komplex angelegter und äußerst spannender Thriller mit einem Protagonisten, der durch seine Eigenarten einfach nur sehr sympathisch wirkt.
gelungene Fortsetzung, spannend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich konnte das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen, nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen. Ich war gespannt wie es mit Carl und Assad weiter geht und wurde nicht enttäuscht. Auch der neue Character der Rose gefällt mir gut. Sie passt sehr gut in das Team.
Die Geschichte war wieder spannend, es ist flüssig geschrieben und man kommt gut klar mit den Namen.
Im nächten Teil hoffe ich, mehr über Assad zu erfahren, er wirkt nach wie vor sehr geheimnisvoll. Auch wie es mit Carl und seiner Angebeteten weiter geht und was mit seinem gelähmten altem Partner wird bleibt spannend.
Der Autor ist sehr clever und bricht die Hintergründe nicht übers Knie. Gnaz langsam erfährt man immer mehr Bruchstücke, die man zusammensetzen kann.
Ich bin ab sofort ein Fan dieser Reihe und warte gespannt auf den nächsten Teil.
Ergreifend abgründig und aufrüttelnd,weil irgendwie doch so realitätsnah...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch geht ins Mark und treibt einem die Gänsehaut den Rücken hinauf. Es macht auch betroffen und nachdenklich,denn es spiegelt die Abgründe der menschlichen Seele und die Exzesse der Skrupellosigkeit und Verrohung in unserer "modernen" Gesellschaft.Die beim Lesen empfundene Realitätsnähe macht sogar Angst,auch und gerade weil sich die Verstrickungen bis in die höchsten Kreise ziehen... Insofern ist dieses Werk von J.Adler-Olsen nicht nur ein Thriller bester Güte,sondern schon auch ein Mahnmal bezüglich des Zustandes unserer Gesellschaft,eine Mahnung an unsere Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder. Über den Inhalt wurde hier schon fast zu viel geschrieben-schade für diejenigen,die es noch lesen möchten. Ja,wieder ein Meisterwerk des Erfolgsautors,das uns hautnah mit den grausamsten Seiten unseres "Schattens" konfrontiert und durch die perfekte,lebensnahe Inszenierung das ganze Spektrum der Emotionen auslöst,die zu einem Spitzen-Thriller gehören,der uns in der Tiefe viel mehr sagen will,als die eigentliche Story hergibt... Obwohl von einem ganz anderen Genre,hat uns nur eine der Neuerscheinungen emotional noch tiefer ergriifen : Die tragisch-authentische Leidensgeschichte von B.Pachl-Eberhart "Vier minus Eins" ,die den Leser in eine völlig andere Art seelischer Abgründe reißt,ihn bis zur Grenze des Unerträglichen mit der Autorin leiden läßt,ihn auch auf einer anderen Ebene zur Selbstreflexion anregt und schließlich in eine Mut und Kraft spendende Perspektive mündet. Im Genre so unterschiedlich,in der Wirkung auf den Leser aber gleichermaßen wertvoll,wenn man bereit ist,auch das anzuschauen und zuzulassen,was diese Bilder des Grauens in uns auch an positiven Impulsen für unser Leben auslösen. Dies durch die dramaturgisch-schriftstellerische Leistung des Autors dem Leser emotional und mental zugänglich zu machen,wie bei diesen Büchern,die einen von der ersten bis zur letzten Seite "gefangen" halten,eben das macht wirkliche Meisterwerke aus - die dann zu recht Bestseller werden. Allen hier mitwirkenden Rezensenten und allen Lesern die besten Wünsche von Winfried und Ricarda Jaekel,Buchautorin im Land der Sonne und des Windes...
Noch besser
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Kann Jussi Adler Olsen seinen ersten Roman Erbarmen noch übertreffen?
Er kann und zwar grandios. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger kommt
dieses Buch ohne jegliche Längen aus. Trotzdem wird auf die Charaktere Carl Morck und seinen Kollegen Assad eingegangen. Genauso wie auf seine neue Mitarbeiterin Rose. Dieser Thriller ist spannender und auch etwas brutaler als der erste Roman.
Bis in die höchsten und berühmtesten Kreise Dänemarks führt Carl Morck dieser Fall, der auch wieder einige Jahre zurück liegt. Obwohl er anfangs diesen Fall nicht möchte, lässt er spätestens dann nicht mehr locker, als er die Anweisung bekommt, den Fall zu beenden.
Natürlich dürfen auch weitere Personen des ersten Teils, wie z.b. sein Sohn, nicht fehlen. Es sind ihnen hier meist aber nur ein paar Sätze gewidmet. Mann kann zwar den zweien Teil lesen, ohne den ersten zu kennen, um das ganze aber besser zu verstehen, empfiehlt sich dies nicht.
Ich warte auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Teil
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Tiere Essen von Jonathan Safran Foer

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,90

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3462040448, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage
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5 Kundenrezensionen:

Wertvoll,weil nicht missionierend und nicht urteilend über " Nichtvegetarier"
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wir haben das Glück,seit einigen Jahren hier in der Traumwelt des hohen Nordens,in der letzten fast noch unberührten Wildnis Europas leben zu dürfen. Hier,getragen und inspiriert von der Energie einer noch gesunden Tier-und Pflanzenwelt,kann ich meiner ganzheitlich orientierten therapeutischen Arbeit nachgehen und meine Bücher schreiben. Ja,auch wir sind heute Vegetarier,d.h.,wir essen kein Fleisch,auch nicht Fisch,obwohl die Tiere hier noch gesund sind und,im Gegensatz zu ihren Artgenossen anderswo,unter wahrhaft paradisischen Bedingungen leben. Aber auch für uns war das ein langer Weg,denn noch vor 10 Jahren haben auch wir "Tiere gegessen". Es war eine zutiefst persönliche Entscheidung,die ganz tief drinnen in jedem von uns reifte und wirklich garnichts mit dem (sicher gut gemeinten)missionarischen Eifer mancher Autoren zu tun hatte. Eben auch deshalb gefällt uns dieses Buch,denn der Autor missioniert nicht,arbeitet nicht mit Schuldzuweisungen und verurteilt nicht diejenigen,die sich nach gängigen Maßstäben eben "normal" ernähren. Er berührt den Leser ganz tief auf der emotionalen und mentalen Ebene,indem er Tatsachen,Bilder und Erlebnisse sprechen läßt,die jeder für sich aufnehmen und nachempfinden kann. Dabei läßt der Autor alles offen - die Verarbeitung der Eindrücke und die bei manchem wachsende Motivation,sein Ernährungsverhalten zu überdenken,bleibt dem Leser überlassen. Es wird auch kein religiöser Hintergrund impliziert. Dadurch spricht er einen viel größeren Leserkreis an und gibt auch denjenigen die Möglichkeit,sich dem Thema zu öffnen,die sich vor den einschlägigen "Missionaren" des Genres verschließen So ist es durchaus in Ordnung,wenn mancher aus rein ernährungsphysiologischen Erwägungen zum Vegetarier wird,wozu auf eine sehr beeindruckende Weise die Bücher der russischen Ärztin Dr.Schatalowa anregen. Letztlich sind alle Wege gleichwertig,wenngleich die weltanschauliche Überzeugung für uns selbst das stärkste Motiv war und ist,wobei wir keiner Religionsgemeinschaft angehören und an keinen vorgegebenen Verhaltenskodex gebunden sind,außer an unsere eigene freie Entscheidung. Ja,dieses Buch ist wichtig,leistet es doch einen wertvollen Beitrag zu dem so dringenden Prozeß des Umdenkens,wie wir mit unserer Umwelt und allen Geschöpfen,die diesen schönen Planeten mit uns bewohnen,respektvoll umgehen. Schließlich geht es nicht nur um das Essen der Tiere,sondern um die meist qualvollen Bedingungen der Tierhaltung ,der Aufzucht und der Mast,die Mißhandlung beim Transport und die grausame Tötung in den Schlachthöfen,wobei letzteres im Buch nur angedeutet wird. In jedem,der sich auf dieses Buch einläßt,löst es etwas aus - man kann es nicht "mit Abstand" lesen - wenn es tatsächlich ein Bestseller ist,dann stimmt uns das für die Zukunft optimistisch,denn es zeigt,daß sich immer mehr Menschen diesem Thema öffnen. Hier,in der reinen Natur des hohen Nordens,erlebt man besonders intensiv die Verbundenheit aller Geschöpfe,geborgen in der höheren Ordnung,in dem Bewußtsein,daß wir alle aus der gleichen Quelle stammen. Winfried und Ricarda Jaekel,ganzheitliche Lebensberaterin und Autorin im Land der Sonne und des Windes...
Schonungslose Aufklärung - für den amerikanischen Markt!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Tiere essen" ist ein wichtiger Beitrag zum bewussten Konsum von Fleisch. Der Author beschreibt anhand zahlreicher Beispiele wie "unser täglich Brot" produziert wird. Mich hat dieses Buch sehr stark bewegt und ich möchte es jedem weiterempfehlen.
Ein Manko bleibt jedoch: Jonathan Safran Foer beschreibt (selbstverständlich) ausschließlich die Zustände in der amerikanischen Massentierhaltung. Im Anhang werden vor allem zu den Statistiken die deutschen und europäischen Entsprechungen nachgeliefert. Die zahlreichen Geschichten von Freunden und Verwandten, aus Betrieben, von Farmen und Schlachthäusern spielen jedoch alle in der Vereinigten Staaten.
So sehr wir hoffen, dass es in Europa anders sein möge, gibt dieses Buch nur wenige Hinweise auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Ich kann nur hoffen, dass ein Author die europäische Massentierhaltung genauer unter die Lupe nimmt und veröffentlicht. Vielleicht gibt ja Jonathan Safran Foer der Anstoß zu diesem Bericht.
Intelligente, differenzierte und unterhaltsame Abhandlung über den Fleischkonsum unserer westlichen Gesellschaft
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist mit das beste, was ich zum Thema Fleisch essen / Fleischproduktion gelesen habe. Es gibt nur wenige Werke in diesem Bereich, die so konsequent ohne Polimik, belehrende Zeigefingermoral und platte Handlungsempfehlungen auskommen. Das ist wahrscheinlich auch dem Umstand zu verdanken, dass es nicht aus Sicht eines Vegetariers geschrieben ist - Foer zeigt sich zwar zu Beginn des Buches dem Vegetarismus in Phasen zugeneigt, aber in der Praxis als bekennender Allesesser, der auch einfach nicht die Zeit hat, sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen - wie wohl die meisten Menschen (3 Jahre Recherche stehen für sich).
Viele in der Presse erschienene Artikel versuchen, "Tiere Essen" auf platte Slogans wie "Foer sagt: Wir sollten alle Vegetarier werden" zu reduzieren, das wird dem Buch aber nicht gerecht. Wenn man einen Slogan wählen müsste könnte er sein "Ich esse gerne Fleisch, aber wo kommt es her und was bedeutet das?"

Das Buch beginnt dementsprechend auch mit ein paar Anekdoten Foers dazu, welche Rolle der Fleischverzehr in unserer Kultur spielt, dass er mehr ist (oder sein sollte) als reine Nahrungsaufnahme. Dass er in der Vergangenheit einherging mit einem gewissen Respekt gegenüber der Kreatur, die für ein leckeres Mahl ihr Leben geben musste und er damit gut leben konnte.

Ab dann beginnt er, die heute vorherrschenden Verhältnisse zu beschreiben, und die sind erschreckend: In der modernen Massentierhaltung zählt ein Tier nichts! Und diese bringt 99% der geschlachteten Tiere hervor. Jede noch so perverse Maßnahme wird von Herstellern (und Regierung und Lobby-Gruppen) geduldet, solange Sie nur den Profit erhöht. Ein Beispiel: Viele Tiere werden bewusst so gezüchtet, dass Ihre Körper die ohnehin schon kurze Lebensdauer gar nicht nennenswert überschreiten könnten, weil Ihre degenerierten Körper nur auf ein schmerzhaftes Maximum an Fleisch-Ertrag ausgelegt und damit meist ernsthaft krank sind. Ohne künstliche Befruchtung würden sie aussterben - und das ist nicht die Ausnahme, das ist die Regel. Das Ergebnis ist ein äußerst zweifelhaftes Produkt, das im besten Fall nicht schmeckt und im schlechtesten Fall krank macht, viel Energie kostet und in jedem erdenklichen Sinne der Umwelt schadet. Wenn man einen Funken Empathie im Leib hat, dann macht einen dieser Abschnitt zumindest sauer.

Das ist aber im Großen und Ganzen nicht neu, solche Informationen kann man sich problemlos zusammen-googeln. Das erfrischende ist vielmehr, dass dieser Abschnitt die Sicht vieler mit der Fleischproduktion verbundenen Menschen wiedergibt: Tierzüchter, Tierrechtsaktivisten, Schlachthofbetreiber und Hilfsarbeiter kommen zu Wort. Und hier erkennt man das eigentliche Dilemma: Die jetzige Situation will eigentlich so ziemlich niemand (außer den Fabrikbesitzern und korrupten Politikern vielleicht). Die Tierzüchter selbst beklagen ihre ausweglose Lage, in der sie eigentlich nur die Wahl haben, Tiere zu quälen oder pleite zu gehen - weil der Verbraucher eben die Massentierhaltung belohnt.
Das war für mich auch der beste Teil im Buch, da ich aufgrund meiner Vorkenntnisse den Viehhaltern eigentlich pauschal jede Fähigkeit zu moralischem Handeln absprach. Hier kommen aber auf einmal Leute zu Wort, die zwar pro Jahr mehrere tausend Truthähne schlachten lassen, die aber trotzdem an ihren Tieren hängen und mir in Bezug auf die Gesamtsituation aus dem Herzen sprechen. Ich musste meine Einstellung korrigieren - also müsste man doch eigentlich das System ändern können, oder?

Hier setzt Foer dann auch an, in seinem Fazit-ähnlichen Kapitel "Tun", in dem er aktuelle Bestrebungen von Bio-Bauern beschreibt und einen Ausblick gibt, ob es nicht möglich ist, dass Tierschutzorganisationen und -anhänger wie PETA und Viehzüchter mit ethischen Ansprüchen am gleichen Strang ziehen, um zumindest der Massentierhaltung Grenzen zu setzen. Ein intelligentes Plädoyer, um die unsinnigen Fronten abzubauen, die zwischen Vegetarieren und "moralischen Fleischessern" herrschen. Das Thema ist emotional nun mal so belastet, dass sich normalwerweise Parteien bekriegen, die im Grunde eigentlich das selbe wollen: Das Leid der Tiere verringern.

Und so hoffe ich, dass dieses Buch die Leute aufrüttelt, sich mehr mit der Herkunft ihres Essens zu beschäftigen. Wie gesagt, der Tenor ist nicht "Fleischesser sind dumme Barbaren" - Foer selbst sagt in einem Interview, er halte es für unrealistisch, dass die Vegetarierquote auf über 20% klettert. Vielmehr erhoffe er sich, dass 90% der Menschen sich bewusster für Ihre Nahrung entscheiden, denn damit wären eigentlich schon die schlimmsten Probleme gelöst, eine wie ich finde intelligente Einstellung, Missionierung Fehlanzeige. In diesem Sinne auch meine Lieblingsstelle des ganzen Buches, der ich mich anschließe und deren Geist in jeder Zeile steckt (geschrieben vom Truthahnzüchter Frank Reese):
"Ich bin kein besserer Mensch als andere, und ich will niemanden überreden, nach meinen Überzeugungen zu leben. Ich will Sie dazu bringen, nach ihren eigenen Überzeugungen zu leben."

--> kaufen, lesen, weiterempfehlen.

P.s.: Foer konzentriert sich natürlich insbesondere auf den US-amerikanischen Markt - die im Buch beschriebenen Fakten sind mit über 60 Seiten Quellenverweisen belegt. Leser der Deutschen Ausgabe dürfen sich aber auch über 15 Seiten Erläuterungen freuen, welche die Unterschiede zu Verhältnissen in Deutschland beschreiben.
Es gibt viele Bücher, die die Welt nicht braucht. Dieses ist garantiert keins davon!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer - meiner Meinung nach - mit dem Vorstellungsvermögen eines normalen mitfühlenden Menschen die vielen dargestellten Grausamkeiten an unseren Mitgeschöpfen liest, dem kommen wie mir die Tränen und er schämt sich, zur Gattung Mensch" zu gehören. Wem es nicht berührt, der hat kein Herz in der Brust, was ich mir nicht vorstellen will.
Es war für mich, die ich seit ca. 15 Jahren keine Tiere mehr esse, eine erneute Bestätigung dafür, die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Leider werden wir Vegetarier von den meisten unserer Mitmenschen noch immer bemitleidend belächelt ob des freiwilligen Verzichtes" von Fleischgenuss auf unserer Zunge. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass ebendiese Leute dieses Buch nicht lesen werden (die Gefahr ist viel zu hoch - dann müsste man vielleicht umdenken und sein Leben ändern!) Bleibt nur zu hoffen, dass es vielen Menschen in die Hände fällt, die sich noch Gedanken machen und auf der Suche sind ...

Hier einige Auszüge aus der Rezension des Verlages und verschiedener Medien, die ich nicht besser beschreiben und denen ich ausnahmslos zustimmen kann:

Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für Menschen bedeutet. Auch Foer kennt die trostspendende Kraft einer fleischhaltigen Lieblingsmahlzeit, die seit Generationen in einer Familie gekocht wird.
In einer brillanten Synthese aus Philosophie, Literatur, Wissenschaft und eigenen Undercover-Reportagen bricht Foer in ,Tiere essen' eine Lanze für eine bewusste Wahl. Er hinterfragt die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Essverhalten zu rechtfertigen, und die dazu beitragen, dass wir der Wirklichkeit der Massentierhaltung und deren Konsequenzen nicht ins Auge sehen.
,Tiere essen' besticht durch eine elegante Sprache, überraschende Denkfiguren und viel Humor. Foer zeigt ein großes Herz für menschliche Schwächen, lässt sich aber in seinem leidenschaftlichen Plädoyer für die Möglichkeiten ethischen Handelns nicht bremsen. Eine unverzichtbare Lektüre für jeden Menschen, der über sich und die Welt - und seinen Platz in ihr - nachdenkt."

Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller ,Eating Animals' den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.'
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung

Tiere essen ist nicht nur ein Buch gegen das Essen von Tieren, sondern eins gegen das Verdrängen. Eine Aufforderung, Zivilisation neu zu denken: nicht als Herrschaft der Starken über die Schwachen. Sondern als intellektuelle Fähigkeit, die Barbarei zugunsten von Empathie zu überwinden."
Kathrin Hartmann, Frankfurter Rundschau

Foers Buch ist der ehrliche Versuch eines aufgeklärten, gebildeten und sprachmächtigen Menschen, die einfache Frage zu beantworten: Welche Haltung von Tieren lässt sich mit menschlichem Verstand vereinbaren? (...) Foers Konsequenz ist die Entscheidung für den Vegetarismus. Das Kluge an dem Buch ist, es verlangt dem Leser diese Entscheidung nicht ab. Es missioniert nicht. Sein bescheidener und realistischer Appell lautet: Nicht mehr wegschauen."
Welt Online

Dieses Buch kann Ihre Essgewohnheiten ändern. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer."
Tages-Anzeiger

Eine brillante Mischung aus Recherchejournalismus und Autobiografie."
taz

Wenn ein Buch die Kraft hat, die Welt zum Fleischverzicht zu bekehren, dann ist es Tiere essen. Gerade weil es keine Bekehrungsschrift ist, kein rigoristisches Pamphlet, sondern ein skrupulöser Bericht, der seine Argumente nur tastend und zögernd entfaltet. Foer ist ein Günter Wallraff der Mastbetriebe und ein Philosoph, der den Ton trifft."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Es ist ein verstörendes und ein berührendes Dokument der Suche nach einem besseren Leben."
Der Spiegel

In Amerika sorgt das Neue Testament der Vegetarier-Bewegung seit Ende vergangenen Jahres für erhitzte Diskussionen. (...) Die Fakten in Foers Buch mögen nicht neu sein, doch in der geballten Zusammenstellung entfalten sie eine neue Wucht. Dabei verzichtet er auf jeden Furor und beschränkt sich auf genaue Beobachtungen."
Spiegel online

Sein Buch überzeugt nicht durch Statistiken, sondern durch erzählerische Suggestion."
Welt am Sonntag

Mit seinem spektakulären Buch über Massentierhaltung hat Jonathan Safran Foer in Amerika eine neue Vegetarier-Welle ausgelöst."
Brigitte

Mehrere Jahre lang recherchierte Foer in Mastställen und landwirtschaftlichen Betrieben. Vor allem aufgrund der Qualen, denen die Tiere bei Aufzucht und Schlachtung ausgesetzt sind, plädiert Foer eindringlich für: weniger Tiere essen."
Die Zeit

... ein aufrüttelndes Werk, in dem Foer beschreibt, unter welchen grausamen Bedingungen fast alle Tiere gehalten werden und welche Konsequenzen dies für unseren Planeten hat."
Freundin

Es ist das leidenschaftliche, an Gefühle wie an den Verstand appellierende Plädoyer für mehr Verantwortungsbewusstsein in dieser Welt."
Stern
Ein Aufruf zur Vernunft
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin seit vielen Jahren Vegetarier. Ich wurde zum Vegetarier als ich mich, im jugendlichen Alter, mit der Frage beschäftigte woher unser Fleisch kommt. Der Weg führte mich in einen Buchladen und auch ins Internet. Je mehr ich über das Thema Fleisch gelesen habe, umso nachhaltiger ist mir der Appetit vergangen. Hoffentlich für immer.

Wer nun versucht möglichst nach den Geboten des jüdischen Glaubens zu leben für den ist ein vegetarisches Leben ohnehin einfacher. Um Fleisch zu bekommen das, nach religiösen Gesichtspunkten, einwandfrei geschlachtet worden ist muss der Mensch schon weit fahren. In meinem Falle nach Antwerpen. Dann doch lieber gar kein Fleisch.

Jonathan Safran Foer hat in seinem Buch Tiere essen ein grossartiges Plädoyer für den (auch religiös motivierten) Vegetarismus gehalten. Foer hat früher gerne mal Fleisch gegessen. Mit der Geburt seines Sohnes aber hat ihn das Thema ethisches Essen nicht mehr losgelassen. Das Buch Tiere essen ist ein Ergebnis der Beschäftigung mit dem Thema ethisches Essen.

Wie schon die Romane von Jonathan Safran Foer konnte ich auch sein erstes Sachbuch kaum aus der Hand legen. Diese Dichte in der Sprache. Diese Diskussion ganz verschiedener Aspekte. Diese ganz persönliche Weise zu schreiben macht Foer so glaubwürdig.

Wer Fleisch weiterhin geniessen will sollte Tiere essen vielleicht besser nicht lesen. Wer es unbequem findet sich mit der Herkunft unserer Nahrung zu beschäftigen sollte sich lieber andere Lektüre suchen.

Wer aber ein ethisches Verhalten, auch beim Thema Essen erlernen will dem ist das neueste Buch von Jonathan Safran Foer sehr zu empfehlen. Aber Vorsicht: Tiere essen verändert den Menschen. Es macht ihn nachdenklicher. Ein Stück Unbeschwertheit und Selbstbetrug ist nach der Lektüre nicht mehr möglich.
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Leichenblässe von Simon Beckett

Taschenbuch von rororo
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 7,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349924859X, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 2
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Thrillerautor Simon Beckett ist zurück, und mit ihm natürlich der Held seiner ersten beiden Bestseller, der forensische Anthropologe David Hunter. In Leichenblässe reist Hunter nach seiner Genesung von einem Mordanschlag auf Wunsch seines Lehrers Tom Lieberman nach Tennessee und sieht sich mit einem skrupellosen Serienmörder konfrontiert, der die beiden Wissenschaftler auf ihrem eigenen Spezialgebiet in die Irre führt.
Eigentlich möchte David Hunter nach seiner Genesung nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und folgt daher der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut nur allzu gerne. Doch schon bald ist es mit Forschung alleine nicht mehr getan. Lieberman soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Der gesundheitlich stark angeschlagene Lieberman bittet seinen Freund Hunter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Dessen Anwesenheit stößt bei den Agenten des Tennessee Bureau of Investigation und beim zuständigen Pathologen auf eisige Ablehnung. Doch Lieberman boxt seinen ehemaligen Schüler allen Widerständen zum Trotz durch. Schnell stellen sich Probleme bei der Untersuchung der Leiche ein. Die Todesursache ist nicht eindeutig zu klären, der Zeitpunkt des Todes ist unklar, was die Anthropologen am meisten überrascht, merkwürdige Fingerabdrücke werden gefunden und die Identifikation des Opfers birgt ungeahnte Schwierigkeiten. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Zu allem Überfluss rennt den Ermittlern die Zeit davon, denn weitere Opfer tauchen auf. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Beide ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben.
Simon Beckett hat ein weiteres Meisterstück eines Pathologie-Thrillers abgeliefert. Reich an überraschenden Details und mit einem furiosen und dramatischen Showdown ausgestattet, bietet Leichenblässe alles, was der Krimileser mit Recht erwarten darf. Die Täterperspektive als dramaturgischer Kniff ist zwar nicht mehr neu, doch Beckett verwendet dieses Mittel sehr sparsam und äußerst virtuos, um Einblicke in die komplexe Psyche des Mörders zu geben, durchaus aber auch, um falsche Fährten zu legen. Wer Beckett bisher noch nicht kannte, wird sich begierig auch auf dessen beide ersten Thriller Die Chemie des Todes und Kalte Asche stürzen. Intelligente atemberaubende Spannung! --Ulrich Deurer
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5 Kundenrezensionen:

Stark!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wieder mal ein starkes Buch von Simon Beckett. Allein der Einstieg auf der "Bodyfarm" lässt einem die Haare zu Berge stehen, und auch danach liefert der Autor wieder einen Thriller in altbewährter Qualität.
Topp!
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
5 Punkte 5 von 5 Punkten
David Hunter wird zu seinem 3. Fall gerufen: er soll einem alten Freund bei der Aufklärung eines Mordes helfen. Anfangs noch von Selbstzweifeln und Ängsten geplagt, vergräbt sich David immer mehr in den Fall...

"Leichenblässe" ist meiner Meinung nach das bisher beste Buch der "Hunter-Reihe". Diesmal schafft der Autor es, von Anfang bis zum Ende Spannung zu erzeugen und auch das Ende ist wie bei "Chemie des Todes" und "Kalte Asche" überraschend, überrumpelnd und irritierend. Allerdings auch ziemlich surreal.

Anders als bei den ersten beiden Büchern werden in diesem Buch auch immer mal wieder die Gedanken des Mörders beschrieben, irritierender Weise in der "Du-Perspektive".

Lohnt sich zu lesen!
forensik
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Nach "Kalte Asche" und "Chemie des Todes" sind Erwartungshaltung und Anspruch dementsprechend hoch.
Jedoch interessant und spannend geschrieben.
Alles in allem ein Buch mit sorgfälltig aufbereitetem Fachwissen und einer Handlung der man leicht folgen kann wobei ein unempfindlicher Magen ohne weiteres zum Vorteil gereicht.
Interessant und lehrreich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mich nicht unbedingt durch die Spannung (wie in den anderen Büchern von Simon Beckett) überzeugt, sondern durch die vielen Asprekte der Anatomie/Anthropologie. Durch dieses Buch habe ich viel gelernt. Es ist wirklich lesenswert!
Etwas schwächer...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der dritte Teil ist wieder sehr angenehm zu lesen und läßt sich nur schwer aus der Hand legen. Mir waren jedoch etwas zu viele "Selbstzweifel" der Titelfigur enthalten und etwas zu wenig Spannung (im Vergleich zu den Teilen 1 +2). Trotzdem würde ich auch einen 4.Teil unbedingt kaufen. Simon Beckett schafft nämlich etwas gar nicht so einfaches.... anspruchsvoll und trotzdem leicht lesbar zu schreiben.
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Produkt-Bild: Verblendung (1): Roman

Verblendung (1): Roman von Stieg Larsson

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,70

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453432452, Erscheinungsdatum: Mai 2007, Auflage: Vollst. dt. Taschenbuchausgabe.
Zoom ± Produkt-Bild: Verblendung (1): Roman

5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zum Schluss
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Gänsehaut pur erlebt man bei diesem ersten Teil der Larsson-Sage. Eine klug gestrickte Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, besteht Suchtgefahr, auch noch die letzen beiden Titel zu kaufen. Unbedingte Empfehlung
Langweilig und langatmig
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Das Buch schien durch die lange Platzierung in den Bestsellerlisten und der Verfilmung vielversprechend. Als ich es dann empfohlen bekam, kam ich nicht mehr drum herum. Ich lese unglaublich gerne Krimis, bin aber eine anspruchsvolle Leserin, denn wenn man sich mit Krimis und Thrillern etwas auskennt, werden Handlungen und Bücher schnell vorhersehbar. So wie dieses. Es war langweilig, der Protagonist schräg und unsympathisch und gerade die ersten, hmm, 200 Seiten tot langweilig. Aus Lisbeth hätte der Autor weit mehr herausholen können und der Plot um das Magazin Millenium ist das langweiligste und langatmigste von allem.
Unterm Strich, ich habe es nicht fertig gelesen, werde mir die anderen Teile auch nicht kaufen und kann nicht verstehen, wieso ein so langweiliges Buch so viel Anklang findet... Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
öde,
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Mit Freude habe ich mich auf das Buch gestürzt, hatte im Vorfeld den Film gesehen und war begeistert.
Mit hoher Erwartung begann ich zu lesen und war schnell enttäuscht. Viele belanglose Handlungsstränge Beziehung zu Erika, Cecilia (kommen im Film nicht vor - meiner Meinung auch überflüssig). Die Story wirkt oft gewollt, zwanghaft, nicht fließend. Spannung kommt kaum auf bis der Auftrag von Vanger erteilt wird, befindet man sich auf Seite 1XX und bis Mikaels Ermitlungen überhaupt in Fahrt kommen auf Seite 3XX. Man hätte getrost auf die Hälfte des Buches verzichten können.
Das seine Tochter einfach mal so nebenbei das Rätsel mit den "Telefonnumern" löst "naja" im Film viel besser gelöst. Nur ein Bsp. für einen unglücklichen Handlungsstrang. Das Buch kann man sich getrost sparen - besser den Film gucken, da läuft man keine Gefahr das einem vor Langeweile das Gesicht einschläft, oder frustriert das Buch in die Ecke zu werfen :-D
Verblendung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Selten ein sooo gutes Buch gelesen. Wer es ganz spannend mag, sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen.
Richtig gutes Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe dieses Buch im Urlaub angefangen und nahezu in einem Rutsch innerhalb von wenigen Tagen durchgelesen. Nur zu empfehlen !!!
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Produkt-Bild: Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3

Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3 von Stieg Larsson

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,70

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453434064, Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3

Aus der Amazon.de-Redaktion


Lisbeth Salander hat es wieder einmal nicht geschafft. Mit einer Axt hat die Ermittlerin versucht, ihrem Erzeuger und ewigen Erzfeind Alexander Zalatschenko das Leben zu nehmen, aber der skrupellose Kriminelle, der seine Tochter zuvor lebendig begraben hatte, überlebt und jagt Salander zudem noch eine Kugel in den Kopf. Nun liegen beide mit schweren Verletzungen, aber genesend, fast Tür an Tür im selben Krankenhaus. Derweil versucht Salanders Kollege Mikael Blomkvist, Salander vom Vorwurf des dreifachen Mordes reinzuwaschen ? und sticht dabei in ein wahres Wespennest aus Korruption und krimineller Energie. Und er stößt auf ein gewaltiges Komplott von Mächten, die seine Ermittlungen empfindlich zu behindern suchen. Dann gibt es weitere Morde?
Als Verblendung, Verdammnis und Vergebung des schwedischen Journalisten und Herausgebers der Zeitschrift EXPO, Stieg Larsson, als Krimi-Trilogie in Deutschland erschien, war das auch hierzulande eine kleine Sensation. Denn der Experte für Rechtsradikalismus und Neonazismus hatte mit den drei Bänden einen Maßstab gesetzt, der zeigen konnte, wohin die Reise des modernen Thrillers gehen kann. Vergebung als Abschluss der Trilogie zeigt dies vielleicht eindinglicher als die beiden Bände zuvor: Denn so atemberaubend spannend wie dieses Buch ist lange keines mehr gewesen.
2004 erlag Stieg Larsson im Alter von nur 50 Jahren unerwartet einem Herzinfarkt. Was er an schmalem Werk aber hinterlassen hat, gehört zum besten, was die Krimiliteratur in letzter Zeit zu bieten hatte. -- Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Geheimnisse der schwedischen Regierung...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Am Ende des 2. Band wird Lisbeth schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Vater -und Feind- Zala lebt ebenfalls noch. Nun muss Mikael Lisbeths Unschuld beweisen, bevor eine Gerichtsverhandlung ansteht.
Stieg Larsson gelang es wieder einmal, Spannung vom ersten Kapitel an bis zum Schluss aufzubauen. Wer Vergebung liest, sollte auch zuvor die beiden ersten Teile, Verblendung und Verdammnis, oder wenigstens den zweiten, gelesen haben. Vergebung macht genau da weiter, wo Teil 2 aufhört. Natürlich spielen hier wieder alte Bekannte sowie neue Feinde und Personen eine Rolle. Obwohl mehrere neu eingeführt werden, kommen einem diese nicht Fehl am Platz vor; viele Nebenhandlungen entstehen, und obwohl Lisbeth im Krankenhaus liegt, und scheinbar selbst nichts verrichten kann, dreht sich nicht Alles einzig und allein nur um Mikael Blomkvist.
Die Ermittlungen und Nachforschungen wegen Lisbeth führen später sogar bis in die schwedische Regierung, die in der Vergangenheit scheinbar etliche illegale Aktionen durchgeführt hat...
Alle Handlungsstränge sind von Stieg Larsson sehr geschickt und vielschichtig verknüpft, die Übersetzung ins Deutsche finde ich sehr gelungen. Ich würde also abschließend zu dem Schluss kommen, dass man Larssons Millenium-Trilogie lieber als Ganzes ansieht (und liest), um einfach eine bessere Verständnis zu den Personen zu erhalten und um bestimmte Schlüsse besser nachverfolgen zu können.
Von mir gibt es für den (offiziell) letzten Teil 5 Sterne, da ich Stieg Larssons Trilogie mit viel Interesse und Spannung gelesen habe und dabei nie Langeweile aufgekommen oder unnötige Streckungen der Story vorgekommen sind. Daher halte ich die Millenium-Trilogie zu Recht als eine der besten Thriller der letzten Jahre.
Super Trilogie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es ist ein Jammer das dieser Schriftsteller nicht mehr unter uns ist. Bin eine richtige Leseratte, vor allem Thriller. Lese alles von Katzenbach bis Vandenberg. Viele Trilogien habe ich gelesen unter anderem die von Simon Beckett. Was Stieg Larsson hier abgeliefert hat ist oberste Spitzenklasse. Spannend von Anfang bis zum Ende. Das sind Bücher, wenn du die fertig gelesen hast musst du zuerst mal tief durchatmen. Obwohl das ja richtig dicke Dinger sind, ist man traurig wenn man sie, wie ich, ganz schnell gelesen hat. Wenns mehr Sterne geben würde, bekäme er von mir Stück. Toll, muss man gelesen haben.
Tolles Ende
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich finde dieses Buch ist der glaenzende Abschluss der Trilogie. Ich konnte es nicht erwarten endlich dieses Buch zu lesen und als ich es dann las war es so spannend geschrieben das ich mir wuenschte es wuerde niemals aufhoeren. Dieses Buch brachte mich zum Lachen und Weinen, und es machte mich auch wuetend und traurig.Kurz,es weckte Emotionen wie ich es selten zuvor bei einem Buch erlebt habe.
Absolut empfehlenswert!!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Absolut empfehlenswert!!!! Habe die drei Bände quasi gefressen. Bestellt dieses Buch bzw. diese Bücher, Ihr werdet es nicht bereuuen!
Der Brotbelag schwedischer Journalisten ist für die Story unerheblich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Kurz & knapp:
Larson hält die Spannung.
Ohne die Handlung zu beeinflussen, hätte das Buch gut 100 - 150 Seiten kürzer sein können.
Der Brotbelag schwedischer Journalisten ist für die Story unerheblich.
Ein wenig zuviele irrelevante Nebenstränge.
Dieses "Ausschmücken" machen gerade den 1. Teil (dessen Story auch etwas schwach ist) sehr zäh und langatmig.
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Produkt-Bild: Eine unbeliebte Frau

Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus

Broschiert von List Tb.
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,25

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548608876, Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Eine unbeliebte Frau

5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zuletzt
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ein sehr Spannender Krimi der immer wieder neue überraschende Details offeriert.
Lediglich die Suche nach dem vermissten Kind wird zu beiläufig behandelt.
Ansonsten sehr zu empfehlen.

Andrea Eckert
Das Erste - das Letzte?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Nele Neuhaus ist mir eigentlich aufgefallen, weil ich irgendwann im Buchladen stand, "Schneewittchen muss sterben" in den Fingern hielt, den Text auf dem Buchrücken las und dachte: "Och, hört sich nett an". Da ich aber nicht unbedingt Buch Nr. 4 vor Buch Nr. 1 gelesen haben wollte, musste ich also an den Beginn der Reihe zurück - "Eine unbeliebte Frau".

Und genau eben genanntes Buch ist ein recht solider Krimi geworden. Die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchoff haben es in ihrem ersten Fall im Taunus gleich mit einem Selbstmord und einem Mord zu tun. Charmant und recht dörflich geht es zu, die Ermittlung nimmt jedoch rasant ihren Lauf, schnell gibt es gleich mehrere Mordverdächtige.

Das große Plus: Die beiden Hauptcharaktere wirken nicht aufgesetzt, sind tiefgründig genug für eine gute Serie angelegt und auch die Story und ihre Auflösung kommen (wenn auch ein wenig bieder) glaubwürdig daher.

Insgesamt eine kurzweilige Mördersuche die (nicht nur) Tatort-Fans begeistern wird, manchmal vielleicht ein Eckchen zu viel viel an Geschehen, was da auf 381 Seiten zusammenkommt, auch an Verbrechen (was eine der Hauptfiguren auch selbst feststellt, siehe S.381), aber insgesamt noch sehr unterhaltsam.
Solide Vier-Sterne-Krimiunterhaltung.

Und zur Antwort der Frage in der Überschrift:
Nette Krimilektüre, Teil 2 werde ich bestimmt irgendwann lesen, schon allein weil Teil 4 scheinbar ein echter Hammer sein soll und ich gute deutsche Krimis eigentlich mag.
Türme, Treue und Turniere
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Inhalt:
Pia Kirchhoff hat sich nach 16 gemeinsamen Jahren von ihrem Mann getrennt und ist nun wieder ins Berufsleben bei der Kriminalpolizei eingestiegen. Ihr erster eigener Fall im neuen Job führt sie zur Leiche eines Mannes, der sich suizidiert hat. Am selben Tag wird auch die Leiche einer jungen Frau, Isabel Kerstner, gefunden, die sich offenbar von einem Turm gestürzt hat. Pia und Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein stoßen bereits am Fundort der Leiche auf Ungereimtheiten: Wo ist der zweite Schuh der Leiche? Wieso hatte sie noch das Auto betankt und Einkäufe erledigt? Und wieso hatte sie 5000 Euro dabei? Bald wird klar, dass Isabel bei sämtlichen Frauen in ihrer Umgebung äußerst unbeliebt war und sie jedem Mann den Kopf verdreht hatte. Motive und Verdächtige gibt es somit genug, und die Polizei sucht fieberhaft nach der Wahrheit.

Mein Eindruck:
'Eine unbeliebte Frau' ist der erste Krimi von Nele Neuhaus, doch bereits der dritte, den ich von ihr gelesen habe. Ihre Protagonisten sind - wie gewohnt - sehr real und anschaulich beschrieben, vor allem die Ermittler Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein sind glaubwürdig und sympathisch. Neuhaus gelingt es, dass wirklich jeder verdächtig scheint und ein Motiv für das Verbrechen hätte. Insgesamt sind die Handlung und die Auflösung des Mordes sehr komplex, aber nicht überladen oder unnachvollziehbar. Zudem ist der Krimi sehr flüssig geschrieben, sehr spannend und ein absolut ungetrübtes Lesevergnügen.

Mein Resümee:
Uneingeschränkt empfehlenswert!
Knapper Durchschnitt
2 Punkte 2 von 5 Punkten
"Eine unbeliebte Frau" kann mir, entgegen aller hier schon abgegebenen positiven bewertungen, nicht beliebter werden. Zu pferde- und reiterinnenlastig, wobei man sich fragt, was das ganze mit dem stoff zu tun hat. Ohne ginge es auch. Schnell, oft zu schnell wechselnde handlungsstränge, die optisch vom verlag her nicht sichtbar werden und das lesen erschweren. Sehr künstliche handlung, wenig realitätsnah, vor allem was die nicht- verfolgung der straftaten "entführung, freiheitsberaubung, schwere körperverletzung (kastration)" u.a. anbelangt. Die ermittler bleiben blasse figuren "ohne ecken und kanten", sprich: ohne eigene perönlichkeitsprofile.
Stilistisch keine offenbarung für eine autorin, die laut "waschzettel" auch Germanistik studiert hat. Sie sollte lieber pferdebücher für vorrangig weibliche teenies schreiben, denn da passt auch die oft doch recht triviale ausdrucksweise besser.
nicht schlecht
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Für ein Erstlingskrimi nicht schlecht. Geschichte interessant, teilweise spannend.
Handlungsort Pferdeklinik, Reiterhof, Reiterhof, Pferdeklinik.
Kommissar und Kollegin recht sympatisch dargestellt.
Habe mir noch den Nachfolgekrimi bestellt, da ich glaube,
dass noch viel Potenzial für einen richtig guten Krimi vorhanden ist.
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Produkt-Bild: Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2

Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2 von Stieg Larsson

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,59

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453433173, Erscheinungsdatum: August 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2

5 Kundenrezensionen:

Spannung pur
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieser 2. Teil hat mir am Besten gefallen. Er ist so spannend, auch gesprochen, dass man kaum aufhören kann, zuzuhören.
Verdammnis - wieder eine schlaflose Nacht
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das zweite Buch von Stieg Larsson Verdammnis hat mich genauso in den Bann gezogen wie das Erste. Es geht mehr oder weniger beschaulich los. Lisbeth treibt sich in der Weltgeschichte herum und taucht wieder in Schweden auf. Man muss diese Bücher übrigens in der richtigen Reihenfolge lesen, da die Handlung aufeinander aufbaut, sonst kommt man nicht mit. Mikael Blomkvist möchte ein Buch herausgeben, welches brisante Details bezüglich des Mädchenhandels in Schweden aufdecken soll. Sein Buchautor und dessen Partnerin werden ermordet. Am Tatort wird die Mordwaffe gefunden und auf der befinden sich die Fingerabdrücke von Lisbeth Salander. Der Betreuer von ihr wird auch noch ermordet aufgefunden und es sieht nicht gut aus. Lisbeth taucht ab. Mikael glaubt an ihre Unschuld. Spannend bis zum bitteren Ende. Es war mal wieder eine Lesenacht bis halb drei. Ich konnte das Buch vorher nicht aus den Händen legen. Die Schleichwerbung für IKEA und sonstiges muss man einfach ignorieren.
Wo ist der "klassische" Krimi?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Im Vergleich mit dem ersten Teil fehlt mir in "Verdammnis" die "klassische" Krimihandlung. Der abgeschlossene Raum für das Verbrechen (die von der Umwelt abgeschnittene Insel), der begrenzte Täterkreis, den man nach und nach kennenlernt, das Verfolgen der Hinweise, usw.

Noch mehr als im ersten Teil konzentriert sich Larsson auf seine Hauptfiguren Blomkvist und Salander, vor allem die Vergangenheit letzterer spielt die Hauptrolle in dem Roman. Leider weiß man aber schon sehr früh, wer (zumindest so in etwa) die Morde begangen hat, die Spannung aus dem ersten Teil mit der Mördersuche fehlt so über weite Strecken.

Überzeugt hat mich wie schon im ersten Teil die detailgenaue Beschreibung der Charaktere, natürlich der beiden Hauptfiguren, aber auch der Nebenpersonen, diese geht manchmal fast schon etwas zu weit. Abschweifungen wie z.B. der "Maulwurf" von Milton bei der polizeilichen Ermittlung sind für die Handlung irrelevant und langweilig. Insgesamt aber wirkt die Welt in diesem Buch dadurch sehr lebendig und detailreich, was zwischendurch lange Passagen mehr als wettmacht.

Kurzum, Stieg Larsson schreibt sehr gut, auch wenn ich ihm im Gegensatz zum ersten Teil hier deutliche Mängel in der Story vorwerfen muß. Trotzdem sicher über dem Krimi-/Thriller-Durchschnitt, weshalb ich auch den dritten Teil lesen werde...
Toller Krimi mit einzigartigen Protagonisten
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mich förmlich an meinen Lesesessel gefesselt. Ich war ja schon von dem 1.Teil, "Verblendung", sehr begeistert. Doch "Verdammnis" übertraf alle meine Erwartungen. Lisbeth Salander ist eine der beeindruckensten und interessantesten Personen von denen ich je in einem Buch gelesen habe. Ein großes Lob an Stieg Larsson und seine tolle Schreibweise. Noch nie zuvor konnte ich mir die Personen in einem Buch so gut vorstellen. Mir kam es fast so vor als würde Mikael Blomkvist, Erika Berger oder Lisbeth Salander dirket vor mir stehen.
Schon allein Lisbeth Salander war es wert, dieses Buch aufzugreifen, zu lesen und tiefer in Lisbeth Salanders grausame Vergangenheit einzutauchen. Ich war ,und bin, begeistert und muss glaub ich nicht mehr erwähnen das ich ein euphorischer Lisbeth-Salander-Fan bin!
Absolute Kaufempfehlung !
Viel "mehr" mit wenig dahinter
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Der zweite Teil hält leider nicht, was der erste verspricht, sondern ist einfach nur "mehr": Mehr Lisbeth mit mehr Psychosen, mehr triebgesteuerte Männer, mehr Apple-Werbung. Und vor allem länger: Obwohl sich das Buch gut liest, ist der größte Teil überflüssig und scheint ein Vorgeschmack auf Band 3 - aber so langweilig wie das Buch war, werde ich den wohl nicht mehr lesen. Ich habe nämlich schon ein leises Gefühl, was mich dort erwartet - nämlich noch mehr.
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