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Ende der Märchenstunde: Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt von Kathrin HartmannGebundene Ausgabe von Karl Blessing VerlagPreis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 12,45 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3896674137, Erscheinungsdatum: Oktober 2009 |
4 Kundenrezensionen:gut recherchiert 5 von 5 PunktenKathrin Hartmann fasst gut recherchiert wesentliche Gedanken und Beobachtungen als Tatsachen zusammen, die jedem durch den Kopf gehen, der sich näher mit den Themen "Öko" und "Fair" beschäftigt. Keiner kann sich ein gutes Gewissen leisten, egal ob Loha oder nicht, da durch die Globalisierung und Mobilisierung unserer Gesellschaft einfach zu viele Verflechtungen sind, die wir nicht durchschauen können einerseits und andererseits aus Bequemlichkeit auch verharmlosen. Pseudofundiertes Weltverbesserer Geblubber 1 von 5 PunktenEigentlich eine gute Idee: Das Weltbild der Lohas mal unter die Lupe nehmen und dabei auch das Bio / Öko-Konzept dahingehend zu hinterfragen, ob das ganze nicht nur eine schlau gemachte Werbekampagne für mehr Umsatz ist. Aber - oh je - was macht die Autorin? Sie schreibt 357 Seiten Sammelsurium aus Thesen, Belegen, Behauptungen, eigener Meinung, gewürzt mit einer guten Prise immer wiederkehrender jammenrnder Kritik am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System. Beschwert sich weinerlich über das Verhalten der bösen Konzerne und der, ach so profitgeilen, Banker bzw. Unternehmer. Gibt sich sich mit 430 Fußnoten einen pseudowissenschaftlichen Anstrich, aber schafft es nicht, klare Thesen und Argumente zu führen. Dafür gibts lustigen und ironischen Neusprech, wie man ihn aus der (gut gemachten) NEON kennt. Nein, das ist kein tolles Buch. Die Chance, die Lebenslügen einer ganzen Generation einmal gekonnt zu hinterfragen wurde gründlich vertan - wohl vor allem deshalb, weil Frau Hartmann auch den eigenen Standpunkt nicht hinterfragt. Wenn sie denn einen hat - denn über Gemecker hinaus finde ich wenig an Entwürfen, wie man es denn besser machen könnte. Schade. Wütende Abrechnung mit den LOHAS und der Industrie 5 von 5 PunktenDie Autorin beschreibt lebhaft und mit großer Sachkenntnis, dass die Ideen der LOHAS zu kurz gedacht und größtenteils absolut wirkungslos sind. Die zunächst plausibel klingende Idee, mit gezieltem Konsum Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen, wird als egoistisch entlarvt, da sie nur das eigene schlechte Gewissen befriedigt, an den ungerechten Zuständen aber rein gar nichts ändert. Denn längst, so zeigt es die Autorin anschaulich und kurzweilig anhand vieler konkreter Beispiele, hat sich die Industrie auf die LOHAS als kaufkräftige Zielgruppe eingestellt. Das Buch schafft daher etwas ganz Seltenes: Man lernt auf unterhaltsame Weise etwas dazu und bekommt ein Gespür für die großen Zusammenhänge. Viele Versprechungen der Konzerne zu Umwelt und Sozialstandards entlarvt die Autorin als reine PR-Masche. Mittels hart recherchierter Fakten und Ausflügen in Wirtschaft und Politik schärft sie den Blick des Lesers für das große Ganze. Schonungslos werden Akteure benannt, leere Marketingversprechen aufgedeckt, und gezeigt, was hinter den grünen PR-Formulierungen der Firmen steckt. Den journalistischen Hintergrund der Autorin bemerkt man vor allem in der kritischen Neugier, mit der Slogans und Versprechungen hinterfragt werden und Konzernen auf den Zahn gefühlt wird. Aufgeschrieben ist das Ganze mit einer spürbaren Wut im Bauch, die sich auch auf den Leser überträgt. Nebenbei ist der Autorin das Porträt einer zunehmend unpolitischen Generation gelungen, die nur das eigene Wohl im Blick hat und den Sinn für die Gemeinschaft vermissen lässt. Oft fühlt man sich in der eigenen Bequemlichkeit ertappt: Wie schön wäre es, tatsächlich durch den Kauf des richtigen Produkts die Welt verbessern zu können, wie es die LOHAS glauben. Aber es bleibt die Erkenntnis der Autorin: Es gibt kein richtiges Einkaufen im falschen Wirtschaftssystem. Ein erhellendes, unterhaltsames und aufklärendes Buch, unbedingt empfehlenswert! BoBo-Lifestyle-Greenwashing durchleuchtet 5 von 5 PunktenGute Hinterfragung der optimistischen LOHAS-Szene, der un-radikalen Weltverbesserer mit vielen philosophischen und soziologischen Querverweisen. Das "Cause Related Marketing" und "nachhaltige" "Greenwashing" der globalisierten Großindustrie wird schonungslos mit Zahlen durchlöchert. Teilweise auch beissend ironischer New-Speak-Stil. Endlich wird diese Shopper-Szene durchleuchtet. Angriff auf die unpolitische "Selfness"-Szene. Sehr erhellend! |
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Die nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community von MICHAEL BRAUNGART, WILLIAM MCDONOUGHBroschiert von Europäische VerlagsanstaltPreis bei Amazon: EUR 25,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3434506160, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 2. |
3 Kundenrezensionen:Wichtig 5 von 5 PunktenNach einem Beitrag im WDR 5 habe ich dieses Buch gekauft. Der Grundgedanke dieses Buches begeistert hoffentlich alle Menschen! Eine absolut notwendige industrielle Revolution mit so viel Potential ohne eine Romantisierung der Natur! Sehr empfehlenswert! Die Fortführung des Cradle-to-Cradle Gedankens 5 von 5 PunktenDie nächste industrielle Revolution: Die Cradle to Cradle-Community Dieses Buch ist die Fortführung zu Michael Braungarts/William McDonoughs "Cradle to Cradle - Remaking the way we think". Dieses Buch zu kaufen macht eigentlich nur Sinn, wenn das vorher gelesen wurde. Die Cradle-to-Cardle Community ist quasi eine Weiterführung zum Thema, das aufzeigt, was sich in den letzten Jahren schon so alles getan hat. Anhand von Beispielen wird das Cradle-to-Cradle Denken nochmal deutlicher. Ich finde den Ansatz brilliant und kann nur jedem empfehlen, diese Bücher zu lesen. Cradle-to-Cradle ist etwas für jeden, nicht nur für Manager in Entscheidungspositionen, denn der Grundgedanke kann im Haushalt genauso Einzug halten, wie in der Firma. Vielleicht trägt das Buch über die vielen Kontaktadressen ja auch zu weiterer Vernetzung und Austausch bei. Sehr empfehlenswert! Ein faszinierendes Buch mit einem Ansatz, der sich hoffentlich durchsetzen wird 5 von 5 PunktenMichael Braungart, Professor für Chemische Verfahrenstechnik und Geschäftsführer der Umweltschutzagentur EPEA in Hamburg ist das, was man einen Pionier nennt. Er hält seit langem unsere Umweltschutzstrategie für grundlegend falsch, weil sie, wie er sagt, darauf angelegt sei, den Schaden der Produktion für die Umwelt lediglich zu minimieren. Seine Vision indessen ist eine Kreislaufwirtschaft, bei der erst überhaupt kein Schaden entsteht. Sein Vorbild sind dabei die Ameisen. Ginge es nach ihm, gäbe es in Zukunft nur noch zwei Arten von Produkten: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch angebaut werden können und Gebrauchsgüter, die sich endlos recyclen lassen. "Cradle to cradle" - von der Wiege zur Wiege - bezeichnet er dieses Kreislaufprinzip. Er forscht seit Jahren im Auftrag von immer zahlreicher werdenden Firmen nach neuen Konzepten, um umweltschonende Produkte herzustellen. Im vorliegenden Buch gibt er nicht nur eine Einführung in sein Konzept,sondern zeigt am Beispiel Dutzender Firmen und Produkte auf, wie es tatsächlich funktioniert. Seit 1962 die amerikanische Schriftstellerin Rachel Carson mit ihrem Buch "Stummer Frühling" die ökologische Debatte einleitete, lange vor den Büchern des Club of Rome" ist der Diskurs immer moralisch geführt worden, meistens enggeführt auf die Alternative: hier die guten Umweltschützer, dort die böse, Gift produzierende Industrie. Vielfach wird auch heute noch das Umweltthema als ein Moralthema begriffen, und Moral kann man sich in der Krise nicht leisten. Diese Moraldiskussion geht von einem total negativen Menschenbild aus: die Menschen sind böse und durch Kontrollen muss diese Bosheit im Schach gehalten werden. Doch es geht nicht um Moral, sondern um Qualität. Produkte, sagt Braungart, die Menschen krank machen, sind einfach nur primitiv. Die Biomasse der Ameisen etwa auf der Erde ist etwa viermal größer als die Biomasse der Menschen und doch sind die Ameisen kein Umweltproblem, weil alle ihre Nährstoffe immer wieder in Kreisläufe gehen. Wenn die Menschen lernen, dass sie nützlich sein können anstatt weniger schädlich, kommen die Menschenrechte zurück, sagt Braungart. Ein erstaunlicher Ansatz. Denn wenn alle Stoffwechselprodukte der Menschen wieder Nährstoffe sind (entweder biologische Nährstoffe für alle Verschleißprodukte oder technische Nährstoffe für Gebrauchsgüter), dann könnte die Erde viel mehr Menschen menschenwürdig beherbergen. Er zeigt nun in diesem faszinierenden Buch, wie im Pionierland Schweiz, angefangen von Ciba Geigy, die nach der Sandoz-Katastrophe begannen, radikal umzudenken, begonnen wurde mit diesem Weg. Auch Firmen in Deutschland nutzen die cradle to cradle Philospohie, zum Beispiel der Textilhersteller Trigema mit seinem biologisch in einem halben Jahr abbaubaren T-Shirt, das er zudem noch in Deutschland produziert. Doch echte Innovation braucht die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen. Durch die zur Neige gehenden Rohstoffe ist das Zeitfenster relativ klein, sagt Braungart. Die Europäer haben weltweit das beste Industriedesign. Sie haben gute Ingenieurtechnik und sie haben nun auch durch diese Innovation die beste Kenntnis darüber, wie Dinge so gestaltet werden können, dass sie Nährstoffe für technische und biologische Kreisläufe werden. Es ist Zeit, die nächste industrielle Revolution in Gang zu setzen. |
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Rote Lügen in grünem Gewand: Der kommunistische Hintergrund der Öko-Bewegung von Torsten MannGebundene Ausgabe von Kopp, RottenburgPreis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 13,44 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3938516917, Erscheinungsdatum: Juli 2009, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Mein Vater hats aufgefressen! 5 von 5 PunktenHallöchen, ich habe dieses Buch meinem Vater geschenkt und kann nur sagen er hatte es nach 2Tagen durch. Er liebt dieses Buch, er meinte man müsse dafür sorgen, dass es zu einem Bestseller wird. Aktuell ließt er es zum 2.mal (nach einem monat) Am Anfang gut, Verschwörungstheorien recht unglaubwürdig 3 von 5 PunktenDie Umweltaspekte werden sehr gut erläutert, die angeblichen Umweltkatastrophen kritisch betrachtet, was sonst in der Berichterstattung nie vorkommt, aber die Verschwörungstheorien sind zum Teil unglaubwürdig und wirken wie an den Haaren herbeigezogen. Rote Faschisten mit grüner Tarnfarbe! 5 von 5 PunktenÖkos, Müslis, Anarchos, Neo-Marxisten, Multi-Kultis und sonstige Volksbeglücker leben vom Kult mit der Schuld. Angefangen mit dem Selbstmord der ersten RAF-Generation bishin zum Zusammenbruch der UdSSR, verbunden mit dem Fall des eisernen Vorhangs, ist deren faschistoide Ideologie bisher gescheitert! Trotzdem verstehen sich die ewig gestrigen ultralinken 68er-Späthippies auf die mediengesteuerte Manipulation der Bevölkerung. Andersdenkende und Kuhpupse sind Schuld an Ozonlöchern die Pole schmelzen und Inseln absaufen lassen, wir konsumgierige Verbraucher sind die Ursache für die Ausbeutung von Kindern und Billigarbeitskräften in Entwicklungsländern, jeder ethnisch Deutsche ist mitschuldig am Genozid im dritten Reich usw., usf. All diese Schuldzuweisungen und sonstige Offenbarungen verkünden uns die Apostel der neuen Weltordnung. Geplant ist eine EU nach Vorbild der gescheiterten Sowjetunion, ein planwirtschaftlicher Umverteilungsstaat nach sozialistischen Maßstäben. Den Menschen soll vorgeschrieben werden wie sie ökologisch korrekt essen, arbeiten und vor allem zu denken haben. Eigenes denken unerwünscht! Das sieht der Masterplan der neuen grün-getarnten Herrenrasse nicht vor! Rote Lügen im Grünen Gewand 5 von 5 PunktenEndlich einmal ein Mensch der sich traut die reale Wahrheit in Schriftform zu veröffentlichen. Man erfährt wie man belogen und betrogen wird, wie man durch die Medien gesteuert wird und das es nur die Lobby einer bestimmten Gruppe ist die die Menschheit in den Wahnsinn treiben soll, um sich selbst die Taschen zu füllen. Man kann das sehen an den Unternehmern die für sich arbeiten lassen für 1,- ? pro Stunde, die in den Lebensmittelbereichen, Drogeriebereichen und anderen tätig sind. Man gaukelt uns einen angeblichen Kollaps der Erde vor und bringt die wahren und ehrlichen Wissenschaftler die aufklären wollen, mit politischen und wirtschaftlichen Druck zum Schweigen, weil deren Aufklärung nicht in das Konzept der Regierung passt. Wer schützt uns vor den Umweltschützern ??? Rolli Leseratte 3 von 5 PunktenHinter jedem Gebüsch wittert der Autor Kommunisten. Man fühlt sich 30 Jahre zurück versetzt. Selbstverständlich gibt es Wandlungen im Klima und die sind in erster Linie auf die Überbevölkerung zurückzuführen. Sicher hat der Autor in vielen Dingen recht. Die ewig geforderte Umverteilung zu den Schwellenländern ist überflüssig, nutzlos und ein Hohn für die hier arbeitende Bevölkerung. Aber ich würde den Schluss daraus ziehen, dass man die Menschen in diesen Ländern einfach so leben lassen sollte, wie sie es möchten, also nicht mehr zu unserem Lebensverständnis zwingen. Die Arabische Welt hat der Autor bei seinen Betrachtungen vollkommen vergessen. Jeder Mensch der sich Sorgen um die Umwelt macht, aber kein Kommunist ist und in Freiheit leben will, wird von der Meinung des Autors ins Abseits gestellt. |
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Die Ökolüge: Wie Sie den grünen Etikettenschwindel durchschauen von Stefan KreutzbergerBroschiert von List, Paul, Verlag GmbH & Co. KGPreis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 13,94 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3430300452, Erscheinungsdatum: April 2009 |
3 Kundenrezensionen:unentbehrlich! 5 von 5 PunktenJe mehr die Großen in Industrie und Handel die Themen "Bio" und "Fair" für sich entdecken, desto wichtiger wird für den Verbraucher sauber recherchiertes Hintergrundwissen. Nur so kommt man Trittbrettfahrern und Schwindlern auf die Spur. Diese Hintergrundinformation bekommt der Leser in "Die Ökolüge" auf vorbildliche Weise präsentiert. Wer dieses Buch liest, lernt zu unterscheiden, denn nicht überall wo "Bio" oder "Fair" drauf steht, ist auch "Bio" oder "Fair" drin. Standardwerk für bewusste Konsumenten... Gute Hintergrundinformationen 5 von 5 PunktenAuf den ersten Blick hatte ich nur Informationen zum Thema Bio-Lebensmittel erwartet. Da war ich schon immer etwas skeptisch, ob das denn auch alles korrekt ist. Die Darstellung der Unterschiede zwischen dem Bio-Siegel und den Kriterien der Anbauverbände fand ich sehr erhellend. Darüber hinaus spannt Kreutzberger den Bogen aber noch viel weiter und schaut über die Ländergrenzen hinaus bis in den tropischen Regenwald. Sehr anschaulich und gut geschrieben finde ich das ausführliche Kapitel über den sogenannten "Bio-Sprit" und die Auswirkungen auf Umweltzwerstörung und den Hunger in der Welt. Auch das Kapitel über die langjährige Verarsche durch die deutsche Autoindustrie ist sehr gut und kompakt. Das hatte ich so noch nicht gewusst. Ein lehrreiches Beispiel für Etikettenschwindel ist auch der Beitrag über die Öko-Fonds. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und in vielen Dingen die Augen geöffnet. Zwiespältig 2 von 5 PunktenIch habe das Buch gerade gelesen und habe am Ende einen zwiespältigen Eindruck mitgenommen. Einesteils sind bestimmte Abschnitte recht gut recherchiert und gut verständlich aufgemacht. Die Abschnitte über vermeintliche Ökosiegel in der Industrie und 'grüne' Wertpapiere fand ich z.B. nicht schlecht. Das z.B. die 'Öko'-Siegel der Textilindustrie ihr Geld meist nicht wert sind, fand ich schon eine bemerkenswerte Tatsache, und die verdeckten Tatbestände der Erzeugung von Ökotextilien kannte ich noch nicht. Andere Abschnitte enthalten dagegen schlicht unwahre Aussagen. Scheinbar fehlte manchmal ein echtes Beispiel oder die Geduld bei der Recherche. So wird z.B. im Kapitel über Klimaschutz der Verein PrimaKlimaWeltweit aufs Korn genommen und behauptet, daß er 'die billigsten derartigen Angebote machen würde' (was nicht stimmt, es gibt biligere Möglichkeiten), sich am Ausgleichshandel für Flugreisen beteiligen würde (was er nie getan hat) und einem Autoverleih ohne Grund einen billigen Ablaßhandel für ihre Emissionen ermöglichen würde (die Firma kann aufgrund ihrer Marktnische ihr Geschäftsmodell gar nicht umstellen). Ich würde sagen, wer sich mit dem Thema noch gar nicht befaßt hat und jetzt einen Einstieg sucht, kann bessere Lektüre finden. |
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Stabile Ungleichgewichte: Die Ökologie der Zukunft von Josef H. ReichholfBroschiert von SuhrkampPreis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 4,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3518260057, Erscheinungsdatum: Mai 2009, Auflage: Neuauflage. |
2 Kundenrezensionen:Grundprinzipien der Welt 5 von 5 PunktenDas Buch vermittelt auf knappem Raum Zusammenhänge, die nicht nur für das Verständnis der Natur, sondern auch für das sozialer Systeme von elementarer Bedeutung sind. Als Folge der Lektüre dieses überaus lesbar geschriebenen Buches stellen sich unweigerlich elementare Einsichten in die Natur der Welt ein. Unbedingt lesen! Ein Nagel im Sarg des Denkens in Gleichgewichten 5 von 5 PunktenGleichgewichte erfreuen sich als gedankliches Konstrukt in vielen Wissenschaften grosser Beliebtheit - ganz gewiss ist das so in der Ökonomie und in der Ökologie. In der Ökonomie bestehen seit langem Zweifel am Nutzen des Denkens in Gleichgewichten. Mit seinem Buch schürt Reichholf die Zweifel am Nutzen des Gleichgewichtsdenkens in der Ökologie. Ich bin kein professioneller Ökologe, habe das Buch aber dennoch mit grossem Interesse und Gewinn gelesen. Besonders gefallen haben mir die klare Sprache und die Kürze des Buchs. Reichholf hat mich überzeugt, dass der Nutzen von Gleichgewichten in der Ökologie ebenso begrenzt ist wie in der Ökonomie. Insbsondere verdeutlicht Reichholf, dass Gleichgewichte als solche keinen erstrebenswerten Zustand darstellen. Offenbar gilt in der Ökologie, was in der Ökonomie schon seit geraumer Zeit bekannt ist. Dort hatte vor einger Zeit Thomas Schelling recht plastisch verdeutlich, dass Gleichgewichte nicht stets erstrebenswert sind: Wenn man einen Mann erhängt und er nicht mehr schwingt ist er im Gleichgewicht. Man wird aber nicht sagen können, dem Mann ginge es gut. |
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Erfolgreich investieren in grüne Geldanlagen: Ökologisch - ethisch - nachhaltig von Stephan RotthausTaschenbuch von Campus VerlagPreis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 19,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3593385783, Erscheinungsdatum: März 2009, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:Das Thema ist aktueller denn je. 5 von 5 Punkten"Erfolreich investieren" ist eine komplett aktualisierte Neuauflage des Buches "Grüne Gelanlagen", das auf eine breite Publikums- und Presseresonanz stieß. Das Buch wurde unter anderem vorgestellt in: ARD Morgenmagazin, SWR, Handelsblatt und DIE ZEIT. Weitere Informationen zum Buch gibt es auf der Internetseite www.gruene-geldanlagen.de. Mit besten Grüßen Ihr Buchautor Stephan Rotthaus |
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Ökologische Kommunikation: Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einstellen? von Niklas LuhmannBroschiert von Vs VerlagPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 17,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3531161458, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 5. Auflage. |
2 Kundenrezensionen:Gesellschaftstheorie und Ökologie 5 von 5 PunktenAm Thema Ökologie/Umwelt scheiden sich die Geister: Die einen verbreiten Weltuntergangsstimmungen und klagen die moderne Gesellschaft (meist gesehen als kapitalistische Wirtschaftsordnung) an und/oder sind der Meinung, die Politik könnte die Umweltprobleme lösen. Die anderen deklarieren das Thema lieber als politisches Luxusproblem, mit dem man sich am besten erst dann beschäftigt, wenn ?wichtigere" Probleme wie etwa Arbeitslosigkeit gebändigt sind. Luhmanns Zugang zum Thema Ökologie ist ein anderer, der in seiner Form zwar ungewohnt daherkommt, aber nicht weniger einleuchtet: Sein Buch ist keine Anleitung für die Politik, wie sie Umweltprobleme in den Griff bekommt. Es ist genauso wenig eine Kampfansage an den Kapitalismus. Vielmehr ist es eine nüchterne Analyse der modernen Gesellschaft und ihrer Struktur: einer funktionalen Differenzierung in Teilsysteme wie Politik, Wirtschaft, Recht, Wissenschaft, Erziehung usw. Aufgrund dieser Formation der Teilsysteme, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen, verfügt die moderne Gesellschaft weder über eine Spitze noch über ein Zentrum. Das hat zur Folge, dass niemand für sich beanspruchen kann, die Gesellschaft zu repräsentieren, in ihrem Namen zu sprechen, oder für alle verbindlich zu sagen, wie Gesellschaft aussehen müsste. Auch die Politik nicht, von der ja meist erwartet wird, (wenigstens) sie könnte die Gesellschaft steuern. Politik ist aber nur ein Teilbereich neben vielen anderen. Ökologische Selbstgefährdung der Gesellschaft bedeutet, dass die Gesellschaft ihre Gefährdung durch die Umwelt selbst erzeugt, und zwar durch Kommunikation. Die Gesellschaft kann nach Luhmann ohnehin nichts anderes als kommunizieren. Und so sollte es auch nicht verwundern, dass das Ergebnis von Luhmanns Analyse nüchtern ausfällt: Auf Umweltkatastrophen kann die Gesellschaft nur durch ihre Funktionssysteme reagieren (kommunizieren). Und diese reagieren bzw. beobachten aus einer je eigenen Perspektive, nach je eigenen Relevanzen: für die Wirtschaft als Frage der Kosten (bzw. Gewinne), für die Politik als Wahlchancen, für die Wissenschaft als Thema neuer Forschung etc. Ohne Spitze und Zentrum ist auch eine moralische Integration der gesamten Gesellschaft nicht möglich: der moralische Appell z.B. von sozialen Protestbewegungen in Richtung Wirtschaft oder Politik erzeugt dort lediglich ein Rauschen, das auf ökonomische Rentabilität bzw. auf Wahlchancen hin beobachtet wird. Die Teilsysteme reden also mehr oder weniger aneinander vorbei. Gezeigt anhand der ökologischen Frage, bietet dieses Buch einen tollen Überblick über die Teilsysteme und ihr Zusammen- (bzw. Auseinander)spiel. Man lernt dabei eine Menge über die moderne Gesellschaft, ihre Funktionssysteme und natürlich über Luhmanns Systemtheorie. Insofern ist das Buch auch eine Art Geheimtipp für alldiejenigen, denen die gesamte Gesellschaftstheorie von Luhmann zu umfangreich ist. Denn ?Ökologische Kommunikation" fasst die wichtigsten ihrer Bestandteile zusammen und liefert einen eindrucksvollen Anwendungsfall gleich mit. Typisch für Luhmann ist auch dieses Buch in einer schwierigen Sprache geschrieben. Kenner der Systemtheorie sind hier sicherlich im Vorteil. Für Soziologen und soziologisch interessierte Leser ist das Buch absolut empfehlenswert. Politikwissenschaftler und idealistische Umweltschützer werden wohl eher empört oder verstört sein, denn sie werden mit unüblichen Sichtweisen konfrontiert, die eher relativistisch und eher pessimistisch in die Zukunft blicken lassen. Eine Auseinandersetzung mit Luhmanns Buch ist trotzdem auch für letztgenannte eine große Bereicherung. Zur Resonanz der Teilsysteme der Gesellschaft 4 von 5 PunktenDie Frage, die sich im Anschluß aller systemtheoretischen und soziologischen Betrachtung stellt: sind die einzelnen Teil(Funktions-)Systeme der Gesellschaft im Hinblick auf ökologische Gefahren überhaupt resonanzfähig? Wenn man sich ersteinmal durch Luhmanns Lebenswerk (Die Gesellschaft der Gesellschaft) gegraben hat, so ging es mir - ist man wohl erst mal ohnmächtig. Nicht nur die Begriffswelt Luhmanns und ihre hohe Abstraktion, sondern auch der Verlust Normativer Strukturen läßt einen schauern. Das will nicht heißen, daß man dieses Werk nicht beachten sollte - im Gegenteil, doch wenn man es auf einer tieferen Abstraktionsebene haben will, sollte man lieber "Ökologische Kommunikation studieren. Allerdings könnte dann das Verständnis für wichtige Begriffe fehlen, die grundlegend sind für ein wenig Verständnis von Luhmann Gedankenkonstrukt. Wer sich mit soziologischen Fragestellungen beschäftigt, kennt das Dilemma: in der Gesellschaft kommt ungefähr alles vor. Sie ist eben komplex. Sie ist eine emergente Ordnung. Kritik Luhmanns war, daß bisherige Theorien an dieser Vielheit (und ihrer Einheit)gescheitert sind. Vielmehr sei es also nötig, die Beobachtungsweise zu reduzieren: auf die Differenz von System und Umwelt. Man soll eben nicht die Einheit betrachten,sondern die Unterschiede, die sie macht... Und da ist man schon in einer völlig abstrakten Begriffskonstruktion gelandet, die man erst mal denken lernen muß. Schließlich also gibt es nach Luhmann Systeme, die gegen Umwelteinflüsse weitgehend abgeschottet sind, und aber nur in Ausnahmefällen auf Umwelteinflüsse reagieren. Die Teilsysteme des Sozialen Systems "Gesellschaft", z.B. arbeiten nach Codes. Änlich wie Parson (Das System moderner Gesellschaften)gibt es Teilsysteme,die sich mit spezifischen gesellschaftlichen Bezugsproblemen befassen. Bei Luhmann ist dieses Prinzip noch ausgeprägter: die Funktionssystemen erfüllen nur eine gesellschaftssyspezifische Funktion und programmieren ihre Operationen (Kommunikationen) nach binären (zweiwertigen) Codes. So arbeitet das politische System nach dem Code "Regierung/Opposition", die Wirtschaft nach "Zahlen/ nicht Zahlen(können)", das Erziehungssystem nach "bestehen/nicht bestehen". Unter diesen Vorraussetzungen kann man sich dann sehr wohl fragen, ob diese Funktionssysteme überhaupt resonanzfähig sind für ethisch/moralische Appelle, etwa die Umwelt zu schonen, denn jeder Zug von Normativität scheint aus der Welt. Ein Appell an ein Funktionssystem kann nach Luhmann nur in einer ihm verständlichen Weise so kommuniziert werden , daß es diesen auch versteht, eben in der Form seines Codes: für Umweltproble (Rohstoffknappheit, Pollution) bedeutet dies, um an das wirtschaftl. System zu kommunizieren: Preiserhöhungen, wobei dies Problem aufgrund der Interdependenzen der Systeme untereinander nicht aus der Welt ist, sondern möglicherweise als Inflation ins Wirtschaftssystem zurückkommt...Fontane würde sagen: ...ein weites Feld... Luhmann kann auch nicht wirklich Antworten geben auf die Frage, die er stellt,aber er gibt faszinierende Anstösse, einmal anders zu denken. Eine lohnende Lektüre! Hannes Barske |
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Das Parlament der Dinge: Für eine politische Ökologie von Bruno LatourBroschiert von Suhrkamp VerlagPreis bei Amazon: EUR 15,00, Angebote ab EUR 8,47 ISBN: 3518295543, Erscheinungsdatum: Dezember 2009, Auflage: 1 |
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Ökobilanz (LCA): Ein Leitfaden für Ausbildung und Beruf von Walter Klöpffer, Birgit GrahlGebundene Ausgabe von Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaAPreis bei Amazon: EUR 89,00, Angebote ab EUR 79,00 ISBN: 3527320431, Erscheinungsdatum: März 2009, Auflage: 1. Auflage |
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Holzrausch: Der Bioenergieboom und seine Folgen von Peter WohllebenBroschiert von adatia VerlagPreis bei Amazon: EUR 14,90 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3940461032, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:Autor im Rauschzustand? 1 von 5 PunktenDas Buch finde ich schlecht recherchiert! Zwar sind ein paar richtige Punkte beschrieben, jedoch spríngt er von tropischer Waldwirtschaft zur deutschen Waldwirtschaft hin und her. Er verallgemeinert die wenigen schwarzen Schafe auf die gesamte Forst- und Holzbranche. Von neutraler Darstellungsweise keine Spur, er polarisiert wo es nur geht. Zusätzlich fehlen mir für seine Anschuldigungen Beispiele, bzw. Quellenangaben. Er behauptet in dem Buch so viel, dass man hier von einer persönlichen Meinung ausgehen muss, jedoch nicht von einem Zustand der deutschen Waldwirtschaft, wie man sie in der Realität antrifft. Gruß von einer Försterin, der der Wald mindestens genau so viel am Herzen liegt, wie Herrn Wohleben. gut recherchiert und kompetent geschrieben 5 von 5 PunktenDieses Buch rückt das romantische Bild vom Umweltschützer, der Friedenspfeife rauchend vor seinem offenen Kaminfeuer sitzt, gründlich zurecht. Kann es sehr empfehlen, nicht nur für Leute vom Fach, sondern für jeden, der sich für seine Umwelt und Nachhaltigkeit im Energieverbrauch interessiert. Informativ 5 von 5 PunktenDas Buch ist leicht verständlich und informativ gehalten. Der Autor schafft es eindringlich davor zu warnen, wie eine Zukunft aussehen könnte, wenn der Mensch rücksichtslos auf Bioenergie setzt. Ein leicht verständliches, populärwissenschaftliches Buch, das jedem Bürger, vor allem den Politikern, wärmstens empfohlen sei 4 von 5 PunktenIn seinem neuen Buch beschäftigt sich der Forstingenieur Peter Wohlleben mit dem brisanten und hochaktuellen Thema der Klimaveränderung und dem verzweifelten Versuch mit alternativen, biologischen Energierohstoffen eine Katastrophe abzuwenden. Dabei grassiert zur Zeit ein regelrechter Boom in erneuerbare Energien aus biologischen Rohstoffen, wie Holz, Raps, Chinagras etc. Dass diese Medaille, wie alle anderen, auch eine andere Seite besitzt, beschreibt Wohlleben in seinem Buch Holzrausch, dessen Titel sich an den großen Goldrausch des 19. Jahrhunderts in Amerika anlehnt. Mittlerweile hat die Gier nach dem nachwachsenden Rohstoff Holz bisweilen ebenso bizarre Züge angenommen. In dem ersten Abschnitt Energie aus dem Wald beschreibt der Autor die Vor- und Nachteile der Holzöfen und Pelletheizungen und informiert den Leser auch über die Schlagzeile Feinstaub, die immer wieder in Zeitungen und Nachrichten auftaucht. Was wenige wissen, ist, dass die wachsende Nachfrage nach Brennholz und alternativen Energien bereits jetzt eine Holzknappheit hervorgerufen hat und die Wälder vor einer erneuten Nährstoffverarmung bewahrt werden müssen. Denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der komplette Baum, vom Stammfuß bis zu Zweigspitze verwertet wird und keinerlei Biomasse mehr übrig bleibt, um in Ruhe vor sich hinzufaulen und damit unzähligen Tier- und Pflanzenarten eine erneute Lebensgrundlage zu bieten. Welche Auswirkungen dieser Holzrausch auf das Ökosystem Wald hat und wie die Prognosen aussehen, zeigt Wohlleben in dem Kapitel Lebensraum Wald auf leicht verständliche Art und Weise. Wie schizophren und kurzsichtig der derzeitige Boom nach Holz, Raps oder auch Chinagras als neue Energieträger ist, wird in dem Abschnitt Überstrapaziert geschildert. Hier erfährt der Leser einige interessante Hintergründe über Weltwirtschaft und Umweltpolitik. In Klima, prima! setzt sich Wohlleben mit der aktuellen Klimaproblematik auseinander und den derzeitigen Versuchen dem steigenden Treibhauseffekt entgegen zu wirken. Auch hier wird differenziert auf die verschiedenen Methoden und Alternativen eingegangen. Das zweite Buch von Peter Wohlleben beschäftig sich auf kritische Weise mit einem sehr wichtigen Thema, welches jeden von uns angeht und immer mehr in den Fokus von Gesellschaft und Politik rückt. Noch vor knapp zehn Jahren war Heizen mit Holz wenigen Naturliebhabern überlassen, mittlerweile ist daraus eine florierende Industrie entstanden, die bereits deutlich Auswirkungen auf das Ökosystem Wald genommen hat. Und nicht nur dort ist der derzeitige Bioenergieboom zu spüren, auch in der Landwirtschaft sind die Folgen bereits unverkennbar. Riesige Ackerflächen werden zum Anbau von Raps und Mais genutzt, um diese zu Öl oder Biogas umzuwandeln. Wie sehr die Lebensmittelindustrie davon betroffen ist, zeigen die steigenden Import-Zahlen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Peter Wohlleben beschreibt leicht verständlich welche Auswirkungen die derzeitige Ausbeutung unserer Umwelt haben wird und warnt vor allzu euphorischen Stimmen, welche die Bioenergie als Rettung vor der Klimakatastrophe preisen. Dabei hat Wohlleben eine ausgezeichnete Recherche betrieben, von der eine Unmenge an Zahlen zeugt, die der Autor dem konsternierten Leser um die Ohren haut. Sicherlich sehr interessant, manchmal aber auch zuviel des Guten. An der einen oder anderen Stelle hätte ein Diagramm den Text auflockern können, beziehungsweise das Anliegen des Autors besser verdeutlicht. Das Buch hat einen sehr negativen Tenor und manches Mal steht man allein beim Lesen kurz vorm Verzweifeln, ob der Ausweglosigkeit der derzeitigen Situation. Doch Peter Wohlleben informiert und kritisiert nicht nur, sondern spendet auch Hoffnung, denn es ist (fast) nie zu spät noch etwas zu ändern und dem aktuellen Trend eine neue Richtung zu geben, um unsere Wälder und unsere Umwelt dauerhaft zu bewahren. Leider ist das Buch mit knapp 15 Euro für 160 Seiten nicht gerade günstig. |
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