|
| ||
Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung von Wolfgang Behringer
Preis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 18,50 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 340652866X, Erscheinungsdatum: Juni 2010, Auflage: 5., aktualisierte Auflage
5 Kundenrezensionen:Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung 5 von 5 PunktenEndlich mal wieder eine objektive Lektüre, die bei der Diskussion über den Klimawandel über den Tellerrand zu schauen vermag. Unglaublich wissenswert auch für mich als Historiker. Hervorragende Darstellung der Auswirkungen von Klima auf die Menscheit 5 von 5 PunktenDieses Buch ist für jeden interessant, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen will und nicht nur die durch die Medien veröffentlichen Meldungen bestätigt haben will. Sehr gut und sehr empfehlenswert. Pflichtlektüre für Klimapaniker 5 von 5 PunktenUnd wieder ein Werk, das sich die Klimapaniker einmal ansehen sollten. Natürlich kann man Fanatiker nicht bekehren, aber der vernunftbegabte Leser wird diesem sehr gut zu lesenden Buch einiges an Wahrheit abgewinnen können. Wobei man sich nun noch lange nicht zurücklehnen darf und weiterhin seiner Verantwortung für die Umwelt gerecht werden muss. Der Mensch beeinflusst die Natur, aber für alles kann er nicht verantwortlich gemacht werden. Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die in der Lage sein wollen den Scharlatanen nicht auf den Leim zu gehen... Pflichtlektüre für alle Klimadiskutanden 5 von 5 PunktenEs muß für den Autor Wolfgang Behringer wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, als der Weltklimarat IPCC die beiden Klimaanomalien der Mittelalterlichen Wärmeperiode (9.-14. Jh.)und der darauf folgenden Kleinen Eiszeit (15.-19. Jh.) nach und nach von 1990 bis 2001 aus seinen Klimakurven tilgte und schließlich nur noch die berühmt-berüchtigte (inzwischen diskreditierte) Hockeystick-Kurve im Programm hatte. Durch seine Forschung hatte Behringer nämlich Zugang zu unzähligen historischen Details, die zusammengenommen einen eindrucksvollen Beweis der Existenz beider Klimaextreme abgeben. Die Existenz von historischen Temperaturschwankungen bei gleichzeitig stablilem Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre ist dabei Auslöser für die Frage, wie wohl das wirkliche Verhältnis von anthropogener zu natürlicher Steuerung des aktuellen Temperaturanstiegs sein könnte. Mit Ausnahme von ein paar Zeilen in der Einleitung sowie dem Epilog hält sich jedoch der Autor aus der aktuellen Klimawandel-Diskussion weitgehend heraus und beschränkt sich auf die solide und eindrucksvolle Schilderung der historischen Klimaschwankungen der letzten paar Tausend Jahre. Lediglich in ein paar Abbildungen (z.B. 40 & 44) blitzt nochmal kurz Widerstand gegen die IPCC-"Konsensmeinung" auf, ansonsten hält sich der Autor weitgehend dezent (und vielleicht klug?) zurück und läßt die Fakten sprechen. Nach einer kurzen Einleitung beginnt das Buch mit der knappen Schilderung des Klimas der letzten paar hundert Millionen Jahre. Dann jedoch geht es schnell ins Holozän, also die letzten 12.000 Jahre. Es ist dies die Endphase der letzten Eiszeit sowie vor allem die nacheiszeitliche Erwärmung. Ein erster für mich sehr interessanter Punkt ist eine kurze Rückkehr eiszeitlicher Bedingungen (Jüngere Dryaszeit) während der allgemeinen Erwärmungsphase. Ein Beweis dafür, dass das Klima sich unter bestimmten Voraussetzungen sehr abrupt ändern kann. Vor 8000 Jahren dann das holozäne Klimaoptimum, wo es deutlich wärmer war als heute. Und all das bei relativ geringem CO2-Gehalt in der Atmosphäre. Der Autor schildert wie die Entwicklung von Zivilisationen oft an das Klima gekoppelt war. Fortschritte wurden überwiegend innerhalb von Wärmephasen erzielt. So arbeitet sich Behringer allmählich durch die ständigen Klimawechsel der letzten paar tausend Jahre vor. Es gibt vieles Interessantes zu lernen. Manchmal verliebt sich der Autor jedoch so ins Detail, dass man sich ab und an beim Querlesen ertappt. Aber schon wenig später ist man dann wieder voll dabei. Bemerkenswert ist das Kapitel "Klimadeutung als neue Religion" wo Behringer den Klima-Alarmismus anprangert und einen Vergleich mit der Sündenökonomie des Spätmittelalters anstellt. Das Buch ist all denjenigen wärmstens zu empfehlen, die sich ein eigenes, Fakten-belegtes Bild zur natürlichen Klima-Variabilität der letzten paar Tausend Jahre machen möchten. Etliche Aha-Erlebnisse sind garantiert. Nach der Lektüre wird man das aktuelle Klimageschehen sehr viel differenzierter sehen und die dazugehörige Diskussion vermutlich mit etwas kritischeren Augen verfolgen. Fakten statt Alarmismus 5 von 5 PunktenIm Gegensatz zum internationalen Sprachgebrauch, der Begriffe wie "climate change" und "global warming" umfasst, faseln wir Deutsche gerne von der "Klimakatastrophe". Der Historiker Wolfgang Behringer lässt den von Medien und Wissenschaftsastrologen (welche noch in den 1970er Jahren vor einer Abkühlung gewarnt hatten) verbreiteten Alarmismus beiseite und beleuchtet in seiner "Kulturgeschichte des Klimas" die Fakten vom Treibhauseffekt des Archaikums (ca. 3,8 - 2,5 Milliarden Jahre), der erst die Voraussetzungen für das Leben auf der Erde schuf, bis zur gegenwärtigen globalen Erwärmung, die sich jedoch immer noch innerhalb einer Eiszeitperiode abspielt. Das Klima befand sich in dieser unvorstellbar langen Periode nie in einem Gleichgewichtszustand. Die Extreme schwankten zwischen Treibhausklima und kompletter Vereisung des Erdballs. In der Erdgeschichte sind fünf große Massenaussterben bekannt. Das verheerendste war die Permkatastrophe, der etwa 75 - 95% der marinen Tierarten und ein großer Teil der Landlebewesen zum Opfer fielen. Auch die relativ kurze Kulturgeschichte der Menschheit wurde von klimatischen Veränderungen beeinflusst. Die globale Erwärmung des Holozäns ermöglichte erst die Herausbildung menschlicher Hochkulturen und den Übergang von der halbnomadischen Jäger- und Sammlerkultur zur Sesshaftigkeit mit Viehhaltung und Ackerbau. Klimatische Schwankungen führten jedoch immer wieder zu Aufstieg und Niedergang von Zivilisationen wie in Ägypten und Mesopotamien. Selbst die letzten beiden Jahrtausende waren von klimatischen Einflüssen geprägt. Die Blütezeit des Römischen Reiches fiel mit der Erwärmung vom 1. Jahrhundert bis etwa 400 n. Chr. zusammen. Die Nordausdehnung des Reiches war nur deshalb möglich, weil durch das Abschmelzen der Gletscher die Alpenübergänge ganzjährig passierbar waren. Zur gleichen Zeit entstand das erste chinesische Großreich. Ein ähnliches Klimaoptimum wurde erst wieder während der Mittelalterlichen Warmzeit erreicht, in der Grönland (Grünland) besiedelt wurde. Von dort aus wurde der amerikanische Kontinent erstmals entdeckt. Die Baumgrenze stieg in den Alpen bis auf über 2000 Meter, und Wein wurde in Pommern, Ostpreußen, Südschottland und Norwegen angebaut. Die "Kleine Eiszeit" setzte im 14. Jahrhundert ein und führte in den folgenden Jahrhunderten zu Missernten, Hunger und Krankheiten, wofür zunächst "Hexen" verantwortlich gemacht wurden. Jenseits aller religiösen Wahnvorstellungen bewirkte die Anpassung an die neuen Lebensbedingungen schließlich einen rationaleren Umgang mit der Krisenbewältigung. Es entstanden staatliche Strukturen, die modernen Naturwissenschaften, technische Entwicklungen und ein weltumspannendes Wirtschaftssystem. Die gegenwärtigen klimatischen Verhältnisse liegen noch unter den Klimaoptima der Antike und des Mittelalters. Gemessen am Paläoklima, das meist sehr viel wärmer als heute war, leben wir jetzt noch in einer Eiszeitperiode. Dass es anthropogene Ursachen für die momentane Erwärmung gibt, schließt Behringer zwar nicht aus, folgert allerdings, dass eine sofortige Verhaltensänderung oder die Suche nach Sündenböcken den Klimawandel nicht aufhält. Tatsache ist auch, dass die CO2-Konzentrationen ohne menschliche Einflüsse in der Erdgeschichte erheblich schwankten und die Kurven für Temperatur und Kohlendioxydgehalt der Atmosphäre nicht einfach parallel verliefen, obwohl deren Zusammenhang zum klimatologischen Dogma erklärt wurde. Selbst dann bleibt die Frage, ob die veränderten CO2-Konzentrationen Ursache für die veränderten Temperaturen sind oder umgekehrt - oder ob beide von einem dritten, noch unbekannten Vorgang gesteuert werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich - wie im Verlauf der "Kleinen Eiszeit" - die Vernunft gegen den pseudoreligiösen und politisch-ideologischen Alarmismus durchsetzt. Die Suche nach Schuldigen und Sündenböcken als moderne "Hexen" hilft nicht weiter. Gefragt ist eine flexible Anpassung an den ständigen Klimawandel, der auch ohne menschliches Zutun stattfand und in Zukunft immer stattfinden wird, und die Erkenntnis, dass die gegenwärtige Erwärmung nicht nur Risiken sondern auch Chancen birgt. Dafür leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag. |
||
...
Impressum
• Kontakt
• Startseite
• Produktkategorien
• Geschenkgutscheine
•
Auf diesen Link bitte nicht klicken music Pop-CD Vedmagazin-News Klassik
Auf diesen Link bitte nicht klicken music Pop-CD Vedmagazin-News Klassik
Gewisse Inhalte, die auf dieser Website erscheinen, stammen von AMAZON EU SARL.
Diese Inhalte werden so, wie sie sind zur Verfügung gestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.

Zoom: Klick auf Bild
