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Kalte Asche von Simon Beckett

Zoom Produkt-Bild: Kalte Asche
Taschenbuch von Rowohlt Tb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,00

4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499241951, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 5., Aufl.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Merkwürdig sieht die verbrannte Leiche aus, die der forensische Anthropologe David Hunter auf der abgelegenen Hebriden-Insel Runa zu Gesicht bekommt. Durch die unglaubliche Hitze des Feuers ist sie fast gänzlich zu Asche zerfallen -- bis auf Beine und Füße, die fast unversehrt in den Raum ragen. Auch in der Umgebung des unmittelbaren Tatorts hat das Feuer kaum Schaden angerichtet: anders als wenig später, als das Gemeindehaus der Insel, ein Wohnwagen mitsamt des darin wachenden Polizisten und ein Boot inklusive einer allzu neugierigen Reporterin in Flammen aufgehen. Denn auf Runa treibt ein unheimlicher Mörder sein Unwesen, der im Schatten des Rauchs seine dunkle Vergangenheit verbergen will. Bei der Suche nach der Wahrheit sind David Hunter, der Dorfpolizist und sein pensionierter Kollege ganz auf sich allein gestellt. Nach einem Sturm ist Runa von der Außenwelt abgeschnitten...
?Konzentriere dich auf das Rätsel!? lautet ein Motto Hunters. Simon Beckett, der mit dem Bestseller Die Chemie des Todes einen sensationellen Durchbruch erlebte, hält sich in Kalte Asche nicht an diese Devise. Viel Zeit braucht er, bis seine Geschichte in die Gänge kommt. Und viel Zeit braucht er auch, um seine Figuren zu entwickeln: So lange, bis sie dem Leser -- ebenso wie Hunter -- sympathisch oder eben unsympathisch geworden sind.
Diese Taktik erweist sich im Verlauf der Handlung als geschickter Schachzug. Denn auf diese Weise kann man quasi hautnah miterleben, wie schwer dem Forensiker, der schon in Die Chemie des Todes der Hauptheld war, diesmal die Ermittlungen fallen. Denn die Leichen sind eben keine bloßen Leichen mehr, die er auf den Seziertisch bekommt, sondern sie waren einmal, wenn auch entfernte, Bekannte. So raubt die Geschichte, die Elemente des Kammerspiels und des Schauerromans mit einbezieht, bis zum dramatischen Ende ihren Lesern doch das ein oder andere Mal den Atem. Kalt jedenfalls lässt der spannende Roman einen nicht. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
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5 Kundenrezensionen:

Kalte Asche von Simon Beckett
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dem eigentlichen Inhalt will ich Nichts vorwegnehmen. Die Krimifreude sei ungebremst.
Überraschend durchlebt man in dem Buch die weitere tragische Entwicklung des Helden "David Hunter". Beckett skizziert hier weiter das Persönlichkeitsprofil seines Romanhelden. Einem ständigen Feilen gleich gewinnt unser bekannter Held an Profil. Zunehmendend versteht man die menschlichen Seiten des aus dem Buch "Chemie des Todes" bekannten anthropologischen Forensikers.
Stimmungsmäßig ist der auf der Insel anhaltende Sturm praktisch spürbar und kriecht einem ständig, einem anhaltendem Schauder gleichend, unter die Haut. Zieht Euch warm an und legt das Regenzeug nicht ab, denn die überraschenden Wendungen im Krimiverlauf kommen ebenso plötzlich wie ein im Sturm in Ärmel und Kragen schlagender Regenguss.
Interessant sind auch die präzisen Beschreibungen der Folgen eines Feuertodes. Stimmungsvoll steigern sich die Elemente Sturm und Feuer gegenseitig bis zum flammenden Finale. Man hat aber nicht nur den Eindruck das das Feuer menschliches Leben verzehrt und Spuren von Verbrechen verwischen soll, nein vielmehr brennen in diesem Roman auch die Seelen unserer Helden.
Lasst Euch anstecken und viel Spass beim Lesen.
Sehr spannend, tolle Sprache
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe gerade "Kalte Asche" zu Ende gelesen und bin noch total im Bann des Buches gefangen. Nach "Chemie des Todes" war ich bezüglich der Folgestory zurückhaltend neugierig und skeptisch. Aber sofort nach den ersten Zeilen bin ich vollständig in der spannenden und atmosphärisch sehr dichten Geschichte versunken. In der Story regnet es ständig, ich spürte förmlich die feuchte Kälte, so wunderbar anschaulich und bildhaft sind die Beschreibungen. Auch die Charaktäre sind sehr "spürbar" dargestellt. Fazit: Fantastische und spannende Story in einer sehr düsteren, grauen Atmosphäre mit vielen Überraschungen. Ich freue mich auf die Nummer drei!!
Kleine Startschwierigkeiten, aber dann hervorragend!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich hatte anfangs einige Schwierigkeiten ins das Buch reinzukommen, bzw. kontinuierlich zu lesen. Woran das genau liegt, kann ich gar nicht sagen, aber ich fand die ersten 80 Seiten nicht wirklich spannend geschrieben gerade im Vergleich mit Chemie des Todes. Trotzdem wollte ich nicht aufgeben und auf den folgenden Seiten hat sich der Spannungsbogen doch erheblich erhöht. Getoppt wurde das ganze vom letzten Drittel des Buches. Dort haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ein Ereignis jagt das andere. Zu diesem Zeitpunkt lässt einen das Buch nicht mehr los und man kann es nicht aus der Hand legen. Und auch wenn man denkt nun hat man das Rätsel gelöst, wird man (mehrfach) eines besseren belehrt.
Guter Schmöker zum Gruseln, aber kein "Page turner"
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nachdem ich "Die Chemie des Todes" nahezu am Stück verschlungen habe, hatte ich mich sehr auf "Asche zu Asche" gefreut und bin ein ganz klein wenig enttäuscht. Der zweite Teil um Dr. Hunter ist zwar ein spannender Thriller mit unerwartetem Ausgang, aber er kommt nicht an die Klasse des ersten Bandes heran (deshalb 4 Sterne).
Dennoch kann ich auch diesen Band allen Krimi-Fans der "Madenfraktion" empfehlen. Es ist ein sehr spannend gemachtes Buch, dass auf die klassisch englische einfache und klare Weise Atmosphären so beschreiben kann, dass der Leser sich sehr gut in die Akteure hineinversetzen und mitzittern kann. Besonders schätze ich an Simon Becket, dass er auf die oft nervigen Stilmittel seiner amerikanischen Kollegen verzichtet.
Starker Beginn, wirres Ende
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Kalte Asche" ist der zweite Fall des forensischen Anthropologen David Hunter aus der Feder von Simon Beckett.
Dieses Mal wird Hunter von der Polizei gebeten, eine fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Frauenleiche in einem Cottage auf einer einsamen Insel der äußersten Hebriden zu untersuchen. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Doch noch ehe Hunter das Festland um Unterstützung bitten kann, fallen aufgrund eines Sturms alle Kommunikationsmittel aus.
Zusammen mit einem auf der Insel im Ruhestand lebenden Expolizisten und einem mit Hunter angereisten Sergeant muss er sich an die Lösung des Falles machen, denn der Mörder ruht nicht und schlägt immer wieder zu...
Wohl kein zweiter schafft es derzeit wie Beckett, die Atmosphäre der Handlungsorte sowie die Ängste der Romanfiguren auf den Leser zu übertragen. Wie bei dem ähnlich aufgebauten Vorgängerroman "Die Chemie des Todes" zieht ihn der Beckettsche Schreibstil mit einer Mischung aus sachlichen, beinahe klinisch nüchternen Beschreibungen sowie hochemotionalen Passagen in den Bann.
Leider ist die Auflösung des Falles am Ende nicht vollends gelungen. Zwar in sich schlüssig, wirkt sie etwas überzogen und arg konstruiert.
Dennoch ist "Kalte Asche" allen Liebhabern von Thrillern absolut zu empfehlen.
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