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Doch die Sünde ist scharlachrot: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George

Zoom Produkt-Bild: Doch die Sünde ist scharlachrot: Ein Inspector-Lynley-Roman
Gebundene Ausgabe von Blanvalet
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 16,45

3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3764502428, Erscheinungsdatum: November 2008

5 Kundenrezensionen:

Inspector Lynley ist zurück
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die gute Nachricht: Inspector Lynley ist zurück und er ermittelt wieder! Und das was Elizabeth George auf fast 800 Seiten abliefert ist wieder ein Roman so wie man ihn kennt. Die Charaktere werden genau beschrieben, es gibt wieder verschiedene Handlungsstränge die alle mit dem Mord zu tun haben und George schafft es auch wieder Spannung aufzubauen.

Doch leider gelingt ihr dieses mal nicht alles so gut wie in den vorherigen Bänden. Mancher Handlungsstrang wird am Ende nicht aufgelösst sondern läuft ins leere und auch die Spannung bleibt an der einen oder anderen Stelle auf der Strecke. Auch hat man manchmal das Gefühl, das man die Handlung etwas straffen hätte können und so überblättert man manchmal leicht ein paar Seiten und es fällt gar nicht groß auf.

Fazit: Elizabeth Georg legt einen guten Krimi vor, allerdings ist er eben nur gut und nicht sehr gut, dazu fehlt es an Spannung. Für Fans von Inspector Lynley ein absolutes muss, Krimifans können auch zugreifen, wenn sie nicht Wert auf einen spannungsgeladenen Krimi legen. Man darf gespannt sein wann das nächste Buch von Elizabeth Georg herauskommt nachdem sie jetzt innerhalb von zwei Jahren drei Bücher veröffentlich hat. Vielleicht wäre es ja gut, mit dem nächsten etwas zu warten und dann wieder einen Lynley-Roman zu bekommen so wie man ihn von früher kennt.
Überraschend gut!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Mir geht es eigentlich wie dem Großteil der Rezensenten hier: ich bin der Meinung, die Bücher von Elizabeth George wurden von Jahr zu Jahr schlechter. Allein beim letzten Buch habe ich mehr als nur ein Mal überlegt, das Buch zur Seite zu legen, ich fand es langweilig, absolut unspannend und einfach nur endlos in die Länge gezogen. Mit gemischten Gefühlen ging ich also an dieses Buch heran - und wurde wirklich positiv überrascht!!! Im Gegensatz zu ihren letzten Romanen war das Buch spannend geschrieben und wirklich interessant (auch wenn ich mich in der Surferszene kein Stück auskenne, wie ich ehrlich zugeben muss), die vielen Erzählstränge waren zwar anfangs noch etwas verwirrend (Okay, Tammy und ihren Großvater bzw. deren Probleme hätte sie meiner Meinung nach auch außen vor lassen können, denn das hatte ja nicht wirklich was mit der Story zu tun), haben aber alle zu interessanten Enden geführt. Ich bin nunmehr gespannt, ob sich E. G. nun wieder zu alten Höhepunkten und absoluten Spannungsgaranten schreibt oder ob dieses Buch nun eine Ausnahme war. Ich hoffe natürlich auf ersteres!

Gelesen: 27.12.08 - 01.01.2009
Endlich: Ein Wiedersehen mit Lynley und Havers!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
In Elisabeth Georges aktuellen Roman werden mit der Farbe Rot aufregende, spekulative, mörderische und zweifelhafte Akzente gesetzt. Ein roter Farbfleck in der rauen Küstenlandschaft Cornwalls Anfang August fordert die Aufmerksamkeit eines dem Leser sehr bekannten Wanderers, der verzweifelt die Einsamkeit und den ewigen Dauerregen herausfordert: Es ist Detektive Superintendent Thomas Lynley, in der Trauer um seine geliebte Ehefrau gefangen. Doch ein zweiter Blick auf das ungewohnte Farbspiel eröffnet dem abgewrackten Wanderer die traurige Wahrheit: Es ist das Blut einer Leiche, die Lynley entdeckt hat und ihn zu dem zwingt, was er eigentlich hinter sich lassen wollte. Denn als die örtlichen Ermittler erst einmal feststellen, wer der erste Unfallzeuge ist, fordern sie den Polizisten und Detektive in ihm an und besonders die rothaarige Bea Hannaford kennt mit angeschlagenen adligen Mitarbeiter des New Scotland Yards keine Gnade. Diese Umstände bieten den Auftakt eines packenden Rätsels im Surferparadies, denn der abgestürzte junge Kletterer ist kein Unfallopfer, sondern ermordet worden, was die Sabotage an seiner Ausrüstung recht schnell nahe legt. Wer wollte, Santo Kernes Tod und warum?

Verdacht erregt zunächst die Tierärztin Daidre Trahair, die Lynley nach Entdeckung der Leiche um Hilfe gebeten hat und die später offensichtlich die Polizei anlügt. Da Hannaford ein gewisses persönliches Interesse der Dame an dem ramponierten Inspektor festzustellen glaubt, setzt sie Lynley gleich mal darauf an, der unergründlichen Daidre auf den Zahn zu fühlen. Bea Hannaford ist in der Tat auf Ermittlungshilfe dringend angewiesen, vor allem da sie überzeugt ist, dass die Anstrengungen ihres Exmann zu ungenügend sind, um ein kompetentes Team zur Verfügung zu stellen. Lynley dagegen sieht sich etwas in seiner Objektivität eingeschränkt und fordert eine alte Bekannte aus London an: die unkonventionelle Ermittlerin Barbara Havers, die auch schon bald mit ihrem gefürchteten Notizblock mit den Eselsohren aufkreuzt.
Ein ganz anderes Problem hat der junge Cadan. Er ist bei seinem Vater, der sowieso wenig von ihm hält, in Ungnade gefallen. Jetzt hat er sich ausgerechnet bei den Kernes einen Job besorgt, doch die Familie scheint durch den Todesfall ziemlich aus dem Ruder. Besonders Mutter Kerne scheint ziemlich durch den Wind zu sein. Die ältere Lady macht dem neuen Angestellten ziemlich offensichtlich ein unmoralisches Angebot und peinlicherweise werden die beiden auch noch von der Tochter Kerren überrascht. Dabei hätte Cadan wissen müssen, dass es bei den Kernes nur Ärger gibt. Schließlich hat die gescheiterte Beziehung zwischen Santo Kerne und seiner Schwester Madlyn eine deutliche Warnung sein müssen! Zum Glück ist da ja noch Jago Reeth, der alte Surfnomade, der seit längerer Zeit bei seinem Vater im Geschäft arbeitet und für Jung und Alt immer ein offenes Ohr hat. Bestimmt hat dieser wieder einen guten Rat auf Lager.

Eine unwiderstehliche Kulisse und die Fähigkeit zahlreiche unterschiedliche Charaktere zu kreieren und sie in eine spannende und moderne Krimierzählung einzubinden, erklären die Faszination von Elisabeth Georges Roman. Natürlich hatte der eine oder andere Leser sich bereits an die eher klassischen Inspektor Lynley Romane gewöhnt und hätte nichts dagegen gehabt, Jahr für Jahr neue Fälle auf die bewährte Art vorgeführt und gelöst zu bekommen. Doch Frau George hat die Reihe immer mal wieder durchbrochen: Einmal war Havers bei ihren Ermittlungen auf sich selbst gestellt, dann hatten gute Freunde von Lynley einen höchst schmerzlichen Fall im Ausland zu lösen. Schließlich überraschte die Autorin noch mit einer kritischen Sozialstudie, in der sie den Umständen von Lynleys geliebter Frau auf den Grund ging. Auch mit dem vorliegenden Roman scheint sie nicht gewillt zu sein, sich auf die ursprünglichen Pfade zurückführen zu lassen. Ein wenig erinnert der Krimi an Wellenbrecher" von Minette Walters. Doch wie es der Leser von Elisabeth George gewöhnt ist, genügt es ihr nicht, nur menschliche Abgründe und gewisse Abartigkeiten zu beschreiben. Ihre fiktiven Persönlichkeiten haben sorgfältig ausgearbeitete Strukturen und vermitteln ein ausgesucht feines Bild eines zutiefst menschlichen Charakters. Sie stammen aus verschiedensten Gesellschaftsschichten und haben sehr konträre soziale Hintergründe. Dennoch hat jeder Charakter seinen festen Platz im Gesamtwerk, welches durch die bunte Mischung menschlicher Eigenheiten an Überzeugung gewinnt.
Und schließlich gibt das letzte Kapitel doch Anlass zur Hoffnung, dass es wieder einmal einen Krimi mit einem offiziellen Ermittler namens Lynley geben wird. Auf jeden Fall ist die Chance dazu gegeben, solange Barbara Havers auf ihre gewohnt liebenswerte Art mitmischt! Also, auf ein baldiges Wiedersehen mit Lynley und Co.
Verwirrend, wie Lynleys Zustand sein muss...
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
... so beginnt auch dieses Buch.

So viele lose Handlungsfäden, die sich lange nicht zusammenfügen gab es wohl selten bis nie bei Elizabeth George.

Anfangs sehr enttäuscht von diesem lange erwarteten Roman komme ich in der Nachbetrachtung zu folgendem Ergebnis:

E. George wollte sicherlich die Zerrissenheit Lynleys nach dem gewaltsamen und unnötigen Tod Helens darstellen. Ob ihr dies mit diesem Buch gelungen ist, mag bezweifelt werden. Ihr stilistisches Mittel waren einzelne Fäden, kurze Dialoge von Menschen mit merkwürdigen Namen und letzen Endes ein ebenso verwirrter Leser. Sicher hätte es straffere und gewohnt prägnante Sätze gegeben, mit denen sich dieses Ziel eindringlicher hätte erreichen lassen.

Vielleicht war aber E. George ebenso zerrissen was den weiteren Verlauf der Lynley-Serie betrifft. Sollte sie Thomas mit diesem Buch sterben lassen oder gibt es eine Zukunft für ihn bei Scotland Yard und damit weitere Bücher mit dem kongenialen Ermittler-Team Lynley/Heavers?
Am Ende des Buches sind wir so schlau wie vorher: "Wir werden sehen..."

Meiner Meinung nach beginnt das Buch erst interessant zu werden mit dem Auftauchen von Barbara Heavers. Aber das Buch und Thommy im Alleingang zu retten, vermag ihr leider nicht zu gelingen. Daher von mir nur drei Sterne.
Bloß nicht kaufen!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Das ist der erste Roman von E. George, den ich nicht zu Ende gelesen habe. Die wenig ereignisreiche Handlung vermag auch nach über 150 Seiten nicht zu fesseln...immer wieder tauchen neue Personen auf, die in irgendeiner Weise mit dem Mord zu tun haben könnten und irgendwann ertappte ich mich während meiner Bemühungen, die einzelnen Figuren und ihre Geschichten auseinanderhalten zu wollen, bei dem Gedanken, dass es mir inzwischen ziemlich gleichgültig ist, wer nun den Mord verübt hat und wie dieser Roman wohl enden könnte. Wer das Buch für seine Sammlung haben möchte sollte getrost auf die günstigere Taschenbuchausgabe warten....bis dahin verpasst man wirklich nichts!
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